Wie Liechtensteins Treuhänder Milliarden verwalten – und ständig am Abgrund balancieren.
Liechtenstein zählt knapp 41’000 Einwohner. Gleichzeitig lagern oder werden im Fürstentum Vermögen verwaltet, deren Grössenordnung sich auf mehrere hundert Milliarden Franken beläuft. Je nach Berechnung – Banken, Fonds, Treuhandstrukturen und weitere Vermögenswerte zusammengenommen – bewegt sich die Summe deutlich über einer halben Billion Franken. Damit verwaltet das Land ein Vielfaches seines eigenen Bruttoinlandprodukts.
Das Geschäftsmodell ist seit Jahrzehnten dasselbe: Vermögen schützen, verschieben, strukturieren, vererben. Die juristischen Werkzeuge heissen Stiftung, Trust oder Anstalt. Nach aussen klingt das nach seriöser Vermögensplanung. Tatsächlich handelt es sich um Konstruktionen, die höchste Diskretion und komplexe Eigentumsverhältnisse ermöglichen. Genau deshalb sind sie bei ehrlichen Unternehmerfamilien ebenso beliebt wie bei Personen, die ihre Vermögensverhältnisse möglichst undurchsichtig gestalten möchten.
Wie gross der Anteil von Geldern aus kriminellen Quellen ist, weiss niemand. Niemand kann es wissen. Das ist gerade der Zweck vieler dieser Konstruktionen. Die Behörden betonen zwar regelmässig, dass die Geldwäschereivorschriften streng seien und internationale Standards eingehalten würden. Dennoch taucht Liechtenstein seit Jahrzehnten immer wieder in internationalen Steuer-, Korruptions-, Betrugs- und Sanktionsaffären auf. Das bedeutet keineswegs, dass sämtliche verwalteten Vermögen dubios wären. Aber es zeigt, dass ein erheblicher Teil des Geschäftsmodells von maximaler Verschwiegenheit lebt – und genau diese Verschwiegenheit zieht zwangsläufig auch problematische Kunden an.
Im Zentrum dieses Systems stehen die Treuhänder. Rund 130 zugelassene Treuhänder verfügen über die Lizenz, Stiftungen, Trusts, Anstalten und Gesellschaften zu errichten und zu verwalten. Rechnet man die zehntausenden aktiven Rechtsträger auf diese Zahl herunter, betreut jeder einzelne im Durchschnitt mehrere hundert Strukturen. Das entspricht Vermögenswerten in Milliardenhöhe pro Berufsträger.
Entsprechend attraktiv sind die Erträge. Die Gründung einer Stiftung kostet rasch mehrere tausend Franken. Hinzu kommen jährliche Verwaltungs-, Domizil-, Buchhaltungs- und Beratungsgebühren. Je nach Komplexität liegen diese oft zwischen einigen tausend und mehreren zehntausend Franken pro Jahr. Bei grossen internationalen Vermögen sind auch sechsstellige Honorare keineswegs aussergewöhnlich. Selbst konservativ gerechnet dürfte ein durchschnittlicher Treuhänder jährlich Gebühreneinnahmen im Millionenbereich generieren.
Natürlich ist das ungleich verteilt. Es gibt die kleinen Fische wie ein Philipp Wanger, der durch das Kapern einer einzigen Stiftung sich seit Jahren ein vorher nie erzieltes Monatseinkommen von über 75’000 Franken zugeschanzt hat. Und es gibt die grossen Haifische wie das Allgemeine Treuhandunternehmen, die Confida AG, die Trevisa Treuhand-Anstalt, dann Marxer & Partner, First Advisory Group und so weiter.
Wo enorme Vermögen verwaltet werden, entstehen zwangsläufig enorme Risiken. Ein Treuhänder bewegt sich permanent auf einer juristischen Gratwanderung. Er muss wirtschaftlich Berechtigte identifizieren, Geldwäschereivorschriften einhalten, Sanktionen beachten und gleichzeitig die Interessen seiner Klienten vertreten. Gerät ein Mandant wegen Betrugs, Korruption, Steuerdelikten oder Insolvenz ins Visier der Behörden, landet häufig auch der Treuhänder im Scheinwerferlicht. Nicht jeder wird strafrechtlich belangt – doch der Reputationsschaden kann existenzbedrohend sein.
