Bald ist Mariä Himmelfahrt mit Untertanenbespassung im Ländle. Wir feiern schon voraus.

Staatsfeiertag in der Monarchie am 15. August: Das ist dieses Jahr ein Fest der Volksnähe – hinter Sicherheitsgittern.

Offiziell ist es der Tag der Begegnung zwischen Fürstenhaus und Volk. In der Realität gleicht die Veranstaltung zunehmend einer Mischung aus Hochsicherheitsevent, Hofzeremoniell und politischer Selbstvergewisserung.

Ausgerechnet jenes Land, das sich gerne als familiär, überschaubar und von besonderer Bürgernähe geprägt präsentiert, umgibt seinen wichtigsten Feiertag inzwischen mit Sicherheitsmassnahmen, die man eher bei internationalen Gipfeltreffen erwarten würde. Wer auf die Schlosswiese möchte, braucht ein persönliches Einladungsticket. Kontrollen gehören längst zum Ritual. Natürlich lässt sich das mit der allgemeinen Sicherheitslage erklären. Europa kennt den islamistischen Terror, Attentate auf Politiker und eine angespannte Weltlage.

Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack: Wenn selbst die Begegnung zwischen Fürst und Bevölkerung nur noch hinter Absperrungen und Zugangskontrollen möglich ist, wirkt das Bild der harmonischen Staatsfamilie plötzlich erstaunlich fragil.

Hinzu kommt eine weitere Frage: Wird Fürst Hans-Adam II. überhaupt erscheinen? Seit Jahren hat sich der Monarch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und überlässt die repräsentativen Aufgaben seinem Sohn, Erbprinz Alois. Das ist verfassungsrechtlich korrekt. Dennoch wäre gerade der Staatsfeiertag jener Anlass, an dem sich das Staatsoberhaupt seinem Volk zeigen könnte. Sein Fernbleiben wäre deshalb mehr als eine Personalie. Es wäre ein weiteres Symbol für eine Monarchie, deren eigentliche Macht zwar unverändert gross ist, deren sichtbarstes Gesicht aber zunehmend verschwindet.

Der Erbprinz dürfte dagegen wie gewohnt auftreten und die bekannten Leitmotive beschwören: Verantwortung, Stabilität, Eigenverantwortung, internationale Unsicherheiten und den aussergewöhnlichen Erfolg Liechtensteins. Man wird hören, wie wichtig Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Vertrauen seien. Alles Begriffe, die in den letzten Jahren zunehmend beschädigt wurden.

Regierungschef Brigitte Haas dürfte den Blick stärker auf Wirtschaft, Staatsfinanzen und internationale Herausforderungen richten. Angesichts weltweiter Krisen, geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten bietet sich reichlich Stoff, um den erfolgreichen Kleinstaat als Insel der Stabilität zu präsentieren.

Nur gibt es Themen, die mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit unerwähnt bleiben dürften.

Zum Beispiel die rund 800 sogenannten Zombie-Trusts. Jene herrenlosen oder führungslosen Vermögensstrukturen, deren Existenz seit Jahren Fragen über die Qualität der Aufsicht und des Stiftungsstandorts aufwirft. Vielleicht entsenden deren wirtschaftlich Berechtigte ja eine Delegation auf die Schlosswiese. Sie hätte Gelegenheit, sich aus erster Hand anzuhören, wie hervorragend der Finanzplatz funktioniere. Sollte jemand fragen, weshalb hunderte solcher Konstrukte überhaupt entstehen konnten, dürfte allerdings rasch betretenes Schweigen einkehren.

Ebenso wenig ist zu erwarten, dass über die zahlreichen Wirtschaftsaffären gesprochen wird, die den Namen Liechtenstein regelmässig in internationale Schlagzeilen bringen. Stiftungen, Trusts, Vermögensstreitigkeiten, langwierige Gerichtsverfahren – all das gehört zwar zur Realität des Finanzplatzes, aber kaum zur Festtagskulisse.

So bleibt der Staatsfeiertag vor allem das, was er seit Jahren ist: ein perfekt inszenierter Anlass mit freundlichen Reden, patriotischer Musik, Apéro und – so es die Waldbrandgefahr zulässt – Feuerwerk. Die kritischen Fragen bleiben ausserhalb der Absperrgitter.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Botschaft des Tages. Nicht das Feuerwerk am Abend beeindruckt am meisten, sondern die erstaunliche Fähigkeit des Fürstentums, jedes Jahr aufs Neue eine makellose Fassade zu präsentieren. Dahinter jedoch existiert ein Staat, in dem manche Skandale seit Jahren unerledigt bleiben – und in dem selbst ein Volksfest nur noch mit Einladung und Sicherheitskontrolle funktioniert.

