Neues von einer Gold-Bude, die schon einmal Schlagzeilen machte.
Helmut und Katarina Kaltenegger haben ein goldiges Geschäftsmodell. Kaufe bei ihnen Gold, zahle es in bequemen Raten ab, und in wenigen Jahren kriegst du das Gold physisch und erst noch einen netten Abschlag auf den Preis. Wie das geht? Nun, selbst Alchemisten wundern sich.
Bereits im Oktober 2024 hat untreuhaender.li über die Firma TGI, die eine stilisierte Fürstenkrone im Logo trägt, berichtet. Damals hiess sie noch GGMT – und stand in Wien vor Gericht. Anklage: «Das Geschäftsmodell hat laut der Anklageschrift rund 21.000 Geschädigte bei einem Gesamtschadensvolumen von 34,6 Millionen Euro hinterlassen.»
Der Prozess endete im März 2025 mit rechtskräftigen Freisprüchen. Das Gericht sah den Schuldnachweis als nicht erbracht an. Obwohl die Chose schwer nach einem Schneeballsystem roch.
Aber he: Die Firma GGMT ist Geschichte, aber auferstanden ist die Firma TGI. Mit tollem Logo, tollen Versprechen – und Sitz in Liechtenstein. Diesmal soll das Gold aus Ghana kommen. Einmaliger Vorteil: «Zwischen dem Preis des Rohgoldes und dem Preis des Feingoldes besteht eine Handelsspanne, die es uns ermöglicht, Ihren Goldankauf mit einem Rabatt zu versehen.»
Und zwar eine ganz gewaltige Handelsspanne, die allerdings sonst niemand entdeckt hat.
Das konnte die TGI ein Weilchen völlig unbelästigt durch die fürstlichen Aufsichtsorgane im Ländle behaupten. Als die deutsche Bafin im März dieses Jahres den Vertrieb gewisser Produkte der Kalteneggers in Deutschland verbot und als bereits weitere Ermittlungen in Österreich unterwegs waren, wachte dann endliche die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) auf.
Sie verbot nicht nur den weiteren Vertrieb von fast allen verbleibenden TGI-Produkten, sie ordnete auch an, dass die Bude bereits eingesammelte Einlagen zurückerstatten müsse.
Das liess die TGI allerdings wie immer ziemlich unbeeindruckt; man verkaufe lediglich Gold, unterstehe daher nicht der FMA und brauche auch nicht ihre Bewilligung.
Aber gut, meinte die TGI, dann werde halt rückabgewickelt, aber das könne leider dauern. Monatelang dauern.
Sozusagen als Beschleunigungsmassnahme liess nun die fürstliche Staatsanwaltschaft doch tatsächlich die TGI-Zentrale in Vaduz durchsuchen. Sie hat den Verdacht, dass das Unternehmen und seine Mitarbeiter sich gewerbsmässigen schweren Betrugs, Geldwäsche und Verstössen gegen das BAnkengesetz schuldig gemacht haben. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.
Allerdings stünden nun «umfangreiche Ermittlungen» bevor, meint die Staatsanwaltschaft. Was das im Unrechtsstaat Liechtenstein bedeutet, weiss man aus anderen Fällen. Auch das kann dauern. Und dauern. Und dauern.
Als kleiner Kollateralschaden nahm der Privatsender Puls 4 seine Reality-Show «Die Kalteneggers – eine Familie im Goldrausch», aus seiner Mediathek.
Nun muss man natürlich sagen, dass eigentlich jeder selbst schuld ist, der auf diese Ankündigung vertraut:

Oder das hier für bare (Gold)münze nimmt:

Der hier ist auch nicht schlecht:

Wer möchte da nicht zugreifen? Das Superwahnsinns-Spezialangebot: Der «Customer Basic 2 % + Treuerabatt». Ganz einfach. Man kauft Gold zum Tagespreis. Das erhält man nach 36 Monaten physisch, währenddessen ist der Vertrag nicht kündbar. Aber, 36 Monate lang gibt es jeden Monat 2 Prozent Preisnachlass. Und am Schluss noch 36 Prozent Treuerabatt obendrauf.
