Am Fürstenfest wurde für Ablenkung gesorgt.
Das Ländle erlebt gerade seine grösste Krise seit der Erfindung von Stiftungen als diskretes Versteck für Geld jeder Art. Sauber bis schmutzig, ehrlich verdient und versteuert oder Gewinn aus allen üblen Geschäften der Welt.
Der Treuhänder nimmt’s, verstaut’s und versteckt’s – gegen ein hübsches Honorar, versteht sich. Aber jetzt wurden alle 31’000 intimste Daten über diese Konstrukte geklaut. Mit einem kinderleichten Einbruch.
Oberpeinlich und der Super-GAU. Weg ist das ertrauen in den Finanzplatz.
Unter diesen traurigen Vorzeichen musste Liechtenstein das Fürstenfest begehen. Brütend heiss war’s; der Erbprinz mit Familie mischte sich nur gut bewacht unters ausgewählte Volk.
Während früher der Zutritt frei war, musste man diesmal eine Einladung lösen und wurde scharf kontrolliert, bevor man sich seiner Durchlaucht allenfalls nähern durfte.
Sätze wie «eine Bombenstimmung hier» sollte man tunlichst unterlassen. Was früher ein lockeres Volksfest war, glich diesmal eher einem Hochsicherheitstrakt. Die Tickets waren schnell ausverkauft. Die stolzen Besitzer mussten sich einer Taschenkontrolle am Eingang unterziehen. Sämtliche Zufahrtsstrassen waren gesperrt und mit Pollern gesichert.
Die paar liechtensteinischen Polizisten reichten natürlich nicht aus. Landespolizei auch Bereitschaftspolizei und Gemeindepolizeien. Hinzu kamen Kräfte aus dem Ausland: Kantonspolizei St. Gallen, österreichische Polizeikräfte aus Vorarlberg und das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mussten zu Hilfe eilen.
Der Fürscht hatte sich erwartungsgemäss dispensiert. War zwar Kaiserwetter, aber angeblich viel zu heiss für ihn. Also musste Erbprinz Alois wieder die obligate Rede halten. Immerhin, wo er recht hat, hat er recht: Er erinnerte daran, dass er bereits am Staatsfeiertag 2025 angesichts der veränderten Sicherheitslage und der rasanten Digitalisierung eine grundlegende Überarbeitung der liechtensteinischen Sicherheitspolitik gefordert habe.
Aber eben, wenn man nicht mal auf den absolutistischen Herrscher hört, was soll er da machen. Der Einsatz des Folterkellers in der Trutzburg ist leider nicht mehr möglich.
Daher redete er nicht lange um den heissen Brei herum:
«Wie der jüngst erfolgte Cyberangriff auf das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen deutlich gezeigt hat, sind insbesondere digitale Angriffe auf die Infrastruktur unseres Landes sehr reale Bedrohungen.»
Unglaublich, zuerst dieser Weitblick, nun die schonungslose Analyse.
überhaupt sei «hybride Kriegsführung eine reale Gefahr, fügte er hinzu. Ob er wohl auch diesen Blog damit meint?
Aanschliessend das übliche langweilige Rhabarber: Liechtensteins Erfolg beruhe auf Verlässlichkeit, Diplomatie, langfristigen Beziehungen und Anpassungsfähigkeit. Entscheidungen dürften nicht nur kurzfristig betrachtet werden; Volk, Landtag, Regierung und Fürstenhaus seien unterschiedliche Säulen des Staates. Fortschritt und Kontinuität müssten miteinander verbunden werden.
Aber, der Knaller, schon einen Tag vorher hatte das Fürstenhaus geruht, eine Abkehr von einer uralten Tradition zu vermelden: neu können auch weibliche erstgeborene Fürst, bzw. Fürstin werden. Das gab es noch nie, das ist erschütternd, das ist modern.
Nun ja, das dürfte allenfalls in dreissig Jahren oder so erstmals der Fall sein. Und soll davon ablenken, dass der Erbprinz präventiv sein Veto angekündigt hat, sollte die Volksabstimmung über die Aufhebung des archaischen Abtreibungsverbots positiv ausgehen.
Nicht mit ihm stellt er klar, ihr Untertanen dürft abstimmen, wie ihr wollt. Wir sind schliesslich angeblich eine Demokratie. Aber wenn mir das Resultat nicht passt, dann könnt ihr’s vergessen mit Volkswillen und so.
Sicher dachte der Erbrpinz dabei: wenn ich den Skandal mit den gestohlenen Nutzerdaten nur auch so einfach aus der Welt schaffen könnte.
So feierte man eher gedrückt, und viele Schweissperlen, vor allem von Treuhändern, waren nicht der Hitze geschuldet. Sondern der nackten Angst.




Letztes Jahr ist der Fürst wegen eines angeblichen „Beinleidens“ nicht zum Fürstenfest erschienen, dieses Jahr wegen der „Hitze“. Nächstes Jahr „Migräne“?
Oder hat er einfach nur Angst vor einem Anschlag?
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
6. Datenschutz ist nicht gewährleistet.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Der Super-GAU wurde zur Randbemerkung. Beschwichtigen ist wichtiger als Aufarbeitung. Aus dem grössten Vertrauensverlust in der Geschichte des Landes wird eine Erfolgsgeschichte gemacht.
