Liechtenstein ist ein absolutistisches Relikt aus dunklen Zeiten.

Wie kann man sein Geld einem mittelalterlichen Fürstentum mitten in Europa anvertrauen? Wo kein Rechtsstaat existiert, sondern reine Willkür, eine parteiische fürstliche Justiz und reine Willkür.

Jüngstes Beispiel: die Debatte um den Schwangerschaftsabbruch. Was in den meisten zivilisierten Staaten Mitteleuropas längst gesetzlich erlaubt ist, steht im Fürstentum unter schwerer Strafe. Bis zu einem Jahr Gefängnis droht Frauen, die gegen das Abtreibungsverbot verstossen. Noch absurder: Ärzte dürfen Frauen in Not nicht einmal informieren oder beraten. Immerhin sind seit 2015 im Ausland durchgeführte Abtreibungen im Fürstentum straffrei.

Finsteres Mittelalter.

Das wollen die Untertanen des Fürstenhauses endlich ändern. Das ist aber gar nicht so einfach. Vor 15 Jahren stimmte Liechtenstein schon mal über eine Abtreibungsinitiative ab. Allerdings hatte der herrschende Erbprinz Alois bereits im Vorfeld angekündigt, dass er sein Veto einlegen werde, sollte sie angenommen werden. Dementsprechend knapp fiel dann das Ergebnis aus: 52 Prozent der Untertanen stimmten gehorsam dagegen, viele gingen allerdings aus Protest gar nicht erst abstimmen.

Nun unternimmt ein Initiativkomitee einen neuen Anlauf und will die für eine Abstimmung nötigen Unterschriften sammeln. Diesmal greift der absolutistische Herrscher allerdings schon jetzt ein und kündigt wieder sein Veto an, sollte die Initiative zustande kommen und sollte eine Mehrheit seiner Untertanen dafür stimmen.

Das machte der stockkatholische Erbprinz Alois in einem Interview mit seiner Untertanenzeitung Vaterland klar. Er sehe das «zentrale Rechtsgut des Lebensschutzes» nicht gewährleistet.

In allen übrigen zivilisierten Staaten Europas, auch in denen, die noch formell Monarchien sind, dürfte der Monarch eine solche Meinung auch äussern. Und wäre selbstverständlich berechtigt, gegen ein solches Vorhaben zu stimmen. Nach dem schönen Prinzip seit der Aufklärung: one man, one vote.

Aber doch nicht in Liechtenstein. Hier gilt die fürstliche Regel: meine Untertanen, fälschlich als Souverän bezeichnet, dürfen gerne über alles abstimmen. Solange sie so stimmen, wie es dem Erbprinzen passt.

Schon sein Vater Hans-Adam II. hatte damit gedroht, die fürstliche Trutzburg ob Vaduz zu verlassen und ins Exil zu gehen, sollten ihm seine Untertanen nicht noch mehr absolutistische Macht zugestehen. Was sie dann verängstigt auch taten.

Diese unbeschränkte Macht bezieht sich nicht nur auf die Ergebnisse von Abstimmungen. Sollte es die Regierung von Fürstens Gnaden wagen, eine Entscheidung zu treffen, die auf höchstes Unwohlsein trifft, dann kann sie zum Teufel gejagt werden. Sollte das Parlament ein Gesetz beschliessen, das dem Herrscher nicht passt, kann er es auflösen. Sollte ein Richter ein Urteil fällen, das den Interessen des Fürstenhauses oder der fürstlichen Banken widerspricht, dann kann der Fürst diesen Richter einfach nicht mehr wiederwählend, denn er ist das Zünglein an der Waage dabei.

Natürlich kommt das alles faktisch nie vor. Parlament, Regierung und Richter wissen, wo der Hammer hängt. Der Souverän weiss auch, dass er nur so lange souverän ist, wie seine Meinung mit der des Fürstenhauses übereinstimmt.

Das alles sind absurd-anachronistische Zustände. Nackte Machtausübung, verkleidet in folkloristische Hochzeiten und huldvolle Empfänge am Nationalfeiertag, wo sich der Erbprinz hemdsärmelig, aber vorsichtshalber von Bodyguards begleitet, unters Volk mischt.

