Liechtenstein macht sich wieder einmal lächerlich.
Der Fall René Benko entwickelt sich zunehmend zu einem Lackmustest für die Glaubwürdigkeit des liechtensteinischen Rechtsstaats. Und dieser Test fällt bislang unerquicklich aus.
Während in Österreich Insolvenzverwalter, Staatsanwälte und Ermittlungsbehörden versuchen, die Trümmer des Signa-Imperiums zu sichten, drängt sich in Liechtenstein ein ganz anderer Eindruck auf: Hier gilt vor allem die Devise, bloss keine unangenehmen Fragen zu stellen.
Dabei gäbe es davon mehr als genug.
Wie konnte ein derart weitverzweigtes Geflecht aus Stiftungen, Gesellschaften und Vermögensstrukturen über Jahre funktionieren, ohne dass die zuständigen Aufsichts- und Kontrollinstanzen genauer hinsahen? Weshalb herrscht eine derartige Zurückhaltung bei der Offenlegung von Informationen? Und warum entsteht immer wieder der Eindruck, dass der Schutz des Finanzplatzes höher gewichtet wird als die rückhaltlose Aufklärung?
Liechtenstein verweist gerne auf seine hohen Standards bei der Geldwäschereibekämpfung, seine internationale Vernetzung und seine moderne Gesetzgebung. Die Hochglanzbroschüren sind schnell zur Hand. Weniger präsent ist hingegen die Frage, wie diese Standards in der Praxis durchgesetzt werden, wenn ein prominenter Fall die Elite des Finanzplatzes berührt.
Denn Benko war kein unbeschriebenes Blatt. Schon lange vor dem spektakulären Zusammenbruch von Signa wurden kritische Stimmen laut. Die Konstruktionen waren komplex, die Risiken erheblich, die Intransparenz frappant. Trotzdem schien niemand ernsthaft Anlass zu sehen, die Alarmglocken zu läuten.
Nun droht das bekannte Drehbuch: Man bedauert die Entwicklung, verweist auf laufende Verfahren und betont, dass man keine Stellung nehmen könne. Die Verantwortung diffundiert in einem Nebel aus Zuständigkeiten. Die Finanzmarktaufsicht prüft. Die Justiz untersucht. Die Politik schweigt. Und die Treuhandbranche erklärt, von all dem nichts geahnt zu haben.
Doch genau diese Kultur des Wegschauens ist das eigentliche Problem.
Ein Finanzplatz lebt vom Vertrauen. Vertrauen entsteht aber nicht durch Selbstlob, sondern durch die Bereitschaft, Missstände schonungslos offenzulegen – auch dann, wenn es den eigenen Reihen schadet. Wer hingegen den Eindruck erweckt, schützend die Wagenburg zu schliessen, beschädigt letztlich den Ruf des gesamten Standorts.
Liechtenstein steht deshalb vor einer Richtungsentscheidung. Will das Land ein moderner Rechtsstaat sein, der gleiche Massstäbe für alle anwendet? Oder bleibt es beim alten Reflex, wonach für Fürstenhaus, Finanzplatz und ihre Dienstleister andere Regeln gelten als für gewöhnliche Bürger?
Der Fall Benko wird diese Frage nicht verschwinden lassen. Im Gegenteil: Mit jedem weiteren Monat, in dem der Eindruck mangelnder Transparenz bestehen bleibt, wächst der Verdacht, dass Aufklärung nur so weit erwünscht ist, wie sie die Grundfesten des Systems nicht erschüttert.
Vielleicht liegt darin die grösste Gefahr. Nicht, dass ein einzelner Unternehmer scheitert. Sondern dass eine ganze Jurisdiktion den Eindruck erweckt, sie sei nicht in der Lage – oder nicht willens –, aus einem offensichtlichen Debakel die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.
Es ist ja kein Wunder, dass Benko die Ingbe-Stiftung und die Arual-Stiftung im Dunstkreis des Fürsten angesiedelt hat. Also erhebt sich die Frage: handelt es sich offenkundig um Tarnkonstrukte nach liechtensteinischer Art, um die Kontrolle Benkos zu verschleiern, kann dann der Insolvenzverwalter darauf Zugriff nehmen?
Wer Rechtsstaatlichkeit predigt, muss sie gerade dann praktizieren, wenn es unbequem wird.
Fortsetzung folgt.




