Der Untergang
Wie viele Krisen kann der Finanzplatz Liechtenstein überleben?
Als der Fürstenbank LGT von einem ungetreuen Mitarbeiter die Daten von Tausenden von steuerhinterziehenden Deutschen entwendet wurden, war ziemlich Feuer im Dach.
LGT trennte sich von ihrem ganzen Treuhandbereich, die Anzahl der Stiftungen schnurrte auf weniger als 9000 zusammen. Diese Goldgrube war zugeschüttet. Aber das Geschäftsmodell diskret, vertrauenswürdig, mit Fürst und im Herzen Europas, das funktionierte weiter.
Allerdings nahm die Kadenz der Skandale um ungetreue Treuhänder und ihre Raubzüge durch ihnen anvertraute Stiftungen deutlich zu.
Aber auch dieser Brummton wäre zu überleben.
Allerdings kommt es inzwischen knüppeldick. Weiterhin gibt es kaum eine Geldquelle, so schmutzig oder kriminell sie auch sei, die nicht ihren Weg in die Verwaltung durch skrupellose liechtensteinische Treuhänder findet.
Venezuela, Iran, fast jeder Potentat, jeder Warlord, jeder Händler mit Blutdiamanten, Drogen oder Menschen, verstaut einen Teil seines Vermögens im Ländle.
Allerdings zog sich das Fürstentum damit den Zorn der mächtigsten Militärmacht der Welt zu. Denn zu forsch hatte man weiterhin die Vermögen von reichen Russen verwaltet. Sanktioniert, nicht sanktioniert, völlig egal. Als dann aber die USA mit ihrem Knüppel OFAC drohten und erste Treuhänder zu deren grossen Erstaunen auf ihre Sanktionsliste setzten, kam es zur Massenflucht.
Zurück blieben rund 800 Zombie-Trusts mit stinksauren russischen wirtschaftlich Berechtigten. Denn seit mehr als zwei Jahren kommen sie nicht mehr an ihre langsam zerfallenden Vermögenswerte in Form von Yachten, Flugzeugen oder Villen heran. Bis heute ist es dem Fürstentum nicht gelungen, eine Lösung dafür zu finden.
Während diese Untoten hässlich in der Landschaft herumstehen, kam es dann zum Einbruch ins Allerheiligste. Dem Finanzplatz kamen seine Kronjuwelen abhanden. Die vollständige Liste aller wirtschaftlich Berechtigten von Stiftungen, Trusts & Co. Der GAU, schlimmer geht es nicht.
Das Vertrauen ist futsch, denn wer möchte schon noch eine Stiftung in einem Land errichten, wo er befürchten muss, dass sein Name nicht diskret geschützt wird, sondern kinderleicht in unbefugte Hände geraten kann.
Denn Liechtenstein erbringt diese Dienstleistungen nicht besser oder billiger als andere Anbieter. Kleine Inseln im Meer, Singapur, Hongkong, Grossbritannien, dort passieren so Sachen nicht. Und wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, begibt sich dorthin wo kein Automatischer Informationsaustausch gilt, wo Anfragen aus dem Ausland prinzipiell nicht beantwortet werden: in die USA.
Nach Delaware oder Arizona oder Texas oder Florida. Da wird Diskretion bis heute grossgeschrieben, da gab es noch nie ein Datenleck.
Das sind schon mal drei schwere Schläge gegen den fürstlichen Finanzplatz. Skandale um das Kidnappen und Ausräumen von Stiftungen. Die 800 Zombie-Trusts. Die 31’000 abgesaugten Daten über Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Nationalität und Wohnsitz der Eigentümer aller Gefässe, die in erster Linie genau das verhindern sollen.
Aber damit nicht genug. Das Fürstenhaus ist nicht nur milliardenschwer, sondern auch stockkatholisch. Also hat Liechtenstein das strengste Abtreibungsverbot Europas. Und der Fürst sowie sein Stellvertreter auf Erden, Erbprinz Alois, haben mehrfach klar gemacht, dass sie selbst bei einem Volksmehr einer Legalisierung der Abtreibung niemals zustimmen werden.
