Zehn Tage seit dem grössten Datenklau aller Zeiten. War da was?

Nichts Neues im Ländle. Der Krisenstab Liechtensteins arbeite angeblich Tag und Nacht an der Bewältigung des Diebstahls von 31’000 hochsensible Datensätzen. Sie enthalten die Identikationsmerkmale aller Besitzer oder Nutzer von Stiftungen und Trusts & Co. Die wurden – mit welchen ehrenhaften oder kriminellen Motiven auch immer – eingerichtet, weil der Stifter auf die Diskretion und den Schutz des Fürstentums vertraute.

War ein schwerer Fehler, wurden sie alle eines Schlechteren belehrt.

Inzwischen schweigen auch die Medien, nachdem eine kleine Welle der Berichterstattung durch sie schwappte. Einzig die NZZaS hat gestern den Skandal aufgegriffen, aber doch eher mit Weichspüler und ohne zu deutlich auf das krachenden Versagen aller Sicherheitsmassnahmen und die Auswirkungen auf die Betroffenen hinzuweisen.

Es fehlt auch jede Kritik daran, dass es seit inzwischen zehn Tagen nicht gelungen ist, bei der Untersuchung oder der Identifikation der Räuber auch nur einen Schritt weiterzukommen.

Die NZZaS zitiert die Regierungschefin des Fürsten Brigitte Haas: ««Wir kennen bis jetzt weder die Täter noch deren Motiv», sagt sie etwas nervös.» Das sei «auch für uns sehr unbefriedigend.»» Es darf gelacht werden. Ausser, man ist ein Betroffener.

Was weiss man, laut NZZaS? «Derweil schiessen die Spekulationen ins Kraut. Mit jedem Tag wächst die Vermutung, es handle sich nicht um «normale Verbrecher», sondern um staatliche Akteure. So halten auch politisch exponierte Personen Stiftungen in Liechtenstein, beispielsweise bunkerten Russen gerne ihr Vermögen in Stiftungen im «Ländle».»

Ach was. Aber nicht nur Russen, sondern – neben durchaus ehrenhaften Betreibern – auch aller Abschaum aus der ganzen Welt.

Aber bislang: keine Lösegeldforderung, keine Veröffentlichung im Darknet, kein Verkaufsangebot, keine Erpressung von Opfern. So viel man weiss.

Bemerkenswert ist, dass auch andere staatliche Systeme abgeschaltet wurden. Das Zentrale Kontenregister, Intax, das eMWST-Portal und das Justizsystem Lides. Sicherheitsüberprüfung, wiegelt der Krisenstab ab, es gebe keine Hinweise, dass auch diese Plattformen betroffen seien.

Das vielleicht nicht. Aber es ist ein weiterer Hinweis, wie lausig die IT-Sicherheit gehandhabt wurde. Denn solche ziemlich wichtigen Systeme schaltet man nur ab, wenn die gleiche Authentifizierung, Infrastruktur und die gleichen Schnittstellen verwendet wurden.

Der IT-Verantwortliche Fabian Schmid sagt dazu nur, dass das ganze System, zumindest das gestohlene Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen (VwbP), von einer liechtensteinischen KMU mitsamt IT-Sicherheit betrieben worden sei. Den Namen nennt er allerdings nicht. Seine Arbeitsplatzsicherheit scheint hingegen sehr gefährdet.

Es gibt eine erstaunlich grosse Anzahl solcher Buden, ein rundes Dutzend. Darunter erscheinen KYBERNIA, Rocksolid, sl.one, Speedcom und Interum als besonders geeignet, Rocksolid nennt zudem ausdrücklich den Finanz-und Treuhandbereich als Kundschaft.

Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Allerdings könnte ein Outing den Ruin der Bude bedeuten, denn wer will sich schon von solchen Versagern eine delikate IT-Plattform basteln lassen, in die man offensichtlich kinderleicht durch das Eröffnen eines neuen Fake-Accounts einsteigen kann. Wer will schon zugeben müssen, dass alle State of the art Schutzmechanismen nicht existieren. Sonst hätten die Hacker nicht ungestört stundenlang herumfuhrwerken und alle Daten absaugen können.

Oder aber, das scheiterte an der Knausrigkeit der Fürstenregierung. Denn das kostet. Allerdings im Unterhalt nur wenige Millionen im Jahr, wie auf Inside Paradeplatz erläutert wurde. Ein Klacks, angesichts eines Milliarden-Staatshaushalts und eines milliardenschweren Fürsten.

Auf der anderen Seite verdienen sich die Treuhänder dusselig mit dem Unterhalt und der verwaltung dieser Konstrukte. Nehmen wir an, nur 20’000 davon seien aktiv. Alleine so kämen wir bei durchschnittlichen Administrationskosten von lediglich 10’000 Franken auf 200 Millionen jährlich. Erklecklich.

Aber eben, die Geldgier ist gross im Ländle. die Bereitschaft Geld für Sinnvolles auszugeben, ist klein.

