Das Fürstenhaus Liechtenstein: Die erstaunlich skrupellose Karriere einer Dynastie.
Man muss dem Fürstenhaus Liechtenstein eines lassen: Kaum einer europäischen Dynastie ist es gelungen, sich über sieben Jahrhunderte so elegant durch alle politischen Systeme zu lavieren. Kaiserreich, Absolutismus, Revolutionen, Weltkriege, Kalter Krieg, Globalisierung – andere Königshäuser verloren ihre Macht, die Liechtensteiner verstanden es immer wieder, sie in neuer Form zu konservieren.
Der Mythos erzählt von einer ehrwürdigen Dynastie, die Kultur und Tradition bewahrte. Die Geschichtet eine andere: ein Lehrstück darüber, wie sich Besitz in Macht und Macht wieder in Besitz verwandelt.
Der märchenhafte Reichtum fiel schliesslich nicht vom Himmel. Die gigantischen Ländereien in Böhmen, Mähren, Österreich und Ungarn entstanden durch jahrhundertelange Nähe zum Haus Habsburg. Wer den Kaisern diente, wurde reich belohnt. So funktionierte Feudalismus. Aus den Erträgen riesiger Güter entstand jene Kunstsammlung, die heute als kulturelles Kronjuwel präsentiert wird. Rubens, van Dyck oder Raffael waren nicht nur Ausdruck exquisiten Geschmacks, sondern auch Symbole eines Vermögens, das auf feudalen Strukturen beruhte. Also auf Ausbeutung der Untertanen.
Dann kam das 20. Jahrhundert. Die Donaumonarchie zerfiel, nach dem Zweiten Weltkrieg enteigneten die Beneš-Dekrete den grössten Teil des liechtensteinischen Besitzes in der Tschechoslowakei. Rund 1’600 Quadratkilometer Land, Schlösser, Wälder und Güter gingen verloren. Historisch ist das ein reales Trauma der Familie.
Ebenso real ist, dass nach dem Zusammenbruch des Ostblocks der Versuch begann, zumindest Teile dieses Besitzes oder Entschädigungen zurückzuerlangen. Diplomatie, Gerichte, internationale Verfahren – alles wurde ausgeschöpft. Juristisch ist das legitim. Politisch muss man jedoch fragen, weshalb ausgerechnet nach dem Ende des Kommunismus plötzlich Eigentumsrechte wiederentdeckt wurden, die jahrzehntelang als endgültig erledigt galten. Der Versuch, das Rad der Geschichte zurückzudrehen.
Auch im eigenen Land nimmt Liechtenstein eine Sonderstellung ein. Während europäische Monarchen heute Bänder durchschneiden und Weihnachtsansprachen halten, verfügt der Landesfürst über reale politische Macht. Er kann Gesetze blockieren, Richter ernennen und erheblichen Einfluss auf zentrale Institutionen ausüben. Dass ein einzelner Mensch im 21. Jahrhundert derart weitreichende Befugnisse besitzt, wirkt wie ein politisches Fossil inmitten moderner Demokratien.
Hinzu kommt der Finanzplatz. Jahrzehntelang war Liechtenstein Synonym für Diskretion, Stiftungen und verschachtelte Vermögensstrukturen. Die internationalen Affären um Steuerflucht und undurchsichtige Konstruktionen beschädigten den Ruf des Landes nachhaltig. Das Fürstenhaus war zwar nicht mit jeder einzelnen Affäre verbunden, profitierte aber von einem System, das Wohlstand und internationale Bedeutung begründete. Nicht zuletzt durch seine Fürstenbanken LGT und LLB. Es ist offenkundig: politische Macht, wirtschaftliche Interessen und staatliche Institutionen in Liechtenstein sind nicht so voneinander getrennt, wie es ein moderner Rechtsstaat verlangen würde.
Daher ist das Ländle ein Unrechtsstaat, eine wahre Räuberhöhle, in der mit modernen und dennoch mittelalterlichen Methoden geraubt und enteignet wird.
