Obwohl der absolutistisch regierende Fürst sofort eingreifen könnte …
Wenn irgendwo ein internationaler Wirtschaftskrimi spielt, dauert es erstaunlich oft nicht lange, bis der Name Liechtenstein auftaucht. Stiftungen, Trusts, Holdinggesellschaften, verschachtelte Beteiligungen – und nicht selten auch Gerichte und Staatsanwaltschaft. Das Fürstentum mag gerade einmal 40’000 Einwohner zählen, als Schauplatz komplexer Vermögens- und Wirtschaftsstreitigkeiten gehört es seit Jahrzehnten jedoch zur internationalen Spitzenklasse.
Das jüngste Beispiel liefert der Fall um Markus Fuhrmann, Mitgründer von Delivery Hero und Gründer des Milliarden-Start-ups Gropyus. Im Zentrum steht ein Aktionärsbindungsvertrag, der nach Auffassung der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft ohne Wissen und Zustimmung Fuhrmanns abgeschlossen worden sein soll. Der Vertrag hätte die Verpfändung eines Aktienpakets im Wert von mehr als 100 Millionen Euro an den zwielichtigen Florian Fritsch ermöglicht und dem stark verschuldeten Investor eine weitreichende Kontrollposition verschafft. Fritsch bezeichnete sich auch schon mal als der deutsche Benko, als das noch als Auszeichnung verstanden werden konnte. Natürlich ist auch Benko mit dem Fürstentum auf Du und Du.
Die Staatsanwaltschaft erhob deshalb Anklage wegen mutmasslicher Untreue beziehungsweise Anstiftung dazu. Die Beschuldigten weisen sämtliche Vorwürfe zurück; es gilt die Unschuldsvermutung.
Die eigentliche Frage lautet jedoch: Weshalb landet ein solcher Fall überhaupt in Liechtenstein?
Die Antwort liegt im Geschäftsmodell des Landes. Seit Jahrzehnten wirbt das Fürstentum mit einer hochentwickelten Infrastruktur für Vermögensverwaltung. Stiftungen, Trusts und internationale Beteiligungsstrukturen gehören zum Kerngeschäft des Finanzplatzes. Tausende juristische Konstruktionen werden von Treuhändern verwaltet. Das ist legal – schafft aber gleichzeitig jene Komplexität, in der wirtschaftliche Machtkämpfe, Vermögensverschiebungen und undurchsichtige Vertragskonstruktionen besonders gut gedeihen können.
Der Fall Gropyus ist deshalb kein exotischer Einzelfall. Immer wieder taucht Liechtenstein auf, wenn internationale Vermögenskonflikte eskalieren. Die Liechtenstein-Affäre um gestohlene Bankdaten erschütterte Europa. Es folgten Auseinandersetzungen um Stiftungen, Trusts, Nachlässe, Oligarchengelder, Benko-Strukturen, Zombie-Trusts oder fragwürdige Treuhandkonstruktionen. Auch der Finanzplatz selbst musste sich wiederholt gegen den Vorwurf wehren, dass seine Dienstleistungen missbraucht würden.
Dabei geht es längst nicht mehr um das alte Klischee des Steuerparadieses. Heute liegt der Verdacht nahe, dass ein extrem spezialisierter Finanzplatz auch eine besondere Anziehungskraft auf komplizierte wirtschaftsrechtliche Konflikte entwickelt. Wo Milliardenvermögen in juristischen Konstruktionen organisiert werden, entstehen zwangsläufig auch milliardenschwere Streitigkeiten.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor. Die liechtensteinische Justiz muss Verfahren bearbeiten, deren wirtschaftliche Dimension in keinem Verhältnis zur Grösse des Landes steht. Internationale Investoren, Konzerne und Vermögensverwalter treffen auf ein kleines Justizsystem, das regelmässig mit hochkomplexen Fällen konfrontiert ist. Das erhöht den Druck auf Gerichte und Staatsanwaltschaft erheblich.
Die allzu oft die Flucht in überlange Verfahrensdauern antreten, wo Prozesse auch schon mal Jahre, sogar Jahrzehnte dauern können. Ausser, liechtensteinische Treuhänder sind beklagt. Dann geht der Freispruch fix.
