Wenn es keine öffentliche Empörung gibt, verfault ein Staatswesen. Vor allem eine Monarchie wie Liechtenstein.
Es gibt Skandale, die weit über den konkreten Anlass hinausreichen. Weil sie ein Grundproblem offenlegen: die erstaunliche Bereitschaft mancher Eliten, Regeln für alle anderen zu predigen – und für sich selbst Ausnahmen zu beanspruchen.
Der Fall des deutschen CDU-Politikers Jens Spahn ist dafür ein Paradebeispiel. Politisch verteidigte er das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland. Gleichzeitig erfüllte er sich den Kinderwunsch mithilfe einer Leihmutterschaft in den USA – einem Verfahren also, das er den Bürgern seines eigenen Landes verwehren will. Juristisch mag das zulässig gewesen sein. Politisch ist es ein Offenbarungseid. Wer Gesetze erlässt, sollte wenigstens den Anstand besitzen, selbst nach ihnen zu leben. Alles andere heisst Doppelmoral.
Doch wer glaubt, das sei ein deutsches Problem, sollte einen Blick nach Liechtenstein werfen.
Dort existiert eine Berufsgruppe, deren Existenzberechtigung auf einem einzigen Wort beruht: Treue. Rund 130 Treuhänder verwalten Vermögen, Trusts und Stiftungen im Auftrag ihrer Kunden. Das Geschäftsmodell lebt vom Versprechen absoluter Verlässlichkeit. Wer Millionen oder gar Milliarden anvertraut, erwartet Schutz – nicht Misstrauen.
Dennoch haben in den vergangenen Jahren immer wieder spektakuläre Streitfälle und Skandale den Finanzplatz erschüttert. Veruntreuung, Selbstbereicherung, Entrechtung von Begünstigten oder undurchsichtige Konstruktionen. Der Fall der sogenannten „Zombie-Trusts“ mit Hunderten jahrelang führungslos gewordenen Trusts wurde zum Sinnbild eines Systems, das grundlegende Aufsichtsprobleme offenbart.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr, ob es Missstände gibt. Missstände existieren überall. Entscheidend ist vielmehr, wie ein Staat darauf reagiert.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem.
Kritiker werfen der fürstlichen Justiz seit Jahren wohlbegründet vor, gegenüber des Treuhandsektors zu zurückhaltend zu agieren. Bedrückend ist der Eindruck, dass die öffentliche Empörung erstaunlich leise bleibt. Während in anderen Ländern Untersuchungsausschüsse, Medienkampagnen oder politische Rücktritte folgen würden, herrscht in Liechtenstein oft bemerkenswerte Gelassenheit.
Warum?
Ist es die wirtschaftliche Bedeutung des Finanzplatzes? Ist es die Überschaubarkeit des Landes, in dem jeder jeden kennt? Oder spielt auch die aussergewöhnliche Machtstellung des Fürstenhauses eine Rolle, das innerhalb Europas nach wie vor über verfassungsmäßige Kompetenzen verfügt, die in parlamentarischen Demokratien undenkbar wären?
Niemand wird ernsthaft behaupten, Liechtenstein sei eine Diktatur. Aber ebenso wenig lässt sich bestreiten, dass politische und institutionelle Macht dort stärker konzentriert ist als in den meisten europäischen Staaten. Wo Macht konzentriert ist, wächst zwangsläufig die Versuchung zur Selbstabschottung. Und wo wirtschaftliche Eliten, Politik und Institutionen eng miteinander verflochten erscheinen, sinkt häufig die Bereitschaft, laut Kritik zu üben.
Demokratie lebt jedoch nicht von Ehrfurcht. Sie lebt vom Widerspruch.
Wer Milliardenvermögen verwaltet, muss sich schärfster öffentlicher Kontrolle stellen. Wer richterliche Unabhängigkeit beansprucht, muss sich kritischen Fragen gefallen lassen. Und wer den Rechtsstaat beschwört, darf nicht den Eindruck entstehen lassen, dass für einflussreiche Kreise andere Massstäbe gelten als für gewöhnliche Bürger.
Im Ländle hätte der Fürst die Allmacht, per Dekret sofort durchzugreifen und diesen Wildwuchs zu beschneiden. Wieso tut er das nicht? Im Ländle könnte die Öffentlichkeit Druck aufbauen und ein Durchgreifen fordern. Wieso geschieht das nicht? Ist es eine stillschweigende Komplizenschaft?