51 Kommentare
  1. Der Tag, an dem Liechtensteins Vertrauensversprechen zerbrach
    Der Tag, an dem Liechtensteins Vertrauensversprechen zerbrach sagte:

    Die Cyberattacke ist mehr als ein Sicherheitsvorfall – sie ist ein Frontalangriff auf das Geschäftsmodell Liechtensteins. Ein Finanzplatz, der Vertraulichkeit und Sicherheit verspricht, verliert seine Existenzgrundlage, wenn genau diese Werte versagen. Der eigentliche Schaden sind nicht gestohlene Daten, sondern zerstörtes Vertrauen. Und Vertrauen ist die einzige Währung, die sich nach einem solchen Angriff nicht einfach wiederherstellen lässt. Für Liechtenstein könnte dieser Tag als der Moment in Erinnerung bleiben, an dem das Fundament seines Finanzplatzes Risse bekam.

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    • Richard
      Richard sagte:

      Der Datendiebstahl von 31.000 höchst sensiblen Daten ist doch nur noch ein weiteres k.o.-Kriterium.zu den bereits vorhandenen
      – fehlender Rechtsschutz und Eigentumsschutz
      – keine neutrale Justiz
      – Unfähigkeit, das Problem der hunderten verwaisten Zombie Trusts in bald zwei Jahren zu lösen

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  2. Die Festung Liechtenstein hat ein Leck
    Die Festung Liechtenstein hat ein Leck sagte:

    Liechtenstein lebt vom Mythos der Diskretion, Sicherheit und Professionalität. Und dann werden 31’000 sensible Datensätze gestohlen – während zehn Tage später offenbar noch immer niemand sagen kann, wer dahintersteckt oder warum.

    Das ist nicht nur ein IT-Problem. Das ist ein Armutszeugnis für einen Staat, der Vertrauen als Geschäftsmodell verkauft. Wer seine Daten nicht schützen kann und danach im Nebel stochert, sollte vielleicht weniger über Diskretion reden – und mehr über Verantwortung.

    Der Lack ist ab. Die Festung Liechtenstein wirkt plötzlich erstaunlich klein, durchlässig und ratlos.

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  3. Norbert
    Norbert sagte:

    Die Nachricht ist längst um die Welt gegangen.

    Nachdem Reuters und Bloomberg über den Vorfall berichtet haben, ist international bekannt, dass in Liechtenstein hochsensible Daten kompromittiert wurden und damit massive Fragen zur Datensicherheit eines Finanzplatzes im Raum stehen, der sein Geschäftsmodell auf Vertrauen, Diskretion und Sicherheit gründet.

    Was soll man dem noch hinzufügen?

    Der Imageschaden ist angerichtet. Jetzt geht es nicht mehr darum, die nächste Schlagzeile zu produzieren, sondern darum, die unangenehme Frage zu beantworten, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

    Denn eines lässt sich nicht wegkommunizieren: Wer mit Sicherheit wirbt, muss sich auch an der Sicherheit messen lassen. Und daran ist Liechtenstein gerade krachend gescheitert.

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  4. Wenn Vetternwirtschaft wichtiger ist als Cyber-Security
    Wenn Vetternwirtschaft wichtiger ist als Cyber-Security sagte:

    Man kann natürlich versuchen, das Geld unbedingt im kleinen Ländle zu halten. Bei hochsensibler IT sollte allerdings eine andere Frage an erster Stelle stehen: Wer kann die Daten am zuverlässigsten schützen?

    Wenn bei der Vergabe von sicherheitskritischen Aufträgen Beziehungen, Lokalpatriotismus und die heimische Wertschöpfung wichtiger sind als nachweisbare IT-Kompetenz und höchste Sicherheitsstandards, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern.

    Datensicherheit ist kein Heimatschutzprogramm. Und sensible Daten sind kein Gefälligkeitsgeschäft.

    Wer beim Schutz kritischer Daten nach dem Prinzip „Hauptsache aus dem Ländle“ verfährt, darf sich am Ende nicht darüber beklagen, wenn das Ländle plötzlich mit seinen Daten weltweit Schlagzeilen macht.

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  5. Stefan
    Stefan sagte:

    Es geht nicht darum, dass Daten weg wären, die sind ja noch da.

    Es geht allein darum, dass das Vertrauen in die Sicherheit des Finanzplatzes weg ist.

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  6. Angelika
    Angelika sagte:

    Jetzt versucht man in Liechtenstein wohl so zu tun, als sei alles wieder in Ordnung. Beim Staatsfeiertag wird das Thema totgeschwiegen und redet der Erbprinz weder über die hunderten Zombie Trusts noch über die 31‘000 gehackten hoch sensiblen Daten, sondern wieder über Berufschancen durch Ki?