Dafür haben sie schliesslich als absolutistische Herrscher ihr Vetorecht.
Nun hat das Parlament, um einer solchen Konfrontation bei Annahme einer hängigen Initiative auszuweichen, selbst den Initiativtext angenommen. Womit das Fürstenhaus das nun entweder zähneknirschend hinnehmen muss – oder aber die Legislative im Ländle desavouieren und dem Gesetz seine Zustimmung verweigern.
Womit unweigerlich zu allem Elend noch eine Staatskrise entstünde.
Denn die ohnehin wackelige Rechtsstaatlichkeit Liechtensteins mit einem Herrscher, der auch das letzte Wort bei der Ernennung von Richtern hat, wäre zusätzlich beschädigt.
All das zusammen kann zu nichts anderem als dem Untergang des Finanzplatzes führen.










Was hier über Jahre geschehen sein soll, lässt sich kaum noch als bedauerliches Versagen einzelner Beteiligter abtun\. Stifter und Begünstigte wurden durch das pflichtwidrige Verhalten einzelner Treuhänder offenbar systematisch um ihre Rechte und Vermögensinteressen gebracht – und dort, wo man Schutz und Korrektur erwarten durfte, blieb die wirksame Kontrolle offenbar aus\.
Besonders brisant ist der Verdacht, dass einzelne gerichtliche Entscheidungen ein solches Vorgehen nicht verhindert, sondern faktisch begünstigt haben könnten\. Wenn diejenigen, die Recht sprechen und Rechtsschutz gewährleisten sollen, bei offensichtlichen oder zumindest hinreichend konkreten Missständen nicht wirksam eingreifen, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wer schützt in einem solchen System eigentlich noch die Stifter und Begünstigten?
Damit steht weit mehr auf dem Spiel als das Schicksal einzelner Vermögen\. Es geht um die Glaubwürdigkeit eines gesamten Rechts\- und Finanzplatzes\.
Der Stiftungsplatz Liechtenstein lebt von seinem Ruf: Rechtssicherheit, Verlässlichkeit, Treuhandtreue und wirksamer Rechtsschutz\. Doch was ist von diesem Ruf übrig, wenn diejenigen, die einem solchen System ihr Vermögen und ihr Vertrauen anvertraut haben, am Ende feststellen müssen, dass ihre Rechte offenbar weniger Gewicht haben als die Interessen derjenigen, die über ihr Vermögen verfügen?
Sollten sich die geschilderten Vorgänge bestätigen, wäre dies ein politischer, institutioneller und rechtsstaatlicher Skandal von erheblicher Tragweite\. Denn dann hätte nicht nur das System einzelne Menschen im Stich gelassen – dann hätte das System möglicherweise seine eigenen Versprechen gebrochen\.
Und spätestens an diesem Punkt muss die Frage erlaubt sein: Ist der liechtensteinische Stiftungsplatz tatsächlich ein Hort der Rechtssicherheit – oder wird hier lediglich der Anschein von Rechtssicherheit aufrechterhalten, während Betroffene jahrelang um ihr Recht und ihr eigenes Vermögen kämpfen müssen?
Ein solcher Zustand wäre nicht nur ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen\. Er wäre eine ernsthafte Belastungsprobe für die Glaubwürdigkeit des gesamten Stiftungsstandorts Liechtenstein\.
Marktteilnehmer, Investoren sowie Begünstigte sollten bei der Errichtung oder Nutzung liechtensteinischer Stiftungen und Trusts erhöhte Vorsicht walten lassen.
Seit Jahren werden schwerwiegende und wiederkehrende Vorwürfe erhoben, die darauf hindeuten, dass es sich bei den beanstandeten Vorgängen möglicherweise nicht lediglich um vereinzelte Fehlentwicklungen handelt, sondern um strukturelle Defizite mit potenziell systemischen Auswirkungen.