Man kann vor Liechtenstein nur warnen:
1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.
Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.
In Liechtenstein gibt es Recht und Gesetz. Auf dem Papier. Was gilt ist aber Vetterliwirtschaft.
In Liechtenstein gibt es Recht und Gesetz. Auf dem Papier. Was gilt ist hingegen Vetterliwirtschaft.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität. Veruntreuung ist nicht der Ausnahmefall, sondern häufig.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Veruntreuung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Ein Finanzplatz verkauft keine Produkte, sondern Rechtssicherheit, Integrität und Verlässlichkeit. Wenn der Europarat feststellt, dass Veruntreuung eine häufige Form der Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein ist, dann gibt es Zweifel und muss man sich fragen: „Ist mein Vermögen dort wirklich sicher?“
Wenn Veruntreuung keine Einzelfälle sind, sondern ein System, dann sind die Zweifel erheblich.
Der Stiftungsrat Robert Schimanko ist ein österreichischer Finanzmanager, der für seine Tätigkeit im Umfeld von René Benko bekannt wurde. Durch die Rolle in dessen zusammengebrochenem Signa-Imperium geriet er jüngst in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit und behördlicher Ermittlungen.
Bekannte Verbindungen: Signa Holding (René Benko), SilverArrow Capital, INGBE Foundation
Untersuchung wegen mutmaßlicher Vermögensverschiebungen (seit 2024). Ermittler der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) prüfen, ob Schimanko an einer Verschleierung von Vermögenswerten beteiligt war.
Ehrenwert Gesellschaft:
Gegen den Stiftungsrat Robert Schimanko ermittelt die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen möglicher Verschleierung von Vermögenswerten.
Gegen das Verwaltungsratsmitglied Martin Batliner ermittelt die deutsche Staatsanwaltschaft.
Die INGBE Stiftung wurde am 09.09.2014 gegründet. INGBE ist wohl die Abkürzung für Ingeborg Benko, der Mutter von René Benko.
c/o MUTUAL CONSULTING ESTABLISHMENT
Kirchstrasse 6
9494 Schaan
Stiftungsräte:
Robert Schimanko,
Simon Alexander Ott,
lic. iur. Michael Hagen,
lic. iur. René B. Ott
MUTUAL CONSULTING ESTABLISHMENT, Schaan, ist laut Panama Papers verbunden mit
BUNNYLAND FOUNDATION, Panama
CYMBIDIUM FOUNDATION, Panama
VINTAGE INVESTMENT AND CAPITAL CORP, Panama
PARIBELLE PROPERTY INC., British Virgin Islands
1. Nicht wenige Treuhänder handeln rein eigennützig
2. Begünstigte werden systematisch ausgeschaltet
3. Gerichte greifen in dieses Verhalten der untreuen Treuhänder nicht ein sondern protegieren dies
4. Endlose Gerichtsverfahren dienen nicht der Rechtsfindung, sondern sind nur Schaukämpfe, die der Zermürbung dienen sollen
Dem Bericht zufolge werden Robert Schimanko keine rechtskräftigen Straftaten vorgeworfen, sondern er wird mit mehreren Finanzskandalen und umstrittenen Netzwerken in Verbindung gebracht: unter anderem mit dem Manhattan Investment Fund Skandal, der Euro Invest Bank und früheren Geschäften mit Ronny Pecik. Außerdem behauptet der Artikel auf Basis eines umstrittenen CIA-Berichts, Schimanko habe bei fragwürdigen Transaktionen rund um Schweizer Unternehmen und russische Oligarchen eine Rolle gespielt und pflege enge Verbindungen zum Umfeld von René Benko. Der Bericht weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Schimankos Anwälte viele dieser Darstellungen zurückweisen, den CIA-Bericht als falsch bzw. „abstrus“ bezeichnen und betonen, dass Schimanko in mehreren Fällen weder angeklagt noch verurteilt wurde.
https://wienerzocker.com/2025/03/13/uber-rene-benko-robert-schimanko-reitpferde-und-netzwerke/
Berichte über Robert Schimankos schillernde Vergangenheit in Österreich gibt es hier:
https://ylinestory.wordpress.com/tag/robert-schimanko/
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Das Verwaltungsratsmitglied der INGBE Stiftung Martin Batliner ist auch kein unbeschriebenes Blatt:
In der Stiftung des verstorbenen Dirigenten Herbert von Karajan hat er sich selbst als Stiftungsratsmitglied ein Jahreshonorar von 100’000 Schweizer Franken genehmigt.