Das spektakulärste aktuelle Beispiel liefert René Benko. Nach dem Zusammenbruch seines Signa-Imperiums tobt inzwischen ein internationaler Kampf um Stiftungen und Vermögenswerte. Ermittler, Insolvenzverwalter und Gläubiger versuchen zu klären, wer tatsächlich über welche Vermögen verfügte und ob Stiftungsstrukturen dazu dienten, Werte dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Auch Liechtenstein spielt in diesem Geflecht erneut eine prominente Rolle. Der Fall zeigt exemplarisch, weshalb Stiftungen zwar hervorragende Instrumente legaler Vermögensplanung sein können – im Ernstfall aber ebenso zum Schauplatz milliardenschwerer juristischer Schlachten werden.
Liechtenstein präsentiert sich gerne als blitzblanker Finanzplatz mit höchsten Compliance-Standards. Wer vom Geschäft mit maximaler Diskretion lebt, darf sich nicht wundern, wenn früher oder später auch jene anklopfen, die vor allem eines suchen – einen möglichst dichten Nebel um ihr Vermögen.
Und andere anklopfen, die auf der Suche nach Raubgut, gestohlenen oder hinterzogenen Vermögenswerten sind. Im absolutistisch regierten Unrechtsstaat Liechtenstein kein leichtes Unterfangen.




Treffend geschrieben. Diskretion ist ein legitimes Geschäftsmodell – aber sie zieht eben auch jene an, die etwas zu verbergen haben.
Der Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ beschäftigt sich kritisch mit dem Treuhand‑ und Stiftungssystem des Fürstentums.
1. Treuhänder als mächtige Schlüsselfiguren
In Liechtenstein verwalten Treuhänder Stiftungen und Vermögen von reichen Kunden aus aller Welt.
Sie haben oft sehr weitgehende Kontrolle über das Geld.
Das macht sie zu extrem einflussreichen Akteuren im Finanzsystem des Landes.
2. System begünstigt Machtungleichgewicht
Das liechtensteinische Recht gibt Treuhändern traditionell mehr Rechte als den eigentlichen Eigentümern (Begünstigten).
Begünstigte haben teilweise kaum Einsicht oder Durchgriffsmöglichkeiten, selbst wenn etwas schief läuft.
Dadurch entsteht ein strukturelles Vertrauensproblem: Man ist stark vom Treuhänder abhängig.
3. Wiederkehrende Skandale und Missbrauch
Der Artikel schildert mehrere Fälle, in denen Treuhänder:
– Vermögen veruntreut haben
– sich selbst bereichert haben
– Gelder zweckentfremdet oder verschleiert haben
Solche Fälle sind laut Bericht keine Einzelfälle, sondern treten immer wieder auf.
Das Image eines sauberen Finanzplatzes bekommt dadurch Risse.
4. Schwierige Rechtslage für Geschädigte
Wer sich wehren will, hat es oft schwer:
– Gerichtsverfahren dauern lange
– Beweise sind schwer zu beschaffen
– Informationsrechte sind begrenzt
Geschädigte Kunden kommen teils jahrelang nicht an ihr eigenes Geld.
5. Ursachen im System selbst
Der Artikel legt nahe, dass die Probleme nicht nur an einzelnen „schwarzen Schafen“ liegen, sondern auch am System:
– hohe Intransparenz
– starke Stellung der Treuhänder
– enge Verflechtungen im kleinen Staat
6. Reformen – aber Zweifel
Liechtenstein hat nach Skandalen Reformen eingeleitet (z. B. mehr Aufsicht).
Dennoch bleibt laut Kritik fraglich, ob diese ausreichen, um Missbrauch wirklich zu verhindern.
Fazit des Artikels
Der Capital‑Bericht zeichnet ein kritisches Bild:
Liechtenstein bietet zwar attraktive Strukturen für Vermögensschutz –
aber das gleiche System kann dazu führen, dass Treuhänder zu viel Macht bekommen und Kunden Risiken tragen.
