Wenn jeder jeden kennt, mieft und sumpft es.
Die Fürstenjustiz ist schlank aufgestellt. Für Tausende von Finanzvehikeln und einen ausladenden Bankensektor gibt es gerade mal 17 Landrichter, 16 Mitglieder des obersten Gerichtshofs, zirka 12 Richter am Obergericht und fünf Richter sowie fünf Ersatzrichter am Staatsgerichtshof. Wobei die meisten von ihnen nicht mal vollamtlich tätig sind.
Aber alle von der fürstlichen Gnade abhängen, wollen sie wiedergewählt werden.
Rechtsverstösse verfolgen 9 Staatsanwälte, wobei deren Lieblingswort «Nichtanhandnahmeverfügung» ist. Falls sie auf eingereichte Klagen nicht einfach in tiefes und anhaltendes Schweigen verfallen.
Dazu gibt es rund 120 Treuhänder und rund 180 eigetragene Rechtsanwälte. Nimmt man die 350 Mitglieder der Treuhandkammer, zu der auch Gesellschaften gehören, ist das für ein Ländle mit rund 41’000 Einwohnern viel.
Viel zu viel, da die Anzahl der zu verwaltenden Stiftungen, Trusts und Anstalten massiv und kontinuierlich zurückgeht, nicht zuletzt wegen des durch ständige Skandale angeschlagenen Rufs Liechtensteins.
Aber, für alle diese Arbeiter im Weinberg des Rechts gibt es eine ganze Reihe gute Nachrichten.
- Haben sie einmal die nötigen Prüfungen abgelegt, die keine allzu hohen Ansprüche an den Prüfling stellen, können sie sich eigentlich in aller Ruhe auf die Pensionierung vorbereiten. Anspruchsvolles wird ihnen kaum begegnen.
- Treuhänder können ihr ganzes Leben damit verbringen, aus Textbausteinen immer wieder ähnliche Stiftungsurkunden zu basteln, was ihre Sekretärin in fünf Minuten erledigt. Und dem Mandanten dann mit bis zu 20’000 Franken in Rechnung gestellt wird.
- Anwälte wissen von Vornherein, dass die Gerichte und Richter ihnen wohlwollend gegenüberstehen werden, wenn sie die Interessen eines Liechtensteiners vertreten. Daher hält sich der eigentliche Aufwand in Grenzen, auch wenn dennoch hohe Honorarnoten generiert werden.
- Anwälte wissen von Vornherein, dass die Gerichte und Richter ihnen ablehnend gegenüber stehen werden, wenn sie die Interessen eines Liechtenstein-Schädlings vertreten. Auch da hält sich der Aufwand in Grenzen, auch wenn selbstverständlich ebenfalls hohe Honorarnoten generiert werden. Und dem Gericht im Vertrauen gesagt wird, dass halt einer diese Drecksarbeit erledigen muss, nichts für Ungut.
- Sollte es einem Anwalt langweilig werden, hat er jederzeit die Möglichkeit, eine Gerichtskarriere anzustreben. Das Einkommen ist üppig, der Job kein Vollamt, und vor allem kann man jede Menge Beziehungen knüpfen, die man später als Anwalt oder Treuhänder nutzen wird.
- Parteienverrat, gröbste Pflichtverletzungen, absurde Rechtsverdrehungen, unsinnige, aber aufwendige und den Ablauf verzögernde Rechtsschriften, stundenlange Plädoyers, selbst die Verlesung des Telefonbuchs – niemals muss einer dieser Rechtspfleger befürchten, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
- Hanebüchene Urteile mit absurden Begründungen, sich diametral widersprechende Auslegungen des gleichen Gesetzes, je nachdem, wem es nützt, Rüffel von europäischen Gerichten oder EU-Instanzen, die diese unsägliche Korruption und Abhängigkeit vom absolutistischen Fürsten regelmässig kritisieren – auch hier muss niemand einen Nachteil fürchten.
- Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Die Esquire Bar fiel dem Fall eines besonders raffgierigen und räuberischen Treuhänders zum Opfer. Aber längst gibt es andere Tränken, Clubs und Restaurants, wo sich die Rechtspfleger zum informellen Meinungsaustausch treffen. Hier werden dann auch bereits die Urteile besprochen und festgeklopft, was allen Beteiligten schliesslich unnötigen Aufwand spart.
