Und weshalb das Anleger beunruhigen sollte.

Liechtenstein vermarktet sich seit Jahrzehnten als Musterbeispiel von Stabilität, Rechtssicherheit und Vermögensschutz. Das Fürstentum wirbt mit einer unabhängigen Justiz, verlässlichen Institutionen und einem hochentwickelten Stiftungs- und Trustrecht. Doch hinter dieser Fassade lauern erhebliche strukturelle Defizite, die gerade für Anleger erhebliche Risiken bergen.

Der Ausgangspunkt ist die Verfassung selbst. Liechtenstein ist keine parlamentarische Monarchie nach skandinavischem Muster, sondern eine Monarchie, in der der Fürst über aussergewöhnlich weitreichende Kompetenzen verfügt. Er besitzt unter anderem ein Vetorecht gegen Gesetze, ernennt Richter und verfügt über weitreichende Mitwirkungsrechte bei der Staatsgewalt. Hinzu kommt, dass der Fürst persönlich Immunität geniesst und rechtlich nicht verantwortlich gemacht werden kann. Diese Sonderstellung widerspricht modernen Vorstellungen einer konsequenten Gewaltenteilung.

Noch gravierender sind die praktischen Auswirkungen im Finanzplatz.

Ein aktuelles Beispiel sind die rund 800 sogenannten Zombie-Trusts, deren wirtschaftlich Berechtigte überwiegend aus Russland stammen. Aufgrund internationaler Sanktionen und der besonderen Rechtslage befinden sich zahlreiche dieser Konstruktionen seit Jahren in einem Schwebezustand. Sie werden weder ordentlich liquidiert noch regulär fortgeführt. Stattdessen existieren sie faktisch in einem juristischen Niemandsland.

Für einen Finanzplatz, der von Rechtssicherheit lebt, ist das ein besorgniserregender Befund.

Eigentumsrechte sollen eindeutig sein. Zuständigkeiten sollen klar geregelt werden. Verfahren sollen innert angemessener Frist abgeschlossen werden. Gerade dies ist bei den Zombie-Trusts nicht gewährleistet zu sein. Über Jahre hinweg besteht Unsicherheit darüber, wer welche Rechte ausüben darf und welche Vermögenswerte letztlich verfügbar sind.

Einzig und allein die liechtensteinischen Stiftungsräte lachen sich ins Fäustchen, denn sie haben seit Jahren hier abgesahnt.

Für Anleger ist das kein akademisches Problem.

Wer Vermögen in eine Stiftung oder einen Trust einbringt, verzichtet regelmässig auf den unmittelbaren Zugriff auf sein Eigentum. Er muss deshalb darauf vertrauen können, dass Treuhänder kontrolliert werden, Gerichte effizient entscheiden und Behörden konsequent eingreifen, falls Missstände auftreten.

Genau an diesem Punkt setzt die Kritik an.

Liechtenstein verfügt zwar über ein modernes Stiftungsrecht. Doch das beste Gesetz nützt wenig, wenn seine Durchsetzung stockt oder Verfahren sich über viele Jahre hinziehen. Gerade in komplexen Stiftungsstreitigkeiten wird immer wieder über aussergewöhnlich lange Prozessdauern berichtet. Für Begünstigte kann dies bedeuten, dass Vermögenswerte über Jahre blockiert bleiben und wirtschaftliche Entscheidungen faktisch unmöglich werden.

Hinzu kommt die besondere Struktur des Finanzplatzes. In einem Staat mit knapp 40’000 Einwohnern kennen sich Politik, Justiz, Treuhänder und Finanzindustrie zwangsläufig deutlich besser als in grossen Staaten. Das führt zwangsläufig zu Rechtsverletzungen. Das erhöhte Risiko institutioneller Nähe brütet potenzielle Interessenkonflikte aus.

Besonders problematisch wird dies dann, wenn internationale Investoren den Eindruck gewinnen, bestimmte Verfahren würden nicht mit derselben Konsequenz geführt wie in grösseren Rechtsordnungen.

Für Vermögensinhaber lautet deshalb die entscheidende Frage nicht, wie elegant ein Trust konstruiert ist, sondern wie verlässlich Streitigkeiten später entschieden werden.

Rechtssicherheit zeigt sich nämlich nicht in Hochglanzbroschüren, sondern im Konfliktfall.

