Skandal? Gibt’s einen Skandal? Oder mehrere? Ach was.

Laut SonntagsBlick soll die Firma Aviita für das liechtensteinische Datendesaster verantwortlich sein. Das wirft interessante Fragen auf. Denn der IT-Dienstleister ist eng mit einem Schwergewicht der Treuhandbranche verbunden.

Denn langsam kommt Licht ins Dunkel des grössten Daten-GAUs in der Geschichte Liechtensteins. Der SonntagsBlick behauptet, die liechtensteinische Firma Aviita sei für die IT-Sicherheit des Systems verantwortlich gewesen, aus dem die Daten von rund 31’000 wirtschaftlich Berechtigten entwendet wurden.

Die Firma selbst dementiert lauwarm, währenddessen tappen Fürscht, Regierung und Krisenstab weiterhin im Dunklen. Wer war’s, was passiert mit den 31’000 Datensätzen? Keine Antwort.

Sollte das zutreffen, wäre endlich ein Name auf dem Tisch. Die Regierung weigert sich bislang hartnäckig, den verantwortlichen IT-Dienstleister zu nennen.

Aviita ist keine unbekannte Garagenfirma. Die 2008 gegründete IT-Anstalt wird von Viktor Frick geführt und entwickelt Software, berät Unternehmen und bietet Informatikdienstleistungen an. Frick ist zudem in der liechtensteinischen IT-Branche bestens vernetzt.

Besonders interessant ist aber ein Kunde von Aviita: die First Advisory Group.

Für dieses Schwergewicht der liechtensteinischen Treuhandbranche entwickelte Aviita nach eigenen früheren Angaben eine Kernapplikation für CRM, ERP, Transaktionsprüfung, FATCA, AIA und Dokumentenverwaltung. Mit anderen Worten: nicht irgendeine Homepage, sondern Software mitten im Maschinenraum eines Treuhänders – dort, wo hochsensible Kunden-, Compliance- und Transaktionsdaten verarbeitet werden.

Damit bekommt die Sache eine besondere Pikanterie.

Denn First Advisory ist nicht irgendeine Treuhandbude. Das Unternehmen beschäftigt heute nach eigenen Angaben mehr als 200 Mitarbeiter und unterhält Niederlassungen in Vaduz, Zürich, Genf, Hongkong und Singapur. Es befindet sich seit seiner Gründung 1954 in Privatbesitz. Als Eigentümer nennt First Advisory Angelika Moosleithner und CEO Iwan J. Ackermann; Stephan Moosleithner fungiert als Eigentümervertreter der Familie.

First Advisory gehört damit zum Establishment des Finanzplatzes. Und ihre Vergangenheit ist bemerkenswert.

Im März 2009 übernahm sie die LGT Treuhand AG und wurde deren Alleineigentümerin. Die LGT, die Bankengruppe des liechtensteinischen Fürstenhauses, zog sich damit aus dem Treuhand- und Strukturierungsgeschäft im Fürstentum zurück. Rund 60 Mitarbeiter wechselten damals mit. First Advisory selbst beschäftigte zu diesem Zeitpunkt bereits rund 100 Personen und betreute eine Vielzahl von Gesellschaften, Trusts und Stiftungen.

Der Zeitpunkt war delikat. Ein Jahr zuvor war die LGT durch einen spektakulären Datendiebstahl und Steuerskandal erschüttert worden. Kundendaten der LGT Treuhand waren deutschen Behörden zugespielt worden und hatten eine internationale Affäre ausgelöst. 2009 wurde ausgerechnet diese Treuhandsparte an First Advisory verkauft.

Angelika Moosleithner-Batliner ist die Tochter des 2019 verstorbenen Liechtensteiner Treuhänders und Rechtsanwalts DDr. Herbert Batliner. Der erfand das Geschäftsmodell Stiftung als Schwarzgeldbunker und ging damit unrühmlich unter.

Und nun, 17 Jahre später, wieder ein gigantischer Datendiebstahl in Liechtenstein.

Natürlich beweist die Verbindung zwischen Aviita und First Advisory zunächst einmal gar nichts. Es gibt bislang keinen öffentlich zugänglichen Beleg dafür, dass First Advisory an Aviita beteiligt wäre oder Einfluss auf das Unternehmen ausübt. Belegt ist aber die enge geschäftliche Beziehung: Aviita entwickelte zentrale Software für einen der grössten Treuhänder des Landes.

Sollte sich nun bestätigen, dass dieselbe Firma tatsächlich für die Sicherheit der staatlichen Plattform verantwortlich war, aus der die Kronjuwelen des Finanzplatzes gestohlen wurden, wird die Angelegenheit noch interessanter.

Dann müsste die Regierung endlich beantworten, wer Aviita den Auftrag gab, wie dieser vergeben wurde, welchen Umfang er hatte und wer die Arbeit kontrollierte.

Denn in einem Land, in dem jeder jeden kennt, ist Transparenz besonders wichtig.

Und gerade daran mangelt es bislang gewaltig.