Wobei er versucht, es vergessen zu machen, dass es sich bei den Liechtensteinern nicht etwa um selbstbestimmte Staatsbürger handelt, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen dürfen.

Sondern es sind Untertanen, Fürstenknechte, gehorsame Diener.

Nicht nur der Fall des Abtreibungsverbots ist im Ländle überfällig. Auch dem Fürstenhaus müsste eine Grenze gezogen werden. Damit auch Liechtenstein endlich im 21. Jahrhundert ankommt.

 

53 Kommentare
  1. Heuchelei in Liechtenstein
    Heuchelei in Liechtenstein sagte:

    Für fragwürdige Milliarden scheint man in (im Hause) Liechtenstein erstaunlich viel Verständnis zu haben.

    Für die Selbstbestimmung von Frauen hingegen nicht.

    Diese Doppelmoral ist keine Moral – sie ist Heuchelei.

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    • Zur Haltung des Erbprinzen
      Zur Haltung des Erbprinzen sagte:

      Grosse Macht, hohe moralische Ansprüche, aber keine sichtbare Verantwortung und keine Rechenschaft.

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    • B.G.
      B.G. sagte:

      Finanz- und Wirtschaftskriminalität ignorieren, aber Frauenrechte beschneiden wollen – vielleicht sollte der Erbprinz seine Prioritäten überdenken.

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    • Liechtensteins strukturelle Risiken für Vermögensschutz und Rechtsdurchsetzung
      Liechtensteins strukturelle Risiken für Vermögensschutz und Rechtsdurchsetzung sagte:

      Liechtenstein unter Erbprinz Alois weist wie zuvor auch unter dem Fürsten strukturelle Risiken für Vermögensschutz und Rechtsdurchsetzung auf. Kritiker verweisen insbesondere auf folgende Risiken:

      1. Vermögen ist möglicherweise nicht sicher
      2. Rechte sind nicht immer zuverlässig durchsetzbar
      3. Bankgeheimnis und Datenschutz können versagen
      4. Justiz und Aufsicht wirken nicht durchgehend unabhängig oder effektiv

      Der Fürst und der Erbprinz wissen dies, tun aber nichts dagegen. Wogegen sie etwas tun ist allerdings die Selbstbestimmung der Frauen in Liechtenstein.

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    • Laute Moral, lautes Schweigen: Die entlarvende Doppelmoral des Erbprinzen
      Laute Moral, lautes Schweigen: Die entlarvende Doppelmoral des Erbprinzen sagte:

      Es ist bezeichnend: Wenn der Europarat
      – Reformbedarf bei Korruptionsbekämpfung sieht,
      -Veruntreuung als häufige Wirtschaftskriminalität gilt,
      – Skandale Schlagzeilen machen,
      – hunderte „Zombie-Trusts“ verwaist sind und
      – die Justiz unter dem Verdacht mangelnder Neutralität steht –
      bleibt der Erbprinz auffallend still.

      Doch sobald es um vermeintlich katholische Werte wie die Fristenregelung geht, meldet er sich mit Nachdruck zu Wort.

      Diese selektive Lautstärke wirkt nicht wie Prinzipientreue, sondern wie Kalkül.

      Wer moralische Maßstäbe öffentlich einfordert, darf bei strukturellen Missständen im eigenen Land nicht schweigen. Sonst bleibt am Ende nur ein Eindruck: hochgradige Doppelmoral – und der bittere Beigeschmack von Heuchelei.

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  2. Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
    Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

    Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Veruntreuung ist nicht der Ausnahmefall, sondern häufig.

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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    • „Kultureller Katholizismus“
      „Kultureller Katholizismus“ sagte:

      Die großen Mafia-Bosse waren in der Regel katholisch, aber ihr Handeln steht in klarem Widerspruch zum christlichen Wertekanon. Gerade diese Diskrepanz wird oft als Beispiel für Doppelmoral oder instrumentalisierte Religion genannt.

      Religion wird als Tradition oder Identität genutzt – nicht als moralischer Massstab für das eigene Handeln.

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    • Heuchelei
      Heuchelei sagte:

      Da ist jemand Monarch eines Landes, von dem selbst der Europarat sagt, dass Veruntreuung eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität sei, gibt sich aber streng katholisch. Ist das nicht blanke Heuchelei?