Die Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen am Fall der Hartlaub Stiftung, wie Treuhändern in Liechtenstein richtig funktioniert.
Schritt 1:
Man genehmigt sich selbst aus der Stiftung, deren Interessen man eigentlich wahrnehmen sollte, monatlich zwischen 75’000 und 100’000 Franken – pro Person, versteht sich. Die 25’000 Franken Grundpauschale im Jahr pro Person kommen noch dazu. Also knapp 1 Mio. Franken im Jahr pro Person.
Schritt 2:
Wagt es ein Begünstigter, gegen dieses Geschäftsmodell juristisch vorzugehen, wird er kurzerhand kaltgestellt. Einfach das gesetzliche Informations- und Kontrollrecht entziehen – und schon ist für drei Jahre Ruhe im Karton. Kontrolle? Transparenz? Nicht im Drehbuch in Liechtenstein vorgesehen. Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich nicht.
Schritt 3:
Falls der unliebsame Begünstigte danach immer noch nicht aufgibt, wird ihm eben die Begünstigung entzogen. Problem gelöst – denn ohne Begünstigung kein Antragsrecht. Zack, juristisch aus dem Spiel genommen. Soll er doch jahrelang dagegen klagen! Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich keine.
Schritt 4:
Zur Abrundung gibt’s dann noch Strafanzeigen wegen angeblicher Untreue gegen Begünstigte. Angriff ist die beste Verteidigung – auf Kosten der Stiftung, versteht sich. Konsequenz durch das Gericht? Natürlich keine.
Und das Beste daran:
Die Kriegskasse für all diese Manöver stammt natürlich direkt aus dem Stiftungsvermögen. Man kämpft also auf fremde Rechnung – gegen die, deren Interessen man eigentlich schützen sollte. Und auf deren Kosten.
Wenn das auch in der zweiten Instanz durchgeht – ohne Abberufung durch das Gericht – dann verdienen Batliner und Wanger wahrlich einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der liechtensteinischen Treuhänder. Und das Komturkreuz am Bande. Eine Million Franken jährlich als Belohnung für das perfekte Drehbuch zum Dekantieren, also Ausnehmen einer Stiftung. Und jeder Liechtensteiner Treuhänder, der dieses Modell nicht kopiert, wäre dumm.
So funktioniert das eingespielte System für Treuhänder in Liechtenstein wieder und wieder seit vielen Jahren, hier am Beispiel des Skandals der Hartlaub Stiftung
1. systematische Selbstbereicherung
2. Ausschaltung von Begünstigtenrechten
3. fehlende gerichtliche Kontrolle
4. Missbrauch von Stiftungsvermögen
Und Fürst und Volk sollten sich für so etwas schämen!
Die Richterin am Fürstlichen Landgericht Diana Kind konnte kein Fehlverhalten der Liechtensteiner Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner erkennen. Ist ja auch ganz normales Verhalten.
Martin Batliner stiftete die Liechtensteinische Landesbank (LLB) an, ihr die vertrauliche, vom Bankgeheimnis und vom Datenschutz geschützte Bankkundenkorrespondenz eines seiner Prozessgegner herauszugeben. Die LLB liess sich darauf ein und gab die geschützten Unterlagen an Batliner heraus.
Die Bank stellte sich auf den Standpunkt, die Herausgabe der Bankkundenkorrespondenz sei rechtmässig gewesen, die Datenschutzstelle und selbst der Liechtensteinische Verwaltungsgerichtshof stellten rechtskräftig fest, dass die Herausgabe sensibler Kundendaten klar rechtswidrig war und gegen den Datenschutz verstossen hatte.
Das Magazin Finanz Business titelte: «Big trouble in little Liechtenstein – Email Affäre bei Landesbank» https://finanzbusiness.de/nachrichten/banken/article17795438.ece
Martin Batliner ist auch in den Panama Papers.
Gerichtliche Entscheidung in Liechtenstein: Das Fürstliche Obergericht Liechtenstein hat eine frühere einstweilige Verfügung aufgehoben. Dadurch sind rund 50 Mio. Franken (ca. 54 Mio. Euro) nicht mehr eingefroren. Anfang Januar 2026 hatte das Fürstliche Landesgericht Liechtenstein diese Gelder eingefroren.