Wenn Verfahren jahrelang dauern, wenn hunderte Trusts in einem ungeklärten Schwebezustand verbleiben und wenn die oberste Staatsgewalt aufgrund ihrer verfassungsrechtlichen Sonderstellung selbst keiner gerichtlichen Verantwortlichkeit unterliegt, entstehen Zweifel an der praktischen Funktionsweise des Systems.

Gerade weil Liechtenstein seinen Wohlstand wesentlich dem internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft verdankt, ist Vertrauen sein wichtigstes Kapital. Dieses Vertrauen beruht nicht allein auf niedrigen Steuern oder diskreten Strukturen, sondern vor allem auf der Überzeugung, dass das Recht unabhängig, vorhersehbar und ohne Ansehen der Person durchgesetzt wird.

Wo diese Überzeugung schwindet, wird auch der Standort verwundbar. Und genau deshalb reicht es nicht, den Finanzplatz als sicher zu bezeichnen – er muss seine Rechtsstaatlichkeit im konkreten Einzelfall immer wieder neu unter Beweis stellen. Oder er ist keiner.

41 Kommentare
  1. Liechtenstein ist kein Rechtsstaat
    Liechtenstein ist kein Rechtsstaat sagte:

    Liechtenstein ist per Definition kein Rechtsstaat, da ein Rechtsstaat über eine eine echte Gewaltenteilung verfügen muss, die es in Liechtenstein nicht gibt. In Liechtenstein hat sich der Fürst überall das letzte Wort vorbehalten – daher ist Liechtenstein kein Rechtsstaat.

    Antworten
  2. Systematische Enteignung unter dem Deckmantel der Justiz
    Systematische Enteignung unter dem Deckmantel der Justiz sagte:

    Liechtenstein hat sich vom einst renommierten Finanzplatz zu einem Paradebeispiel für institutionalisierte Rechtsverweigerung entwickelt. Über Jahre wurden internationale Stiftungen und Trusts durch ein Netzwerk aus Treuhändern, Anwälten und mutmaßlich nicht neutralen Richtern systematisch enteignet – ein kriminelles System, das unter dem Tarnbegriff „Dekantierung“ operierte.

    Die Opfer wurden bewusst getäuscht: Jeder Fall wurde ihnen als „Einzelfall“ verkauft, während in Wahrheit ein strukturiertes und systematisches Vorgehen dahinterstand. Profit gemacht haben alle – außer den rechtmäßigen Eigentümern: lokale Treuhänder, Anwälte und möglicherweise auch Richter. Die politische Spitze schwieg – und durch ihr Schweigen schützte oder unterstützte sie das System.

    Liechtenstein hat nicht nur Vertrauen verspielt – es hat seine rechtliche Glaubwürdigkeit geopfert. Wer hier noch von einem sicheren Rechtsstaat spricht, macht sich zum Komplizen eines perfiden Machtmissbrauchs.

    Antworten
    • Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
      Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

      Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Veruntreuung ist nicht der Ausnahmefall, sondern häufig.

      MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

      «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

      https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

      Antworten
    • Johannes
      Johannes sagte:

      Die Machenschaften der kriminellen Treuhänder in Liechtenstein sind sehr raffiniert angelegt. Insofern sehr geschickt, als sie sich mithilfe gewisser Richter*innen den Anschein eines rechtmässigen Verhaltens geben lassen. So, als handele man im Interesse der von Ihnen vertretenen Stiftung und nicht, wie in Wahrheit, in rein eigenem Interesse. Diese Machenschaften funktionieren seit vielen Jahren.

      Antworten
  3. Risiko Liechtenstein
    Risiko Liechtenstein sagte:

    Da unter den hunderten Zombie Trusts, die seit mindestens eineinhalb Jahren verwaist sind, ein grosser Teil von nicht-sanktionierten Personen sind, erweist sich Liechtenstein als nicht zuverlässiger, nicht sicherer und riskanter Finanzplatz.

    Antworten
  4. Liechtenstein raus aus dem Europarat
    Liechtenstein raus aus dem Europarat sagte:

    Das Hauptziel des Europarat ist es, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa zu fördern und zu schützen.

    Da Liechtenstein weder eine Demokratie noch ein Rechtsstaat ist, sollte es aus dem Europarat ausgeschlossen werden.

