Die Treuhänder im Ländle wollen es noch nicht wahrhaben: ihr Geschäftsmodell ist am Ende.

Naturgemäss gibt es nur Schätzungen, wie viel Geld in Konstrukten wie Stiftungen, Trusts, Anstalten etc. im Fürstentum Liechtenstein gebunkert sind.

Darunter gibt es sicherlich einen Prozentsatz von völlig legalen, ordentlich erworbenen (und versteuerten) Vermögen. Die werden hier gelagert, wie beispielsweise in der Stiftung der Birkenstock-Familie, um ein Gefäss zu haben, mit dem komplizierte Finanzverhältnisse in einer verästelten Familie, die in verschiedenen Ländern und Steuersystemen lebt, zusammengefasst und organisiert werden können. Oder zur Nachlassplanung bei grossen Vermögen mit diversen Anspruchsgruppen und speziellen Wünschen des Erblassers.

Das ist der helle Teil. Und dann gibt es den dunklen und schliesslich den rabenschwarzen.

Der dunkle Teil besteht aus Vermögen, die aus welchen Gründen auch immer das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Das kann noch halbwegs ehrenhaft sein, wenn beispielsweise eine reiche Person in der Dritten Welt nicht damit auffallen will, über ein dickes Bankkonto zu verfügen. Denn das steigert die Gefahr einer Entführung mit Lösegelderpressung ungemein. Und diese Gangster arbeiten natürlich mit Bankangestellten zusammen.

Also wird das Geld nach Panama – oder Liechtenstein transferiert. Mit dem hübschen Nebeneffekt, dass keine Steuern fällig sind.

Aber dann gibt es noch den rabenschwarzen Teil. Gelder aus Diktaturen, aus Unrechtsstaaten wie Venezuela oder Iran oder all den Regimes in Afrika, Lateinamerika und Asien. Gelder aus dem Handel mit Blutdiamanten, Gelder von Warlords, Drogenbaronen, Menschenhändlern, Gelder von all dem Abschaum der Menschheit.

Hier ist von gigantischen Beträgen die Rede. Alleine die organisierte Schwerkriminalität ist laut Schätzungen der UNO für 1,5 Prozent des Welt-BIP zuständig. Das wären rund 1,8 Billionen US-Dollar, 1800 Milliarden. Nimmt man sämtliche kriminellen Aktivitäten, sprechen wir von mindestens 2 bis zu 5 Prozent des Welt-BIP. Also von 2,4 bis 6 Billionen.

Von diesen gigantischen Beträgen ist garantiert ein unbekannter Prozentsatz in Liechtenstein gelandet. Allen Schwüren zum Trotz, dass man einen sauberen Finanzplatz wolle und von Gebräuchen der Vergangenheit Abstand genommen hätte.

Denn es gibt einen Faktor, der all das übersteuert, auch das Risiko, erwischt zu werden: reine Geldgier.

Aber hier gibt es ein Problem. Wird der Anwalt oder Treuhänder von einer staatlichen Stelle erwischt, dann gibt es in Liechtenstein von der Fürstenjustiz höchstens einen Klaps auf die Finger. In den letzten 15 Jahren gab es zwischen 10 bis 20 Strafverfahren, eine reine Schätzung. Verurteilungen? Eine niedrige, einstellige Zahl.

Aber: Wie werden schwerkriminelle Begünstigte einer solchen Tarnkonstruktion reagieren, wenn sie erfahren, dass ihre Namen und alle nötigen Merkmale zur Identifikation gestohlen wurden und sich nun ihrerseits in den Händen von Cyber-Kriminellen befinden? Wie werden sie erst reagieren, wenn sie mit einer Erpressung kontaktiert werden? Mit einer Forderung, deren Höhe sich nach dem in ihrer liechtensteinischen Konstruktion lagernden Vermögenswerten richtet.

Wen werden sie dafür verantwortlich machen? Richtig, den Treuhänder oder Anwalt, der ihnen mit heiligen Schwüren versicherte, dass Diskretion in Liechtenstein oberste Maxime ist, der Schutz der Anonymität vollkommen, das alles so sicher und stabil wie die fürstliche Trutzburg ob Vaduz sei.

Und nun das.

Im Weiteren werden sie Behörden, Regierung und schliesslich den absolutistisch regierenden Landesherrn verantwortlich machen. Also den Fürsten und seinen regierenden Erbprinzen Alois.