Es wäre eine unglaubliche Wiederholung. Vater Badliner erfindet das Geschäftsmodell Schwarzgeldbunker. Damit gehen er und die Treuhand-Abteilung der Fürstenbank LGT unter. Seine Tochter führt die Treuhandfirma unter neuem Namen weiter und erweitert sie gewaltig. Und nun könnte die mit ihr verbandelte IT-Bude Aviita am Untergang des Geschätfsmodells Stiftung ingesamt schuld sein.

Und da in Liechtenstein jeder jeden kennt und Batliners und die Fürstenfamilie auf Du und Du sind …

47 Kommentare
  1. SRF: «Das Vertrauen in Liechtenstein ist erschüttert»
    SRF: «Das Vertrauen in Liechtenstein ist erschüttert» sagte:

    Besonders kritisch ist die Frage, warum die massenhaften Abfragen nicht früher als ungewöhnlich erkannt und gestoppt wurden. Genau das soll untersucht werden.

    Vertrauen in Liechtenstein wird beschädigt
    Das ist der Kern der Aussage der Datenschutzanwältin Martina Arioli im SRF-Interview: Liechtenstein lebt gerade im Finanzbereich stark vom Vertrauen darauf, dass vertrauliche Informationen geschützt werden. Ein solcher Angriff erschüttert deshalb das Vertrauen in die digitale Sicherheitsfähigkeit des Staates.

    Die Kritik lautet also nicht einfach: „Liechtenstein hat schlechte IT.“ Der eigentliche Vorwurf bzw. die offene Frage ist:
    Warum konnte ein Angreifer auf ein hochsensibles staatliches Register zugreifen und 31’000 Datensätze abziehen, ohne dass die Sicherheitsmechanismen dies rechtzeitig verhinderten oder erkannten?

    Und genau deshalb ist der Vorfall für Liechtenstein besonders unangenehm: Ausgerechnet ein Staat, dessen Finanzplatz stark auf Diskretion und Vertraulichkeit angewiesen ist, hat einen massiven Abfluss von vertraulichen Eigentümerdaten erlebt. https://www.srf.ch/news/international/wirtschaftsdaten-geklaut-anwaeltin-das-vertrauen-in-liechtenstein-ist-erschuettert

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  2. Dementieren sieht anders aus
    Dementieren sieht anders aus sagte:

    Aviita-CEO Viktor Frick zu Blick: «Sie werden verstehen, dass wir über unsere Kunden generell keine Auskunft erteilen können. Unsere Sicherheits- und Alarmsysteme haben keinen Hackerangriff gegen Aviita festgestellt. Wir sind ein Softwarehersteller, der Software entwickelt und diese branchenüblich durch entsprechende Updates wartet. Grundsätzlich halten wir keinerlei Daten unserer Kunden auf unseren Systemen.»

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    • Klabautermann
      Klabautermann sagte:

      «Über unsere Kunden erteilen wir grundsätzlich keine Auskünfte.
      Aber über die 31’000 wirtschaftlich berechtigten Personen geben wir Ihnen gerne Auskünfte, laden Sie sich ruhig stundenlang alle 31’000 wirtschaftlich berechtigten Personen herunter, die Tür steht offen, nehmen Sie sich sieben Stunden Zeit und laden Sie gerne alles herunter.»

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  3. Rechtsanwalt
    Rechtsanwalt sagte:

    Mandanten unserer Kanzlei sind Begünstigte, also wirtschaftlich berechtigte Personen liechtensteiner Stiftungen. Das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen in Liechtenstein wurde in der Nacht zum 30. Juli 2026 gehackt, sämtliche 31.000 Rechtsträger wurden heruntergeladen. Es handelt sich daher um einen sehr schweren Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

    Nach Art. 34 Abs. 1 DSGVO müssen betroffene Personen einer schweren Datenschutzverletzung unverzüglich darüber informiert werden.

    Heute ist der 19. August 2026. Entgegen den gesetzlichen Vorschriften des Art. 34 DSGVO wurde keiner unserer Mandanten informiert.

    Das stellt einen erneuten Verstoss gegen die DSGVO durch die Liechtensteinische Landesverwaltung dar.

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    • Renate
      Renate sagte:

      Man kann je eine Beschwerde über die Datenschutzverletzung durch das Amt für Justiz, das die wirtschaftlich berechtigten Personen über die Datenschutzverletzung (gehackte Daten) nicht informiert hat einlegen. Zur Liechtensteinischen Datenschutzbehörde. Beides unterliegt der Liechtensteinischen Landesverwaltung, so dass die Beschwerde über die Landesverwaltung letztlich von der Landesverwaltung entschieden werden würde. Und die würde doch nie eine Verletzung des Datenschutzes einräumen.

