Prinz Michael von Liechtenstein durfte ungebremst labern.
Der Chefredaktor, Herausgeber und Besitzer der Weltwoche ist ein unermüdlicher Arbeiter. Aber als Moderator der fürstlichen Sendung «Der Pragmatikus» ist Roger Köppel nicht dazu prädestiniert, dem Prinzen kritische Fragen zu stellen. Was er dann auch unterliess.
Daher durfte sich der Prinz gefühlt mehrere Stunden lang höfisch begleitet über seine Lieblingsthemen auslassen. Die da sind: Kritik an der Überregulierung und Lob des Kleinstaates Liechtenstein.
Da Köppel das konsequent unterliess, seien hier einige Kritikpunkte am Prinzen nachgereicht. Zunächst einmal geriert er sich als unabhängiger Analyst von wirtschaftlichen Entwicklungen. Gleichzeitig ist er über seine Tätigkeit als Executive Chairman der Treuhandgesellschaft Industrie und Finanzkontor eng mit dem Stiftungssumpf und der Treuhänderblase Liechtensteins verbunden.
Als Vorstandsmitglied der fürstlichen Treuhandkammer schwieg er beharrlich zu allen grossen und kleinen Skandalen der Treuhänder, darunter die Steueraffäre, Geldwäschereiskandale, die Zombie-Trusts oder aktuelle Skandale wie die um die Bacardí- oder die Hartlaub-Stiftung.
Dafür verteidigte er Stiftungen und Trusts als Instrumente des Vermögensschutzes und kritisierte Regulierungsinitiativen von OECD, EU oder FATF, weil sie dem ungenierten Ausnützen dieser Vehikel durch liechtensteinische Untreuhänder Schaden zufügen könnten.
Gleichzeitig betonte er, dass Liechtenstein ein Rechtsstaat sei, bei dem Eigentumsschutz und Privatsphäre hochgehalten würden. Was natürlich ein Witz ist. Alleine das Vetorecht des Fürsten bei der Ernennung von Richtern, gegenüber Volksinitiativen wie gerade aktuell bei der Frage der Abtreibung, die vollständige Immunität des Herrschers und seine verfassungsmässigen Sonderrechte – all das hat mit einem Rechtsstaat nichts zu tun.
Immer wieder darf der Prinz im untertänig geführten Gespräch wiederholen:
«Wir haben eine Verantwortung.»
Er darf dazu salbadern: «Wir sind ein erfolgreiches Land, in dem Ruhe herrscht.»
Was er nicht erwähnt, und womit er auch nicht konfrontiert wird: Verantwortung, die sieht das Fürstenhaus vor allem in Bezug auf das Geschäften der fürstlichen Banken und der fürstlichen Treuhänder, die ja beide zur Mehrung des Gewinns in den fürstlichen Kassen beitragen.
Erfolgreich ist Liechtenstein in erster Linie in der Verteidigung solcher Pfründen. Immer wieder auf Kosten von ausländischen Investoren, die der irrigen Auffassung sind, dass das Fürstentum ein Ort sei, wo ihr Vermögen – ob rechtmässig oder weniger rechtmässig erworben – sicher aufbewahrt und korrekt verwaltet werde.
Sie sind der irrigen Auffassung, dass bei Regelverstössen die Justiz, das fürstliche Gerichtswesen bei Betrug und Bereicherung einen Riegel schiebt und dafür sorgt, dass der Bestohlene und Enteignete sein Eigentum wieder zurückbekommt.
Da herrscht dann allerdings sehr viel Ruhe im Ländle, Grabesruhe. Denn solche Prozesse können sich ohne weiteres über Monate, Jahre, gar Jahrzehnte hinziehen, ohne dass es zu einem Urteil kommt. Oder wenn, dann zu einem haarsträubenden Fehlurteil zu Gunsten der fehlbaren Treuhänder und Stiftungsräte, die sich dann über ihr Diebesgut freuen können, dass sie anschliessend mit dem Segen der fürstlichen Richter verprassen.
Aber darüber gab es kein Sterbenswörtchen vom Prinzen, und auch sein Gesprächspartner sah keinen Anlass, wenigstens ansatzweise eine leise Kritik einzuflechten. Das war dann eher ein mittelalterliches Gespräch, wo der Büttel einfach das wiedergab, was sein Herr und Herrscher ihm aufgetragen hatte.