Natürlich kann niemand in die Köpfe einer Dynastie blicken, die seit Jahrhunderten Macht ausübt. Doch Geschichte nährt Vermutungen. Wenn sich politische Entscheidungen immer wieder mit den Interessen derselben Familie decken, wenn Institutionen aussergewöhnlich eng mit der Monarchie verflochten bleiben und wenn Kritik regelmäßig an den Mauern eines sehr besonderen Staatswesens abprallt, dann ist klar: hier existiert ein System, das sich selbst erstaunlich erfolgreich schützt.
Vielleicht ist genau das die grösste Leistung des Fürstenhauses. Nicht der Erwerb von Schlössern oder Gemälden. Sondern die Fähigkeit, jede historische Zeitenwende in einen Vorteil zu verwandeln – und dabei bis heute das Bild eines idyllischen Alpenmärchens aufrechtzuerhalten. Hinter den sorgfältig restaurierten Fassaden steckt kein Märchenschloss, sondern eine der langlebigsten Machtmaschinen Europas. Die bereit ist, für den Eigennutz alles andere zu opfern.




Wie kann man als Fürst eines so kleinen Ländles Milliardär werden?
Dann könnte der Fürst doch den Inhabern der Zombie Trusts, die seit fast zwei Jahren verwaist sind, deren Vermögen zurückbezahlen. Das wäre Anstand.
Indem man Schwarzgeld, Drogengeld, Blutgeld, Bestechungsgeld usw. für teure Gebühren verwahrt.
Es ist unglaublich, wie ein Adelsgeschlecht so reich werden kann. Ist das ganze Vermögen, die Kunstwerke, die Ländereien wirklich redlich verdient?
Es ist offenkundig: Nur weil das absolutistisch herrschende Fürstenhaus seine schützende Hand über das Treuhänder-Unwesen hält, sind all diese Schweinereien möglich, die auf dem Finanzplatz Liechtenstein stattfinden.
Ohne die Duldung des Fürsten könnte es die Machenschaften mancher Treuhänder, die Trusts und Stiftungen plündern, nicht geben.
Endlich spricht es einmal jemand aus. Hinter der Postkartenidylle steckt ein Machtapparat, der in Europa seinesgleichen sucht. Erstaunlich, wie viele davor immer noch die Augen verschliessen.
Das Erschreckendste ist gar nicht die Geschichte, sondern dass diese Machtkonzentration heute noch existiert. Im 21. Jahrhundert sollte kein Monarch Richter bestimmen oder Gesetze blockieren können.
Wer die Regierung entlassen kann, Gesetze verhindern kann und das letzte Wort bei der Richterwahl hat, wer also überall im Staat das letzte Wort hat, ist auch für das verantwortlich, was in seinem Land geschieht. Gibt es in dem Land ein kriminelles System, gehört das auch in den Verantwortungsbereich.
Wer Liechtenstein als Musterstaat verkauft, sollte diesen Artikel lesen. Demokratie endet dort, wo eine Familie über Staat, Justiz und Wirtschaft zugleich dominiert.
Liechtenstein ist bereits per Definition keine Demokratie. Für eine Demokratie bräuchte es eine echte Gewaltenteilung, die in Liechtenstein nicht existiert. Der Fürst hat überall das letzte Wort.
Das macht ihn aber auch verantwortlich für die staatlich geduldeten kriminellen Machenschaften.
Mich wundert nur, dass internationale Medien darüber so selten berichten. Bei jedem anderen Staat gäbe es längst Sondersendungen und Resolutionen.
Die Geschichte mit den riesigen Ländereien zeigt doch das Grundproblem. Über Jahrhunderte wurde Vermögen durch Privilegien angehäuft, heute verkauft man es als glanzvolle Tradition.
Das Ganze erinnert eher an einen Familienkonzern mit eigener Flagge als an einen modernen Rechtsstaat. Erschreckend, dass Europa das einfach hinnimmt.
• Besonders treffend finde ich den Satz über die Machtmaschine. Genau diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich mit Liechtenstein näher beschäftigt.