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  3. Die selektive Sichtweise des Erbprinzen
    Die selektive Sichtweise des Erbprinzen sagte:

    Erbprinz Alois sehe bei Abtreibungen das «zentrale Rechtsgut des Lebensschutzes» nicht gewährleistet.

    Aber bei 800 Zombie Trusts und den häufigen Veruntreuungen in Liechtenstein (so die Behörde MONEYVAL des Europarats) sieht er das «zentrale Rechtsgut des Vermögensschutzes» gewährleistet?

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    • ༼ つ ◕_◕ ༽つ [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅]
      ༼ つ ◕_◕ ༽つ [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] sagte:

      Beim Erbprinzen klafft offenbar eine erhebliche Lücke zwischen religiöser Inszenierung und politischer Verantwortung.

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  4. Christina
    Christina sagte:

    Der Fürst und der Erbprinz haben es bis heute wohl noch nicht überwunden, dass vor 31 Jahren 51% der männlichen Bevölkerung für die Einführung des Frauenwahlrechts gestimmt haben.

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  5. Wir sind das Volk! Fristenlösung für Liechtenstein!
    Wir sind das Volk! Fristenlösung für Liechtenstein! sagte:

    Die Initiative «Fristenlösung für Liechtenstein» sammelt Unterschriften, um Schwangerschaftsabbrüche zu legalisieren.

    Erbprinz Alois hat erklärt, er werde gegen ein solches Gesetz sein Veto einlegen.

    Aber wir lassen uns nicht länger einschüchtern und unterdrücken!

    Wir sind das Volk!

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  6. 2026: Der Erbprinz hat das letzte Wort über den Körper der Frau
    2026: Der Erbprinz hat das letzte Wort über den Körper der Frau sagte:

    Eine Staatsform, in der Frauen über ihren Körper abstimmen dürfen, aber am Ende ein Erbprinz entscheidet, ist keine moderne Staatsform, sondern ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert.

    Niemand zwingt den Erbprinzen, persönlich einer Fristenlösung zuzustimmen. Aber wenn der Wille einer Bevölkerung an der moralischen Überzeugung eines Einzelnen scheitert, geht es längst nicht mehr um Schwangerschaftsabbrüche – sondern um Macht.

    Das eigentliche Thema lautet deshalb nicht: Fristenlösung ja oder nein?

    Sondern: Soll im Jahr 2026 wirklich ein Monarch das letzte Wort über die Selbstbestimmung von 20.000 Frauen haben?

    Antworten
  7. Katholisch à la Liechtenstein
    Katholisch à la Liechtenstein sagte:

    Korruption? Wir müssen doch zusammenhalten.

    Finanzkriminalität? Na ja, man muss ja schauen, dass etwas in die Kassen kommt. Und es trifft ja nur Ausländer.

    Fristenlösung? Auf gar keinen Fall!!

    Antworten
  8. Aleks
    Aleks sagte:

    Das Abtreibungsverbot ist wahrscheinlich das einzig anständige und christliche was in FL übrig geblieben ist. Abtreibung ist Mord.

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  9. D.
    D. sagte:

    Der Erbprinz soll sich um die Vetternwirtschaft und Kriminalität im Land kümmern. Aber nicht um die Selbstbestimmung der Frauen.

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  10. WELT: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“
    WELT: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ sagte:

    Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.

    Zentrale Inhalte und Vorwürfe

    1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
    Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
    In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
    Das ist besonders brisant, weil:
    – viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
    – Vertrauen der entscheidende Faktor ist

    2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
    Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
    Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht

    3. Reicht das Rechtssystem aus?
    Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
    Hintergrund:
    Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.

    4. Reputationsrisiko für das Land
    Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
    Warum?
    Liechtenstein lebt davon, als:
    – stabil
    – rechtsstaatlich
    – verlässlich
    wahrgenommen zu werden.

    Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

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  11. Scheinheiligtum Liechtenstein
    Scheinheiligtum Liechtenstein sagte:

    Das kriminellste Land in ganz Europa – damit hat man kein Problem. Aber mit einer Fristenregelung.