69 Kommentare
  1. Hansjörg Büchel
    Hansjörg Büchel sagte:

    Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn selbst ein Nationalfeiertag nur noch mit Einladung, Ticket und Sicherheitskontrollen möglich ist, zeigt das, wie weit sich die Macht vom Volk entfernt hat. Natürlich lebt niemand in einer heilen Welt, aber das Bild ist trotzdem unerquicklich: Das Volk steht hinter Gittern, während die Herrschenden abgeschirmt werden. Das ist nicht mehr Volksnähe, sondern höfische Selbstinszenierung.

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    • Huldigungsfeier mit Iwan und Wladimir?
      Huldigungsfeier mit Iwan und Wladimir? sagte:

      Endlich ist es wieder soweit und die Huldigungsfeier für den Fürsten findet statt. Ob Iwan, Wladimir, Alexei, Nicolai und Sergei, denen ihre Vermögen in den Zombie Trusts entzogen worden sind, auch kommen? Es wird spannend am 15. August.

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    • Sabine Fritsch
      Sabine Fritsch sagte:

      Liechtenstein ist durch die Zombie Trusts entzaubert, der Fürst als Herrscher ist demaskiert. Das wird bestimmt ein trauriger Staatsfeiertag zwischen Sicherheitszaun und Bodyguards – sollte der Fürst überhaupt erscheinen und der Erbprinz zwischen den Bodyguards zu sehen sein.

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    • Red Flags Regarding Liechtenstein
      Red Flags Regarding Liechtenstein sagte:

      Investors should carefully consider whether Liechtenstein’s reputation for wealth protection accurately reflects reality.

      Reported concerns include:

      * Uncertain control over entrusted assets.
      * Questionable enforceability of legal rights.
      * Potential failures of confidentiality and privacy protections.
      * Perceived weaknesses in judicial independence and regulatory oversight.

      In short: assets may be easier to transfer into the system than to recover from it.

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  2. Sabine Rysch
    Sabine Rysch sagte:

    Ich war letztes Jahr mit meiner Familie auf der Schlosswiese. Die Sicherheitskontrolle dauerte länger als am Flughafen Zürich. Taschenkontrolle, Metalldetektor, Absperrgitter. Ich verstehe, dass man heute vorsichtig sein muss, aber es bleibt ein komisches Gefühl, wenn man zum eigenen Staatsfeiertag wie ein potenzieller Terrorist behandelt wird.

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    • Gläubiger Thomas
      Gläubiger Thomas sagte:

      @Sabine Rysch. Das kann ich bestätigen. Ich musste sogar meinen Gürtel abnehmen und meine Trinkflasche entsorgen. Die Atmosphäre verändert sich dadurch komplett.

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  3. Markus O.
    Markus O. sagte:

    Die 800 Zombie-Trusts sind das eigentliche Sinnbild dafür, wie unser Finanzplatz funktioniert: viel Diskretion, wenig Transparenz. Dass die wirtschaftlich Berechtigten nie öffentlich genannt werden, ist ein Skandal. Vielleicht schicken sie tatsächlich eine Delegation auf die Schlosswiese – selbstverständlich diskret und ohne Namensschild.

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  4. Peter Gantner
    Peter Gantner sagte:

    Ich war früher praktisch jedes Jahr am Staatsakt. Damals konnte man einfach hingehen, Leute treffen, Politiker ansprechen und das Ganze hatte etwas Lockeres. Heute wirkt alles durchorganisiert, steril und kontrolliert. Vielleicht ist das unvermeidlich, sympathischer geworden ist der Anlass dadurch jedenfalls nicht.

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  5. Claudia
    Claudia sagte:

    Die Reden sind jedes Jahr austauschbar. Ich habe mir einmal die Texte der letzten Jahre angesehen: Stabilität, Verantwortung, Zusammenhalt, Dank an Bevölkerung und Wirtschaft. Das ist alles schön und gut, aber kein Wort über die unbequemen Fragen. Gerade an einem Nationalfeiertag dürfte man auch etwas Selbstkritik erwarten.

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  6. Reto K.
    Reto K. sagte:

    Als Unternehmer kann ich bestätigen, dass Liechtenstein wirtschaftlich vieles richtig macht. Aber Erfolg verpflichtet auch zur Transparenz. Wer weltweit mit Integrität wirbt, sollte unbequeme Fragen nicht reflexartig als Angriff verstehen. Kritik ist kein Landesverrat.