Wer einmal erlebt hat, wie schwierig es ist, sich gegen mächtige Treuhänder oder Stiftungen zu wehren, weiss, dass das keine theoretische Debatte ist.
Man hat nicht mächtige Treuhänder gegen sich, sondern ein ganzes System, einen ganzen Staat, der hinter den Treuhändern steht. Das ist ein abgekartetes, perfides System.
Natürlich werden jetzt wieder die üblichen Hofberichterstatter aufschreien. Inhaltlich werden sie aber kaum etwas widerlegen können.
Europa predigt Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in aller Welt. Warum gelten diese Massstäbe offenbar nicht für einen Kleinstaat mitten in Europa?
Das Fürstenhaus hat sich immer hervorragend an wechselnde Zeiten angepasst. Genau das beschreibt der Artikel. Moral spielte dabei offenbar selten eine entscheidende Rolle.
Die Verflechtung von Politik, Justiz und Finanzplatz ist tatsächlich bemerkenswert. In jedem anderen Land würde man darüber einen Untersuchungsausschuss einsetzen.
Man muss den Mut des Autors anerkennen. Über Liechtenstein schreiben viele nur das, was touristisch gut klingt. Die Schattenseiten werden meist verschwiegen.
Der Begriff «Räuberhöhle» ist hart. Aber wenn Eigentumsrechte und Justiz davon abhängen, wen man vor sich hat, stellt sich tatsächlich die Frage, wie rechtsstaatlich das System ist.
Mich erstaunt immer wieder, wie erfolgreich das Image gepflegt wird. Saubere Berge, schöne Schlösser, freundliche Banken – und dahinter ein Machtgefüge, das kaum jemand hinterfragt.
Falls auch nur die Hälfte dessen stimmt, was hier beschrieben wird, müsste sich eigentlich der Europarat viel intensiver mit Liechtenstein beschäftigen.
Die Geschichte zeigt einmal mehr: Reichtum und Macht bleiben oft über Generationen in denselben Händen. Das Fürstenhaus ist dafür ein Paradebeispiel.
Interessant wäre eine unabhängige Untersuchung, wie stark der Einfluss des Fürstenhauses tatsächlich auf Gerichte, Staatsanwaltschaft und Behörden ist. Transparenz würde viele Fragen beantworten.
Der Artikel kratzt am Mythos vom idyllischen Alpenstaat. Vielleicht ist genau deshalb mit heftigen Reaktionen zu rechnen. Wahrheiten sind selten bequem.
Man muss den Schluss zweimal lesen. Das Märchenschloss als Fassade und dahinter eine perfekt geölte Machtmaschine – zugespitzt formuliert, aber ein Bild, das im Gedächtnis bleibt.
Die Glaubwürdigkeit Liechtensteins ist doch durch die ganzen Skandale schwer beschädigt worden. Dazu kommen noch die hunderten Zombie Trusts, die seit eineinhalb Jahren die Hilflosigkeit des Finanzplatzes belegen. Ein Finanzplatz braucht Vertrauen als wichtigste Grundlage. Liechtenstein hat das Vertrauen verspielt.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Unterschlagung ist nicht der Ausnahmefall, sondern an der Tagesordnung.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Deutlicher geht es nicht von offizieller Stelle des Europarats:
«Wirtschaftskriminalität scheint eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
Na bravo, Herr Fürst. Stolz drauf?
Macht in Besitz zu verwandeln muss nicht immer legal sein, das kann man bei Trump sehen, der die Macht zu seinem finanziellen Vorteil ausnutzt. Kritiker sehen dies auch in Liechtenstein, wo der Fürst letztlich die Regierung und die Richter bestimmen kann. Niemand wird ohne die Zustimmung des Fürsten Minister, niemand ohne seine Zustimmung Richter. Wenn es dann Missstände und unrechtmässige Machenschaften gibt, geht eine Verantwortlichkeit mit einher.
