Die schwarzen Schafe sind die Herde
Liechtenstein hat ein erstaunliches Schafproblem.
Wann immer ein Treuhänder Millionen veruntreut, Begünstigte aus einer Stiftung gedrängt werden, Vermögen verschwinden oder ausländische Behörden einschreiten, trabt zuverlässig das «schwarze Schaf» durchs Fürstentum.
Einzelfall. Bedauerlich. Hat mit dem Finanzplatz nichts zu tun.
Das Problem: Irgendwann besteht die Herde nur noch aus schwarzen Schafen.
Nehmen wir Harry Gstöhl. Treuhänder, Rechtsanwalt, Präsident des Staatsgerichtshofs, Vorsitzender der Treuhänder-Prüfungskommission – näher kann man dem liechtensteinischen Establishment kaum kommen. Dann wurde er wegen schwerer Untreue, schweren gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung und Geldwäscherei zu insgesamt acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Ein schwarzes Schaf mit bemerkenswert guten Beziehungen zum Schäferhund.
Oder Mario Staggl: sechseinhalb Jahre Haft wegen Untreue, gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung und Geldwäscherei. Zuvor dokumentierte bereits der US-Senat seine Rolle bei Offshore-Konstruktionen des amerikanischen Milliardärs Igor Olenicoff.
Zwei schwarze Schafe. Natürlich.
Dann gibt es den Perry-Komplex. Die Familie des verstorbenen israelischen Unternehmers Israel Perry kämpft seit Jahren um ein in Liechtenstein verwaltetes Milliardenvermögen. Im Zentrum stehen Treuhandstrukturen, Kontrolle über Vermögen und Millionen an Gebühren. Hier handelt es sich um umstrittene Vorwürfe, nicht um rechtskräftig festgestellte Straftaten. Genau deshalb wäre eine schnelle, transparente und unabhängige Justiz entscheidend.
Ähnlich im Bacardí-Komplex. Witwe und Tochter von Lord Luis Bacardí werfen Liechtensteiner Treuhändern seit Jahren vor, sie um die Kontrolle über ein Vermögen von Hunderten Millionen gebracht zu haben. Die ZEIT beschrieb 2023 den jahrelangen Kampf um ein mehr als 700 Millionen Dollar schweres Erbe, auf das die Familie keinen Zugriff erhält. Wieder dieselbe Bühne: Trust, Treuhänder, gigantisches Vermögen, liechtensteinische Gerichte.
Und Hartlaub: Ein langjähriger Stiftungsrat wurde wegen des «blossen Anscheins eines möglichen Interessenskonflikts» abberufen. Das Fürstliche Obergericht bestätigte die Entscheidung. Wieder geht es um die Kontrolle eines dreistelligen Millionenvermögens.
Und über diesem Biotop wacht ausgerechnet die Treuhandkammer.
Deren ehemaliger Vizepräsident Anton Wyss landete 2024 auf der amerikanischen Sanktionsliste. Das US-Finanzministerium wirft ihm und Alexander Lins Geschäfte mit sanktionierten Russen vor; beide bestreiten die Anschuldigungen. Besonders hübsch: Die Treuhandkammer selbst erklärt, die Einhaltung gerade der amerikanischen OFAC-Sanktionen sei für Liechtensteins Finanzintermediäre von entscheidender Bedeutung.
An der Spitze der Kammer steht inzwischen Stefan Wenaweser. Und auch da wird es grotesk: 2011 bestätigte der leitende Staatsanwalt, dass ein Liechtensteiner Anwalt bei einer Akteneinsicht Unterlagen ohne Wissen und Zustimmung des zuständigen Richters aus einem Rechtshilfeakt entfernte. Die Dokumente tauchten erst Wochen später wieder auf; es wurde wegen des Verdachts der Urkunden- beziehungsweise Beweismittelunterdrückung ermittelt.
