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Liechtenstein: Vertrauen war gestern

Allgemein, Finanzplatz Liechtenstein, Skandale, Treuhänder

Ein Finanzplatz verabschiedet sich nicht von einem Tag auf den anderen. Aber innert Wochen schon.

Das Geschäftsmodell des Fürstentums ist denkbar einfach: Ausländisches Vermögen wird in Stiftungen, Trusts und Anstalten verpackt, Treuhänder verwalten es, Banken verwahren es, Gerichte schützen die Rechtsordnung und der Staat versichert der Welt, dass alles streng reguliert, sauber und sicher sei.

Nur: An immer mehr Stellen dieses Systems bröckelt die Fassade.

Im Zentrum stehen die Treuhänder. Sie sind nicht irgendeine Berufsgruppe, sondern das Schmiermittel der liechtensteinischen Vermögensindustrie. Ihre Kammer besitzt Standesregeln und disziplinarische Funktionen; gleichzeitig arbeitet die Finanzmarktaufsicht gesetzlich ausdrücklich mit der Treuhandkammer zusammen. Selbst der Staatsgerichtshof musste sich bereits mit deren Standesrecht beschäftigen – und stellte 2023 fest, dass eine Regelung über Interessenkonflikte mangels gesetzlicher Grundlage die Handels- und Gewerbefreiheit verletzte.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem des Kleinstaats: Treuhänder, Anwälte, Politiker und die fürstliche Justiz bewegen sich in einem winzigen Biotop. Das führt zwangsläufig zu Rechtsbeugung oder Begünstigung. Schon der blosse Anschein, dass dieselben Kreise einander kontrollieren, beurteilen und beaufsichtigen, ist für einen Finanzplatz Gift. Wo Milliarden an fremdem Vermögen verwaltet werden, müsste institutionelle Distanz geradezu demonstrativ sein.

Dann kamen die Zombie-Trusts. Bis zu 800 Trusts und Stiftungen mit Russland-Bezug waren zeitweise faktisch führungslos, nachdem Treuhänder und Organe aus Angst vor US-Sanktionen Fersengeld gegeben hatten. Milliardenwerte hängen seither in rechtlicher Schwebe. Die FMA hatte Treuhändern zuvor wegen der «existenziellen» Risiken geraten, entsprechende Beziehungen zu beenden. Das Resultat war ein Systemproblem, für das anschliessend eine staatliche Taskforce benötigt wurde.

Die aber bis heute keine Lösung hingekriegt hat.

Ein Finanzplatz, dessen Spezialität die dauerhafte und rechtssichere Verwaltung fremder Vermögen ist, produzierte ausgerechnet herrenlose Vermögensstrukturen.

Und dann folgte der Super-GAU.

Ende Juli kopierte eine unbekannte Täterschaft aus dem staatlichen Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen Daten von rund 31’000 Rechtsträgern. Namen, Geburtsdaten, Staatsangehörigkeiten, Wohnsitzstaaten und Rollen der wirtschaftlich Berechtigten waren betroffen. Ursache war laut späterer Sicherheitsanalyse eine fehlerhafte Logik bei der Überprüfung von Berechtigungen. Danach wurden stärkere Identitätsprüfung mittels eID sowie ausgebaute Überwachungs- und Erkennungsmechanismen angekündigt. Anders gesagt: Schutzmassnahmen, deren Notwendigkeit spätestens nach dem Einbruch unübersehbar geworden war. Während sie vorher fahrlässig gefehlt hatten.

Die Regierung betont, es seien keine Bankkundendaten oder Vermögenswerte gestohlen worden. Das stimmt – und verfehlt den Kern des Problems. Gestohlen wurde etwas, das für Liechtensteins Geschäftsmodell fast ebenso wertvoll ist: Diskretion. Wer hinter Tausenden von Stiftungen, Trusts und Gesellschaften steht, ist genau jene Information, deren Schutz für viele internationale Kunden entscheidend ist. Selbst Fürst Michael von Liechtenstein warnt inzwischen vor den Cyberrisiken immer stärker vernetzter Transparenzregister.

Treuhänder, die sich selbst organisieren. Ein Kleinstaat, in dem berufliche, politische und juristische Kreise zwangsläufig eng aufeinanderliegen. Hunderte Zombie-Strukturen. Ein staatliches Register, aus dem Daten zu 31’000 Rechtsträgern kopiert werden konnten.