Das eigentliche Problem ist deshalb gar nicht der einzelne Skandal. Sondern die erstaunliche Ruhe, mit der immer neue Vorwürfe an einem Land abperlen, das seinen internationalen Erfolg auf Vertrauen gegründet hat. Vertrauen ist der wertvollste Rohstoff eines Finanzplatzes. Geht es verloren, nützen auch die schönsten Hochglanzbroschüren nichts mehr.




Treffender kann man die Doppelmoral kaum beschreiben. Nach aussen Moral predigen, nach innen gelten offenbar andere Regeln.
Liechtenstein ist wohl das Land mit der meisten Finanzkriminalität in Europa. Da ist das Wort „Moral“ fehl am Platz.
Natürlich. Liechtenstein ist vermutlich der einzige Staat der Welt, in dem jemals ein Fehler passiert ist. Gut, dass die Experten im Kommentarbereich das endlich aufgedeckt haben. Wahrscheinlich sollten Fürstenhaus, Regierung, Gerichte und der gesamte Finanzplatz sofort zurücktreten und ihre Arbeit künftig den so intelligenten Kommentatoren überlassen. Die verfügen bekanntlich über die höchste Instanz überhaupt: das eigene Sendungsbewusstsein.
Das eigentliche Problem ist doch, dass in Liechtenstein kaum jemand wagt, solche Widersprüche offen anzusprechen.
Der Artikel ist polemisch, aber die Kernfrage ist berechtigt: Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure?
Moral ist immer besonders einfach, wenn sie nur für die anderen gilt.
Seit Jahrzehnten dieselben Mechanismen. Viel Diskretion, wenig Transparenz.
Man muss nicht jede Schlussfolgerung teilen. Aber die beschriebenen Widersprüche existieren tatsächlich.
Genau deshalb braucht es eine unabhängige Justiz. Nicht nur auf dem Papier.
Wer Macht hat, sollte höhere Massstäbe an sich selbst anlegen. Genau daran scheint es oft zu fehlen.
Interessant wäre eine detaillierte Antwort auf die angesprochenen Vorwürfe statt blosses Schweigen.
Der Fürstenkult verhindert seit Jahren eine nüchterne Diskussion.
Die Geschichte zeigt, dass fehlende Kontrolle immer zu Missbrauch verleitet.
Jeder weiss, wie gewisse Dinge laufen. Offiziell spricht aber niemand darüber.
Der Artikel überzeichnet bewusst. Trotzdem bleibt die zentrale Kritik nachvollziehbar.
Mich erstaunt immer wieder, wie unkritisch viele Medien über das Fürstenhaus berichten.
Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.
Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.
«Kriminelle in Liechtenstein
…
Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.»
https://matrixchange.blogspot.com/2019/06/kriminelle-in-liechtenstein.html
Wer ständig Moral einfordert, muss sich an ihr messen lassen. Das gilt auch für Monarchen.
Interessant wäre einmal eine internationale Untersuchung verschiedener Liechtensteiner Skandale.
Respekt vor Tradition darf nie bedeuten, auf kritische Fragen zu verzichten.
Solange niemand politische Verantwortung übernehmen muss, bleibt alles beim Alten.
Macht ohne wirksame Kontrolle ist immer gefährlich – unabhängig vom politischen System.
Vielleicht ist der Ton etwas scharf. Aber manchmal braucht es genau das, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Die Frage lautet doch: Gelten dieselben Regeln wirklich für alle Bürger?
Viele trauen sich nur anonym zu kommentieren. Das sagt eigentlich schon alles.
Der Artikel müsste eigentlich Punkt für Punkt widerlegt werden. Empörung allein reicht nicht.
Gerade in kleinen Staaten ist Transparenz besonders wichtig, weil persönliche Beziehungen eine grössere Rolle spielen.
Moral verliert ihren Wert, wenn sie selektiv angewendet wird. Genau das ist die Botschaft, die bei mir hängen bleibt.
Das Fürstenhaus fordert von Politik und Bevölkerung hohe moralische Standards, lässt sich selbst aber nicht im gleichen Maß daran messen. Es wird mit zweierlei Maß gemessen.
In Liechtenstein sind Vetternwirtschaft und Willkür höherrang als Recht und Gesetz. Das stellt die Rechtsstaatlichkeit selbst des Finanzplatzes und des Landes infrage. Interessenskonflikte sind offensichtlich systemisch, Justiz, Politik, Anwaltschaft und Treuhandwesen sind miteinander verbunden, so dass es keine Neutralität mehr gibt. Dies sind keine Einzelfälle, dies ist ein Problem des Standorts.
