Wie es sich für einen Blaublüter gehört, hat er den grossen Überblick.
Der Finanzplatz Liechtenstein ächzt unter dem grössten Datenraub aller Zeiten im Ländle. Die Kronjuwelen, 31’000 Datensätze über alle Berechtigten an Stiftungen, Trusts, Anstalten und allem, was da unter äusserster Diskretion und vollständigem Vertrauen strikter Geheimhaltung unterliegen sollte, ist in den Händen von unbekannten Tätern.
Wie immer zeigte sich die fürstliche Regierung konsterniert und überrascht, hat aber immerhin bisher darauf verzichtet, von einem bedauerlichen Einzelfall zu sprechen. Dafür ist der Super-GAU, der zumindest das Geschäftsmodell der Treuhänder existenziell gefährdet, zu gross.
Als wäre das nicht schlimm genug, musste inzwischen zerknirscht eingestanden werden, dass der Einbruch und das Absaugen der streng vertraulichen Angaben kinderleicht war. Kein modernes Authenifizierungsprogramm, um einen Eindringling sofort zu stoppen. Keine real time Überwachung, die Datendiebe konnten stundenlang nach Lust und Laune von Hand alle Daten kopieren.
Schön für das Fürstentum, dass sie nicht auch noch gleichzeitig die Datenbank mit einem schwer zu knackenden Schloss versehen haben, um für die Öffnung gleich mal abzusahnen. Zerstören hätten sie wahrscheinlich auch können, bei diesem Dilettantismus ist nicht damit zu rechnen, dass der Inhalt ständig auf einen nicht mit dem Internet verbundenen Server gespiegelt wurde.
Hätten sie doch nur auf den Erbprinzen Alois gehört.
Der hatte nämlich anlässlich der «Ansprache seiner Durchlaucht Erbprinz von und zu Liechtenstein anlässlich des Staatsfeiertags am 15. August 2015» mit unvergleichlicher Weitsicht gesagt:
„Da sich die Sicherheitslage umfassend geändert hat, sollten wir auch unsere Sicherheitspolitik grundlegend überarbeiten. Bis vor nicht allzulanger Zeit war unsere Sicherheitspolitik weitgehend auf die traditionelle innere Sicherheit sowie den regionalen Katastrophenschutz fokussiert. In jüngerer Zeit haben wir uns zusätzlich mit der Cybersicherheit beschäftigt und auch in dieser Hinsicht Massnahmen getroffen.“
Um uns in die Nähe einer Majestätsbeleidigung zu begeben: worin bestand wohl diese Beschäftigung, und welche Massnahmen wurden ergriffen?
Es dürfte sich so abgespielt haben: Der Erbprinz legte die Sachlage seiner fürstlichen Regierung vor. Die stand stramm, machte einen Kratzfuss und sagte: «Ein sehr weiser Hinweis, Ihro Durchlaucht, wir werden uns dem umgehend widmen, sehr wohl, vielen Dank auch. Ohne Ihro Durchlaucht wären wir verloren.»
Dann wurde das heruntergereicht bis zum damals gerade ins Amt gekommenen IT-Chef Fabian Schmid. Als Schweizer zollte er aber den fürstlichen Bemerkungen wohl nicht die richtige Aufmerksamkeit. Fragte vielleicht bei der lokalen Klitsche nach, die die ganze IT-Infrastruktur vieler Amts-Webseiten mitsamt Sicherheit gebastelt hatte.
Die hatte zwar über Ihre Beziehungen einen gut bezahlten Auftrag an Land gezogen, war aber wohl nicht willig, allzu viel von diesem Geld auch auszugeben.
Sondern befleissigte sich des Landesmottos: Mir kann keiner, ich bin Liechtensteiner.
Ansonsten gilt immer: ist noch nie passiert, wird auch nie passieren, also wirklich. Wer wagte es schon, sich am Fürstentum zu vergreifen.
Und zack.