Neben der Landespolizei auch Bereitschaftspolizei und Gemeindepolizeien? Hinzu Kräfte aus dem Ausland: Kantonspolizei St. Gallen, österreichische Polizeikräfte aus Vorarlberg und das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mussten zu Hilfe eilen? War die Angst vor einem Anschlag so gross? Wegen der enteigneten Russen, die nicht mehr an ihre vermögen kommen wegen dieser Zombie-Trusts?
Wenn die Daten von rund 31’000 Rechtsträgern abgeflossen sind, dann betrifft dies einen Kernbereich des liechtensteinischen Finanzplatzes. Viele würden dies als einen der schwersten Vorfälle der jüngeren Geschichte einstufen. In der Rede erscheint das Thema jedoch vor allem als Beispiel für die Notwendigkeit einer besseren Sicherheitsstrategie und wird nicht vertieft. Fragen nach Verantwortung, Schaden, Folgen für Betroffene oder Auswirkungen auf das internationale Vertrauen in den Standort werden nicht behandelt.
Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten „Zombie-Trusts“. In der Rede findet sich dazu keinerlei Bezug.
Frauen dürfen Fürstin werden. Juhuuu, da haben alle Frauen etwas davon…? Aber eine Fristenregelung will der Erbprinz verhindern, selbst wenn ein Viertel das Stimmvolkes sich bereits dafür ausgesprochen hat.
Die Angst vor einem Anschlag war offensichtlich sehr gross: der Erbprinz war von Polizisten umgeben, der Fürst selbst ist wie bereits letztes Jahr gar nicht erst erschienen.
Dabei ist der Anschlag doch schon längst erfolgt: der Diebstahl des Verzeichnisses der wirtschaftlich berechtigten Personen war der GAU, denn er hat Liechtenstein von der Karte der seriösen und zuverlässigen Finanzplätze wegradiert.
Auffällig ist, dass die Rede bei einem der schwerwiegendsten konkreten Cybervorfälle des Landes keine nähere Aufarbeitung liefert – insbesondere keine öffentliche Einordnung dazu, welche Daten abgeflossen sind, welche Risiken für die wirtschaftlich Berechtigten bestehen und welche Konsequenzen daraus für die Verantwortlichen gezogen werden.
Die amerikanische Botschafterin und Ihr Ehemann ,zuständig für die Schweiz und Liechtenstein ,waren ebenfalls zu Gast…..
Dass auch Frauen Fürstin werden könnten ist ein Schritt vom Mittelalter in die Gegenwart.
Das allerdings als grossartige Neuerung zu preise ist peinlich. Denn zum einen fragt man sich, wieviele Frauen im Land denn davon profitieren und zum anderen war dieser Schritt seit hundert Jahren überfällig.
Die vom Erbprinz beiläufig erwähnte Cyberattacke ist mehr als ein Sicherheitsvorfall – sie ist ein Frontalangriff auf das Geschäftsmodell Liechtensteins. Ein Finanzplatz, der Vertraulichkeit und Sicherheit verspricht, verliert seine Existenzgrundlage, wenn genau diese Werte versagen. Der eigentliche Schaden sind nicht gestohlene Daten, sondern zerstörtes Vertrauen. Und Vertrauen ist die einzige Währung, die sich nach einem solchen Angriff nicht einfach wiederherstellen lässt. Für Liechtenstein könnte dieser Tag als der Moment in Erinnerung bleiben, an dem das Fundament seines Finanzplatzes Risse bekam
Liechtenstein is celebrating its National Day as if nothing had happened—as though someone had simply stolen 20 books from the local library. But it wasn’t just data that was stolen. The very core of Liechtenstein’s financial center was hit, and confidence in it was shattered. The Prince simply brushed it all under the rug.
It appears that Liechtenstein is far less reputable and trustworthy than it presents itself to be.
Liebe Liechtensteinerinnen, eine Fristenregelung wird Euch zwar verweigert, aber die Rechte der Frauen werden gestärkt, indem ab sofort Frauen in der Fürstenfamilie die gleichen Rechte haben wie Männer. Mehr kann man Euch wirklich nicht entgegenkommen, das reicht gefälligst für die nächsten drei Generationen.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Liechtenstein verkauft der Welt das Märchen vom sauberen, stabilen Finanzplatz – während hinter der Fassade ein System aus Wegsehen, Protektion und organisierter Wirtschaftskriminalität gedeiht. Wer gut vernetzt ist, darf offenbar Vermögen verschieben, Begünstigte zermürben und Verfahren endlos verzögern, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Rechtsstaat endet dort, wo die Interessen von Treuhändern, Banken und Machteliten beginnen. Die eigentliche Krise ist nicht der nächste Skandal – sondern die staatlich geduldete Verlogenheit eines Systems, das Korruption und Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft, sondern absichert.
Und nun folgt die chinesische Lösung im Fürstenhaus? Alle weiblichen Nachkommen noch vor der Geburt abmurksen?
Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: es wurden so ein paar Daten geklaut. Aber jetzt zu der so grossartigen guten Nachricht, die die schlechte Nachricht deutlich in den Schatten stellt. Stellt euch vor, etwas ganz Wunderbares schenken wir euch, dem Volk. Frau haben jetzt im Fürstenhaus die gleichen Rechte wie Männer, sit das nicht grossartig, einmalig, wunderbar? Das sollten wir alle feiern, denn davon haben wir doch alle etwas. Und die paar Daten, die sind ja nicht weg. Ok, das Vertrauen in den Finanzplatz ist zerstört – aber wie schön, die Frauen dürfen jetzt tatsächlich mitreden, oh wie wunderschön! Lasst uns feiern!