Die Botschaft ist also:
Wer sein Vermögen „zu treuen Händen“ gibt, ist nicht immer sicher – manchmal landet es „zu untreuen Händen“.
https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden
Bei liechtensteinischen Trusts und Stiftungen zeigt sich seit Jahren immer wieder dasselbe Muster:
– Nach dem Tod des Stifters werden die von ihm eingesetzten Trustverwalter oder Stiftungsräte mit aktiver Hilfe von Richter:innen aus ihren Funktionen abberufen. Dies teilweise mit den abenteuerlichsten Begründungen.
– Anschliessend werden Begünstigte systematisch von Informationen, Mitwirkungsrechten und jeder wirksamen Kontrolle ausgeschlossen. Dies wiederum mit aktiver Hilfe von Richter:innen. In dieser Zeit können die Treuhänder jahrelang völlig unkontrolliert die fremden Vermögen verwalten und sich so bereichern.
– Während Verfahren gegen Begünstigte oder ursprüngliche Stiftungsräte auffallend zügig vorangetrieben werden, ziehen sich Verfahren gegen Liechtensteiner Treuhänder häufig über Jahre hin.
– Suchen die Opfer, also die abgesetzten Trust- oder Stiftungsverwalter dann einen Rechtsanwalt in Liechtenstein auf, wird Ihnen das Märchen vom „bedauerlichen Einzelfall“ erzählt, obwohl in Wirklichkeit allgemein bekannt ist, dass es sich um ein ausgeklügeltes und eingespieltes System handelt, welches seit vielen Jahren immer und immer wieder zur Anwendung kommt. Denn auch die Rechtsanwälte haben kein Interesse daran, dass dieses System endet, da auch sie daran mitverdienen.
Man fragt sich, ob in Liechtenstein tatsächlich noch von irgendjemanden der Wille besteht, den Stifterwillen zu schützen – oder ob sich ein System etabliert hat, in dem Macht, Zeit und finanzielle Ressourcen zulasten der Betroffenen eingesetzt werden.
Ein funktionierender Rechtsstaat würde von Transparenz, wirksamer Kontrolle und der Gleichbehandlung aller Beteiligten leben. Wo der gegenteilige Eindruck entsteht, leidet nicht nur das Vertrauen der Betroffenen, sondern das Vertrauen in die rechtsstaatlichen Institutionen insgesamt.
Liechtenstein lockt Anleger mit dem Versprechen der Seriosität und der Vertrauenswürdigkeit. In Wirklichkeit herrscht in Liechtenstein eine ungeahnte Wirtschafts- und Finanzkriminalität, was Fürst und Regierung wissen, wogegen aber nicht vorgegangen wird, weil es sehr viel Geld ins Land spült. Einige Medienberichte nennen es das in Liechtenstein herrschende «kriminelle System», bei welchem auch die Justiz mitspielen würde.
Eine der wichtigsten tragenden Säulen des Wirtschaftsstandorts Liechtenstein warn die Diskretion. Diese tragende Säule ist nun durch den Diebstahl der 31’000 Datensätze der wirtschaftlich Berechtigten zusammengebrochen. Dami stürzt die Goldgrube ein.
Man sollte nicht alle Treuhänder über einen Kamm scheren. Die grosse Mehrheit arbeitet sauber und hält sich an die Gesetze.
Genau! Die Treuhänder machen das alles nur aus Gemeinnützigkeit, die Justiz im Ländle ist neutral und die Erde ist eine Scheibe.
Mich erstaunt jedes Mal, wie ein Land mit 40’000 Einwohnern Vermögen in dieser Grössenordnung verwalten kann. Das ist weltweit einzigartig.
Mich erstaunt jedes Mal, wie viel kriminelle Energie in so einem Zwergstaat Platz hat.
Der Benko-Fall dürfte noch lange nicht ausgestanden sein. Ich glaube, da wird noch einiges ans Licht kommen.
Interessant wäre zu wissen, wie viele Stiftungen und Trusts jährlich neu gegründet und wieder liquidiert werden.
Per 31.12.2025:
Nicht eingetragene Stiftungen: 7’145
Eingetragene Stiftungen: 1’791
Per 31.12.2024:
Nicht eingetragene Stiftungen: 7’386
Eingetragene Stiftungen: 1’780
https://www.stifta.li/de/standort-liechtenstein/zahlen-fakten
Die Zahl der Stiftungen nimmt kontinuierlich ab. Das kriminelle System hat sich offenbar herumgesprochen.
2025: 85 Neugründungen gemeinnütziger Stiftungen. Trotz dieser Neugründungen sank der Bestand per Jahresende leicht auf 1’396 gemeinnützige Stiftungen.
https://www.vlgst.li/news/stiftungsgruendungen-liechtenstein
Ein guter Artikel, auch wenn der Ton ziemlich zugespitzt ist. Etwas mehr Differenzierung hätte ihm nicht geschadet.
Wer Milliarden verwaltet, trägt eben auch Milliarden Verantwortung. Das wird oft vergessen.
Liechtenstein lebt seit Jahrzehnten hervorragend vom Finanzplatz. Das sollte man ebenfalls erwähnen. Ohne ihn gäbe es den heutigen Wohlstand kaum.
Dass Diskretion automatisch Kriminalität bedeutet, ist ein Trugschluss. Auch ehrliche Unternehmer wollen ihre Vermögensverhältnisse nicht öffentlich machen.
Mich würde interessieren, wie viele Verfahren tatsächlich gegen Treuhänder eröffnet werden. Der Artikel deutet hohe Risiken an, nennt aber keine Zahlen.
Gerade die Konstruktionen aus Stiftung, Trust und Anstalt machen das Fürstentum so attraktiv. Für Steuerberater weltweit ist das seit Jahrzehnten ein Selbstläufer.
Man kann den Finanzplatz kritisieren. Aber viele Staaten profitieren gleichzeitig von den Investitionen, die über solche Strukturen laufen.
Der Satz mit dem Nebel ums Vermögen bringt das Dilemma ziemlich gut auf den Punkt.
Immer dieselbe Leier über Liechtenstein. Warum schreibt niemand in dieser Schärfe über Luxemburg, Delaware oder die Cayman Islands?
Weil Luxemburg, Delaware und die Cayman Islands zwar auch Steuerparadiese sein mögen, aber nicht über ein kriminelles System verfügen wie Liechtenstein.
Ich habe beruflich mit mehreren liechtensteinischen Treuhändern zu tun gehabt. Hochprofessionell, seriös und ausgesprochen vorsichtig. Gerade deshalb überrascht mich immer wieder, wie oft einzelne spektakuläre Fälle den Eindruck erwecken, die ganze Branche sei zwielichtig. Das entspricht meiner Erfahrung überhaupt nicht. Schwarze Schafe gibt es überall.
Spricht hier der Präsident der Treuhänderkammer in Liechtenstein für ein Advertorial aus dem korrupten Liechtenstein?
Compliance wird immer aufwendiger. Heute muss praktisch jeder Franken dokumentiert werden. Das Bild des völlig geheimen Finanzplatzes stammt eher aus den Neunzigerjahren.
Der Benko-Komplex zeigt vor allem eines: Wenn Milliarden verschwinden, wird jede Stiftung plötzlich zum Objekt internationaler Ermittlungen.
Spannend wäre ein Folgeartikel über die Honorare. Was verdient ein grosser Treuhänder tatsächlich pro Jahr? Darüber hört man erstaunlich wenig.
Ich fand den Hinweis wichtig, dass die allermeisten Vermögen vermutlich legal sind. Diese Differenzierung fehlt in vielen Debatten.
Das Geschäftsmodell ist legal. Wer daran etwas ändern will, müsste die Gesetze ändern und nicht die Berufsgruppe pauschal an den Pranger stellen.
Mich beschäftigt eher die politische Dimension. Ein Staat wird finanziell extrem abhängig von einer Branche, deren Erfolg auf internationaler Diskretion basiert. Das schafft zwangsläufig Interessenkonflikte, wenn strengere Kontrollen oder internationale Sanktionen drohen. Genau deshalb steht Liechtenstein immer wieder unter besonderer Beobachtung.
Gut lesbar und pointiert. Ob man allen Schlussfolgerungen zustimmt oder nicht – Stoff zum Nachdenken liefert der Artikel auf jeden Fall.
Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers in der ICIJ Offshore Leaks Database:
Martin Batliner
Angelika Moosleithner-Batliner
Hubert Josef Büchel
Roland Ohri
Michael Grunstein
Maria Anna Theresia Dreier Nipp
Mario Zindel
Roman Eggenberger
Joachim Kais (DE/LI)
Peter Adolf Meier (CY/LI)
Frank Oliver Zindel (CH/LI)
Janet Fletcher (LI/MC)
Edmund Mag Freischer (AT/LI)
Christ Johann Collenberg (CH/LI)
Markus Johannes Wintsch (CH/LI)
Martin Peter Egli (CH/LI)
ATU Allgemeines Treuunternehmen.
Audina Treuhand AG.
BBT Treuhand AG.
Fidexa AG.
Fidarco Treuhand- und Verwaltungs-Anstalt.
Sequoia Treuhand Trust reg..
Sercor Treuhand Anstalt.
Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
Coutts Trustees AG (Zurich Client).
Kanzlei Dr. Ritter.
H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
Kaiser Ritter ATU Allgemeines Treuunternehmen.
Audina Treuhand AG.
BBT Treuhand AG.
Fidexa AG
Sequoia Treuhand Trust reg.
Sercor Treuhand Anstalt.
Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
Coutts Trustees AG (Zurich Client).
Kanzlei Dr. Ritter.
H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
Kaiser Ritter Partner (Liechtenstein Client).
Tremaco / Tremaco Trust reg..
Der FAZ‑Artikel kritisiert den Finanzplatz Liechtenstein vor allem anhand der Rolle der Treuhänder (Verwalter von Stiftungen/Trusts). Die zentralen Kritikpunkte:
1. Wiederholte Betrugs‑ und Missbrauchsfälle
Der Artikel stellt heraus, dass es mehrere Fälle von Untreue, Betrug und Veruntreuung durch Treuhänder gab.
Teilweise wurden Kundengelder für private Zwecke missbraucht oder veruntreut.
Kritik: Es handelt sich nicht nur um Einzelfälle, sondern um ein wiederkehrendes Problem im Sektor.
2. Zweifel an Kontrolle und Aufsicht
Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob die Branche ausreichend reguliert und überwacht ist.
Auch andere Berichte sprechen von Mängeln in der Finanzaufsicht und möglichem Missbrauchspotenzial.
Kritik: Die bestehenden Kontrollen reichen offenbar nicht aus, um Missbrauch zuverlässig zu verhindern.
3. Systemische Schwächen im Geschäftsmodell
Liechtenstein wirbt mit stabilen Stiftungen/Trusts, die Vermögen schützen sollen.
Tatsächlich zeigt sich aber: Gerade die Treuhänder, die schützen sollen, können selbst zum Risiko werden.
Kritik: Ein grundlegender Interessenkonflikt – die Konstruktion selbst schafft Möglichkeiten für Missbrauch.
4. Reputationsprobleme des Finanzplatzes
Skandale wirken sich direkt auf das Image aus:
Mehrere Fälle erschüttern das Vertrauen.
Der Finanzplatz steht international unter Druck (z. B. wegen Geldwäsche- oder Sanktionsrisiken).
Kritik: Der Ruf Liechtensteins als „sicherer“ Finanzplatz wird untergraben.
5. Reformen gelten als unzureichend
Zwar wurden Gesetze verschärft, aber Kritiker halten diese Reformen für nicht ausreichend, um die strukturellen Probleme zu lösen.
Kritik: Politische Reaktionen bleiben hinter den Problemen zurück.
Die FAZ zeichnet ein kritisches Bild:
Der Finanzplatz Liechtenstein leidet unter wiederholtem Fehlverhalten von Treuhändern, unzureichender Kontrolle und strukturellen Schwächen, die das Vertrauen in Stiftungen und Trusts untergraben.