Macht darf nicht missbraucht werden, um unrechtmäßige Praktiken in Liechtenstein zu dulden.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
800 Zombie Trusts liegen seit über eineinhalb Jahren verwaist herum, die hunderten nicht- sanktionierten Russen kommen nicht mehr an ihre Vermögen. Das geht doch nicht gut, das lassen sich doch Russen nicht so einfach gefallen, sich das Vermögen wegnehmen zu lassen. Das gibt doch noch einen Knall. Russen sind nicht dafür bekannt, zimperlich zu sein.
Wenn so viel Kriminalität in Liechtenstein existiert und der Fürst so viel Macht hat, dass er diese stoppen könnte, dann sollte der Fürst diese auch stoppen, will er sich nicht zum Mittäter machen.
Wenn durch die Macht die Wirtschaftskriminalität im Lande verhindert werden könnte, aber nicht wird, so ist das bedenklich.
Ist ein Mitwisser nicht auch ein Mittäter?
Bei der Machtfülle des Fürsten ist die Finanzkriminalität in der Verantwortung des Fürsten.
Verrückt, was so in einer Monarchie alles gut. Ist das in Dänemark, Norwegen und den Niederlanden auch so korrupt?
Liechtenstein fährt eine Strategie des Verheimlichens, Vertuschens und Verharmlosen der inhärenten Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Und das ging viele Jahre gut. Vermögen verschwanden, alles wurde vertuscht und als Einzelfall verharmlost. Erst jetzt erst hochgekommen, dass er sich um ein ausgeklügeltes kriminelles System handelt, welches regelmässig zur Anwendung gekommen ist. Die Glaubwürdigkeit des Landes und des Fürsten sind schwer beschädigt.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
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3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
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3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Die Vorwürfe gegen den Finanzplatz Liechtenstein sind seit vielen Jahren stets und immer wieder dieselben, wenn sie auch in den unterschiedlichsten internationalen Medien veröffentlicht werden:
– Liechtenstein sei kein funktionierender Rechtsstaat.
– Die Justiz handle willkürlich.
– Liechtensteiner Treuhänder würden gegenüber Ausländern bevorzugt.
– Begünstigte hätten keinen wirksamen Rechtsschutz.
– Treuhänder könnten Vermögen weitgehend unkontrolliert zu ihren Gunsten verwenden.
– Gerichte würden Fehlverhalten von Treuhändern decken.
– Die Probleme seien systemisch und keine Einzelfälle.
– Investoren sollten Liechtenstein meiden.
Allein die Tatsache, dass sich die stets selben Vorwürfe seit vielen Jahren immer wieder wiederholen, sollte zu größer Vorsicht vor Liechtenstein mahnen.
SZ‑Artikel mit dem zugespitzten Titel „Dreckig, unaufrichtig, vulgär“ vom 17. Mai 2010 richtet seine Kritik nicht nur gegen einzelne Fälle, sondern gegen das Geschäftsmodell und die politische‑wirtschaftliche Kultur des Finanzplatzes Liechtenstein insgesamt.
1. Nähe zu problematischen Geldern
Ein Kernvorwurf ist, dass Liechtenstein historisch Gelder zweifelhafter Herkunft angezogen und verwaltet hat.
2. Tradition der Intransparenz und Verschleierung
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Kritik an Geheimhaltung und Konstruktionen zur Verschleierung von Vermögen. Daher „unaufrichtig“ im Sinne von mangelnder Transparenz gegenüber anderen Staaten und der Öffentlichkeit.
3. Geschäftsmodell als Steueroase / Offshore-Zentrum
Andere Staaten verlieren Steuereinnahmen, das Modell basiert (zumindest früher) teilweise auf Regelunterschieden zwischen Ländern.
4. Moralische Kritik („vulgär“)
„Vulgär“ meint hier sinngemäß maßlose Bereicherung sowie fehlende Rücksicht auf gesellschaftliche Folgen.