Nach Einschätzung aus Liechtenstein dürfte Benko trotz fehlender offizieller Begünstigung großen Einfluss in der Stiftung gehabt haben. Das Obergericht hat sich laut Bericht sehr ausführlich mit der Klage beschäftigt. Es gibt Hinweise aus Justizkreisen, dass formal eher ein Gläubiger (nicht der Masseverwalter) klagen hätte müssen. Der Masseverwalter prüft, den Fall vor das Höchstgericht in Liechtenstein zu bringen.
Liechtenstein ist der zentrale juristische und finanzielle Schauplatz in diesem Streit: Dort sitzt die Stiftung, dort wird vor Gericht über eingefrorene Millionen entschieden, und dort konzentriert sich ein großer Teil des mutmaßlich gesicherten Benko‑Vermögens.
Nach übereinstimmenden Meinungen in den Medien wird die Justiz in Liechtenstein so entscheiden, wie es für den Finanzplatz Liechtenstein am opportunsten ist.
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Regtechtimes.com (USA): USD 930 Billion at Risk! Tiny Liechtenstein Becomes the Epicenter of a Global Sanctions Crisis
https://regtechtimes.com/liechtensteins-trust-industry-shaken-by-russian/
Nicht Benko wird über den Ruf Liechtensteins entscheiden, sondern die Frage, wie weit Aufklärung reicht, sobald sie den eigenen Zirkel erreicht. Genau dort beginnt Glaubwürdigkeit – oder endet sie.
Benko hat sich in das Spinnennetz Liechtenstein begeben und hat sich darin verfangen. Liechtenstein wird sich ihm gegenüber so verhalten, wie es für seinen Finanzplatz am besten ist. Recht und Gesetz sind dabei nicht so wichtig, Hauptsache der Schein wird gewahrt.
Das ist doch vorhersehbar, dass die Treuhänder der Benko Stiftung erst die Begünstigung, der Begünstigten und anschließend deren gesetzliches Auskunftsrecht streiten werden – das ist doch Standardvorgehensweise Liechtensteiner Treuhänder, damit sie das Stiftungsvermögen mehrere Jahren lang vollkommen unkontrolliert in ihrem Sinn verwalten und sich selbst ihre horrenden Honorare genehmigen können. Sie wissen ja, dass sie dafür keinerlei Sanktionen von der fürstlichen Justiz fürchten müssen, denn die spielt dieses Spielchen mit.
Der Artikel stellt fest, dass das liechtensteinische Treuhand‑ und Stiftungswesen – also der Kern des Finanzplatzes – anfällig für Missbrauch durch Treuhänder ist und dass dadurch genau das zentrale Versprechen des Standorts (Vermögensschutz) infrage gestellt wird. Der Artikel kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das System so funktionieren kann, dass diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses auch missbrauchen können.
1. Missbrauch durch Treuhänder (zentrale Kritik)
Treuhänder verwalten große Vermögen für Klienten. Gleichzeitig haben sie oft weitgehende Kontrolle und einen Informationsvorsprung.
Kritik:
Diese Struktur ermöglicht es, dass Treuhänder Vermögen zweckentfremden oder veruntreuen können. Beispielsweise die Nutzung von Stiftungsvermögen für eigene Zwecke
2. Strukturelles Ungleichgewicht (Treuhänder vs. Begünstigte)
Begünstigte erhalten oft nur eingeschränkten Einblick und nur geringe Durchgriffsmöglichkeiten.
Kritik:
Ein starkes Machtgefälle zugunsten der Treuhänder.
Betroffene können sich nur schwer wehren. Rechte sind formal vorhanden, praktisch jedoch nur schwer durchsetzbar.
3. Kontroll- und Aufsichtsdefizite
Zahlreiche Fälle werfen die Frage auf, ob die Branche ausreichend reguliert ist
Kritik:
Aufsicht greift nicht immer wirksam oder rechtzeitig
4. Wiederkehrende Skandale (kein Einzelfallargument)
Zahlreiche Fälle von Betrug, Untreue und Geldwäsche.
Zentrale Aussage:
Diese Vorfälle sind keine isolierten Ausreißer, sondern Teil eines Musters
Beispiel: mehrere hochrangige Treuhänder veruntreuten Millionenbeträge.
5. Widerspruch zwischen Image und Realität
Liechtenstein wirbt mit Vermögensschutz, Stabilität und Sicherheit.