Der Fall um Gropyus zeigt exemplarisch, wie eng die Verflechtung zwischen Finanzplatz und Justiz geworden ist. Es geht nicht bloss um einen Streit unter Investoren. Es geht um die Kontrolle über Unternehmensanteile im Wert von über 100 Millionen Euro, um Treuepflichten von Organen und um die Frage, ob wirtschaftliche Macht mithilfe juristischer Konstruktionen verschoben werden sollte.
Das Urteil steht noch aus. Ob die Vorwürfe der Anklage Bestand haben, wird das Gericht entscheiden. Unabhängig davon bleibt jedoch eine unbequeme Erkenntnis: Kaum ein anderer europäischer Staat taucht gemessen an seiner Grösse so häufig in internationalen Geschichten über milliardenschwere Wirtschaftskonflikte auf wie Liechtenstein. Das ist eine direkte Folge jenes Geschäftsmodells, auf dem der Wohlstand des Landes seit Jahrzehnten beruht.




Treffend formuliert. Es geht eben nicht nur um einzelne Skandale, sondern um ein System, das solche Konstruktionen geradezu anzieht.
Geht es um Liechtenstein, geht es häufig um Verdachtsmomente bezüglich:
– Untreue,
– Betrug,
– Veruntreuung,
– Geldwäsche,
– betrügerischem Konkurs sowie
– Bildung einer kriminellen Vereinigung.
Im März 2025 wurde Fritsch in Deutschland verhaftet. Er sitzt derzeit in Nürnberg in Auslieferungshaft und sollte demnächst nach Österreich überstellt werden.[19] Ihm wird vorgeworfen, 14 kg Gold betrügerisch aus einem Tresor entnommen zu haben. Angezeigt wurde er angeblich von seiner Frau Eva Fritsch, deren Unternehmen er das Gold entzogen haben soll.
Siehe Wikipedia Florian Fritsch
Warum landen die fragwürdigsten Finanzakrobaten immer in Liechtenstein? Alles Einzelfälle…
Und die Korruption läuft weiter und Fürst und Erbprinz schauen milde lächelnd zu.
40’000 Einwohner, aber immer wieder Milliardenfälle. Irgendwann sollte man sich fragen, ob das wirklich nur Zufall ist.
Der Artikel vermischt allerdings zwei Dinge: Dass Liechtenstein als Rechtsstandort gewählt wird, bedeutet noch nicht automatisch, dass dort kriminell gehandelt wird.
Interessant finde ich den Hinweis auf die Überforderung der Justiz. Wenn ein Kleinstaat internationale Milliardenstreitigkeiten austragen muss, ist das tatsächlich eine enorme Herausforderung.
Liechtenstein hat sich seinen Wohlstand genau mit solchen Strukturen aufgebaut. Dann darf man sich nicht wundern, wenn auch die Schattenseiten dazugehören.
Die Verfahrensdauer ist meines Erachtens das eigentliche Problem. Recht, das erst nach zehn oder fünfzehn Jahren gesprochen wird, verliert seinen Sinn.
Der Hinweis auf die Unschuldsvermutung ist wichtig. Das geht in vielen Kommentaren unter.
Immer dieselben Namen: Benko, Trusts, Stiftungen, Treuhänder. Man könnte meinen, das Fürstentum sei Europas Drehscheibe für komplizierte Vermögenskonstruktionen.
Mich würde interessieren, wie viele dieser internationalen Verfahren tatsächlich mit einer Verurteilung enden. Dazu wären Zahlen spannend.
Ich habe den Eindruck, dass Liechtenstein international oft viel kritischer gesehen wird als innerhalb des Landes. Dort scheint vieles als normal zu gelten.
Als Liechtensteiner sehe ich das differenzierter. Die allermeisten Treuhänder arbeiten seriös. Über schwarze Schafe zu schreiben ist legitim, daraus aber ein Gesamtbild abzuleiten halte ich für unfair.
Bemerkenswert ist doch, wie oft der Name Liechtenstein fällt, obwohl das Land winzig ist. Statistisch ist das kaum zu erklären.
Der Schluss überzeugt mich. Es ist kein Vorwurf gegen alle Beteiligten, sondern gegen ein Geschäftsmodell, das enorme Risiken mit sich bringt.