Eine rundum wirklichkeitsferne und peinliche Veranstaltung.




Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Seit Jahren sehen sich die Witwe des verstorbenen Königs Fahd, Al Jawhara bint Ibrahim Al Ibrahim, und ihr Sohn Prinz Abdulaziz bin Fahd in Liechtenstein dem rechtwidrigen, wenn nicht sogar kriminellen System gegenüber, das Begünstigten von Stiftungen faktisch den Zugang zu ihren Rechten erschwert. Trotz klarer gesetzlicher Grundlagen wird ihnen als Begünstigten der Asturion‑Stiftung die Auskunftserteilung von den Liechtensteiner Treuhändern immer wieder verweigert – ein Vorgehen, das in Liechtenstein längst zum Muster, zu einem System geworden ist.
Die Treuhänder bedienen sich dabei regelmäßig derselben Standardformel: Es bestehe eine «hohe Wahrscheinlichkeit», dass die Begünstigten die erbetenen Unterlagen missbräuchlich verwenden und dadurch angeblich die Interessen der Stiftung gefährden könnten. Diese pauschale Unterstellung dient in der Praxis häufig dazu, Berechtigte über Jahre hinweg in kostspielige Mehrinstanzenverfahren zu treiben – ein struktureller Mechanismus, der den Zugang zu elementaren Informationsrechten faktisch aushebelt.
Im Fall der Asturion‑Stiftung wurde diese argumentative Schablone einmal mehr übernommen. Die Entscheidung von Landrichterin Martina Schöpf‑Herberstein, die die Argumentation der Treuhänder übernahm und stützte, fügt sich nahtlos in ein Muster ein, das Begünstigte strukturell benachteiligt und Treuhändern weitreichende Kontrolle über Transparenz und Informationsflüsse belässt.
Das Ergebnis: Selbst hochrangige internationale Begünstigte müssen sich durch eine jahrelange gerichtliche Abwehrhaltung kämpfen – nicht etwa, um Privilegien zu erlangen, sondern schlicht, um ein gesetzlich garantiertes Mindestmass an Transparenz zu erhalten.
Liechtensteinische Stiftungen und Trusts sind einfach extrem riskant, zu viele Betroffene berichten von einem kriminellen System von Treuhändern und Richter:innen, die die Rechte der Stifter und Begünstigten systematisch aushebeln.
Richterin Martina Schöpf-Herberstein hat den Liechtensteiner Treuhändern Recht gegeben und den Begünstigten, also der Witwe und dem Sohn von König Fahd das gesetzliche Auskunftsrecht verwehrt. Damit wird diesen der Zugang zur Kontrolle der Stiftungsräte verweigert. Ein genialer Schachzug – die Treuhänder können so vollkommen unkontrolliert handeln.
Ob es eine Rolle gespielt hat, dass Richterin Martina Schöpf-Herberstein alle fünf Jahre vom Liechtensteinischen Richterwahlgremium wiedergewählt werden möchte? Wer weiss?
Die Treuhänder der Asturion Stiftung Markus Kalzoff und Robert Beck zeigen den Liechtensteiner Treuhändern, wie man gekonnt Begünstigte jahrelang von ihrer Stiftung fern hält.
Mit Duldung des Fürsten.
Die würden wohl auch den Papst abzocken, ohne mit der Wimpern zu zucken.
In einem Land, in dem Treuhänder und Richter Hand in Hand arbeiten, um Begünstigten von Stiftungen deren Rechte zu entziehen, will doch kein Mensch sein Vermögen haben.
Prinz Michael spricht über Liechtenstein und dessen Erfolgsmodell als kleiner Staat mit niedrigen Steuern und stabilen Institutionen.
Da die 800 Zombie-Trusts und die nicht abreissende Kette von Skandalen nicht angesprochen wird, handelt es sich wohl um ein Advertorial, also eine bezahlte Werbeanzeige, die wie ein redaktioneller Artikel gestaltet ist. Sie sieht aus wie ein normaler journalistischer Beitrag – mit Überschrift, Fließtext und oft auch Fotos. Der Inhalt wird jedoch vom Auftraggeber bezahlt oder in enger Abstimmung mit ihm erstellt.
https://weltwoche.ch/daily/wir-regulieren-uns-zu-tode-der-prinz-von-liechtenstein-ueber-die-eu-die-schweiz-und-sein-leben/
Chömed uf Liachtaschtaa! Do isch euers Gäld sicher, Skandäl git’s bi üs natürlich kei – und Zombie-Trusts scho grad gar nid.