Das alles wäre schon bemerkenswert genug. Aber das System kontrolliert sich auch noch teilweise selbst. Die Treuhandkammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, sämtliche zugelassenen Treuhänder gehören ihr an; zu ihren Aufgaben gehört ausdrücklich die Überwachung der Pflichten des Berufsstandes. Sie verfügt über eigene Disziplinarorgane.
Und nun kommt der entscheidende Punkt.
Ein System, in dem dieselben kleinen beruflichen Kreise Vermögen verwalten, sich berufsständisch kontrollieren, vor denselben Gerichten auftreten und sich in immer neuen Millionenskandalen begegnen, produziert nicht bloss Einzelfälle. Es produziert strukturell die Möglichkeit des Missbrauchs.
Selbst die Regierung hat inzwischen Handlungsbedarf erkannt. In ihrer Reform des Treuhändergesetzes begründete sie neue Aufsichtsinstrumente ausdrücklich mit Sanktionsrisiken und der Gefahr von Reputationsschäden für Land und Berufsstand.
Allerdings sorgt die Fürstenjustiz weiterhin mit allen Mitteln dafür, dass fehlbare Untreuhänder nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Das schwarze Schaf ist deshalb die bequemste Legende des Finanzplatzes.
Gstöhl war ein Einzelfall. Staggl war ein Einzelfall. Perry ist ein Einzelfall. Bacardi ist ein Einzelfall. Hartlaub ist ein Einzelfall. Ein sanktionierter ehemaliger Kammer-Vizepräsident ist ein Einzelfall. Der Aktenskandal ist ein Einzelfall.
Natürlich.
Vielleicht sind das tatsächlich alles Einzelfälle.
Aber eben einzelne Fälle desselben Systems.
Und irgendwann ist nicht mehr das schwarze Schaf erklärungsbedürftig.
Sondern die Herde.










Wie vertrauenswürdig die Treuhänder in Liechtenstein sind, zeigt sich im Vorstand der Treuhandkammer.
Der frühere Vizepräsident der Treuhandkammer Anton Wyss wurde von den USA sanktioniert, weil er Transaktionen mit sanktionierten Geldern ermöglicht hatte.
Der derzeitige Präsident der Treuhandkammer Stefan Wenaweser hat bei einer Akteneinsicht Unterlagen aus Gerichtsakten entwendet. Trotzdem (oder gerade deswegen) wählten die Treuhänder ihn zu ihrem Präsidenten.
Wir, Bernie Madoff und Charles Ponzi, stehen gerne zur Verfügung als Präsident und Vizepräsident der Liechtensteinischen Treuhänderkammer. Wir sind noch seriöser und vertrauenswürdiger als die anderen.
Die Wahl der Repräsentanten der Treuhandkammer ist für die Reputation des liechtensteinischen Treuhandstandes kaum denkbar schädlicher. Wer das Vertrauen der Öffentlichkeit, internationaler Kunden und ausländischer Behörden in einen Finanzplatz stärken will, sollte an seiner Spitze Persönlichkeiten haben, die für Integrität, Unabhängigkeit und einwandfreies Verhalten stehen. Stattdessen werden Personen mit kontroversen Vorgängen und erheblichen Reputationsrisiken mit den höchsten Ämtern des Berufsstandes in Verbindung gebracht.
Die Signalwirkung ist verheerend: Wenn ein ehemaliger Vizepräsident der Kammer auf einer US-Sanktionsliste landet und der amtierende Präsident mit einem Aktenskandal in Verbindung gebracht wird, stellt sich unweigerlich die Frage, welches Verständnis von Verantwortung und Vorbildfunktion innerhalb des Berufsstandes vorherrscht.
Gerade die Treuhandkammer soll Vertrauen schaffen und die Integrität des Berufsstandes gewährleisten. Werden jedoch Personen mit solchen Reputationslasten an ihre Spitze gewählt, entsteht der Eindruck, dass problematische Vorgänge nicht als Hindernis, sondern allenfalls als Nebensache betrachtet werden. Für einen Finanzplatz, dessen wichtigstes Kapital das Vertrauen seiner Kunden ist, könnte eine solche Botschaft kaum zerstörerischer sein.