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  4. Liechtenstein: Wenn Millionen wichtiger sind als Anstand
    Liechtenstein: Wenn Millionen wichtiger sind als Anstand sagte:

    Herbert Batliner war ein Mann der großen Titel, der großen Namen und der großen Vermögen. Fürstlicher Kommerzienrat, vielfach ausgezeichnet, bestens vernetzt – und mittendrin in einer Welt, in der Millionen über Stiftungen, Treuhandkonstruktionen und diskrete Konten ihren Besitzer wechselten.

    Umso bezeichnender ist der Fall der alten Witwe Christa Buwert.

    Eine hochbetagte, schwer sehbehinderte und später an Demenz leidende Frau soll ihrem Treuhänder zunächst zehn Millionen Franken und später weitere 1,2 Millionen Franken „geschenkt“ haben. Die erste Zahlung begründete Batliner mit geleisteten Diensten, die zweite diente nach seiner Darstellung sogar dem Kauf eines Gemäldes. Das Gericht sah die Sache anders und verpflichtete ihn, die verbliebenen 1,2 Millionen Franken samt Zinsen zurückzuzahlen. (Süddeutsche.de⁠)

    Man muss sich diesen Vorgang einmal ohne die Orden, Ehrentitel und gesellschaftlichen Beziehungen vorstellen: Ein vermögender Treuhänder erhält von einer alten Frau Millionen aus einer Stiftung, deren Vermögen eigentlich ihrem Lebensabend dienen sollte. Später muss ein Gericht einschreiten, damit Geld zurückfließt.

    Das ist nicht einfach eine Geschichte über Geld. Es ist eine Geschichte über Macht.

    Denn wo ein Mensch über das Vermögen eines anderen verfügt, besteht ein gewaltiges Gefälle. Der eine kennt die Verträge, die Konten und die rechtlichen Konstruktionen. Der andere muss darauf vertrauen, dass derjenige, dem er vertraut, seine Interessen schützt. Gerade deshalb ist die Rolle eines Treuhänders keine Einladung zur Selbstbedienung, sondern eine besondere moralische und rechtliche Verantwortung.

    Besonders bitter wird der Fall durch Batliners eigene Argumentation. Das Geld sei eine persönliche Schenkung gewesen. Ein gekauftes Bild habe einen hohen Erinnerungswert gehabt. Das mag menschlich verständlich klingen. Aber bei Millionenbeträgen aus einer Stiftung für eine alte Frau stellt sich eine viel grundlegendere Frage: Wem sollte ein Treuhänder eigentlich verpflichtet sein – seinem eigenen Vorteil oder dem Schutz des ihm anvertrauten Vermögens?

    Das Gericht hat darauf eine klare Antwort gegeben.

    Und genau darin liegt die eigentliche Demütigung für einen Mann, der sich so gern auf Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Ehren berief: Am Ende waren es nicht Titel, Orden oder Beziehungen, die entschieden haben, sondern ein Gericht und die Pflicht zur Rückzahlung.

    Noch bemerkenswerter ist der größere Zusammenhang. Batliner war eine zentrale Figur in der deutschen Parteispendenaffäre; über Strukturen in Liechtenstein und der Schweiz waren immense Summen verschoben worden. Auch sein eigenes Steuerverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde 2007 gegen eine Geldauflage von zwei Millionen Euro eingestellt. (Süddeutsche.de⁠)

    Das alles ergibt ein verstörendes Bild einer alten Finanzwelt: nach außen Respektabilität, Frack und Orden – nach innen ein Labyrinth aus Stiftungen, Treuhändern und Millionen.

    Man kann einen Menschen nicht allein deshalb schuldig sprechen, weil er reich ist. Man darf aber sehr wohl fragen, was von all den Ehrentiteln übrig bleibt, wenn ein Gericht einen dazu zwingt, Geld zurückzugeben, das man zuvor als persönliche Schenkung betrachtet hat.

    Der vielleicht treffendste Titel für diese Geschichte wäre deshalb nicht „Die Millionen der alten Witwe“. Er lautet: Der Moment, in dem die Macht des Geldes vor dem Recht endet. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/der-fall-batliner-die-millionen-der-alten-witwe-1.483811

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    • Zwei Präsidenten des höchsten Liechtensteinischen Gerichts wegen Vermögensdelikten verurteilt
      Zwei Präsidenten des höchsten Liechtensteinischen Gerichts wegen Vermögensdelikten verurteilt sagte:

      Sowohl der Treuhänder Herbert Batliner als auch der Treuhänder Harry Gstöhl waren Präsidenten des höchsten Gerichts in Liechtenstein, des Staatsgerichtshofs.

      Der Staatsgerichtshof hatte in seiner Geschichte acht bis zehn Präsidenten, zwei von ihnen, nämlich Herbert Batliner und Harry Gstöhl wurden wegen Vermögensdelikten verurteilt.

      Harry Gstöhl wegen schwerer Untreue, schweren gewerbsmässigen Betrugs, Veruntreuung und Geldwäsche zu acht Jahren Freiheitsstrafe. Laut Historischem Lexikon betrafen die Delikte rund 30 Geschädigte, und die Deliktsumme lag bei rund 42 Millionen Schweizer Franken.