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  7. Die Grundlagen eines erfolgreichen Finanzplatzes und warum Liechtenstein bei jeder einzelnen Zweifel aufkommen lässt
    Die Grundlagen eines erfolgreichen Finanzplatzes und warum Liechtenstein bei jeder einzelnen Zweifel aufkommen lässt sagte:

    Die wichtigsten Kriterien eines Finanzplatzes für vermögende Privatkunden, Unternehmen, Fonds und Investoren sind vor allem:

    1. Vertrauen
    Das wichtigste Gut eines Finanzplatzes ist Vertrauen. Kunden müssen darauf vertrauen können, dass:
    – ihr Vermögen sicher ist,
    – Verträge eingehalten werden,
    – Behörden professionell handeln,
    – Krisen kompetent bewältigt werden.
    Vertrauen ist oft wichtiger als Steuervorteile oder Gebühren.
    -> Es gibt Zweifel, dass in Liechtenstein Vermögen sicher ist, da die Justiz den Ruf hat, nicht neutral zu sein.

    2. Rechtsstaatlichkeit
    Investoren wollen wissen:
    – Eigentumsrechte werden geschützt.
    – Gerichte entscheiden unabhängig.
    – Verträge sind durchsetzbar.
    – Streitigkeiten werden fair gelöst.
    Viele Experten betrachten die Rechtssicherheit als eine der zentralen Grundlagen eines Finanzzentrums.
    -> Zahlreiche Skandale haben zu erheblichen Zweifeln an der Neutralität der Justiz in Liechtenstein geführt. Kritiker bemängeln, dass allzu oft Vetternwirtschaft über Recht und Gesetz gestellt und die einheimische Finanzelite bevorzugt wird. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit in Liechtenstein unterliegen erheblichen Zweifeln.

    3. Sicherheit
    Heute umfasst Sicherheit mehrere Ebenen:
    – Sicherheit von Vermögenswerten
    – Sicherheit der Banken
    – Cybersicherheit
    – Datenschutz
    – Schutz vor Betrug und Wirtschaftskriminalität
    -> Gerade Cyberangriffe auf sensible Register können deshalb erhebliche Aufmerksamkeit erzeugen. Aufgrund der nach zahlreichen übereinstimmenden Medienberichten nicht neutralen Justiz gibt es keine Sicherheit von Vermögenswerten. Dass Cybersicherheit und Datenschutz nicht bestehen, haben die erfolgreichen Datendiebstähle am 30. Juli 2026 gezeigt, in denen sämtliche wirtschaftlich Begünstigte sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten.

    4. Reputation
    Der Ruf eines Finanzplatzes ist häufig entscheidend. Fragen potenzieller Kunden sind:
    – Wird dieser Standort international respektiert?
    – Wird er mit Professionalität verbunden?
    – Gibt es wiederkehrende Skandale?
    – Wie berichten internationale Medien darüber?
    -> Reputation kann über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit beschädigt werden. Nicht nur die Cyberattacke vom Juli 2026, in welcher sämtliche wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten, sondern auch die seit Jahren nicht abreissende Kette von Skandalen, mit welchen Begünstigte vermögender Stiftungen mithilfe der nicht neutralen Justiz um ihre Rechte gebracht wurden (Skandale wie z.B. Perry, Bacardi, Karajan, Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie) belegen, dass die Reputation des Finanzplatzes Liechtenstein mehr als zweifelhaft ist.

    5. Kompetenz und Infrastruktur
    Ein Finanzplatz braucht:
    – gute Banken,
    – Vermögensverwalter,
    – Treuhänder,
    – Anwälte,
    – moderne IT-Systeme.
    Die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen wenig, wenn die Umsetzung schwach ist.
    -> Die Zuverlässigkeit zahlreicher Treuhänder steht ebenso in Frage wie die angeblich modernen IT-Systeme, die eine Cyberattacke auf die vertraulichsten Daten, die der wirtschaftlich Berechtigten, nicht verhindern konnte.

    6. Vertraulichkeit und Datenschutz
    Früher war dies oft der zentrale Wettbewerbsfaktor vieler Finanzplätze.
    Heute sind aufgrund internationaler Transparenzstandards absolute Geheimhaltung und Bankgeheimnisse deutlich eingeschränkt. Dennoch erwarten Kunden weiterhin:
    – Schutz sensibler Daten,
    – Schutz vor Datenabfluss,
    – professionelle Informationssicherheit.
    -> Dass diese Kriterien in Liechtenstein nicht erfüllt werden, hat die Cyberattacke deutlich belegt.

    8. Internationale Glaubwürdigkeit

    Wichtig sind Bewertungen durch Organisationen wie:
    – FATF
    – MONEYVAL
    – OECD
    – EU
    -> Der Expertenausschuss des Europarates MONEYVAL hat festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
    Und der Expertenausschuss des Europarats GRECO hat Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und selbst den Fürsten Liechtensteins angeordnet.

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    • Kriminelles System
      Kriminelles System sagte:

      Liechtenstein lockte Anleger mit dem Versprechen der Seriosität und der Vertrauenswürdigkeit. In Wirklichkeit herrscht in Liechtenstein eine ungeahnte Wirtschafts- und Finanzkriminalität, was Fürst und Regierung wissen, wogegen aber nicht vorgegangen wird, weil es sehr viel Geld ins Land spült. Einige Medienberichte nennen es das in Liechtenstein herrschende «kriminelle System», bei welchem auch die Justiz mitspielen würde.

