Aufklärung nach Fürstenart
Liechtenstein tut alles, um seinen Ruf zu ramponieren. Indem es nichts tut.
In jedem zivilisierten Land der Welt gäbe es ein Riesentamtam, wenn die wichtigsten, heikelsten und geheimsten Daten des Finanzplatzes gestohlen worden wären.
Tägliche Medienbulletins, Informationen von Regierung, Strafverfolgungsbehörden und des Krisenstabs. Antworten auf die wichtigsten Fragen:
– Wer hat angegriffen?
– Was wollen die Diebe mit den Daten?
– Von welcher Infrastruktur aus erfolgte der Angriff?
– Über welchen Zeitraum bestand der unberechtigte Zugriff tatsächlich?
– Wie konnte die Massenabfrage von 31’000 Datensätzen den Überwachungssystemen entgehen?
Und die wohl wichtigsten Fragen fürs Ländle: Wer hat das betroffene System beziehungsweise die Berechtigungslogik entwickelt, geprüft und abgenommen? Auf welchem Niveau befand sich die IT Security?
Aber fast zwei Monate nach dem Super-GAU herrscht verkniffenes Schweigen. Die offizielle Sonderseite zum Thema Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen zeigt als jüngste Meldung eine vom 31. August.
Wer war das, wer ist dran schuld, wer ist haftbar, wer muss Schadenersatz zahlen? Wichtige Fragen, bis heute ohne Antwort.
Verblüffend ist auch, dass sich bislang kein einziger der Tausenden von Betroffenen an die Öffentlichkeit gewandt hat. Grund genug, stinksauer zu sein, hätten sie doch. Und es kann ja selbst in Liechtenstein nicht sein, dass alle Nutzer einer diskreten Stiftung oder eines Trusts so viel Dreck am Stecken haben, dass sie das Licht der Öffentlichkeit scheuen.
Könnte es sein, dass die Regierung des Fürsten mehr weiss, als sie öffentlich zugibt? Und es irgendwie geschafft hat, die Opfer des Diebstahls zum Schweigen zu bewegen?
Und noch eine Frage ohne Antwort: was tut der Finanzplatz Liechtenstein, um seine ramponierte Reputation zu heilen? Was sagen die Treuhänder ihren Mandanten, die durchaus gewillt sind, nach diesem Totalschaden ihre Stiftung an einen Ort zu zügeln, an dem ihre persönlichen Daten tatsächlich geschützt sind?
Und noch eine kitzlige Frage: wie viele sanktionierte Russen sind unter den wirtschaftlich Berechtigten? Davon muss es einige geben, denn seit inzwischen mehr als zwei Jahren stehen bis zu 800 Zombie-Trusts als Scheintote blöd herum, seit sie von ihren ungetreuen Treuhändern Hals über Kopf im Stich gelassen wurden.
Auch hier gibt es bis heute keine Lösung, nur Schweigen.
Als wäre das nicht des Ungemachs genug, gibt es die nicht abreissende Kette von Skandalen um kriminelle Treuhänder, die ihnen anvertraute Stiftungen kapern, ihnen nicht genehme Stiftungsräte durch die fürstliche Justiz rauskübeln lassen und sie dann auch noch als Begünstigte absägen.
Während sie mit Stiftungsgeldern skrupellose Anwälte bezahlen, um sich vor Gegenmassnahmen der Betrogenen zu schützen.
Kriminelle Taten wie diesen Datendiebstahl gibt es immer wieder. Aber dass ein ganzer Staatsapparat die Hände in den Schoss legt und offenbar hofft, dass sich das irgendwie von selbst in Luft auflöst, das gibt es nur im absolutistisch regierten Fürstentum.
Fehlt nur noch, dass der Fürstenbank LGT mal wieder Kundendaten abhanden kommen, wie es ihr schon mal widerfuhr.
Denn es ist doch so: Das Image Liechtensteins als seriöser, verlässlicher und diskreter Finanzplatz ist dermassen lädiert, dass es nur noch einen weiteren Skandal braucht, damit er untergeht.
Am Absaufen ist er ohnehin.