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  5. Betrugs- und Abzock-System Liechtenstein
    Betrugs- und Abzock-System Liechtenstein sagte:

    Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.

    Auch Professor Martin Schauer, der die Liechtensteiner Regierung bei der Reformierung des Stiftungsrechts beriet, kritisiert in Vaterland «Rechtsunsicherheit» für den Begünstigten und Mandatsverträge als «willkommenes Mittel für Haftungsbefreiung». Immer häufiger und oft vergeblich kämpfen Stifter juristisch gegen ihre eigenen Stiftungsräte oder Treuhänder. Nicht selten fällt dabei der Name Angelika Moosleithner-Batliner.

    https://liechtensteinwegwerfartikel.blogspot.com/2018/04/betrugs-und-abzock-system-liechtenstein.html

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  6. Kollektive Komplizenschaft in Liechtenstein
    Kollektive Komplizenschaft in Liechtenstein sagte:

    Das eigentliche Problem ist nicht die Veruntreuung allein. Das eigentliche Problem entsteht, wenn die Beute so verteilt wird, dass möglichst viele davon profitieren. Der Autohändler verkauft mehr Fahrzeuge, das Restaurant füllt seine Tische, der Handwerker erhält Aufträge und plötzlich wird aus einem Verbrechen ein lokales Konjunkturprogramm.

    So entsteht eine Gemeinschaft der Mitprofiteure. Niemand will genau hinsehen, niemand will Fragen stellen, niemand will den Ast absägen, auf dem er selbst sitzt. Die moralische Hemmschwelle verschwindet hinter wirtschaftlichen Eigeninteressen.

    Wenn der Wohlstand einer ganzen Umgebung teilweise auf unrechtmäßig erlangtem Geld beruht, wird Schweigen zur Währung und Wegsehen zur Bürgerpflicht. Aus einzelnen Tätern entsteht ein System. Und genau das macht solche Strukturen so gefährlich.

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    • Die schweigende Interessengemeinschaft der Nutznießer
      Die schweigende Interessengemeinschaft der Nutznießer sagte:

      * Kollektive Komplizenschaft
      Viele Menschen profitieren direkt oder indirekt von dem unrechtmäßigen System und haben deshalb wenig Anreiz, Missstände aufzudecken.

      * Schweigekartell oder Mauer des Schweigens (engl. Code of Silence)
      Beteiligte oder Nutznießer schweigen, weil sie Nachteile für sich selbst oder ihre Gemeinschaft befürchten.

      * Interessengemeinschaft der Profiteure
      Die wirtschaftlichen Vorteile schaffen gemeinsame Interessen, die eine kritische Aufarbeitung verhindern.

      * Moralische Korruption oder ethische Erosion
      Menschen rechtfertigen problematisches Verhalten, weil sie selbst davon profitieren oder weil «alle mitmachen».

      * Systemische Korruption
      Korruption wird nicht nur von Einzelpersonen betrieben, sondern ist in gesellschaftliche, wirtschaftliche oder institutionelle Strukturen (z.B. Justiz, Aufsicht) eingebettet.

      * Rent-Seeking-Netzwerk oder Patronagesystem
      Vorteile werden innerhalb eines Netzwerks verteilt, wodurch Loyalität und gegenseitige Abhängigkeit entstehen.

      * Kollektive Rationalisierung
      Die Beteiligten reden sich ein, dass das Vorgehen akzeptabel sei, weil dadurch Arbeitsplätze, Aufträge oder Wohlstand entstehen.

      Aus soziologischer Sicht erinnert Ihre Beschreibung auch an das bekannte Prinzip:

      «Wer vom System profitiert, schützt das System.»

      Dabei werden Personen nicht unbedingt zu direkten Tätern, wohl aber zu indirekten Nutznießern, deren wirtschaftliches Eigeninteresse die Bereitschaft zur Aufdeckung von Fehlverhalten verringern kann. Die Frage, ob tatsächlich eine strafrechtliche Mittäterschaft vorliegt, wäre allerdings ein juristisches und kein psychologisches Thema.

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    • Liechtenstein: Die Normalisierung des Unnormalen
      Liechtenstein: Die Normalisierung des Unnormalen sagte:

      Der gefährlichste Moment für ein System ist nicht der, in dem Unrecht geschieht. Der gefährlichste Moment ist der, in dem sich Menschen daran gewöhnen.

      Was anfangs Empörung auslöst, wird mit der Zeit zur Normalität erklärt. Jeder kennt die Gerüchte, jeder hört die Geschichten, jeder weiß angeblich, wie gewisse Dinge funktionieren. Doch gerade dieses gemeinsame Wissen führt paradoxerweise oft nicht zu Widerstand, sondern zu Gleichgültigkeit.

      Dieses Phänomen lässt sich besonders in kleinen und eng vernetzten Gesellschaften beobachten. Wo Wirtschaft, Politik, Behörden, Justiz und persönliche Beziehungen eng miteinander verflochten sind, entstehen starke soziale Loyalitäten. Kritik richtet sich dann nicht mehr nur gegen eine Handlung, sondern wird schnell als Angriff auf Personen, Institutionen oder sogar auf die Gemeinschaft selbst verstanden.