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  8. Ernst
    Ernst sagte:

    Die ganze Welt hat mitgekriegt, dass angeblich diskrete Liechtensteiner Stiftungen nicht sicher sind. Das führt dazu, dass das Modell der Liechtensteiner Stiftung ausgedient hat. Und deswegen werden doch Treuhänder die jetzt noch bestehenden Stiftungen ungehemmt „dekantieren“, also ausplündern – mit Hilfe der Liechtensteiner Justiz. Denn neue Stiftungen kommen sowieso keine mehr.

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  9. Reuters: Liechtenstein says hackers access information on 31,000 legal entities
    Reuters: Liechtenstein says hackers access information on 31,000 legal entities sagte:

    Reuters, August 3, 2026:

    Liechtenstein announced that hackers gained unauthorized access to its Register of Beneficial Owners and copied information related to approximately 31,000 companies, foundations, and trusts. The breach occurred during the night of July 29-30, 2026, before authorities detected suspicious activity and took the affected system offline.

    Key points:

    – The attackers accessed and copied data from the government registry that records the beneficial owners of legal entities as part of anti-money laundering requirements introduced in 2021.

    – A preliminary investigation found that information on about 31,000 legal entities was obtained by the hackers.

    – According to the Liechtenstein Bankers Association, no banks and no bank customer data were affected by the incident.

    – Authorities said there is no evidence that the data was altered or deleted, only that copies were taken.

    – The government established a crisis task force led by Prime Minister Brigitte Haas and Justice Minister Emanuel Schaedler and is working to notify those affected.

    Why it matters:
    Liechtenstein is a small but wealthy financial center known for hosting thousands of trusts and other legal structures. A breach of its beneficial ownership database raises concerns about the privacy and security of sensitive ownership information, even though the country’s banking system itself was reportedly unaffected.

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  10. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
    Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.

    Fazit
    Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.

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    • Richard
      Richard sagte:

      Wenn die Daten veröffentlicht werden, dann ist doch absehbar, dass sich darunter sanktionierte Personen befinden. Und dann ist absehbar, dass die nächsten Treuhänder und/oder Banken sanktioniert werden. Ich hätte Angst, dass mein Treuhänder oder meine Bank in Liechtenstein sanktioniert werden und ich mit in den Strudel gerate und nicht mehr an mein Geld käme.

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  11. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

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  12. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

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  13. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

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  14. Fürstenfeier
    Fürstenfeier sagte:

    Das wird ein Fest:
    1. 800 verwaiste Zombie Trusts
    2. 31’000 hochsensible Daten gehackt
    3. Feuerwerk wurde wegen Trockenheit abgesagt
    4. Angst vor wütenden Russen, die wegen der Zombie Trusts mehr an ihre Vermögen kommen, daher Tickets erforderlich, Leibwächter für den Erbprinz usw.

    Antworten
  15. HIGH-RISK WARNING: LIECHTENSTEIN
    HIGH-RISK WARNING: LIECHTENSTEIN sagte:

    From a risk-management and investor-protection perspective, Liechtenstein should be treated as a high-risk jurisdiction for certain fiduciary and asset-protection structures.

    The following risks warrant particular attention:

    1. Systemic fiduciary abuse risk
    There are serious concerns that Liechtenstein’s fiduciary sector permits sophisticated structures through which trustees may extract substantial financial benefits from assets entrusted to them, potentially at the expense of beneficiaries and investors.

    2. Lack of effective judicial protection
    The availability of formal judicial remedies should not be confused with effective legal protection in practice. There are serious concerns regarding the independence, effectiveness and impartiality of judicial oversight in disputes involving Liechtenstein trustees and fiduciary structures.

    3. Institutional protection and regulatory capture risk
    There are substantial concerns regarding the degree to which political and institutional stakeholders tolerate, protect or fail to adequately address persistent deficiencies within the fiduciary sector. The apparent absence of effective corrective action raises serious questions about institutional accountability and regulatory independence.

    4. Material legal-certainty risk
    The perception of Liechtenstein as a highly stable and legally secure financial centre may create a false sense of security. Formal legal protections and the practical ability to enforce those protections may diverge materially, particularly where substantial assets, fiduciaries and local institutional interests are involved.

    5. Structural risk — not merely isolated misconduct
    The concerns described above should not be dismissed as isolated cases or individual misconduct. The available pattern of allegations raises the possibility of structural weaknesses in governance, judicial oversight, fiduciary regulation and institutional accountability.

    INVESTOR CONCLUSION

    Investors should not assume that assets placed into Liechtenstein fiduciary structures are protected merely because they are located in a jurisdiction marketed as legally stable and financially sophisticated.

    Where significant assets are involved, reliance on Liechtenstein trustees, courts or purported legal protections should therefore be regarded as carrying material counterparty, governance, enforcement and jurisdictional risk.

