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Schlagwortarchiv für: schöner Schein

Wenn die Scheichs kommen

Allgemein, Finanzplatz Liechtenstein, Fürstentum Liechtenstein, Stiftungen

Weg aus der beschädigten Glitzerwelt von Dubai & Co.?

Alleine an Vermögen im privaten Welt Management werden in den Emiraten rund 1,5 Billionen US-Dollar verwaltet. Nicht nur sanktionierte oder nicht-sanktionierte Russen verlagerten ihr Geld vor allem von Europa nach dem Nahen Osten.

Vor allem die Glitzerwelt von Dubai lockte nicht nur mit sicherer Geldanlage, stabilem System und Rechtssicherheit. Sondern auch mit hoher Lebensqualität, trotz meistens brütend heissen Temperaturen. Aber davon merkt der Reiche nichts, der in einer rundum klimatisierten Blase lebt und höchstens bei einem Ausflug in die Wüste kurz ins Schwitzen kommt.

Seitdem allerdings der Flughafen von Dubai mehrfach geschlossen werden musste, sogar in den Burj al Arab Trümmerteile einer iranischen Drohne einschlugen, ist es eher vorbei mit der Champagnerlaune der Gäste.

Da reiben sich Vermögensverwalter weltweit die Hände. Natürlich auch in der Schweiz und im Fürstentum nebendran.

In der Finanz und Wirtschaft schwärmt der Leiter institutionelle Kunden bei Systrade: er kenne «zwei Vermögensverwalter aus Dubai und Abu-Dhabi, die Gelder abziehen und in liechtensteinische Alternative-Investment-Fonds (AIF) anlegen wollen. Als Mindestanlagesumme gelten 7 Mio. Fr. Der Finanzplatz Liechtenstein sei inzwischen attraktiver als der Standort Dubai, ist Thomas Heyden überzeugt».

Das ist interessant. Denn zunächst tritt Systrade als Introducing Broker auf, vermittelt also schlichtweg Kunden an aktive Broker. Dazu bietet die Firma Vermögensverwaltung, unverbindliche Marktinformationen und die Beteiligung an Krypto-Token-Projekten an.

Laut ihren AGB bietet die Bude aber keine individuelle Beratung an, lässt die Kunden dabei im Irrglauben, sie täte das. Die Einnahmen hängen von Tranig-Aktivitäten ab, wobei Systrade bis zu 80 Prozent an Gebühren kassiert.

Die Kunden zahlen für diesen middle man schlichtweg mehr, als wenn sie direkt zu einem Broker gingen. Also Mehrkosten ohne klaren Mehrwert, Interessenskonflikte durch Provisionen und keine echte Beratung trotz «Finanzanbieter»-Image.

Heyden selbst hat seinen Fokus auf Kundenakquise und Betreuung, liefert also keineswegs eine unabhängige Beratung, sondern ist auch provisionsgetrieben. Mehr Trades, mehr Einnahmen, so einfach ist das. Performance spielt dabei keine grosse Rolle. Die Verantwortung liegt völlig beim Kunden.

Keine Haftung bei Verlusten, keine echte Fiduciary Duty. Hier werden Strukturen angeboten, die nur für ausgewiesene Fachleute durchschaubar sind, die zudem von einem ganzen Wald von Gebühren und Provisionen umgeben sind.

Ein kleines Beispiel, mit wie viel Vorsicht man einem fürstlichen Geldmenschen begegnen sollte. Dass die seriöse Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft seine Leser nicht darauf hinweist, nun, im heutigen Journalismus müssen auch solche Blätter in erster Linie überleben.

Aber das wäre bei Liechtenstein ja nur die Einstiegsabzocke. Anschliessend würden die Broker sich ihre Scheibe abschneiden, dann die veraltenden Geldhäuser, und wenn es ganz blöd für den Anleger läuft, hätte er auch noch gerne eine Stiftung mit mindestens einem liechtensteinischen Treuhänder im alles entscheidenden Stiftungsrat.

Da kann sich der ausländische Geldanleger endgültig von seinem Vermögen verabschieden.

Dann doch lieber gelegentlich eine iranische Drohne als einen liechtensteinischen Angriff auf das Geld, zudem in einem weitgehend rechtsstaatfreien Raum.

14. April 2026/32 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-2026-04-13-um-15.31.42.png 649 1288 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2026-04-14 07:07:222026-04-13 15:37:56Wenn die Scheichs kommen

Kontrolle? In Liechtenstein?

Allgemein, Fürst von Liechtenstein, Fürstenjustiz, Treuhänder

Stiftungen und Trusts sind der reinen Willkür ausgeliefert.