Wesentliche Risikofaktoren
1. Strukturelle Anreize zur Selbstbegünstigung
Es bestehen wiederholt vorgebrachte Vorwürfe, wonach bestimmte Treuhand- und Stiftungsstrukturen in einer Weise genutzt werden können, die es Treuhändern, Stiftungsräten oder sonstigen Intermediären ermöglicht, eigene wirtschaftliche Interessen gegenüber den Interessen der Begünstigten zu priorisieren.
Kritiker sehen darin das Risiko eines strukturell angelegten Interessenkonflikts, der Missbrauchsmöglichkeiten begünstigen könnte.
2. Zweifel an der Wirksamkeit gerichtlicher Schutzmechanismen
Darüber hinaus werden erhebliche Bedenken hinsichtlich der praktischen Wirksamkeit und Unabhängigkeit gerichtlicher Kontrollmechanismen geäußert.
Insbesondere wird die Frage aufgeworfen, ob Begünstigte und wirtschaftlich Berechtigte ihre Rechte in Auseinandersetzungen mit Treuhändern oder Stiftungsorganen effektiv, unparteiisch und innerhalb angemessener Fristen durchsetzen können.
3. Wahrnehmung institutioneller Duldung problematischer Praktiken
Kritiker vertreten die Auffassung, dass bestehende Missstände nicht mit der erforderlichen Konsequenz auf regulatorischer, gerichtlicher oder politischer Ebene adressiert würden.
Hieraus ergibt sich die Wahrnehmung, dass problematische Verhaltensweisen möglicherweise nicht konsequent unterbunden werden und strukturelle Schwächen fortbestehen.
4. Zweifel an der Verlässlichkeit der Rechtssicherheit
Obwohl Liechtenstein international als Standort für Vermögensschutz, Stabilität und Rechtssicherheit auftritt, werden Zweifel geäußert, ob diese Erwartungen im Konfliktfall stets in vollem Umfang erfüllt werden.
Insbesondere bei Streitigkeiten über Begünstigtenrechte, Vermögenszugriff oder Kontrollrechte wird teilweise die Auffassung vertreten, dass die tatsächliche Durchsetzbarkeit von Ansprüchen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sein könne.
5. Hinweise auf strukturelle statt lediglich vereinzelte Probleme
Die genannten Kritikpunkte werden von ihren Vertretern nicht als isolierte Einzelfälle beschrieben, sondern als mögliche Indikatoren grundlegender Schwächen innerhalb des Treuhand-, Stiftungs- und Rechtsschutzsystems.
Gerade die wiederholte und inhaltlich ähnliche Natur der Vorwürfe führt dazu, dass vereinzelt von systemischen Risiken gesprochen wird.
Schlussfolgerung: Erhöhtes Risikoumfeld
Vor diesem Hintergrund sollte die Reputation Liechtensteins als sicherer und rechtlich besonders verlässlicher Finanz- und Vermögensverwaltungsstandort nicht ohne sorgfältige unabhängige Prüfung als gegeben vorausgesetzt werden.
Investoren und Begünstigte sollten insbesondere folgende Risikobereiche einer vertieften Analyse unterziehen:
– tatsächliche Kontrolle über Vermögenswerte nach deren Übertragung in Treuhand- oder Stiftungsstrukturen,
– praktische Durchsetzbarkeit von Begünstigten- und Informationsrechten,
– Effizienz, Unabhängigkeit und Verlässlichkeit gerichtlicher Streitbeilegungsmechanismen.
Eine Nutzung liechtensteinischer Trust- und Stiftungsstrukturen sollte daher nur auf Grundlage einer vertieften Due-Diligence-Prüfung, geeigneter Schutzmechanismen sowie eines realistischen Verständnisses der damit verbundenen rechtlichen und operativen Risiken erfolgen.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
In dem Zwergstaat Liechtenstein halten alle zusammen: Die Gerichte beschützen selbst kriminelle Treuhänder, die Regierung beschützt die für den Datendiebstahl verantwortliche Softwarefirma, keiner vernadert einen anderen. Am besten Liechtenstein weiträumig umfahren, um nicht das nächste Opfer zu werden.