Nicht die Kritiker beschädigen den Ruf der liechtensteinischen Treuhänder. Den größten Reputationsschaden verursacht ein Berufsstand, der solche Repräsentanten zu seinen Aushängeschildern macht. Wer Vertrauen verlangt, muss zuerst Vertrauen verdienen. Genau daran entstehen bei dieser Besetzung erhebliche Zweifel.
Wenn die fürstliche Justiz Treuhänder schützt, die Begünstigten ihre Rechte entziehen oder Vermögen veruntreuen, wird aus individuellem Fehlverhalten ein Systemproblem: Kriminalität und Rechtsbruch werden belohnt, weil die Täter wissen, dass die Justiz sie schützt.
Aus einem werden zwei, aus zwei vier, aus vier acht – bis sich der Rechtsmissbrauch vervielfacht.
Und der Staat? Er schaut nicht nur weg. Er lässt dieses System gewähren. Der schwerste Vorwurf aber ist: Wo Regierung und Justiz Rechtsbruch erkennen, ihn dennoch dulden und die Verantwortlichen schützen, sind sie nicht mehr nur Zuschauer dieses Systems – sie werden zu dessen Mitverantwortlichen.
Ist die Justiz im Ländle deshalb korrupt, weil sie die kriminellen Treuhänder beschützen muss oder sind so viele Treuhänder kriminell geworden, weil sie wissen, dass sie von der korrupten Justiz beschützt werden?
Ein Finanzplatz kann vieles überstehen, aber nicht den Verlust des Vertrauens in Rechtsstaat, Eigentumsschutz und die Integrität seiner Institutionen wie Regierung, Justiz und Aufsicht.
Die fehlende Neutralität der Justiz wird von vielen Kritikern als die eigentliche Kernursache zahlreicher Missstände in Liechtenstein betrachtet. Wäre die Justiz bereit, ohne Ansehen von Personen, Vermögen oder Einfluss konsequent gegen Missstände im Treuhand- und Stiftungswesen vorzugehen, könnte ein erheblicher Teil der Wirtschafts- und Finanzkriminalität wirksam eingedämmt werden. Dass dies bis heute nicht in ausreichendem Mass geschieht, hat bei vielen Betroffenen die Überzeugung entstehen lassen, dass bestimmte Macht- und Interessenkreise faktisch besonderen Schutz genießen. Dadurch geraten nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern die Glaubwürdigkeit des gesamten (Rechts-)Staats zunehmend in Zweifel.
Betroffene können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die Botschaft in Bern:
1. nach dem RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind, wie z.B. Korruption,
2. nach dem Global Magnitsky Act gegen eine/n Richter:in, wenn sie meinen, er oder sie seien korrupt.
Die gefährlichste Form der Korruption ist nicht die bewiesene. Es ist der Eindruck, dass manche Menschen für ihr Handeln Konsequenzen fürchten müssen und andere nicht. Wenn sich dieser Eindruck festsetzt, verliert der Rechtsstaat seine Glaubwürdigkeit.
Steven Kay in Finews: «Liechtenstein und der Geist der Straflosigkeit»
Wenn ein international erfahrener Strafrechtler dem liechtensteinischen Treuhandsystem einen „Geist der Straflosigkeit“ attestiert und kritisiert, dass heimische Treuhänder durch die lokale Justiz geschützt werden, zulasten derjenigen, deren Vermögen sie verwalten, dann ist das keine Bagatelle.
Dann stellt sich die grundsätzliche Frage: Was ist ein Rechtsstaat wert, wenn diejenigen, die Vermögen anvertrauen, ihre Rechte verlieren – und diejenigen, die darüber verfügen, auf den Schutz des Systems zählen können?