Die Kritik in dem Artikel der FAZ vom 11. August 2026 ist, dass Liechtenstein lange von einem Finanzmodell profitierte, das ausländisches Vermögen besonders diskret und steuerlich attraktiv verwaltete. Durch internationale Transparenz- und Steuerregeln funktioniert dieses Modell immer weniger.
Die zentrale These des Artikels: Liechtensteins traditionelles Geschäftsmodell ist deshalb fundamental unter Druck.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/das-geschaeftsmodell-von-liechtenstein-ist-fundamental-bedroht-accg-201114036.html
Reuters, Bloomberg, Medien in der ganzen Welt haben darüber berichtet, dass der heiligste Schatz Liechtensteins gehackt worden ist. Das Kernversprechen Liechtensteins, nämlich Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit ist zerstört worden und die ganze Welt hat es erfahren.
Anwesend waren Erbprinz mit Frau, zwei Brüder von Fürst Adam, seine Schwester mit Mann und seine Tochter mit Mann. Wo waren die männlichen Nachkommen und die Akteure auf dem Finanzplatz aus der Familie?
Sind die alle vorsorglich in Deckung gegangen?
Der Fürst und die möglichen weiteren Thronfolger neben dem Erbprinz waren im Bunker in Sicherheit.
Man kann das Hausrecht ja ändern und die Thronfolge für Frauen öffnen, damit ist noch nichts vergeben.
Denn das soll nur gelten «bei den Kindern des Regierers oder der Regiererin, die hier (gemeint ist in Liechtenstein) aufgewachsen sind und von früher Jugend an mit den Besonderheiten des Landes und des Fürstenhauses vertraut gemacht werden».
Also braucht man nur die Eltern bitten, doch die erstgeborenen Töchter ins Internat zu stecken, bis ein männlicher Nachfolger an der Reihe ist, schon hat man das doch nicht ernst gemeinte Thema erledigt. Und dann kann man ja in 100 Jahren noch einmal darüber nachdenken.
Der Erbprinz sagte in seiner Ansprache wörtlich:
«Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle angesichts der geänderten Sicherheitslage und der rasanten digitalen Entwicklung von der Notwendigkeit einer grundlegenden Überarbeitung unserer Sicherheitspolitik gesprochen. Es freut mich, dass die Regierung inzwischen – unter Einbezug vieler Kräfte – eine neue Sicherheitsstrategie erstellt hat, die einer solch grundlegenden Überarbeitung entspricht.
Nun ist es wichtig, dass wir diesen Prozess rasch fortsetzen. Wie der jüngst erfolgte Cyberangriff auf das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen deutlich gezeigt hat, sind insbesondere digitale Angriffe auf die Infrastruktur unseres Landes sehr reale Bedrohungen.»
Hä? Wie bitte? der Erbprinz freut sich, dass die Regierung eine neue Sicherheitsstrategie erstellt hat, die einer solchen grundlegenden Überarbeitung entsprochen hat? Trotz der neuen Sicherheitsstrategie, über die sich der Erbprinz so freut, wurden die sensibelsten Daten des Finanzplatzes gehackt und heruntergeladen. Und der Erbprinz will das als erfreuliche grundlegende Überarbeitung der Sicherheitsstrategie verkaufen?
Die wichtigsten Kriterien eines Finanzplatzes für vermögende Privatkunden, Unternehmen, Fonds und Investoren sind vor allem:
1. Vertrauen
Das wichtigste Gut eines Finanzplatzes ist Vertrauen. Kunden müssen darauf vertrauen können, dass:
– ihr Vermögen sicher ist,
– Verträge eingehalten werden,
– Behörden professionell handeln,
– Krisen kompetent bewältigt werden.
Vertrauen ist oft wichtiger als Steuervorteile oder Gebühren.
-> Es gibt Zweifel, dass in Liechtenstein Vermögen sicher ist, da die Justiz den Ruf hat, nicht neutral zu sein.
2. Rechtsstaatlichkeit
Investoren wollen wissen:
– Eigentumsrechte werden geschützt.
– Gerichte entscheiden unabhängig.
– Verträge sind durchsetzbar.
– Streitigkeiten werden fair gelöst.
Viele Experten betrachten die Rechtssicherheit als eine der zentralen Grundlagen eines Finanzzentrums.
-> Zahlreiche Skandale haben zu erheblichen Zweifeln an der Neutralität der Justiz in Liechtenstein geführt. Kritiker bemängeln, dass allzu oft Vetternwirtschaft über Recht und Gesetz gestellt und die einheimische Finanzelite bevorzugt wird. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit in Liechtenstein unterliegen erheblichen Zweifeln.