Die fehlende Neutralität der Justiz wird von vielen Kritikern als die eigentliche Kernursache zahlreicher Missstände in Liechtenstein betrachtet. Wäre die Justiz bereit, ohne Ansehen von Personen, Vermögen oder Einfluss konsequent gegen Missstände im Treuhand- und Stiftungswesen vorzugehen, könnte ein erheblicher Teil der Wirtschafts- und Finanzkriminalität wirksam eingedämmt werden. Dass dies bis heute nicht in ausreichendem Mass geschieht, hat bei vielen Betroffenen die Überzeugung entstehen lassen, dass bestimmte Macht- und Interessenkreise faktisch besonderen Schutz genießen. Dadurch geraten nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern die Glaubwürdigkeit des gesamten (Rechts-)Staats zunehmend in Zweifel.
Betroffene nicht neutraler Gerichtsentscheidungen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern. Einfach ein Konto bei einer amerikanischen Bank eröffnen, das reicht.
1. Auf Grundlage des RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption z.B. in der Justiz.
2. Auf Grundlage des Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.
Man sollte nicht nur den Richter oder die Richterin anzeigen und deren Verhalten überprüfen lassen, sondern auch den oder die Präsidenten des Gerichts sowie den oder die jeweiligen Justizminister, die die Aufsicht hatten.
Es gilt die Unschuldsvermutung
Mir kommen die Verhältnisse in Liechtenstein schon sehr mafiös vor. Vetternwirtschaft steht über Rechtsstaatlichkeit.
Für einen Finanzplatz gibt es kaum ein vernichtenderes Signal als den Eindruck, dass Vertrauen in ausländische Behörden größer ist als in die eigene Justiz.
Kritiker meinen, dass das Gerichtsgebäude in Vaduz häufig ein Tatort sei.
Das ist die entscheidende Frage, die sich ein internationaler Anleger stellt. Die Antwort ist sehr einfach:
Nein.
Augenscheinlich ist in Liechtenstein nicht nur die Justiz nicht neutral, sondern die Regierung. Hier werden die wirtschaftlich berechtigten Personen von 31.000 Rechtsträgern im Regen stehen gelassen, Hauptsache man kann die verantwortliche Liechtensteiner Softwarefirma, die durch einen Fehler in der Logik bei der Zugangsberechtigung den Schaden erst ermöglicht hat, vor Ansprüchen schützen.
Ein Land, bei dem Regierung, Aufsicht und Justiz korrupt sind, ist kein Finanzplatz, sondern ein schwarzes Bermuda Dreieck.
Mandanten unserer Kanzlei sind wirtschaftlich berechtigte Personen liechtensteiner Stiftungen. Das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen in Liechtenstein wurde in der Nacht zum 30. Juli 2026 gehackt, sämtliche 31.000 Rechtsträger wurden heruntergeladen. Es handelt sich daher um einen sehr schweren Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Nach Art. 34 Abs. 1 DSGVO müssen betroffene Personen einer schweren Datenschutzverletzung unverzüglich darüber informiert werden.
Heute ist der 25. September 2026, seitdem entdecken des schweren Datendiebstahls sind nunmehr acht Wochen vergangen. Entgegen den gesetzlichen Vorschriften des Art. 34 DSGVO wurde keiner unserer Mandanten informiert.
Das stellt einen erneuten Verstoss gegen die DSGVO durch die Liechtensteinische Landesverwaltung dar.
Auf ihrer Internetseite erklärt die liechtensteinische Regierung:
Datenschutzgrundrechtliche Vorgaben umgesetzt
Gemäss Art. 34 Datenschutz-Grundverordnung sind vom Datendiebstahl betroffene Personen zu informieren. Neben der öffentlichen Kommunikation werden seit Dienstag, 4. August 2026, die Schreiben verschickt, worin die Rechtsträger ersucht werden, die wirtschaftlich berechtigten Personen über die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten zu informieren. Damit wurden die datenschutzrechtlichen Vorgaben umgesetzt.
https://regierung.li/medienportal-medium/16182/234717/0/medienmitteilung
Da wirtschaftlich berechtigte Personen bis heute nicht informiert wurden, ist diese Medienmitteilung schlichtweg gelogen.
Die Verantwortung für die Information der Betroffenen nach der DSGVO liegt weiterhin allein bei der Regierung.
Die Strategie in Liechtenstein scheint wohl zu sein totschweigen, vertuschen, unter den Teppich gern, nicht darüber berichten, dann vergehen die Zombie Trusts und die Cyberattacke von alleine. So funktioniert das aber nicht.