Das ist eine eingeschworene Gesellschaft. Wenn man in deren Spinnennetz gerät, hilft einem in dem Land niemand mehr heraus und man wird das nächste Opfer.
Der Fürst und der Erbprinz stecken jetzt in einem selbst verschuldeten tiefen Dilemma: Mehrfach haben sie angekündigt, ein Gesetz mit einer Fristenregelung nicht abzusegnen. Nun hat das demokratisch gewählte Parlament den entsprechenden Text angenommen.
Stimmen sie nicht dagegen, machen sie ihre eigenen Ankündigungen zur Farce. Widersetzen sie sich dagegen der parlamentarischen Mehrheit, droht der offene politische Eklat. Denn dann stellt sich die Frage, wie weit das Fürstenhaus bereit ist, sich gegen den demokratischen Willen zu stellen – mit unabsehbaren Folgen für die politische Stabilität.
Kurz gesagt: Egal, wie sie entscheiden – aus diesem Schlamassel kommen sie nicht ohne politischen Schaden heraus.
Mandanten unserer Kanzlei sind Begünstigte, also wirtschaftlich berechtigte Personen liechtensteiner Stiftungen. Das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen in Liechtenstein wurde in der Nacht zum 30. Juli 2026 gehackt, sämtliche 31.000 Rechtsträger wurden heruntergeladen. Es handelt sich daher um einen sehr schweren Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Nach Art. 34 Abs. 1 DSGVO müssen betroffene Personen einer schweren Datenschutzverletzung unverzüglich darüber informiert werden.
Heute ist der 11. September 2026. Entgegen den gesetzlichen Vorschriften des Art. 34 DSGVO wurde keiner unserer Mandanten informiert.
Das stellt einen erneuten Verstoss gegen die DSGVO durch die Liechtensteinische Landesverwaltung dar.
Begreift es endlich: in Liechtenstein regiert Willkür, Recht und Gesetz stehen nur auf dem Papier.
Wenn Liechtenstein der Pflicht zur Information der von dem schweren Datenschutzverstoss Betroffenen nicht nachkommt, kann Beschwerde zur Liechtensteiner Datenschutzstelle (DSS) eingelegt werden. Aber ebenso wie das Amt für Justiz, dessen Dsten gestohlen wurde, gehört auch die Datenschutzstelle zur Liechtensteiner Landesverwaltung. Man kann sich also bei der Landesverwaltung über die Landesverwaltung beschweren, was sinnlos zu sein scheint.
Daher kann Beschwerde zur EFTA Surveillance Authority (ESA) eingelegt werden.
Liechtenstein ist Mitglied des EWR und an große Teile des europäischen Datenschutzrechts gebunden.
Die ESA überwacht, ob EWR-Staaten außerhalb der EU (Liechtenstein, Norwegen, Island) ihre Verpflichtungen aus dem EWR-Recht erfüllen.
Wenn der Vorwurf lautet:
Liechtenstein verletzt systematisch vorsätzlich DSGVO-Pflichten, insbesondere die Informationspflichten nach Art. 34 DSGVO,
Daher kann eine Eingabe an die ESA geprüft werden.
Hochmut kommt vor dem Fall…
Das kriminelle System Liechtensteins ist aufgeflogen und fliegt dem Land jetzt in die Ohren.
Der FAZ Artikel vom 14.08.2026 berichtet:
Der vertrauensschädigende Datendiebstahl bringt den gesamten Finanzplatz in Misskredit. Die hanebüchenen Sicherheitslücken werfen kein gutes Licht auf die Regierung in Vaduz.