Wenn Kontrolle versagt, Gerichte wegsehen und Fehlverhalten folgenlos bleibt, ist das nicht mehr nur ein Problem einzelner Treuhänder. Dann wird aus Rechtsversagen Systemversagen.
«Liechtenstein und der Geist der Straflosigkeit»
Bei uns in Liechtenstein gibt es ein „wir“ und ein „ihr“. „ihr“ seid die dumnen Ausländer, die es auszunehmen gilt, wir können uns alles erlauben, da unsere Richter, unsere Regierung und unser Fürst uns schützen. Ätsch!
Das ist auch in Liechtenstein so.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
In Liechtenstein muss man damit rechnen, dass
– die liechtensteinische Justiz nicht unabhängig ist.
– bestimmte Akteure geschützt werden.
– nationale Kontrollmechanismen wie die Justiz versagen.
– Betroffene sich deswegen an internationale Stellen wenden müssen.
Liechtenstein hat keine Vertrauenskrise mehr, sondern eine Vertrauenskatastrophe. Ein Finanzplatz kann Datenlecks, Skandale und Fehlentscheidungen überstehen. Was er nicht überlebt, ist der Eindruck, dass Justiz, Rechtsschutz, Eigentumsschutz und staatliche Kontrolle nicht mehr zuverlässig funktionieren. Wenn die zentralen Versprechen eines Finanzplatzes öffentlich in Zweifel gezogen werden, wird aus einem Standortvorteil ein Standortrisiko. Vertrauen war einst Liechtensteins wichtigstes Exportgut. Heute ist genau dieses Vertrauen Gegenstand der Debatte.
Das Problem reicht längst über Treuhänder und Gerichte hinaus. Wenn Zweifel bestehen, ob Justiz, Aufsicht und staatliche Institutionen unabhängig und verlässlich funktionieren, erfasst dieser Vertrauensverlust zwangsläufig auch die Banken. Denn warum sollte ein Kunde sein Vermögen einer liechtensteinischen Bank anvertrauen, wenn er zugleich daran zweifeln soll, dass der Staat im Ernstfall für unabhängigen Rechtsschutz und Eigentumsschutz sorgt?
Ein Finanzplatz lebt letztlich von einem einzigen Kapital: Vertrauen. Ist das Vertrauen in seine Institutionen beschädigt, wird auch das Vertrauen in seine Banken beschädigt.
Die Darstellung auf der Internetseite der Regierung erweckt den Eindruck eines außergewöhnlich raffinierten Cyberangriffs auf die Systeme des Staates: «Es war ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur.»
https://www.regierung.li/thema/17104/vwbp?id=234656
In Wirklichkeit war es keineswegs so wie dargestellt, sondern war es eine «fehlerhafte Logik zur Überprüfung der Berechtigungen», also nichts anderes als eine Schwachstelle in der Prüfung der Zugangsberechtigung.
Warum lügt die Liechtensteinische Regierung die Öffentlichkeit an, Frau Haas? Ist das so in Liechtenstein, dass man nicht einmal der Liechtensteinischen Regierung vertrauen kann?
Weil Liechtenstein es mit Wahrheit, Aufrichtigkeit und Recht und Gesetz nicht so ernst nimmt. Die sind nur Fassade.
Ein Finanzplatz verliert seine Reputation nicht durch technische Pannen, sondern durch den Verdacht, dass die Öffentlichkeit nicht die Wahrheit erfährt. Wer aus einem Fehler bei der Kontrolle der Berechtigungen einen angeblich hochkomplexen Cyberangriff macht, beschädigt das wichtigste Kapital eines Finanzplatzes: Vertrauen.
Wenn Kunden staatlichen Erklärungen nicht mehr glauben, zweifeln sie irgendwann auch an Aufsicht, Justiz, Banken und Treuhändern. Für einen Finanzplatz ist eine Sicherheitslücke unangenehm. Ein Glaubwürdigkeitsproblem ist existenzgefährdend.