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  12. Anpassung an internationale Menschenrechtsstandards
    Anpassung an internationale Menschenrechtsstandards sagte:

    Internationale Organisationen haben Liechtenstein wiederholt aufgefordert haben, den Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung zu verbessern.

    Aber der Erbprinz weiss besser, was internationale Organisationen wollen.

    Und er weiss vor allem besser, was Frauen wollen.

    Willkommen im Mittelalter!

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  13. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

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  14. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

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  15. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

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  16. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

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  17. Demokratin
    Demokratin sagte:

    Wenn eine einzige Person den demokratischen Entscheid einer ganzen Bevölkerung jederzeit stoppen kann, ist die Frage nicht mehr, wie demokratisch ein Land ist, sondern ob es überhaupt ansatzweise eine Demokratie ist. Wozu abstimmen, wenn am Ende eine Unterschrift mehr zählt als tausende Stimmen?

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    • Zum Nachdenken
      Zum Nachdenken sagte:

      Darf im Jahr 2026 wirklich der Umstand, erstgeborene Sohn einer Person zu sein, darüber entscheiden, wie weit die Rechte der Selbstbestimmung mündiger Bürgerinnen reichen?

      Antworten
  18. Wer das letzte Wort hat trägt auch die Verantwortung
    Wer das letzte Wort hat trägt auch die Verantwortung sagte:

    Wer das letzte Wort im Staat hat, trägt auch die letzte Verantwortung. Man kann nicht gleichzeitig die grösste Macht beanspruchen und bei politischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Missständen sich nicht verantwortlich fühlen. Also trägt der Erbprinz auch die Verantwortung für die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein.

    Antworten
  19. Er gegen uns?
    Er gegen uns? sagte:

    Abstimmungen verlieren ihren Sinn, wenn am Ende nicht das Volk entscheidet, sondern eine einzelne, NICHT GEWÄHLTE Person ein Veto einlegen kann.

    Antworten
  20. Katholische Moral in Liechtenstein
    Katholische Moral in Liechtenstein sagte:

    Der Erbprinz möchte mit katholischer Moral über die Selbstbestimmung von Frauen entscheiden. Beim Thema Wirtschaftskriminalität und den wiederkehrenden Debatten um den Finanzplatz (Skandale, Zombie-Trusts, usw.) hört man diese moralische Entschlossenheit nicht..

    Wer sich das Recht herausnimmt, demokratische Entscheide einer ganzen Bevölkerung per Veto zu überstimmen, kann sich nicht gleichzeitig jeder politischen Verantwortung entziehen.

    Macht ohne Verantwortung gibt es nicht.

    Wer das letzte Wort beansprucht, trägt auch die letzte Verantwortung.

    Antworten
  21. D.H.
    D.H. sagte:

    Je grösser die persönliche Freiheit und die körperliche Selbstbestimmung eines Menschen betroffen sind, desto problematischer ist es, wenn eine einzelne, nicht gewählte, sondern lediglich erblich legitimierte, männliche Person ein Vetorecht besitzt.

    Antworten
  22. Daniela
    Daniela sagte:

    Nichts gegen die Person des Erbprinzen.

    Aber eine politische Kritik am System muss erlaubt sein: nämlich eine deutliche Kritik an der verfassungsmässigen Machtkonzentration des Erbprinzen. Denn es geht hier nicht um Untertaninnen, sondern um mündige Frauen, die eine Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper fordern. Und ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht mündiger Frauen durch eine einzelne Person, bloss weil diese erstgeborener Sohn des Fürsten ist, aber ansonsten nicht demokratisch gewählt worden ist, geht für mündige Bürgerinnen entschieden zu weit. Macht hat moralische Grenzen, sonst ist die Macht infrage zu stellen. Ob der Erbprinz das heraufbeschwören möchte? Oder möchte er seine Macht durch Unterdrückung beweisen?

    Antworten
  23. Dorian Grey
    Dorian Grey sagte:

    Das Erschreckende ist nicht die Meinung des Erbprinzen, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der erblich verliehene Macht über demokratische Mehrheiten gestellt wird. 2026 sollte niemand allein deshalb das letzte Wort haben, weil er als Erstgeborener geboren wurde. Das wirkt weniger wie Europa im 21. Jahrhundert als wie ein politisches Echo aus vergangenen Jahrhunderten.