Eigentlich möchte niemand den Zorn solcher finsterer Gestalten auf sich ziehen. Nicht von einem, und erst recht nicht von Dutzenden, Hunderten.

Die 130 Treuhänder dürften inzwischen schlaflose Nächte haben – und aufschrecken, wenn sie im Garten ein verdächtiges Geräusch hören. Allerdings: Profis machen keine verdächtigen Geräusche. Plötzlich sind sie lautlos da, und dann ist’s zu spät.

27 Kommentare
  1. Die Grundlagen eines erfolgreichen Finanzplatzes und warum Liechtenstein bei jeder einzelnen Zweifel aufkommen lässt
    Die Grundlagen eines erfolgreichen Finanzplatzes und warum Liechtenstein bei jeder einzelnen Zweifel aufkommen lässt sagte:

    Die wichtigsten Kriterien eines Finanzplatzes für vermögende Privatkunden, Unternehmen, Fonds und Investoren sind vor allem:

    1. Vertrauen
    Das wichtigste Gut eines Finanzplatzes ist Vertrauen. Kunden müssen darauf vertrauen können, dass:
    – ihr Vermögen sicher ist,
    – Verträge eingehalten werden,
    – Behörden professionell handeln,
    – Krisen kompetent bewältigt werden.
    Vertrauen ist oft wichtiger als Steuervorteile oder Gebühren.
    -> Es gibt Zweifel, dass in Liechtenstein Vermögen sicher ist, da die Justiz den Ruf hat, nicht neutral zu sein.

    2. Rechtsstaatlichkeit
    Investoren wollen wissen:
    – Eigentumsrechte werden geschützt.
    – Gerichte entscheiden unabhängig.
    – Verträge sind durchsetzbar.
    – Streitigkeiten werden fair gelöst.
    Viele Experten betrachten die Rechtssicherheit als eine der zentralen Grundlagen eines Finanzzentrums.
    -> Zahlreiche Skandale haben zu erheblichen Zweifeln an der Neutralität der Justiz in Liechtenstein geführt. Kritiker bemängeln, dass allzu oft Vetternwirtschaft über Recht und Gesetz gestellt und die einheimische Finanzelite bevorzugt wird. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit in Liechtenstein unterliegen erheblichen Zweifeln.

    3. Sicherheit
    Heute umfasst Sicherheit mehrere Ebenen:
    – Sicherheit von Vermögenswerten
    – Sicherheit der Banken
    – Cybersicherheit
    – Datenschutz
    – Schutz vor Betrug und Wirtschaftskriminalität
    -> Gerade Cyberangriffe auf sensible Register können deshalb erhebliche Aufmerksamkeit erzeugen. Aufgrund der nach zahlreichen übereinstimmenden Medienberichten nicht neutralen Justiz gibt es keine Sicherheit von Vermögenswerten. Dass Cybersicherheit und Datenschutz nicht bestehen, haben die erfolgreichen Datendiebstähle am 30. Juli 2026 gezeigt, in denen sämtliche wirtschaftlich Begünstigte sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten.

    4. Reputation
    Der Ruf eines Finanzplatzes ist häufig entscheidend. Fragen potenzieller Kunden sind:
    – Wird dieser Standort international respektiert?
    – Wird er mit Professionalität verbunden?
    – Gibt es wiederkehrende Skandale?
    – Wie berichten internationale Medien darüber?
    -> Reputation kann über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit beschädigt werden. Nicht nur die Cyberattacke vom Juli 2026, in welcher sämtliche wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten, sondern auch die seit Jahren nicht abreissende Kette von Skandalen, mit welchen Begünstigte vermögender Stiftungen mithilfe der nicht neutralen Justiz um ihre Rechte gebracht wurden (Skandale wie z.B. Perry, Bacardi, Karajan, Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie) belegen, dass die Reputation des Finanzplatzes Liechtenstein mehr als zweifelhaft ist.

    5. Kompetenz und Infrastruktur
    Ein Finanzplatz braucht:
    – gute Banken,
    – Vermögensverwalter,
    – Treuhänder,
    – Anwälte,
    – moderne IT-Systeme.
    Die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen wenig, wenn die Umsetzung schwach ist.
    -> Die Zuverlässigkeit zahlreicher Treuhänder steht ebenso in Frage wie die angeblich modernen IT-Systeme, die eine Cyberattacke auf die vertraulichsten Daten, die der wirtschaftlich Berechtigten, nicht verhindern konnte.