Das System, welches in Liechtenstein viele Jahre lang praktiziert worden ist, war so einfach wie perfide:
Kriminelle Treuhänder veruntreuen Gelder aus Stiftungen und Trusts, nicht neutrale Richter halten ihre schützende Hand über diese Taten, die Liechtensteiner Rechtsanwälte erzählen den Opfern das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall». So ging das unzählige Male und viele Jahre und die Opfer haben das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall» geglaubt. Der nächste Bitte.
Bis es jetzt ans Tageslicht gekommen ist und feststeht, dass es eine Masche, ein kriminelles System ist, welches vor den Augen und vielleicht sogar mit Duldung von Fürst und Regierung erfolgt ist.
Wenn Zweifel an dem gesamten System bestehen und man weder Treuhändern noch Richtern vertrauen kann, warum soll man dann Banken in Liechtenstein noch vertrauen können?
Am sichersten ist dein Geld in Liechtenstein vermutlich nicht bei einem Treuhänder oder in der Bank, sondern in der Spielbank 🤪
Skandale am laufenden Band, 800 verwaiste Zombie-Trusts, bei denen die Eigner, selbst wenn sie nicht sanktioniert sind, seit bald zwei Jahren nicht mehr an ihre Vermögen kommen und ein Hackerangriff, bei dem die Daten sämtlicher wirtschaftlich berechtigten Personen sämtlicher Stiftungen, Trusts und sonstiger insgesamt 31’000 Rechtsträger heruntergeladen wurden. Und das will sich ernsthaft „Finanzplatz» nennen? Das erinnert eher an Entenhausen oder La La Land.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Für Anleger ist die entscheidende Frage nicht, wie viele Milliarden verwaltet werden, sondern wie oft Anlagebetrug und Unterschlagung vorkommen müssen, bis niemand mehr an den „bedauerlichen Einzelfall“ glaubt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem bekannten liechtensteinischen Treuhänder Norbert Seeger, Träger des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens, unter anderem Untreue, Veruntreuung und Geldwäscherei vor. Laut Anklage soll es um einen Schaden von mehr als 20 Millionen Franken gehen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Doch die eigentliche Frage lautet längst nicht mehr, was in diesem einzelnen Fall geschehen ist.
Die eigentliche Frage lautet: Wie viele solcher Fälle braucht es noch, bis niemand mehr an den „bedauerlichen Einzelfall» glaubt?
Seit Jahren erschüttern immer neue Affären das Treuhand- und Stiftungswesen. Immer wieder stehen Treuhänder im Zentrum schwerwiegender Vorwürfe. Immer wieder wird behauptet, es handle sich um Ausnahmen. Doch irgendwann wird aus einer Kette von Ausnahmen ein Muster.
Für einen Finanzplatz, der von Vertrauen, Rechtsschutz und Vermögensschutz lebt, ist das verheerend. Denn Anleger und Stifter fragen sich nicht, ob jeder Vorwurf berechtigt ist. Sie fragen sich, warum solche Vorwürfe immer wieder gerade in Liechtenstein auftauchen.
Der größte Schaden sind nicht die Ermittlungen. Der größte Schaden ist, dass immer mehr Menschen beginnen, dem „System Liechtenstein» selbst zu misstrauen.
Immer mehr Beobachter sehen Liechtenstein als Clan-Kultur. Nicht neutrale Institutionen entscheiden, sondern offenbar persönliche Beziehungen, Netzwerke und Loyalitäten. Loyalität gegenüber Familie, Verwandtschaft oder einem engen Netzwerk ist wichtiger als neutrale Regeln und Institutionen. Dies wirkt sich aus in Vetternwirtschaft, Bevorzugung von Freunden und Verwandten, informellen Machtstrukturen, fehlender Transparenz, mangelnder Neutralität bei Entscheidungen. Fehlverhalten bleibt ohne Konsequenzen, weil Netzwerkpartner einander schützen. Dieses System der Clan-Kultur steht in Liechtenstein offenbar über der Rechtsstaatlichkeit. Deswegen sind Rechts- und Eigentumsschutz offenbar nicht gewährleistet.