Cyberkriminelle drangen in das von der Justizbehörde verwaltete Transparenzregister ein und griffen sämtliche dort gespeicherten Informationen ab. Die Angreifer wissen nun, welche Personen hinter den gut 31.000 Stiftungen, Treuhandvehikeln und Unternehmen in Liechtenstein stecken. Viele dieser Einrichtungen existieren überhaupt nur deshalb, weil sie Anonymität versprechen. Dieses Versprechen hat die Regierung in Vaduz durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen fahrlässig unterlaufen und damit den gesamten Finanzplatz in Misskredit gebracht.
…
Als Architekten der Stiftungskonstruktionen sind Liechtensteiner Treuhänder nicht über alle Zweifel erhaben. Sie verstehen Stiftungen bisweilen immer noch als Selbstbedienungsladen und drücken gern mal ein Auge zu, wenn es um die Identifizierung der „wirtschaftlich Berechtigten“ geht. Die bekannt gewordenen Fälle von Veruntreuung und Betrug sind offenbar nur die Spitze des Eisbergs. Eine schärfere Aufsicht täte not, scheitert aber am Filz im Fürstentum und an der Lobbykraft der Treuhänder. Obwohl die Skandale dem Ruf des Finanzplatzes schaden, halten die Banken still: Sie verwalten die dicken Depots der Kunden, die die Treuhänder mit ihrem Stiftungsangebot ins Land locken.
…
Angesichts hanebüchener Sicherheitslücken im Anmeldeverfahren und fehlender Kontrollfunktion hatten die Hacker leichtes Spiel. Sie konnten stundenlang via Einzelabfragen das Register plündern, ohne damit Alarm auszulösen.https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hackerangriff-ein-debakel-fuer-liechtenstein-201123193.html
«Als Architekten der Stiftungskonstruktionen sind Liechtensteiner Treuhänder nicht über alle Zweifel erhaben. Sie verstehen Stiftungen bisweilen immer noch als Selbstbedienungsladen…»
«Die bekannt gewordenen Fälle von Veruntreuung und Betrug sind offenbar nur die Spitze des Eisbergs.»
«Eine schärfere Aufsicht täte not, scheitert aber am Filz im Fürstentum und an der Lobbykraft der Treuhänder.»
Es gab die Initiative für die Fristenregelung. Dann hat der Erbprinz erklärt, er werde ein entsprechendes Gesetz verhindern. Jetzt hat das Parlament selbst den Text der Initiative angenommen.
Was soll der Erbprinz jetzt tun?
A) So tun, als habe er nie etwas gegen das Gesetz gesagt und sich zum Affen machen? Dann hat er für immer verloren und braucht überhaupt nichts mehr zu sagen.
B) Das Parlament auflösen? Dann lehnt er sich gegen die Mehrheit auf und muss befürchten, dass es zur offenen Konfrontation kommt.
Es sieht so aus, als habe er das Gewicht seines Machtwortes gründlich überschätzt. Selbst Liechtenstein ist nicht mehr im Mittelalter.
Jetzt wollen es viele wissen, wer das Sagen im Land hat: das Fürstenhaus oder das Volk. Das Mittelalter oder die Gegenwart. Das wird extrem spannend!
Der Artikel stellt nicht nur Einzelfälle dar, sondern zeigt ein wiederkehrendes strukturelles Problem im Finanzsystem:
Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als sauberer, reformierter Finanzplatz („weisse Weste“) – aber neue Skandale stellen dieses Selbstbild massiv infrage.
Zentrale Vorwürfe und Themen
1. Geldwäsche & internationale Kriminalität
Laut Artikel war Liechtenstein wiederholt Drehscheibe für internationale Geldwäsche.
Beispiele:
– italienische Mafia (‘Ndrangheta) soll dort Gelder geparkt haben
– Netzwerke rund um veruntreute venezolanische Staatsgelder (Milliardenhöhe) nutzten Strukturen im Fürstentum
Teilweise seien Bargeldsummen über Banken abgewickelt und physisch transportiert worden.
Aussage: Liechtenstein taucht immer wieder als Knotenpunkt für illegale Finanzströme auf.
2. Probleme im Bankensektor
Mehrere Banken gerieten in Turbulenzen oder Ermittlungen.