      Psychologen sprechen von Konformitätsdruck und sozialer Anpassung. Menschen passen ihre öffentlichen Meinungen häufig an das an, was in ihrem Umfeld als akzeptabel gilt. Wer abweicht, riskiert Ausgrenzung, berufliche Nachteile oder den Verlust gesellschaftlicher Anerkennung. Deshalb wird Schweigen oft belohnt, während Kritik einen Preis hat.

      Das gilt nicht nur für die Gesellschaft, sondern kann grundsätzlich auch Institutionen erfassen. Wo über Jahre dieselben Netzwerke, Bekanntschaften und gegenseitigen Abhängigkeiten bestehen, entsteht die Gefahr, dass Nähe wichtiger wird als Distanz und Loyalität wichtiger als Kontrolle.

      So entsteht eine stille Dynamik, in der nicht einmal zwingend böse Absichten erforderlich sind. Es genügt, dass genügend Menschen davon überzeugt sind, Konflikte vermeiden zu müssen. Dann wird aus individuellem Wegsehen ein kollektives Schweigen.

      Der wahre Test eines Rechtsstaats und einer Gesellschaft besteht deshalb nicht darin, wie sie mit den Fehlern ihrer Gegner umgeht, sondern wie konsequent sie bereit ist, die eigenen Strukturen kritisch zu hinterfragen.

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    • Die Psychologie kleiner Gemeinschaften, ähnlich wie in Sizilien
      Die Psychologie kleiner Gemeinschaften, ähnlich wie in Sizilien sagte:

      Dieses Muster ist keineswegs ungewöhnlich. Sozialpsychologen beobachten seit Langem, dass in kleinen, eng vernetzten Gemeinschaften häufig ein stärkerer Konformitätsdruck entsteht als in großen, anonymen Gesellschaften.

      In einem Land mit knapp 40.000 Einwohnern kennt man sich oft nicht nur persönlich, sondern ist über Familien, Schulen, Vereine, Politik, Wirtschaft oder berufliche Netzwerke miteinander verbunden. Kritik richtet sich dort selten nur gegen eine Sache. Sie trifft häufig Freunde, Bekannte, Verwandte oder Personen, von denen man selbst irgendwann abhängig sein könnte.

      Dadurch entsteht ein psychologischer Mechanismus der Selbstzensur. Viele Menschen schweigen nicht, weil sie Missstände gutheißen, sondern weil die sozialen Kosten des Widerspruchs höher erscheinen als die Vorteile der Offenheit. Wer dazugehören möchte, passt sich an. Wer Konflikte vermeiden möchte, schaut weg.

      Genau deshalb findet man in kleinen Gemeinschaften häufig eine bemerkenswerte Loyalität gegenüber bestehenden Strukturen, selbst dann, wenn diese kritisch hinterfragt werden sollten. Die größte Stabilität eines Systems entsteht oft nicht durch Macht oder Zwang, sondern durch die menschliche Neigung, Beziehungen nicht zu gefährden.

      Das ist kein speziell liechtensteinisches Phänomen. Es findet sich in vielen kleinen Gemeinschaften. Doch je kleiner und enger vernetzt eine Gesellschaft ist, desto stärker kann dieser Effekt werden. Oft gilt dann unausgesprochen: Man kennt sich, man hilft sich und man spricht nicht über alles.

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  7. Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
    Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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  8. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

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  9. Alois
    Alois sagte:

    Es ist schon sehr lustig, dass Erbprinz Alois in seiner Ansprache zum Staatsfeiertag im vergangenen Jahr wörtlich erklärt hat:

    In jüngerer Zeit haben wir uns zusätzlich mit der Cybersicherheit beschäftigt und auch in dieser Hinsicht Massnahmen getroffen.»

    Die Massnahmen waren schon sehr eindrücklich, wenn die Hacker
    1. sich so leicht Zugang verschaffen konnten durch einen «Fehler in der Logik»
    2. sieben Stunden in dem Register bleiben konnten, ohne dass Alarm ausgelöst wurde
    3. 31’000 Datensätze kopieren konnten, ohne dass Alarm ausgelöst wurde.

    Die Erklärung des Erbprinzen ist daher extrem peinlich, weil sie zeigt, wie sinnlos etwaige Massnahmen gewesen sind.

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  10. Moritz
    Moritz sagte:

    Auch bei fehlender Kompetenz wollen die möglichst alles im Land machen lassen. Darunter leidet halt oft die Professionalität.

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  11. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
    Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.

    Fazit
    Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.