Die Nachrichten von den Zombie Trusts und von dem Hackerangriff gingen durch Reuters, Bloomberg, Financial Times usw. um die ganze Welt. Zu meinen, dass wenn die einzige liechtensteiner Zeitung Vaterland nicht mehr darüber schreibt, die Menschen es vergessen, ist reichlich naiv.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Wenn selbst der Europarat Reformen zur Korruptionsprävention in Justiz, Regierung und bis hinauf zur Staatsspitze fordert, kann niemand mehr so tun, als handle es sich lediglich um die Kritik einiger weniger Unzufriedener.
Das eigentliche Problem ist nicht der Bericht. Das eigentliche Problem ist, dass seine Feststellungen viele der Zweifel bestätigen, die seit Jahren geäussert werden. Wer Vertrauen zurückgewinnen will, muss diese Warnungen ernst nehmen, statt sie auszusitzen.
Wer jahrelang Kritiker als Nörgler abgetan hat, steht nun vor einem unangenehmen Problem: Die Warnung kommt nicht mehr von Betroffenen, sondern vom Europarat. Wenn selbst internationale Antikorruptionsexperten Reformbedarf bis zur Staatsspitze sehen, ist das Vertrauen in die Institutionen längst zum Standortproblem geworden.
Welche Zombie Trusts? Was für ein Datenraub? Ich weiss nicht worüber hier geschrieben wird, ich kann mich an nichts erinnern. So eine schöne heile Welt hier und so ein vertrauenswürdiger Finanzplatz!
Jeder der 800 Zombie-Trust kostet Liechtenstein jeden Tag aufs Neue mehr Reputation, als er jemals an Nutzen gebracht hat.
Die Darstellung auf der Internetseite der Regierung erweckt den Eindruck eines außergewöhnlich raffinierten Cyberangriffs auf die Systeme des Staates: «Es war ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur.»
https://www.regierung.li/thema/17104/vwbp?id=234656
In Wirklichkeit war es keineswegs so wie dargestellt, sondern war es eine «fehlerhafte Logik zur Überprüfung der Berechtigungen», also nichts anderes als eine Schwachstelle in der Prüfung der Zugangsberechtigung.
Warum lügt die Liechtensteinische Regierung die Öffentlichkeit an, Frau Haas? Ist das so in Liechtenstein, dass man nicht einmal der Liechtensteinischen Regierung vertrauen kann?
Frau Haas, der grösste Schaden entstand möglicherweise nicht durch den Hackerangriff, sondern durch den Eindruck, dass die Öffentlichkeit über dessen wahre Ursache nicht die ganze Wahrheit erfahren hat.
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Die Zombie Trusts machen Liechtenstein international unglaubwürdig.
Die gehackten und gestohlenen Daten machen Liechtenstein international vertrauensunwürdig.
Eine Zahl von 800 verlassenen Zombie-Trusts kann nicht einfach ignoriert werden. Fehlt die klare Zuordnung von Verantwortung für beträchtliche Vermögenswerte, entsteht unweigerlich der Eindruck unzureichender Transparenz.
Für Liechtenstein ist dies weit mehr als ein Problem einzelner Trusts oder Stiftungen. Es geht um den Ruf des Landes als verlässlicher und glaubwürdiger Finanzstandort.
Jeder Fall von Aufsichts- oder Compliance-Versagen fällt auf Liechtenstein zurück. Internationale Beobachter sehen nicht den einzelnen Treuhänder, sondern die Qualität der Kontrolle am gesamten Finanzplatz. Genau das macht Reputationsrisiken zu einem Standortproblem.
IMF Executive Board Concludes 2025 Article IV Consultation with the Principality of Liechtenstein
March 27, 2025
Die eigentliche Katastrophe ist das Verhalten danach, also die fehlende Aufklärung der Öffentlichkeit.
Der Hackerangriff war schwerwiegend. Doch der eigentliche Skandal ist das Verhalten der Verantwortlichen danach.
Ein Staat, der vom Vertrauen in seine Verlässlichkeit, Diskretion und Rechtsstaatlichkeit lebt, müsste ein elementares Interesse daran haben, jeden Zweifel durch maximale Transparenz auszuräumen. Stattdessen erleben wir das Gegenteil: Schweigen, Ausweichen und die Weigerung, selbst zentrale Fragen offen zu beantworten.
Wer war verantwortlich? Wer hat die Systeme geprüft? Wer hat die Aufsicht geführt? Welche Konsequenzen wurden gezogen?