Man rechne. Kauft einer heute für 1000 Franken Gold, dann bekäme er darauf am Ende der Laufzeit einen Gesamtrabatt von sagenhaften 69,1 Prozent.
Zu schön, um wahr zu sein. Um da misstrauisch zu werden, braucht es sicherlich nicht die geballte Finanzkompetenz der FMA. Das sieht jeder blutige Laie, dass da wohl etwas nicht stimmen kann.
Aber, solange die Firma brav Steuern zahlt, sicherlich auch liechtensteinische Fürstenbanken verwendet und ja eigentlich keine krummeren Dinge dreht als viele fürstliche Treuhänder und Untreuhänder, die mit anderen Methoden Menschen um ihr Geld bringen, gibt es doch eigentlich kein Problem.
Ausser, es stinkt dann doch zum Himmel. So wie die 800 russischen Zombie-Trusts. Bei denen sich übrigens auch immer noch keine Lösung abzeichnet.
Solche Zustände gibt es nur in dieser Räuberhöhle namens Fürstentum Liechtenstein.




Wären die Inhaber Liechtensteiner, so wären sie wohl von der Finanzmarktaufsicht unbehelligt geblieben. Das Recht in Liechtenstein ist bekanntlich flexibel.
Macht euch ruhig weiter wichtig. Am Ende wird trotzdem jeder Vermögende nach Liechtenstein kommen, weil Geld eben lieber zu uns als zu euch geht. Ein paar anonyme Internetkommentare ändern daran gar nichts. Wer unser System nicht mag, soll einfach wegbleiben.
Das Versprechen, Gold mit 69% Rabatt kaufen zu können ist genau soviel wert wie das Versprechen Liechtensteins «hier ist Ihr Geld sicher», siehe die hunderten verwaisten Zombie Trusts auch nicht Sanktionierter.
In anderen Ländern wäre so eine Bude schon längst von der Finanzmarktaufsicht dicht gemacht worden. Aber in Liechtenstein ist Betrug bekanntlich salonfähig.
Wer kauft denn Gold mit Rabatt? Selbst schuld.
Wenn die Firmeninhaber auch «Kaltenegger» heissen, und nicht Beck, Büchel, Marxer, Frick, Vogt, Schädler, Hasler, Meier, Ospelt, Kindle, Ritter, Matt, Gstöhl, Frommelt, Batliner, Öhri, Banzer, … dann können sie doch nicht auf den Schutz der fürstlichen Vetternwirtschaft im Ländle hoffen.
Nicht umsonst ist der Firmensitz in Liechtenstein, denn Liechtenstein scheint der Hotspot der europäischen Wirtschaftskriminalität zu sein.
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Tolles System, hundertfach bewährt, alles bedauerliche Einzelfälle. 🤪
Selbst die saudische Königsfamilie wird von Liechtensteiner Treuhändern und Richtern ausgenommen. Der Fürst sollte sich nur noch schämen!
Das Erschreckende ist nicht das Verhalten einzelner Treuhänder, sondern ein System, das davon zu profitieren scheint. Wenn Begünstigte jahrelang um ihre Rechte kämpfen müssen, während Pflichtverletzungen einheimischer Treuhänder folgenlos bleiben, ist das keine Justiz mehr, die kontrolliert – sondern eine, die Wegsehen institutionalisiert. Ein Rechtsstaat, der seine eigenen Eliten schützt, verliert jede moralische Autorität.
Sogar die saudische Königsfamilie zu …, dazu gehört schon Mut. Glückwunsch zu diesem Mut Frau Richterin Schöpf-Herberstein!
Nicht umsonst hat so eine Firma Liechtenstein als Firmensitz gewählt …
Warum lautet die Überschrift «Eigentlich sollte Liechtenstein eine Sumpflandschaft sein», wenn Liechtenstein doch ein einziger Sumpf ist?