Jeder einzelne Vorgang wäre reparierbar. Ihre Summe ist es nicht mehr.

Denn Vertrauen funktioniert wie Porzellan: Man kann die Scherben zusammenkleben, aber man sieht die Risse.

Liechtenstein verkauft Sicherheit, Rechtssicherheit und Diskretion. Gerade bei diesen drei Kernversprechen häufen sich inzwischen die begründeten Zweifel. Wer heute sein Vermögen einer liechtensteinischen Struktur anvertraut, muss sich deshalb eine unangenehme Frage stellen:

Warum eigentlich?

Andere Finanzplätze bieten Vermögensverwaltung, Stiftungsstrukturen und Rechtssicherheit ebenfalls an – ohne dass ein einziger spektakulärer Datendiebstahl gleich einen beträchtlichen Teil ihrer zentralen Vermögensstrukturen transparent macht.

Der grösste Schaden Liechtensteins lässt sich deshalb weder mit einer neuen Firewall noch mit einer Taskforce beheben.

Es ist der Verdacht, dass das System Liechtenstein vor allem eines hervorragend beherrscht: sich selbst zu versichern, dass ihm weiterhin zu trauen sei.

16. September 2026/51 Kommentare/von Treuhänder
Schlagworte: 31'000 geklaute Datensätze, Biotop, Diskretion, fahrlässig, Finanzplatz am Ende, Michael von Liechtenstein, Schutzmassnahmen, Super-GAU, Taskforce, Treuhänder, Treuhandkammer, Vertrauen, Zombie-Trusts
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https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2026/09/Bildschirmfoto-2026-09-15-um-14.26.19.png 509 1231 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2026-09-16 07:04:062026-09-15 14:43:20Liechtenstein: Vertrauen war gestern
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51 Kommentare
  1. Liechtensteins grösstes Problem: fehlende Unabhängigkeit der Justiz
    Liechtensteins grösstes Problem: fehlende Unabhängigkeit der Justiz sagte:
    16. September 2026 um 7:19

    Die fehlende Neutralität der Justiz wird von vielen Kritikern als die eigentliche Kernursache zahlreicher Missstände in Liechtenstein betrachtet. Wäre die Justiz bereit, ohne Ansehen von Personen, Vermögen oder Einfluss konsequent gegen Missstände im Treuhand- und Stiftungswesen vorzugehen, könnte ein erheblicher Teil der Wirtschafts- und Finanzkriminalität wirksam eingedämmt werden. Dass dies bis heute nicht in ausreichendem Mass geschieht, hat bei vielen Betroffenen die Überzeugung entstehen lassen, dass bestimmte Macht- und Interessenkreise faktisch besonderen Schutz genießen. Dadurch geraten nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern die Glaubwürdigkeit des gesamten (Rechts-)Staats zunehmend in Zweifel.

    Antworten
    • Frederik
      Frederik sagte:
      17. September 2026 um 8:16

      Ein Land mit einer korrupten Justiz ist als Finanzplatz untauglich, da Rechts- und Eigentumsschutz nicht gewährleistet sind.

      Antworten
    • Korrupte Justiz
      Korrupte Justiz sagte:
      17. September 2026 um 16:12

      Wenn immer mehr Medien einhellig darüber berichten, dass in Liechtenstein Richter nicht unabhängig sind, Verfahren nicht fair ablaufen, politische oder wirtschaftlich mächtige Personen oder generell Einheimische gegenüber Ausländern bevorzugt werden, dann verliert die Öffentlichkeit das Vertrauen, dass für alle die gleichen Regeln gelten.

      Ein funktionierender Rechtsstaat lebt davon, dass Personen Gerichtsentscheide akzeptieren, selbst wenn sie ihnen persönlich nicht gefallen. Dieses Vertrauen kann sehr schnell verloren gehen, lässt sich aber nur sehr langsam wieder aufbauen. Eine korrupte Justiz ist die Basis für einen Rechtsstaat. Fehlt sie, ist ein Land kein Rechtsstaat.

      Antworten
  2. Robert
    Robert sagte:
    16. September 2026 um 7:29

    Nicht die Daten sind weg, das Vertrauen ist weg.

    Antworten
  3. Warum lügt die liechtensteinische Regierung die Öffentlichkeit an?
    Warum lügt die liechtensteinische Regierung die Öffentlichkeit an? sagte:
    16. September 2026 um 7:36

    Auf der Internetseite der liechtensteinischen Regierung steht:

    «Es war ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau auf eine hochkomplexe Sicherheitsstruktur.»

    Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass es keineswegs so war wie dargestellt. In Wirklichkeit war es eine

    «fehlerhafte Logik zur Überprüfung der Berechtigungen».

    Warum lügt die liechtensteinische Regierung die Öffentlichkeit an, Frau Haas?

    https://www.regierung.li/thema/17104/vwbp?id=234656

    Antworten
  4. Gerhard
    Gerhard sagte:
    16. September 2026 um 7:40

    Daten können gehackt werden -> kein Datenschutz
    Korrupte Justiz -> kein Rechtsschutz
    800 Zombie Trusts -> kein Eigentumsschutz

    Das soll ein Finanzplatz sein?

    Antworten
  5. Korruption in Liechtenstein: Europarat empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: Europarat empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:
    16. September 2026 um 8:06

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
    • Der Fisch stinkt vom Kopf her...
      Der Fisch stinkt vom Kopf her... sagte:
      16. September 2026 um 17:25

      Der Fisch stinkt vom Kopf her…

      Antworten
    • Fehlende Neutralität der Justiz in Liechtenstein
      Fehlende Neutralität der Justiz in Liechtenstein sagte:
      17. September 2026 um 16:16

      Wenn der Europarat, internationale Medien, sonstige Organisationen oder ausländische Gerichte wiederholt Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz äußern, dann wird dadurch das gesamte politische System eines Landes geschwächt. For einen Finanzplatz ist das Gift.

      Antworten
  6. Glen
    Glen sagte:
    16. September 2026 um 8:22

    Liechtenstein lost the one thing that matters most in finance: trust. Once you lose that, you’re dead as a financial center. But frankly, I don’t know anyone who’s losing any sleep over it.

    Antworten
  7. Treuhänder
    Treuhänder sagte:
    16. September 2026 um 8:35

    Vertrauenswürdig die Treuhänder ein lichtes sind, zeigt sich im Vorstand der Treuhandkammer.

    Der frühere Vizepräsident der Treuhandkammer Anton Wyss wurde von den USA sanktioniert, weil er Transaktionen mit sanktionierten Geldern ermöglicht hatte.

    Der derzeitige Präsident der Treuhandkammer Stefan Wenaweser hat bei einer Akteneinsicht Unterlagen aus Gerichtsakten entwendet. Trotzdem (oder gerade deswegen) wählten die Treuhänder ihn zu ihrem Präsidenten.

    Antworten
  8. Justiz in Liechtenstein
    Justiz in Liechtenstein sagte:
    16. September 2026 um 9:11

    Richter werden in Liechtenstein alle fünf Jahre wieder gewählt. Das Richterwahlgremium besteht zur Hälfte aus Personen, die der Fürst stellt, zur anderen Hälfte aus Personen aus der Verwaltung und Rechtsanwaltschaft. Den Stichentscheid hat der Fürst, so dass letztlich immer der Fürst entscheidet.

    Wenn es nun korrupte Richter gibt, wie es in unzähligen Medien berichtet wird, dann trägt der Fürst demnach die Verantwortlichkeit dafür.

    Antworten
  9. Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung
    Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung sagte:
    16. September 2026 um 9:59

    Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.

    Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.

    Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.

    Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.

    Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.

    Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.

    Antworten
    • Richterin Martina Schöpf-Herberstein
      Richterin Martina Schöpf-Herberstein sagte:
      16. September 2026 um 12:03

      Richterin Martina Schöpf-Herberstein hat den Liechtensteiner Treuhändern Recht gegeben und den Begünstigten, also der Witwe und dem Sohn von König Fahd das gesetzliche Auskunftsrecht verwehrt. Damit wird diesen der Zugang zur Kontrolle der Stiftungsräte verweigert. Ein genialer Schachzug – die Treuhänder können so vollkommen unkontrolliert handeln.
      Ob es eine Rolle gespielt hat, dass die österreichische Richterin Martina Schöpf-Herberstein, die mit einem österreichischen Richter am Fürstlichen Landgericht verheiratet ist, alle fünf Jahre vom Liechtensteinischen Richterwahlgremium wiedergewählt werden möchte? Wer weiss?