Kritik:
Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses missbrauchen, kippt das zentrale Narrativ des Finanzplatzes.
6. Reputationsrisiko für den Finanzplatz
Der Artikel impliziert, dass Vertrauen die zentrale Grundlage des Geschäftsmodells ist, jedoch jeder Missbrauchsfall dieses Vertrauen beschädigt.
Konsequenz:
Der Finanzplatz wird strukturell angreifbar.
Das eigentliche Problem ist nicht der Einzelfall, sondern der Eindruck eines Systems, in dem Macht, Geld und Kontrolle in denselben Händen liegen – ohne echte Konsequenzen.
Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, gleichzeitig darüber verfügen, Informationen steuern und effektiv kaum sanktioniert werden, ist „Rechtssicherheit“ nur Fassade.
Ein Finanzplatz lebt von Vertrauen.
Wenn dieses Vertrauen durch immer gleiche Muster untergraben wird, ist das kein Imageproblem mehr – sondern ein strukturelles.
Abu Dhabi Reporter article finds that Liechtenstein’s financial sector is highly dependent on opaque international wealth structures (including Russian-linked funds), which has created reputational risks, governance problems, and vulnerability to geopolitical shocks such as sanctions.
– Liechtenstein is portrayed as a financial centre that enabled or facilitated opaque cross-border wealth structures, including politically sensitive capital.
– Even if reforms have been made, Liechtenstein still struggles with its historical reputation for secrecy and offshore-style financial services.
– The financial model appears fragile, because it depends heavily on complex international wealth structures that can be disrupted by geopolitical events.
– This suggests a lack of resilience and governance continuity in the system—structures cannot function properly under stress.
– Liechtenstein appears dependent on external regulatory forces, not fully autonomous in shaping its financial framework.
– The financial centre risks being seen as unstable or risky in geopolitically sensitive contexts.
It is widely understood that the standard operating procedure of Liechtenstein trustees is as follows:
– First, they deny the beneficiaries’ status altogether. Beneficiaries are then forced to spend years litigating just to have their status recognized.
– Next, access to information is withheld. Beneficiaries are again forced into years of litigation merely to obtain the most basic disclosure rights.
It is equally well known that Liechtenstein courts do not merely tolerate these practices — which effectively allow trustees to manage foundations for years without any meaningful oversight while awarding themselves excessive fees — but in many cases actively enable them.
And it is likewise widely understood that both the Prince and the government are aware of these practices, yet choose to tolerate them.
So mancher findiger Anleger hatte in der Vergangenheit sein Geld mittels Liechtensteiner Stiftung vor dem Fiskus versteckt. Für manchen gibt es nun ein böses Erwachen, nicht wegen Datenlecks, sondern weil er von den anderen Stiftungsräten aus der Stiftung verbannt wird.
Nicht wenige Treuhänder sichern sich ihr Einkommen, indem sie missliebige Stiftungsräte und Stiftungspräsidenten – auch den Stifter selbst – vor die Tür setzen.
https://www.fiala.de/fehler-bei-stiftungsstatuten-wie-stifter-liechtenstein-enteignet-werden/
Benko wird sich noch wundern, wie man in Liechtenstein richtig abgezockt wird.
Der Benko‑Fall ist kein Reputationsrisiko wegen seiner Details, sondern wegen dessen, was er sichtbar macht: Ein System, das nach außen Stabilität und Rechtssicherheit verspricht, intern aber genau dort intransparent wird, wo es ernst wird.
Wenn Vermögen in Stiftungen verschoben wird, Einfluss bestehen bleibt und Gerichtsentscheidungen unter Beobachtung stehen, entsteht ein gefährlicher Eindruck: Dass Regeln formell existieren – und praktisch anders wirken.
Das eigentliche Problem ist nicht, ob im Einzelfall alles legal war.
Das Problem ist, dass sich dieser Fall nahtlos in ein Narrativ einfügt, das Liechtenstein nicht mehr los wird:
Ein Finanzplatz, der Vertrauen verkauft – und Zweifel produziert.
Wenn Benko meinte, er sei ein Schlitzohr, dann hat er in Liechtenstein seine Meister gefunden. Als Versteck für sein Geld die Räuberhöhle Liechtenstein zu wählen, war vielleicht nicht so schlau.