    In particular, investors should not rely solely on the local courts or on the presumed existence of effective legal remedies when assessing downside risk.

    The fundamental risk is not simply that an individual trustee may act improperly. The more serious concern is that, where misconduct occurs, the institutional framework may not provide investors with an effective, independent and timely mechanism for obtaining redress.

    Accordingly, Liechtenstein-based fiduciary arrangements should be subjected to enhanced due diligence, independent legal review and a heightened jurisdictional-risk assessment before any material assets are committed.

    Risk classification: HIGH — heightened investor-protection, governance, enforcement and legal-certainty risk.

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  16. Das Ende dieses Blogs?
    Das Ende dieses Blogs? sagte:

    Jetzt, wo Liechtenstein als Stiftungsplatz am Ende ist, da die Daten aller wirtschaftlich Berechtigten gestohlen worden sind und es keinen Datenschutz in Liechtenstein gibt, gründet doch kein Mensch mehr eine Stiftung. Treuhänder sind eine aussterbende Spezies. Dann braucht es doch diesen Blog auch nicht mehr.

    Antworten
  17. Schwager des Cousins
    Schwager des Cousins sagte:

    Wenn Aufträge für die IT nur innerhalb des Ländle an Schwager, Cousin oder den Schwager des Cousins vergeben werden und nicht an die besten Firmen, dann passiert eben so etwas. Den Schaden haben jetzt nicht nur die wirtschaftlich Berechtigten, sondern der Finanzplatz, der sich als unsicher und unzuverlässig erwiesen hat.

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  18. Handelsblatt: Cyberangriff auf Liechtenstein – 31.000 Datensätze betroffen
    Handelsblatt: Cyberangriff auf Liechtenstein – 31.000 Datensätze betroffen sagte:

    Der Handelsblatt-Artikel vom 3. August 2026 berichtet über einen schweren Cyberangriff auf Liechtenstein, bei dem Daten von rund 31.000 Personen bzw. Rechtseinheiten aus dem staatlichen Register der wirtschaftlich Berechtigten abgegriffen wurden.

    Die wichtigsten Punkte

    Unbekannte Täter verschafften sich nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht zum 30. Juli 2026 unerlaubten Zugang zum digitalen Register.

    Betroffen ist das „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“, in dem Personen erfasst sind, die hinter Unternehmen, Stiftungen oder Treuhandstrukturen stehen.

    Die Regierung nutzt dieses Register im Rahmen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

    Durch den Angriff wurde der Schutz personenbezogener Daten verletzt; die Daten wurden nach Angaben der Regierung kopiert bzw. abgegriffen.

    Die liechtensteinische Regierung richtete einen Krisenstab unter Führung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler ein.

    Laut dem Liechtensteinischen Bankenverband sind keine Banken und keine Bankkundendaten betroffen. Der Verband bezeichnete den Vorfall als bedauerlich, warnte aber davor, ihn zu verharmlosen.

    Das deutsche Innenministerium erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise, dass Deutschland oder deutsche Staatsbürger betroffen seien. Man beobachte die Lage jedoch aufmerksam.

    Bedeutung

    Für Liechtenstein ist der Vorfall besonders sensibel, weil das Register Informationen über Eigentümer und wirtschaftlich Berechtigte von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhandkonstruktionen enthält. Der Angriff betrifft damit einen zentralen Bereich der Transparenz- und Geldwäschebekämpfung des Finanzplatzes.https://www.handelsblatt.com/politik/international/cybersecurity-cyberangriff-auf-liechtenstein-31.000-datensaetze-betroffen/100244612.html

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    • Datendiebstahl: Wertvolle Informationen für Kriminelle
      Datendiebstahl: Wertvolle Informationen für Kriminelle sagte:

      Ein Transparenzregister enthält nicht nur Firmennamen, sondern Verknüpfungen zwischen natürlichen Personen und Unternehmen, Beteiligungen oder Stiftungen.

      Solche Daten sind allerdings nicht nur für Behörden wertvoll. Sie können auch für gezieltes Phishing, Identitätsdiebstahl, Erpressung oder sogar die Vorbereitung physischer Straftaten genutzt werden.

      Besonders problematisch ist, dass sich personenbezogene Informationen ja auch nicht einfach austauschen lassen. Ein kompromittiertes Passwort kann geändert werden. Namen, Adressen, Geburtsdaten oder Verbindungen zu Vermögensstrukturen bleiben dagegen dauerhaft relevant.

      Selbst wenn die Sicherheitslücke geschlossen wird, verschwinden die kopierten Daten nicht wieder aus dem Internet.

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  19. Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“
    Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ sagte:

    Der Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ beschäftigt sich kritisch mit dem Treuhand‑ und Stiftungssystem des Fürstentums.

    1. Treuhänder als mächtige Schlüsselfiguren
    In Liechtenstein verwalten Treuhänder Stiftungen und Vermögen von reichen Kunden aus aller Welt.
    Sie haben oft sehr weitgehende Kontrolle über das Geld.
    Das macht sie zu extrem einflussreichen Akteuren im Finanzsystem des Landes.

