EU-Behörde gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung.
AMLA ist die Abkürzung für „Anti Money Laundering Authority“. Sie ist eine EU-Institution mit Sitz in Frankfurt.
Sie wurde 2024 gegründet und übernimmt die grenzüberschreitende Aufsicht im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Insebsondere soll sie die Verwendung von Krypotwährungen überwachen.
Was hat das mit dem Fürstentum zu tun?
Sehr viel.
Zunächst ist Liechtenstein zwar nicht Mitglied der EU, aber seit 1995 Mitglied im EWR. Daher nimmt das Ländle an vielen solcher Regelwerken teil und hat bereits angekündigt, die entsprechenden Regelwerke der AMLA zu übernehmen – bis 2027.
Das ist schön. Allerdings ist doch die Frage, ob das nicht schöner Schein ist. Eine Fassade vor einer Räuberhöhle, einem Unrechtsstaat.
Denn schon im hässlichen Steuerstreit, der zur Explosion von Tausenden als Stiftungen getarnten Schwarzgeldbunkern führte, trat Liechtenstein dem AIA bei. Dem automatischen Informationsausstausch mit dem Fiskus des jeweiligen Landes, in dem ein Kontobesitzer im Ländle seinen Steuersitz hat.
Dennoch geht das Verstauen von Schwarzgeld, von Geldern zweifelhafter Herkunft, ja von sanktionierten Russengeldern fröhlich weiter.
Beweis ist, dass letzthin plötzlich 475 Trusts herrenlos wurden. Ihre verwaltenden Treuhänder hatten die Flucht ergriffen – Schiss, dass sie wie einige Kollegen auch auf die Sanktionsliste der US-Behörde OFAC geraten.
Auch die Antikorruptionsbehörde GRECO des Europarats – Liechtenstein ist Mitglied – versucht seit Jahren vergeblich, das Ländle zu Massnahmen gegen Korruption zu bewegen.
Oder den Fürsten dazu, ein Scheibchen seiner absolutistischen Macht abzugeben. So kann er ohne weiteres ein Strafverfahren einstellen lassen.
Und trifft sich regelmässig mit der Regierung zu Geheimbegegnungen, in denen Befehlsausgabe stattfindet.
Zudem reissen die Skandale um ungetreue Teuhänder nicht ab, die die Besitzer und Begünstigten von Stiftungen enteignen und sich die Vermögenswerte aneignen.
Also ist die Hoffnung nicht allzu gross, dass AMLA im Ländle etwas bewirken wird.
Aber die Chancen steigen, dass weder die EU noch die USA diesem Treiben noch lange zuschauen.
Dann ist fertig mit liechtensteinern und „Ich bin Liechtensteiner, mir kann keiner“.