Insgesamt wird von fragwürdigen Geschäftspraktiken gesprochen.
Das beschädigt den Ruf des Landes zusätzlich.
3. Widerspruch zwischen Image und Realität
Regierung, Fürstenhaus und Finanzbranche betonen seit Jahren, man habe sich reformiert.
Der Artikel stellt dem entgegen: Hinter der „sauberen Fassade“ verbergen sich weiterhin „Abgründe“.
Hauptkritik: Reformen existieren – aber sie reichen offenbar nicht oder werden ausgehebelt.
4. Hoher Ermittlungsdruck
Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht haben viele laufende Verfahren, auch international.
Fälle betreffen oft grenzüberschreitende Netzwerke.
Das Problem ist nicht lokal begrenzt, sondern global vernetzt.
Gesamtbild
Der Artikel vermittelt im Kern:
Liechtenstein hat sich zwar nach früheren Steuerskandalen bemüht, Transparenz zu zeigen
doch:
– neue Fälle von Geldwäsche
– Verbindungen zu Mafia und Staatskorruption
– Probleme bei Banken
untergraben das Vertrauen erneut
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Der Hackerangriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten hat weit mehr als Daten offengelegt. Er hat den Kern des liechtensteinischen Geschäftsmodells getroffen: das Vertrauen.
Liechtenstein verfügt weder über große Rohstoffe noch über einen bedeutenden Binnenmarkt. Sein wichtigstes Kapital ist das Versprechen von Rechtssicherheit, Vertraulichkeit und Vermögensschutz. Genau dieses Versprechen steht heute stärker infrage denn je.
Der Diebstahl von Daten zehntausender wirtschaftlich Berechtigter wäre für jeden Staat ein schwerer Vorfall. Für einen Finanzplatz, der von Diskretion und Sicherheit lebt, ist er verheerend.
Hinzu kommt, dass seit Jahren Vorwürfe im Zusammenhang mit Treuhändern, Stiftungen, Begünstigtenrechten, Aufsicht und Justiz erhoben werden. Ob diese Vorwürfe im Einzelfall begründet sind, müssen die zuständigen Stellen beurteilen. Für die Wahrnehmung des Finanzplatzes ist jedoch etwas anderes entscheidend: die Häufung der Ereignisse. Wenn Skandale, Affären und Datenpannen zum Dauerzustand werden, entsteht der Eindruck eines Systems, das die Kontrolle über sich selbst verloren hat.
Ein Finanzplatz kann einzelne Krisen überstehen. Was er nicht übersteht, ist ein Vertrauensverlust. Wer Sicherheit verspricht und Unsicherheit liefert, wer Vertraulichkeit verspricht und Daten verliert, verspielt sein wichtigstes Gut.
Die größte Gefahr für Liechtenstein ist deshalb nicht der nächste Hackerangriff und nicht der nächste Skandal. Die größte Gefahr ist, dass Investoren irgendwann zu dem Schluss kommen, dass andere Standorte verlässlicher sind. Ein Finanzplatz scheitert nicht an einem einzelnen Vorfall. Er scheitert, wenn ihm niemand mehr vertraut.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
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Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
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3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Auch wenn es niemand für möglich gehalten hatte, so fand am 14, Juli 1789 der Sturm auf die Bastille statt und begann die französische Revolution.
Wenn der Fürst oder der Erbprinz sich jetzt gegen das Parlament, somit gegen die vom Volk gewählten Vertreter stellen, dann kann es zum Sturm auf die Burg, pardon, das Schloss Vaduz kommen. Es wurden schon so einige Monarchen aus ihren Schlössern verjagt.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
6. Datenschutz ist nicht gewährleistet.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit, noch einem Rechtsschutz, noch einem Eigentumsschutz.
Man wundert sich, dass das Ländle doch immer noch neue Kunden findet, die ihr Geld dorthin bringen. Können die nicht lesen?
Höchste Zeit, das sinkende Schiff zu verlassen!