- Recht und Gesetz, Ausführungsbestimmungen, Prozessordnung, vergleichbare Fälle, Einhalten von Fristen, korrekte Anwendung der Paragraphen und Artikel. Alles Pipifax, alles nebensächlich, alles kein Problem. Das einzige, was zählt: immer die Interessen des Fürstenhauses im Auge behalten.
- Wenn selbst der Erfinder der Stiftung als krimineller Schwarzgeldbunker mit einem Klaps auf die Finger davonkam und behängt mit Orden und Ehrenabzeichen starb, dann weiss doch jeder im Ländle, dass ihm eigentlich nichts passieren kann.
Welche Anwaltszunft auf der Welt lebt in solch paradiesischen Zuständen, welche Gerichtsbarkeit hat’s so leicht, welche Staatsanwaltschaft kann so ausführlich dem Büroschlaf frönen?
Nirgendwo sonst, und alles Dank dem Fürschten. daher für ihn und fürs Vaterland.




«Kriminelle in Liechtenstein
…
Das wichtigste Element der Korruption in Liechtenstein ist die Unfreiheit der Justiz. Es wird damit ein Grundprinzip des Internationalen Völkerrechts verletzt, die eine unabhängige Justiz als unabdingbar erachtet. Eine unabhängige Justiz ist die Basis für echte Demokratie!
Die Folge der unfreien Justiz ist die ungleiche Behandlung der Bürger vor der Justiz. Damit werden Menschenrechte gravierend verletzt, ohne dass sich jemand von der EU aufregen würde! Viele Menschen in Liechtenstein wünschten sich einen gerechten Staat. Doch keiner wagt es, sich gegen das herrschende System aufzulehnen. Wer es doch tut, wird mit Privilegien ruhig gestellt oder gnadenlos verfolgt. Wer gegen das System ist, hat in Liechtenstein keine Chance. Über kurz oder lang verfängt er sich in den Netzen der Obrigkeit und endet entehrt und gedemütigt am Rande der Gesellschaft.»
https://matrixchange.blogspot.com/2019/06/kriminelle-in-liechtenstein.html
Habe ich mir mein Vermögen hart erarbeitet um dann nicht zu wissen, ob es in Liechtenstein tatsächlich sicher ist. Was ist im Ernstfall, wenn zu zu einem Konflikt kommt? Bin ich dann einer Justiz ausgeliefert, die nicht neutral ist?
Liechtensteins Rechtsstaatlichkeit wirkt zunehmend wie eine Hochglanzkulisse: perfekt inszeniert, um Vertrauen, Stabilität und Seriosität vorzutäuschen. Doch hinter der Fassade sprechen Skandale und hunderte „Zombie‑Trusts“ eine andere Sprache – nicht von funktionierender Kontrolle, sondern von systemischem Wegsehen. Wer genauer hinschaut, erkennt: Das Bild vom verlässlichen Rechtsstaat ist weniger Realität als Marketing.
und dahinter kommt eine hässliche Fratze zum Vorschein.
Nicht allein untreue Treuhänder sind das Kernrisiko, sondern eine Justiz, die Neutralität behauptet, aber Systemschutz praktiziert.
In dem Spiegel-Artikel wird Liechtenstein als dicht vernetztes, intransparentes Finanzsystem dargestellt, in dem persönliche Beziehungen, Diskretion und schwache Kontrolle problematische Geldflüsse begünstigen.
1. „Spinnennetz“ = eng verflochtenes System
Die zentrale Metapher des Artikels ist: Liechtenstein als „Spinnennetz“ aus Beziehungen. Das bedeutet konkret, dass Banken, Treuhänder, Politiker und Anwälte eng miteinander vernetzt sind, „jeder kennt jeden“ in diesem kleinen System.
Es entsteht ein System gegenseitiger Abhängigkeiten, Kontrolle wird erschwert, weil potenzielle Kontrolleure selbst Teil des Systems sind.
2. Nähe von Politik, Finanz und Justiz
Der Artikel kritisiert, dass selbst Politiker und öffentliche Akteure in Fälle verwickelt sein können.
Es fehlt eine klare Trennung zwischen Staat und Finanzplatz. Es besteht die Gefahr von Interessenkonflikten und mangelnder Unabhängigkeit.
3. Liechtenstein als Plattform für dubiose Geldflüsse
Der SPIEGEL beschreibt, dass sich im Land Hinweise auf viele problematische Geldgeschäfte finden lassen,
„wenn man nur danach sucht“. Gemeint sind Geldwäsche, Steuerumgehung oder Offshore‑Konstruktionen.