      Antworten
    • Treuhänder Markus Kalzoff und Robert Beck
      Treuhänder Markus Kalzoff und Robert Beck sagte:
      16. September 2026 um 12:52

      Die Treuhänder der Asturion Stiftung Markus Kalzoff und Robert Beck zeigen den Liechtensteiner Treuhändern, wie man gekonnt Begünstigte jahrelang von ihrer Stiftung fern hält. Und zeigen der Welt, wie riskant der Stiftungsstandort bzw. Finanzplatz Liechtenstein ist.

      Mit Duldung des Fürsten.

      Antworten
    • John Doe
      John Doe sagte:
      16. September 2026 um 14:59

      Die Betroffenen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern.

      1. nach dem RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption.

      2. nach dem Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.

      Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung, es wird niemandem etwas unterstellt.

      Antworten
    • In Liechtenstein können Treuhänder Vermögen kontrollieren, Begünstigte ausschalten – und die Justiz hält sie nicht auf
      In Liechtenstein können Treuhänder Vermögen kontrollieren, Begünstigte ausschalten – und die Justiz hält sie nicht auf sagte:
      17. September 2026 um 8:23

      Der Fall zeigt, dass in Liechtenstein

      – die Justiz das System schützt. Das ist ein systemisches Problem. Selbst wenn etwas schiefläuft, funktioniert die Kontrolle nicht. Es fehlt an Durchsetzbarkeit von Rechten, einer unabhängigen Kontrolle und funktionierenden, neutralen Gerichten.

      – Missbrauch rational möglich ist. Treuhänder entnehmen Geld, schalten Begünstigte aus, entziehen den Begünstigen Rechte und setzen Begünstigte unter Druck. Das ist kein Zufall, sondern ein reproduzierbares Vorgehensmodell. Ein System mit Spielregeln.

      – Selbstbedienung auf Kosten der Begünstigung möglich ist.

      Antworten
  10. Bedienungsanleitung für Treuhänder
    Bedienungsanleitung für Treuhänder sagte:
    16. September 2026 um 10:56

    Die Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen im Skandal der Hartlaub-Stiftung allen anderen Treuhändern, was man in Liechtenstein als Treuhänder machen kann, ohne in der ersten Instanz vom Fürstlichen Landgericht (Richterin Diana Kind) abberufen zu werden:

    1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75’000 – 100’000 Franken pro Monat pro Person. Zusätzlich zu den 25’000 Franken Jahresgrundpauschale pro Person.

    2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.

    3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.

    4. Und dann initiiert man noch eine Strafanzeige wegen angeblicher Untreue gegen den Begünstigten.

    Und als Kriegskasse für all diese Handlungen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.

    Wenn die beiden Treuhänder damit auch in der nächsthöheren Instanz durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Und ein Vorbild für jeden Treuhänder in Liechtenstein. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen. Und dies abgesegnet von der Liechtensteinischen Justiz.

    Antworten
    • Hermann
      Hermann sagte:
      16. September 2026 um 13:15

      In einem Land, in dem untreue Treuhänder und Richter Hand in Hand arbeiten, um Begünstigten von Stiftungen deren Rechte zu entziehen, will doch kein Mensch sein Vermögen haben.

      Antworten
    • Jane Doe
      Jane Doe sagte:
      16. September 2026 um 14:59

      Die Betroffenen benötigen nur minimale Kontakte in die USA, allein ein Bankkonto reicht aus, dann können sie bei den US-Behörden Anzeige erstatten, zuständig ist die US-Botschaft in Bern.

      1. nach dem RICO-Act, wenn sie meinen, es handele sich um wiederholte bestimmte Straftaten, die Teil eines kriminellen Systems sind. Typische Fälle wären Korruption.

      2. nach dem Global Magnitsky Act, wenn sie meinen, ein Richter sei korrupt.

      Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung, es wird niemandem etwas unterstellt.

      Antworten
    • Richterin Diana Kind
      Richterin Diana Kind sagte:
      16. September 2026 um 17:35

      Die Richterin am Fürstlichen Landgericht Diana Kind konnte keine Interessenkonflikte oder Pflichtwidrigkeiten erkennen. Sie wurde später befördert und ist nun am Fürstlichen Obergericht.

      Antworten
    • Treuhänder erstatten Strafanzeigen gegen eigene Kunden: Roland Wyss
      Treuhänder erstatten Strafanzeigen gegen eigene Kunden: Roland Wyss sagte:
      16. September 2026 um 18:40

      Auch der Treuhänder Roland Wyss ist bekannt dafür, Strafanzeigen gegen Begünstigte zu erstatten.

