Das ist bislang die grösste Tat, die dem Fürstentum im Skandal um gestohlene Daten eingefallen ist.
Betroffene Gesichter machen konnten sie gut, die vier Vertreter der fürstlichen Landesregierung am Sonntag bei der Medienkonferenz, an der sie Ungeheuerliches bekanntgaben.
Die persönlichen Daten aller Besitzer oder Begünstigten von 23’000 aktuellen und sogar von 8000 ehemaligen Stiftungen und Trusts sind in unbefugte Hände gelangt. Ein offenes Einfallstor für alle möglichen Arten von Erpressung. Aus diesem Grund – und vielen anderen – vertraute jeder, der sein Geld nach Liechtenstein brachte, dass sein Name hinter diesen Konstrukten, verwaltet von Treuhändern mit Schweigeglöbnis, verschwindet und nie auftaucht.
Und jetzt das.
Was für ein Amateurverein muss das sein. Es gibt ein Amt für Informatik, zuständig für alle IT-Infrastruktur der gesamten Landesverwaltung. Leiter Fabian Schmid. Darin gibt es die Stabsstelle Chief Information Security Officer. Leiter Michael Somma. Dann gibt es parallel dazu die Stabsstelle Cyber-Sicherheit. Leiter Michael Valerie. Und das Amt für Justiz ist verantwortlich für das gestohlene Register der wirtschaftlich berechtigten Personen. Leiter Martin Alge.
Man wird sich allenthalben in den Hintern beissen, dass man dem Erstellen dieses Verzeichnisses 2021 zugestimmt hat, weil der internationale Druck in der Bekämpfung von Geldwäsche zugenommen hat. Dabei ist Diskretion doch der Verkaufsschlager des Ländle.
Diese Herren dürften einige unangenehme Fragen zu beantworten haben. Dann kommt es wie immer im Ländle darauf an, wie gut sie vernetzt sind und ob das Fürstenhaus seine Huld über ihnen leuchten lässt.
Grosse Aktivitäten hat Liechtenstein bislang nicht entfaltet. Obwohl es in einer Medienmitteilung am Montag, die eine auf Dienstag verschobene Pressekonferenz ersetzte, heisst:
«Hinsichtlich des Tathergangs laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.»
Allerdings bislang völlig ergebnislos. Einzig wurde bekanntgegeben, dass es sich um einen gezielten Angriff auf diese Datenbank gehandelt habe, andere IT-Plattformen seien nicht betroffen. Dennoch wurden «aus Sicherheitsgründen» weitere Systeme «vorübergehend» von Netz genommen.
Das dient offensichtlich ausschliesslich dazu, Aktivität zu simulieren. Ansonsten läuft es wie bei den 800 Zombie-Fonds. Problem knirschend einräumen, Aktion vortäuschen, eine Task Force, einen Krisenstab einberufen – und dann die grosse Pause. Nichts passiert, keine Lösung des Problems in Sicht.
Auch bei der nächsten Medienorientierung vom Dienstag wurde zusätzlich zur Hitzewelle mehr heisse Luft produziert. «… potenzielles Einfallstor identifiziert … Strafverfolgungsbehörden ermitteln … verschiedene Massnahmen umgesetzt … gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau … arbeiten mit Hochdruck …».
Lustig war einzig, dass die verantwortlichen Behörden die Information der Opfer «den Rechtsträgern» überlassen. Na, viel Spass für die Treuhänder.
Ein begabter IT-Forensiker kann aus der Art des Angriffs viele Schlussfolgerungen ziehen. Wie professionell ist der Hacker? Hat er einen kriminellen Hintergrund? Könnte es sich um einen ausländischen Geheimdienst handeln? Einen Konkurrenten um die Gunst von Superreichen? Oder war es wieder ein unzufriedener Angestellter, wie beim Steuerdatenskandal bei der Fürstenbank LGT?
Auch sechs Tage nach dem Hack ist zumindest das, was die Regierung und der Krisenstab öffentlich sagen, weiterhin in einem knappen Satz zusammenzufassen: wir wissen nichts Genaues. Auch nichts Ungenaues. Ausser: die Daten wurden geklaut, kopiert, abgegriffen. Und warten nun irgendwo bei irgendwem darauf, verwendet zu werden.
Aber wie?
Das könnte über das Schicksal des Finanzplatzes Liechtenstein entscheiden. Aber hier hat man die Fürstenruhe weg, glaubt immer noch zu fest an:
Mir kann keiner, ich bin Liechtensteiner.
Aber mit Aussitzen und der frommen Hoffnung «es geht vorbei» wird sich dieses Riesenproblem, dieser Super-GAU nicht lösen lassen.