Die Liechtensteinische Justiz wird nicht als unabhängiger Schutzmechanismus wahrgenommen, sondern als strukturell parteiisches System mit begrenzter Durchsetzbarkeit von Rechten, insbesondere für Anleger bzw. Begünstigte.
1. Vorwurf fehlender Unabhängigkeit
Die Justiz stehe nicht unabhängig über den Parteien, sondern auf einer Seite.
2. Vorwurf struktureller Parteilichkeit zugunsten von Treuhändern
Die Justiz entscheide systematisch zugunsten lokaler Treuhänder.
3. Vorwurf faktischer Rechtsverweigerung
Rechtsschutz ist nur auf dem Papier vorhanden.
4. Vorwurf fehlender Durchsetzung / Konsequenzen
Die Justiz sanktioniere Fehlverhalten nicht wirksam.
5. Vorwurf systematischer Verzögerung und Zermürbung
Verfahren dienten nicht der schnellen Rechtsdurchsetzung, sondern wirken abschreckend.
6. Vorwurf struktureller Asymmetrie im Verfahren
Die Verfahrensstruktur benachteilige systematisch eine Seite.
7. Vorwurf unzureichender Kontrolle und Aufsicht
Kontrollmechanismen innerhalb des Systems würden nicht greifen.
8. Vorwurf von Nähe / Verflechtung
Es fehle die notwendige institutionelle Distanz.
9. Vorwurf konkreter Fehlentscheidungen
Gerichte würden in Einzelfällen gegen den Schutzzweck des Gesetzes entscheiden.
Das zeichnet das Bild einer Justiz, die formal existiert, aber im Ergebnis weder unabhängig noch effektiv schützt, sondern strukturelle Parteilichkeit und fehlende Kontrolle erkennen lässt.
Rechtsschutz erscheint damit nicht als verlässlicher Mechanismus, sondern als asymmetrisches System, das Rechte verzögert, erschwert oder faktisch entwertet.
Roger Köppel gilt ja auch allgemein als Trump-freundlich. Er steht Donald Trump politisch in vielen Grundsatzfragen nahe und gehört im deutschsprachigen Raum zu dessen prominentesten publizistischen Unterstützern. In der von Köppel geleiteten Weltwoche erscheinen regelmässig Beiträge, die Trump deutlich wohlwollender beurteilen als viele andere deutschsprachige Medien. Kritiker werfen der Zeitung deshalb vor, Trump zu verharmlosen oder ihm übermässig positiv gegenüberzustehen.
Liechtenstein ist kein Rechtsstaat, denn für einen Rechtsstaat bräuchte es per Definition eine echte Gewaltenteilung, die es in Liechtenstein nicht gibt. Der Fürst hat sich überall das letzte Wort vorbehalten.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Die Außendarstellung von Liechtenstein hat mit der Realität wenig zu tun.
Nach außen wird das Land dargestellt als sicherer und vertrauenswürdiger Finanzplatz.
In Wahrheit gibt es weder Rechtstaatlichkeit noch Rechtssicherheit, reiht sich ein Skandal an den nächsten, belegen die etwa 800 Zombie Trusts seit über einem Jahr eine unglaubliche Hilflosigkeit und Unfähigkeit des Finanzplatzes.
WAs für eine peinliche Figur.
Die ZEIT über Prinz Michael:
2011 tauchte sein Name im Skandal um die Bank Hypo Alpe Adria auf, die nach Korruptionsskandalen rund um den Kreis des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider von der österreichischen Republik notverstaatlicht und später abgewickelt wurde. Laut einem Gutachten sollen über das «Vehikel» des Prinzen 2007 fragwürdige Deals getätigt worden sein, schrieb das Nachrichtenmagazin Profil. Schon ein Jahr vorher poppt sein Name in russischen Medien auf: Er hält 19,2 Prozent an der russischen Baltinwestbank mit Sitz in Sankt Petersburg, heute sei er aber nicht mehr an der Bank beteiligt.