Die Probleme des Finanzplatzes Liechtenstein ganz kompakt:
1. strukturelle Probleme im Stiftungs- und Trustwesen,
2. mangelnde richterliche Unabhängigkeit,
3. Interessenkonflikte zwischen Treuhändern und Justiz,
4. Kultur des Wegschauens.
t’s astonishing that U.S. authorities are still turning a blind eye to financial crime in Liechtenstein. The numerous cases involving sanctioned assets being sheltered there, the endless scandals, and the existence of so-called ‘zombie trusts’ should, by now, have pushed the United States to fully exercise its legal powers — not just by issuing sanctions, but potentially by sanctioning trust companies, a bank, or even the Prince himself.
«Kriminelle in Liechtenstein
…
Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.»
https://matrixchange.blogspot.com/2019/06/kriminelle-in-liechtenstein.html
Diskretion, Verschwiegenheit, in Transparenz bis zur Grenze des gerade noch Zulässigen oder darüber hinaus – damit hat Liechtenstein geworben.
Dieses Alleinstellungsmerkmal ist durch den Datendiebstahl ein für allemal kaputt.
Das dürfte das Ende der Ferien für die Treuhänder mit einem grösseren Kundenstamm sein. Die Kunden werden aufgeregt anrufen, was denn jetzt mit ihren Daten passiert. Der Treuhänder habe ihnen doch maximale Diskretion garantiert – und jetzt müssen die Kunden damit rechnen, dass die Daten im Internet landen, so wie in den Panama Papers. Das war es dann mit der Diskretion in Liechtenstein. Das Geschäftsmodell ist kaputt.
Bals besteht Liechtenstein nur noch aus Emergency Task Forces.
Erst die Task Force wegen der 800 verwaisten Zombie Trusts, die seit eineinhalb Jahren nichts erreicht hat. Jetzt die Task Force wegen der gehackten Daten der wirtschaftlich Berechtigten vermutlich sämtlicher Gesellschaften, Stiftungen und Trusts.
Die Finanzminister weltweit freuen sich schon auf die Veröffentlichung der gehackten Datensätze.
800 verwaiste zombie trusts, das Problem konnte seit eineinhalb Jahren nicht gelöst werden.
Die Datensätze der wirtschaftlich Berechtigten aller Stiftungen, Trusts und Gesellschaften gehackt und kopiert.
Liechtenstein hat jeden Grund zum Feiern, bevor es als Finanzplatz versinkt.
Hatte vor langer Zeit das sehr zweifelhafte Vergnügen, für eine Li-Bank zu arbeiten. Hat genau neun Monate gedauert, bis ich realisierte, in einem absolut unwürdigen, verlogenen, korrupten und inzestuösen Umfeld gelandet zu sein, umgeben von Leuten, die bei sich zu Hause keine Spiegel haben durften, ansonsten die Putzfrau täglich vermutlich mehrere Eimer Erbrochenes wegzuputzen hatten. Seither ist das Ländle für mich die Inkarnation von Sauhäfeli-Saudeckeli, absoluter Arroganz und Überheblichkeit sowie unsympathischer Möchtegern-Kosmopoliten, deren Wohlstand zu 99%+ auf krimineller Energie basiert. LI = Lieber Ignorieren!
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Nichts ist in Liechtenstein sicher:
– kein Eigentum
– keine Vermögen
– keine Trusts und Stiftungen (siehe die ca. 800 verwaisten Zombie Trusts)
– keine Daten
Finger weg von Liechtensteiner! ‼️
die Regierung in Liechtenstein hat einen Krisenstab einberufen …..
Wir sind viele Wir vergeben nicht Wir vergessen nicht Erwartet uns !
Die Cyberattacke auf die 31.000 Datensätze SÄMTLICHER Rechtsträger in Liechtenstein zerstört die Vertrauenswürdigkeit des Finanzplatzes. Leb‘ wohl Finanzplatz Liechtenstein.
Liechtenstein has become a hotspot for economic and financial crime.
800 Zombie Trusts, bei denen auch nicht sanktionierte Investoren nicht mehr an ihre Vermögen kommen waren nur das Vorspiel.
Die Cyberattacke und der Diebstahl von sämtlichen wirtschaftlich Berechtigten sämtlicher Stiftungen, Trusts und Gesellschaften in Liechtenstein ist der Todesstoß.
Beides innerhalb eines Jahres.
Besser kann man nicht beweisen, dass ein Finanzplatz unzuverlässig, unfähig und instabil ist.