    2. System begünstigt Machtungleichgewicht
    Das liechtensteinische Recht gibt Treuhändern traditionell mehr Rechte als den eigentlichen Eigentümern (Begünstigten).
    Begünstigte haben teilweise kaum Einsicht oder Durchgriffsmöglichkeiten, selbst wenn etwas schief läuft.
    Dadurch entsteht ein strukturelles Vertrauensproblem: Man ist stark vom Treuhänder abhängig.

    3. Wiederkehrende Skandale und Missbrauch
    Der Artikel schildert mehrere Fälle, in denen Treuhänder:
    – Vermögen veruntreut haben
    – sich selbst bereichert haben
    – Gelder zweckentfremdet oder verschleiert haben
    Solche Fälle sind laut Bericht keine Einzelfälle, sondern treten immer wieder auf.
    Das Image eines sauberen Finanzplatzes bekommt dadurch Risse.

    4. Schwierige Rechtslage für Geschädigte
    Wer sich wehren will, hat es oft schwer:
    – Gerichtsverfahren dauern lange
    – Beweise sind schwer zu beschaffen
    – Informationsrechte sind begrenzt
    Geschädigte Kunden kommen teils jahrelang nicht an ihr eigenes Geld.

    5. Ursachen im System selbst
    Der Artikel legt nahe, dass die Probleme nicht nur an einzelnen „schwarzen Schafen“ liegen, sondern auch am System:
    – hohe Intransparenz
    – starke Stellung der Treuhänder
    – enge Verflechtungen im kleinen Staat

    6. Reformen – aber Zweifel
    Liechtenstein hat nach Skandalen Reformen eingeleitet (z. B. mehr Aufsicht).
    Dennoch bleibt laut Kritik fraglich, ob diese ausreichen, um Missbrauch wirklich zu verhindern.

    Fazit des Artikels
    Der Capital‑Bericht zeichnet ein kritisches Bild:

    Liechtenstein bietet zwar attraktive Strukturen für Vermögensschutz –
    aber das gleiche System kann dazu führen, dass Treuhänder zu viel Macht bekommen und Kunden Risiken tragen.

    Die Botschaft ist also:
    Wer sein Vermögen „zu treuen Händen“ gibt, ist nicht immer sicher – manchmal landet es „zu untreuen Händen“.
    https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden

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  20. Die Trickser in Liechtenstein wurden ausgetrickst.
    Die Trickser in Liechtenstein wurden ausgetrickst. sagte:

    Erst haben untreue Treuhänder mit tatkräftiger Unterstützung mancher Richter jahrelang Stifter und Begünstigte von Trusts und Stiftungen systematisch ausgetrickst und um ihre Vermögen gebracht, jetzt wurde der Stiftungsplatz Liechtenstein ausgetrickst und so dessen Vertrauenswürdigkeit zerstört.

    Antworten
  21. Barbara
    Barbara sagte:

    Die IT der Banken für die Bankkundendaten wird doch bestimmt auch von einheimischen liechtensteinischen Firmen betreut. In Liechtenstein wird doch alles nur an liechtensteiner Firmen vergeben, lokale Geschäftsinteressen müssen doch gewahrt werden, man muss doch zusammenhalten. Dann kann man darauf warten, dass die Bankkundendaten als nächstes gehackt werden.

    Antworten
  22. Anonymous
    Anonymous sagte:

    Untreuhänder haben ohne Wissen der wahren Begünstigten von Scheinstiftungen sich selbst als wirtschaftlich Berechtigte mit Kontrolle im gehackten Register eingetragen !
    Diese kriminellen Machenschaften werden nun alle ans Licht kommen…
    Einsichtsrechte in dieses Register haben selbst Betroffene und Geschädigte nicht.

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  23. Die eigentliche Vertrauenskrise beginnt bei der Justiz
    Die eigentliche Vertrauenskrise beginnt bei der Justiz sagte:

    Daten kann man verlieren. Vertrauen nur einmal.

    Nach dem Hackerangriff fragen sich Betroffene nicht nur, wer ihre Daten gestohlen hat. Sie fragen vor allem: Wer schützt meine Rechte, wenn daraus ein Schaden entsteht?

    Genau hier wird die Justiz zum entscheidenden Faktor. Denn ein Finanzplatz lebt nicht von Firewalls, sondern von der Gewissheit, dass Eigentumsrechte geschützt, Konflikte fair entschieden und Missstände konsequent aufgeklärt werden.

    Wenn gleichzeitig sensible Daten abfließen und bereits Zweifel an Rechtsstaatlichkeit, Aufsicht und wirksamem Rechtsschutz bestehen, wächst aus einem Cyberangriff eine Vertrauenskrise des gesamten Systems.