Warum unternimmt der ansonsten angeblich so katholische Erbprinz etwas gegen die Fristenregelung, aber nichts gegen die Finanzkriminalität in seinem Land?
Nachdem in Liechtenstein Aufträge grundsätzlich an Liechtensteiner Firmen vergeben werden und die Regierung über einen Monat gebraucht hat, sich dazu zu entschliessen, auch eine ausländische Firma mit der Aufklärung der Cyberattacke zu beauftragen, ist doch davon auszugehen, dass auch die Banken in Liechtenstein ihre „Sicherheitssysteme“ von liechtensteinischen Firmen haben. Dann kann man sich ausmalen, wie sicher diese „Sicherheitssysteme“ tatsächlich sind. Ich hätte daher Angst, mein Geld bei einer Liechtenstein Bank zu haben. Darüber hinaus müsste ich jeden Tag befürchten, dass diese von den US-Behörden sanktioniert werden könnte, weil sie irgendwelche sanktionierten Gelder verwahrt, was in Liechtenstein ja immer wieder vorkommt.
Liechtenstein schützt die verantwortliche einheimische Softwarefirma, indem sie deren Namen verheimlicht und lässt die Ausländer, deren Namen in dem Register gehackt worden sind, im Regen stehen. Pfui!
Zu viel Korruption, Wirtschaftskriminalität, Scheinheiligkeit, Vertuschung, Finanzkriminalität. Vor Liechtenstein muss man dringend warnen.
Die Diskrepanz zwischen Schein und Sein könnte nicht grässer sein.
Trauen sich die anständigen Treuhänder nicht, etwas gegen die kriminellen Treuhänder zu sagen? Oder gibt es keine anständigen Treuhänder mehr in Liechtenstein?
Die Amis werden den Saustall bald ausräuchern.
Gehackte Betroffene: 31‘000
Aufklärung: 0
Liechtenstein ist Weltmeister im Verschleiern und Vertuschen.
Nach dem erfolgreichen Angriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen aller 31.000 Rechtsträger stellt sich für internationale Kunden unweigerlich die Frage: Weshalb sollten ausgerechnet die Software und die IT-Infrastruktur der Liechtensteinischen Banken besser geschützt sein als jene staatlichen Systeme, welche die vertraulichsten Daten des Finanzplatzes verwalten? Diese Wahrnehmung könnte gefährlicher sein als der unmittelbare Schaden des Datendiebstahls selbst, weil sie das Vertrauen in die Sicherheitsarchitektur nicht nur auch der Banken, sondern des gesamten Finanzplatzes betrifft.
Es ist wirklich erstaunlich, wie lange es Liechtenstein geschafft hat, das kriminelle System, in welchem kriminelle Treuhänder mit aktiver Unterstützung korrupter Richter Stiftungen und Trusts ausgebeutet haben, zu vertuschen. Aber jetzt ist auch das ans Tageslicht gekommen.
Die Kernversprechen des Finanzplatzes Liechtenstein sind:
1. Vertrauen
2. Rechtssicherheit
3. Vermögensschutz
4. Vertraulichkeit und
5. institutionelle Stabilität.
Genau deshalb treffen Vorwürfe oder Ereignisse, die diese Bereiche betreffen, Liechtenstein besonders empfindlich. Das wichtigste Kapital eines solchen Standorts sind letztlich nicht die verwalteten Vermögen, sondern die Überzeugung der Kunden, dass ihre Rechte, ihr Eigentum und ihre Daten zuverlässig geschützt werden.
Das Vertrauen. die Rechtssicherheit und der Vermögensschutz haben durch die ewigen Skandale gelitten, durch die Zombie-Trusts schweren Schaden genommen und wurden durch die 31’000 gehackten und kopierten Datensätze restlos zerstört. Die Vertraulichkeit wurde ebenso durch das Hacken und Herunterladen der 31’000 Datensätze zerstört.
Was bleibt da noch? Institutionelle Stabilität, also eine Stabilität der Unfähigkeit?
Der Skandal der Asturion-Stiftung der Witwe und des Sohnes des verstorbenen saudischen Königs Fahd, die seit Jahren um ihre Rechte als Begünstigte der von König Fahd für sie gegründeten Asturion-Stiftug kämpfen müssen, ist nach Ansicht vieler Kritiker kein Einzelfall. Er steht vielmehr für ein Muster, das dem liechtensteinischen Stiftungs- und Trustwesen seit Jahren vorgeworfen wird: Wer seine Rechte als Begünstigter durchsetzen will, muss zunächst gegen genau jene Strukturen kämpfen, die sein Vermögen eigentlich schützen sollten.
Das eigentliche Problem liegt dabei nicht in einzelnen Fehlentscheidungen. Das eigentliche Problem entsteht dann, wenn sich Fehlentwicklungen seit Jahren ständig wiederholen und dennoch keine wirksamen Konsequenzen folgen. Wenn Begünstigte über Jahre um Anerkennung, Auskunft und Rechenschaft streiten müssen, während die Kontrolle über die Vermögenswerte bei denselben Akteuren verbleibt, deren Verhalten überprüft werden soll, entsteht ein verheerender Eindruck: Das System schützt nicht die Berechtigten. Das System schützt sich selbst.
Genau darin sehen Kritiker den Kern des Missstands. Wer über Zeit, Geld, Informationen und institutionelle Nähe verfügt, kann Verfahren in die Länge ziehen. Wer auf sein Recht angewiesen ist, wird mürbe gemacht. Aus Rechtsdurchsetzung wird ein Ausdauerwettbewerb. Aus Vermögensschutz wird Vermögenskontrolle durch Dritte.
Für einen Finanzplatz ist das brandgefährlich. Investoren vertrauen ihr Vermögen nicht an, weil sie schöne Broschüren lesen. Sie vertrauen ihr Vermögen an, weil sie glauben, dass ihre Rechte im Konfliktfall wirksam geschützt werden. Wenn sich jedoch seit Jahren der Eindruck verfestigt, dass Verzögerung belohnt und Aufklärung erschwert wird, verliert ein Finanzplatz sein wichtigstes Kapital: Vertrauen.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr, ob einzelne Fälle problematisch verlaufen. Die eigentliche Frage lautet, weshalb dieselben Vorwürfe seit Jahren immer wieder erhoben werden. Wo ständig dieselben Zweifel an Rechtsschutz, Kontrolle und Interessenkonflikten auftauchen, entsteht irgendwann der Verdacht, dass nicht einzelne Akteure versagen, sondern dass strukturelle Fehlanreize bestehen.
Ein Rechtsstaat beweist sich nicht daran, wie gut er Vermögen verwalten kann. Er beweist sich daran, wie konsequent er diejenigen kontrolliert, die es verwalten.
Wenn Begünstigte jahrelang um elementare Rechte kämpfen müssen, während die Verantwortlichen ihre Positionen behalten, entsteht zwangsläufig eine Frage, die für Liechtenstein immer gefährlicher wird:
Dient das System noch dem Schutz des Vermögens oder dient das Vermögen längst dem Schutz des Systems?
Ich bin rein zufällig auf diese Internetseite gestoßen und staune nur noch, was in Liechtenstein alles los ist. Selbst der Europarat stellt Korruption und Veruntreuungen als häufige Form der Wirtschaftskriminalität fest? Und große Zeitungen berichten über Treuhänder, die anscheinend mit System ihre eigenen Kunden betrügen sollen. Das wirft ein ganz dunkles Licht auf Liechtenstein.
Die korrupte Justiz in Liechtenstein stellt jeglichen Rechtsschutz und Eigentumsschutz in Liechtenstein infrage. und Datenschutz gibt es in Liechtenstein nachweislich auch keinen.
Der Erbprinz weiß von der Korruption in Aufsicht und Justiz, unternimmt aber nichts dagegen. Aber gegen Abtreibung, denn er ist ja streng katholisch. Wie passt das zusammen?