    Antworten
  24. Doppelmoral
    Doppelmoral sagte:

    In die höchst privaten Angelegenheiten von Frauen einmischen, aber bei Themen wie Finanzkriminalität und Zombie Trusts abtauchen – eine ziemlich offensichtliche Doppelmoral.

    Antworten
  25. Liechtenstein raus aus dem Europarat
    Liechtenstein raus aus dem Europarat sagte:

    Deutlicher hätte der Erbprinz nicht zeigen können, dass Liechtenstein keine Demokratie ist.

    Und da Liechtenstein keine Demokratie ist, hat es auch im Europarat nichts verloren.

    Antworten
  26. Wo war der Erbprinz sonst?
    Wo war der Erbprinz sonst? sagte:

    – 800 Zombie Trusts – der Erbprinz schweigt

    – Europarat mahnt Antikorruptionsmassnahmen an – der Erbprinz schweigt

    – Europarat stellt fest, dass Veruntreuungen eine häufige Form von Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein ist – der Erbprinz schweigt

    – Medienberichten über eine nicht abreissende Kette von Skandalen, ein kriminelles System, korrupte Justiz – der Erbprinz schweigt

    Aber beim Thema Fristenlösung, da mischt sich der Erbprinz ein und macht sich wichtig.

    Antworten
  27. Hans
    Hans sagte:

    Das Fürstenhaus soll endlich aufhören, das Wort Demokratie zu benutzen, da es einmal mehr gezeigt hat, dass Liechtenstein eine Monarchie ist.

    Antworten
  28. Michael
    Michael sagte:

    Erbprinz Alois duldet ein kriminelles System in seinem Land, mischt sich aber bei der Fristenlösung ein und verbietet diese. Das ist bezeichnend.

    Antworten
  29. Si tacuisses…
    Si tacuisses… sagte:

    Si tacuisses, philosophus mansisses. Der Erbprinz sollte sich lieber um Korruption und Wirtschaftskriminalität im eigenen Land kümmern, statt in die Persönlichkeitsrechte von Frauen einzugreifen.

    Antworten
  30. Demokrat
    Demokrat sagte:

    Ich bin auch für eine Fristenlösung: noch 12 Wochen Monarchie und dann endlich Demokratie. Der Fürst und der Erbprinz können ja bleiben und so ein bisschen Tamtam machen, aber bitte nicht mehr einmischen. Danke.

    Antworten
  31. Capital: „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“
    Capital: „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ sagte:

    Der Artikel stellt fest, dass das liechtensteinische Treuhand‑ und Stiftungswesen – also der Kern des Finanzplatzes – anfällig für Missbrauch durch Treuhänder ist und dass dadurch genau das zentrale Versprechen des Standorts (Vermögensschutz) infrage gestellt wird. Der Artikel kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das System so funktionieren kann, dass diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses auch missbrauchen können.

    1. Missbrauch durch Treuhänder (zentrale Kritik)
    Treuhänder verwalten große Vermögen für Klienten. Gleichzeitig haben sie oft weitgehende Kontrolle und einen Informationsvorsprung.

    Kritik:
    Diese Struktur ermöglicht es, dass Treuhänder Vermögen zweckentfremden oder veruntreuen können. Beispielsweise die Nutzung von Stiftungsvermögen für eigene Zwecke

    2. Strukturelles Ungleichgewicht (Treuhänder vs. Begünstigte)
    Begünstigte erhalten oft nur eingeschränkten Einblick und nur geringe Durchgriffsmöglichkeiten.

    Kritik:
    Ein starkes Machtgefälle zugunsten der Treuhänder.
    Betroffene können sich nur schwer wehren. Rechte sind formal vorhanden, praktisch jedoch nur schwer durchsetzbar.

    3. Kontroll- und Aufsichtsdefizite
    Zahlreiche Fälle werfen die Frage auf, ob die Branche ausreichend reguliert ist

    Kritik:
    Aufsicht greift nicht immer wirksam oder rechtzeitig

    4. Wiederkehrende Skandale (kein Einzelfallargument)
    Zahlreiche Fälle von Betrug, Untreue und Geldwäsche.

    Zentrale Aussage:
    Diese Vorfälle sind keine isolierten Ausreißer, sondern Teil eines Musters
    Beispiel: mehrere hochrangige Treuhänder veruntreuten Millionenbeträge.