Wenn Verfahren Jahrzehnte dauern, ist das nicht nur für Beschuldigte unerquicklich, sondern auch für Geschädigte.
Mich stört die polemische Bemerkung über schnelle Freisprüche für Treuhänder. Dafür hätte ich gerne konkrete Belege gesehen.
Wieder einmal zeigt sich, dass Geld fast immer den kompliziertesten Weg nimmt. Und erstaunlich oft führt dieser über Vaduz.
Ein guter Artikel. Vor allem deshalb, weil er die eigentliche Frage stellt: Weshalb konzentrieren sich derart viele internationale Vermögenskonflikte ausgerechnet in Liechtenstein?
Vielleicht, weil genau dort das Know-how vorhanden ist. Hoch spezialisierte Finanzplätze ziehen nun einmal komplexe Fälle an. Das muss nicht zwingend negativ sein.
Die Politik könnte längst reagieren. Wer den Finanzplatz schützen will, müsste ein Interesse daran haben, jeden Verdacht möglichst rasch auszuräumen.
Mich überrascht eher, dass ausserhalb Liechtensteins kaum über diese Zusammenhänge berichtet wird.
Der Fürst könnte politisch sehr wohl Druck machen, wenn er wollte. Dass nichts geschieht, wirft zwangsläufig Fragen auf.
Der Artikel erinnert daran, dass wirtschaftliche Macht heute oft nicht mehr über Fabriken oder Maschinen ausgeübt wird, sondern über Verträge, Stiftungen und Beteiligungen.
Ich hätte mir noch einen Vergleich mit Luxemburg oder den Kanalinseln gewünscht. Das wäre interessant gewesen.
Wer einen Finanzplatz für internationale Milliardenvermögen betreibt, übernimmt eben auch Verantwortung für die Folgen. Das scheint mir die eigentliche Botschaft des Beitrags zu sein.
Sehr lesenswert. Man muss den konkreten Fall gar nicht beurteilen, um zu erkennen, dass Liechtenstein seit Jahren immer wieder als Schauplatz spektakulärer Wirtschafts- und Vermögenskonflikte auftaucht. Allein diese Häufung sollte Anlass sein, das System kritisch zu hinterfragen.
Es dreht sich stets um die selben Probleme in Liechtenstein:
– Rolle von Treuhand- und Beteiligungsstrukturen
– Corporate Governance
– Schutz von Aktionären und Begünstigten
– Funktionsfähigkeit der Justiz
– internationale Reputation des Standorts
Liechtenstein ist nun einmal kein zuverlässiger und vertrauenswürdiger Standort, das sollte man einfach begreifen, dann gibt es diese Probleme nicht.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.
Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.
Artikel im Vaterland vom 17. März 2025
Der Investor Florian Fritsch wurde in Deutschland festgenommen. Die Festnahme erfolgte dem Artikel zufolge auf Anordnung österreichischer Behörden.
Gegen Fritsch laufen bzw. liefen auch Ermittlungen in Liechtenstein.
Als Anlass der Festnahme wird genannt, dass Fritsch Gold aus einem Depot in Wien entnommen haben soll.
Der Artikel weist darauf hin, dass Fritsch bis zum Sommer 2024 mit seiner Fritsch AG Büroräumlichkeiten im Zentrum von Vaduz genutzt hatte und damit einen direkten Bezug zum Finanzplatz Liechtenstein besass.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/wirtschaft/umstrittener-investor-fritsch-festgenommen-art-593197
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Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
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3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
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3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Wird alles von Liechtenstein angezogen.
Unseriöser als Liechtenstein geht es wohl nicht mehr, das weiss inzwischen jeder.
Wirtschaftskriminalität, korrupte Justiz, willkürliche Aufsicht: der ideale Nährboden für die unseriösesten Finanzkreaturen.
Liechtenstein hat ein bemerkenswertes Talent: Kaum gerät irgendwo ein schillernder Investor, Finanzakrobat oder selbsternannter Visionär in ernste Turbulenzen, führt die Spur früher oder später auch ins Fürstentum.
Die eigentliche Frage lautet längst nicht mehr, ob einzelne Akteure schuldig sind.
Die Frage lautet: Warum tauchen dieselben Typen immer wieder in denselben Strukturen auf?