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  7. Fürstenfreund
    Fürstenfreund sagte:

    Wird der Fürst wirklich nicht mehr kommen? Das wäre ein starkes Signal – allerdings kein gutes. Er ist Staatsoberhaupt und sollte sich gerade an diesem Tag den Menschen zeigen.

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  8. Daniela
    Daniela sagte:

    Ich finde bemerkenswert, wie konsequent kritische Themen ausgeblendet werden. Keine Rede über die Schattenseiten des Finanzplatzes, keine über die Zombie-Trusts, keine über umstrittene Gerichtsverfahren. Stattdessen wird der Eindruck vermittelt, alles sei vorbildlich. Das überzeugt nur noch jene, die ohnehin überzeugt sein wollen.

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  9. Walter Frick
    Walter Frick sagte:

    Ich schätze den polemischen Ton des Artikels. Journalismus besteht nicht darin, Festreden abzuschreiben. Gerade in einem kleinen Land braucht es Menschen, die auch die unbequemen Fragen stellen.

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  10. Karin Quaderer
    Karin Quaderer sagte:

    Eine Delegation der Zombie-Trust-Besitzer – das wäre tatsächlich ein Bild für die Geschichtsbücher. Vermutlich würden sie inkognito erscheinen und höflich applaudieren, wenn von Transparenz gesprochen wird.

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  11. Nachdenker
    Nachdenker sagte:

    Ich habe viele Nationalfeiertage erlebt, auch in anderen Ländern. Nirgendwo war der Graben zwischen Regierung und Bevölkerung so sichtbar wie hier. In Skandinavien begegnet man Politikern oft ohne grosses Aufgebot. In Vaduz braucht es Absperrungen und Einladungen. Das stimmt nachdenklich.

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  12. Fabian Gasser
    Fabian Gasser sagte:

    Sicherheitsmassnahmen kann man begründen. Die fehlende Bereitschaft, offen über Probleme zu sprechen, kann man dagegen nicht begründen. Wer Kritik dauerhaft ausblendet, verliert irgendwann an Glaubwürdigkeit.

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  13. Monika T.
    Monika T. sagte:

    Ich hoffe, dass der Erbprinz diesmal wenigstens die jüngere Generation anspricht. Viele junge Leute interessieren sich nicht mehr für Sonntagsreden.

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  14. Einspruch
    Einspruch sagte:

    Ich finde, der Autor unterschätzt den organisatorischen Aufwand. Zehntausende Besucher, Ehrengäste und internationale Gäste verlangen Sicherheitsvorkehrungen. Trotzdem wäre etwas mehr Offenheit gegenüber kritischen Fragen wünschenswert.

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  15. Helmut Kindle
    Helmut Kindle sagte:

    Die Fürstenfamilie hat dem Land zweifellos Stabilität gebracht. Gerade deshalb sollte sie sich der öffentlichen Diskussion stellen. Wer Vertrauen schaffen will, muss auch Kritik aushalten.

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    • Natalie
      Natalie sagte:

      @Helmut Kindle Genau das ist der Punkt. Dankbarkeit für die Leistungen des Landes und kritische Fragen schliessen sich überhaupt nicht aus.

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  16. Murxer
    Murxer sagte:

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Viele Kolleginnen und Kollegen empfinden es ähnlich: Es wird jedes Jahr vor allem gefeiert, während schwierige Themen elegant umgangen werden.

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  17. Rolf Schädler
    Rolf Schädler sagte:

    Die Erwähnung der Zombie-Trusts ist wichtig. Vielleicht wäre der Nationalfeiertag tatsächlich der richtige Moment, um offen zu erklären, wie es zu diesem Problem kommen konnte und welche Lehren daraus gezogen wurden.

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  18. GErhard Eberle
    GErhard Eberle sagte:

    Am Abend gibt es Feuerwerk. Ein paar Minuten Licht, dann wieder Dunkelheit. Irgendwie passt dieses Bild erstaunlich gut zur politischen Debatte.

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  19. Festfreund
    Festfreund sagte:

    Ich werde auch dieses Jahr hingehen. Schon allein, um zu sehen, ob die Reden tatsächlich wieder so vorhersehbar ausfallen.

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  20. Eva R.
    Eva R. sagte:

    Das schönste am Staatsfeiertag ist für mich immer noch die Landschaft. Für alles andere braucht man inzwischen offenbar ein Ticket.

    Antworten
  21. U.A.w.g.
    U.A.w.g. sagte:

    Ein lesenswerter Artikel. Man muss nicht jeder Formulierung zustimmen, aber die aufgeworfenen Fragen verdienen eine ernsthafte Antwort.

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  22. Hermann
    Hermann sagte:

    Die Sicherheitskontrollen sind doch erst seit letztem Jahr, seit es die etwa 800 verwaisten Zombie Trusts gibt. Eintrittskarten gibt es bei den Gemeinden, so dass Nicht-Einheimische ferngehalten werden. Die Angst des Fürsten und des Erbprinzen vor Attentaten ist anscheinend erheblich. Der Fürst ist letztes Jahr wegen eines angeblichen „Beinleidens“ nicht erschienen. Der Erbprinz war umgeben von Leibwächtern.

    Aber anstatt die Bedrohung anzusprechen, also die Furcht vor dem Zorn der Nicht-Sanktionierten Russen, die seit ein oder zwei Jahren nicht mehr an ihre angeblich in Liechtenstein so sicheren Vermögen kommen, wird dieses Thema totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt. Stattdessen hat der Erbprinz über KI gesprochen.

    Der Unterschied zwischen Selbstdarstellung und Realität ist in Liechtenstein immens. Und die Selbstdarstellung wird immer grotesker.

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  23. NZZ-Interview mit Erbprinz Alois
    NZZ-Interview mit Erbprinz Alois sagte:

    Die NZZ brachte am 7. April 2025 ein Interview mit Erbprinz Alois mit der Überschrift:

    Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein: «Wir versuchen auch mit Staaten gute Beziehungen zu pflegen, die nicht in unser Wertesystem passen»

    Zwischen den Zeilen erkennt die NZZ einige kritische Punkte:

    1. Abhängigkeit von Großmächten
    Die Verhängung hoher US-Zölle gegen Liechtenstein zeigt, wie verwundbar ein Kleinstaat gegenüber Entscheidungen großer Staaten sein kann. Die Aussagen von Erbprinz Alois über die Notwendigkeit von Unabhängigkeit und guten Beziehungen deuten darauf hin, dass Liechtenstein trotz seiner Souveränität außenpolitisch und wirtschaftlich stark von internationalen Partnern abhängig ist.

    2. Reputationsrisiko des Finanzplatzes
    Wenn ein Staatsoberhaupt betonen muss, dass die Beziehungen zu den USA „weiterhin eng“ seien, obwohl es zu handelspolitischen Spannungen kommt, kann dies als Hinweis verstanden werden, dass der internationale Ruf des Finanzplatzes nicht selbstverständlich ist und laufend gepflegt werden muss.

    3. Werte versus wirtschaftliche Interessen
    Der Satz, man versuche auch mit Staaten gute Beziehungen zu pflegen, „die nicht in unser Wertesystem passen“, kann kritisch interpretiert werden. Kritiker könnten argumentieren, dass wirtschaftliche Interessen teilweise über demokratische oder menschenrechtliche Überlegungen gestellt werden. Befürworter würden dagegen sagen, dass dies normale Außenpolitik eines kleinen Staates ist.

    4. Historische Kritik am Finanzplatz
    Der Artikel selbst thematisiert dies offenbar nicht ausführlich, aber im Hintergrund steht die seit Jahrzehnten bestehende internationale Diskussion über:
    – Briefkastenfirmen,
    – Stiftungs- und Truststrukturen,
    – Steuertransparenz,
    – Geldwäscheprävention,
    – wirtschaftlich Berechtigte von Vermögen.

    Gerade deshalb werden Entwicklungen in den Beziehungen zu den USA, der EU oder der OECD oft auch unter dem Gesichtspunkt der Finanzplatzregulierung betrachtet. Das ist ein Reputations- und Compliance-Thema für Liechtenstein.

    Aus dem Interview lassen sich folgende Risiken ableiten:
    – Geopolitical Risk: Handelskonflikte mit den USA.
    – Reputational Risk: Wahrnehmung des Finanzplatzes im Ausland.
    – Concentration Risk: Starke Abhängigkeit von wenigen wichtigen Handelspartnern.
    – Regulatory Risk: Mögliche verschärfte US- oder EU-Anforderungen an Finanzintermediäre.
    – Strategic Risk: Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und außenpolitischen Werten.

    Die im Artikel erkennbare Kritik richtet sich weniger gegen die Justiz oder den Finanzplatz selbst als gegen die strukturelle Verwundbarkeit eines kleinen, international vernetzten Finanzstaates.

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  24. Warnung vor Liechtenstein! ⚠️
    Warnung vor Liechtenstein! ⚠️ sagte:

    Man kann vor Liechtenstein nur warnen:

    1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
    2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
    3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
    4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
    5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.

    Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.

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  25. Angst beim Fürstenfest
    Angst beim Fürstenfest sagte:

    Das Fürstenfest soll traditionell ein Zusammenkommen des Fürstenhauses mit dem Volk sein. Wenn sich der Fürst aus Angst vor einem Attentat eines wütenden nicht sanktionierten Russen, der aufgrund der verwaisten Zombie Trusts seit über einem Jahr nicht mehr an sein Vermögen kommt, versteckt und der Erbprinz von Bodyguards umzingelt werden muss, so ist von einem ausgelassenen gemeinsamen Feiern nichts mehr übrig. Es herrscht pure Angst. Die Unfähigkeit des kleinen Finanzplatzes, seit über einem Jahr dieses Problem zu lösen, deckt eine enorme Schwäche des Finanzplatzes auf. Das Problem nicht anzusprechen, sondern so zu tun als sei nichts, damit verkauft man das eigene Volk und die Welt für dumm. Da hilft es auch nichts mehr, wenn die einzige Zeitung im Land von einem ausgelassenen, fröhlichen Fest berichten wird. Die Selbstdarstellung des Landes wird immer mehr zur Farce.

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  26. Roger
    Roger sagte:

    If I were in the Prince’s position, I would also have serious concerns and would implement security measures at the highest level..

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  27. Je höher die Sicherheitsvorkehrungen, desto lauter die offenen Fragen
    Je höher die Sicherheitsvorkehrungen, desto lauter die offenen Fragen sagte:

    Wäre ich der Fürst, würde ich ebenfalls höchste Sicherheitsmaßnahmen anordnen. Nicht wegen einzelner kritischer Stimmen, sondern wegen der Tatsache, dass die Zahl der Vorwürfe, Zombie Trusts, Ungereimtheiten und offenen Fragen seit Jahren wächst. Sicherheit kann Symptome eindämmen – sie ersetzt aber weder Transparenz noch Vertrauen noch Rechtsstaatlichkeit.

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  28. Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
    Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

    Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Unterschlagung ist nicht der Ausnahmefall, sondern an der Tagesordnung.

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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  29. Die goldenen Zeiten Liechtensteins sind endgültig vorbei
    Die goldenen Zeiten Liechtensteins sind endgültig vorbei sagte:

    Die goldenen Zeiten Liechtensteins sind vorbei:
    – das höchst lukrative Stiftungsgeschäft ist von über 50’000 Stiftungen auf unter 8’000 Stiftungen eingebrochen
    – der Europarat, GRECO mahnt Antikorruptionsmassnahmen für die Richter, Regierungsmitgleder und sogar den Fürsten an
    – der Europarat, MONEYVAL stellt fest, dass «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Unterschlagung» eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität in Liechtenstein sei
    – in über einem Jahr ist es Liechtenstein nicht gelungen, die Zombie Trust Krise zu lösen, so dass hunderte nicht sanktionierte Kunden nicht an ihre Vermögen kommen
    – Fürst und Erbprinz fürchten Anschläge auf ihr Leben, der Staatsfeiertag wird vom Fest zum Albtraum
    – die Reputation Liechtensteins als sicherer Hafen für Vermögen ist ruiniert, das Vertrauen ist zerstört

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  30. Liste der von der OFAC sanktionerten Personen in Liechtenstein
    Liste der von der OFAC sanktionerten Personen in Liechtenstein sagte:

    Sind die auch alle eingeladen?

    Liste der von der OFAC (Office of Foreign Asset Control) sanktionierten Personen in Liechtenstein:

    AUDAX TRUST CONSULTING ESTABLISHMENT
    AVIATRANS ANSTALT
    BUECHEL, Pascal Dominik
    CAFAR FOUNDATION
    DIEGELMANN, Axel Paul
    DIEGELMANN, Fritz
    GIGER, Markus Jakob
    IGT INTERGESTIONS TRUST REG.
    LIEMETA AG
    LINS, Alexander Franz Josef
    LMG LIGHTHOUSE TRUST REG
    NATWIN FOUNDATION
    NORDSTRAND LTD.
    OEHRI, Roland
    ONE ASSET MANAGEMENT AG
    PALOMA FOUNDATION
    PANYA AG
    RHEINGOLD EDELMETALL AG
    SEQUOIA TREUHAND TRUST REG
    SPERO FOUNDATION
    TRADE INITIATIVE ESTABLISHMENT
    WOLF, Stefan Anton
    WYSS, Anton Daniel

    Antworten
  31. Raphael
    Raphael sagte:

    Wird das im Hinblick auf die Krisensituation in Liechtenstein (Einbruch des Stiftungsgeschäfts, ungelöste Zombie Trust Krise usw.) eine Trauerfeier innerhalb des Schutzzaunes?