Auf diese Fragen erhalten die Betroffenen keine klaren Antworten. Gerade dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht die Aufklärung im Vordergrund steht, sondern der Schutz von Zuständigen, Netzwerken und Institutionen.
Der größte Schaden für einen Finanzplatz entsteht nicht durch einen Hacker. Der größte Schaden entsteht, wenn Kunden und Investoren glauben, dass Verantwortlichkeiten verschleiert werden.
Vertrauen lebt von Transparenz. Misstrauen lebt von Geheimhaltung.
Liechtenstein muss sich deshalb eine einfache Frage gefallen lassen:
Wenn man nicht bereit ist offenzulegen, wer für den größten Datenskandal der Landesgeschichte verantwortlich war, warum sollte die Öffentlichkeit dann glauben, dass wirklich schonungslos aufgeklärt wird?
Nicht der Datendiebstahl zerstört das Vertrauen. Die fehlende Aufklärung tut es.
Die sieben Stufen der Entrechtung: Das seit Jahren eingespielte Drehbuch zur Ausschaltung von Begünstigten Liechtensteiner Stiftungen und Trusts, über das Betroffene immer wieder berichten
1. Begünstigtenrechte bestreiten.
2. Jahrelange Prozesse erzwingen.
3. Auskünfte verweigern.
4. Kontrolle ausschalten.
5. Vermögensverschiebungen ermöglichen.
6. Strafanzeigen gegen Begünstigte initiieren
7. Auf ausbleibende Sanktionen vertrauen.
Betroffene nicht neutraler Gerichtsentscheidungen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern. Einfach ein Konto bei einer amerikanischen Bank eröffnen, das reicht.
1. Auf Grundlage des RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption.
2. Auf Grundlage des Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.
Man sollte nicht nur den Richter oder die Richterin anzeigen und deren Verhalten überprüfen lassen, sondern auch den oder die Präsidenten des Gerichts sowie den oder die jeweiligen Justizminister, die die Aufsicht hatten.
Es gilt die Unschuldsvermutung
Die Glaubwürdigkeit eines Finanzplatzes wird nicht durch die Anzahl problematischer Zombie Trusts infrage gestellt, sondern bereits durch den ersten Fall, in dem niemand mehr verantwortlich sein will.
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Die Richterin Martina Schöpf-Herberstein hat den Entzug des gesetzlich vorgesehenen Informations- und Kontrollrechts durch die Treuhänder abgesegnet. Treuhändern der Asturion Stiftung sind Markus Kalzoff und Robert Beck.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Die sieben Stufen der Entrechtung: Das seit Jahren eingespielte Drehbuch zur Ausschaltung von Begünstigten Liechtensteiner Stiftungen und Trusts, über das Betroffene immer wieder berichten
1. Begünstigtenrechte bestreiten.
2. Jahrelange Prozesse erzwingen.
3. Auskünfte verweigern.
4. Kontrolle ausschalten.
5. Vermögensverschiebungen ermöglichen.
6. Strafanzeigen gegen Begünstigte initiieren
7. Auf ausbleibende Sanktionen vertrauen.
Als ob das aus einem Handbuch für die Mafia wäre.
Betroffene nicht neutraler Gerichtsentscheidungen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern. Einfach ein Konto bei einer amerikanischen Bank eröffnen, das reicht.
1. Auf Grundlage des RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption.
2. Auf Grundlage des Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.
Man sollte nicht nur den Richter oder die Richterin anzeigen und deren Verhalten überprüfen lassen, sondern auch den oder die Präsidenten des Gerichts sowie den oder die jeweiligen Justizminister, die die Aufsicht hatten.
Es gilt die Unschuldsvermutung
Jeder Anleger fragt sich doch:
„Sind meine Vermögensrechte in Liechtenstein auch dann geschützt, wenn es zum Konflikt mit einem lokalen Akteur kommt?“
Wenn man sich den Skandal der Asturion Stiftung ansieht, das Verhalten der Treuhänder und die Entscheidung des Gerichts, dann ist dies überaus fraglich und erkennt man ein außerordentlich hohes Risiko.
… wird selbst die Familie des verstorbenen saudischen Königs Fahd die Machenschaften von Treuhändern und Richtern über den Tisch gezogen. Der Fürst und der Erbprinz sollten sich schämen.