      Das Muster ist scheints immer dasselbe. Freundlich anlocken und sobald die Dokumente unterschrieben sind, wird der Treuhänder zum größten Feind des Stifters oder der Begünstigten. So läuft das System eben in Liechtenstein.

      Antworten
    • I.K.
      I.K. sagte:
      16. September 2026 um 19:16

      Der genannte Stiftungsrat Martin Batliner ist auch Stiftungsrat der Karajan Stiftung. Dort hat er sich selbst sein Stiftungsratshonorar festgelegt auf CHF 100.000 jährlich, wofür andere Stiftungsräte, die sich ihr Honorar nicht selbst festlegen sondern dies aushandeln müssen, vielleicht CHF 6.000 – 8.000 erhalten.

      Antworten
    • Schönes Beispiel…
      Schönes Beispiel… sagte:
      17. September 2026 um 8:20

      für die Räuberhöhle Liechtenstein.

      Antworten
  11. Banker
    Banker sagte:
    16. September 2026 um 11:39

    Mir ist kein Betreuer von HNWI-Kunden unserer Bank bekannt, der nicht von negativen Erfahrungen seiner Kunden mit Liechtenstein berichten könnte.

    Antworten
  12. Warnung vor Liechtenstein!
    Warnung vor Liechtenstein! sagte:
    16. September 2026 um 12:01

    Man kann vor Liechtenstein nur warnen:

    1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
    2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
    3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
    4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
    5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.

    Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit, noch einem Eigentumsschutz. Von Datenschutz ganz zu schweigen.

    Antworten
    • Doris
      Doris sagte:
      16. September 2026 um 18:42

      In Liechtenstein meint man anscheinend, dass das, was nicht in der einzigen Zeitung des Landes „Vaterland“ steht, keiner mitkriegt.

      Antworten
  13. Skrupel? In Liechtenstein? Niemals!
    Skrupel? In Liechtenstein? Niemals! sagte:
    16. September 2026 um 12:53

    Die würden wohl auch den Papst abzocken, ohne mit der Wimpern zu zucken.

    Antworten
  14. Ludwig
    Ludwig sagte:
    16. September 2026 um 14:28

    Das kann mir kein Mensch erzählen, dass der Fürst und der Erbprinz nicht von den Machenschaften der Treuhänder und Richter in «ihrem» Land wissen. Natürlich wissen sie das, sie unternehmen nur nichts dagegen, sondern lassen gewähren, denn reiche Untertanen sind zufriedene Untertanen.

    Antworten
  15. Zweifel an der Integrität des Systems
    Zweifel an der Integrität des Systems sagte:
    16. September 2026 um 15:06

    Gerade für einen Finanzplatz sind Vertrauen, Rechtsstaatlichkeit, Datenschutz, institutionelle Kompetenz und Verlässlichkeit zentrale immaterielle Vermögenswerte. Werden diese Punkte in Frage gestellt, kann dies erhebliche Zweifel an dem Finanzplatz auslösen, da es nicht nur um einzelne Personen oder Vorfälle geht, sondern die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems in Frage gestellt wird.

    Antworten
  16. Charles III
    Charles III sagte:
    16. September 2026 um 17:02

    Bei der Machtfülle des Fürsten ist die Finanzkriminalität in der Verantwortung des Fürsten.

    Antworten
  17. Die Vorwürfe gegen Liechtenstein sind seit vielen Jahren dieselben
    Die Vorwürfe gegen Liechtenstein sind seit vielen Jahren dieselben sagte:
    16. September 2026 um 17:41

    Die Vorwürfe gegen den Finanzplatz Liechtenstein sind seit vielen Jahren stets und immer wieder dieselben, wenn sie auch in den unterschiedlichsten internationalen Medien veröffentlicht werden:

    – Liechtenstein sei kein funktionierender Rechtsstaat.
    – Die Justiz handle willkürlich.
    – Liechtensteiner Treuhänder würden gegenüber Ausländern bevorzugt.
    – Begünstigte hätten keinen wirksamen Rechtsschutz.
    – Treuhänder könnten Vermögen weitgehend unkontrolliert zu ihren Gunsten verwenden.
    – Gerichte würden Fehlverhalten von Treuhändern decken.
    – Die Probleme seien systemisch und keine Einzelfälle.
    – Investoren sollten Liechtenstein meiden.