3. Sicherheit
Heute umfasst Sicherheit mehrere Ebenen:
– Sicherheit von Vermögenswerten
– Sicherheit der Banken
– Cybersicherheit
– Datenschutz
– Schutz vor Betrug und Wirtschaftskriminalität
-> Gerade Cyberangriffe auf sensible Register können deshalb erhebliche Aufmerksamkeit erzeugen. Aufgrund der nach zahlreichen übereinstimmenden Medienberichten nicht neutralen Justiz gibt es keine Sicherheit von Vermögenswerten. Dass Cybersicherheit und Datenschutz nicht bestehen, haben die erfolgreichen Datendiebstähle am 30. Juli 2026 gezeigt, in denen sämtliche wirtschaftlich Begünstigte sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten.
4. Reputation
Der Ruf eines Finanzplatzes ist häufig entscheidend. Fragen potenzieller Kunden sind:
– Wird dieser Standort international respektiert?
– Wird er mit Professionalität verbunden?
– Gibt es wiederkehrende Skandale?
– Wie berichten internationale Medien darüber?
-> Reputation kann über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit beschädigt werden. Nicht nur die Cyberattacke vom Juli 2026, in welcher sämtliche wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten, sondern auch die seit Jahren nicht abreissende Kette von Skandalen, mit welchen Begünstigte vermögender Stiftungen mithilfe der nicht neutralen Justiz um ihre Rechte gebracht wurden (Skandale wie z.B. Perry, Bacardi, Karajan, Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie) belegen, dass die Reputation des Finanzplatzes Liechtenstein mehr als zweifelhaft ist.
5. Kompetenz und Infrastruktur
Ein Finanzplatz braucht:
– gute Banken,
– Vermögensverwalter,
– Treuhänder,
– Anwälte,
– moderne IT-Systeme.
Die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen wenig, wenn die Umsetzung schwach ist.
-> Die Zuverlässigkeit zahlreicher Treuhänder steht ebenso in Frage wie die angeblich modernen IT-Systeme, die eine Cyberattacke auf die vertraulichsten Daten, die der wirtschaftlich Berechtigten, nicht verhindern konnte.
6. Vertraulichkeit und Datenschutz
Früher war dies oft der zentrale Wettbewerbsfaktor vieler Finanzplätze.
Heute sind aufgrund internationaler Transparenzstandards absolute Geheimhaltung und Bankgeheimnisse deutlich eingeschränkt. Dennoch erwarten Kunden weiterhin:
– Schutz sensibler Daten,
– Schutz vor Datenabfluss,
– professionelle Informationssicherheit.
-> Dass diese Kriterien in Liechtenstein nicht erfüllt werden, hat die Cyberattacke deutlich belegt.
8. Internationale Glaubwürdigkeit
Wichtig sind Bewertungen durch Organisationen wie:
– FATF
– MONEYVAL
– OECD
– EU
-> Der Expertenausschuss des Europarates MONEYVAL hat festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
Und der Expertenausschuss des Europarats GRECO hat Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und selbst den Fürsten Liechtensteins angeordnet.
Die Tatsache, dass die geheimsten und vertraulichsten Daten gestohlen worden sind, geht doch völlig unter, wenn die Nachricht kommt, dass auch Frauen in der Fürstenfamilie Fürstin werden können. Das ist doch eine viel wichtigere Nachricht, denn das betrifft ja so gut wie alle Frauen in Liechtenstein. Was für eine Nachricht!
The volume and severity of detailed allegations concerning Liechtenstein’s judicial and financial systems continue to increase and are becoming increasingly difficult to ignore. As these reports accumulate, a fundamental question emerges: whether Liechtenstein can continue to uphold its reputation as a credible, transparent, and rule-of-law-based international financial center.
An increasing number of affected individuals are now coming forward publicly, describing patterns of conduct and institutional practices that suggest the possibility of significant systemic deficiencies and governance failures. Taken collectively, these allegations raise concerns regarding the effectiveness of oversight mechanisms, accountability frameworks, and the consistent application of legal protections.
At the same time, a picture is emerging of well-established networks involving fiduciaries, members of the judiciary, prosecutors, and legal professionals that allegedly have operated in a highly coordinated and routine manner over extended periods. While affected parties are frequently presented with the familiar explanation that their experience represents an isolated incident, the growing body of allegations suggests the potential existence of broader structural issues.
From a risk management perspective, such claims, if substantiated, could indicate elevated legal, regulatory, reputational, and governance risks. They may also raise questions regarding the robustness of institutional safeguards, the independence of key control functions, and the effectiveness of democratic and judicial oversight. For financial institutions and investors alike, these developments warrant careful monitoring and enhanced due diligence until greater clarity and transparency are achieved.
NZZ: Datenklau in Liechtenstein: Ein Super-GAU für das „Sicherheitsparadies“
Die wesentliche Kritik lautet nicht einfach „Liechtenstein ist ein Steuerparadies“, sondern: Das Land hat seinen Finanzplatz historisch auf Diskretion und schwer durchschaubare Vermögensstrukturen aufgebaut – und genau diese Tradition kann Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Verschleierung von Vermögenseigentümern begünstigen; der Hackerangriff legt nun die Kehrseite dieses Geschäftsmodells offen.
Das liechtensteinische Trust- und Stiftungswesen steht seit Jahren unter dem massiven Verdacht, dass einzelne Treuhänder und Richter in einer Weise zusammenwirken, die weniger dem Rechtsschutz der Begünstigten als vielmehr der Machterlangung und der Bereicherung jener dient, die die Vermögensstrukturen kontrollieren. Wo Gerichte eigentlich Kontrolle ausüben sollten, entsteht der Eindruck eines Systems gegenseitiger Absicherung.