Kann man Gerichtsurteile in Liechtenstein kaufen?
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Reputational risk does not start with 800 zombie trusts. It starts with the first one.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Die Kernversprechen des Finanzplatzes Liechtenstein sind:
1. Vertrauen
2. Rechtssicherheit
3. Vermögensschutz
4. Vertraulichkeit und
5. institutionelle Stabilität.
Genau deshalb treffen Vorwürfe oder Ereignisse, die diese Bereiche betreffen, Liechtenstein besonders empfindlich. Das wichtigste Kapital eines solchen Standorts sind letztlich nicht die verwalteten Vermögen, sondern die Überzeugung der Kunden, dass ihre Rechte, ihr Eigentum und ihre Daten zuverlässig geschützt werden.
Das Vertrauen. die Rechtssicherheit und der Vermögensschutz haben durch die ewigen Skandale gelitten, durch die Zombie-Trusts schweren Schaden genommen und wurden durch die 31’000 gehackten und kopierten Datensätze restlos zerstört. Die Vertraulichkeit wurde ebenso durch das Hacken und Herunterladen der 31’000 Datensätze zerstört.
Was bleibt da noch? Institutionelle Stabilität, also eine Stabilität der Unfähigkeit?
→ Cyberangriff
→ Datenschutzversagen
→ mangelnde Transparenz
→ fehlende staatliche Aufklärung
→ mangelnde Justizunabhängigkeit
→ systemisches Versagen
→ Zweifel am gesamten Finanzplatz
Hört doch endlich mit dieser Scheiss Internetseite auf! Eure Länder sind einfach Versager und nur neidisch auf den Erfolg Liechtensteins.
@A.
Hochmut kommt vor dem Fall…….
Der Dominoefekt kommt früher oder später.
Diese tolle, sachlich aufklärende, Internetseite (Blog) wurde von der Treuhandkammer verklagt und hat haushoch in Zürich vor dem Handelsgericht gewonnen.
Es ist sehr bezeichnend, dass die Regierung den Namen der einheimischen Softwarefirma nicht nennt und damit zeigt, dass ihr der Schutz dieser einen Firma wichtiger ist als 31.000 ausländische wirtschaftlich Berechtigte.
The Liechtenstein business model was built on one thing: hiding money from questionable sources — and charging enormous fees for doing it. Yet all the while, it carefully cultivated an image of respectability, integrity, and trust.
That façade has now been shattered. The Zombie Trust scandal and the exposure of 31,000 hacked records have severely undermined the credibility and reputation for trustworthiness that the entire system was built on.
What was once presented as discretion and professionalism is now facing serious questions about what was actually being protected — and for whom.
Der IWF sieht wegen der internationalen Ausrichtung des Finanzplatzes Liechtensteins besondere Integritäts-, Aufsichts-, Sanktions- und Reputationsrisiken. Besonders beim Treuhandsektor verlangt er eine stärkere und durchsetzungsfähigere Aufsicht.
Das eigentliche Risiko liegt nicht bei einem einzelnen Treuhänder. Wenn bei einer liechtensteinischen Stiftung AML- oder Sanktionsregeln versagen, sehen internationale Banken und Aufsichtsbehörden nicht nur den Einzelfall – sie sehen Liechtenstein. Aus einem Compliance-Problem wird so ein Reputationsproblem für den gesamten Finanzplatz. Genau deshalb ist „reputational risk“ beim IWF keine Nebensache. http://www.imf.org/en/news/articles/2025/03/26/pr25078-principality-of-liechtenstein-imf-executive-board-concludes-2025-article-iv-consultation
Liechtenstein ist ein winziges Land mit einem riesigen schwarzen Loch, in dem seit Jahren Vermögen verschwinden. Sei es einfach nur durch überhöhte Gebühren, durch Raub bei den unzähligen Skandalen, bei denen kriminelle Treuhänder und Richter Hand in Hand zusammenarbeiten, durch verwaiste Zombie Trusts. Jetzt verschwinden auch noch 31.000 Datensätze. Wer sich auf solche Risiken einlässt, darf sich nicht beklagen, wenn auch sein Vermögen dort auf irgendeine Art und Weise verschwindet.
Heiland Sack! Dieses Liechtenstein scheint ja noch korrupter zu sein als die USA unter Donald Trump – und das muss man erst einmal schaffen.