https://www.zeit.de/2022/02/der-pragmaticus-prinz-michael-von-liechtenstein-dietrich-matteschitz/seite-2
200-Mio-Pleite mit Prinz Michael
Identec bezirzte mit dem „Internet der Dinge“ viele Investoren. Ende Januar war die Gruppe Konkurs. Allein Victorinox dürfte über 10 Mio. verlieren.
https://insideparadeplatz.ch/2024/03/22/fuliminante-pleite-mit-liechtenstein-prinz-und-victorinox/
Ich bin nicht klein
meine Weste ist rein
Ich bin Prinz Michael von Liechtenstein
Die Arbeit war hart
im Verwaltungsrat
doch das Geld ist weg
bei Identec
200 Millionen versenkt im Rhein,
sei’s drum, es war nicht mein.
Überrascht mich das? Nein.
Denn Geld verschwindet nun mal…in Liechtenstein
Konkurs-Firma mit Ländle-Prinz: Strafuntersuchung
Ein stolzer Teil der Gelder sei als „Vertriebskosten“ bei den obersten Verantwortlichen gelandet. Zudem hätten diese im grossen Stil von „Management fees“ profitiert.
Dies, obwohl sich die Gruppe schon seit Jahren in einem „katastrophalen wirtschaftlichen“ Zustand befunden habe.
https://insideparadeplatz.ch/2024/04/02/konkurs-firma-mit-laendle-prinz-strafuntersuchung/
Und dieses Mitglied der Fürstenfamilie erzählt von Sicherheit und Stabilität in Liechtenstein? Sehr vertrauenswürdig.
Und schon wieder ist Liechtenstein dabei, wenn es um einen Skandal geht. Diesmal berichtete die Tagesschau über den Cum-Ex Steuerskandal in Deutschland – und Liechtenstein ist wieder dabei
«Wo sind die Cum-Ex-Millionen des Kronzeugen?
Jahrelang hat Kai-Uwe Steck der Staatsanwaltschaft geholfen, den Cum-Ex-Skandal aufzuklären. Doch jetzt, da er das gestohlene Steuergeld zurückzahlen soll, sagt er aus, die Millionen seien verloren. WDR und SZ sind der Spur des Geldes gefolgt.»
https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/cum-ex-176.html
Prinz Michael ist der Cousin des Fürsten Hans-Adam
Die Identec Group AG war ein Unternehmen mit Sitz in Liechtenstein (Eschen/Vaduz), das sich als Unternehmens- / Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft präsentierte. Sie ist insolvent, die Insolvenz wurde mit geschätzten 15–50 Mio. CHF Schulden bzw. Forderungen der Gläubiger verbunden. Insbesondere in der Region Ostschweiz und Liechtenstein verursachte der Konkurs bei vielen Anlegern hohe Verluste und führte zu kritischen Berichten über den Vertriebs- und Beratungsprozess. Nach dem Konkurs laufen Ermittlungen der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft gegen die Identec Group bzw. beteiligte Personen. Dabei werden u. a. Verdachtsmomente wie Betrug und grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen geprüft.
Prinz Michael von und zu Liechtenstein war Mitglied des Verwaltungsrats der Identec Group AG. Er ist ein Angehöriger der fürstlichen Familie Liechtensteins.
Ich habe viel Geld verloren mit Identec und finde es unverständlich und empörend, dass Prinz Michael, der im Verwaltungsrat von Identec war, in der Weltwoche von der Sicherheit der Anleger in Liechtenstein redet. Die Weltwoche sollte sich schämen.
Liechtenstein präsentiert sich als sauberer Finanz‑ und Rechtsstaat, praktiziert aber andere „Sitten“, in denen Macht, Nähe und Schutzmechanismen über Rechtsschutz und Transparenz gestellt werden.
Der Artikel „Liechtensteiner Regierungs-Mitglied angezeigt» in Inside Paradeplatz am 1. Dezember 2025 beschreibt das Bild eines Staates, in dem Anwälte, Treuhänder, Justiz und Politik zu eng verflochten sind, Interessenkonflikte bagatellisiert werden, effektive Kontrolle fehlt, und das Treuhand‑ und Stiftungssystem systematisch zulasten der Begünstigten funktioniert.
1. Schwere Interessenkonflikte im Anwaltswesen
Der Artikel schildert den Fall des liechtensteinischen Rechtsanwalts Christoph Büchel, der zunächst von einem Mandanten ein Honorar und Vorschuss kassiert und später gegen denselben Mandanten auf der Gegenseite auftritt.