Nachdem Hacker 31.000 sensible Datensätze abgegriffen haben, gerät das Fürstentum in Bedrängnis. Liechtenstein wirbt nicht zuletzt mit Rechtssicherheit und dem Schutz sensibler Kundendaten. Der Vorfall stellt dieses Versprechen infrage. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/nach-cyberangriff-dem-finanzplatz-liechtenstein-droht-ein-vertrauensverlust-201090598.html
Anders als Liechtenstein haben beispielsweise die Schweiz oder Singapur keine Probleme mit
– Sicherheit
– Vertrauenswürdigkeit
– Rechtsstaatlichkeit
– Rechtssicherheit
– Eigentumsschutz
– Datensicherheit
Typische Vorgehensweise im Ländle: ein nicht gut vernetztes österreichisches Bauernopfer wird identifiziert, für alles verantwortlich gemacht, rausgeschmissen und es wird mit treuem Blick erklärt, dass so etwas nie wieder vorkommen kann. Und es wurde bereits erklärt, dass ja keine Kontostände etc. abgegriffen wurden, es sei also alles doch gar nicht schlimm, bla, bla, bla…
Eine Räuberhöhle fällt unter die Räuber.
The breach is particularly sensitive because Liechtenstein is a major international wealth management and financial center. Even though no financial assets were accessed, the exposure of beneficial ownership information raises privacy and reputational concerns for individuals and entities connected to the registry.
https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-08-04/liechtenstein-hunts-hackers-after-names-on-31-000-funds-stolen
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Wenn schon die sensibelsten Daten des Amts für Justiz gehackt werden können und sich die Hacker stundenlang in dem System aufhalten konnten, dann muss man doch damit rechnen, dass auch die Daten der liechtensteinischen Banken genauso leicht gehackt werden können. Ist ein solcher Finanzplatz überhaupt noch sicher?
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
6. Datenschutz ist nicht gewährleistet.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
The volume and severity of detailed allegations concerning Liechtenstein’s judicial and financial systems continue to increase and are becoming increasingly difficult to ignore. As these reports accumulate, a fundamental question emerges: whether Liechtenstein can continue to uphold its reputation as a credible, transparent, and rule-of-law-based international financial center.
Was passiert, wenn sich aus den erbeuteten Daten ergibt, dass ein Treuländern eine sanktioniert Person betreut hat? Dann kann der Treuhänder seinerseits von den USA sanktioniert werden, so wie der vormalige Treuhänder und Vizepräsident der Liechtensteiner Treuhandkammer Anton Wyss. Damit ist er handlungsunfähig, ist sein Büro geschlossen. Was passiert dann mit seinen anderen Kunden? Ich hätte grösste Sorge, hätte ich eine liechtensteiner Stiftung.
Die UBS wurde in den US USA zu seiner Strafe von 117 Mio. Franken verurteilt wegen Beihilfe zu Geldwäscherei.
Ob das gleiche nicht auch Liechtenstein Banken blüht?
UBS fined $145 million in US for money-laundering failings
Swiss bank UBS has been ordered to pay fines totalling $145 million (CHF117 million) in the US for inadequate anti-money laundering controls. The major bank has been explicitly described as a repeat offender.https://www.swissinfo.ch/eng/workplace/ubs-fined-145-million-for-money-laundering-failings/91839501
Über Jahre hinweg wiederholt sich dieselbe Kritik. Nicht einmal. Nicht zweimal. Sondern immer wieder.
– Es geht um Treuhänder, denen mangelnde Kontrolle vorgeworfen wird.
– Es geht um eine Justiz, deren Unabhängigkeit zunehmend hinterfragt wird.
– Es geht um Regierung und Fürstenhaus, denen vorgeworfen wird, trotz immer neuer Kontroversen nicht entschlossen einzugreifen.
– Es geht um Rechtssicherheit, die offiziell versprochen, von Kritikern jedoch immer häufiger bezweifelt wird.
– Es geht um Vermögensschutz – also genau das Fundament, auf dem der Finanzplatz sein Geschäftsmodell aufgebaut hat.
– Und es geht um Kritiker, die seit Jahren dieselben Fragen stellen und deren Einwände regelmässig als Einzelfälle, Übertreibungen oder Störgeräusche abgetan werden.
Irgendwann stellt sich jedoch eine unangenehme Frage:
Was, wenn das eigentliche Risiko nicht die Kritik ist, sondern die Weigerung, sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen?
Ein Finanzplatz lebt nicht von Hochglanzbroschüren, Rankings oder offiziellen Verlautbarungen. Er lebt von Vertrauen.
– Vertrauen in die Gerichte.
– Vertrauen in die Aufsicht.
– Vertrauen in die Durchsetzbarkeit von Rechten.
– Vertrauen in die Integrität der Institutionen.