    Antworten
  5. Reuters: "How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein"
    Reuters: "How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein" sagte:

    The Reuters article is critical of Liechtenstein mainly in three ways:

    1) It highlights Liechtenstein as a hub for Russian wealth
    The article stresses that Liechtenstein hosts thousands of low‑tax trusts, many linked to Russians, putting it “in the crosshairs” of Western sanctions efforts.
    This implicitly criticizes the country for having allowed large amounts of opaque foreign wealth (including oligarch money) to be parked there.
    In short: Liechtenstein is portrayed as part of the problem in hiding or structuring Russian assets.

    2) It exposes weaknesses in oversight and transparency
    U.S. sanctions triggered mass resignations of trust managers, who feared penalties.
    As a result, hundreds of trusts were left unmanaged and in limbo, revealing a “far wider problem” with Russian money.
    The criticism here is that:
    – The system depends heavily on private intermediaries
    – When pressure comes, it breaks down and becomes unmanageable

    3) It suggests Liechtenstein still struggles with its reputation as a “safe haven”
    The situation is described as a setback for a country trying to shed its image as a safe haven for foreign wealth.
    The article also emphasizes deep and opaque financial ties between Russia and Europe via places like Liechtenstein.
    So the criticism is reputational:
    Even after reforms, Liechtenstein is still seen as
    – secretive
    – attractive for questionable or politically sensitive wealth

    https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/

    Antworten
  6. Warnung vor Liechtenstein!
    Warnung vor Liechtenstein! sagte:

    Man kann vor Liechtenstein nur warnen:

    1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
    2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
    3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
    4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
    5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.

    Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.

    Antworten
  7. Norbert Hofmann
    Norbert Hofmann sagte:

    Seit Jahren leidet Liechtenstein unter einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem. Die enge Verflechtung von Politik, Justiz, Banken und Treuhandwesen erweckt den Eindruck eines geschlossenen Machtkartells, in dem Transparenz und unabhängige Kontrolle auf der Strecke bleiben.

    Für viele Kritiker wirkt der Rechtsstaat dort nicht wie ein Schutzmechanismus für Bürger und Investoren, sondern wie ein System, das vor allem die Interessen der etablierten Akteure absichert. Wenn das Vertrauen in die Unabhängigkeit von Verfahren schwindet, ist das kein Kommunikationsproblem mehr, sondern eine fundamentale Krise der Institutionen.

    Dass immer mehr Banken und Berater ihren Kunden zu Vorsicht oder sogar zur Distanz gegenüber Liechtenstein raten, sollte ein Warnsignal sein. Ein Finanzplatz, dessen Ruf dauerhaft von Intransparenz, Interessenkonflikten und mangelnder Rechenschaftspflicht geprägt wird, verspielt seine wichtigste Währung: Vertrauen.

    Wer Kritik über Jahre ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn aus einem internationalen Standortvorteil ein internationales Reputationsrisiko wird.

    Antworten
    • Liechtensteins Treuhandwesen für Anfänger erklärt
      Liechtensteins Treuhandwesen für Anfänger erklärt sagte:

      1. Nicht wenige Treuhänder handeln rein eigennützig
      2. Begünstigte werden systematisch ausgeschaltet
      3. Gerichte greifen in dieses Verhalten der untreuen Treuhänder nicht ein sondern protegieren dies
      4. Endlose Gerichtsverfahren dienen nicht der Rechtsfindung, sondern sind nur Schaukämpfe, die der Zermürbung dienen sollen

      Antworten
    • Statt Recht und Gesetz Vetterliwirtschaft
      Statt Recht und Gesetz Vetterliwirtschaft sagte:

      In Liechtenstein gibt es zwar Recht und Gesetz auf dem Papier, was aber wirklich entscheidend ist, ist Vetterliwirtschaft. Das birgt erhebliche Risiken für Anleger.

      Antworten
  8. Herbert Klemm
    Herbert Klemm sagte:

    Liechtenstein lebt davon, dass Strukturen wie Trusts und Stiftungen verlässlich funktionieren.

    Bei den Zombie Trusts passiert das Gegenteil:
    – Vermögen sind blockiert
    – Entscheidungen können nicht getroffen werden
    – Strukturen sind rechtlich vorhanden, aber praktisch handlungsunfähig

    Das ist Gift für Investoren, denn ein Finanzplatz muss funktionieren – gerade in Krisen.

    Antworten
  9. Die Dauer der Zombie Trust Krise ist nicht zu unterschätzen
    Die Dauer der Zombie Trust Krise ist nicht zu unterschätzen sagte:

    Die Dauer des Problems Darf nicht unterschätzt werden.

    Ein kurzfristiger Schock wäre verkraftbar.