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  12. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

    Antworten
  13. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

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  14. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

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  15. Bloomberg: "Liechtenstein rules out paying hackers ransom after data breach"
    Bloomberg: "Liechtenstein rules out paying hackers ransom after data breach" sagte:

    Der Bloomberg-Artikel «Liechtenstein rules out paying hackers ransom after data breach», also „Liechtenstein lehnt Lösegeldzahlung nach Hackerangriff kategorisch ab“ vom 14. Augst 2026 führt aus:

    Zwei Wochen nach dem massiven Hackerangriff auf Liechtenstein sind die Täter weiterhin unbekannt, und die Behörden wissen noch nicht, welches Ziel die Angreifer verfolgen. Dennoch hat Regierungschefin Brigitte Haas eine klare Linie gezogen: Liechtenstein wird kein Lösegeld zahlen, selbst wenn die Hacker eine Forderung stellen sollten. Eine Zahlung sei „keine Option“.

    Der Vorfall trifft den Kern des liechtensteinischen Geschäftsmodells. Der Finanzplatz lebt von Vertrauen, Diskretion und dem Schutz sensibler Eigentümerdaten. Die Regierung konzentriert sich deshalb darauf, Schäden für den Finanzstandort zu begrenzen und das Vertrauen wiederherzustellen.

    Was ist bisher nicht bekannt?
    – Wer hinter dem Angriff steckt.
    – Ob die Täter finanzielle, politische oder andere Motive haben.
    – Ob und wann eine Lösegeldforderung gestellt wird. Zum Zeitpunkt des Interviews war noch keine Forderung eingegangen.

    Politische Bedeutung
    Der Angriff gilt als beispiellos für Liechtenstein, weil er nicht Banken direkt traf, sondern das Register offenlegt, das zeigt, wer tatsächlich hinter Stiftungen, Trusts und Gesellschaften steht. Gerade diese Informationen sind im internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft besonders sensibel.

    Kernaussage des Artikels:
    Der Datendiebstahl stellt einen schweren Schlag für den Ruf des Finanzplatzes Liechtenstein dar, doch die Regierung schließt Verhandlungen oder Lösegeldzahlungen an die Hacker kategorisch aus

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    • no brainer
      no brainer sagte:

      Was soll den der Unsinn? Kein Mensch würde Lösegeld zahlen für eine Kopie des Datensatzes, da der Täter sich doch bestimmt eine weitere Kopie behält und dann das Geld UND die weitere Kopie hätte. Also ist die Erklärung, die Regierung würde kein Lösegeld bezahlen, ein no brainer.

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  16. Fehlendes Vertrauen in Liechtenstein
    Fehlendes Vertrauen in Liechtenstein sagte:

    Die Kernvertrauensfaktoren eines Finanzplatzes fehlen in Liechtenstein:

    1. Rechtsstaatlichkeit
    2. Unabhängigkeit der Justiz
    3. Sicherheit von Vermögen
    4. Integrität einiger Treuhänder
    5. Datenschutz und Vertraulichkeit
    6. Institutionelle Glaubwürdigkeit

    Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit, noch Datensicherheit.

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  17. Stellengesuche
    Stellengesuche sagte:

    Leiter eines Amts für Justiz sowie Geschäftsführer einer Anstalt, die auf IT-Dienstleistungen spezialisiert ist, suchen neuen Wirkungskreis, Erfahrungen in Öffentlichkeitsarbeit vorhanden.

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  18. Verena
    Verena sagte:

    Dass die Regierung nicht selbst sagt, welche IT-Firma verantwortlich für das Register der wirtschaftlich Berechtigten war, zeigt, dass in Liechtenstein alles vertuscht werden soll. Von Aufklärung keine Spur.

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  19. Der zweite Datenskandal: Das Schweigen der Verantwortlichen
    Der zweite Datenskandal: Das Schweigen der Verantwortlichen sagte:

    Der Reputationsschaden entsteht nicht nur durch einen Hackerangriff. Cyberangriffe können jeden Staat und jedes Unternehmen treffen. Entscheidend ist, wie danach mit dem Vorfall umgegangen wird.

    Sollte die Regierung tatsächlich wissen, welcher Dienstleister verantwortlich war, dies aber nicht offenlegen, entsteht ein weiteres Problem: der Eindruck mangelnder Transparenz. Für einen Finanzplatz, der auf Vertrauen, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit angewiesen ist, ist das oft mindestens ebenso schädlich wie der eigentliche technische Fehler.

    Investoren und Kunden fragen sich dann nicht nur: „Wie konnte das passieren?“, sondern auch: „Wird hier vollständig aufgeklärt?“ und „Werden Verantwortlichkeiten offen benannt?“

    Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass Fehler verheimlicht werden, sondern dadurch, dass Fehler offen untersucht, Verantwortlichkeiten geklärt und Konsequenzen gezogen werden. Wo Transparenz fehlt, entstehen Spekulationen. Und Spekulationen sind für einen Finanzplatz regelmäßig giftiger als unangenehme Wahrheiten.

    Wenn Menschen den Eindruck gewinnen, dass Informationen zurückgehalten werden, entsteht schnell ein sogenanntes Vertrauensvakuum. Die fehlenden Informationen werden dann durch Vermutungen, Gerüchte und Misstrauen ersetzt. Für einen Finanzplatz, dessen wichtigstes Kapital das Vertrauen ist, kann ein solcher Eindruck besonders problematisch sein.