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Die sechs Stufen der Entrechtung: Das Drehbuch zur Ausschaltung von Begünstigten, über das Betroffene seit Jahren immer wieder berichten
1. Begünstigtenrechte bestreiten.
2. Jahrelange Prozesse erzwingen.
3. Auskünfte verweigern.
4. Kontrolle ausschalten.
5. Vermögensverschiebungen ermöglichen.
6. Auf ausbleibende Sanktionen vertrauen.
Die Richterin am Fürstlichen Landgericht, Martina Schöpf-Herberstein hat den Treuhändern der Asturion Stiftung Markus Kalzoff und Robert Beck sehr geholfen. Man muss ja zusammenhalten in Liechtenstein.
The fact that a Liechtenstein trustee would apparently be willing to deprive members of the Saudi royal family of their established rights is deeply concerning from a fiduciary and asset-protection perspective. More troubling still is the apparent willingness of Liechtenstein’s courts to facilitate or uphold such conduct.
For sophisticated private clients, family offices, and international investors, this raises fundamental questions about the predictability of Liechtenstein’s legal and fiduciary framework, the independence of its institutions, and the security of assets and rights entrusted to its jurisdiction.
Whatever the underlying circumstances of the particular case, these developments should serve as a serious warning to anyone evaluating Liechtenstein as a wealth-management, trust, or asset-protection jurisdiction. At a minimum, prospective clients should conduct exceptionally rigorous due diligence and obtain independent legal advice before placing significant assets or fiduciary responsibilities within the jurisdiction.
Für internationale Kunden zählt am Ende nur eine Frage: Wer ist in Liechtenstein besser geschützt, der Begünstigte oder der Treuhänder? Allein die Tatsache, dass diese Frage überhaupt gestellt wird, ist bereits ein Reputationsdesaster.
Wieder einmal derselbe Unsinn von denselben besserwisserischen Personen. Wer Liechtenstein nicht mag, soll doch einfach verschwinden. Diese Seite besteht nur aus Lügnern, Verschwörungstheoretikern, Neidern und gescheiterten Existenzen. Gegen Liechtenstein wird seit Jahren Stimmung gemacht, weil man hier erfolgreich ist.
Die Justiz ist selbstverständlich unabhängig, die Treuhänder sind selbstverständlich seriös und alle diese Behauptungen sind lächerlich. Wer etwas anderes behauptet, hat offensichtlich keine Ahnung. Jeder vernünftige Mensch erkennt sofort, dass das alles kompletter Blödsinn ist.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Wer sein Vermögen in Liechtenstein anlegt, vertraut nicht nur seiner Bank, sondern auch darauf, dass Eigentumsrechte, Aufsicht und Rechtsschutz im Ernstfall funktionieren. Müssen Kunden zweifeln, ob der Staat ihr Eigentum, ihre Rechte und ihre Ansprüche im Ernstfall zuverlässig schützt, so wird der Vertrauensverlust bei der Justiz und den Institutionen auch ein Vertrauensrisiko für jede liechtensteinische Bank.
Was für ein unglaublicher Unsinn! Diese ewige Hetze gegen Liechtenstein und seine Treuhänder ist einfach nur lächerlich.
Vertrauen geht nicht durch einen einzigen Vorwurf verloren, sondern durch die Summe ungelöster Zweifel.
Das Problem ist deshalb nicht der einzelne Skandal. Das Problem ist das wiederkehrende Muster.
Die unzähligen Skandale belegen ein System der Vetternwirtschaft.
Die 800 ungelösten Zombie Trust belegen Hilflosigkeit.
Der Datendiebstahl aufgrund fehlerhafter Prüfung der Zugangsberechtigung belegt Unprofessionalität.