Während der sofort eingesetzte Krisenstab zwar angeblich «Tag und Nacht» an der Arbeit ist, besteht seine Kommunikationsleistung bislang aus zwei nichtssagenden Pressekonferenzen und der Überantwortung, der schönen Aufgabe, die Opfer des Datenraubs darüber zu informieren, an die «Rechtsträger». Also die Treuhänder. Muss ein Riesenspass gewesen sein.
Ansonsten ist allerdings der Kenntnisstand auch zwei Wochen nach dem Einbruch null. Täter, Verwendung der Daten, Aufklärung, wie das eigentlich möglich war? Sendepause, verkniffenes Schweigen.
In diesem Sinne morgen einen fröhlichen Staatsfeiertag, ein grandioses Fürstenfest.
Immerhin: die Wetteraussichten sind gut.




Der Erbprinz hat gesagt: „In jüngerer Zeit haben wir uns zusätzlich mit der Cybersicherheit beschäftigt und auch in dieser Hinsicht Massnahmen getroffen.“?
Das ist wirklich sehr lustig.
31.000 Gesellschaften, Stiftungen und Trusts im Register erfasst, angeblich zum Schutz der Integrität des Finanzplatzes. Nun wurden genau diese Daten bei einem Cyberangriff kopiert.
Jahrelang wurde mehr Transparenz verlangt. Namen, Vermögensstrukturen und wirtschaftliche Eigentümer mussten offengelegt werden. Die Botschaft lautete stets: Vertrauen Sie dem Staat, Ihre Daten sind sicher.
Jetzt stellt sich die Frage: Wer haftet für dieses Vertrauen?
Der Vorfall zeigt die gefährliche Kehrseite der Sammelwut. Je größer die Register, desto größer der Schaden bei einem Einbruch. Aus einem Instrument gegen Missbrauch wird selbst ein Risiko für Tausende Betroffene.
Die Daten sind weg. Das Vertrauen auch. Und die Verantwortlichen werden uns vermutlich erklären, warum niemand verantwortlich ist.
Für Liechtenstein sind die 31.000 gestohlenen Datensätze deshalb so kritisch, weil sie möglicherweise die sensibelsten Informationen des Finanz- und Stiftungsplatzes betreffen. Der eigentliche Schaden liegt weniger im Datenverlust selbst als im möglichen Verlust von Vertrauen, Glaubwürdigkeit und internationalem Ansehen des Standorts.
Da hat der Erbprinz bezüglich der Cybersicherheit den Mund etwas zu voll genommen. Jetzt steht er da wie ein begossener Pudel. Und sein Land hat seinen Platz als Finanzplatz verloren.
Die Kritik in dem Artikel der FAZ vom 11. August 2026 ist, dass Liechtenstein lange von einem Finanzmodell profitierte, das ausländisches Vermögen besonders diskret und steuerlich attraktiv verwaltete. Durch internationale Transparenz- und Steuerregeln funktioniert dieses Modell immer weniger.
Die zentrale These des Artikels: Liechtensteins traditionelles Geschäftsmodell ist deshalb fundamental unter Druck.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/das-geschaeftsmodell-von-liechtenstein-ist-fundamental-bedroht-accg-201114036.html
Ob die einzige Zeitung in Liechtenstein «Vaterland» den Erbprinzen auch an dessen Worte in der Ansprache zum Staatsakt vom letzten Jahr erinnert?
DDR Staatsratsvorsitzenden Ulbricht:
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“
Trump:
„No New war’s!“
Erbprinz Alois:
„In jüngerer Zeit haben wir uns zusätzlich mit der Cybersicherheit beschäftigt und auch in dieser Hinsicht Massnahmen getroffen.“
Die wesentliche Kritik lautet nicht einfach „Liechtenstein ist ein Steuerparadies“, sondern: Das Land hat seinen Finanzplatz historisch auf Diskretion und schwer durchschaubare Vermögensstrukturen aufgebaut – und genau diese Tradition kann Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Verschleierung von Vermögenseigentümern begünstigen; der Hackerangriff legt nun die Kehrseite dieses Geschäftsmodells offen.