Liechtenstein ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der Fürst gemäss der Verfassung über weitreichende Kompetenzen verfügt. Dazu zählen insbesondere das Recht, Gesetze abzulehnen (Vetorecht), die Befugnis zur Auflösung des Landtags sowie ein erheblicher Einfluss auf Regierung und Justiz.
Diese Machtkonzentration schränkt die klassische Gewaltenteilung ein und führt dazu, dass dem Fürsten in zentralen staatlichen Fragen faktisch die letzte Entscheidungsbefugnis zukommt.
Verfügt ein Monarch über derart umfassende Befugnisse und lässt ein politisch-rechtliches System zu oder fördert ein solches, in dem kriminelle Praktiken — etwa die Aneignung und Schädigung von Stiftungen und Trusts unter Mitwirkung staatlicher Akteure wie Richterinnen, Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten — begünstigt werden, so begründet dies zumindest eine moralische Mitverantwortung.
What is at stake is not isolated misconduct but the allegation of a captured system: beneficiaries allegedly deprived of their rights by a self-reinforcing alliance between disloyal fiduciaries and a judiciary perceived as unwilling to hold them accountable. When guardians of the law stop protecting the vulnerable and start protecting each other, trust in the entire legal order begins to collapse.
Für Liechtenstein ist der Fall Benko sehr unangenehm, da Liechtenstein in einem Dilemma steckt. Entweder wird Liechtenstein vorgeworfen, es hilft Kriminellen, Geld zu verstecken oder es wird Liechtenstein vorgeworfen, das der behauptete Schutz von Vermögen in Wirklichkeit nicht existiert.
Der Wunderwuzzi Wird in Liechtenstein noch sein blaues Wunder erleben.
René Benko wurde rechtskräftig wegen Korruption verurteilt, weil er einen kroatischen Politiker bestechen wollte. In Liechtenstein wird Benko erleben, wie es ist, wenn Korruption existiert.
Liechtenstein verkauft der Welt das Märchen vom sauberen, stabilen Finanzplatz – während hinter der Fassade ein System aus Wegsehen, Protektion und organisierter Wirtschaftskriminalität gedeiht. Wer gut vernetzt ist, darf offenbar Vermögen verschieben, Begünstigte zermürben und Verfahren endlos verzögern, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Rechtsstaat endet dort, wo die Interessen von Treuhändern, Banken und Macht-Eliten beginnen. Die eigentliche Krise ist nicht der nächste Skandal – sondern die staatlich geduldete Verlogenheit eines Systems, das Korruption und Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft, sondern absichert.
Wer Vermögen dem Finanzplatz Liechtenstein anvertraut, begibt sich in ein strukturelles Risiko. In einem Kleinstaat mit dichter personeller Verflechtung, schwacher Kontrolle und begrenzter institutioneller Distanz verschwimmen Aufsicht, Justiz und Interessen. Internationale Berichte bestätigen Defizite bei der Bekämpfung von Wirtschafts‑ und Finanzkriminalität. Vertrauen wird inszeniert – Rechtsschutz ist nicht garantiert. Im Konfliktfall schützt das System sich selbst, nicht den Anleger.
Der Fall Benko schadet der Reputation Liechtensteins in jedem Fall. Einmal mehr zeigt er, dass hauptsächlich fragwürdiges Geld nach Liechtenstein kommt.
Der Fall Benko zeigt einmal mehr,dass hauptsächlich fragwürdiges Geld nach Liechtenstein kommt.
Verbrecher unter sich eben.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Der SZ‑Artikel „Liechtenstein: Treue Hände, schmutzige Hände“ vom 2. Juli 2017 richtet seine Kritik im Kern gegen das Geschäftsmodell seines Finanzplatzes, insbesondere rund um Treuhänder, Stiftungen und Vermögensverwaltung.
Hier sind die zentralen Kritikpunkte verständlich zusammengefasst:
1. Beihilfe zur Steuerhinterziehung
Ein Hauptvorwurf ist, dass Liechtensteins Finanzdienstleister (vor allem Treuhänder) aktiv dabei geholfen haben sollen, Vermögen vor ausländischen Steuerbehörden zu verstecken, Strukturen wie Stiftungen genutzt wurden, um Eigentümer zu verschleiern.
Deutsche Ermittler haben laut Kontext des Artikels gezielt untersucht, welche Treuhänder in solche Fälle involviert waren.