Wenn genau dieses Vertrauen Gegenstand immer neuer Debatten wird, entsteht ein Problem, das sich nicht mehr wegkommunizieren lässt.
Denn am Ende zählt nicht, was ein Finanzplatz über sich selbst sagt.
Entscheidend ist, was Investoren, Begünstigte und internationale Geschäftspartner über ihn denken.
Und genau dort beginnt für Liechtenstein das eigentliche Reputationsrisiko.
Die wichtigsten Kriterien eines Finanzplatzes für vermögende Privatkunden, Unternehmen, Fonds und Investoren sind vor allem:
1. Vertrauen
Das wichtigste Gut eines Finanzplatzes ist Vertrauen. Kunden müssen darauf vertrauen können, dass:
– ihr Vermögen sicher ist,
– Verträge eingehalten werden,
– Behörden professionell handeln,
– Krisen kompetent bewältigt werden.
Vertrauen ist oft wichtiger als Steuervorteile oder Gebühren.
-> Es gibt Zweifel, dass in Liechtenstein Vermögen sicher ist, da die Justiz den Ruf hat, nicht neutral zu sein.
2. Rechtsstaatlichkeit
Investoren wollen wissen:
– Eigentumsrechte werden geschützt.
– Gerichte entscheiden unabhängig.
– Verträge sind durchsetzbar.
– Streitigkeiten werden fair gelöst.
Viele Experten betrachten die Rechtssicherheit als eine der zentralen Grundlagen eines Finanzzentrums.
-> Zahlreiche Skandale haben zu erheblichen Zweifeln an der Neutralität der Justiz in Liechtenstein geführt. Kritiker bemängeln, dass allzu oft Vetternwirtschaft über Recht und Gesetz gestellt und die einheimische Finanzelite bevorzugt wird. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit in Liechtenstein unterliegen erheblichen Zweifeln.
3. Sicherheit
Heute umfasst Sicherheit mehrere Ebenen:
– Sicherheit von Vermögenswerten
– Sicherheit der Banken
– Cybersicherheit
– Datenschutz
– Schutz vor Betrug und Wirtschaftskriminalität
-> Gerade Cyberangriffe auf sensible Register können deshalb erhebliche Aufmerksamkeit erzeugen. Aufgrund der nach zahlreichen übereinstimmenden Medienberichten nicht neutralen Justiz gibt es keine Sicherheit von Vermögenswerten. Dass Cybersicherheit und Datenschutz nicht bestehen, haben die erfolgreichen Datendiebstähle am 30. Juli 2026 gezeigt, in denen sämtliche wirtschaftlich Begünstigte sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten.
4. Reputation
Der Ruf eines Finanzplatzes ist häufig entscheidend. Fragen potenzieller Kunden sind:
– Wird dieser Standort international respektiert?
– Wird er mit Professionalität verbunden?
– Gibt es wiederkehrende Skandale?
– Wie berichten internationale Medien darüber?
-> Reputation kann über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit beschädigt werden. Nicht nur die Cyberattacke vom Juli 2026, in welcher sämtliche wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen und Trusts erbeutet werden konnten, sondern auch die seit Jahren nicht abreissende Kette von Skandalen, mit welchen Begünstigte vermögender Stiftungen mithilfe der nicht neutralen Justiz um ihre Rechte gebracht wurden (Skandale wie z.B. Perry, Bacardi, Karajan, Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie) belegen, dass die Reputation des Finanzplatzes Liechtenstein mehr als zweifelhaft ist.
5. Kompetenz und Infrastruktur
Ein Finanzplatz braucht:
– gute Banken,
– Vermögensverwalter,
– Treuhänder,
– Anwälte,
– moderne IT-Systeme.
Die besten gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen wenig, wenn die Umsetzung schwach ist.
-> Die Zuverlässigkeit zahlreicher Treuhänder steht ebenso in Frage wie die angeblich modernen IT-Systeme, die eine Cyberattacke auf die vertraulichsten Daten, die der wirtschaftlich Berechtigten, nicht verhindern konnte.
6. Vertraulichkeit und Datenschutz
Früher war dies oft der zentrale Wettbewerbsfaktor vieler Finanzplätze.
Heute sind aufgrund internationaler Transparenzstandards absolute Geheimhaltung und Bankgeheimnisse deutlich eingeschränkt. Dennoch erwarten Kunden weiterhin:
– Schutz sensibler Daten,
– Schutz vor Datenabfluss,
– professionelle Informationssicherheit.
-> Dass diese Kriterien in Liechtenstein nicht erfüllt werden, hat die Cyberattacke deutlich belegt.
8. Internationale Glaubwürdigkeit
Wichtig sind Bewertungen durch Organisationen wie:
– FATF
– MONEYVAL
– OECD
– EU
-> Der Expertenausschuss des Europarates MONEYVAL hat festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
Und der Expertenausschuss des Europarats GRECO hat Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und selbst den Fürsten Liechtensteins angeordnet.