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Veruntreuung ist nicht der Ausnahmefall, sondern häufig.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Wenn Veruntreuung eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein scheint, dann ist Liechtensteins Vertrauenswürdigkeit sehr fraglich.
Liechtenstein als Finanzplatz und seine Behörden haben ein Umfeld geschaffen, in dem fragwürdige Finanzgeschäfte zu lange toleriert oder zu wenig kontrolliert werden. Das ist seit Jahren bekannt.
Die liechtensteinischen Aufsichtsbehörden haben die Geschäftstätigkeit der TGI zu lange ungestört laufen lassen, obwohl es bereits Warnsignale aus dem Ausland gegeben hatte. Die deutsche BaFin hatte bereits Maßnahmen ergriffen und in Österreich liefen Ermittlungen, bevor die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) reagierte.
Die Liechtensteiner reden immer von Aufsicht, Seriosität usw., wie dieses Beispiel zeigt, ist das nur heisse Luft.
Gibt es irgendein Geschäftsfeld, in dem Lichtenstein nicht lügt und betrügt?? Irgendeines? Vielleicht der ehrliche Bäcker, Schuster, Schneider…
Erst wenn andere Länder Druck machen oder handeln, wird die Aufsicht in Liechtenstein aktiv. Offenbar ist die Aufsicht nur Fassade.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Sieht so Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit aus, wenn selbst der Europarat Korruption bemängelt? Kann man so einem Finanzplatz vertrauen?
Wo man sein Gold kauft, darüber informiert man sich doch vorher! Es gibt genug seriöse Händler wie Degussa, Pro Aurum etc. Aber in Lichtenstein ist seriös ein Fremdwort, oder?
In Liechtenstein gilt offenbar ein Zweiklassenrecht: Auf der einen Seite Finanzintermediäre, Treuhänder und Banken. Auf der anderen Seite die ausländischen Kunden. Die einen geniessen Schutz, die anderen kämpfen um Rechtsschutz.
Wenn wirtschaftliche Macht wichtiger ist als gleiche Rechte, ist der Rechtsstaat nur noch Kulisse.
Es besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen schweren Betrugs und der Geldwäsche. https://www.derstandard.at/story/3000000327949/unruhe-unter-tgi-anlegern-nach-hausdurchsuchung-in-liechtenstein
Auf einen Skandal mehr oder weniger kommt es in Liechtenstein doch nicht mehr an.
Schwere Turbulenzen beim Goldhändler TGI der Kalteneggers: Liechtensteiner Behörden ließen die Unternehmenszentrale in Vaduz durchsuchen. Sie werfen TGI unter anderem Betrug und Geldwäsche vor – und haben Österreich um Rechtshilfe ersucht. https://www.news.at/wirtschaft/tgi-betrug-geldwaesche-die-kalteneggers-puls-4-rp1
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
Den of thieves dressed in suits.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
In Deutschland hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits am 18. April 2026 das öffentliche Angebot bestimmter Goldanlagen der liechtensteiner TGI AG untersagt, weil die erforderlichen Verkaufsprospekte fehlten.
Erst später veröffentlichte die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) eine Warnung. Dabei handelt es sich um eine Liechtensteinische Gesellschaft, nicht um eine deutsche. Musste die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein erst von der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgeweckt werden?
Der eigentliche Skandal ist nicht das einzelne Geschäftsmodell, sondern die Standortwahl Liechtenstein.
Wenn fragwürdige Akteure immer wieder Liechtenstein als Firmenstandort wählen, dann deshalb, weil sie sich dort offenbar bessere Rahmenbedingungen wie weniger Aufsicht und nachlässigere Kontrolle erwarten als in der Schweiz oder den Ländern der EU. Das ist kein Zufall, sondern eine Frage der Reputation. Allein diese Wahrnehmung ist eine Bankrotterklärung für den Finanzplatz Liechtenstein.