Solche Aktivitäten seien nicht zufällig, sondern strukturell möglich. Liechtenstein fungiere als Drehscheibe für internationale Vermögen zweifelhafter Herkunft.
4. Schwächen in Aufsicht und Kontrolle
Ein zentraler impliziter Vorwurf lautet: Ermittlungen mussten von außen oder durch spezielle Ermittler angestoßen werden, im normalen System seien Probleme zu lange unentdeckt geblieben.
Die Aufsicht funktioniert nicht effektiv genug, teilweise sei sie zu passiv und zu eng verbunden mit den beaufsichtigten Kreisen.
5. Tradition der Diskretion als Risiko
Liechtensteins vermeintliche Stärke wird als Schwäche dargestellt, nämlich hohe Diskretion, Verschwiegenheit, Schutz von Vermögen.
Das erleichtert Verschleierung und Intransparenz und damit auch missbräuchliche Nutzung.
6. Internationaler Druck & Imageproblem
Der Artikel steht im Kontext der damaligen Vorwürfe, so internationale Kritik (z. B. Deutschland, FATF). Der Verdacht besteht, Liechtenstein sei zu lax gegenüber Geldwäsche.
Tatsächlich führte das später zu Reformen und kurzfristig sogar zur Blacklist der FATF im Jahr 2000.
7. Gesamtbotschaft des Artikels
Der SPIEGEL sagt im Kern:Liechtenstein ist kein neutrales Finanzzentrum, sondern ein eng verflochtenes Netzwerk, das Intransparenz begünstigt, Kontrolle erschwert und problematische Geldflüsse anzieht.
Der Artikel ist heute ebenso aktuell wie damals, denn es hat sich kaum etwas geändert.
https://www.spiegel.de/politik/es-ist-ein-spinnennetz-a-19836f23-0002-0001-0000-000016466538
Wer sich freiwillig in dieses Spinnennetz begibt, riskiert sein gesamtes Vermögen zu verlieren.
Das erscheint schon alles sehr mafiös im Ländle…
„Spinnennetz“ scheint es sehr gut zu treffen. Wer sich darauf verlässt, verfängt sich und wird zum Opfer.
Der Regierungen in Liechtenstein ist es seit über eineinhalb Jahren nicht gelungen, das Problem der Hunderten verwaisten Zombie Trusts zu lösen. Auch nicht sanktionierte Kunden kommen nicht mehr an ihre Vermögen. Offensichtlich ist die Regierung schlichtweg hilflos.
Ich hätte Angst, dass der Treuhänder oder die Bank, denen ich mein Vermögen anvertraut hätte, auch irgendwelche getarnte sanktionierte Gelder verwahren und deswegen selbst sanktioniert werden. Dann dürfte mein Vermögen wohl auch weg sein. Dieses immense Risiko würde ich nicht eingehen.
Der Fürst ist schlau, seine Burg ist auf einer Anhöhe. So muss er keine Angst haben, dass sie in dem Sumpf in Liechtenstein versinkt.
Liechtenstein weist strukturelle Risiken für Vermögensschutz und Rechtsdurchsetzung auf. Kritiker verweisen insbesondere auf folgende Risiken:
1. Vermögen ist möglicherweise nicht sicher
2. Rechte sind nicht immer zuverlässig durchsetzbar
3. Bankgeheimnis und Datenschutz können versagen
4. Justiz und Aufsicht wirken nicht durchgehend unabhängig oder effektiv
Wenn sich identische Abläufe in mehreren Fällen wiederfinden, verliert das Argument vom „Einzelfall“ an Überzeugungskraft.
Entscheidend ist nicht der Vorwurf im Detail, sondern der Eindruck eines Musters – und genau dieser Eindruck untergräbt Vertrauen nachhaltig.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Inzwischen ist es doch offiziell bekannt:
In Liechtenstein ist das Risiko erheblich, dass man durch untreue Treuhänder, die mit nicht neutralen Richtern kollusiv zusammenarbeiten, sein Vermögen verlieren kann.
Wer auf dieser Welt will jetzt, wo das schon in den wichtigsten Zeitungen festgestellt wird, noch so ein Risiko eingehen und sein Vermögen nach Liechtenstein bringen?
Hat ja bereits der Europarat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Auch die österreichische Landrichterin Martina Schöpf-Herberstein möchte alle 5 Jahre wieder gewählt werden. Immerhin ist auch ihr Mann Hermann Schöpf Richter am Landgericht.