Schauen wir wieder mal hinter die heile Fassade. Liechtenstein sei ein putziges Fürstentum, in dem Recht und Gesetz herrschen und sich niemand Sorgen machen muss, dass sein Vermögen nicht ordnungsgemäss aufbewahrt und verwaltet wird. Dabei wird grosser Wert auf sauberes Geld gelegt, die sogenannte Weissgeldstrategie.

Daran stimmt genau – nichts.

Am Fürstentum ist überhaupt nichts putzig. Der Fürst, bzw. der herrschende Erbprinz Alois, regiert mit absolutistischer Machtvollkommenheit. Daher hat er es gar nicht nötig, Regierung, Parlament oder Justiz öffentlich in die Schranken zu weisen. Da alle wissen, dass er sie zum Teufel jagen kann, Richter nicht mehr ernennen, gehorchen sie auf sein Fingerschnippen und lesen ihm alle Wünsche von den Augen ab.

Fürstenrecht und Fürstengesetz, das ist das Gegenteil von Rechtsstaatlichkeit. Mit absurden Urteilen, mit der Verschleppung von glasklaren Fällen über Monate und Jahre, mit Absurditäten wie der Erfindung eines «blossen Anscheins einer möglichen Interessenskollision» werden immer wieder Urteile gefällt, die jedem Juristen ausserhalb des Ländle die Haare zu Berge steigen lassen.

Die ordnungsgemässe Aufbewahrung und Verwaltung des Vermögens beinhaltet, dass sich liechtensteinische Treuhänder, die obligatorisch Einsitz in den allmächtigen Stiftungsrat nehmen, sich ungeniert bereichern und durch die Verwaltung Kommissionen, Kick-backs und Retrozessionen verdienen, die sie sich mit den fürstlichen Banken teilen.

Sie werden dadurch so reich, dass sie sich nicht nur teure Autos, kostspielige Geliebte und edle Hobbys leisten können, sondern sogar die grösste Rolls-Royce-Sammlung der Welt.

Zwischen fürstlicher Justiz, fürstlicher Treuhandkammer, fürstlicher Finanzmarktaufsicht und fürstlichen Treuhändern herrscht dabei Komplizenschaft wie in einer Räuberhöhle.

Wie grosser Wert auf sauberes Geld gelebt wird, zeigen die rund 800 Zombie-Trusts, die herrenlos herumstehen. Nachdem das Geschäftsmodell Stiftung oder Trust als Schwargeldbunker explodiert war, mussten neue Einkommensquellen gesucht werden. Sie bestehen darin, dass Liechtenstein vor allem aus östlichen Quellen jede Form von Geld annimmt und aufbewahrt.

Der Vorteil ist, dass es kaum ein russischer Oligarch wagt, sich öffentlich darüber zu beschweren, dass er über Jahre abgezockt wurde. Aber immerhin konnte er selbst auch von dem in Liechtenstein verstauten Geld profitieren.

Aber jetzt hängen schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar in der Luft. Genauer gesagt: sie sind eingefroren, ihre Besitzer haben seit vielen Monaten keinen Zugriff mehr darauf.

Das öffentliche Mitleid hält sich in engen Grenzen. Zu wirkmächtig ist die Assoziationskette: reicher Russe, Putin-Freund, hat sein Geld sicherlich mit krummen Geschäften und Korruption verdient. Kommt es ihm abhanden, dann geschieht es ihm nur recht.

Das gilt natürlich auch für den Pleitier René Benko.

So könnte dieses Geschäftsmodell hinter der schönen Fassade eigentlich ungehemmt weitergeführt werden. Wenn es nicht zwei ganz unangenehme Probleme dabei gäbe.

Die blosse Anzahl der herrenlosen Trusts, weil deren Treuhänder mit qualmenden Socken das Weite suchten, beweist, wie sorglos Liechtenstein bei der Annahme von Geldern vorgegangen ist.

Noch schlimmer ist allerdings: die meisten enteigneten Besitzer halten vom Rechtsstaat ungefähr gleich viel wie Liechtensteiner Treuhänder oder das Fürstenhaus: nämlich nichts.

Daher ist es klar, dass viele Treuhänder im Ländle eher unruhige Tage und Nächte verbringen. Denn sie werden von den betrogenen Kunden unter Druck gesetzt, denen wieder den Zugang zu ihren Vermögenswerten zu verschaffen.

Weigern sie sich oder jammern sie gar, dass sie leider dazu nicht mehr in der Lage sind, weil sie ihre Position als Stiftungsrat aufgegeben haben, dann sind sie für den russischen Oligarchen nutzlos geworden. Allerdings tut man ihm das nicht ungestraft an, ihn dermassen brutal von seinem Vermögen zu trennen.