Ein Finanzplatz kann vieles überstehen, aber nicht den Verlust des Vertrauens in Rechtsstaat, Eigentumsschutz und die Integrität seiner Institutionen wie Regierung, Justiz und Aufsicht.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ vom 22. Januar 2025 behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Am Ende geht es um eine grundlegende Vertrauensfrage: Kann man darauf vertrauen, dass in Liechtenstein Daten, Vermögen und Rechte geschützt werden und dass ein unabhängiger Rechtsstaat eingreift, wenn Schutz erforderlich wird?
Aktuell sind russische Vermögen, Trusts und Sanktionsumgehungen weiterhin ein sensibles Thema zwischen Washington und Vaduz.
Das US-Finanzministerium hat beispielsweise 2023 konkret liechtensteinische Trust- und Corporate-Service-Anbieter sanktioniert. Laut US Treasury hatten diese Strukturen unter anderem dazu gedient, die wirtschaftliche Eigentümerschaft russischer Vermögenswerte zu verschleiern und Vermögen sanktionierter Russen umzuschichten.
Deshalb ist die Ironie: Genau die Eigenschaften, die Liechtenstein für internationale Grossvermögen attraktiv gemacht haben – Stiftungen, Trusts, Vermögensschutz und Diskretion – machen solche Strukturen heute besonders relevant für die Durchsetzung von Sanktionen.
Sollte das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen veröffentlicht werden, könnte dies zu erheblichen Spannungen mit den USA führen.
Schön brav die verantwortliche einheimische IT-Firma verschweigen und verheimlichen, gäll. Die muss man ja schützen. Die Opfer des Fehlers bei der Logik der Zugangsberechtigung, die wirtschaftlich berechtigten Personen sind ja nur dumme Ausländer, die kann man im Regen stehen lassen, sind ja nur Opferlämmer. So geht das bei uns in Liechtenstein. Zusammenhalten!
Man hatte ja gedacht, dass es mit einer Frau als Regierungschefin in Liechtenstein besser werden würde. Frauen lassen sich ja bekanntlich nicht so leicht in fragwürdige Netze einbinden.
Leider zeigt sich jetzt, dass es nicht besser, sondern schlimmer geworden ist.
Das Ländle ist eben eine geschlossene Gesellschaft, in der die eigenen Mitglieder protegiert werden und die Ausländer nur Ausbeutungsopfer sind. Und man protegiert sich untereinander, so wie man das aus Süditalien oder aus Sizilien kennt.
Die Kernvertrauensfaktoren eines Finanzplatzes fehlen in Liechtenstein:
1. Rechtsstaatlichkeit
2. Unabhängigkeit der Justiz
3. Sicherheit von Vermögen
4. Integrität einiger Treuhänder
5. Datenschutz und Vertraulichkeit
6. Institutionelle Glaubwürdigkeit
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit, noch Datensicherheit.
Liechtenstein ist einfach ein kriminelles Pflaster mit einem kriminellen System. Es gibt keine Rechtsstaatlichkeit, keinen Rechtsschutz, keinen Eigentumsschutz und auch keinen Datenschutz.
Wer einem Finanzplatz vertrauen möchte, in welchem sein Vermögen nicht geschützt ist, der soll nach Liechtenstein gehen. Alle anderen Anleger kann man nur dringend vor Liechtenstein warnen!
Wenn es in einer Organisation, einer Gruppe oder einem Land Korruption und organisierte Kriminalität gibt, liegt die Ursache oft bei der Führung bzw. an der Spitze.
Nicht die Skandale zerstören das Vertrauen in Liechtenstein. Sondern der Eindruck, dass ihre Aufklärung an den Grenzen von Macht und Einfluss endet. Genau dieser Eindruck verfestigt sich in Liechtenstein.
Das Bermudadreieck ist umgezogen und liegt nun in Liechtenstein.
31.000 wirtschaftlich Begünstigte aus dem Register geraubt. Einen größeren Schaden hätte man dem Land nicht antun können. Es wurde kein Geld und kein Vermögen geraubt, wie die sonst in Liechtenstein der Fall ist, sondern dem Land die Geschäftsgrundlage entzogen. Das war ein Coup.
Das liechtensteinische Wort für Aufklärung heißt: «totschweigen».
Kann man Gerichtsentscheidungen in Liechtenstein kaufen? Falls ja, wie werden die bezahlt, in Bitcoin? In Goldstücken? In Reitpferden?