Das ist gravierend für einen Finanzplatz. Für Investoren heißt das: Rechte sind eventuell nicht verlässlich durchsetzbar.
Moralische Appelle sind nur dann überzeugend, wenn sie konsequent auch auf das eigene Handeln angewendet werden. Andernfalls verliert das Fürstenhaus an Glaubwürdigkeit.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Das sind doch alles nur Neider, die auf dem Wohlstand in Liechtenstein neidisch sind. Weil sie es in ihren eigenen Ländern nicht schaffen, was wir in Liechtenstein geschaffen haben. Dummes Gerede dummer Menschen.
Der Europarat hat festgestellt, dass Liechtenstein Antikorruptionsmassnahmen für die Richter, die Regierungsmitglieder und den Fürsten bräuchte und dass in Liechtenstein Veruntreuungen häufige Formen der Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sind.
Das nennt man in Liechtenstein dann „Moral“.
Ich würde dem Fürsten oder dem Erbprinzen nicht die Hand geben.
Liechtenstein ist ein Land ohne vierte Gewalt, also ohne kritische Medien. Wie Russland. Alles was der Fürst macht ist heilig. Und wenn es im Land eine erhebliche Wirtschaftskriminalität gibt, dann ist die auch heilig.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Unterschlagung ist nicht der Ausnahmefall, sondern an der Tagesordnung.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Das politische Schauspiel in Liechtenstein wirkt zunehmend befremdlich oder sogar grotesk. Das Selbstbild als „katholisch, grundsolide, konservativ und vertrauenswürdig“ steht in einem deutlichen Widerspruch zu den Feststellungen des Europarats über Korruption und „häufige“ Fälle von Wirtschaftskriminalität. Da stellt sich die Frage, wie glaubwürdig diese Selbstdarstellung noch ist. Glaubt man tatsächlich, die Menschen würden solche Berichte nicht lesen oder sich keine eigene Meinung bilden?
Market participants, investors, and beneficiaries should exercise extreme caution when considering Liechtenstein foundations and trusts.
There are serious and recurring allegations indicating that the jurisdiction may be affected not merely by isolated misconduct, but by structural deficiencies with potentially systemic implications.
Key Risk Factors
1. Structural Incentives for Self-Enrichment
There are credible claims that certain fiduciary structures may be exploited in ways that allow trustees and intermediaries to prioritize their own financial interests over those of beneficiaries, creating a persistent risk of abuse embedded within the system itself.
2. Lack of Effective Judicial Safeguards
Substantial concerns have been raised regarding the practical effectiveness and independence of judicial oversight. In particular, there is a perception that legal proceedings may fail to deliver impartial and enforceable outcomes where fiduciary interests are involved.
3. Institutional Tolerance of Misconduct
It is alleged that deficiencies are not adequately addressed at the highest institutional levels. Critics point to a pattern of insufficient intervention by regulatory, judicial, and political authorities, raising questions about systemic tolerance of problematic practices.
4. Questionable Reliability of Legal Certainty
Although Liechtenstein promotes itself as a jurisdiction of legal stability and asset protection, there are serious doubts as to whether this promise is consistently upheld in practice. In contentious cases, the enforceability of rights and access to assets may be materially uncertain.
5. Evidence of Structural, Not Isolated, Problems
The concerns outlined above are repeatedly described not as exceptional cases, but as indicators of potentially systemic weaknesses affecting the integrity of the fiduciary and legal framework as a whole.
Conclusion: Elevated Risk Environment
Given these factors, reliance on Liechtenstein’s reputation as a secure and legally robust financial center may be misplaced without rigorous, independent verification.
Investors should assume a heightened risk profile, particularly with respect to:
– control over assets once transferred into fiduciary structures
– enforceability of beneficiary rights
– independence and effectiveness of dispute resolution mechanisms
Accordingly, engagement with Liechtenstein structures should be approached only with enhanced due diligence, robust safeguards, and a clear understanding that legal protections may not perform as expected in practice.
In Deutschland hat das Beispiel von Jens Spahn gezeigt, dass die Medien das Tun und Lassen der Führungsschicht sehr genau beobachten und kontrollieren.
In Liechtenstein gibt es keine unabhängigen Medien, die einzige Tageszeitung Vaterland ist das Sprachrohr des Fürsten und würde nie ein kritisches Wort über ihn oder das anscheinend existierende kriminelle System in Liechtenstein verlieren.