Jedes Mal heisst es, es handle sich um einen Einzelfall. Irgendwann besteht der Finanzplatz nur noch aus Einzelfällen.
Vertrauen ist die wichtigste Währung Liechtensteins. Doch Vertrauen lebt nicht von Diskretion, sondern von Kontrolle. Nicht von Hochglanzbroschüren, sondern von Transparenz.
Solange auf jeden Skandal nur das nächste Schweigen folgt, wird aus einem Finanzplatz schleichend ein Reputationsrisiko. Und genau das sollte den Verantwortlichen weit mehr Sorgen bereiten als die Kritiker.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Unterschlagung ist nicht der Ausnahmefall, sondern an der Tagesordnung.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Investors should carefully consider whether Liechtenstein’s reputation for wealth protection accurately reflects reality.
Reported concerns include:
* Uncertain control over entrusted assets.
* Questionable enforceability of legal rights.
* Potential failures of confidentiality and privacy protections.
* Perceived weaknesses in judicial independence and regulatory oversight.
In short: assets may be easier to transfer into the system than to recover from it.
Beeindruckend, wie hier jeder Erfolg Liechtensteins mit aller Gewalt schlechtgeredet wird. Statt anzuerkennen, dass der ein kleines Land Vieles besser macht, wird lieber mit haltlosen Unterstellungen um sich geworfen. Vielleicht sollte man sich eher fragen, warum das eigene Land trotz deutlich mehr Einwohnern schlechter dasteht. Wer bei jedem Erfolg sofort Betrug oder dunkle Machenschaften wittert, zeigt vor allem eines: blanken Neid und Unfähigkeit, Leistung anzuerkennen. Dieses ganze Gerede ist nichts weiter als peinliches Gejammer von Leuten, die Erfolg Anderer einfach nicht ertragen können.
Wer durch diese Internetseite stöbert, erkennt schnell, dass das Land Liechtenstein Rechtsbruch duldet, solange dies förderlich für das Land und seine Einwohner ist.
Über Jahre hinweg wiederholt sich dieselbe Kritik. Nicht einmal. Nicht zweimal. Sondern immer wieder.
– Es geht um Treuhänder, denen mangelnde Kontrolle vorgeworfen wird.
– Es geht um eine Justiz, deren Unabhängigkeit zunehmend hinterfragt wird.
– Es geht um Regierung und Fürstenhaus, denen vorgeworfen wird, trotz immer neuer Kontroversen nicht entschlossen einzugreifen.
– Es geht um Rechtssicherheit, die offiziell versprochen, von Kritikern jedoch immer häufiger bezweifelt wird.
– Es geht um Vermögensschutz – also genau das Fundament, auf dem der Finanzplatz sein Geschäftsmodell aufgebaut hat.
– Und es geht um Kritiker, die seit Jahren dieselben Fragen stellen und deren Einwände regelmässig als Einzelfälle, Übertreibungen oder Störgeräusche abgetan werden.
Irgendwann stellt sich jedoch eine unangenehme Frage:
Was, wenn das eigentliche Risiko nicht die Kritik ist, sondern die Weigerung, sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen?
Ein Finanzplatz lebt nicht von Hochglanzbroschüren, Rankings oder offiziellen Verlautbarungen. Er lebt von Vertrauen.
– Vertrauen in die Gerichte.
– Vertrauen in die Aufsicht.
– Vertrauen in die Durchsetzbarkeit von Rechten.
– Vertrauen in die Integrität der Institutionen.
Wenn genau dieses Vertrauen Gegenstand immer neuer Debatten wird, entsteht ein Problem, das sich nicht mehr wegkommunizieren lässt.
Denn am Ende zählt nicht, was ein Finanzplatz über sich selbst sagt.
Entscheidend ist, was Investoren, Begünstigte und internationale Geschäftspartner über ihn denken.
Und genau dort beginnt für Liechtenstein das eigentliche Reputationsrisiko.
In unserer Bank ist es Allgemeinwissen, dass Liechtenstein keinen Rechtsschutz und keinen Vermögensschutz gewährleistet. Wir raten unseren Kunden von Strukturen in Liechtenstein ab.
Beware of Liechtenstein trusts and foundations. The beneficiaries end up losing their rights, their control and their assets.
Liechtenstein ist ein Standort mit Problemen bei Rechtsstaatlichkeit, Treuhandwesen, Justiz und Vermögensschutz.