Ein Finanzplatz lebt von
– Rechtsstaatlichkeit
– Unabhängigkeit der Gerichte
– Qualität der Aufsicht
– Transparenz
– Internationaler Reputation
Scrollt man durch diesen Blog, so kommen Zweifel an
– der Rechtsstaatlichkeit (fehlende echte Gewaltenteilung)
– der Unabhängigkeit der Gerichte (Erfordernis der Wiederwahl der Richter schafft Abhängigkeit)
– Transparenz (Vorwürfe der Verschleierung von Vermögen)
– der Reputation (unzählige Skandale und Unfähigkeit, das Problem der Hunderten verwaisten Zombie Trusts zu lösen)
auf.
Der Fall der TGI AG legt jetzt auch die mangelhafte Aufsicht offen. So ein auffälliges Geschäftsmodell hätte sehr viel früher streng untersucht werden müssen.
When do you give my money back?
Liechtenstein zieht solche fragwürdigen Firmen an. Und solche fragwürdigen Firmen gehen gerne nach Liechtenstein. Gleich und gleich gesellt sich gern.
Das Versagen der Finanzmarktaufsicht (FMA) in Liechtenstein bei der Verhinderung von Skandalen kann auf mehrere mögliche Ursachen zurückgeführt werden.
1. Interessenkonflikte und politischer Einfluss
In kleinen Staaten wie Liechtenstein sind die Beziehungen zwischen Politik, Wirtschaft und Finanzaufsicht oft eng verwoben. Es kann vorkommen, dass die FMA unter Druck steht, bestimmte Akteure oder Institutionen nicht zu streng zu überwachen, um negative Auswirkungen auf den Finanzsektor oder die nationale Wirtschaft zu vermeiden.
2. Mangelnde Konsequenzen und Durchsetzung
Auch wenn die FMA Unregelmäßigkeiten feststellt, können mangelnde Sanktionen oder eine ineffiziente Rechtsverfolgung durch voreingenommene Staatsanwälte dazu führen, dass Skandale nicht wirksam bekämpft werden. Wenn Finanzinstitute oder Einzelpersonen keine signifikanten Konsequenzen für Fehlverhalten befürchten müssen, bleibt der Anreiz bestehen, illegale Geschäfte fortzuführen.
3. Reputationsschutz
Aufsichtsbehörden können zögern, Missstände öffentlich zu machen, um den Ruf des Finanzplatzes zu schützen. Solche Bemühungen zur Schadensbegrenzung könnten allerdings dazu führen, dass tiefere Probleme ungelöst bleiben.
Zusammengefasst könnte das Versagen der FMA in Liechtenstein auf eine Kombination aus systemischen Schwächen sowie politischen Einflüssen zurückzuführen sein. Eine effektive Aufsicht setzt voraus, dass diese Herausforderungen angegangen werden, um zukünftige Skandale zu vermeiden.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Die Wirtschaftskriminalität fühlt sich schon sehr geborgen und beschützt im Ländle. Zuhause.
Rechtsstaatlichkeit ist in Liechtenstein offenbar oft nicht mehr als Fassade. Hinter dem schönen Bild eines Rechtsstaats scheint ein System zu stehen, in dem Beziehungen mehr zählen als Recht und Gesetz. Wer nicht Teil dieser Netzwerke ist, läuft Gefahr, praktisch rechtlos zu sein – weil selbst die Justiz nach Eindruck vieler Betroffener eher Vetternwirtschaft als unabhängiger Rechtsfindung folgt.
Die Zeitungen schreiben doch schon ganz offen über die massive Kriminalität in Liechtenstein, hier der Tagesspiegel:
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Die schwere Finanz- und Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sind kein Zufall, sondern ein System. Und das seit vielen Jahren. Doch was bisher immer unter den Teppich gekehrt werden konnte, kommt nun ans Licht.
Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
Wir sind erfolgreich genug, dass uns so dumme Kritik egal sein kann.