    Antworten
  32. Let's have a party!
    Let's have a party! sagte:

    Wie stellt man sich die Feier vor? Der Fürst kommt wieder nicht und Hunderte Zombies feiern mit Leibwächtern und anderen Sicherheitsleuten?

    Antworten
  33. Champagnerlaune?
    Champagnerlaune? sagte:

    Ob Fürst und Erbprinz in Feierlaune sind?

    – Die Zombie Trust Krise ist seit über einem Jahr nicht gelöst, was den Finanzplatz als unzuverlässig entblösst.
    – Die Angst vor wütenden nicht-sanktionieren russischen Stiftern von Trusts und Stiftungen dürfte massiv sein.
    – Die Medien berichten von einem „kriminellen System“ in Liechtenstein, bei dem untreue Treuhänder mit einer nicht neutralen Justiz zusammenarbeiten.
    – Der Europarat (GRECO) mahnt Antikorruptionsmassnahmen an für Richter, Regierungsmitglieder und sogar den Fürsten.
    – Der Europarat (MONEYVAL) stellt fest, dass Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein häufig sei.

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  34. Peter
    Peter sagte:

    Feuer unter dem Dach im Schloss Vaduz, Liechtenstein hat durch die zombie trust Krise seine Glaubwürdigkeit als sicherer und stabiler Finanzstandort verloren und steht als Finanz Bermudadreieck da. Das wird nicht leicht für den Erbprinzen, das in seiner Ansprache zu überspielen, ohne dass seine Ansprache zur Groteske wird.

    Antworten
  35. Growing Allegations Against Liechtenstein’s Financial and Judicial Systems
    Growing Allegations Against Liechtenstein’s Financial and Judicial Systems sagte:

    The volume and severity of detailed allegations concerning Liechtenstein’s judicial and financial systems continue to increase and are becoming increasingly difficult to ignore. As these reports accumulate, a fundamental question emerges: whether Liechtenstein can continue to uphold its reputation as a credible, transparent, and rule-of-law-based international financial center.

    An increasing number of affected individuals are now coming forward publicly, describing patterns of conduct and institutional practices that suggest the possibility of significant systemic deficiencies and governance failures. Taken collectively, these allegations raise concerns regarding the effectiveness of oversight mechanisms, accountability frameworks, and the consistent application of legal protections.

    At the same time, a picture is emerging of well-established networks involving fiduciaries, members of the judiciary, prosecutors, and legal professionals that allegedly have operated in a highly coordinated and routine manner over extended periods. While affected parties are frequently presented with the familiar explanation that their experience represents an isolated incident, the growing body of allegations suggests the potential existence of broader structural issues.

    From a risk management perspective, such claims, if substantiated, could indicate elevated legal, regulatory, reputational, and governance risks. They may also raise questions regarding the robustness of institutional safeguards, the independence of key control functions, and the effectiveness of democratic and judicial oversight. For financial institutions and investors alike, these developments warrant careful monitoring and enhanced due diligence until greater clarity and transparency are achieved.

    Antworten
  36. P.H.
    P.H. sagte:

    Wieder einmal melden sich die üblichen Nörgler und Neider zu Wort. Es ist schon bemerkenswert, dass manche Menschen keine Gelegenheit auslassen, Liechtenstein schlechtzureden. Selbst der Staatsfeiertag, der für viele von uns ein Tag des Zusammenhalts, der Tradition und des Stolzes ist, wird von denselben Leuten zum Anlass genommen, alles in den Dreck zu ziehen. Hört endlich auf ihr dummen Neider.

    Antworten
  37. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
    Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.

    Fazit
    Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.

    Antworten
  38. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

    Antworten
  39. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

    Antworten
  40. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

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    • Insider
      Insider sagte:

      Der startklare Helikopter stand bereits letztes Jahr schon auf dem Landesspital.
      Eine neue mobile Intensivstation wurde neben die Bühne gestellt. Das lässt tief blicken und hinterlässt ein mulmiges Gefühl.

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  41. Wie viele Warnsignale braucht Liechtenstein noch?
    Wie viele Warnsignale braucht Liechtenstein noch? sagte:

    Über Jahre hinweg wiederholt sich dieselbe Kritik. Nicht einmal. Nicht zweimal. Sondern immer wieder.