Treuhänder erhalten dadurch faktisch eine nahezu unangreifbare Stellung: Sie kontrollieren Vermögen in Millionen- oder Milliardenhöhe, während Begünstigte und Familienmitglieder systematisch an den Rand gedrängt werden. Wer sich gegen diese Machtstrukturen wehrt, sieht sich nicht selten Entscheidungen gegenüber, die den Eindruck erwecken, als würden Interessenkonflikte und offensichtliche Widersprüche bewusst ignoriert.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass dieses System seit Jahren von den politischen und institutionellen Spitzen des Landes geduldet wird. Solange Fürstenhaus, Regierung und Justiz keine wirksamen Konsequenzen ziehen, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass nicht Rechtsstaatlichkeit oberste Priorität hat, sondern der Schutz eines Netzwerks aus Einfluss, Vermögensverwaltung und gegenseitiger Loyalität.
Der eigentliche Skandal ist daher nicht nur das Verhalten einzelner Akteure, sondern ein System, das nach außen Stabilität und Rechtssicherheit verkauft, intern jedoch den Eindruck vermittelt, dass Kontrolle dort endet, wo die Interessen mächtiger Treuhänder beginnen.
Wir sind das glücklichste und erfolgreichste Land ever. Noch nie war ein Land so erfolgreich, nie. Nun, es gab einen klitzekleinen Zwischenfall, nein ein klitzekleines Zwischenfällchen mit ein paar Daten, nur ein paar wenige Daten, wer braucht schon Daten. aber wir haben die beste Sicherheitsstrategie erstellt, die beste, niemand hat so eine Sicherheitsstrategie wie Liechtenstein.
FAZ: Der vertrauensschädigende Datendiebstahl bringt den gesamten Finanzplatz in Misskredit.Die hanebüchenen Sicherheitslücken werfen kein gutes Licht auf die Regierung in Vaduz…..
Es ist schon bemerkenswert, wie Erbprinz Alois in seiner Staatsfeiertagsrede über Sicherheit, Vertrauen und staatliche Verantwortung spricht – und dabei die beiden wohl heikelsten Baustellen des Landes weitgehend entpolitisiert.
Ja, der Cyberangriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten wird erwähnt. Aber was am 29./30. Juli geschah, war kein abstraktes Beispiel für „digitale Bedrohungen“: Daten zu rund 31’000 Rechtsträgern wurden widerrechtlich abgegriffen.
Und während seit Monaten bis zu 800 faktisch handlungsunfähige „Zombie-Trusts“ den Finanzplatz belasten, wird auch dieses Problem in der Rede nicht einmal beim Namen genannt.
Stattdessen viel über Vertrauen, Stabilität, Kontinuität und Verantwortung.
Genau hier liegt das Problem: Verantwortung bedeutet nicht nur, vor den Gefahren der Zukunft zu warnen. Sie bedeutet auch, die eigenen Krisen klar zu benennen – und zu erklären, wer dafür Verantwortung trägt.
Eine Staatsfeiertagsrede darf festlich sein. Sie sollte deshalb aber nicht zur politischen Nebelmaschine werden.
A number of reputable media outlets have reported allegations of criminal activities in Liechtenstein, including corrupt trustees and a corrupt judicial system. It is alleged that such practices are tolerated by the Prince and the government. Anyone considering doing business in Liechtenstein should therefore exercise the utmost caution.
Der Ruf Liechtensteins als sicherer, diskreter und rechtsstaatlich zuverlässiger Finanzplatz steht unter erheblichem Druck. Der Datenklau ist dabei nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems.
Dass Frauen im Fürstenhaus die gleichen Rechte erhalten haben ist eine symbolische Modernisierung des Fürstenhauses, die von den viel gravierenderen Problemen – insbesondere dem Datenraub und den Problemen des Finanzplatzes – ablenken soll.
ZDF heute Artikel vom 3. August 2026
:
Das ZDF stellt den Cyberangriff nicht nur als IT-Sicherheitsvorfall dar, sondern als Ereignis mit potenziell weitreichenden Folgen für den Ruf des liechtensteinischen Finanzplatzes. Die zentrale Kritik lautet, dass der Hack die Transparenz über Vermögensstrukturen erhöhen könnte und gleichzeitig alte Fragen zu Steuervermeidung, Geldwäsche und der Rolle Liechtensteins als internationaler Finanzplatz wieder aufwirft.
Der Artikel enthält mehrere kritische Untertöne:
– Vertrauensproblem des Finanzplatzes:
Der Hack trifft einen Kernbereich des liechtensteinischen Finanzplatzes, der von Stiftungen, Trusts und Vermögensstrukturen geprägt ist.
– Mögliche Steuervermeidung:
Das ZDF weist darauf hin, dass die Daten möglicherweise offenlegen könnten, wer Vermögen vor dem heimischen Fiskus versteckt hat.
– Historische Belastung:
Der Artikel erinnert an frühere Steuerskandale und die LGT-Affäre, wodurch der Eindruck entsteht, dass Liechtenstein trotz Reformen weiterhin mit seiner Vergangenheit als diskreter Finanzplatz kämpft.
– Zweifel an der Sauberkeit des Finanzplatzes:
Besonders deutlich wird der Satz, dass „ganz sauber das Geld in Liechtenstein nicht“ sei. Als Beispiele nennt das ZDF frühere US-Ermittlungen und Geschäfte mit vermögenden russischen Kunden.
– Sicherheitsversagen:
Indirekt kritisiert der Artikel, dass ein derart sensibles Register erfolgreich gehackt werden konnte.
Kernaussage
Das ZDF stellt den Cyberangriff nicht nur als IT-Sicherheitsvorfall dar, sondern als Ereignis mit potenziell weitreichenden Folgen für den Ruf des liechtensteinischen Finanzplatzes. Die zentrale Kritik lautet, dass der Hack die Transparenz über Vermögensstrukturen erhöhen könnte und gleichzeitig alte Fragen zu Steuervermeidung, Geldwäsche und der Rolle Liechtensteins als internationaler Finanzplatz wieder aufwirft.
Die eigentliche Botschaft der Rede lautet: Die sensibelsten Daten des Finanzplatzes wurden gestohlen, aber erfreulicherweise haben wir jetzt eine neue Sicherheitsstrategie. Genau darin liegt das Problem. Der Datendiebstahl war kein Randereignis, sondern eine Vertrauenskrise historischen Ausmasses. Wer eine solche Krise auf wenige Sätze reduziert und zugleich die eigenen Anstrengungen hervorhebt, wirkt weniger wie ein Staatslenker in der Aufarbeitung als vielmehr wie ein PR-Manager in der Schadensbegrenzung. Vertrauen gewinnt man nicht durch Beschwichtigung zurück, sondern durch Ehrlichkeit und Verantwortung.
Trump erklärt einen milliardenteuren Krieg zum grossen Erfolg („tremendous military success»), obwohl er weitergeht.
Der Erbprinz lobt die neue Sicherheitsstrategie (die Regierung habe unter Einbezug vieler Kräfte eine neue Sicherheitsstrategie erstellt, die seiner Forderung nach Überarbeitung der Sicherheitspolitik entspreche), obwohl kurz zuvor die sensibelsten Daten des Finanzplatzes gestohlen wurden.
Die Rhetorik ist verblüffend ähnlich: Das offensichtliche Scheitern wird nicht aufgearbeitet, sondern zur Bühne für Eigenlob gemacht.
Nach dem grössten Datendiebstahl der Geschichte des Finanzplatzes hätte man Antworten zu Verantwortung, Versagen und Konsequenzen erwartet. Stattdessen gab es Lob für die Sicherheitsstrategie.
Wenn das Ergebnis katastrophal ist, wirkt Selbstbeweihräucherung nicht staatsmännisch, sondern realitätsfremd. Der Super-GAU wurde zur Nebensächlichkeit erklärt, die Strategie zur einer Erfolgsgeschichte. Genau das ist das Problem.
Voller Stolz zu verkünden, dass nunmehr auch weibliche Erstgeborene Fürstin werden können, finde ich nur noch peinlich. So etwas sollte man nicht mit Stolz verkünden sondern man sollte sich schämen, dass man das nicht schon vor Generationen eingeführt hat. Gab es ja sogar in so kleinen Ländern wie England, die vielleicht etwas bedeutender sind als dieser hochnäsige und eingebildete Zwergstaat.
Der FAZ‑Artikel kritisiert den Finanzplatz Liechtenstein vor allem anhand der Rolle der Treuhänder (Verwalter von Stiftungen/Trusts). Die zentralen Kritikpunkte:
1. Wiederholte Betrugs‑ und Missbrauchsfälle
Der Artikel stellt heraus, dass es mehrere Fälle von Untreue, Betrug und Veruntreuung durch Treuhänder gab.
Teilweise wurden Kundengelder für private Zwecke missbraucht oder veruntreut.
Kritik: Es handelt sich nicht nur um Einzelfälle, sondern um ein wiederkehrendes Problem im Sektor.
2. Zweifel an Kontrolle und Aufsicht
Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob die Branche ausreichend reguliert und überwacht ist.
Auch andere Berichte sprechen von Mängeln in der Finanzaufsicht und möglichem Missbrauchspotenzial.
Kritik: Die bestehenden Kontrollen reichen offenbar nicht aus, um Missbrauch zuverlässig zu verhindern.
3. Systemische Schwächen im Geschäftsmodell
Liechtenstein wirbt mit stabilen Stiftungen/Trusts, die Vermögen schützen sollen.
Tatsächlich zeigt sich aber: Gerade die Treuhänder, die schützen sollen, können selbst zum Risiko werden.
Kritik: Ein grundlegender Interessenkonflikt – die Konstruktion selbst schafft Möglichkeiten für Missbrauch.
4. Reputationsprobleme des Finanzplatzes
Skandale wirken sich direkt auf das Image aus:
Mehrere Fälle erschüttern das Vertrauen.
Der Finanzplatz steht international unter Druck (z. B. wegen Geldwäsche- oder Sanktionsrisiken).
Kritik: Der Ruf Liechtensteins als „sicherer“ Finanzplatz wird untergraben.
5. Reformen gelten als unzureichend
Zwar wurden Gesetze verschärft, aber Kritiker halten diese Reformen für nicht ausreichend, um die strukturellen Probleme zu lösen.
Kritik: Politische Reaktionen bleiben hinter den Problemen zurück.
Die FAZ zeichnet ein kritisches Bild:
Der Finanzplatz Liechtenstein leidet unter wiederholtem Fehlverhalten von Treuhändern, unzureichender Kontrolle und strukturellen Schwächen, die das Vertrauen in Stiftungen und Trusts untergraben.
Der FAZ Artikel vom 14.08.2026 berichtet:
Der vertrauensschädigende Datendiebstahl bringt den gesamten Finanzplatz in Misskredit. Die hanebüchenen Sicherheitslücken werfen kein gutes Licht auf die Regierung in Vaduz.
Cyberkriminelle drangen in das von der Justizbehörde verwaltete Transparenzregister ein und griffen sämtliche dort gespeicherten Informationen ab. Die Angreifer wissen nun, welche Personen hinter den gut 31.000 Stiftungen, Treuhandvehikeln und Unternehmen in Liechtenstein stecken. Viele dieser Einrichtungen existieren überhaupt nur deshalb, weil sie Anonymität versprechen. Dieses Versprechen hat die Regierung in Vaduz durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen fahrlässig unterlaufen und damit den gesamten Finanzplatz in Misskredit gebracht.
…
Als Architekten der Stiftungskonstruktionen sind Liechtensteiner Treuhänder nicht über alle Zweifel erhaben. Sie verstehen Stiftungen bisweilen immer noch als Selbstbedienungsladen und drücken gern mal ein Auge zu, wenn es um die Identifizierung der „wirtschaftlich Berechtigten“ geht. Die bekannt gewordenen Fälle von Veruntreuung und Betrug sind offenbar nur die Spitze des Eisbergs. Eine schärfere Aufsicht täte not, scheitert aber am Filz im Fürstentum und an der Lobbykraft der Treuhänder. Obwohl die Skandale dem Ruf des Finanzplatzes schaden, halten die Banken still: Sie verwalten die dicken Depots der Kunden, die die Treuhänder mit ihrem Stiftungsangebot ins Land locken.
…
Angesichts hanebüchener Sicherheitslücken im Anmeldeverfahren und fehlender Kontrollfunktion hatten die Hacker leichtes Spiel. Sie konnten stundenlang via Einzelabfragen das Register plündern, ohne damit Alarm auszulösen.https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hackerangriff-ein-debakel-fuer-liechtenstein-201123193.html
The article’s core criticism is that Liechtenstein’s financial center has long depended on offering privacy and discreet wealth structures, and the cyberattack exposed how fragile that model is, causing potentially severe damage to confidence in the jurisdiction.https://english.elpais.com/economy-and-business/2026-08-06/liechtenstein-a-haven-of-secrecy-for-the-ultra-rich-is-beginning-to-crumble.html
Der Finanzplatz Liechtenstein brennt lichterloh: Die ständigen Medienberichte über die herrschende Finanzkriminalität, untreue Treuhänder, eine befangene Justiz, fehlenden Rechtsschutz und fehlenden Eigentumsschutz, die 800 verwaisten Zombie Trusts und die 31’000 gehackten maximal sensiblen Daten der wirtschaftlich berechtigten Personen. Das Vertrauen in den Finanzplatz ist erschüttert.
Und am Staatsfeiertag wird hocherfreut die Nachricht bekanntgegeben, dass nun auch Frauen im Fürstenhaus die gleichen Stimmrechte haben. Das Internet wird geflutet mit der Meldung, dass nun auch Frauen Fürstin werden könnten, wie der Erbprinz seine Gemahlin kennengelernt hat usw.
Was für eine Show!
Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.
Auch Professor Martin Schauer, der die Liechtensteiner Regierung bei der Reformierung des Stiftungsrechts beriet, kritisiert in Vaterland «Rechtsunsicherheit» für den Begünstigten und Mandatsverträge als «willkommenes Mittel für Haftungsbefreiung». Immer häufiger und oft vergeblich kämpfen Stifter juristisch gegen ihre eigenen Stiftungsräte oder Treuhänder. Nicht selten fällt dabei der Name Angelika Moosleithner-Batliner.
https://liechtensteinwegwerfartikel.blogspot.com/2018/04/betrugs-und-abzock-system-liechtenstein.html
Eine ausdrückliche Bevorzugung von Männern gegenüber Frauen war aus der Gleichheits- und Diskriminierungsperspektive problematisch, frauenfeindlich und völlig aus der Zeit gefallen.
Liechtenstein war auch das letzte Land in Europa, das das Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene einführte, erst 1986 durften Frauen auf nationaler Ebene wählen.
Eine seit ewigen Zeiten überfällige Gleichstellung, die selbstverständlich sein sollte, als etwas besonders Erfreuliches zu lobpreisen, ist peinlich und abstoßend.
Der Artikel stellt nicht nur Einzelfälle dar, sondern zeigt ein wiederkehrendes strukturelles Problem im Finanzsystem:
Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als sauberer, reformierter Finanzplatz („weisse Weste“) – aber neue Skandale stellen dieses Selbstbild massiv infrage.
Zentrale Vorwürfe und Themen
1. Geldwäsche & internationale Kriminalität
Laut Artikel war Liechtenstein wiederholt Drehscheibe für internationale Geldwäsche.