Es ist immer wieder amüsant, wie sich hier dieselben Neider und Versager versammeln, um über Liechtenstein herzuziehen. Wer etwas von Wirtschaft, Recht oder Erfolg versteht, weiss längst, dass Liechtenstein eines der besten Länder der Welt ist. Genau deshalb greifen uns ständig Menschen an, die in ihren eigenen Ländern nichts auf die Reihe bekommen.
Die meisten Kommentatoren hier haben vermutlich kein nennenswertes Vermögen, bilden sich aber ein, über unseren Finanzplatz urteilen zu können. Dass internationale Experten, Behörden und Gerichte Liechtenstein seit Jahrzehnten respektieren, wird natürlich ignoriert, weil es nicht ins eigene Weltbild passt.
Wer von „Korruption“, „Vetternwirtschaft“ oder „Systemversagen“ spricht, sollte vielleicht erst einmal beweisen, dass er mehr weiss als die Menschen, die das Land tatsächlich führen. Der Fürst hat für dieses Land mehr geleistet als alle seine Kritiker zusammen.
Ehrlich gesagt wäre es sogar besser, wenn gewisse Leute dem Finanzplatz fernbleiben. Wir brauchen keine Investoren, die ständig misstrauische Fragen stellen und überall Verschwörungen wittern. Liechtenstein war erfolgreich, bevor diese Kritiker aufgetaucht sind, und wird auch erfolgreich sein, wenn sie wieder verschwunden sind.
Die Realität ist einfach: Wer Erfolg hat, wird beneidet. Genau darum geht es hier – um Neid.. Alles andere sind nur Ausreden.
Vermutlich ist Liechtenstein das Land mit der meisten Finanz- und Wirtschaftskriminalität Europas. Und selbstverständlich weiss die Obrigkeit davon. Von Moral kann daher keine Rede sein.
Von der Korruption bei der Justiz in Liechtenstein, welche unrechtmässige Bereicherungen Liechtensteiner Treuhänder zuerst ermöglicht und dann schützt, kann man genügend in den Medien lesen.
Für den Finanzplatz Liechtenstein geht es dabei nicht um Moral, sondern um Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Seriosität, die nicht gesichert sind.
Ohne Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Rechtssicherheit ist ein Finanzplatz riskant.
Der Artikel stellt nicht nur Einzelfälle dar, sondern zeigt ein wiederkehrendes strukturelles Problem im Finanzsystem:
Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als sauberer, reformierter Finanzplatz („weisse Weste“) – aber neue Skandale stellen dieses Selbstbild massiv infrage.
Zentrale Vorwürfe und Themen
1. Geldwäsche & internationale Kriminalität
Laut Artikel war Liechtenstein wiederholt Drehscheibe für internationale Geldwäsche.
Beispiele:
– italienische Mafia (‘Ndrangheta) soll dort Gelder geparkt haben
– Netzwerke rund um veruntreute venezolanische Staatsgelder (Milliardenhöhe) nutzten Strukturen im Fürstentum
Teilweise seien Bargeldsummen über Banken abgewickelt und physisch transportiert worden.
Aussage: Liechtenstein taucht immer wieder als Knotenpunkt für illegale Finanzströme auf.
2. Probleme im Bankensektor
Mehrere Banken gerieten in Turbulenzen oder Ermittlungen.
Insgesamt wird von fragwürdigen Geschäftspraktiken gesprochen.
Das beschädigt den Ruf des Landes zusätzlich.
3. Widerspruch zwischen Image und Realität
Regierung, Fürstenhaus und Finanzbranche betonen seit Jahren, man habe sich reformiert.
Der Artikel stellt dem entgegen: Hinter der „sauberen Fassade“ verbergen sich weiterhin „Abgründe“.
Hauptkritik: Reformen existieren – aber sie reichen offenbar nicht oder werden ausgehebelt.
4. Hoher Ermittlungsdruck
Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht haben viele laufende Verfahren, auch international.
Fälle betreffen oft grenzüberschreitende Netzwerke.
Das Problem ist nicht lokal begrenzt, sondern global vernetzt.
Gesamtbild
Der Artikel vermittelt im Kern:
Liechtenstein hat sich zwar nach früheren Steuerskandalen bemüht, Transparenz zu zeigen
doch:
– neue Fälle von Geldwäsche
– Verbindungen zu Mafia und Staatskorruption
– Probleme bei Banken
untergraben das Vertrauen erneut
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Das liechtensteinische Trust- und Stiftungswesen steht seit Jahren unter dem massiven Verdacht, dass einzelne Treuhänder und Richter in einer Weise zusammenwirken, die weniger dem Rechtsschutz der Begünstigten als vielmehr der Machterlangung und der Bereicherung jener dient, die die Vermögensstrukturen kontrollieren. Wo Gerichte eigentlich Kontrolle ausüben sollten, entsteht der Eindruck eines Systems gegenseitiger Absicherung.