    Aber: Das Problem besteht seit über einem Jahr

    Das signalisiert langsame Reaktionsfähigkeit und politische/juristische Blockaden

    Und genau das verstärkt alle anderen Schäden.

    Antworten
  10. Justiz in Liechtenstein: Rechtsschutz oder Systemschutz?
    Justiz in Liechtenstein: Rechtsschutz oder Systemschutz? sagte:

    Die Liechtensteinische Justiz wird nicht als unabhängiger Schutzmechanismus wahrgenommen, sondern als strukturell parteiisches System mit begrenzter Durchsetzbarkeit von Rechten, insbesondere für Anleger bzw. Begünstigte.

    1. Vorwurf fehlender Unabhängigkeit
    Die Justiz stehe nicht unabhängig über den Parteien, sondern auf einer Seite.

    2. Vorwurf struktureller Parteilichkeit zugunsten von Treuhändern
    Die Justiz entscheide systematisch zugunsten lokaler Treuhänder.

    3. Vorwurf faktischer Rechtsverweigerung
    Rechtsschutz ist nur auf dem Papier vorhanden.

    4. Vorwurf fehlender Durchsetzung / Konsequenzen
    Die Justiz sanktioniere Fehlverhalten nicht wirksam.

    5. Vorwurf systematischer Verzögerung und Zermürbung
    Verfahren dienten nicht der schnellen Rechtsdurchsetzung, sondern wirken abschreckend.

    6. Vorwurf struktureller Asymmetrie im Verfahren
    Die Verfahrensstruktur benachteilige systematisch eine Seite.

    7. Vorwurf unzureichender Kontrolle und Aufsicht
    Kontrollmechanismen innerhalb des Systems würden nicht greifen.

    8. Vorwurf von Nähe / Verflechtung
    Es fehle die notwendige institutionelle Distanz.

    9. Vorwurf konkreter Fehlentscheidungen
    Gerichte würden in Einzelfällen gegen den Schutzzweck des Gesetzes entscheiden.

    Das zeichnet das Bild einer Justiz, die formal existiert, aber im Ergebnis weder unabhängig noch effektiv schützt, sondern strukturelle Parteilichkeit und fehlende Kontrolle erkennen lässt.

    Rechtsschutz erscheint damit nicht als verlässlicher Mechanismus, sondern als asymmetrisches System, das Rechte verzögert, erschwert oder faktisch entwertet.

    Antworten
    • Roland Bühler
      Roland Bühler sagte:

      Die Probleme in Liechtenstein sind seit Jahren die gleichen, selbst wenn die Regierung seit Jahren gebetsmühlenartig beteuert, die Aufsicht sei verstärkt worden:

      – mangelnde Kontrolle,
      – Treuhänder mit zu viel Macht,
      – fehlende Transparenz,
      – Medienkonzentration,
      – schwache Rechtsdurchsetzung.

      Antworten
  11. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Antworten
    • Machtkonzentration statt Rechtsstaat: Wie Liechtensteins System den Finanzplatz gefährdet
      Machtkonzentration statt Rechtsstaat: Wie Liechtensteins System den Finanzplatz gefährdet sagte:

      Liechtenstein ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der Fürst gemäss der Verfassung über weitreichende Kompetenzen verfügt. Dazu zählen insbesondere das Recht, Gesetze abzulehnen (Vetorecht), die Befugnis zur Auflösung des Landtags sowie ein erheblicher Einfluss auf Regierung und Justiz.

      Diese Machtkonzentration schränkt die klassische Gewaltenteilung ein und führt dazu, dass dem Fürsten in zentralen staatlichen Fragen faktisch die letzte Entscheidungsbefugnis zukommt.

      Verfügt ein Monarch über derart umfassende Befugnisse und lässt ein politisch-rechtliches System zu oder fördert ein solches, in dem kriminelle Praktiken — etwa die Aneignung und Schädigung von Stiftungen und Trusts unter Mitwirkung staatlicher Akteure wie Richterinnen, Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten — begünstigt werden, so begründet dies zumindest eine moralische Mitverantwortung.

      Antworten
    • Wenn Vetternwirtschaft und Willkür über Rechtsstaatlichkeit stehen
      Wenn Vetternwirtschaft und Willkür über Rechtsstaatlichkeit stehen sagte:

      In Liechtenstein sind Vetternwirtschaft und Willkür höherrang als Recht und Gesetz. Das stellt die Rechtsstaatlichkeit selbst des Finanzplatzes und des Landes infrage. Interessenskonflikte sind offensichtlich systemisch, Justiz, Politik, Anwaltschaft und Treuhandwesen sind miteinander verbunden, so dass es keine Neutralität mehr gibt. Dies sind keine Einzelfälle, dies ist ein Problem des Standorts.