Ob das eine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt hat, ganz im Sinne der Liechtensteinischen Treuhänder zu entscheiden…?
Was man hier sieht, ist kein Einzelfall mehr, sondern ein Alarmsignal. Wenn selbst in einem prominenten Fall rund um die Familie von König Fahd die grundlegende Frage, wer überhaupt Begünstigter ist, plötzlich zur Verhandlungssache wird – und gesetzlich verankerte Auskunftsrechte offenbar zur Disposition stehen –, dann drängt sich ein fataler Eindruck auf: Transparenz ist nicht gewollt, sondern wird aktiv abgewehrt.
Liechtenstein verkauft sich gern als Inbegriff von Stabilität, Diskretion und Vertrauen. Doch genau dieses Image wirkt zunehmend wie eine Fassade. Denn Vertrauen bedeutet Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit – nicht Mauern, Bestreiten und Verzögern.
Wer so agiert, stellt das gesamte System infrage. Denn wenn selbst Berechtigte um elementare Rechte kämpfen müssen, was ist dann dieses viel beschworene „Vertrauen“ noch wert? Für internationale Anleger sollte das ein Weckruf sein: Ein Finanzplatz, der sich der Kontrolle entzieht, ist nicht sicher – sondern höchst riskant.
Die Treuhänder der Asturion Stiftung Markus Kalzoff und Robert Beck zeigen den Liechtensteiner Treuhändern, wie man es richtig macht…
Und der Fürst sieht zu.
Der Fall zeigt, dass in Liechtenstein
– die Justiz das System schützt. Das ist ein systemisches Problem. Selbst wenn etwas schiefläuft, funktioniert die Kontrolle nicht. Es fehlt an Durchsetzbarkeit von Rechten, einer unabhängigen Kontrolle und funktionierenden, neutralen Gerichten.
– Missbrauch rational möglich ist. Treuhänder entnehmen Geld, schalten Begünstigte aus, entziehen den Begünstigen Rechte wie das Informationsrecht und setzen Begünstigte unter Druck. Das ist kein Zufall, sondern ein reproduzierbares Vorgehensmodell. Ein System mit Spielregeln.
– Selbstbedienung auf Kosten der Begünstigung möglich ist. Vermögen kann unkontrolliert abgeschöpft werden.
Regierung und Fürst ist das alles bekannt, sie dulden dies.
Gehen die Richterin und die beiden Treuhänder ab und zu mal gemeinsam ins Sternelokal zum Abendessen? Auf Kosten der Asturion Stiftung?
Unglaublich, die schrecken vor nichts und niemanden zurück, auch nicht vor der saudischen Königsfamilie.
Hut ab, Herr Fürst!
Die Treuhänder wären doch blöd, wenn sie sich anständig und redlich verhalten würden. Dann hätten die Begünstigten ab dem ersten Tag ihr gesetzliches Informationsrecht. So konnten sie das jahrelang verzögern und in der zeit die Stiftung absolut unkontrolliert verwalten, ihre Freunde und Verwandte mit lukrativen Aufträgen für Gutachten, Revisionen, Versicherungen usw. versorgen, sich selbst nach Belieben Honorare genehmigen usw. Und sie wussten, dass ihnen die Fürstliche Justiz keinen Strick daraus drehen werde. Denn DAS SYSTEM in Liechtenstein funktioniert nun einmal so, dass die Liechtensteiner protegiert werden, ganz gleich was sie tun. Im Namen von Fürst und Volk.
Dieses Liechtenstein ist ein einziger unsäglicher Sumpf mit einem Fürsten als Staatsoberhaupt.
Liechtenstein präsentiert sich als sauberer Finanz‑ und Rechtsstaat, praktiziert aber andere „Sitten“, in denen Macht, Nähe und Schutzmechanismen über Rechtsschutz und Transparenz gestellt werden.
Der Artikel „Liechtensteiner Regierungs-Mitglied angezeigt» in Inside Paradeplatz am 1. Dezember 2025 beschreibt das Bild eines Staates, in dem Anwälte, Treuhänder, Justiz und Politik zu eng verflochten sind, Interessenkonflikte bagatellisiert werden, effektive Kontrolle fehlt, und das Treuhand‑ und Stiftungssystem systematisch zulasten der Begünstigten funktioniert.
1. Schwere Interessenkonflikte im Anwaltswesen
Der Artikel schildert den Fall des liechtensteinischen Rechtsanwalts Christoph Büchel, der zunächst von einem Mandanten ein Honorar und Vorschuss kassiert und später gegen denselben Mandanten auf der Gegenseite auftritt.