Das Verhalten nach dem Datendiebstahl, insbesondere das Verheimlichen der verantwortlichen einheimischen Softwarefirma belegt erneut die Vetternwirtschaft.
Das soll ein Finanzstandort sein?
Haben Sie den Eindruck, dass Sie Opfer eines korrupten Richters oder einer korrupten Richterin in Liechtenstein geworden ist, hier ein Tipp:
Für die Zuständigkeit der US-amerikanischen Jurisdiktion benötigen Sie nur „minimal contacts“ zu den USA. Bereits ein amerikanisches Bankkonto reicht hierfür aus. Eröffnen Sie ein Bankkonto bei einer amerikanischen Bank. So sind die USA mit ihren Anti-Korruptions- und Anti-Mafia-Gesetzen weltweit zuständig und können sich Ihres Falls annehmen.
Dann erstatten Sie Anzeige nach dem RICO-Act und/oder dem Global Magnitsky Act gegen die ihrer Ansicht nach korrupten Personen. Dies zur für Liechtenstein zuständigen US-Botschaft in Bern. Die können dann ggf. korrupte Netzwerke ausheben oder korrupte Personen sanktionieren. Und die sind nicht zimperlich.
Von was soll ich denn meine Geliebte und jedes Jahr den neuen Rolls Royce bezahlen, wenn nicht von dem Geld irgendwelcher Stiftungen? Von den paar Franken Honoraren etwa?
Das erscheint alles schon sehr mafios. Und dass der Fürst, der Erbprinz und die Regierung Liechtensteins hiervon nichts wüssten, ist mehr als unwahrscheinlich.
Die Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen im Skandal der Hartlaub-Stiftung allen anderen Treuhändern, was man in Liechtenstein als Treuhänder machen kann, ohne in der ersten Instanz vom Fürstlichen Landgericht (Richterin Diana Kind) abberufen zu werden:
1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75’000 – 100’000 Franken pro Monat pro Person. Zusätzlich zu den 25’000 Franken Jahresgrundpauschale pro Person.
2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.
3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.
4. Und dann initiiert man noch eine Strafanzeige wegen angeblicher Untreue gegen den Begünstigten.
Und als Kriegskasse für all diese Handlungen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.
Wenn die beiden Treuhänder damit auch in der nächsthöheren Instanz durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Und ein Vorbild für jeden Treuhänder in Liechtenstein. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen. Und dies abgesegnet von der Liechtensteinischen Justiz.
Wer sich aus einer Stiftung millionenschwere Vergütungen auszahlen lassen kann, Begünstigte entmachtet und dabei nicht gestoppt wird, beschädigt nicht nur eine Stiftung. Er beschädigt den Ruf des gesamten Rechts- und Finanzstandorts. Noch schlimmer ist nur eine Justiz, die dabei tatenlos zusieht.
Sollte es tatsächlich möglich sein, Begünstigte zu entmachten, Millionenhonorare aus Stiftungsvermögen zu beziehen und dennoch nicht abberufen zu werden, dann stellt sich eine Frage: Wer wird in Liechtenstein eigentlich geschützt, die Begünstigten oder die Treuhänder?
Für einen Finanzplatz, der von Vertrauen lebt, gibt es kaum eine gefährlichere Frage. Denn schon allein ihr Aufkommen ist für die Reputation eines Finanzstandorts verheerend.
Richterin Diana Kind konnte keinen Interessenskonflikt und keine Pflichtverletzung bei den Treuhändern Philipp Wanger und Martin Batliner erkennen den hat den Abberufungsantrag gegen diese abgelehnt.
Die notorischen Probleme bei Stiftungen, Trusts, Treuhändern und Richtern lassen die Frage aufwerfen wie sicher Vermögen in Liechtensteiner Strukturen und Banken aufgrund der strukturellen Risiken überhaupt noch ist.
Ich glaube eher daran, dass die Erde eine Scheibe ist als daran, dass es sich bei den ganzen Skandalen in Liechtenstein um lauter „Einzelfälle» handelt.