      Das ist gravierend für einen Finanzplatz. Für Investoren heißt das: Rechte sind eventuell nicht verlässlich durchsetzbar.

      Antworten
  12. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

    Antworten
  13. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

    Antworten
  14. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

    Antworten
  15. Drehbuch für liechtensteinische Treuhänder
    Drehbuch für liechtensteinische Treuhänder sagte:

    So funktioniert das eingespielte System für Treuhänder in Liechtenstein wieder und wieder seit vielen Jahren:

    1. systematische Selbstbereicherung
    2. Ausschaltung von Begünstigtenrechten
    3. fehlende gerichtliche Kontrolle
    4. Missbrauch von Stiftungsvermögen

    Antworten
  16. Regtechtimes.com (USA): USD 930 Billion at Risk! Tiny Liechtenstein Becomes the Epicenter of a Global Sanctions Crisis
    Regtechtimes.com (USA): USD 930 Billion at Risk! Tiny Liechtenstein Becomes the Epicenter of a Global Sanctions Crisis sagte:

    Der Artikel übt mehrere kritische Punkte an Liechtenstein – vor allem an seinem Finanzsystem.

    1. Abhängigkeit von problematischen Geldern (v. a. Russland)
    Liechtenstein wird als wichtiger Standort für Trusts mit Bezug zu russischen Oligarchen dargestellt. Diese enge Verbindung zu sanktionierten Personen zeigt laut Artikel, dass das Land stark von international umstrittenem Vermögen profitiert hat.

    Kritik: Das Geschäftsmodell basiert teilweise auf Geldern aus politisch sensiblen oder riskanten Quellen.

    2. Rolle als “Finanzversteck” bzw. intransparenter Finanzplatz
    Trusts dienen dazu, Vermögen zu schützen und schwer zugänglich zu machen. Die große Anzahl unterstreicht die Funktion als globales Finanzzentrum.

    Kritik: Liechtenstein erscheint als Ort, an dem Vermögen verschleiert oder abgeschirmt werden kann, was Transparenz und Kontrolle erschwert.

    3. Anfälligkeit für internationale Sanktionen (systemisches Risiko)
    Durch US‑Sanktionen gegen russische Oligarchen geriet das System in eine massive Krise. Hunderte Treuhänder kündigten aus Angst vor Strafmaßnahmen, wodurch Trusts führungslos und blockiert wurden.

    Kritik: Das zeigt, dass das Finanzsystem stark von externen politischen Entscheidungen abhängig ist und plötzlich instabil werden kann, wenn internationale Regeln greifen.

    4. Überdimensionierter Finanzsektor
    Die Trust‑Industrie hat ein Volumen von rund 930 Milliarden Dollar.

    Kritik: Für ein so kleines Land ist das ein enormer Sektor und ein Risiko für die gesamte Volkswirtschaft, wenn dieses System unter Druck gerät.

    5. Druck von außen & Zweifel an Compliance
    Banken fürchten, vom US‑Dollar‑System ausgeschlossen zu werden, wenn sie Regeln nicht strikt einhalten. Das zeigt, dass Liechtenstein unter starkem Druck steht, internationale Standards einzuhalten.

    Kritik: implizit wird infrage gestellt, ob das Land bisher ausreichend streng reguliert war und ob es sich erst jetzt gezwungen sieht, transparenter zu werden.

    6. Reputationsproblem als “geheimer Finanzplatz”
    Der Artikel betont, dass Liechtenstein versucht, sich vom Image eines geheimen Geldverstecks zu lösen.

    Kritik: Das alte Image wirkt weiterhin nach und wird durch die aktuelle Krise bestätigt.