Es wird kritisiert, dass ein Verhalten, das außerhalb Liechtensteins als klarer Interessenkonflikt gelten würde, dort lediglich als „bloßer Anschein“ behandelt wird – mit faktischer Straffreiheit.
2. Aushöhlung des Begriffs „Interessenkollision“
Der Artikel stellt infrage, wie Liechtenstein mit Interessenkonflikten umgeht Der Begriff des „bloßen Anscheins einer Interessenskollision“ wird als juristisch nebulös und schützend für Machtträger dargestellt. Internationale Juristen könnten diese Logik nicht nachvollziehen.
Der Maßstab für berufsethisches Verhalten sei daher systematisch abgesenkt.
3. Justiz schützt Treuhänder statt Begünstigte
Im konkreten Stiftungsstreit wurde ein Begünstigter und zugleich Stiftungsrat aus „seiner“ Stiftung entfernt,
während die Treuhänder im Amt blieben und die Gerichte Anträge auf deren Absetzung zurückwiesen.
Die Justiz stelle sich daher strukturell auf die Seite der Treuhänder – nicht der wirtschaftlich Berechtigten.
4. Selbstbedienung am Stiftungsvermögen
Der Artikel kritisiert scharf, dass Anwälte und Treuhänder ihre umfangreichen Honorare
aus dem Stiftungsvermögen finanzieren, also aus dem Vermögen, das sie eigentlich schützen sollen.
Es wird bemängelt, dass das System eine asymmetrische Machtposition ermögliche, in der sich Verwalter aus dem verwalteten Vermögen selbst verteidigen und bereichern.
5. Fehlende Disziplinaraufsicht
Weder das Fürstliche Obergericht noch die Rechtsanwaltskammerreagierten laut Artikel auf Disziplinarbeschwerden gegen den Anwalt Christoph Büchel.
Standesrechtliche Kontrolle existiere faktisch nicht oder werde nicht angewandt.
6. Machtkonzentration im Staat
Der Artikel betont die politische Dimension: Über allem stehe der absolutistisch regierende Fürst bzw. Erbprinz.
Hohe staatliche und juristische Ämter seien eng verflochten.
Gewaltenteilung sei zwar formell vorhanden, funktioniere aber faktisch nicht unabhängig.
7. Systematische Skandale im Treuhandwesen
Der Artikel ordnet den Einzelfall in eine lange Reihe von Skandalen ein:
– Selbstbegünstigung von Treuhändern
– Entzug von Stiftungen von Begünstigten
– internationale Großfälle (z. B. Bacardí)
– hunderte „Zombie‑Trusts“, die aus Angst vor US‑Sanktionen aufgegeben wurden
Es handle sich daher nicht um Ausnahmen, sondern um ein strukturelles Muster.
https://insideparadeplatz.ch/2025/12/01/liechtensteiner-regierungsmitglied-angezeigt/
Inside Paradeplatz berichtete:
Liechtensteiner Regierungs-Mitglied angezeigt
Anwalt Christoph Büchel wegen mutmasslichen Parteiverrats angezeigt. Soeben stellvertretender Regierungschef im Ländle geworden.
https://insideparadeplatz.ch/2025/12/01/liechtensteiner-regierungsmitglied-angezeigt/
Der Artikel stellt nicht nur Einzelfälle dar, sondern zeigt ein wiederkehrendes strukturelles Problem im Finanzsystem:
Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als sauberer, reformierter Finanzplatz („weisse Weste“) – aber neue Skandale stellen dieses Selbstbild massiv infrage.
Zentrale Vorwürfe und Themen
1. Geldwäsche & internationale Kriminalität
Laut Artikel war Liechtenstein wiederholt Drehscheibe für internationale Geldwäsche.
Beispiele:
– italienische Mafia (‘Ndrangheta) soll dort Gelder geparkt haben
– Netzwerke rund um veruntreute venezolanische Staatsgelder (Milliardenhöhe) nutzten Strukturen im Fürstentum
Teilweise seien Bargeldsummen über Banken abgewickelt und physisch transportiert worden.
Aussage: Liechtenstein taucht immer wieder als Knotenpunkt für illegale Finanzströme auf.
2. Probleme im Bankensektor
Mehrere Banken gerieten in Turbulenzen oder Ermittlungen.
Insgesamt wird von fragwürdigen Geschäftspraktiken gesprochen.