Was wollen die denn morgen am Staatsfeiertag feiern? Die 800 verwaisten Zombie Trusts? Die 31.000 gestohlenen Datensätze? 20 Jahre korrupte Justiz? Den pädophilen Priester im Ländle? Die 100 Sicherheitsleute, die die Schlosswiese bewachen?
Wäre der Erbprinz ein gewählter Politiker, müsste er nach diesen Aussagen zur Cybersicherheit zurücktreten. Aber er ist ja kein gewählter Politiker, sondern er hat sein Amt geerbt.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Vielleicht hat der Herr Erbprinz nicht über Cybersicherheit sprechen sollen, sondern über Wirtschaftskriminalität, davon versteht man in Liechtenstein mehr.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Nachdem in Liechtenstein gerne alles verherrlicht wird, sollte der Erbprinz seine Ansprache umschreiben und voller Stolz verkünden, dass der 30. Juli, der Tag, an dem sich Unbekannte Zugriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten (VdwbP) verschafft und Daten von rund 31.000 Rechtsträgern kopiert haben, nunmehr als «Tag der offenen Tür» gefeiert wird.
Die wichtigsten Kriterien eines Finanzplatzes für vermögende Privatkunden, Unternehmen, Fonds und Investoren sind vor allem:
1. Vertrauen
Das wichtigste Gut eines Finanzplatzes ist Vertrauen. Kunden müssen darauf vertrauen können, dass:
– ihr Vermögen sicher ist,
– Verträge eingehalten werden,
– Behörden professionell handeln,
– Krisen kompetent bewältigt werden.
Vertrauen ist oft wichtiger als Steuervorteile oder Gebühren.
-> Es gibt Zweifel, dass in Liechtenstein Vermögen sicher ist, da die Justiz den Ruf hat, nicht neutral zu sein.
2. Rechtsstaatlichkeit
Investoren wollen wissen:
– Eigentumsrechte werden geschützt.
– Gerichte entscheiden unabhängig.
– Verträge sind durchsetzbar.
– Streitigkeiten werden fair gelöst.
Viele Experten betrachten die Rechtssicherheit als eine der zentralen Grundlagen eines Finanzzentrums.
-> Zahlreiche Skandale haben zu erheblichen Zweifeln an der Neutralität der Justiz in Liechtenstein geführt. Kritiker bemängeln, dass allzu oft Vetternwirtschaft über Recht und Gesetz gestellt und die einheimische Finanzelite bevorzugt wird. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit in Liechtenstein unterliegen erheblichen Zweifeln.
3. Sicherheit
Heute umfasst Sicherheit mehrere Ebenen:
– Sicherheit von Vermögenswerten
– Sicherheit der Banken
– Cybersicherheit
– Datenschutz
– Schutz vor Betrug und Wirtschaftskriminalität
-> Gerade Cyberangriffe auf sensible Register können deshalb erhebliche Aufmerksamkeit erzeugen. Aufgrund der nach zahlreichen übereinstimmenden Medienberichten nicht neutralen Justiz gibt es keine Sicherheit von Vermögenswerten. Dass Cybersicherheit und Datenschutz nicht bestehen, haben die erfolgreichen Datendiebstähle am 30. Juli 2026 gezeigt, in denen sämtliche wirtschaftlich Begünstigte sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten.
4. Reputation
Der Ruf eines Finanzplatzes ist häufig entscheidend. Fragen potenzieller Kunden sind:
– Wird dieser Standort international respektiert?
– Wird er mit Professionalität verbunden?
– Gibt es wiederkehrende Skandale?
– Wie berichten internationale Medien darüber?
-> Reputation kann über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit beschädigt werden. Nicht nur die Cyberattacke vom Juli 2026, in welcher sämtliche wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten, sondern auch die seit Jahren nicht abreissende Kette von Skandalen, mit welchen Begünstigte vermögender Stiftungen mithilfe der nicht neutralen Justiz um ihre Rechte gebracht wurden (Skandale wie z.B. Perry, Bacardi, Karajan, Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie) belegen, dass die Reputation des Finanzplatzes Liechtenstein mehr als zweifelhaft ist.