Es wird kritisiert, dass ein Verhalten, das außerhalb Liechtensteins als klarer Interessenkonflikt gelten würde, dort lediglich als „bloßer Anschein“ behandelt wird – mit faktischer Straffreiheit.
2. Aushöhlung des Begriffs „Interessenkollision“
Der Artikel stellt infrage, wie Liechtenstein mit Interessenkonflikten umgeht Der Begriff des „bloßen Anscheins einer Interessenskollision“ wird als juristisch nebulös und schützend für Machtträger dargestellt. Internationale Juristen könnten diese Logik nicht nachvollziehen.
Der Maßstab für berufsethisches Verhalten sei daher systematisch abgesenkt.
3. Justiz schützt Treuhänder statt Begünstigte
Im konkreten Stiftungsstreit wurde ein Begünstigter und zugleich Stiftungsrat aus „seiner“ Stiftung entfernt,
während die Treuhänder im Amt blieben und die Gerichte Anträge auf deren Absetzung zurückwiesen.
Die Justiz stelle sich daher strukturell auf die Seite der Treuhänder – nicht der wirtschaftlich Berechtigten.
4. Selbstbedienung am Stiftungsvermögen
Der Artikel kritisiert scharf, dass Anwälte und Treuhänder ihre umfangreichen Honorare
aus dem Stiftungsvermögen finanzieren, also aus dem Vermögen, das sie eigentlich schützen sollen.
Es wird bemängelt, dass das System eine asymmetrische Machtposition ermögliche, in der sich Verwalter aus dem verwalteten Vermögen selbst verteidigen und bereichern.
5. Fehlende Disziplinaraufsicht
Weder das Fürstliche Obergericht noch die Rechtsanwaltskammerreagierten laut Artikel auf Disziplinarbeschwerden gegen den Anwalt Christoph Büchel.
Standesrechtliche Kontrolle existiere faktisch nicht oder werde nicht angewandt.
6. Machtkonzentration im Staat
Der Artikel betont die politische Dimension: Über allem stehe der absolutistisch regierende Fürst bzw. Erbprinz.
Hohe staatliche und juristische Ämter seien eng verflochten.
Gewaltenteilung sei zwar formell vorhanden, funktioniere aber faktisch nicht unabhängig.
7. Systematische Skandale im Treuhandwesen
Der Artikel ordnet den Einzelfall in eine lange Reihe von Skandalen ein:
– Selbstbegünstigung von Treuhändern
– Entzug von Stiftungen von Begünstigten
– internationale Großfälle (z. B. Bacardí)
– hunderte „Zombie‑Trusts“, die aus Angst vor US‑Sanktionen aufgegeben wurden
Es handle sich daher nicht um Ausnahmen, sondern um ein strukturelles Muster.
https://insideparadeplatz.ch/2025/12/01/liechtensteiner-regierungsmitglied-angezeigt/
„Prinz Michael im Verwaltungsrat
Nach Millionenpleite ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen Eschner Firma
Die liechtensteinische Firma Identec steht im Verdacht, ihre Investoren getäuscht und ihnen Millionenverluste eingebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, das Unternehmen ist insolvent.“
https://www.wirtschaftregional.li/liechtenstein/wirtschaft/nach-millionenpleite-ermittelt-auch-die-staatsanwaltschaft-gegen-eschner-firma-art-562236
Liechtenstein ist Meister im kreativen Umverteilen von Vermögen. Von Anlegern, Stiftern und Begünstigten auf Liechtensteinische Treuhänder und Rechtsanwälte.
War deins, ist meins. Ist Teil des Geschäftsmodells Liechtenstein. Skrupel? Bis nach ganz oben Fehlanzeige.
Aber das ist seit Jahren ein immer und immer wieder geübtes System.
Hände weg von Liechtenstein!
Die Gründe hierfür sind leicht erkennbar:
– Es gibt strukturelle Zweifel an der Durchsetzbarkeit von Rechten. Die Justiz stellt sich strukturell auf die Seite der Treuhänder – nicht der wirtschaftlich Berechtigten.
– Aus Sicht von Investoren kann dadurch Unsicherheit entstehen, ob Rechte und Ansprüche jederzeit verlässlich und unabhängig durchgesetzt werden können.