    Allein die Tatsache, dass sich die stets selben Vorwürfe seit vielen Jahren immer wieder wiederholen, sollte zu größer Vorsicht vor Liechtenstein mahnen.

    Antworten
    • Uncle Sam
      Uncle Sam sagte:
      16. September 2026 um 19:18

      Zeit, dass die USA mit ihren Antikorruptions- und Antimafiagesetzen mal nach dem Rechten schauen und den Laden ausräuchern.

      Antworten
  18. WELT: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“
    WELT: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ sagte:
    16. September 2026 um 18:37

    Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.

    Zentrale Inhalte und Vorwürfe

    1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
    Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
    In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
    Das ist besonders brisant, weil:
    – viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
    – Vertrauen der entscheidende Faktor ist

    2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
    Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
    Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht

    3. Reicht das Rechtssystem aus?
    Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
    Hintergrund:
    Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.

    4. Reputationsrisiko für das Land
    Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
    Warum?
    Liechtenstein lebt davon, als:
    – stabil
    – rechtsstaatlich
    – verlässlich
    wahrgenommen zu werden.

    Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

    Antworten
  19. Das heikle Dilemma des Erbprinzen
    Das heikle Dilemma des Erbprinzen sagte:
    16. September 2026 um 19:28

    Für Erbprinz Alois geht es längst nicht mehr nur um die Fristenlösung. Das eigentliche Risiko ist, dass aus einer Debatte über Abtreibung eine Debatte über die Monarchie wird.

    Unterschreibt er das Gesetz, verliert er sein Gesicht und seine politische Glaubwürdigkeit. Verweigert er die Unterschrift unter das Gesetz (Sanktion), stellt er sich direkt gegen die Mehrheit des Landtags und liefert Kritikern des fürstlichen Vetorechts neue Argumente.

    Die heikle Frage lautet deshalb nicht, ob die Fristenlösung kommt oder nicht. Die heikle Frage lautet, wie lange eine Monarchie Bestand hat, wenn die Bevölkerung den Eindruck gewinnt, dass letztlich nicht die gewählten Volksvertreter, sondern das Fürstenhaus entscheidet.

    Für den Erbprinzen steht damit nicht nur seine Position in der Abtreibungsfrage auf dem Spiel, sondern im Zweifel seine Akzeptanz sowie die Akzeptanz der monarchischen Ordnung insgesamt.

    Antworten
    • Ulrich
      Ulrich sagte:
      17. September 2026 um 9:31

      Wie auch immer diese Angelegenheit ausgeht, der Erbprinz verliert in jedem Fall.

      Antworten
  20. In Liechtenstein können Treuhänder Vermögen kontrollieren, Begünstigte ausschalten – und die Justiz hält sie nicht auf
    In Liechtenstein können Treuhänder Vermögen kontrollieren, Begünstigte ausschalten – und die Justiz hält sie nicht auf sagte:
    16. September 2026 um 21:23

    Das zeigt, dass in Liechtenstein

    – die Justiz das System schützt. Das ist ein systemisches Problem. Selbst wenn etwas schiefläuft, funktioniert die Kontrolle nicht. Es fehlt an Durchsetzbarkeit von Rechten, einer unabhängigen Kontrolle und funktionierenden, neutralen Gerichten.

    – Missbrauch rational möglich ist. Treuhänder entnehmen Geld, schalten Begünstigte aus, entziehen den Begünstigen Rechte und setzen Begünstigte unter Druck. Das ist kein Zufall, sondern ein reproduzierbares Vorgehensmodell. Ein System mit Spielregeln.

    – Selbstbedienung auf Kosten der Begünstigung möglich ist.

    Antworten
  21. Checker
    Checker sagte:
    16. September 2026 um 21:49

    Immer wenn die Kacke besonders am Dampfen ist, muss ein Kind des Erbprinzen die negativen Schlagzeilen mit einer Hochzeit überlagern.

    Letztes Jahr musste nach der Meldung mit den 800 Zombie-Trusts die Tochter des Erbprinzen heiraten, damit im Internet die negativen Schlagzeilen mit Berichten über die Hochzeit überlagert wurden.

    Jetzt hat Liechtenstein 31.000 gestohlene Daten und die grösste Vertrauenskrise in den Finanzplatz Liechtenstein, da muss der jüngere Sohn des Erbprinzen mit Verlobungsschlagzeilen ran.