Wäre ich kriminell, würde ich meine kriminellen Aktivitäten auch von Liechtenstein aus betreiben.
In dem Spiegel-Artikel wird Liechtenstein als dicht vernetztes, intransparentes Finanzsystem dargestellt, in dem persönliche Beziehungen, Diskretion und schwache Kontrolle problematische Geldflüsse begünstigen.
1. „Spinnennetz“ = eng verflochtenes System
Die zentrale Metapher des Artikels ist: Liechtenstein als „Spinnennetz“ aus Beziehungen. Das bedeutet konkret, dass Banken, Treuhänder, Politiker und Anwälte eng miteinander vernetzt sind, „jeder kennt jeden“ in diesem kleinen System.
Es entsteht ein System gegenseitiger Abhängigkeiten, Kontrolle wird erschwert, weil potenzielle Kontrolleure selbst Teil des Systems sind.
2. Nähe von Politik, Finanz und Justiz
Der Artikel kritisiert, dass selbst Politiker und öffentliche Akteure in Fälle verwickelt sein können.
Es fehlt eine klare Trennung zwischen Staat und Finanzplatz. Es besteht die Gefahr von Interessenkonflikten und mangelnder Unabhängigkeit.
3. Liechtenstein als Plattform für dubiose Geldflüsse
Der SPIEGEL beschreibt, dass sich im Land Hinweise auf viele problematische Geldgeschäfte finden lassen,
„wenn man nur danach sucht“. Gemeint sind Geldwäsche, Steuerumgehung oder Offshore‑Konstruktionen.
Solche Aktivitäten seien nicht zufällig, sondern strukturell möglich. Liechtenstein fungiere als Drehscheibe für internationale Vermögen zweifelhafter Herkunft.
4. Schwächen in Aufsicht und Kontrolle
Ein zentraler impliziter Vorwurf lautet: Ermittlungen mussten von außen oder durch spezielle Ermittler angestoßen werden, im normalen System seien Probleme zu lange unentdeckt geblieben.
Die Aufsicht funktioniert nicht effektiv genug, teilweise sei sie zu passiv und zu eng verbunden mit den beaufsichtigten Kreisen.
5. Tradition der Diskretion als Risiko
Liechtensteins vermeintliche Stärke wird als Schwäche dargestellt, nämlich hohe Diskretion, Verschwiegenheit, Schutz von Vermögen.
Das erleichtert Verschleierung und Intransparenz und damit auch missbräuchliche Nutzung.
6. Internationaler Druck & Imageproblem
Der Artikel steht im Kontext der damaligen Vorwürfe, so internationale Kritik (z. B. Deutschland, FATF). Der Verdacht besteht, Liechtenstein sei zu lax gegenüber Geldwäsche.
Tatsächlich führte das später zu Reformen und kurzfristig sogar zur Blacklist der FATF im Jahr 2000.
7. Gesamtbotschaft des Artikels
Der SPIEGEL sagt im Kern:Liechtenstein ist kein neutrales Finanzzentrum, sondern ein eng verflochtenes Netzwerk, das Intransparenz begünstigt, Kontrolle erschwert und problematische Geldflüsse anzieht.
Der Artikel ist heute ebenso aktuell wie damals, denn es hat sich kaum etwas geändert.
https://www.spiegel.de/politik/es-ist-ein-spinnennetz-a-19836f23-0002-0001-0000-000016466538
Ihr Ausländer versteht Liechtenstein einfach nicht. Wer Probleme hat, ist meistens selbst schuld. Unsere Behörden machen ihre Arbeit hervorragend und alle Kritiker sind entweder neidisch, frustriert oder haben keine Ahnung. Liechtenstein ist erfolgreich, und genau das können viele offenbar nicht ertragen.
Das Gefährliche für Liechtenstein ist nicht der nächste Skandal, sondern die internationale Erwartung, dass der nächste Skandal nur eine Frage der Zeit ist.
Am Ende zählen nicht die Kommentare von Neidern, sondern die Milliarden, die weiter ins Land kommen.