    Kurzfazit
    Die Kritik lässt sich so zusammenfassen:
    – Liechtenstein profitiert stark von einem intransparenten Trust‑System
    – enge Verbindungen zu russischem Oligarchenvermögen
    – hohe Abhängigkeit von externen (US‑)Sanktionen
    – ein überdimensionierter Finanzsektor birgt Risiken
    – anhaltende Zweifel an Transparenz und Regulierung

    Insgesamt zeichnet der Artikel das Bild eines kleinen, reichen Finanzplatzes, dessen Geschäftsmodell durch geopolitische Konflikte und Sanktionen massiv unter Druck geraten ist.
    https://regtechtimes.com/liechtensteins-trust-industry-shaken-by-russian/

    Antworten
  17. „Fehler bei Stiftungsstatuten-Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden"
    „Fehler bei Stiftungsstatuten-Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden" sagte:

    So mancher findiger Anleger hatte in der Vergangenheit sein Geld mittels Liechtensteiner Stiftung vor dem Fiskus versteckt. Für manchen gibt es nun ein böses Erwachen, nicht wegen Datenlecks, sondern weil er von den anderen Stiftungsräten aus der Stiftung verbannt wird.

    Nicht wenige Treuhänder sichern sich ihr Einkommen, indem sie missliebige Stiftungsräte und Stiftungspräsidenten – auch den Stifter selbst – vor die Tür setzen.
    https://www.fiala.de/fehler-bei-stiftungsstatuten-wie-stifter-liechtenstein-enteignet-werden/

    Antworten
  18. Ist mein Geld in Liechtenstein sicher?
    Ist mein Geld in Liechtenstein sicher? sagte:

    Habe ich mir mein Vermögen hart erarbeitet um dann nicht zu wissen, ob es in Liechtenstein tatsächlich sicher ist. Was ist im Ernstfall, wenn zu zu einem Konflikt kommt? Bin ich dann einer Justiz ausgeliefert, die nicht neutral ist?

    Antworten
  19. Roman
    Roman sagte:

    Wenn die Unabhängigkeit der Justiz kompromittiert ist, stellt sich die Frage, ob der Fürst und der Erbprinz hierfür zur Verantwortung gezogen werden sollten.

    Antworten
  20. Capital: „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“
    Capital: „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ sagte:

    Der Artikel stellt fest, dass das liechtensteinische Treuhand‑ und Stiftungswesen – also der Kern des Finanzplatzes – anfällig für Missbrauch durch Treuhänder ist und dass dadurch genau das zentrale Versprechen des Standorts (Vermögensschutz) infrage gestellt wird. Der Artikel kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das System so funktionieren kann, dass diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses auch missbrauchen können.

    1. Missbrauch durch Treuhänder (zentrale Kritik)
    Treuhänder verwalten große Vermögen für Klienten. Gleichzeitig haben sie oft weitgehende Kontrolle und einen Informationsvorsprung.

    Kritik:
    Diese Struktur ermöglicht es, dass Treuhänder Vermögen zweckentfremden oder veruntreuen können. Beispielsweise die Nutzung von Stiftungsvermögen für eigene Zwecke

    2. Strukturelles Ungleichgewicht (Treuhänder vs. Begünstigte)
    Begünstigte erhalten oft nur eingeschränkten Einblick und nur geringe Durchgriffsmöglichkeiten.

    Kritik:
    Ein starkes Machtgefälle zugunsten der Treuhänder.
    Betroffene können sich nur schwer wehren. Rechte sind formal vorhanden, praktisch jedoch nur schwer durchsetzbar.

    3. Kontroll- und Aufsichtsdefizite
    Zahlreiche Fälle werfen die Frage auf, ob die Branche ausreichend reguliert ist

    Kritik:
    Aufsicht greift nicht immer wirksam oder rechtzeitig

    4. Wiederkehrende Skandale (kein Einzelfallargument)
    Zahlreiche Fälle von Betrug, Untreue und Geldwäsche.

    Zentrale Aussage:
    Diese Vorfälle sind keine isolierten Ausreißer, sondern Teil eines Musters
    Beispiel: mehrere hochrangige Treuhänder veruntreuten Millionenbeträge.

    5. Widerspruch zwischen Image und Realität
    Liechtenstein wirbt mit Vermögensschutz, Stabilität und Sicherheit.

    Kritik:
    Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses missbrauchen, kippt das zentrale Narrativ des Finanzplatzes.

    6. Reputationsrisiko für den Finanzplatz
    Der Artikel impliziert, dass Vertrauen die zentrale Grundlage des Geschäftsmodells ist, jedoch jeder Missbrauchsfall dieses Vertrauen beschädigt.

    Konsequenz:
    Der Finanzplatz wird strukturell angreifbar.