5. Eliten‑ und Machtstrukturen
Implizit wird auch kritisiert die enge Verflechtung zwischen:
– Finanzplatz
– politischer Führung
– Fürstenhaus
Es besteht der Eindruck eines kleinen, abgeschotteten Systems, in dem wirtschaftliche Interessen stark gebündelt sind.
6. Reputationsproblem durch Vergangenheit
Auch wenn Reformen erfolgt sind, bleibt das Image geprägt durch frühere Skandale sowie internationale Kritik (z. B. Steuer- und Geldwäschedebatten).
Der Artikel spielt darauf an, dass der Ruf langsamer verschwindet als die Realität sich ändert.
Der SZ‑Artikel kritisiert Liechtenstein im Kern als kleinen, wohlhabenden Finanzplatz, dessen historisches Geschäftsmodell stark auf Diskretion, Steuervorteilen und der Verwaltung problematischer Vermögen beruhte – und der deshalb moralisch wie reputativ angreifbar bleibt.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-dreckig-unaufrichtig-vulgaer-1.597433
Nehmen die da auch mein Gold, meine Diamanten, mein Schwarzgeld??
Zeit, dass die USA mit ihren Antikorruptions- und Antimafiagesetzen mal nach dem Rechten schauen.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Der US-RICO-Act, ein amerikanisches Antimafiagesetz, richtet sich gegen Netzwerke, die durch ein Muster von Straftaten («pattern of racketeering activity») betrieben werden. Er verlangt typischerweise mehr als zwei zusammenhängende Vortaten, fortgesetzte kriminelle Aktivität und einen konkreten Schaden für Geschädigte.
Wenn man die in diesem Blog erhobenen Vorwürfe hypothetisch als wahr unterstellen würde, käme der RICO-Act in Betracht.
Was für ein Land:
– Fürst Hans-Adam als Monarch, der von den unrechtmässigen Machenschaften in seinem Land weiss, etwas dagegen tun könnte, aber nichts dagegen unternimmt,
– ein Präsident der Treuhandkammer, Stefan Wenaweser, der von den Treuhändern gewählt wurde, obwohl jeder weiss, dass er bei einer Akteneinsicht Dokumente aus den Gerichtsakten gestohlen hatte.
– ein Vizepräsident der Treuhandkammer, Anton Wyss, der von der US-Behörde OFAC sanktioniert wurde, weil er Transaktionen mit sanktionierten Geldern gefördert hatte
– so vielen von der OFAC Sanktionierten pro Einwohnern wie kein anderes Land dieser Welt.
Where is my money!
So ein winziges Land, so viel Wirtschaftskriminalität!
800 Zombie Trusts, bei denen auch nicht sanktionierten Eignern von Trusts und Stiftungen seit über einem Jahr der Zugang zu ihren Vermögen entzogen ist … das ist kein vertrauenswürdiger Finanzplatz mehr, das ist ein Finanzfriedhof.
Die Glaubwürdigkeit Liechtensteins als Stiftungs‑ und Vermögensstandort leidet erheblich unter einer Reihe struktureller und systemischer Probleme, die in den vergangenen Jahren öffentlich geworden sind. Die Vielzahl der Skandale beschädigt die Glaubwürdigkeit Liechtensteins deshalb nachhaltig, weil sie keine Einzelfälle, sondern strukturelle Schwächen offenbaren, nämlich
– mangelhafte Aufsicht
– schwache Rechtsdurchsetzung
– Interessenkonflikte in Justiz und Treuhänderwesen
– internationale Sanktionen
– ein massiver Vertrauensverlust der Banken und Nutzer
Solange diese systemischen Probleme nicht wirksam adressiert werden, wird Liechtenstein international als Stiftungsstandort weiter an Reputation verlieren.
In Liechtenstein meint man anscheinend, dass das, was nicht in der einzigen Zeitung des Landes „Vaterland“ steht, keiner mitkriegt.
Der Fürst ist Liechtenstein und Liechtenstein ist der Fürst. Wenn der Europarat, MONEYVAL feststellt, dass Veruntreuung eine häufige Art der Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein ist, dann trifft das den Fürsten.