    Das kann aber nicht endlos so weitergehen, es gibt einfach mehr Skandale und Katastrophen in Liechtenstein als Kinder des Erbprinzen.

    Antworten
  22. Mario
    Mario sagte:
    17. September 2026 um 7:15

    Fürst, Erbprinz und Regierung kann man leider nicht vertrauen.

    Antworten
  23. FAZ: „Liechtensteins Geschäftsmodell ist fundamental bedroht“
    FAZ: „Liechtensteins Geschäftsmodell ist fundamental bedroht“ sagte:
    17. September 2026 um 8:12

    Die Kritik des FAZ-Artikels vom 11. Augist 2026 richtet sich nicht nur gegen den konkreten Hackerangriff, sondern vor allem gegen die strukturellen Schwächen des liechtensteinischen Finanzplatzes.

    Die wesentlichen Kritikpunkte sind:

    1. Gefährdung des Geschäftsmodells
    Der im Artikel zitierte Experte Adrian Mom warnt, dass Liechtensteins Geschäftsmodell auf Vertraulichkeit, Diskretion und dem Schutz sensibler Informationen beruht. Durch den Angriff auf das Transparenzregister seien genau diese Kernversprechen infrage gestellt worden. Die Veröffentlichung oder der Diebstahl der Daten könne daher das Vertrauen in den Standort nachhaltig beschädigen.

    2. Offenlegung der wirtschaftlich Berechtigten
    Laut Artikel wurden rund 31.000 Datensätze kopiert, aus denen hervorgeht, welche Personen hinter Stiftungen, Treuhandgesellschaften und Unternehmen stehen. Damit werden Verflechtungen sichtbar, die bisher nur eingeschränkt zugänglich waren. Dies könne Betroffene erpressbar machen.

    3. „Eklatante Schwächen“ der IT-Sicherheit
    Der von der FAZ befragte Spezialist spricht ausdrücklich von „eklatanten Schwächen“ in den IT-Systemen Liechtensteins. Die Kritik richtet sich also gegen die staatliche bzw. registerbezogene Cybersicherheit und die Frage, wie ein derart sensibler Datenbestand kompromittiert werden konnte.

    4. Vertrauensverlust als größter Schaden
    Zwischen den Zeilen wird deutlich, dass nicht der Datenabfluss selbst, sondern der Verlust an Glaubwürdigkeit als die größte Gefahr angesehen wird. Ein Finanzplatz lebt vom Vertrauen seiner Kunden. Werden Identitäten und Beteiligungsstrukturen offengelegt, kann dies langfristige Folgen für die Attraktivität des Standorts haben.

    Interessant sind auch die Leserkommentare unter dem Artikel. Dort wird teilweise noch schärfer argumentiert. Einige Kommentatoren vertreten die Auffassung, dass Liechtensteins Wohlstand auf Steuer- und Vermögensstrukturen beruhe, die anderen Staaten Kapital entziehen. Andere meinen, mehr Transparenz könne problematische Vermögensstrukturen offenlegen.

    Zusammengefasst: Die Kernkritik des Artikels lautet, dass der Hackerangriff die zentrale Grundlage des liechtensteinischen Finanzplatzes angreift: den Anspruch, vertrauliche Vermögens- und Eigentümerinformationen sicher zu schützen. Wenn dieser Schutz nicht mehr gewährleistet erscheint, wird nach Ansicht des zitierten Experten das Geschäftsmodell des Fürstentums selbst infrage gestellt.

    Antworten
    • FAZ
      FAZ sagte:
      17. September 2026 um 13:31

      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hackerangriff-auf-liechtenstein-bedroht-das-geschaeftsmodell-des-fuerstentums-accg-201114036.html

      Antworten
  24. Schattenparker
    Schattenparker sagte:
    17. September 2026 um 9:21

    Kein Finanzplatz überlebt diese hohe Anzahl an Skandalen, Zombie-Trusts und gestohlener Daten. Was bleibt denn von dem ehemaligen Finanzzentrum überhaupt noch über? Nichts ausser Risiken.

    Antworten
  25. Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
    Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:
    17. September 2026 um 10:39

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

    Antworten
    • Ave Maria
      Ave Maria sagte:
      17. September 2026 um 17:54

      Jetzt ist es also vom Europarat offiziell mit Brief und Siegel bestätigt, dass in Liechtenstein Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein scheint.