    Antworten
  21. «Kriminelle in Liechtenstein»
    «Kriminelle in Liechtenstein» sagte:

    «Kriminelle in Liechtenstein

    Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
    Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.»
    https://matrixchange.blogspot.com/2019/06/kriminelle-in-liechtenstein.html

    Antworten
  22. Achtung ⚠️
    Achtung ⚠️ sagte:

    Wenn selbst das zentrale Versprechen eines Finanzplatzes – Rechtssicherheit und Vermögensschutz – infrage gestellt wird, ist das kein Reputationsproblem mehr, sondern eine Vertrauenskrise. Die Vorwürfe wiegen schwer: fehlende unabhängige Justiz, Machtkartelle, Interessenkonflikte, mangelhafte Kontrolle und ein System, das nach Ansicht der Kritiker eher die eigenen Akteure schützt als die Anleger. Vertrauen ist das Kapital eines Finanzplatzes – und genau dieses scheint Liechtenstein zu verspielen.

    Antworten
  23. Zwergstaat-Finanzplatz mit Risiko
    Zwergstaat-Finanzplatz mit Risiko sagte:

    In Liechtenstein regieren
    – Intransparenz
    – elitäre Strukturen
    – Korruption
    – ein ausgeklügeltes System der Selbstbereicherung
    – fehlende Selbstkritik

    Antworten
  24. Sabine Hofmann
    Sabine Hofmann sagte:

    Seit Jahren gibt es immer wieder Berichte über ganze Vermögen, die in Liechtenstein wie in einem Bermuda Dreieck einfach verschwinden. Die Vermögen sind aber nicht weg, die sind einfach nur woanders, nämlich im Zweifel bei einem der „Treuhänder“ der speziellen Sorte, von denen es scheinbar viele in Liechtenstein gibt.

    Antworten
  25. Liechtenstein: Elevated Structural Risk in Fiduciary and Legal Framework
    Liechtenstein: Elevated Structural Risk in Fiduciary and Legal Framework sagte:

    Current developments and recurring allegations in the Liechtenstein fiduciary and foundation sector raise material concerns from a risk, governance, and enforceability perspective.

    There are increasing indications that existing structures may allow for a concentration of control in the hands of fiduciary actors, combined with limited transparency for beneficiaries and complex legal arrangements. In such settings, the effective enforcement of rights may be materially constrained in practice, particularly in contentious situations.

    Of specific concern is the perceived reliability of judicial oversight and regulatory enforcement. Questions regarding the independence, effectiveness, and practical enforceability of legal remedies – even if not universally substantiated – are highly relevant from a risk management standpoint. For institutional investors and asset holders, even the perception of such deficiencies can materially impact the assessment of legal certainty.

    This creates a potentially elevated risk profile with regard to:

    * effective control over transferred assets
    * enforceability of beneficiary rights
    * predictability and impartiality of dispute resolution

    From a prudential perspective, jurisdictions where structural imbalances, limited transparency, and perceived gaps in oversight intersect require enhanced scrutiny. In such environments, legal protections may not perform as expected under stress scenarios.

    Conclusion:
    Reliance on the assumption of robust legal certainty and institutional neutrality should be critically reassessed. Engagement with Liechtenstein fiduciary structures may require enhanced due diligence, independent verification, and additional safeguards to mitigate potential structural risks.

    Antworten
  26. Ohne Rechtssicherheit und ohne Vertrauen bleiben nur Risiken
    Ohne Rechtssicherheit und ohne Vertrauen bleiben nur Risiken sagte:

    Der Finanzplatz Liechtenstein weist Risiken auf, derer man sich bewusst sein sollte.

    * Fehlende Rechtsstaatlichkeit und unzureichende Gewaltenteilung.

    * Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz sowie Vorwürfe struktureller Parteilichkeit zugunsten von Treuhändern.

    * Enge Verflechtungen zwischen Politik, Justiz, Treuhandwesen und Finanzbranche.

    * Zahlreiche Fälle systematischer Enteignung bzw. Benachteiligung von Stiftern und Begünstigten durch das Trust- und Stiftungswesen.

    * Vorwürfe unzureichender Aufsicht, fehlender Sanktionen und langwieriger Verfahren.

    * Reputationsschäden durch Zombie-Trusts, Russland-Bezug, Sanktionen und mangelnde Transparenz.

    * Risiko, dass das Sicherheits- und Vermögensschutzversprechen des Finanzplatzes nicht eingelöst werde und Investoren Vertrauen verlieren.