– Vermögen ist möglicherweise nicht sicher.
– Ein Finanzplatz, der sich der Kontrolle entzieht, ist nicht sicher – sondern riskant.
– All dies sind keine Einzelfälle – sondern ein Muster.
Der Artikel stellt fest, dass das liechtensteinische Treuhand‑ und Stiftungswesen – also der Kern des Finanzplatzes – anfällig für Missbrauch durch Treuhänder ist und dass dadurch genau das zentrale Versprechen des Standorts (Vermögensschutz) infrage gestellt wird. Der Artikel kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das System so funktionieren kann, dass diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses auch missbrauchen können.
1. Missbrauch durch Treuhänder (zentrale Kritik)
Treuhänder verwalten große Vermögen für Klienten. Gleichzeitig haben sie oft weitgehende Kontrolle und einen Informationsvorsprung.
Kritik:
Diese Struktur ermöglicht es, dass Treuhänder Vermögen zweckentfremden oder veruntreuen können. Beispielsweise die Nutzung von Stiftungsvermögen für eigene Zwecke
2. Strukturelles Ungleichgewicht (Treuhänder vs. Begünstigte)
Begünstigte erhalten oft nur eingeschränkten Einblick und nur geringe Durchgriffsmöglichkeiten.
Kritik:
Ein starkes Machtgefälle zugunsten der Treuhänder.
Betroffene können sich nur schwer wehren. Rechte sind formal vorhanden, praktisch jedoch nur schwer durchsetzbar.
3. Kontroll- und Aufsichtsdefizite
Zahlreiche Fälle werfen die Frage auf, ob die Branche ausreichend reguliert ist
Kritik:
Aufsicht greift nicht immer wirksam oder rechtzeitig
4. Wiederkehrende Skandale (kein Einzelfallargument)
Zahlreiche Fälle von Betrug, Untreue und Geldwäsche.
Zentrale Aussage:
Diese Vorfälle sind keine isolierten Ausreißer, sondern Teil eines Musters
Beispiel: mehrere hochrangige Treuhänder veruntreuten Millionenbeträge.
5. Widerspruch zwischen Image und Realität
Liechtenstein wirbt mit Vermögensschutz, Stabilität und Sicherheit.
Kritik:
Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses missbrauchen, kippt das zentrale Narrativ des Finanzplatzes.
6. Reputationsrisiko für den Finanzplatz
Der Artikel impliziert, dass Vertrauen die zentrale Grundlage des Geschäftsmodells ist, jedoch jeder Missbrauchsfall dieses Vertrauen beschädigt.
Konsequenz:
Der Finanzplatz wird strukturell angreifbar.
Meine Güte, selbst der Cousin des Fürsten Hans-Adam nimmt den Mund voll und redet in der WeWo von „Rechtsstaat und Eigentumsschutz“ in Liechtenstein.
Dabei war er Verwaltungsrat der Liechtensteiner Identec Group. . Recherchen des St. Galler Tagblatts sprechen davon, dass allein bei der Identec rund 40 Millionen Franken Gläubigergelder verloren gingen, insbesondere von Anlegern aus der Ostschweiz.
Das nennt man also im Hause von und zu Liechtenstein „Eigentumsschutz“.
Manchmal ist es besser, man sagt einfach mal nichts, bevor man alles nur noch schlimmer macht und die Reputation des Familiennamens „von und zu Liechtenstein“ noch mehr schädigt.
Ein Interview mit einem Mitglied der Fürstenfamilie ohne eine einzige Frage zu
– den etwa 800 seit eineinhalb Jahren verwaisten Zombie Trusts
– Den sich ständig wiederholenden Skandalen in der Treuhand Branche
– Identec, wo Prinz Michael von und zu Liechtenstein im Verwaltungsrat war und jetzt Strafuntersuchungen stattfinden
Ist ganz offensichtlich kein Interview, sondern bezahlte Werbung, ein ‚Advertorial‘.
Schade, ich hätte nicht gedacht, dass die Weltwoche ihre Leser für so dumm und naiv hält, dass diese das nicht merken würden.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Hahaha, scheinbar sind solche Werbeartikel lukrativ. Vielleicht erscheinen ja auch in diesem Blog ab nächster Woche lauter Werbeartikel für das vertrauenswürdige Liechtenstein. 🤣
bei uns ist ihr Geld sicher, sagte der Prinz von und zu Liechtenstein, nachdem die Identec, wo er Verwaltungsrat war, einen zwei- oder dreistelligen Betrag verloren hat und insolvent wurde.