    Der Vorfall hat nicht nur ein IT-Problem offengelegt. Er hat die Frage aufgeworfen, ob Liechtenstein noch das liefern kann, was sein wichtigstes Produkt ist: Vertrauen.

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  24. Realist
    Realist sagte:

    Neue Trusts oder Stiftungen wird es keine mehr geben. Also werden die bestehenden auf Teufel komm raus gemolken werden.

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  25. Henriette
    Henriette sagte:

    Der Erbprinz spricht sich vehement gegen die Einführung einer Fristenregelung aus und kündigt an, ein entsprechendes Gesetz zu blockieren. Weil er ja so katholisch ist.

    Gegen die in seinem Land vorherrschende Finanzkriminalität geht es aber nicht vor. Und Spielcasinos werden ebenso geduldet. Weil er ja so katholisch ist?

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  26. Armin Hofstetter
    Armin Hofstetter sagte:

    Ein internationales Gericht sollte die Rolle des Fürsten und des Erbprinzen in der Wirtschafts- und Finanzkriminalität in Liechtenstein überprüfen.

    Antworten
  27. Harald
    Harald sagte:

    Wenn die Schweiz schlau wäre und schnell reagieren würde, würde sie ihre Gesetzgebung für die Familienstiftung in der Schweiz schnell vorantreiben. Dann wäre der Trust- und Stiftungsstandort Liechtenstein ausgebootet und bekamen die Banken in Liechtenstein auch nicht mehr so viel Gelder.

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  28. Schattenparker
    Schattenparker sagte:

    Wenn die Namen aus dem Register der wirtschaftlich Berechtigten veröffentlicht werden, finden sich darunter doch sicher eine Reihe von Sanktionierten, korrupten Staatsbeamten usw., so dass die nächsten Treuhänder sanktioniert werden. Dann kommt das ganze Ausmass des Versteckens erst zum Vorschein.

    Antworten
  29. Stimmungsbild im Ländle
    Stimmungsbild im Ländle sagte:

    Hat der Fürst schon eine Begründung gefunden, weshalb er nicht zum Fürstenfest kommen kann? Wieder ein „Beinleiden“ oder vielleicht eine Erkältung oder Heuschnupfen?

    Und hat der Erbprinz schon alle Leibwächter der Schweiz für sich beauftragt? Und eine schöne Ansprache vorbereitet über vielleicht die erfreulich wachsende Anzahl von Bienenstöcken im Ländle, die katholischen Werte in der Fürstenfamilie oder die Sonnenfinsternis diese Woche?

    Antworten
  30. Markus
    Markus sagte:

    Ich wusste nicht, dass Waterloo in Liechtenstein liegt.

    Etwas Katastrophaleres kann einem Finanzstandort nicht passieren, als dass er seine Vertrauenswürdigkeit verliert.

    Antworten
  31. Das grosse Zittern
    Das grosse Zittern sagte:

    Es zittern doch nicht nur die Treuhänder, sondern auch die Banken in Liechtenstein und daher auch das Fürstenhaus als Eigentümer der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) vor der Veröffentlichung der Daten. Und die wird früher oder später kommen.

    Antworten
  32. Vetterliwirtschaft gone bad
    Vetterliwirtschaft gone bad sagte:

    Öffentliche Aufträge werden im Ländle soweit irgendwie möglich an Firmen im Ländle vergeben. Man muss ja zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen, und eine Hand wäscht die andere. Selbst wenn die IT-Firma aus dem Ländle nicht auf dem allerneuesten Stand ist. Das kann eben auch einmal schiefgehen.

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  33. FAZ: Eklatante Schwächen und schwerwiegende Mängel auf mehreren Ebenen grundlegende Kontrollfunktionen fehlen im IT System in Liechtenstein......
    FAZ: Eklatante Schwächen und schwerwiegende Mängel auf mehreren Ebenen grundlegende Kontrollfunktionen fehlen im IT System in Liechtenstein...... sagte:

    » Liechtensteins Geschäftsmodell ist fundamental bedroht»
    Für betroffene Personen kann der Cyberangriff sehr unangenehm werden.Und für Geheimdienste interessant sein.

    Antworten
  34. Liechtensteins Versagen
    Liechtensteins Versagen sagte:

    Dieser Cyberangriff ist ein Armutszeugnis für Liechtensteins Politik und Verwaltung.

    Ein offenbar unzureichend verifizierter Account konnte auf ein hochsensibles Register zugreifen. Über Stunden wurden Daten abgegriffen – ohne Alarm, ohne wirksame Kontrolle, ohne ausreichenden Schutz. Das ist kein unvermeidbares Hackerpech, sondern ein politisches und organisatorisches Versagen.

    Liechtenstein verkauft der Welt Diskretion, Sicherheit und Vertrauen. Doch ausgerechnet der Staat hat gezeigt, wie wenig belastbar dieses Versprechen offenbar ist.

    Wo waren die Verantwortlichen? Wer hat diese Sicherheitsarchitektur abgenommen? Und warum musste man erst gehackt werden, um die offensichtlichen Schwachstellen zu erkennen?