Treuhänder erhalten dadurch faktisch eine nahezu unangreifbare Stellung: Sie kontrollieren Vermögen in Millionen- oder Milliardenhöhe, während Begünstigte und Familienmitglieder systematisch an den Rand gedrängt werden. Wer sich gegen diese Machtstrukturen wehrt, sieht sich nicht selten Entscheidungen gegenüber, die den Eindruck erwecken, als würden Interessenkonflikte und offensichtliche Widersprüche bewusst ignoriert.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass dieses System seit Jahren von den politischen und institutionellen Spitzen des Landes geduldet wird. Solange Fürstenhaus, Regierung und Justiz keine wirksamen Konsequenzen ziehen, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass nicht Rechtsstaatlichkeit oberste Priorität hat, sondern der Schutz eines Netzwerks aus Einfluss, Vermögensverwaltung und gegenseitiger Loyalität.
Der eigentliche Skandal ist daher nicht nur das Verhalten einzelner Akteure, sondern ein System, das nach außen Stabilität und Rechtssicherheit verkauft, intern jedoch den Eindruck vermittelt, dass Kontrolle dort endet, wo die Interessen mächtiger Treuhänder beginnen.
Inzwischen weiss doch jeder, dass Liechtenstein ein Piratennest ist, in dem man von Treuhändern und euner korrupten Justiz abgezockt wird. Selber schuld, wer dort hingeht.
800 verwaiste Zombie-Trusts, bei denen auch Nichtsanktionierte nicht mehr an ihre Vermögen kommen? Was soll das sein, ein Finanz- und Bankenplatz oder ein Finanzfriedhof?
Ohne eine schnelle Lösung der «Zombie Trust» Krise kann das Problem auf den breiteren Finanzsektor übergreifen, der das Rückgrat der liechtensteinischen Wirtschaft bildet. Das kann von einer «Zombie Trust» Krise sehr schnell zu einer Finanzkrise in Liechtenstein führen und die Stabilität des Finanzsektors insgesamt stark gefährden
Die Kommentare hier sind eine Mischung aus Neid, Frust und Bedeutungslosigkeit. Während Liechtenstein Wohlstand schafft, produzieren die Kritiker bloss dumme Beschwerden. Das Land wird ihre Zustimmung genauso wenig brauchen wie ihre Belehrungen.
Ohne kritische Medien werden die erhebliche Finanzkriminalität und die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein nie eingedämmt werden.
Die Außendarstellung von Liechtenstein hat mit der Realität wenig zu tun.
Nach außen wird das Land dargestellt als sicherer und vertrauenswürdiger Finanzplatz.
In Wahrheit gibt es weder Rechtstaatlichkeit noch Rechtssicherheit, reiht sich ein Skandal an den nächsten, belegen die etwa 800 Zombie Trusts seit über einem Jahr eine unglaubliche Hilflosigkeit und Unfähigkeit des Finanzplatzes.
Was ist denn in Liechtenstein los? Ich dachte immer, das sei ein kleines, seriöses Finanzzentrum, dabei scheint es ja dort zuzugehen wie in Sodom und Gomorra. Wer sorgt denn da mal für Ordnung, wenn es die dortige Regierung nicht tut?
Fürstliche Geschäfte
Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.
Auch Professor Martin Schauer, der die Liechtensteiner Regierung bei der Reformierung des Stiftungsrechts beriet, kritisiert in Vaterland «Rechtsunsicherheit» für den Begünstigten und Mandatsverträge als «willkommenes Mittel für Haftungsbefreiung». Immer häufiger und oft vergeblich kämpfen Stifter juristisch gegen ihre eigenen Stiftungsräte oder Treuhänder. Nicht selten fällt dabei der Name Angelika Moosleithner-Batliner.
https://liechtensteinwegwerfartikel.blogspot.com/2018/04/betrugs-und-abzock-system-liechtenstein.html
Der deutsche Politiker Jens Spahn musste wegen seiner Doppelmoral sein Amt abgeben.
In Liechtenstein kommt man wohl erst mit Doppelmoral in ein Amt.