Vertrauen geht nicht durch einen einzigen Vorwurf verloren, sondern durch die Summe ungelöster Zweifel:
-Treuhänder → kann ich dem Verwalter meines Vermögens vertrauen?
– Justiz → bekomme ich im Streitfall Rechtsschutz?
– Aufsicht → wird Fehlverhalten effektiv kontrolliert?
– Staat → sind die Institutionen unabhängig?
– Cybersecurity → sind meine Daten sicher?
– Banken → kann ich mein Geld diesem Standort anvertrauen?
– Finanzplatz → ist Liechtenstein insgesamt ein sicherer Ort für mein Vermögen?
In Liechtenstein geht es schon längst nicht mehr um Fehlverhalten einzelner Akteure.
Das wiederholte Fehlverhalten vermittelt den Eindruck, dass es ein strukturelles Problem des gesamten Systems Liechtenstein gibt, was viel gravierender ist.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ vom 22. Januar 2025 behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
If these allegations are accurate, Liechtenstein’s handling of this data breach is nothing short of disgraceful.
A government that withholds the identity of the domestic technology provider responsible for a compromised register—thereby potentially preventing some 31,000 predominantly foreign victims from pursuing legitimate claims—has to answer a very basic question: Whose interests is it protecting?
If the answer is a local company at the expense of the victims, then this is no longer merely a cybersecurity failure. It becomes a serious institutional and reputational failure.
For an international wealth-management jurisdiction, the message to foreign clients is deeply troubling: when things go wrong, will the government protect the client—or protect the local establishment?
That is precisely the kind of jurisdictional risk sophisticated family offices, trustees, and international investors cannot afford to ignore. A financial center lives on trust. Once a government is perceived as shielding domestic interests while leaving foreign victims to fend for themselves, that trust becomes a very expensive casualty.
Ich verfolge diesen Blog und finde es spannend, wie sich ein Land, dass einmal ganz weit oben war, selbst durch Unaufrichtigkeit zerlegt.
Wer gemeint hat, an den Machenschaften und dem System in Liechtenstein würde sich mit der neuen Regierungschefin Brigitte Haas etwas ändern, hat sich getäuscht. Liechtenstein bleibt eben Liechtenstein.
Ganz klar: ohne solche Machenschaften wie dem Verstecken von fragwürdigen Geldern oder dem Plündern von Trusts und Stiftungen durch kriminelle Treuhänder mithilfe nicht neutraler Richter*innen hätte Liechtenstein nicht mehr Wohlstand als beispielsweise Österreich.
Betroffene nicht neutraler Gerichtsentscheidungen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern. Einfach ein Konto bei einer amerikanischen Bank eröffnen, das reicht.
1. nach dem RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption.
2. nach dem Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.
Man sollte nicht nur den Richter oder die Richterin anzeigen und deren Verhalten überprüfen lassen, sondern auch den oder die Präsidenten des Gerichts sowie den oder die jeweiligen Justizminister, die die Aufsicht hatten.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Man sollte die Verantwortlichkeit des Fürsten und des Erbprinzen von einem internationalen Gericht überprüfen lassen. Sie haben auch nur in ihrem kleinen Land Immunität, im Rest der Welt nicht.
Nicht die schwarzen Schafe sind das Problem.
Zum Problem wird es erst, wenn die Herde sie zu ihren Hirten macht. Und die Aufseher wegsehen. Dann ist fehlende Rechtsstaatlichkeit keine Folge mehr, sondern ist fehlnde Rechtsstaatlichkeit das System.
Liechtenstein’s financial center faces serious allegations that its banking secrecy and complex trusts are used to conceal assets, facilitate tax evasion, and launder proceeds of crime.
Besides that it also faces serious allegations regarding the potential misuse of trusts and other legal structures.
Investors should proceed with the utmost caution and carefully assess the risks before committing any funds.