Nach einer Insolvenz, bei der zig Anleger ihr Geld verloren haben, würde ich einfach mal die Goschen halten und nicht von Sicherheit und Stabilität im Ländle reden.
Roger Köppel ist bekanntlich ein intelligenter Mann, der hat nicht einfach h vergessen, Fragen nach den dringendsten Themen in Liechtenstein (Zombie Trusts etc.) zu fragen. Also war das Interview eine PR-Aktion für Liechtenstein. Dafür sollte sich die Weltwoche nicht hergeben, das ist erbärmlich.
In dem Spiegel-Artikel wird Liechtenstein als dicht vernetztes, intransparentes Finanzsystem dargestellt, in dem persönliche Beziehungen, Diskretion und schwache Kontrolle problematische Geldflüsse begünstigen.
1. „Spinnennetz“ = eng verflochtenes System
Die zentrale Metapher des Artikels ist: Liechtenstein als „Spinnennetz“ aus Beziehungen. Das bedeutet konkret, dass Banken, Treuhänder, Politiker und Anwälte eng miteinander vernetzt sind, „jeder kennt jeden“ in diesem kleinen System.
Es entsteht ein System gegenseitiger Abhängigkeiten, Kontrolle wird erschwert, weil potenzielle Kontrolleure selbst Teil des Systems sind.
2. Nähe von Politik, Finanz und Justiz
Der Artikel kritisiert, dass selbst Politiker und öffentliche Akteure in Fälle verwickelt sein können.
Es fehlt eine klare Trennung zwischen Staat und Finanzplatz. Es besteht die Gefahr von Interessenkonflikten und mangelnder Unabhängigkeit.
3. Liechtenstein als Plattform für dubiose Geldflüsse
Der SPIEGEL beschreibt, dass sich im Land Hinweise auf viele problematische Geldgeschäfte finden lassen,
„wenn man nur danach sucht“. Gemeint sind Geldwäsche, Steuerumgehung oder Offshore‑Konstruktionen.
Solche Aktivitäten seien nicht zufällig, sondern strukturell möglich. Liechtenstein fungiere als Drehscheibe für internationale Vermögen zweifelhafter Herkunft.
4. Schwächen in Aufsicht und Kontrolle
Ein zentraler impliziter Vorwurf lautet: Ermittlungen mussten von außen oder durch spezielle Ermittler angestoßen werden, im normalen System seien Probleme zu lange unentdeckt geblieben.
Die Aufsicht funktioniert nicht effektiv genug, teilweise sei sie zu passiv und zu eng verbunden mit den beaufsichtigten Kreisen.
5. Tradition der Diskretion als Risiko
Liechtensteins vermeintliche Stärke wird als Schwäche dargestellt, nämlich hohe Diskretion, Verschwiegenheit, Schutz von Vermögen.
Das erleichtert Verschleierung und Intransparenz und damit auch missbräuchliche Nutzung.
6. Internationaler Druck & Imageproblem
Der Artikel steht im Kontext der damaligen Vorwürfe, so internationale Kritik (z. B. Deutschland, FATF). Der Verdacht besteht, Liechtenstein sei zu lax gegenüber Geldwäsche.
Tatsächlich führte das später zu Reformen und kurzfristig sogar zur Blacklist der FATF im Jahr 2000.
7. Gesamtbotschaft des Artikels
Der SPIEGEL sagt im Kern:Liechtenstein ist kein neutrales Finanzzentrum, sondern ein eng verflochtenes Netzwerk, das Intransparenz begünstigt, Kontrolle erschwert und problematische Geldflüsse anzieht.
Der Artikel ist heute ebenso aktuell wie damals, denn es hat sich kaum etwas geändert.
https://www.spiegel.de/politik/es-ist-ein-spinnennetz-a-19836f23-0002-0001-0000-000016466538
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Es ist bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit Prinz Michael von und zu Liechtenstein heute geopolitische Analysen, wirtschaftspolitische Empfehlungen und moralische Bewertungen abgibt. Umso berechtigter ist die Frage, warum dabei seine eigene Vergangenheit kaum thematisiert wird.