Es ist erstaunlich, weil viel Wirtschafts- und Finanzkriminalität in so einem winzigen Land Platz hat. Das kommt wohl daher, dass dies jahrelang vertuscht werden konnte, da ja vornehmlich die Liechtensteinische Justiz zuständig ist, welche bekannt dafür ist, nicht nach Recht und Gesetz zu entscheiden, sondern so, wie es für Liechtenstein und die Liechtensteiner gut ist. Also waren die betrogenen Ausländer sowieso nie im Recht, und wenn es allzu offensichtlich Unrecht war, dann wurde dies den Ausländern eben selbst von ihren eigenen Liechtensteiner Rechtsanwälten als «bedauerlicher Einzelfall» verkauft. Denn so wie alle anderen, wollen auch die Rechtsanwälte, dass diese kriminellen Aktionen nie aufhören, denn sie beschweren dem Land sehr viel Reichtum. Und der Fürst? Schaut zu. Denn reiche Untertanen sind zufriedene Untertanen.
Schlimm, schlimm, was ich hier täglich lese.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
1. Florian Fritsch mit seinem Büro in Liechtenstein- im Gefängnis gelandet.
2. René Benko mit seiner Stiftung in Liechtenstein – im Gefängnis gelandet
3. Jeder vierte Präsident des Liechtensteinischen Staatsgerichtshofs wurde wegen schwerer Vermögensdelikte verurteilt – was sagt das über das System in Liechtenstein?
Wenn bei 8 – 10 bisheriger Präsidenten des Staatsgerichtshofs jeder vierte oder fünfte wegen schwerer Vermögensdelikte in Millionenhöhe verurteilt wurde (Herbert Batliner, Harry Gstöhl), ist das ein strukturelles Problem in Liechtenstein.
In Liechtenstein ist Wirtschaftskriminalität offenbar zuhause. Und Regierung, Fürst und Aufsicht schauen milde lächelnd zu.
Je länger man die Kommentare hier liest, desto mehr drängt sich eine Frage auf: Geht es noch um die Aufarbeitung konkreter Missstände – oder längst nur noch um die pauschale Verunglimpfung eines ganzen Landes?
Der Artikel vom 16.10.2022 berichtet, dass Liechtenstein sich zwar als sauberer und seriöser Finanzplatz präsentiert, aber dennoch offenbar Geld aus problematischen Quellen angezogen oder verarbeitet habe. Konkret geht es um den Verdacht, dass eine venezolanische Gruppe staatliche Gelder veruntreut habe und dabei Verbindungen nach Liechtenstein bestanden.
Der Artikel formuliert bereits im Vorspann: „Liechtenstein präsentiert sich als sauberer Finanzplatz, doch Geld aus trüben Quellen war offenbar weiter willkommen.“
Außerdem heißt es, Dokumente würden zeigen, „wie eine venezolanische Clique Staatsgelder veruntreute.“
Die Kritikpunkte des Artikels:
– Der Finanzplatz habe möglicherweise nicht ausreichend verhindert, dass Vermögen zweifelhafter Herkunft über liechtensteinische Strukturen bewegt wurden.
– Zwischen dem offiziellen Selbstbild eines sauberen Finanzplatzes und der tatsächlichen Praxis habe eine Diskrepanz bestanden.
– Liechtenstein erscheine in dem Artikel als Teil eines internationalen Netzwerks, über das mutmaßlich veruntreute venezolanische Staatsgelder bewegt wurden.
– Der Titel „Die Liechtenstein-Connection“ deutet an, dass das Fürstentum nicht nur zufälliger Nebenschauplatz, sondern ein relevanter Knotenpunkt der untersuchten Vorgänge gewesen sein soll.
Der Artikel verbindet den Finanzplatz mit Venezuela, Staatsgeldern. Korruptionsverdacht und Veruntreuung. Das sind klassische Geldwäsche-Risikofelder. Solche Begriffe sind für jeden Anleger unmittelbare AML (Anti-Money Laundering) Red Flags.
Wie ein Spinnennetz lockt Liechtenstein mit Schutz und Sicherheit – der Weg hinein ist einfach, der Weg hinaus überraschend schwierig, weil Schutz und Sicherheit nur vorgeschoben sind und Rechtsschutz und Vermögensschutz nicht gewährleistet sind.