Der Artikel in der ZEIT vom 4. August berichtet über neue Details:
– Die Hacker waren nach Angaben der liechtensteinischen Regierung mehrere Stunden im System. Sie haben die Daten nicht in einem einzigen Download kopiert, sondern Datensätze nach und nach abgerufen.
– Die Angreifer legten sich offenbar ein Benutzerkonto innerhalb des Verzeichnisses an und gelangten auf diesem Weg an die Daten.
– Gestohlen wurden Daten von rund 31.000 Personen aus dem Verzeichnis zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
https://www.zeit.de/digital/2026-08/cyberangriff-liechtenstein-hacker-system-daten-rechtstraeger
Das wird ein Fest.
Allein schon wegen der Hunderten nicht sanktionierten Russen, die wegen der verwaisten Zombie Trusts nicht mehr an ihre Vermögen kommen, obwohl ihnen maximaler Vermögensschutz versprechen worden war, dürften der Fürst, der Erbprinz und die Regierungsmitglieder Angst haben
Jetzt kommen noch 31‘000 Personen hinzu, denen absolute Geheimhaltung versprochen worden ist, die jetzt aber möglicherweise einer Strafverfolgung ausgesetzt werden.
Liechtenstein hat als Finanzplatz ausgedient, denn es hat sich wiederholt als nicht sicher, nicht vertrauenswürdig und nicht stabil erwiesen.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
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Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
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Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Generalbevollmächtigter, 58 Jahre, Jurist, Nichtraucher, römisch-kath., verheiratet, seit über 20 Jahren im väterlichen Betrieb tätig, sucht neuen, ungefährlicheren Aufgabenbereich in anderem Land, Arbeitszeit 50%.
Die Kundenzufriedenheitsumfrage, die erst 800 und später 31‘000 unzufriedene Kunden ergeben hat, ist fake news.
Hat Hans Adam Schnappatmung?
Liechtenstein ist am Kollabieren . ALLE haben Schnappatmung!
ZDF heute „Warum der Liechtenstein-Hack so brisant ist“
Die möglichen Auswirkungen sind:
* Betroffene aus Deutschland:
Viele deutsche Unternehmer, Investoren oder Familien nutzen liechtensteinische Stiftungen, Trusts oder Holdinggesellschaften – etwa für Nachlassplanung oder internationale Unternehmensstrukturen. Wenn deren Daten veröffentlicht werden, könnten ihre Beteiligungen oder Vermögensverhältnisse bekannt werden.
* Steuer- und Strafverfahren:
Die Daten könnten für Steuerbehörden in Deutschland und anderen Ländern interessant sein. Falls sie Hinweise auf Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere Straftaten enthalten, könnten Ermittlungen folgen. Selbst wenn alles legal ist, kann eine Offenlegung zu Nachfragen der Behörden führen.
* Verlust der Vertraulichkeit:
Das Register enthält Informationen über die sogenannten wirtschaftlich Berechtigten – also die Personen, die letztlich hinter Unternehmen oder Stiftungen stehen. Diese Informationen sind oft sensibel, auch wenn die Konstruktionen völlig legal sind.
An increasing number of affected individuals are now coming forward publicly, describing patterns of conduct and institutional practices that suggest the possibility of significant systemic deficiencies and governance failures. Taken collectively, these allegations raise concerns regarding the effectiveness of oversight mechanisms, accountability frameworks, and the consistent application of legal protections.
At the same time, a picture is emerging of well-established networks involving fiduciaries, members of the judiciary, prosecutors, and legal professionals that allegedly have operated in a highly coordinated and routine manner over extended periods. While affected parties are frequently presented with the familiar explanation that their experience represents an isolated incident, the growing body of allegations suggests the potential existence of broader structural issues.
From a risk management perspective, such claims, if substantiated, could indicate elevated legal, regulatory, reputational, and governance risks. They may also raise questions regarding the robustness of institutional safeguards, the independence of key control functions, and the effectiveness of democratic and judicial oversight. For financial institutions and investors alike, these developments warrant careful monitoring and enhanced due diligence until greater clarity and transparency are achieved.
Nachdem Hacker sensible persönliche Informationen aus einer Datenbank des Fürstentums gestohlen haben, ist Brigitte Haas in Erklärungsnot. Es geht um nichts weniger als das Geschäftsmodell des Fürstentums.https://www.sueddeutsche.de/meinung/liechtenstein-cyberangriff-regierungschefin-brigitte-haas-erklaerungsnot-li.3526550
Was will man da retten? Lichtenstein hat, ausser bei Steuerbetrügern und Kriminellen mit grösseren Schwarzgeldbeständen, einen schlechten Ruf.