    5. Widerspruch zwischen Image und Realität
    Liechtenstein wirbt mit Vermögensschutz, Stabilität und Sicherheit.

    Kritik:
    Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses missbrauchen, kippt das zentrale Narrativ des Finanzplatzes.

    6. Reputationsrisiko für den Finanzplatz
    Der Artikel impliziert, dass Vertrauen die zentrale Grundlage des Geschäftsmodells ist, jedoch jeder Missbrauchsfall dieses Vertrauen beschädigt.

    Konsequenz:
    Der Finanzplatz wird strukturell angreifbar.

    Antworten
  32. Moral predigen, Finanzkriminalität dulden?
    Moral predigen, Finanzkriminalität dulden? sagte:

    Wenn der Erbprinz seine katholischen Überzeugungen ernst meint, warum hat er sich dann nie entschlossen gegen die Finanzkriminalität im eigenen Land positioniert? Diese Diskrepanz lässt Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen.

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  33. Scheinheilige Moral: Fromme Pose hier, systematische Rechtsverweigerung dort
    Scheinheilige Moral: Fromme Pose hier, systematische Rechtsverweigerung dort sagte:

    Der Erbprinz inszeniert sich gern als Hüter strenger katholischer Werte – Moral und Ethik.

    Doch dieser Anspruch wirkt hohl, wenn gleichzeitig ein System geduldet wird, in dem systematisch Recht verweigert wird. Fälle wie jener rund um die Asturion-Stiftung zeigen: Selbst finanzstarke und einflussreiche Betroffene – bis hin zur saudischen Königsfamilie – müssen über Jahre elementare Rechte vor Gericht erstreiten, während Treuhänder ohne Konsequenzen handeln können.

    Diese Diskrepanz ist frappierend. Wer moralische Autorität beansprucht, muss sie auch im eigenen Staat durchsetzen. Andernfalls drängt sich eine unbequeme Frage auf: Ist das noch glaubwürdig – oder bereits Heuchelei?

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  34. Streng katholische Räuberhöhle
    Streng katholische Räuberhöhle sagte:

    Es ist sehr beeindruckend, wie viel Scheinheiligkeit dieses Land an den Tag legt. Man gibt sich streng katholisch, gleichzeitig fehlen dem Land laut Europarat Antikorruptionsmassnahmen, ist in dem Land laut Europarat Veruntreuung eine häufige Form der Wirtschaftskriminalität, gilt die Justiz als nicht neutral, gibt es hunderte verwaiste Zombie Trusts, wurden zwei der etwa acht bis zehn Präsidenten des höchsten Gerichts, des Staatsgerichtshofes bereits wegen schwerer Vermögensdelikten verurteilt, etc., etc., etc..

    Und die jetzige so katholische Ansage des Monarchen, der allen deutlich zeigt, dass das Land nichts mit einer Demokratie gemeinsam hat, sondern eine reine Monarchie ist, ist umso scheinheiliger.

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  35. Nicht im Ernst, oder?
    Nicht im Ernst, oder? sagte:

    Da masst sich ein Mann, den niemand auf dieser Welt gewählt hat, der also nicht demokratisch legitimiert ist, an, den Bürgerinnen ihr Selbstbestimmungsrecht über ihren eigenen Körper zu verweigern. Oder sind es doch keine Bürgerinnen, sondern Untertaninnen?

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  36. Lachnummer „konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage“
    Lachnummer „konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage“ sagte:

    Liechtenstein bezeichnet seine Staatsform als:

    „konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage“,

    Angesichts von Mechanismen, die beispielsweise Volksabstimmungen faktisch ins Leere laufen lassen können, wirkt die Staatsform meiner Meinung nach eher eine

    «konstitutionelle Erbmonarchie auf diktatorischer Grundlage».

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  37. Al Capone (auch katholisch)
    Al Capone (auch katholisch) sagte:

    Sieh mal einer an. Ein Land, von dem man meinen könnte, es sei von der Mafia durchsetzt, gibt sich auf einmal streng katholisch.

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