Die einzige Rettung für diese Treuhänder bestünde darin, sich als Liquidatoren dieser Trusts zur Verfügung zu stellen. Und unter der Hand zumindest einen Teil der eigefrorenen Werte ihren Besitzern zurückzugeben. Damit gerieten sie aber auf die gefürchtete Todesliste der US-Sanktionsbehörde Ofac, was auch nicht sehr gesund ist.

Und weder dem Fürstenhaus, noch der Regierung, noch der mit Getöse eingesetzten Task Force ist bislang etwas eingefallen, wie man aus dieser Bredouille gesund und heil herauskommt.

Ausser vielleicht, zu beten.

 

29. Oktober 2025/40 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2025/10/Bildschirmfoto-2025-10-28-um-23.23.30.png 1024 1790 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2025-10-29 06:51:082025-10-28 23:29:56Kontrolle? In Liechtenstein?

Lahme fürstliche Justiz

Allgemein, Fürst von Liechtenstein, Fürstenjustiz

Abwarten, aussitzen: das Prinzip der Gerichte im Ländle.

Wie immer hört sich alles im Bereich des schönen Scheins wunderbar an. Artikel 43 der Landesverfassung soll garantieren, dass «niemand seinem gesetzlichen Richter entzogen» werde und Verfahren «gesetzmässig» zu führen seien. Das beinhaltet natürlich auch, dass Verfahren fair und zügig durchgeführt werden sollten.

Dafür soll auch das Gerichtsorganisationsgesetz sorgen. Und die Strafprozessordnung hält ausdrücklich fest: „Die Strafbehörden haben dafür zu sorgen, dass das Verfahren mit möglichster Beschleunigung durchgeführt wird.“

Nun ja.

Da gibt es den Fall Von Hoffen gegen Liechtenstein. Ein Wirtschaftsstrafverfahren, nicht sonderlich komplex. Die Voruntersuchung startete 1994, die Zustellung des Urteils des aus Verzweiflung angerufenen Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgte 2004, nach zehn Jahren. Das EGMR stellte fest, dass diese Dauer unangemessen sei und verurteilte Liechtenstein.

Oder es gibt verwaltungsgerichtliche Verfahren, bei dem jede Instanz Jahre über dem Urteil brütet, alleine der Staatsgerichtshof in einem Fall fast viereinhalb Jahre. EGMR verurteilt Liechtenstein.

Bekerman gegen Liechtenstein. Da wagte es einer, wegen überlanger Verfahrensdauer gegen einen Liechtensteiner Landrichter zu klagen. EGMR verurteilt Liechtenstein zu einer Entschädigung.

Noch schlimmer ist es, wenn jemand in U-Haft schmoren muss. So im Fall Frommelt gegen Liechtenstein. Die Entscheidung über die unziemliche Verlängerung der U-Haft erfolgte nach Fürstenart in einer nicht-öffentlichen Sitzung und in Abwesenheit des Beschwerdeführers. Zwischen dem letzten Haftprüfungsverfahren und der tatsächlichen Verhandlung lagen mehrere Monate. EGMR verurteilt Liechtenstein.

All diese Urteile gehen den fürstlichen Gerichten schwer an einem bestimmten Körperteil vorbei.

Diverse Stifter oder Begünstigte von Stiftungen müssen immer wieder erfahren, dass Gerichtsverfahren gegen sie mit rasanter Geschwindigkeit durchgeführt werden und im Eilzugstempo sämtliche Instanzen durchlaufen (natürlich mit bestätigten Urteilen gegen sie).

Sollten sie es hingegen wagen, zum Beispiel gegen Untreuhänder gerichtlich vorzugehen, die sich mit hinterfotzigen Mitteln in Besitz der Stiftung gebracht haben, dauert so ein Verfahren problemlos mehr als dreieinhalb Jahre. In der ersten Instanz und ohne, dass es zu einem Urteil käme.

Lässt sich das nicht vermeiden, geht’s dann sowieso die Instanzenleiter hoch – und wieder runter. Und wieder hoch. Solange, bis dem Kläger entweder das Geld oder die Gesundheit oder sogar das Leben ausgehen.

Das ist dann die beliebte biologische Lösung.

Oder nehmen wir den Fall der rund 800 Zombie-Trusts. Seit November letzten Jahres begannen die verwaltenden Treuhänder, panisch ihre Position aufzugeben – Schiss vor der US-Sanktionsbehörde Ofac. Das wurde monatelang unter dem Deckel gehalten, bis der Skandal im Frühsommer 2025 international Schlagzeilen machte.

Status im Frühherbst 2025: ausser der Einberufung einer «Arbeitsgruppe», die angeblich Lösungsvorschläge ausarbeitet – ist nichts geschehen.

Eine Justiz und Staatsorgane, die sich dermassen frei von rechtsstaatlichen Maßstäben verhalten, das ist nur in einem absolutistischen Unrechtsstaat möglich. In der Räuberhöhle Liechtenstein.

 

23. September 2025/39 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2025/09/Bildschirmfoto-2025-09-22-um-16.33.51.png 545 624 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2025-09-23 07:52:592025-09-22 16:43:44Lahme fürstliche Justiz

Liechtensteins Skandale

Allgemein, Finanzplatz Liechtenstein, Skandale, Untreuhänder

Das Ländle ist zutiefst verrottet.

Die nicht abreissende Reihe von Skandalen von Untreuhändern im Stftungsunwesen ist das eine. Hier kann man auch von einer gewissen Mitschuld von allen sprechen, die geblendet vom äusseren Schein meinen, ihr Vermögen in so einem Konstrukt sicher angelegt zu haben.

Welche gewaltiger Irrtum das ist, mussten schon allzu viele Stifter und Begünstigte bitter erfahren. Sie wurden um ihr Hab und Gut gebracht, und die fürstliche Justiz in diesem Unrechtsstaat schützt die Täter, nicht die Opfer.

Aber es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Skandale auf allen Gebieten, die belegen, wie morsch und verrottet das vermeintlich so sauber strahlende Liechtenstein ist. Ein kleiner, unvollständiger Auszug:

1. Finanzkrise und Geldwäscheskandal (1999–2001)

Ende der 1990er Jahre wurde Liechtenstein beschuldigt, ein Zentrum für Geldwäscheaktivitäten zu sein, insbesondere im Zusammenhang mit organisierten kriminellen Gruppen. Dies führte dazu, dass das Land 2000 von der Financial Action Task Force auf die schwarze Liste gesetzt wurde. Als Reaktion darauf implementierte Liechtenstein umfassende Finanzreformen, um die Transparenz zu erhöhen und internationale Standards zu erfüllen. Alles Fassadenmalerei.

2. Pensionskassendebakel (2013)

Die staatliche Pensionskasse wurde über Jahre hinweg für Personalpolitik missbraucht, was zu finanziellen Engpässen führte. Um das entstandene Loch zu stopfen, wurden 300 Millionen Franken aus den Staatsreserven verwendet. Dieser Vorfall löste eine Debatte über die finanzielle Verantwortung und Transparenz staatlicher Institutionen aus. Die natürlich im Sand verlief.

3. Aurelia Frick und die Beraterhonorare (2019–2024)

Die ehemalige Regierungsrätin Aurelia Frick geriet in die Kritik, nachdem Unklarheiten über die Abrechnung von Beraterhonoraren aufkamen. Dies führte zu einem Misstrauensvotum und ihrem Rücktritt. In den folgenden Jahren sah sie sich mehreren Strafverfahren gegenüber, die jedoch letztlich mit Freisprüchen endeten. Kein Wunder, bei der fürstlichen Unrechtsjustiz.

4. Schließung von Radio Liechtenstein (2025)

In einem Referendum entschieden die Bürger Liechtensteins, die staatliche Finanzierung des öffentlichen Radiosenders Radio Liechtenstein bis Ende 2025 zu beenden. Die Entscheidung führte zur Schliessung des Senders, da keine tragfähige Lösung für eine Privatisierung gefunden wurde. Der Vorfall warf Fragen über die Medienvielfalt und staatliche Unterstützung in kleinen Ländern auf. Wobei der Fürst aus seiner Schatulle für Kleingeld das Radio weiter am Leben hätte erhalten können. Weil die Stimmbürger nicht länger Fürstenfunk hören wollten.

5. «Hort der Kriminellen»

Mindestens vier große in Spanien zerschlagene Rauschgift- und Betrügerbanden haben Liechtensteiner Banken einem Pressebericht zufolge zur Geldwäsche genutzt. Die Kriminellen hätten dazu Stiftungen gegründet, die in dem Fürstentum Bankkonten eröffneten, berichtet die Madrider Zeitung «El País». Auch kolumbianische Drogenkartelle, hätten so große Geldmengen vor den Behörden versteckt. Über Liechtensteiner Bankkonten hätten die in den vergangenen Jahren ausgehobenen Banden Schiffe bezahlt, die Kokain von Kolumbien nach Spanien brachten. Alles zugedeckt in der Dunkelkammer Stiftungen.

6. Russengelder

Nicht nur, dass inzwischen ganze 23 Liechtensteiner Treuhänder oder ihre Buden auf der Sanktionsliste der US-Behörde Ofac stehen, eine überproportional hohe Zahl angesichts der Tatsache, dass es nur rund 130 Treuhänder im Ländle gibt, ist ein Alarmsignal, wie fahrlässig Liechtenstein mit dem Thema Russland-Sanktionen umgeht. Wie wichtig russische Kundschaft für Liechtensteiner Banken und Treuhänder ist, zeigt das Beispiel VP-Bank. Sie hat 2020 explizit Russland und die Ukraine als Zielmärkte definiert. Im Jahr 2022 sagte ihr Vorstandschef Paul H. Arni, in den vergangenen zehn Jahren seien jeweils zehn Prozent der Netto-Neugeldzuflüsse aus Osteuropa gekommen, das meiste mutmasslich aus Russland. Entsprechend trifft die Liechtensteiner Pseudo-Sanktionspolitik auch den Finanzplatz. Experten schätzen, dass dort viele Hundert Millionen Franken russisches Geld gebunkert sind. Eher Milliarden.

7. Ehrenwerte Gesellschaft

Es ist doch mehr als bezeichnend, dass die liechtensteiner Treuhänder mit Stefan Wenaweser jemanden zu ihrem Präsidenten gewählt haben, von dem jeder weiss, dass dieser bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hatte.

Und zu ihrem Vizepräsidenten Anton Wyss gewählt hatten, der wegen der Förderung von Transaktionen mit sanktionierten russischen Geldern selbst von der US-Behörde Ofac sanktioniert worden ist.

Fazit

Auf dem überschaubaren Finanzplatz Liechtenstein kennt jeder jeden. Alle eint das Bedürfnis, auch dunklen Geschäften ungestört nachgehen zu können und jeden Nestbeschmutzer zu kujonieren, bis er aufgibt. Sie alle wissen um den Schutz der fürstlichen Justiz, deren Urteile jedem Rechtsstaat Hohn sprechen.

Zu oft gelingt es, den Deckel über diesem Sumpf geschlossen zu halten. Aber er existiert und immer wieder steigen übelriechende Blasen auf, platzen und verursachen einen Skandal. Aber im Schutz des absolutistisch herrschenden Fürsten und seines Stellvertreters auf Erden, Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, herrscht der Irrglaube: Ich bin Liechtensteiner, mir kann keiner.

Kein nachhaltiges Geschäftsmodell.

16. Mai 2025/60 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2025/05/Bildschirmfoto-2025-05-15-um-16.35.14.png 336 688 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2025-05-16 06:00:492025-05-15 22:14:54Liechtensteins Skandale

Konglomerat Liechtenstein

Allgemein

Ein Mischkonzern mit einem Antrieb: Geldgier. Und einem Ziel: Bereicherung. Teil I.

Um den Finanzplatz Liechenstein zu verstehen, muss man vom Einzelfall ins Allgemeine gehen. Denn Liechtenstein ist keine Ansammlung von Einzelfällen, von schwarzen Schafen, von Ausnahmen, von bedauerlichen Einzeltätern.

Liechtensteins Geldwirtschaft funktioniert wie eine kriminelle Vereinigung. Oder wie ein Geldstaubsauger. Ein Konglomerat ist in der Natur ein aus verkitteten Geröllen bestehendes Sedimentgestein, das hübsch zum Anschauen ist.

Im Wirtschaftsleben ist ein Konglomerat ein Unternehmen, in dem Untergesellschaften verschiedenen geschäftlichen Aktivitäten nachgehen, die aber einem gemeinsamen Ziel untergeordnet sind. Genau so ist das im Fall Liechtenstein. Hier haben die Teile des Konglomerats folgende Aufgaben:

  1. Reputationsmanagement. Dafür ist in erster Linie das Fürstenhaus zuständig, aber auch die Abteilung Tourismus. Hier geht es um die Imagepflege, die Liechtenstein als putzige Monarchie darstellen will, ein kleines Alpenparadies, in dem Fürst und Volk es sich gemeinsam gutgehen lassen. Und wo niemand ein Wässerchen trüben kann, sondern alle seriöse Schaffer sind. So wie bei den Werkzeugen von Hilti.
  2. Rechtsstaatmanagement. Dafür ist in erster Linie die fürstliche Justiz zuständig. Ihre verschiedenen Instanzen, die ganzen Organe der Rechtspflege sollen den Eindruck erwecken, dass es in Liechtenstein einen regelbasierten Rechtsstaat gibt, in dem jeder, der meint, ihm sei ein Unrecht geschehen, sämtliche juristischen Mittel offenstehen, damit ein weises Gericht, notfalls unterstützt von einer hartnäckigen Staatsanwaltschaft diese Verletzung eines Rechtsgrundsatzes heilen kann.
  3. Bankenmanagement. Die Liechtensteiner Banken, zuvorderst die fürstliche LGT, wollen den Eindruck erwecken, das sie grosse Tradition, Stabilität und Seriosität mit moderner IT-Struktur und ausgeklügelten Anlagestrategien verbinden.
  4. Stiftungsmanagement. errichten Sie eine Stiftung in Liechtenstein. Das ist ungebrochen der Schlachtruf vieler Teilnehmer am Finanzplatz Liechtenstein. Dabei überschlägt man sich, die unzähligen Vorteile einer solchen Einrichtung, die Sicherheit, die Seriosität, die generationenübergreifende Kontinuität zu betonen. So stabil wie das Matterhorn, so nobel wie das Fürstenhaus, so uneinnehmbar wie die Trutzburg ob Vaduz.
  5. Demokratiemanagement. Ein Parlament, eine Regierung bemühen sich nach Kräften auszustrahlen, dass Liechtenstein eine lebendige Demokratie mit Wahlen, Volksrechten, Debatten, Initiativen und einer Dominanz des Souveräns ist, wo fast wie in der alteN Eidgenossenschaft noch Auge in Auge politisiert wird.

Das alles ergibt zusammen einen schönen Schein. Einen schönen Anschein. Ein völlig verlogenes Zerrbild der Realität. Denn viel näher an der Wirklichkeit des Finanzplatzes liegt, dass es sich um eine Räuberhöhle handelt, in der organisierte Kriminalität herrscht. Und wo alle Teilnehmer ihren Beitrag dazu leisten, dass das Geschäft, möglichst viel Profit bei möglichst kleinem Risiko und unter Vermeidung jeglicher Rechtsstaatlichkeit, brummt und gedeiht.

Das kommt zum Vorschein, wenn man an dieser Oberfläche kratzt. Wobei die Oberfläche, trotz allen Versuchen, nachzupolieren, immer mehr Beulen, Kratzer und hässliche Flecken bekommt. Denn dahinter lauert ziemlich viel Übles.

Was alles, das folgt in Teil II.

17. Dezember 2024/20 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/12/Bildschirmfoto-2024-12-16-um-17.45.07.png 501 899 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2024-12-17 06:06:412024-12-17 07:58:23Konglomerat Liechtenstein

Schöner Schein und hässliches Sein

Allgemein

Merkwürdig, wie Liechtenstein leuchtet, aber in Wirklichkeit sehr düster ist.

Wer Liechtenstein nicht besser kennt, hat ein neutrales oder sogar positives Bild vom Ländle. Etwas schrullige Eingeborene, die doch tatsächlich im 21. Jahrhundert sich noch als Untertanen eines Fürsten sehen und auch so behandeln lassen.

Aber ansonsten ein lustiger, kleiner Fleck auf der Landkarte, an die Schweiz geflanscht, ohne eigene Währung oder Armee. Schöne Landschaften, ein paar Berge, man kann Skifahren, gut essen, wird freundlich gegrüsst. Die Folklore mit dem Fürsten und seinem Prinzregenten Alois, köstlich. Die haben wirklich noch eine Trutzburg oberhalb der Hauptstadt Vaduz, und gelegentlich lässt sich die Fürstenfamilie in der Öffentlichkeit blicken und winkt huldvoll.

Ach ja, dann gibt es noch die Finanzhäuser, Treuhänder, Stiftungen, Anwälte und Vermögensverwalter, die sich aufrecht, verschwiegen und seriös um die Verwaltung ihnen anvertrauter Güter und Vermögen kümmern. Also rundum ein schönes, prosperierendes, idyllisches Ländle mit glücklichen Menschen und Kühen.

So der schöne Schein, der auch kräftig poliert, aufgehübscht und propagiert wird. Unter den knapp 40’000 Einwohnern Liechtensteins gibt es aber in einer Berufsgattung so viel schwarze Schafe, dass die eine eigene Herde bilden. Das sind die Untreuhänder.

Finstere Gestalten, geldgierig, skrupellos, kriminell, ohne Anstand, Gewissen oder Moral.

Natürlich sind nicht alle mit der Verwaltung von Geld oder Stiftungen befassten Liechtensteiner so. Aber eine erschreckend hohe Anzahl. Nur sehr selten trägt’s mal einen aus der Kurve und die Liechtensteinische Justiz kommt nicht umhin, ihn ins Gefängnis zu stecken. Aber das sind die absoluten Ausnahmen.

Die meisten, fast alle dieser Gangster, die sich skrupellos an fremdem Gut vergreifen, kommen völlig schadlos davon. Denn hinter dem schönen Schein verbirgt sich auch eine einäugige Justiz, die ihre vornehmste Aufgabe darin sieht, ihre getreuen Landsgenossen gegen freche Angriffe fremder Fötzel zu verteidigen.

Die jammern herum, ihnen sei viel Geld, sei ihre eigene Stiftung gestohlen worden? Die behaupten so freche Sachen wie die, dass ein Liechtensteiner Treuhänder doch nicht mit ehrlicher Arbeit sich die grösste Rolls Royce Sammlung der Welt zulegen konnte.

Aber wer hinter die schöne Fassade Liechtensteins blickt, wer die wahren Interessen und das Verhalten des absolutistischen Fürstenhofs sieht oder gar am eigenen Leib erlebt, der weiss: hinter dem schönen Schein verbirgt sich eine üble Räuberhöhle, faktisch gesetzlos, wo der nichtsahnende Gast bis aufs Hemd ausgeraubt wird. Beschwert er sich darüber, kommt noch der Hohn der Justiz dazu, die ihn entweder sofort abschmettert oder auf einen unendlich verschnauften Instanzenweg schickt, bis er ermattet, noch von seinen Anwälten ausgeraubt und depressiv aufgibt.

Aber der schöne Schein täuscht immer weniger, bald einmal muss sich Liechtenstein ernsthaft überlegen, wie es denn an seinem abbröckelnden Image Verbesserungen vornehmen kann.

Denn statt dem lächelnden Ländle sieht man immer öfter die hässliche Fratze von Räuberbanden, die völlig unbehelligt von Fürst, Vaterland und Justiz ihr Unwesen treiben und sich schamlos bereichern.

Aber Raub als Geschäftsmodell, das musste schon die Raubritter (und Vorfahren des Liechtensteiner Fürstenhauses) bitter erfahren, ist nicht nachhaltig. Das mag einige Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte gutgehen. Aber dann kommt der Absturz. Die Räuberhöhle wird ausgeräuchert, und Heerscharen von Treuhändern und Anwälten wissen plötzlich nicht mehr, was sie zu tun haben.

Es ist zu hoffen, dass die meisten von ihnen genügend Geld auf die Seite geschaufelt haben, um bis ans Lebensende ein glückliches Leben zu führen. Und die anderen? Wass für andere? Hat jemand schon jemals einen ärmlichen Liechtensteiner Treuhänder oder einen unbemittelten Anwalt oder einen gegen den Bankrott kämpfenden Banker gesehen?

Eben.

15. November 2024/12 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/11/Bildschirmfoto-2024-11-14-um-23.20.07.png 505 909 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2024-11-15 05:12:262024-11-14 23:25:06Schöner Schein und hässliches Sein

Schönes Liechtenstein, schöner Schein

Allgemein

Warum immer nur negativ? Das Ländle hat doch auch schöne Seiten.

Vertrauen wir einmal den Versprechungen von Liechtensteins Tourismus-Organisation. Die hat sogar eine eigene Webseite und schwärmt dort vom Ländle: «Obwohl Liechtenstein das sechstkleinste Land der Welt ist, überrascht es mit einer Fülle an kulturellen, landschaftlichen und historischen Schätzen.»

Ehre dabei, wem Ehre gebührt. Natürlich steht in Liechtenstein immer der Fürst, Pardon, Seine Durchlaucht, an erster Stelle der Ratschläge: «Besondere Highlights sind das Schloss Vaduz, die SchatzKammer, die Fürstliche Hofkellerei sowie das Fürstenkino.» Aber, so ist halt Liechtenstein, ein Highlight ist leider nicht zu besichtigen:  «1938 nahm die Familie von Liechtenstein Wohnsitz auf der Burg, die bis heute dem regierenden Fürsten als Residenz dient. Ein Besuch des Schlosses ist daher nicht möglich.»

Irgendwie typisch, zuerst Versprechungen machen, dann zurückkrebsen. Die Alternative ist dann auch nicht wirklich prickelnd: «trotzdem lohnt sich ein (Aussen-)Besuch und ein Spaziergang im fürstlichen Wald».

Dann hätten wir als weitere Highlights Wanderwege, das «idyllische Bergdorf Malbun», nochmal Wanderwege, ganze sechs Museen in Vaduz. Am Schluss der doch etwas dürftigen Tipps kommt dann eine Liechtensteiner Eigenschaft zum Vorschein, die das Ländle auch nicht wirklich sympathisch macht:

«Wohl nirgendwo sonst gibt es so viel Kunst und Kultur auf so kleinem, überschaubarem Raum.»

Also eigentlich überall in wahren Kulturmetropolen, aber das müssen die Liechtensteiner ja nicht unbedingt wissen. Und es soll auch Schlösser geben, die man von innen besichtigen kann. Selbst Regierungssitze wie das Weisse Haus. Aber Fürsten legen offenbar mehr Wert auf Privatsphäre.

Die grossartigen «Sehenswürdigkeiten in Vaduz» schrumpfen dann bei genauerer Betrachtung auch etwas ein: Die «Burg Schalun», eine ausserhalb von Vaduz gelegene Ruine. Nochmals das «Fürstenkino», dann das 1932 gebaute Rathaus, nochmals das nicht zu besichtigende Schloss und schliesslich das «Schädlerhaus». Wirkungsraum verschiedener Ämter, das Highlight: «Der heutige modernisierte Innenausbau stammt noch aus der Zeit der letzten Renovierung. Hierbei wurde sehr darauf geachtet, den Trauraum für das Zivilstandesamt hell und freundlich zu gestalten.»