Das beschädigt den Ruf des Landes zusätzlich.
3. Widerspruch zwischen Image und Realität
Regierung, Fürstenhaus und Finanzbranche betonen seit Jahren, man habe sich reformiert.
Der Artikel stellt dem entgegen: Hinter der „sauberen Fassade“ verbergen sich weiterhin „Abgründe“.
Hauptkritik: Reformen existieren – aber sie reichen offenbar nicht oder werden ausgehebelt.
4. Hoher Ermittlungsdruck
Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht haben viele laufende Verfahren, auch international.
Fälle betreffen oft grenzüberschreitende Netzwerke.
Das Problem ist nicht lokal begrenzt, sondern global vernetzt.
Gesamtbild
Der Artikel vermittelt im Kern:
Liechtenstein hat sich zwar nach früheren Steuerskandalen bemüht, Transparenz zu zeigen
doch:
– neue Fälle von Geldwäsche
– Verbindungen zu Mafia und Staatskorruption
– Probleme bei Banken
untergraben das Vertrauen erneut
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Der Artikel stellt fest, dass das liechtensteinische Treuhand‑ und Stiftungswesen – also der Kern des Finanzplatzes – anfällig für Missbrauch durch Treuhänder ist und dass dadurch genau das zentrale Versprechen des Standorts (Vermögensschutz) infrage gestellt wird. Der Artikel kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das System so funktionieren kann, dass diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses auch missbrauchen können.
1. Missbrauch durch Treuhänder (zentrale Kritik)
Treuhänder verwalten große Vermögen für Klienten. Gleichzeitig haben sie oft weitgehende Kontrolle und einen Informationsvorsprung.
Kritik:
Diese Struktur ermöglicht es, dass Treuhänder Vermögen zweckentfremden oder veruntreuen können. Beispielsweise die Nutzung von Stiftungsvermögen für eigene Zwecke
2. Strukturelles Ungleichgewicht (Treuhänder vs. Begünstigte)
Begünstigte erhalten oft nur eingeschränkten Einblick und nur geringe Durchgriffsmöglichkeiten.
Kritik:
Ein starkes Machtgefälle zugunsten der Treuhänder.
Betroffene können sich nur schwer wehren. Rechte sind formal vorhanden, praktisch jedoch nur schwer durchsetzbar.
3. Kontroll- und Aufsichtsdefizite
Zahlreiche Fälle werfen die Frage auf, ob die Branche ausreichend reguliert ist
Kritik:
Aufsicht greift nicht immer wirksam oder rechtzeitig
4. Wiederkehrende Skandale (kein Einzelfallargument)
Zahlreiche Fälle von Betrug, Untreue und Geldwäsche.
Zentrale Aussage:
Diese Vorfälle sind keine isolierten Ausreißer, sondern Teil eines Musters
Beispiel: mehrere hochrangige Treuhänder veruntreuten Millionenbeträge.
5. Widerspruch zwischen Image und Realität
Liechtenstein wirbt mit Vermögensschutz, Stabilität und Sicherheit.
Kritik:
Wenn diejenigen, die Vermögen schützen sollen, dieses missbrauchen, kippt das zentrale Narrativ des Finanzplatzes.
6. Reputationsrisiko für den Finanzplatz
Der Artikel impliziert, dass Vertrauen die zentrale Grundlage des Geschäftsmodells ist, jedoch jeder Missbrauchsfall dieses Vertrauen beschädigt.
Konsequenz:
Der Finanzplatz wird strukturell angreifbar.
Es entsteht der Eindruck, dass in Liechtenstein persönliche Netzwerke und institutionelle Verflechtungen mitunter stärker wirken als rechtsstaatliche Prinzipien. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Unabhängigkeit und Neutralität zentraler Institutionen sowie der Rechtsstaatlichkeit des Finanzplatzes und des Landes insgesamt auf.
Insbesondere die engen Verbindungen zwischen Justiz, Politik, Anwaltschaft und Treuhandwesen können den Eindruck struktureller Interessenkonflikte entstehen lassen. Die geschilderten Vorgänge erscheinen daher nicht als isolierte Einzelfälle, sondern als Hinweis auf ein mögliches systemisches Standortproblem.
Für einen internationalen Finanzplatz ist dies von erheblicher Bedeutung. Aus Sicht von Investoren kann dadurch Unsicherheit entstehen, ob Rechte und Ansprüche jederzeit verlässlich und unabhängig durchgesetzt werden können.