5. Kompetenz und Infrastruktur
Ein Finanzplatz braucht:
– gute Banken,
– Vermögensverwalter,
– Treuhänder,
– Anwälte,
– moderne IT-Systeme.
Die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen wenig, wenn die Umsetzung schwach ist.
-> Die Zuverlässigkeit zahlreicher Treuhänder steht ebenso in Frage wie die angeblich modernen IT-Systeme, die eine Cyberattacke auf die vertraulichsten Daten, die der wirtschaftlich Berechtigten, nicht verhindern konnte.
6. Vertraulichkeit und Datenschutz
Früher war dies oft der zentrale Wettbewerbsfaktor vieler Finanzplätze.
Heute sind aufgrund internationaler Transparenzstandards absolute Geheimhaltung und Bankgeheimnisse deutlich eingeschränkt. Dennoch erwarten Kunden weiterhin:
– Schutz sensibler Daten,
– Schutz vor Datenabfluss,
– professionelle Informationssicherheit.
-> Dass diese Kriterien in Liechtenstein nicht erfüllt werden, hat die Cyberattacke deutlich belegt.
8. Internationale Glaubwürdigkeit
Wichtig sind Bewertungen durch Organisationen wie:
– FATF
– MONEYVAL
– OECD
– EU
-> Der Expertenausschuss des Europarates MONEYVAL hat festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
Und der Expertenausschuss des Europarats GRECO hat Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und selbst den Fürsten Liechtensteins angeordnet.
Hält der Erbprinz seine Ansprache morgen auch auf Russisch?
Wenn die morgen feiern, dann leiden sie an aktutem Realitätsverlust oder einem Anfall von Heuchelei.
Der bevorstehende Untergang verdirbt den ganzen Spaß an der Dekadenz
Man kann natürlich versuchen, das Geld unbedingt im kleinen Ländle zu halten. Bei hochsensibler IT sollte allerdings eine andere Frage an erster Stelle stehen: Wer kann die Daten am zuverlässigsten schützen?
Wenn bei der Vergabe von sicherheitskritischen Aufträgen Beziehungen, Lokalpatriotismus und die heimische Wertschöpfung wichtiger sind als nachweisbare IT-Kompetenz und höchste Sicherheitsstandards, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern.
Datensicherheit ist kein Heimatschutzprogramm. Und sensible Daten sind kein Gefälligkeitsgeschäft.
Wer beim Schutz kritischer Daten nach dem Prinzip „Hauptsache aus dem Ländle“ verfährt, darf sich am Ende nicht darüber beklagen, wenn das Ländle plötzlich mit seinen Daten weltweit Schlagzeilen macht.
Ausgerechnet unmittelbare vor dem Staatsfeiertag steht Liechtenstein international wegen eines massiven Datenverlusts in seinem sensiblen Finanzbereich unter erheblichem Druck.
Hoffentlich wird aus der Huldigungsfeier morgen, Mariä Himmelfahrt, kein Himmelfahrtskommando. Der eine oder andere Russe, gegen den keine Sanktionen bestehen, dürfte ja ziemlich wütend sein, dass er nicht mehr an sein Geld, seine Jacht oder seinen Jet kommt, obwohl ihm sein Treuhänder das garantiert hatte.
Will this be a farewell party for Liechtenstein as financial hub?
Dass der Erbprinz die Cybersicherheit bei seiner Ansprache vor genau einem Jahr angesprochen hat und sich genau dieses Risiko verwirklicht hat, weil wohl nicht genug für die Cybersicherheit selbst der für den Finanzplatz wichtigsten Daten getan wurde, macht die Sache noch peinlicher.