      Dann ist der Fürst ein Fürst, in dessen Land laut Europarat Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung eine häufige Form der Kriminalität ist.

      Da würde ich mich als Fürst so schämen, dass ich die Burg nicht mehr verlassen würde.

      Antworten
  26. Hanswurst
    Hanswurst sagte:
    17. September 2026 um 12:08

    Man kann nur staunen, so ein kleines Land, so viel Wirtschaftskriminalität. Und alles unter den Augen der Obrigkeit.

    Antworten
  27. Roger
    Roger sagte:
    17. September 2026 um 13:24

    Liechtenstein bleibt sich treu, Skandale werden vertuscht und verheimlicht, Einheimische werden protegiert, Anleger werden entgegen der Pflicht im Datenschutzgesetz nicht einmal informiert. Und so etwas gibt es mitten in Europa, das ist eine Schande. Der Fürst und die Regierung Liechtensteins sollten sich schämen.

    Antworten
  28. Ratjen
    Ratjen sagte:
    17. September 2026 um 16:01

    In dem Artikel steht, Liechtenstein verkauft Sicherheit, Rechtssicherheit und Diskretion. Ich meine, dass Liechtenstein vor allem eines verkauft bzw. verkauft hat: Vertrauen. Aber wegen der unzähligen Skandale, der Hunderten Zombie-Trusts und des vollständig gehackten und kopierten Registers der wirtschaftlich Berechtigten von 31.000 Rechtsträgern ist dieses Vertrauen zerstört.

    Antworten
  29. Warum Kritiker den Finanzplatz Liechtenstein für nicht mehr vertrauenswürdig halten
    Warum Kritiker den Finanzplatz Liechtenstein für nicht mehr vertrauenswürdig halten sagte:
    17. September 2026 um 17:19

    • Fehlende Rechtssicherheit
    • Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz
    • Zweifel an der Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats
    • Unzureichender Vermögensschutz
    • Mangelnder Rechtsschutz für Begünstigte
    • Vorwürfe struktureller Korruption
    • Vorwürfe wirtschaftskrimineller Strukturen
    • Institutionelles Wegsehen
    • Mangelnde Glaubwürdigkeit staatlicher Institutionen
    • Gefährdung des Eigentumsschutzes
    • Versagen beim Datenschutz
    • Versagen der IT-Sicherheit
    • Mangelnde Vertraulichkeit
    • Zweifel an der Wirksamkeit staatlicher Aufsicht
    • Interessenkonflikte im Treuhandwesen
    • Zweifel an der Integrität des Treuhandwesens
    • Treuhänderwillkür
    • Selbstbereicherung von Treuhändern
    • Struktureller Machtmissbrauch
    • Aushöhlung von Begünstigtenrechten
    • Mangelnde Aufsicht und Kontrolle
    • Vertrauensverlust in Stiftungen und Trusts
    • Fundamentale Infragestellung der Zuverlässigkeit des Finanzplatzes
    • Erosion der Kernversprechen des Finanzplatzes: Sicherheit, Vertraulichkeit, Rechtsschutz und Vertrauen
    • Verlust von Vertrauen
    • Gefahr einer nachhaltigen Glaubwürdigkeitskrise
    • Vertrauensverlust bei internationalen Investoren
    • Beschädigung der internationalen Reputation
    • Reputationskrise
    • Image eines unsicheren Finanzplatzes
    • Gefährdung des Geschäftsmodells des Finanzplatzes
    • Verlust internationaler Wettbewerbsfähigkeit
    • Standortrisiko für Investoren
    • Schwäche des Stiftungsstandorts
    • Zweifel an der Belastbarkeit des Finanzplatzes
    • Intransparenz

    Antworten
  30. Gottfried Stutz
    Gottfried Stutz sagte:
    17. September 2026 um 18:48

    Liechtenstein? Da kann ich mein Geld gleich in den Rhein werfen.

    Antworten
  31. Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Finanz- und Justizsystem
    Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Finanz- und Justizsystem sagte:
    17. September 2026 um 22:32

    Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.

    Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.

    Antworten
  32. Realist
    Realist sagte:
    17. September 2026 um 23:25

    Wer geglaubt hat, dass Brigitte Haas etwas an dem System in Liechtenstein ändern würde, welches Leitmedien wie Die Welt als „kriminelles System“ bezeichnen, hat sich getäuscht.

    Antworten

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