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  20. Blick: «Liechtenstein tappt weiter im Dunkeln»
    Blick: «Liechtenstein tappt weiter im Dunkeln» sagte:

    Der Cyberangriff Ende Juli auf das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen (VwbP) bringt die Regierung in Vaduz schwer unter Druck: Obwohl feststeht, dass professionelle Täter eine fehlerhafte Berechtigungslogik ausnutzten, tappt Regierungschefin Brigitte Haas (61) über die genauen Hintergründe weiterhin im Dunkeln. Um die Urheber im Netz aufzuspüren, hat Liechtenstein nach Blick-Informationen das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Behörden in der Schweiz und den USA um Hilfe gebeten.

    Software soll von Aviita stammen
    Während die Regierung zum Namen des IT-Dienstleisters schweigt, sagen zwei Insider zu Blick, dass es sich bei der Registersoftware um ein Produkt der Liechtensteiner Firma Aviita handeln soll. Die IT-Schmiede ist eng verbunden mit der First Advisory Group – einer der einflussreichsten Treuhandgruppen Liechtensteins, die durch den bekannten Treuhänder Herbert Batliner geprägt worden war.https://www.blick.ch/news/datenleck-im-laendle-liechtenstein-tappt-weiter-im-dunkeln-id22203212.html

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  21. Bernd
    Bernd sagte:

    Vaduz bittet Berlin, Bern und Washington bei der Aufklärung eines Datenlecks um Hilfe.

    Das gleiche Liechtenstein, das jahrzehntelang geholfen hatte, Deutsche bei Steuerhinterziehung zu unterstützen, das bei der Auswertung der Kunden-CDs von der LGT-Bank von Fürst Hans-Adam als «Viertes Reich» beschimpft worden war, das kommt jetzt angekrochen und bittet um Hilfe?

    Man kann nur hoffen, dass Deutschland Liechtenstein die kalte Schulter zeigt und so hilft, dass der Sumpf in Liechtenstein austrocknet.

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    • Leonore
      Leonore sagte:

      In Berlin funktioniert ja nicht mal ein Datenaustausch zwischen Justiz und Sozialämtern. Wie sollen die helfen? Lachhaft. In Berlin weiß man zwar, wo der Mörder wohnt, weil es ohne Meldeanschrift kein Bürgergeld gibt, kann den aber nicht festnehmen, weil die Justiz keinen Zugriff auf diese Daten hat. Und die sollen helfen? Lächerlich.

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  22. Roger
    Roger sagte:

    What happens if the register of beneficial owners is made public and it turns out that one or more trustees have been managing assets on behalf of sanctioned individuals? The trustee could then potentially become subject to sanctions themselves. What would happen to the other foundations and trusts they administer if they were no longer able to act?

    This represents a significant operational and sanctions risk that needs to be properly assessed and taken into account.

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  23. Gernot
    Gernot sagte:

    Dieser Datenskandal blamiert Liechtenstein bis auf die Knochen.

    Erstens, dass die Sicherheitsstruktur der IT so stümperhaft war, dass Unbekannte in das Register eindringen konnten, sich dann stundenlang ohne jeden Alarm darin aufhalten konnten und dann 31.000 Datensätze ohne Alarm herunterladen konnten. Das ist wirklich stümperhaft.

    Zweitens, dass das Amt für Justiz bis heute, über drei Wochen später, die Betroffenen entgegen der gesetzlichen Vorschrift in Art 34 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die betroffenen nicht informiert hat.

    Drittens, dass die Regierung, anstatt transparent aufzuklären, selbst den Namen der verantwortlichen IT-Firma nicht nennen will und so lieber vertuscht und verheimlicht als aufklärt.

    All das zusammen bestätigt sämtliche Vorurteile, die es gegen Liechtenstein gibt: Mehr Schein als sein, das Recht , hier die DSGVO gilt nicht für Liechtenstein und man muss ja zusammenhalten und selbst liechtensteiner IT-Firmen protegieren.

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  24. Die Psychologie des Schweigens in kleinen Gemeinschaften
    Die Psychologie des Schweigens in kleinen Gemeinschaften sagte:

    Je kleiner und enger eine Gemeinschaften, ein Netzwerk ist, desto stärker werden Loyalität, gegenseitige Rücksichtnahme und der Druck, Konflikte zu vermeiden. Die Mafia hat dafür den Begriff der Omertà geprägt, die Kultur des Schweigens. Natürlich ist eine kleine Gesellschaft nicht mit einer kriminellen Organisation gleichzusetzen. Die zugrunde liegenden psychologischen Mechanismen sind jedoch ähnlich: Wer mit allen verbunden ist, tut sich oft schwer, Missstände offen anzusprechen. Nicht unbedingt aus bösem Willen, sondern weil Kritik schnell Freunde, Verwandte, Geschäftspartner oder die eigene Gemeinschaft betrifft. Das gilt auch für die Justiz in kleinen Gemeinschaften, auch dort ist der Druck vorhanden, Mitglieder der Gemeinschaft zu protegieren.