Die Cyberattacke stellt weit mehr dar als einen gewöhnlichen IT-Sicherheitsvorfall. Sie trifft einen zentralen Pfeiler des liechtensteinischen Wirtschaftsmodells. Ein Finanzplatz, dessen Stärke auf Diskretion, Verlässlichkeit und Sicherheit beruht, gerät in eine existenzielle Krise, wenn gerade diese Eigenschaften durch einen Angriff infrage gestellt werden. Der größte Verlust besteht daher nicht unbedingt in den abgeflossenen oder kompromittierten Daten, sondern im möglichen Vertrauensverlust. Denn Vertrauen lässt sich nach einem solchen Ereignis nur schwer und meist über einen langen Zeitraum wieder aufbauen. Für Liechtenstein könnte dieser Angriff deshalb rückblickend als Wendepunkt gelten – als der Moment, in dem das bisher stabile Fundament seines Finanzplatzes erstmals deutlich ins Wanken geriet.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
6. Datenschutz ist nicht gewährleistet.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Der Hackerangriff ist doch bestimmt ein Racheakt von einem Anleger, der wegen der Zombie Trusts seit einem oder zwei Jahren nicht mehr und vielleicht nie mehr an sein Vermögen kommt. Er wurde von Liechtenstein betrogen und hat deswegen dem Finanzplatz den Stecker gezogen. Geschickt gemacht, denn damit trifft er den Finanzplatz ins Herz.
Ein Debakel für Liechtenstein
Hanebüchene Sicherheitslücken werfen kein gutes Licht auf die Regierung in Vaduz……
Fürstliche Geschäfte
Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.
Auch Professor Martin Schauer, der die Liechtensteiner Regierung bei der Reformierung des Stiftungsrechts beriet, kritisiert in Vaterland «Rechtsunsicherheit» für den Begünstigten und Mandatsverträge als «willkommenes Mittel für Haftungsbefreiung». Immer häufiger und oft vergeblich kämpfen Stifter juristisch gegen ihre eigenen Stiftungsräte oder Treuhänder. Nicht selten fällt dabei der Name Angelika Moosleithner-Batliner.
https://liechtensteinwegwerfartikel.blogspot.com/2018/04/betrugs-und-abzock-system-liechtenstein.html
Die Cyberattacke und der Diebstahl von sämtlichen Daten der wirtschaftlich berechtigten Personen aller Stiftungen und Trusts beendet den Höhenflug Liechtensteins als angeblich sicherer Ort für diskrete Vermögensverwaltung. Aus dem Höhenflug wurde ein Absturz.
Es ist bemerkenswert, dass der Erbprinz die digitalen Gefahren gesehen hat, sein Land jedoch keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen hat.
31‘000 wirtschaftlich Begünstigte aus dem Register geraubt. Einen grösseren Schaden hätte man dem Land nicht antun können. Es wurde kein Geld und kein Vermögen geraubt, wie die sonst in Liechtenstein der Fall ist, sondern dem Land die Geschäftsgrundlage entzogen. Das war ein Coup.
Jahrelang haben liechtensteinische Treuhänder ausländische Stifter und Begünstigte von Stiftungen und Trusts ausgenommen und teilweise ganze Vermögen veruntreut. Da darf Liechtenstein sich nicht beschweren, wenn es nun einmal selbst zum Opfer wird, auch wenn das das Aus für den Finanzplatz bedeutet.
The volume and severity of detailed allegations concerning Liechtenstein’s judicial and financial systems continue to increase and are becoming increasingly difficult to ignore. As these reports accumulate, a fundamental question emerges: whether Liechtenstein can continue to uphold its reputation as a credible, transparent, and rule-of-law-based international financial center.
An increasing number of affected individuals are now coming forward publicly, describing patterns of conduct and institutional practices that suggest the possibility of significant systemic deficiencies and governance failures. Taken collectively, these allegations raise concerns regarding the effectiveness of oversight mechanisms, accountability frameworks, and the consistent application of legal protections.
At the same time, a picture is emerging of well-established networks involving fiduciaries, members of the judiciary, prosecutors, and legal professionals that allegedly have operated in a highly coordinated and routine manner over extended periods. While affected parties are frequently presented with the familiar explanation that their experience represents an isolated incident, the growing body of allegations suggests the potential existence of broader structural issues.
From a risk management perspective, such claims, if substantiated, could indicate elevated legal, regulatory, reputational, and governance risks. They may also raise questions regarding the robustness of institutional safeguards, the independence of key control functions, and the effectiveness of democratic and judicial oversight. For financial institutions and investors alike, these developments warrant careful monitoring and enhanced due diligence until greater clarity and transparency are achieved.
Ein Freund hat mich auf diese Webseite aufmerksam gemacht. Ich kann nicht glauben, dass es so etwas mitten in Europa gibt.
Cyberattack in Liechtenstein: Austria Also Affected
Copies of data relating to around 31,000 Liechtenstein legal entities were unlawfully obtained.
For Austria, the incident is particularly relevant in connection with Liechtenstein sub-foundations, sub-establishments and interests held by Austrian foundations, as well as other Liechtenstein foundations with an Austrian nexus. Natural persons may be affected in particular where they were recorded in the VwbP as beneficial owners of a Liechtenstein legal entity, including founders, beneficiaries or members of governing bodies.
http://www.deloitte.com/at/de/services/tax/blogs/2026/breaking-news-cyberattack-in-liechtenstein.html
Wenn die Daten von rund 31’000 Rechtsträgern abgeflossen sind, dann betrifft dies einen Kernbereich des liechtensteinischen Finanzplatzes. Viele würden dies als einen der schwersten Vorfälle der jüngeren Geschichte einstufen. In der Rede erscheint das Thema jedoch vor allem als Beispiel für die Notwendigkeit einer besseren Sicherheitsstrategie und wird nicht vertieft. Fragen nach Verantwortung, Schaden, Folgen für Betroffene oder Auswirkungen auf das internationale Vertrauen in den Standort werden nicht behandelt.
Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten „Zombie-Trusts“. In der Rede findet sich dazu keinerlei Bezug.
Das ZDF schreibt am 3. August 2026:
Warum der Liechtenstein-Hack so brisant ist
Der Kleinstaat Liechtenstein wurde gehackt. Werden jetzt versteckte Milliarden offengelegt? Auch für Deutschland könnte das erhebliche Folgen haben.
Wenn die Betroffenen Steuern hinterzogen haben, dann geschieht es ihnen recht. Und wenn Liechtenstein geholfen hat, dass dort Geld versteckt wurde, dann geschieht es Liechtenstein ebenso recht.
Die Korruption und die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein hätten schon ausgereicht, um Liechtenstein als Finanzzentrum zu disqualifizieren. Die hunderten Zombie Trusts haben dann gezeigt, dass Liechtenstein unsicher ist. Dass jetzt noch das streng geheime Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten gehackt und heruntergeladen wurde, ist das Aus.
31.000 Datensätze wurden gestohlen. Nicht irgendeine Datenbank, sondern das Verzeichnis der wirtschaftlich Berechtigten, die sensibelste Informationssammlung des Finanzplatzes.
Jahrelang verlangte der Staat immer mehr Transparenz. Jeder sollte offenlegen, melden und registrieren. Die Botschaft war klar: Vertraut uns, eure Daten sind sicher.
Heute wissen wir: Das Versprechen war weniger sicher als die Datenbank selbst.
Ein Finanzplatz lebt von Vertrauen. Wenn die vertraulichsten Informationen des Landes kopiert und abgezogen werden können, dann ist nicht nur ein IT-System gescheitert. Dann ist das Geschäftsmodell beschädigt.
Die eigentlichen Kronjuwelen Liechtensteins waren nie die Stiftungen oder Trusts. Es war das Vertrauen der Menschen.
31.000 Datensätze später bleibt davon nicht mehr viel übrig.
Liechtenstein hat seinen Sicherheitsversprechen gebrochen. Die Cyberattacke war nicht unvermeidbar, sondern möglich aufgrund einer „fehlerhaften Logik“. Das ist unentschuldbar und für einen Finanzplatz das Ende.
hauptsächlich schöne Bilder posten vom Huldigungsfest und neue Thronfolgeregelung zum Hauptthema hervorheben !
Versagen zugeben ,fehl am Platz !!
Kaiserwetter in Liechtenstein ….
The criminals in Liechtenstein embezzle other people’s money.
Those who hacked and copied the data did not embezzle any money; they destroyed trust in Liechtenstein as a financial center.