    – Es geht um Treuhänder, denen mangelnde Kontrolle vorgeworfen wird.
    – Es geht um eine Justiz, deren Unabhängigkeit zunehmend hinterfragt wird.
    – Es geht um Regierung und Fürstenhaus, denen vorgeworfen wird, trotz immer neuer Kontroversen nicht entschlossen einzugreifen.
    – Es geht um Rechtssicherheit, die offiziell versprochen, von Kritikern jedoch immer häufiger bezweifelt wird.
    – Es geht um Vermögensschutz – also genau das Fundament, auf dem der Finanzplatz sein Geschäftsmodell aufgebaut hat.
    – Und es geht um Kritiker, die seit Jahren dieselben Fragen stellen und deren Einwände regelmässig als Einzelfälle, Übertreibungen oder Störgeräusche abgetan werden.

    Irgendwann stellt sich jedoch eine unangenehme Frage:
    Was, wenn das eigentliche Risiko nicht die Kritik ist, sondern die Weigerung, sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen?

    Ein Finanzplatz lebt nicht von Hochglanzbroschüren, Rankings oder offiziellen Verlautbarungen. Er lebt von Vertrauen.
    – Vertrauen in die Gerichte.
    – Vertrauen in die Aufsicht.
    – Vertrauen in die Durchsetzbarkeit von Rechten.
    – Vertrauen in die Integrität der Institutionen.

    Wenn genau dieses Vertrauen Gegenstand immer neuer Debatten wird, entsteht ein Problem, das sich nicht mehr wegkommunizieren lässt.

    Denn am Ende zählt nicht, was ein Finanzplatz über sich selbst sagt.
    Entscheidend ist, was Investoren, Begünstigte und internationale Geschäftspartner über ihn denken.
    Und genau dort beginnt für Liechtenstein das eigentliche Reputationsrisiko.

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  42. Ehrenwerte Gesellschaft
    Ehrenwerte Gesellschaft sagte:

    Auszug aus der Gästeliste?

    – Anton Wyss, Treuhänder, ehemals Vizepräsident der Liechtensteiner Treuhandkammer, wurde von der US-Behörde OFAC (Office of Foreign Asset Control) sanktioniert, weil er Transaktionen mit sanktionierten Geldern gefördert hat.

    – Stefan Wenaweser, Treuhänder, wurde von den Liechtensteiner Treuhändern zu ihrem Präsidenten gewählt, obwohl jeder wusste, dass er bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hat.

    – Harry Gstöhl, Treuhänder, ehemals Präsident des höchsten Liechtensteinischen Gerichts, des Staatsgerichtshofes, wurde wegen Veruntreuung von etwa 40 Millionen Franken zu insgesamt etwa 8 Jahren Gefängnis verurteilt.

    – Mario Staggl, Liechtensteinischer Treuhänder, hat nur etwa 30 Millionen Franken veruntreut und wurde nur zu 6 1/2 Jahre Gefängnis verurteilt.

    – Roland Oehri, Treuhänder, wurde von der US-Behörde OFAC sanktioniert, weil sein Treuhandunternehmen Sequoia Treuhand Trust Teil eines Netzwerks von Dienstleistern gewesen sei, das mit den Vermögensstrukturen des sanktionierten russischen Oligarchen Alisher Usmanov verbunden war..

    – Norbert Seeger, Treuhänder mit der weltweit grössten Rolls Royce Sammlung, der laut Staatsanwaltschaft Veruntreuungen in Höhe von mehr als 20 Millionen Franken begangen haben soll.

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  43. Baron von Münchhausen
    Baron von Münchhausen sagte:

    Auch ich biete in meinem Zwergstaaat, der so gross ist wie eine Kanonenkugel, Seriosität, Stabilität, Rechtsstaatlichkeit, Vermögensschutz und Diskretion. Noch sicherer als in Liechtenstein. Ab 10 Millionen Franken.

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  44. Jubiläum: 50 Jahre „Begünstigung und Beihilfe zu Gaunereien aller Art“
    Jubiläum: 50 Jahre „Begünstigung und Beihilfe zu Gaunereien aller Art“ sagte:

    Der SPIEGEL-Artikel „Liechtenstein: Eine Treuhand wäscht die andere“ aus dem Jahr 1976 übt eine sehr grundsätzliche Kritik am damaligen liechtensteinischen Finanz- und Treuhandsystem. Die Hauptvorwürfe sind:

    1. Liechtenstein als Schutzraum für Wirtschafts- und Finanzkriminalität
    Der Artikel beschreibt Liechtenstein als einen Ort, an dem sich Wirtschaftskriminelle durch Briefkastenfirmen, Anstalten, Stiftungen und Trusts verbergen könnten. Es wird behauptet, dass sich Schuldner, Betrüger und andere Akteure hinter den liechtensteinischen Strukturen der Identifizierung und Verfolgung entziehen konnten.