Ist das die Nationalhymne von Liechtenstein? 🤣
Die Initiative «Fristenlösung für Liechtenstein» sammelt Unterschriften, um Schwangerschaftsabbrüche zu legalisieren.
Erbprinz Alois hat erklärt, er werde gegen ein solches Gesetz sein Veto einlegen.
Aber wir lassen uns nicht länger einschüchtern und unterdrücken!
Wir sind das Volk!
Eine Staatsform, in der Frauen über ihren Körper abstimmen dürfen, aber am Ende ein Erbprinz entscheidet, ist keine moderne Staatsform, sondern ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert.
Niemand zwingt den Erbprinzen, persönlich einer Fristenlösung zuzustimmen. Aber wenn der Wille einer Bevölkerung an der moralischen Überzeugung eines Einzelnen scheitert, geht es längst nicht mehr um Schwangerschaftsabbrüche – sondern um Macht.
Das eigentliche Thema lautet deshalb nicht: Fristenlösung ja oder nein?
Sondern: Soll im Jahr 2026 wirklich ein Monarch das letzte Wort über die Selbstbestimmung von 20.000 Frauen haben?
Reputation ist die Differenz zwischen dem, was ein Land über sich selbst erzählt, und dem, was andere über dieses Land erzählen. Wenn diese Differenz grösser wird, gibt es ein erhebliches Problem mit der Reputation.
Gold mit 69 % Nachlass – das muss doch jedem sofort auffallen, dass das nicht möglich ist. Außer der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein.
Die Zombie-Trusts machen aus dem Finanzplatz Liechtenstein den Finanzfriedhof Liechtenstein.
Paralyzed Liechtenstein trusts managing Russian assets have created problems for subsidiaries in other offshore zones
Problem russian zombie trusts have spread from Liechtenstein to other offshore locations: British Virgin Islands, the Bahamas and the Cayman Islands, the newspaper reported on Tuesday Financial Times.
https://finance.liga.net/en/ekonomika/novosti/domino-effect-zombie-trust-crisis-has-spread-from-liechtenstein-to-other-offshore-jurisdictions
Die Initiative «Fristenlösung für Liechtenstein» sammelt Unterschriften, um Schwangerschaftsabbrüche zu legalisieren.
Erbprinz Alois hat erklärt, er werde gegen ein solches Gesetz sein Veto einlegen. Damit bestimmt er, ob 20‘000 Frauen in Liechtenstein über ihren eigenen Körper entscheiden dürfen oder nicht. L‘etst c‘est moi!
Eine demokratische Abstimmung, die am Schreibtisch eines Fürsten oder Erbprinzen endet, ist keine Demokratie – sie ist eine reine Monarchie, ein Relikt aus einer anderen Zeit.
Liechtenstein hat keinen Grund zum Feiern, die Zombie Trusts sind die schwerste Krise für das Land.
Das Staatsoberhaupt, der Fürst machte sich weder am Staatsfeiertag am 15. August noch bei der Hochzeit seiner Enkelin am 30. August in die Öffentlichkeit. In die Kirche schlich er sich durch den Hintereingang. Und der Erbprinz muss durch Bodyguards bewacht werden. Für den Staatsfeiertag wurden erstmals limitierte Eintrittskarten ausgegeben, um Überraschungsgäste aus Russland zu verhindern. Die Angst sitzt tief.
Dieses Jahr dürfte die Angst sogar noch größer sein.
Für fragwürdige Milliarden scheint (im Hause) Liechtenstein erstaunlich viel Verständnis zu haben.
Für die Selbstbestimmung von Frauen hingegen nicht.
Diese Doppelmoral ist keine Moral – sie ist Heuchelei.
Wären die Firmen-Eigentümer der TGI Liechtensteiner, so würde doch die Aufsichtsbehörde, die Finanzmarktaufsicht und die Justiz ein Auge zudrücken.
So hat der Europarat, MONEYVAL, festgestellt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»