    Die Politik kann sich jetzt nicht hinter der Komplexität moderner Cyberangriffe verstecken. Wer sensible Daten zentral sammelt, trägt Verantwortung für deren Schutz.

    Für einen Finanzplatz, dessen Geschäftsmodell auf Vertrauen beruht, ist dieser Vorfall deshalb mehr als peinlich:

    Er ist ein politisches Versagen mit potenziell existenzbedrohlichen Folgen für Liechtensteins Ruf.

    Antworten
  35. Cyberattacke: Besondere Risiken für Bitcoin-Nutzer
    Cyberattacke: Besondere Risiken für Bitcoin-Nutzer sagte:

    Das liechtensteinische Register enthält nach aktuellem Stand keine Bitcoin-Adressen oder konkreten Wallet-Bestände. Dennoch kann ein solcher Datenabfluss auch für Bitcoin-Nutzer gefährlich sein.

    Werden die Informationen mit anderen Leaks kombiniert, zum Beispiel von Handelsplattformen, Banken, Steuerdienstleistern oder Krypto-Unternehmen (Stichwort: „Ledger Leak“), können Angreifer ein noch detaillierteres Bild der finanziellen Situation einzelner Personen erhalten.

    Bei selbstverwahrten Bitcoin-Beständen kommt sogar noch ein zusätzliches Risiko hinzu. Banken können verdächtige Überweisungen stoppen oder Konten sperren. Eine unter Zwang ausgeführte Bitcoin-Transaktion lässt sich dagegen nicht rückgängig machen.

    Bereits die Vermutung, dass eine Person über größere Bitcoin-Bestände verfügt, kann sie zu einem Ziel für Erpressung oder einen sogenannten „5-Dollar-Wrench-Angriff“ machen.

    In den vergangenen Monaten gab es (insbesondere in Frankreich) vermehrt solche und ähnliche Attacken. https://www.blocktrainer.de/blog/31000-rechtstraeger-betroffen-datenklau-in-liechtenstein-liefert-neue-munition-gegen-dac8

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  36. NZZ: Datenklau in Liechtenstein: Ein Super-GAU für das „Sicherheitsparadies“
    NZZ: Datenklau in Liechtenstein: Ein Super-GAU für das „Sicherheitsparadies“ sagte:

    Die wesentliche Kritik lautet nicht einfach „Liechtenstein ist ein Steuerparadies“, sondern: Das Land hat seinen Finanzplatz historisch auf Diskretion und schwer durchschaubare Vermögensstrukturen aufgebaut – und genau diese Tradition kann Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Verschleierung von Vermögenseigentümern begünstigen; der Hackerangriff legt nun die Kehrseite dieses Geschäftsmodells offen.

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  37. Sogar der Landesspiegel hatte ausdrücklich gewarnt
    Sogar der Landesspiegel hatte ausdrücklich gewarnt sagte:

    Sogar die liechtensteiner Zeitung Landesspiegel hatte in ihrem Artikel vom 9. April 2026, also vor über drei Monaten gewarnt:

    „Anthropic-KI findet seit Jahren schlummernde Software-Schwachstellen“

    jetzt wurden 31.000 Datensätze gehackt – und alle sind überrascht?

    Der Landesspiegel hat bereits im April vor genau den Gefahren gewarnt, die moderne KI für die IT-Sicherheit mit sich bringt.

    Die Warnung war da. Die Risiken waren bekannt.

    Jetzt sind 31.000 Datensätze weg.

    Natürlich muss der konkrete Angriff aufgeklärt werden. Aber hinterher überrascht zu tun, ist schlicht zu billig.

    Der Landesspiegel hat gewarnt. Man hätte zuhören können.

    Jetzt ist der Schaden da.

    Als hätte niemand gewarnt. Doch – hat er. https://landesspiegel.li/2026/04/anthropic-ki-findet-seit-jahren-schlummernde-software-schwachstellen/

    Antworten
  38. Liechtenstein’s Broken Promise of Asset Protection
    Liechtenstein’s Broken Promise of Asset Protection sagte:

    Liechtenstein has a long-standing record of scandals involving beneficiaries of trusts and foundations being deprived of their assets. Even the family of the late Saudi King Fahd was reportedly affected.

    The approximately 800 orphaned “zombie trusts,” including those involving non-sanctioned settlors, further undermine Liechtenstein’s claim to provide secure asset protection.

    The latest disclosure of data relating to some 31,000 beneficial owners adds yet another serious breach of trust.

    How much more evidence is needed before Liechtenstein is recognised as an unsuitable and unreliable jurisdiction for trusts and foundations?

    Antworten
  39. RoMan
    RoMan sagte:

    Der arme Fürst. Sein einst so stolzes Schloss hat offenbar einen bemerkenswerten Wandel vollzogen: Aus trutzigen Mauern wurde eine Zeltplane – nur mit dem Unterschied, dass selbst ein Campingzelt gelegentlich noch den Anspruch erhebt, dicht zu sein.

    Antworten

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