Fest steht: Prinz Michael hielt einst 19,2 Prozent an der russischen Baltinvestbank in St. Petersburg. Erst durch neue russische Transparenzvorschriften wurde diese Beteiligung öffentlich bekannt. Später erklärte er, die Geschäftsbeziehung sei seit vielen Jahren beendet. Das mag zutreffen. Dennoch bleibt die historische Tatsache bestehen.
Gerade wer heute öffentlich zu Russland, Sanktionen und geopolitischen Entwicklungen Stellung bezieht, sollte sich einer kritischen Aufarbeitung seiner eigenen wirtschaftlichen Verbindungen stellen. Glaubwürdigkeit entsteht nicht dadurch, frühere Engagements als erledigt abzuhaken, sondern durch größtmögliche Transparenz und die Bereitschaft, kritische Fragen offen zu beantworten.
Niemand behauptet, eine Beteiligung an einer russischen Bank sei damals illegal gewesen. Aber wer den Anspruch erhebt, als unabhängiger Vordenker aufzutreten, muss akzeptieren, dass seine eigene Vergangenheit Teil der öffentlichen Bewertung ist. Doppelte Maßstäbe schaden jeder Debatte – unabhängig davon, ob man Prinz, Unternehmer oder Publizist ist.
Die Fürstenfamilie von und zu Liechtenstein:
Streng katholisch, man erklärt, dass selbst wenn die Volksabstimmung sich für eine Fristenregelung bei der Abtreibung entscheiden würde, man ein entsprechendes Gesetz verhindern würde.
Moral predigen, selbst 19,2 % an einer russischen Bank gehalten haben.
Nichts gegen die Korruption im Land unternehmen.
Wer sagt hier, in Liechtenstein würde man nicht strengstens gegen die Kriminalität vorgehen? Genau das Gegenteil ist der Fall, in Liechtenstein wird Recht und Gesetz strengstens verfolgt:
«Scooterfahrer stürzt wegen Polizei
Ein zwölfjähriger Schüler floh am Dienstag in Mauren auf seinem E-Scooter vor der Landespolizei. Bei der Verfolgung stürzt der Junge.»
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/scooterfahrer-stuerzt-wegen-polizei-art-740926
Wäre ich Verwaltungsrat einer Gesellschaft gewesen, bei der Anleger einen zwei- oder dreistelligen Millionenbetrag verloren haben und hätte ich 19,2 % an einer russischen Bank gehabt, würde ich einfach ruhig sein. Aber in einem Interview von Seriosität reden, ist unseriös.
Where is my money!
Von und zu Liechtenstein, ein Name bürgt für Sicherheit Ihres Geldes. 🤣
Herr Köppel, wieviel kostet so eine Werbeanzeige in der Weltwoche?
Liechtenstein betreibt intensives Reputationsmanagement durch Suchmaschinenoptimierung («SEO-ORM»), also „Online-Image-Kontrolle“ oder „Suchmaschinenmanipulation“ oder «Narrativsteuerung».
Negative Berichte über den Finanzplatz werden unterdrückt, indem Suchmaschinenbetreiber aufgefordert werden, bestimmte Inhalte nicht mehr anzuzeigen (technisch «De-Indexierung» oder rechtlich nach EU-DSGVO), das Internet wird praktisch gesäubert.
Positive Berichte über Liechtenstein erscheinen prominent weit oben bei Suchen, indem viele neue, positive Inhalte veröffentlicht werden (sog. «Content Flooding»).
So erscheinen bei der Suche über Liechtenstein keine Artikel über die schwere Zombie-Trust Krise, die vielzähligen Skandale oder die Kritik des Europarats betreffend mangelnder Antikorruptionsmassnahmen, aber unzählige Artikel über Märchenhochzeit, Urlaubsparadies Liechtenstein etc..
Auf diese Weise soll die öffentliche Wahrnehmung des Landes gezielt gesteuert und manipuliert werden.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Wenn Prinz Michael von und zu Liechtenstein, der selbst Verwaltungsrat der in Insolvenz befindlichen Identec war, bei der Anleger Millionen verloren haben, von Stabilität und Seriosität spricht, ist das bemerkenswert.
Ich würde ihm nicht vertrauen.
Betrug kann man managen – fehlende Durchsetzbarkeit seiner Rechte nicht.