    6. Vertraulichkeit und Datenschutz
    Früher war dies oft der zentrale Wettbewerbsfaktor vieler Finanzplätze.
    Heute sind aufgrund internationaler Transparenzstandards absolute Geheimhaltung und Bankgeheimnisse deutlich eingeschränkt. Dennoch erwarten Kunden weiterhin:
    – Schutz sensibler Daten,
    – Schutz vor Datenabfluss,
    – professionelle Informationssicherheit.
    -> Dass diese Kriterien in Liechtenstein nicht erfüllt werden, hat die Cyberattacke deutlich belegt.

    8. Internationale Glaubwürdigkeit

    Wichtig sind Bewertungen durch Organisationen wie:
    – FATF
    – MONEYVAL
    – OECD
    – EU
    -> Der Expertenausschuss des Europarates MONEYVAL hat festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
    Und der Expertenausschuss des Europarats GRECO hat Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und selbst den Fürsten Liechtensteins angeordnet.

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  2. Arab News on cyber attack on Liechtenstein
    Arab News on cyber attack on Liechtenstein sagte:

    Arab News reports on August 4th, 2026.

    Hackers who last ​week accessed data from a Liechtenstein register of companies, foundations and trusts did ‌not ‌obtain ​financial ‌information, ⁠the ​principality’s government said ⁠on Tuesday.

    The hacked register of beneficial owners did ⁠not contain data on ‌assets, ‌revenues ​and ‌dividends of ‌the affected parties, Prime Minister Brigitte Haas told ‌a press conference.

    Investigators did not ⁠know ⁠who was behind the hack but were working hard to find out, Haas said.

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  3. Bloomberg: “Liechtenstein Hunts Hackers as Data on 31,000 Funds Breached“
    Bloomberg: “Liechtenstein Hunts Hackers as Data on 31,000 Funds Breached“ sagte:

    Bloomberg: “Liechtenstein Hunts Hackers as Data on 31,000 Funds Breached“
    5. August 2026 um 7:57
    The breach is particularly sensitive because Liechtenstein is a major international wealth management and financial center. Even though no financial assets were accessed, the exposure of beneficial ownership information raises privacy and reputational concerns for individuals and entities connected to the registry.

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  4. Erbprinz Alois macht sich Feinde
    Erbprinz Alois macht sich Feinde sagte:

    Liechtenstein steht gleich an zwei Fronten unter Druck.

    Ein Hackerangriff auf ein sensibles Staatsregister erschüttert das Vertrauen in den Finanzplatz.

    Gleichzeitig entfacht der Streit um das Abtreibungsrecht eine Debatte über die Macht des Erbprinzen. Ein Viertel der Stimmberechtigten haben ein Begehren für eine Gesetzesänderung unterschrieben- der Erbprinz hat erklärt, ein solches Gesetz zu verhindern. Es kommt zu einer Konfrontation.https://www.bluewin.ch/de/news/international/das-ruhige-laendle-steht-ploetzlich-kopf-und-der-erbprinz-macht-sich-feinde-li.3551726

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  5. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Reuters, Bloomberg, Medien in der ganzen Welt haben darüber berichtet, dass der heiligste Schatz Liechtensteins gehackt worden ist. Das Kernversprechen Liechtensteins, nämlich Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit ist zerstört worden und die ganze Welt hat es erfahren.

    Die Regierungschefin erklärte, es gebe keine Lösegeldforderung, was klar ist, denn so dumm wird niemand sein und ein Lösegeld fordern, welches natürlich nie bezahlt werden würde, da die Daten ja trotz Lösegeldzahlung weiter missbraucht werden könnten.

    Die Daten werden auftauchen. Ob alle zusammen im Internet oder einzeln in Erpresserschreiben oder bei den Steuerämtern weltweit, das spielt keine Rolle, denn der Schaden ist in jedem Fall da.

    Liechtenstein, der Fürst, der Erbprinz, die Regierung und die Treuhänder stehen da wie begossene Pudel, wie Schulkinder, wie Stümper, die nicht einmal ihre wertvollste Datei sichern können. Wenn sie sie nicht in der Lage sind, sie zu sichern, dann hätten sie sie in einem stand-alone Computer, der nicht ans Internet angeschlossen ist, verwahren müssen, ganz einfach. Die ganze Welt lacht über diesen Anfängerfehler, mit dem sich Liechtenstein sein wertvollstes Gut, nämlich seine Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit stehlen liess.

    Als Finanzplatz hat Liechtenstein ausgedient. Ohne Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit überlebt kein Finanzplatz.

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  6. INDEPENDENT (UK): “Cyberattack hits Liechtenstein's register of people behind foundations“
    INDEPENDENT (UK): “Cyberattack hits Liechtenstein's register of people behind foundations“ sagte:

    The Government of Liechtenstein has confirmed that a cyberattack targeted the registry of beneficial owners associated with companies and foundations in the wealthy principality.

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  7. Das Dilemma von Erbprinz Alois
    Das Dilemma von Erbprinz Alois sagte:

    Das Fürstenhaus und die Gewissensfrage: Liechtenstein vor heiklem Entscheid zu Schwangerschaftsabbruch

    Eine liechtensteinische Volksinitiative, welche ein Viertel der Stimmberechtigten unterschrieben haben, fordert die Fristenlösung beim Schwangerschaftsabbruch. Erbprinz Alois hat bereits angekündigt, ein allfälliges Ja der Bevölkerung per Veto zu blockieren.

    Die NZZ stellt die Frage, welche Konsequenzen ein erneutes Veto für die politische Kultur Liechtensteins hätte. Sollte sich eine Mehrheit der Bevölkerung für eine Liberalisierung aussprechen und das Fürstenhaus diese dennoch blockieren, könnte dies eine Debatte über die Machtbefugnisse der Monarchie auslösen.https://www.nzz.ch/schweiz/das-fuerstenhaus-und-die-gewissensfrage-liechtenstein-vor-heiklem-entscheid-zu-schwangerschaftsabbruch-ld.10017865

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  8. Der Tag, an dem Liechtensteins Vertrauensversprechen zerbrach
    Der Tag, an dem Liechtensteins Vertrauensversprechen zerbrach sagte:

    Die Cyberattacke ist mehr als ein Sicherheitsvorfall – sie ist ein Frontalangriff auf das Geschäftsmodell Liechtensteins. Ein Finanzplatz, der Vertraulichkeit und Sicherheit verspricht, verliert seine Existenzgrundlage, wenn genau diese Werte versagen. Der eigentliche Schaden sind nicht gestohlene Daten, sondern zerstörtes Vertrauen. Und Vertrauen ist die einzige Währung, die sich nach einem solchen Angriff nicht einfach wiederherstellen lässt. Für Liechtenstein könnte dieser Tag als der Moment in Erinnerung bleiben, an dem das Fundament seines Finanzplatzes Risse bekam.

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  9. „Liechtenstein: the register of beneficial owners under scrutiny“
    „Liechtenstein: the register of beneficial owners under scrutiny“ sagte:

    PaperJam/Luxemburg states:

    Liechtenstein has not lost any money. Its banks have not been hacked. Hackers managed to copy data from the national register of beneficial owners, comprising around 31,000 records relating to companies, foundations and trusts. For a financial centre that has built its reputation on legal certainty and confidentiality, the incident goes far beyond the technical sphere.

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  10. Finanzplatz Liechtenstein im freien Fall
    Finanzplatz Liechtenstein im freien Fall sagte:

    Erst ist ans Licht gekommen, dass es in Liechtenstein ein kriminelles System gibt, bei welchem Treuhänder mithilfe gewisser Richter seit Jahren systematisch Stiftungen und Trusts in ihre Macht gebracht und dann geplündert haben.

    Dann kamen die 800 verwaisten Zombie Trusts, bei denen auch nicht sanktionierte Investoren seit über eineinhalb Jahren nicht mehr an ihre Vermögen kommen.

    Und jetzt wurden die Kronjuwelen Liechtensteins gestohlen, nämlich das Register der wirtschaftlich Berechtigten, so dass das Vertraulichste des Finanzplatzes verloren ging. Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit des Finanzplatzes sind zerstört.

    Und alles vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

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  11. Tag der offen Tür in Liechtenstein
    Tag der offen Tür in Liechtenstein sagte:

    Wenn es nicht mal die Liechtensteinische Regierung schafft, vertrauliche Daten zu schützen, wie sollen es denn die Banken in Liechtenstein schaffen? Wer soll sich noch darauf verlassen, dass die Daten der Liechtensteinischen Banken sicher sind?

    Antworten
  12. Johannes Klar
    Johannes Klar sagte:

    Liechtenstein kann sich nicht länger hinter dem Mythos des diskreten und sauberen Finanzplatzes verstecken. Die „Zombie Trusts“, der Cyberangriff auf sensible Daten und die lange Reihe von Finanzskandalen werfen eine unbequeme Frage auf: Ist das Geschäftsmodell noch zeitgemäß – oder lebt es von Strukturen, die zu lange im Schatten operieren konnten? Vertrauen entsteht nicht durch Geheimhaltung, sondern durch Transparenz, Kontrolle und Verantwortung. Liechtenstein muss endlich zeigen, dass es mehr ist als eine elegante Adresse für komplizierte Vermögenskonstruktionen – sonst wird der Ruf vom sicheren Hafen zum Symbol für mangelnde Aufsicht.

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  13. Anonymous
    Anonymous sagte:

    Sollten Finanzämter diese gehackten ,wertvollen Daten in die Hände bekommen,dürften auch einige Treuhänder sowie weitere Personen zittern und sich dem Vorwurf der Steuerhinterziehung aussetzen

    Antworten
  14. ZDF: „Warum der Liechtenstein-Hack so brisant ist"
    ZDF: „Warum der Liechtenstein-Hack so brisant ist" sagte:

    ZDF heute Artikel vom 3. August 2026
    :
    Das ZDF stellt den Cyberangriff nicht nur als IT-Sicherheitsvorfall dar, sondern als Ereignis mit potenziell weitreichenden Folgen für den Ruf des liechtensteinischen Finanzplatzes. Die zentrale Kritik lautet, dass der Hack die Transparenz über Vermögensstrukturen erhöhen könnte und gleichzeitig alte Fragen zu Steuervermeidung, Geldwäsche und der Rolle Liechtensteins als internationaler Finanzplatz wieder aufwirft.

    Der Artikel enthält mehrere kritische Untertöne:

    – Vertrauensproblem des Finanzplatzes:
    Der Hack trifft einen Kernbereich des liechtensteinischen Finanzplatzes, der von Stiftungen, Trusts und Vermögensstrukturen geprägt ist.

    – Mögliche Steuervermeidung:
    Das ZDF weist darauf hin, dass die Daten möglicherweise offenlegen könnten, wer Vermögen vor dem heimischen Fiskus versteckt hat.

    – Historische Belastung:
    Der Artikel erinnert an frühere Steuerskandale und die LGT-Affäre, wodurch der Eindruck entsteht, dass Liechtenstein trotz Reformen weiterhin mit seiner Vergangenheit als diskreter Finanzplatz kämpft.

    – Zweifel an der Sauberkeit des Finanzplatzes:
    Besonders deutlich wird der Satz, dass „ganz sauber das Geld in Liechtenstein nicht“ sei. Als Beispiele nennt das ZDF frühere US-Ermittlungen und Geschäfte mit vermögenden russischen Kunden.

    – Sicherheitsversagen:
    Indirekt kritisiert der Artikel, dass ein derart sensibles Register erfolgreich gehackt werden konnte.

    Kernaussage
    Das ZDF stellt den Cyberangriff nicht nur als IT-Sicherheitsvorfall dar, sondern als Ereignis mit potenziell weitreichenden Folgen für den Ruf des liechtensteinischen Finanzplatzes. Die zentrale Kritik lautet, dass der Hack die Transparenz über Vermögensstrukturen erhöhen könnte und gleichzeitig alte Fragen zu Steuervermeidung, Geldwäsche und der Rolle Liechtensteins als internationaler Finanzplatz wieder aufwirft.

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  15. Die Zeit: „Hacker stehlen Zehntausende Daten von Regierung in Liechtenstein"
    Die Zeit: „Hacker stehlen Zehntausende Daten von Regierung in Liechtenstein" sagte:

    Die ZEIT berichtet in ihrem Artikel vom 3. August 2026 über einen schwerwiegenden Cyberangriff auf Liechtenstein. Unbekannte Hacker haben Daten von rund 31.000 Personen aus dem „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“ gestohlen. Das Register wurde 2021 eingeführt und dient der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Es enthält Angaben über die Personen, die hinter Unternehmen, Stiftungen und Treuhandkonstruktionen stehen.

    Der Angriff ereignete sich nach Angaben der Regierung Ende Juli 2026. Die Behörden richteten einen Krisenstab unter Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler ein. Ein Ermittlungsteam untersucht den Vorfall, während die Betroffenen informiert werden sollen.

    Der Artikel erläutert zudem die besondere Bedeutung des Finanzplatzes für Liechtenstein. Das Fürstentum zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und Finanz- sowie Bankdienstleistungen sind ein zentraler Wirtschaftszweig.

    Die Kritik an Liechtenstein deutlich erkennbar:

    1. Vergangenheit als Steueroase
    Der Artikel erinnert daran, dass Liechtenstein „einen Ruf als Steueroase“ besitzt.
    Zudem wird erwähnt, dass europäische Kunden in der Vergangenheit Stiftungen und Konten in Liechtenstein zur Steuerhinterziehung genutzt haben.

    2. Brisanz der gestohlenen Daten
    Das gehackte Register enthält Informationen über die tatsächlichen Eigentümer und Nutznießer von Firmen, Stiftungen und Trusts. Gerade für einen Finanzplatz, der auf Vertraulichkeit und Vermögensstrukturen spezialisiert ist, ist dies besonders heikel.

    3. Sicherheitsversagen
    Auch wenn die ZEIT dies nicht ausdrücklich formuliert, liegt die zentrale Kritik darin, dass ein sensibles staatliches Register erfolgreich angegriffen werden konnte und Daten in großem Umfang entwendet wurden.

    Kernaussage
    Die ZEIT stellt den Vorfall vor allem als bedeutenden Cyberangriff auf einen finanzstarken Kleinstaat dar. Die implizite Kritik lautet, dass ausgerechnet ein Land, dessen Finanzsektor auf Vertrauen, Diskretion und Vermögensstrukturen basiert, einen gravierenden Datenabfluss aus einem zentralen Transparenzregister erlitten hat. Gleichzeitig erinnert der Artikel an Liechtensteins historische Rolle als Steueroase und an frühere Fälle von Steuerhinterziehung über liechtensteinische Strukturen.

    Antworten
  16. Ludwig
    Ludwig sagte:

    Liechtenstein und seine Stiftungen. Das brauchte schon immer Mut.

    Wobei ich da eher Angst vor den Treuhändern hätte als vor irgendeinem Hacker.

    Antworten
  17. Saubermann
    Saubermann sagte:

    Liechtenstein hat doch immer behauptet, dass es so sauber ist. Dann hat es doch sicher kein Problem damit, dass jetzt diese Daten gehackt wurden. Oder…?

    Antworten
  18. Schlimmer geht’s nimmer
    Schlimmer geht’s nimmer sagte:

    Finanzstandort Liechtenstein:
    – 800 Zombie Trusts
    – Register der 31‘000 wirtschaftlich Berechtigten gehackt
    – keine Rechtsstaatlichkeit, kein Rechtsschutz, kein Vermögensschutz

    Das sollte man sich gut überlegen, ob man so ein Risiko eingehen möchte.

    Antworten
  19. Bastille Post, Hongkong: „Cyberattack hits Liechtenstein's register of people behind foundations“
    Bastille Post, Hongkong: „Cyberattack hits Liechtenstein's register of people behind foundations“ sagte:

    A cyberattack tapped the data of some 31,000 people in Liechtenstein’s register of people behind companies and foundations in the wealthy principality, the government said.

    The “register of economic beneficiaries” was accessed at night from Wednesday into Thursday last week, the government said. It said that the breach was noticed on Thursday, that measures were taken to secure data and the system taken offline.

    Antworten
  20. Mann im Mond
    Mann im Mond sagte:

    In Liechtenstein untreue Treuhänder über Jahre hinweg Stifter und Begünstigt von Trusts und Stiftungen betrogen und sich mithilfe der Liechtensteiner Richter bereichert. Wenn jetzt dem Finanzplatz ein Ende bereitet wird, ist dies ausgleichende Gerechtigkeit.

    Antworten

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