2. System aus Diskretion und Intransparenz
Der Artikel kritisiert, dass Liechtenstein lange ein Modell betrieben hat, das auf maximaler Diskretion, komplexen rechtlichen Konstruktionen und schwer nachvollziehbaren Eigentumsverhältnissen basierte.
Das wird implizit als bewusste Standortstrategie dargestellt – attraktiv für internationale Kunden, aber problematisch für Transparenz und Steuergerechtigkeit.
3. Kultur des Wegschauens
Ein besonders kritischer Punkt ist die Beschreibung einer Art „Systemkultur“:
Die Tätigkeit der Treuhänder sei zwar bekannt gewesen – gleichzeitig habe ein Teil der Gesellschaft „lieber nicht so genau hingeschaut“.
Die Branche war wirtschaftlich wichtig, deshalb wurde sie lange toleriert oder geschützt.
4. Konflikt mit ausländischen Behörden
Der Artikel thematisiert auch Spannungen mit ausländischen Steuerfahndern sowie frühere Verweigerung von Amtshilfe oder zumindest sehr restriktive Kooperation.
Aus Sicht der Kritiker: Liechtenstein habe sich lange als sicherer Hafen für unversteuertes Geld positioniert.
5. Strafrechtliche Ermittlungen gegen Branchenakteure
Ein weiterer Fokus liegt darauf, dass nicht nur Banken, sondern auch Treuhänder ins Visier von Ermittlungen geraten und ihnen teilweise Beihilfe zu organisiertem Steuerbetrug vorgeworfen wird.
Der Artikel zeichnet also ein Bild, in dem das Problem nicht nur einzelne schwarze Schafe, sondern strukturell verankert ist.
Kurz gesagt kritisiert die SZ vor allem, dass Liechtensteins Wohlstand zu einem erheblichen Teil auf einem Finanzsystem aufgebaut ist, das lange von Geheimhaltung, Steuervermeidung und rechtlichen Grauzonen profitiert hat. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-treue-haende-schmutzige-haende-1.3570056
Over recent years, recurring concerns have emerged across media, expert analyses and international assessments regarding Liechtenstein’s financial center:
– indications of structural conflicts of interest in the fiduciary sector
– beneficiary rights that appear difficult to enforce in practice
– resulting uncertainty regarding the reliability of legal protection
– questions about effective oversight and accountability
This creates uncertainty around the reliability of legal protection and the perception of a closely interconnected system.
For a financial centre built on trust and legal certainty, such persistent concerns point to more than isolated cases—they suggest a potential structural confidence risk.
«Kriminelle in Liechtenstein
…
Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.»
https://matrixchange.blogspot.com/2019/06/kriminelle-in-liechtenstein.html
Der Fürst hat doch Kenntnis von dem, was in seinem Land passiert. Dass er nicht gegen die vom Europarat kritisierte Korruption und die ebenso vom Europarat feststellte Wirtschaftskriminalität vorgeht, wirft erhebliche Fragen auf. Soll etwa absichtlich nicht dagegen vorgegangen werden? Das Schweigen des Fürsten mach die Fragen noch bedenklicher.
Solange der Stifter lebt, scheint alles unter Kontrolle. Doch genau danach beginnt das eigentliche Risiko: Wenn es darauf ankommt, sitzen plötzlich andere am Hebel. Und die handeln nicht immer im Sinne der Familie, sondern oft im eigenen.
Dann wird aus einem angeblichen Steuersparmodell schnell ein Totalverlust des Vermögens mit Ansage. Ein paar Prozent weniger (Erbschaft-)Steuern an den Fiskus gezahlt – dafür aber im Zweifel das gesamte Vermögen aus der Hand gegeben.
Wer das für eine kluge Entscheidung hält, geht ein erstaunlich leichtfertiges Risiko mit seinem Lebenswerk ein.
Alles nur erbärmliche Neider, die es nicht ertragen können, dass Lichtenstein durch seinen wirtschaftlichen Erfolg zu Wohlstand gekommen ist. Und die Liechtenstein jetzt irgendeine Wirtschaftskriminalität andichten wollen, die es in Wahrheit nicht gibt. Einfach nur erbärmlich.
Auch der Wunderwuzzi wird noch sein blaues Wunder in Liechtenstein erleben. Aber gut, dass jetzt die Liechtensteiner Justiz im Rampenlicht steht. Jetzt wird es interessant.
Keine Sorge, die Amis werden die Räuberhöhle aufräumen.