    2. Intransparenz der Eigentümerstrukturen
    Der SPIEGEL kritisiert, dass im Register häufig nicht die wirtschaftlich Berechtigten, sondern lediglich liechtensteinische Treuhänder oder Verwaltungsräte erscheinen. Dadurch werde die tatsächliche Kontrolle über Vermögenswerte verschleiert.

    3. Die Rolle der Treuhänder
    Ein zentraler Vorwurf lautet, dass einzelne Treuhänder und Verwaltungsräte ihre Namen und ihren guten Ruf für Konstruktionen zur Verfügung stellten, ohne die zugrunde liegenden Geschäfte ausreichend zu prüfen. Der Artikel behauptet, dass manche Treuhänder Angaben von Mandanten ungeprüft weitergegeben hätten.

    4. Beihilfe zu Betrugsfällen
    Der Artikel nennt zahlreiche konkrete damalige Wirtschafts- und Betrugsfälle und vertritt die These, dass liechtensteinische Gesellschaften und Treuhänder dabei wiederkehrend eine Rolle gespielt hätten. Die Formulierung

    „Begünstigung und Beihilfe zu Gaunereien aller Art sind an der Tagesordnung“

    gehört zu den schärfsten Aussagen des Beitrags.

    5. Mangelnde Verantwortlichkeit
    Der SPIEGEL wirft dem damaligen Treuhandsystem vor, eine Art „organisierte Unverantwortlichkeit“ zu erzeugen. Gemeint ist, dass wirtschaftlich Verantwortliche hinter mehreren Gesellschaftsebenen, Treuhändern und Nominalvertretern verschwinden konnten.

    6. Fehlende oder erschwerte internationale Zusammenarbeit
    Der Artikel kritisiert die begrenzten Möglichkeiten deutscher Ermittlungsbehörden, Informationen aus Liechtenstein zu erhalten. Dadurch werde die Aufklärung grenzüberschreitender Wirtschaftsdelikte erschwert.

    7. Kritik an Justiz und Aufsicht
    Der Beitrag enthält die Aussage, dass die „Mühle der Justiz zu langsam mahlt“ und zitiert deutsche Staatsanwälte, die das Briefkastenwesen als problematisch bezeichnen. Zudem wird der Eindruck vermittelt, dass die damaligen Kontrollmechanismen unzureichend gewesen seien.

    Zusammenfassung
    Die Kernkritik des Artikels lautet:

    Das damalige liechtensteinische Gesellschafts- und Treuhandsystem habe Anonymität, Intransparenz und fehlende Verantwortlichkeit gefördert und dadurch Betrügern, Steuerflüchtigen und anderen Wirtschaftskriminellen die Nutzung liechtensteinischer Strukturen erleichtert. Zudem seien Aufsicht, Kontrolle und internationale Rechtshilfe aus Sicht der Kritiker unzureichend gewesen.

    Antworten
  45. Der Staatsfeiertag als Symbol der Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität
    Der Staatsfeiertag als Symbol der Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität sagte:

    Im Selbstbild stellt sich Liechtenstein als einen Staat dar, der Bürgernähe, Rechtsstaatlichkeit und einen erfolgreichen Finanzplatz inszeniert.

    Die Realität ist eine andere: ungelöste Probleme im Bereich Justiz, Finanzaufsicht, Trust-Strukturen und reihenweise Wirtschafts- und Justizskandale.

    Antworten
  46. Selbst Schuld!
    Selbst Schuld! sagte:

    Hätte Liechtenstein
    > nicht so gierig russische Gelder angelockt (Russland war z.B. Zielmarkt der VP-Bank)
    > die Zombie-Trust Krise in dem Jahr oder zwei in den Griff bekommen
    > nicht Eigentumsschutz versprochen, den es nicht gehalten hat
    > nicht so viele Kunden um ihre Vermögen gebracht
    so hätte Liechtenstein wie früher einen Staatsfeiertag ohne jede Angst vor Anschlägen haben können.

    Antworten
  47. Konrad
    Konrad sagte:

    Ist das Fürstenfest überhaupt noch sicher, wenn es so viele Sicherheitsmassnahmen braucht? Oder muss man Angst haben, dass etwas passiert?

    Antworten
  48. Reinhold W.
    Reinhold W. sagte:

    Ich glaube nicht, dass es dieses Jahr am Staatsfeiertag etwas zu feiern gibt. Die Zombie Trusts? Die Angst vor rachsüchtigen Russen, die nicht mehr an ihr Geld kommen? Der Staatsfeiertag wird doch eine Farce.

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