    Antworten
  27. Financial Times article “Liechtenstein hit by Russia‑linked ‘zombie trust’ crisis”
    Financial Times article “Liechtenstein hit by Russia‑linked ‘zombie trust’ crisis” sagte:

    The FT article from 6. July 2025 criticizes Liechtenstein for having a structurally fragile trust system that can break down under geopolitical pressure, leaving billions in assets frozen, unmanaged, and potentially inaccessible—thereby calling into question the reliability and resilience of its financial center.

    1. Core criticism: “Zombie trusts” expose system failure
    The central issue highlighted is the emergence of so called“zombie trusts”:
    Trusts that still legally exist but have no managers (trustees). They are paralyzed and cannot operate.
    This happened because trustees resigned en masse due to fear of US sanctions.

    Result:
    Hundreds of structures are “alive” legally but functionally dead.

    2. Criticism of governance and system resilience
    The article implicitly criticizes the design and resilience of the system:
    Key point: The system depends heavily on individual fiduciaries- When they withdraw → the system stops working

    Revealed weakness:
    There is no robust fallback mechanism when fiduciaries exit.

    Interpretation:
    A supposedly stable wealth structure can become unmanageable overnight.

    3. Loss of control over assets (very critical)
    Because of the crisis billions in assets are frozen, unmanaged and inaccessible. That includes cash, real estate, yachts and corporate holdings.

    Criticism:
    Even non sanctioned owners can temporarily lose effective access to their assets.

    4. Exposure to external pressure (especially US)
    The article highlights that the crisis was triggered by US pressure and secondary sanctions. Liechtenstein’s regulator adopted a“zero tolerance” approach.

    Criticism:
    The system is externally vulnerable, policy decisions abroad can disrupt the domestic financial system.

    5. Regulatory and legal uncertainty
    The FT reporting indicates that authorities are scrambling to find solutions.
    There is no clear legal mechanism, difficulty appointing new managers and uncertainty on how to unwind structures.

    Criticism:
    The legal framework struggles under stress and lacks clear crisis tools.

    6. Reputational damage (“safe haven” narrative)
    The broader implication:
    Liechtenstein has long marketed itself as stable, secure and reliable.
    But the crisis shows: Assets can become stuck, structures can collapse operationally.

    Core reputational criticism:
    The “safe and stable wealth hub” image is undermined by real-world stress events.

    Antworten
  28. Philipp
    Philipp sagte:

    Diese Internetseite ist das übliche Sammelbecken für gescheiterte Kleinanleger, Hobbyjuristen und Verschwörungstheoretiker. Wer behauptet, ganze Staaten, Gerichte und Institutionen seien korrupt, hat meistens nur verloren und sucht nun Schuldige. Die Realität interessiert hier offensichtlich niemanden. Zum Glück werden Finanzplätze nicht nach solchen Schmierenseiten bewertet.

    Antworten
  29. Vom Finanzplatz zur Fassade
    Vom Finanzplatz zur Fassade sagte:

    Wo Kontrolle systematisch ausbleibt und Korrektive versagen, wird Vertrauen nicht missbraucht, sondern gezielt verbraucht – bis vom Finanzplatz nur noch Fassade bleibt.

    Antworten
  30. Julius
    Julius sagte:

    Bei all diesen Machenschaften sollte doch einmal die Rolle des Fürsten durch internationale Behörden oder Gerichte untersucht werden.

    Antworten
  31. Christoph
    Christoph sagte:

    Es ist schon bitter für Liechtenstein, dass dieses kriminelles System, welches es offenbar seit vielen Jahren gab, jetzt aufgeflogen ist. Bei dem heutigen Wissen kann doch kein Rechtsanwalt oder Steuerberater mehr zu einer Stiftung in Liechtenstein raten, ohne sich haftbar zu machen.

    Antworten
  32. Wer die Macht hat, trägt auch die Verantwortung
    Wer die Macht hat, trägt auch die Verantwortung sagte:

    Wer in einem Staat aussergewöhnlich viel Macht beansprucht, trägt auch aussergewöhnlich viel Verantwortung. Wenn über Jahre schwerwiegende Vorwürfe gegen Justiz und Finanzplatz laut werden und das Vertrauen in die Institutionen schwindet, reicht Schweigen nicht aus. Ein Fürst kann sich nicht mit den Privilegien der Macht schmücken und sich zugleich der moralischen Verantwortung entziehen. Wer das letzte Wort beansprucht, muss sich auch die erste Frage gefallen lassen: Warum wurde das Vertrauen in den Rechtsstaat nicht konsequent geschützt?

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert