Fürscht

Wie der Wunderwutzi das Fürstentum für sein Kartenhaus benützte. Da soll noch einer sagen, liechtensteinische Stiftungen seien nur zur Geldaufbewahrung zweckdienlich. Abgesehen davon, dass der Stifter immer in Gefahr steht, dass ihm ein geldgieriger Untreuhänder sein Vermögen stibitzt – man kann diese Gefässe auch viel ingeniöser verwenden. Im Milliardenloch, das der Zusammenbruch des Benko-Imperiums hinterlassen […]

Gibt’s viele, ist es schlecht. Gibt’s wenige, auch. Verblüffend, wie viele Dunkelkammern ein kleines Land wie Liechtenstein enthalten kann. Eigentlich besteht das Ländle unter der schimmernden Oberfläche nur aus Dunkelkammern. Eine davon trägt den Namen Trust. Dieses Konstrukt muss zunächst von der Stiftung unterschieden werden. Es gibt einige Ähnlichkeiten, einfach mit anderen Begriffen. Bei einem […]

Darf man anderer Ansicht als der Fürscht sein? Natürlich stehen in der liechtensteinischen Verfassung hochtrabende Worte, wir zitieren Artikel 40: „Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder bildliche Darstellung innerhalb der Schranken des Gesetzes und der Sittlichkeit seine Meinung frei zu äußern und seine Gedanken mitzuteilen …“ Schranken des Gesetzes, das mag wohl […]

Pluralistische, kritische Presse in einer Räuberhöhle? Liechtenstein ist ein absolutistisch regiertes Ländle. Demokratischen Gepflogenheiten wird hier nur zum Schein nachgelebt. Sollte ihm da einer frech kommen, kann der Fürscht die Regierung zum Teufel jagen und das Parlament auflösen. Liechtenstein ist kein Rechtsstaat, sondern vom Fürsten abhängige Richter biegen das Recht so hin, wie es den […]

Die Ofac klopft bei UBS an. Russenkonten. Und wie steht’s bei den Liechtensteiner Banken? Banken und Treuhänder haben das gleiche Problem: Geldgier. Und Sondergewinn gibt es nie gratis, sondern immer nur mit erhöhtem Risiko. Ausser, wenn ein Liechtensteiner Untreuhänder eine Stiftung dekantiert oder einen Begünstigten über den Tisch zieht. Aber das wäre ein anderes Thema. […]

Er hält zu treuen Händen. Ausser in Liechtenstein. Die vornehmste Aufgabe eines Treuhänders ist, die Interessen eines anderen wahrzunehmen, zu vertreten, so zu handeln, wie es sich der Treugeber vorstellt. Ohne dass das gross in ellenlange Vertragswerke gegossen wird. Treu und Glauben, Anstand und Moral reichen eigentlich als Leitplanken. So ist das im Normalfall. Aber […]

Muss das Fürstenhaus den Zorn seiner Untertanen fürchten? Eine absolutistische Monarchie, wie sie Liechtenstein ist, hat für den Monarchen einen grossen Vorteil. Der Fürscht, bzw. Kron- und Erbprinz Alois, können tun und lassen, was ihnen beliebt. Sowohl auf persönlicher Ebene – sie stehen oberhalb des Gesetzes und sind vor jeder Strafverfolgung immun –, wie auch […]

Zu viele Stiftungen können auch den Brei verderben. Der VP Bank ging es auch schon mal besser. Als sie 1956 vom Liechtensteiner Treuhänder Guido Feger gegründet wurde, wollte er «für seine Treuhandkundinnen und -kunden auch Bankdienstleistungen «aus einer Hand» anbieten». Oder mit anderen Worten: noch mehr Kohle verdienen. Auf ihrer Webseite lässt die Bank den […]

So macht sich ein Anleger-Magazin über Liechtenstein lustig. Endlich einmal wird dem Grössten von allen nochmals die Ehre erwiesen. Denn im «Private Banking Magazin» wird ausdrücklich festgehalten, dass Herbert Batliner die grossartige Idee mit der Stiftung hatte. Wie schreiben zwei Gastautoren launig: «In Verbindung mit dem damals undurchdringlichen Bankgeheimnis des Fürstentums sorgte sein Stiftungsmodell früher […]

Es trifft nicht immer nur Stifter oder Begünstigte von Stiftungen. Das idyllische Ländle ist – wenn’s um Geld geht – eine Räuberhöhle mit Fallstricken, doppelten Böden und jeder Menge Fallen. Das hat zuletzt ein Banker spüren müssen, der zuvor durchaus Karriere machte und daher eigentlich gewohnt sein sollte, mit Intrigen und Mobbing und allen Begleiterscheinungen […]