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  25. Vorsicht in Liechtenstein!
    Vorsicht in Liechtenstein! sagte:

    Die fehlende Transparenz bei der Aufarbeitung der Cyberattacke zeigt einmal mehr, wie die Macht der Zugehörigkeit in Liechtenstein funktioniert.

    Die Regierung verweigert die Auskunft darüber, welche liechtensteinische Firma die Software für das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen erstellt und (nicht ausreichend) gewartet hat. Dies, um die Gesellschaft, die verantwortlich ist, zu schützen. Verantwortlichkeit gibt es keine.

    Jeder Anleger muss sich darüber im Klaren sein, dass genau das Gleiche passieren würde, wenn bei ihm plötzlich sein Vermögen veruntreut worden ist. Verantwortlichkeit Liechtensteiner Treuhänder? Das gibt es in Liechtenstein ebenso wenig, wie es Verantwortlichkeit einer IT-Firma für die Cyberattacke gibt.

    Dessen sollte man sich bewusst sein: Rechtsschutz und Eigentumsschutz gibt es in Liechtenstein nur für Liechtensteiner. Daher allergrösste Vorsicht!

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  26. Christoph
    Christoph sagte:

    Hätte eine ausländische Software-Firma die löchrige Software hergestellt, so hätte die Liechtensteiner Regierung sicher keinerlei Scheu gehabt, diese beim Namen zu nennen und diese gleich für die Katastrophe verantwortlich zu machen. Aber einheimische Firmen müssen ja geschützt werden.

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  27. Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers
    Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers sagte:

    Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers in der ICIJ Offshore Leaks Database:

    Martin Batliner
    Angelika Moosleithner-Batliner
    Hubert Josef Büchel
    Roland Ohri
    Michael Grunstein
    Maria Anna Theresia Dreier Nipp
    Mario Zindel
    Roman Eggenberger
    Joachim Kais (DE/LI)
    Peter Adolf Meier (CY/LI)
    Frank Oliver Zindel (CH/LI)
    Janet Fletcher (LI/MC)
    Edmund Mag Freischer (AT/LI)
    Christ Johann Collenberg (CH/LI)
    Markus Johannes Wintsch (CH/LI)
    Martin Peter Egli (CH/LI)

    ATU Allgemeines Treuunternehmen.
    Audina Treuhand AG.
    BBT Treuhand AG.
    Fidexa AG.
    Fidarco Treuhand- und Verwaltungs-Anstalt.
    Sequoia Treuhand Trust reg..
    Sercor Treuhand Anstalt.
    Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
    Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
    Coutts Trustees AG (Zurich Client).
    Kanzlei Dr. Ritter.
    H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
    Kaiser Ritter ATU Allgemeines Treuunternehmen.
    Audina Treuhand AG.
    BBT Treuhand AG.
    Fidexa AG
    Sequoia Treuhand Trust reg.
    Sercor Treuhand Anstalt.
    Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
    Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
    Coutts Trustees AG (Zurich Client).
    Kanzlei Dr. Ritter.
    H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
    Kaiser Ritter Partner (Liechtenstein Client).
    Tremaco / Tremaco Trust reg..

    Antworten
  28. Gourmet
    Gourmet sagte:

    In dem Zwergstaat Liechtenstein halten alle zusammen. Fürst, Regierung, untreue Treuhänder, Richter, nicht ganz hochprofessionelle IT-Firmen usw. Jeder ist mit jedem verwandt, verschwägert oder verbandelt. Keiner sagt etwas gegen einen anderen. Selbst die IT-Firma, die den Datendiebstahl zu verantworten hat, wird geheim gehalten. Transparenz? Rechtsschutz? Nicht in Liechtenstein. Finger weg!

    Antworten
  29. Insider 2
    Insider 2 sagte:

    Das Treffen heute in Liechtenstein der Finanzministerinnen und Finanzminister :
    Schwerpunkt war die gemeinsame Bekämpfung von Finanzkriminalität. Deutschland erhöht den Druck auf Finanzkriminelle und Steuerbetrüger und Geldwäscher.Ein zentraler Baustein ist das geplante Datenanalysezentrum, in dem Erkenntnisse gebündelt und mithilfe von KI komplexe Unternehmensgeflechte, verdächtige Verbindungen und Strohmänner schneller erkannt werden.sollen.Dabei kann Deutschland auch von den Erfahrungen Österreichs bei der Datenanalyse lernen.
    Treffen wie diese……
    ( Seite Bundesministerium der Finanzen Deutschland)

    Antworten
  30. Markus
    Markus sagte:

    Skandale? War da was? Zombie Trusts? Wo, bei uns? Gestohlene geheime Daten? Wir können uns nicht erinnern. Alles bestens bei uns in Liechtenstein!

    Antworten

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