Also für Heiratswillige sehr geeignet, für den normalen Touristen eher weniger.

Schon etwas besser sieht es auf kulinarischem Gebiet aus. Das Berggasthaus Masescha, das Marée, das Torkel, Vivid oder Weinlaube, hier ist auf kleinem Raum tatsächlich einiges an Kochpower versammelt. Wieso das? Nun, das hat mit dem eigentlichen Highlight Liechtensteins zu tun.

Dem Geldscheffeln. Dem Geldaufbewahren. Dem Geldentwenden. Dem Bereichern. So viele Scheine fliegen nach Liechtenstein, weil man hier weiss, den schönen Schein zu bewahren. Mit Fürst, Anstand, Adel, Seriosität, Korrektheit.

Schöner Schein, schöne Fassade. Aber dahinter sieht’s aschgrau aus, ungefähr so wie in einem aufgelassenen fürstlichen Kellerverliess.

23. März 2024/12 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-03-23-um-10.20.13.png 642 1017 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2024-03-23 10:27:012024-03-24 13:22:26Schönes Liechtenstein, schöner Schein

Das Wunder von Liechtenstein

Fürstenjustiz

Marketing, PR, Standortwerbung. Liechtenstein ist genial.

Ein Fürstenhaus mit echter Trutzburg. Putzig. Kleines Ländle mit ein paar tausend Einwohnern, die sich (fast) alle kennen. Toll. Hiltl, Super Werkzeugmaschinen, wow. Putziges Parlament, putzige Regierung, im Wesentlichen zwei Parteien. Wer in der Lage ist, Seine Durchlaucht zu sagen, ist jederzeit willkommen.

Gut, da gab es ein paar hässliche Vorkommnisse mit Schwarzgeldern, Steuerhinterziehung. Amoral, der ruppige Aussage, dass ein Liechtensteiner Treuhänder ja nicht verpflichtet sei, der Herkunft ihm anvertrauter Gelder nachzuspionieren.

Aber das Problem wurde gelöst, Liechtenstein wuscht alle Gelder weiss, die Fürschtenbank konnte weiterhin Geschäften wie eh und je. Aber dann immer diese Untreuhänder. Greifen ins Kassel. Dekantieren den Inhalt ihnen anvertrauter Stiftungen. Greifen sich exorbitante Gebühren und Honorare ab. Werden richtig staubig, wenn man sie dabei kritisiert.

Dann schmeissen sie den Kritiker einfach aus seiner eigenen Stiftung raus. Meckert er weiter, hat er’s also noch nicht kapiert, dann ist er auch seine Begünstigung los. Aus die Maus. Meistens ist dann Ruhe im Laden.

Einerseits hat der freche Krakeeler keinen Zugang mehr zu Informationen aus seiner Stiftung. Andererseits bräuchte er die, um gegen die Veruntreuung durch Untreuhänder zu klagen. Aber da sieht dann die Staatsanwaltschaft, schade aber auch, keinen Anfangsverdacht, und den braucht es bekanntlich.

Und, am schönsten für die Untreuhänder, normalerweise geht dem Bestohlenen dann mal das Geld aus, da das ja in seiner Stiftung liegt. Also in der Stiftung, fertig seine.

Nun könnte sich der Bestohlene noch in der Illusion wiegen, dass solche Schweinereien doch sicherlich nicht von der Fürstenjustiz gedeckt werden. Aber auch da lässt er sich vom schönen Schein täuschen. In unterirdischen Verliessen, wo als einziger Raumschmuck ein Schwarzweissporträt des Fürschten im Profil hängt, wird das Recht verbogen, dass es nur so quietscht. Aber mit ganz ernsthafter Miene und dem Habitus der getragenen Rechtsstaatlichkeit.

Während der Fürst krampfhaft nach links an die Wand schaut, wird hier der Kläger am ausgestreckten Arm verhungern gelassen. So ein Prozess um einen Pipifax, der in jedem Rechtsstaat selbst bei langsamer Justiz in ein paar Monaten entschieden wäre, kann hier Jahre dauern. Alles nach der Devise: willst du nicht einfach aufgeben, du Depp? Du meinst doch nicht etwas, hier würde nach Recht und Gesetz entschieden, oder?

Aber eins muss man Liechtenstein lassen. Diese hässliche Seite blitzt nur manchmal schnell auf, dann wird sie eilig zugemauschelt.

20. Februar 2024/0 Kommentare/von Treuhänder
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/02/Bildschirmfoto-2024-02-19-um-18.58.33.png 790 1011 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2024-02-20 09:24:532024-11-14 09:39:13Das Wunder von Liechtenstein

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