Wenn untreue Treuhänder mit nicht neutralen Richtern zu Lasten von Begünstigten von Trusts und Stiftungen zusammenarbeiten, so sind dies nicht nur bedauerliche Einzelfälle, sondern handelt es sich um ein etabliertes System in Liechtenstein, um ein Muster, eine Methode, die wieder und wieder vorkommt, um eine Struktur. Um organisierte Kriminalität.
So werden Stiftungen und Trusts ausgenommen:
1. Akt
Nach dem Tod des Stifters werden von diesem eingesetzte ausländische Stiftungsräte bzw. Trustverwalter mit irgendwelchen, selbst an den Haaren herbeigezogenen Begründungen von nicht neutralen Richtern innerhalb kürzester Zeit abberufen. Diese setzen Liechtensteiner Treuhänder an deren Stelle ein.
2. Akt
Die neuen Treuhänder bestreiten die Begünstigung der Begünstigten. Diese müssen die Begünstigung dann erst durch zwei Instanzen einklagen. In dieser Zeit, mindestens ein bis zwei Jahre, können die Liechtensteiner Treuhänder die Stiftung bzw. den Trust vollkommen unkontrolliert verwalten und sich bereichern. Konsequenzen für die Treuhänder gibt es keine.
3. Akt
Anschliessend verweigern die neuen Treuhänder den Begünstigten deren gesetzlichen Informations- und Kontrollrecht, so dass die Begünstigten auch dieses erst wieder durch zwei Instanzen einklagen müssen. Auch in dieser Zeit mindestens ein bis zwei Jahre, können die Liechtensteiner Treuhänder die Stiftung bzw. den Trust vollkommen unkontrolliert verwalten und sich bereichern. Konsequenzen für die Treuhänder gibt es wiederum keine.
Regierung und Fürst kennen dieses System, es wird jedoch unter den Teppich gekehrt. Sollte doch einmal einer der vielen Fälle in die Medien kommen, wird dieser als «bedauerlicher Einzelfall» abgetan. Das Internet wird von negativen Berichten gesäubert. So funktioniert dieses System wieder und wieder seit vielen Jahren.
Liechtensteins geniales Geschäftsmodell: Treuhänder, denen es lediglich um das „Wohl der Stiftung“ geht und Richter, die „neutral Recht sprechen“. Geniale Masche!
Die Richter und Staatsanwälte haben alle die gleiche Aufgabe: nach aussen Rechtsstaatlichkeit vorzuspielen, tatsächlich aber die Interessen der Liechtensteiner zu wahren.
Das wird dadurch gewährleistet, indem die Staatsanwälte und Richter sehr gut bezahlt werden und die Richter alle fünf Jahre von dem sog. Richterwahlgremium bestätigt werden müssen. So kauft man sich das „Wohlverhalten“.
Da fehlt noch etwas:
4. Akt
Anschliessend erklären die Liechtensteiner Rechtsanwälte den betrogenen Begünstigten regelmässig, dass es sich um «bedauerliche Einzelfälle» handeln würde, gegen die man unbedingt gerichtlich vorgehen müsse … und zocken die ahnungslosen Begünstigten noch ein weiteres Mal ab.
Es fehlt in der Liste noch etwas:
5. Akt:
Manche Treuhänder erstatten dann gegen lästige Begünstigte noch Strafanzeigen in Liechtenstein und in deren Heimatland, um diese einzuschüchtern und zu zermürben.
So wie der Treuhänder Roland Wyss, der Strafanzeigen gegen lästige Begünstigte erstattet.
Wem kann man in Liechtenstein überhaupt vertrauen?
– Treuhändern, wenn man nicht weiss, ob sie einen berauben?
– Richtern, von denen man nicht weiss, ob sie nicht korrupt sind?
– dem Fürsten, der nicht gegen die Kriminalität in seinem Land vorgeht?
Wer Treuhändern mehr vertrauen muss, als er dem Recht vertrauen kann, sollte sein Vermögen woanders anlegen.
Ich finde es erschreckend, dass die Liechtensteiner Regierung und der Fürst diese ganzen Machenschaften dulden.
Liechtens sollte wieder auf die Blacklist oder zumindest die Greylist der FATF (Financial Action Task Force) gesetzt werden.
fatf-gafi.org
Wenn ein Monarch überall das letzte Wort hat und kriminelle Machenschaften in seinem Land gewähren lässt, ist das nicht bedenklich?
Wenn sich solche Vorgänge über Jahre hinweg wiederholen, fällt es schwer zu glauben, dass es sich nur um einzelne Ausreißer handeln soll. Dann stellt sich ganz automatisch die Frage: Wer trägt eigentlich die Verantwortung dafür?
Ein System funktioniert nicht von allein – schon gar nicht über so lange Zeit. Wenn Kontrolle offenbar nicht greift und Probleme nicht aufgearbeitet werden, richtet sich der Blick zwangsläufig nach oben.
Genau deshalb steht auch der Fürst im Fokus. Denn am Ende geht es um die einfache Frage: Wird hier nur weggeschaut – oder ein Zustand geduldet, der mit dem Anspruch von Rechtssicherheit und Vertrauen nicht vereinbar ist?
In manchen Organisationen gibt es eine starke Regel, eine Art Schweigepflicht: Mitglieder dürfen nichts verraten, vor allem nicht gegenüber Polizei oder Justiz. Wer redet, gilt als Verräter und als „Nestbeschmutzer». Man wird geächtet und es drohen Racheakte gegen die Person oder dessen Familie. In manchen Organisationen wird dies „Omertà“ genannt.
Ich würde dem Fürsten oder dem Erbprinzen nicht die Hand geben wollen…
Was stört es die Eiche, wenn sich die Säue daran kratzen?
Wo kann man einen Heiligenschein kaufen für den Fürsten? Amazon?
Vielleicht sollte man sich mal fragen, ob dieses ständige Gerede über Liechtenstein nicht einfach nur Neid ist. Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern ein funktionierendes System aufgebaut, das erfolgreich ist. Es hat stabile Strukturen, verlässliches Recht und wirtschaftliche Expertise. Anstatt dies anzuerkennen, wird es ständig schlechtgeredet. Wenn andere genauso erfolgreich wären, würden sie es nicht tun. Diese ganze Kritik ist einfach nur Missgunst. Vielleicht einfach mal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man mit dem Finger auf ein Land zeigt, das Vieles einfach nur besser macht.
Die Gründe hierfür sind leicht erkennbar:
– Es gibt strukturelle Zweifel an der Durchsetzbarkeit von Rechten. Die Justiz stellt sich strukturell auf die Seite der Treuhänder – nicht der wirtschaftlich Berechtigten.
– Aus Sicht von Investoren kann dadurch Unsicherheit entstehen, ob Rechte und Ansprüche jederzeit verlässlich und unabhängig durchgesetzt werden können.
– Vermögen ist möglicherweise nicht sicher.
– Ein Finanzplatz, der sich der Kontrolle entzieht, ist nicht sicher – sondern riskant.
– All dies sind keine Einzelfälle – sondern ein Muster.
Ein Finanzplatz basiert auf:
– Vertrauen
– Rechtssicherheit
– Durchsetzbarkeit
In Liechtenstein bestehen aber erhebliche Risiken:
– Rechte sind nicht sicher durchsetzbar
– Vermögen ist nicht sicher
– das ist kein Zufall, sondern ein seit vielen Jahren ausgeklügeltes System
Als ich neulich gegenüber meinem Banker Liechtenstein erwähnt habe, schlug dieser nur die Hände über dem Kopf zusammen und meinte
1. mein Vermögen sei in Liechtenstein möglicherweise nicht sicher
2. Rechte seien in Liechtenstein nicht verlässlich durchsetzbar.
Das Thema hatte sich damit schnell erledigt, den ich habe nicht 40 Jahre hart gearbeitet um mir ein Vermögen und die Kontrolle darüber zu erarbeiten, um die Kontrolle dann gegen Risiko einzutauschen.
Ich lese das alles und frage mich etwas ganz Banales:
Würde ich mein eigenes Geld hier parken, wenn ich kein Anwalt, kein Treuhänder und kein Insider wäre?
Und genau da liegt das Problem. Denn ein Finanzplatz lebt doch nicht davno, dass er sich rechtfertigen kann, sondern davon, dass man ihm instinktiv vertraut. Dieses Vertrauen entsteht nicht durch Gesetze, Broschüren oder schöne Worte eines Fürsten, sondern durch das Gefühl: Wenn es hart auf hart kommt, stehe ich nicht alleine da.
Nach dem, was hier beschrieben wird, bleibt dieses Gefühl aus. Und wenn ein Ort dieses Gefühl verliert, dann verliert er etwas viel Wertvolleres als Reputation: seine Glaubwürdigkeit. Und das Gleiche gilt für den Fürsten.