Liste der von der OFAC (Office of Foreign Asset Control) sanktionierten Personen in Liechtenstein:
AUDAX TRUST CONSULTING ESTABLISHMENT
AVIATRANS ANSTALT
BUECHEL, Pascal Dominik
CAFAR FOUNDATION
DIEGELMANN, Axel Paul
DIEGELMANN, Fritz
GIGER, Markus Jakob
IGT INTERGESTIONS TRUST REG.
LIEMETA AG
LINS, Alexander Franz Josef
LMG LIGHTHOUSE TRUST REG
NATWIN FOUNDATION
NORDSTRAND LTD.
OEHRI, Roland
ONE ASSET MANAGEMENT AG
PALOMA FOUNDATION
PANYA AG
RHEINGOLD EDELMETALL AG
SEQUOIA TREUHAND TRUST REG
SPERO FOUNDATION
TRADE INITIATIVE ESTABLISHMENT
WOLF, Stefan Anton
WYSS, Anton Daniel
Was ist das denn? Was ist denn in Liechtenstein los? Ich dachte immer, dass das so ein richtiger Finanzhafen sei. Aber was man hier zu lesen bekommt, sieht anders aus.
Liechtenstein zieht fragwürdige Gestalten an die das Licht die Motten.
The problem in Liechtenstein is at the very top.
Der Finanzplatz Liechtenstein sieht sich derzeit mit einer Vielzahl erheblicher Risiken konfrontiert – möglicherweise mit mehr, als auf Dauer tragbar sind.
Der Artikel berichtet über eine nicht neutrale Justiz. Rechtsstaatlichkeit, Rechtssicherheit und Rechtsdurchsetzbarkeit sind unabdingbare Voraussetzungen für einen Finanzstandort. Ohne diese überwiegen die Risiken.
Liechtenstein ist kein Nebenschauplatz der Wirtschaftskriminalität, sondern eher das europäische Zentrum der Wirtschaftskriminalität.
Wir verfolgen diesen Blog in unserer Bank seit längerer Zeit. Selbst wenn nur ein Teil der Vorwürfe gegen den Finanzplatz Liechtenstein zutreffen würde, wäre dies für einen Finanzplatz nicht akzeptabel. Man sollte daher maximale Vorsicht walten lassen oder besser eine Alternative zu Liechtenstein suchen.
Wenn so zwielichtige Typen nach Liechtenstein gehen, um dort veruntreute oder aus kriminellen Geschäften erbeutete Gelder zu verstecken, dann geschieht es ihnen recht, wenn sie von noch zwielichtigeren Gestalten in Liechtenstein betrogen und beraubt werden.
Wenn es in Liechtenstein tatsächlich ein kriminelles System gibt, in welchem untreue Treuhänder mit Hilfe einer nicht neutralen Justiz Trusts und Stiftungen systematisch in ihre Macht bekommen und dann plündern, dann sollte wohl tatsächlich einmal die Verantwortung des Fürsten als Monarchen untersucht werden. Natürlich nicht von Liechtensteinischen Gerichten, sondern von internationalen Gerichten.
Der Fürst und der Erbprinz lachen sich doch jeden Tag in ihrer Burg über Vaduz kaputt: kommen da doch immer noch weitere Anleger mit ihren Drogengeldern, Korruptionsgeldern, veruntreuten Entwicklungshilfegeldern usw. und meinen, dass ihre Gelder in Liechtenstein sicher aufgehoben wären. Weil sie noch nicht mitgekriegt haben, dass Liechtenstein ein Bermuda-Dreieck ist, in dem Gelder immer wieder auf wundersame Weise, teilweise mithilfe der Gerichte einfach verschwinden. Und so kommt immer mehr Geld nach Liechtenstein, versickert immer mehr Geld in Liechtenstein. Und ab und zu tönt man man ganz erzkonservativ und tut so, als sei man so katholisch und echauffiert sich über eine Volksabstimmung zur Fristenlösung. Perfekte Inszenierung von konservativ, katholisch und seriös. Und weiter versickert das Geld und Fürst und Erbprinz gucken zu. Und lachen sich weiter kaputt, jeden Tag auf’s Neue.