Beispiele:
– italienische Mafia (‘Ndrangheta) soll dort Gelder geparkt haben
– Netzwerke rund um veruntreute venezolanische Staatsgelder (Milliardenhöhe) nutzten Strukturen im Fürstentum
Teilweise seien Bargeldsummen über Banken abgewickelt und physisch transportiert worden.
Aussage: Liechtenstein taucht immer wieder als Knotenpunkt für illegale Finanzströme auf.
2. Probleme im Bankensektor
Mehrere Banken gerieten in Turbulenzen oder Ermittlungen.
Insgesamt wird von fragwürdigen Geschäftspraktiken gesprochen.
Das beschädigt den Ruf des Landes zusätzlich.
3. Widerspruch zwischen Image und Realität
Regierung, Fürstenhaus und Finanzbranche betonen seit Jahren, man habe sich reformiert.
Der Artikel stellt dem entgegen: Hinter der „sauberen Fassade“ verbergen sich weiterhin „Abgründe“.
Hauptkritik: Reformen existieren – aber sie reichen offenbar nicht oder werden ausgehebelt.
4. Hoher Ermittlungsdruck
Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht haben viele laufende Verfahren, auch international.
Fälle betreffen oft grenzüberschreitende Netzwerke.
Das Problem ist nicht lokal begrenzt, sondern global vernetzt.
Gesamtbild
Der Artikel vermittelt im Kern:
Liechtenstein hat sich zwar nach früheren Steuerskandalen bemüht, Transparenz zu zeigen
doch:
– neue Fälle von Geldwäsche
– Verbindungen zu Mafia und Staatskorruption
– Probleme bei Banken
untergraben das Vertrauen erneut
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Die Ansprache war seltsam, die massive Cyberattacke wurde brav erwähnt, aber verniedlicht und die neue Sicherheitsstrategie, die krachend versagt hat, wird gelobt. Und dann sollen alle jubeln weil vielleicht einmal eine Tochter Fürstin werden kann und nicht nur ein Sohn? Seltsam. Mal wieder die richtigen Probleme unter den Teppich gekehrt. Typisch Liechtenstein eben.
In Liechtenstein wird, wie auch am Staatsfeiertag viel über Vertrauen und Stabilität geredet. Die Realität ist jedoch eine ganz andere. So wird in Liechtenstein bei Stiftungen Treuhänderwillkür nicht selten über den Stifterwillen gestellt.
Liechtensteiner Stiftungen werden gerne als Bollwerk des Stifterwillens verkauft. Für viele Begünstigte fühlen sie sich jedoch eher wie ein undurchsichtiger Machtapparat an. Diejenigen, die profitieren sollen, erhalten oft die wenigsten Informationen. Diejenigen, die kontrollieren sollten, haben kaum Einblick. Und diejenigen, die verwalten, nämlich die Treuhänder, verfügen über nahezu alle Karten. Oftmals sind die Treuhänder keineswegs dem Stifter oder den Begünstigten treu, sondern nur ihren eigenen finanziellen Interessen.
Zu oft wird der Stifterwille nicht gelebt, sondern interpretiert, gedehnt und den Interessen der Verwalter angepasst. Wer als Begünstigter kritische Fragen stellt, muss häufig jahrelang um Auskünfte kämpfen, die eigentlich selbstverständlich wären, so jedenfalls würde es das Gesetz vorsehen. Doch die Realität weicht weit davon ab.
Das eigentliche Problem ist einfach: Wo Kontrolle fehlt, wächst die Macht der Treuhänder. Wo Transparenz fehlt, entsteht Misstrauen. Und wo niemand wirksam hinschaut, weil ihm dies von den Treuhändern systematisch verwehrt word, wird aus dem Stifterwillen schnell der Wille derjenigen, die die Stiftung gerade beherrschen. Und dies in Liechtenstein regelmässig und mit System und mit aktiver Hilfe der liechtensteinischen Justiz, die die liechtensteiner Treuhänder protegiert, auch wenn dadurch das Gesetz zur Makulatur wird. Fürst, Erbprinz, Regierung, jeder weiss es, aber keiner tut etwas dagegen, weil man sich freut, wenn viel Geld nach Liechtenstein kommt. Das bringt Wohlstand und reiche Untertanen begehren nicht auf. Und den Opfern wird weisgemacht, es handele sich um einen bedauerlichen Einzelfall, obwohl jeder in Liechtenstein weiss, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein seit Jahren eingespieltes perfides System handelt.
Eine Stiftung wird zum Selbstbedienungsladen für Treuhänder. Sie existiert theoretisch allein, um den Willen des Stifters umzusetzen. Wenn jedoch Begünstigte systematisch ausgrenzt werden und Informationen zurückgehalten werden, beschädigt dies nicht nur die Rechte der Betroffenen, sondern die Glaubwürdigkeit des gesamten Stiftungswesens in Liechtenstein.
Man sollte allergrösste Vorsicht walten lassen oder besser ganz von liechtensteiner Stiftungen absehen. Die Risiken sind nicht kalkulierbar.
Die Kernvertrauensfaktoren eines Finanzplatzes fehlen in Liechtenstein:
1. Rechtsstaatlichkeit
2. Unabhängigkeit der Justiz
3. Sicherheit von Vermögen
4. Integrität einiger Treuhänder
5. Datenschutz und Vertraulichkeit
6. Institutionelle Glaubwürdigkeit
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit, noch Datensicherheit.
The US will take care of criminals.