Treuhänder mit schmutzigen Händen im Fürstentum.

Der Trick ist so alt wie das liechtensteinische Stiftungswesen – und so perfide, dass er in seiner Dreistigkeit fast schon bewundert werden muss. In Liechtenstein, diesem scheinbar geschniegelt-sauberen Finanzplatz im Alpenidyll, existiert eine Praxis, die mit Treuhand wenig, mit Enteignung dafür umso mehr zu tun hat: Stiftungsräte, die Begünstigte systematisch ausschalten – und sich selbst an die Töpfe setzen.

Das Muster ist immer ähnlich. Ein vermögender Stifter errichtet eine Stiftung, oft mit dem Ziel, Familie, Nachkommen oder bestimmte Personen langfristig zu begünstigen. Die Verwaltung überträgt er einem Treuhänder – vermeintlich neutral, professionell, gesetzestreu. Doch genau hier beginnt das Problem: Der Stiftungsrat hat in Liechtenstein eine Machtfülle, die in anderen Jurisdiktionen undenkbar wäre.

Und, weise Entscheidung des Fürsten und seiner Pseudoregierung, abgesegnet vom Pseudoparlament: in jeder Stiftung muss mindestens ein liechtensteinischer Treuhänder in diesem Rat sitzen.

Solange der Stifter lebt, hält sich der Treuhänder oft noch zurück. Doch spätestens mit dessen Tod beginnt die „Bereinigung“. Begünstigte werden plötzlich in Frage gestellt, ihre Ansprüche bestritten, ihre Rechte kleingeredet. Dokumente verschwinden in der Blackbox der Stiftung, Auskünfte werden verweigert, Anfragen ignoriert oder mit juristischen Nebelgranaten beantwortet.

Die zentrale Waffe: Informationskontrolle. Wer nichts weiss, kann nichts durchsetzen. Und genau darauf setzen diese Konstrukte. Begünstigte werden bewusst im Unklaren gelassen – über Vermögenshöhe, Struktur, Ausschüttungen oder sogar ihre eigene Stellung. Aus einem klar definierten Anspruch wird ein Gnadenakt. Aus Recht wird Willkür.

Noch dreister wird es, wenn Stiftungsräte beginnen, sich selbst oder ihnen nahestehende Personen als neue „wirtschaftlich Berechtigte“ zu installieren. Formal oft abgesichert durch interne Beschlüsse oder schwammige Stiftungsstatuten, materiell jedoch nichts anderes als ein Griff in die Kasse. Die Stiftung mutiert vom Instrument des Stifters zum Selbstbedienungsladen der Verwalter.

Und wer sich wehrt? Der prallt gegen eine Mauer. Prozesse in Liechtenstein sind teuer, langwierig und für Aussenstehende schwer durchschaubar. Der Treuhänder sitzt am längeren Hebel: Er kontrolliert die Akten, finanziert die Verteidigung aus dem Stiftungsvermögen – also letztlich aus dem Geld der eigentlich Begünstigten – und kann jede Herausgabe von Informationen verzögern.

Das System schützt sich selbst. Aufsichtsmechanismen greifen spät oder gar nicht. Transparenz ist ein Fremdwort, wenn sie den falschen trifft. Und so entsteht ein toxisches Geflecht aus Macht, Intransparenz und ökonomischem Eigeninteresse.

Natürlich gibt es sie, die seriösen Treuhänder. Doch die schwarzen Schafe profitieren von einem Rahmen, der Missbrauch nicht nur ermöglicht, sondern strukturell begünstigt. Wer die Regeln kontrolliert, kontrolliert das Vermögen.

Das eigentliche Skandalon ist daher nicht der einzelne Fall. Es ist das System, das solche Fälle immer wieder hervorbringt. Ein System, das vorgibt, Vermögen zu schützen – und es in Wahrheit allzu oft denjenigen ausliefert, die es verwalten.

Oder auf den Punkt gebracht: In Liechtenstein stirbt nicht nur der Stifter. Mit ihm stirbt oft auch die Kontrolle über sein Vermögen. Und was bleibt, ist ein Treuhänder – der plötzlich weiss, wie man sich selbst begünstigt.

25 Kommentare
  1. Vorsicht vor Liechtenstein
    Vorsicht vor Liechtenstein sagte:

    Vermögenswerte und Stiftungsstrukturen in Liechtenstein gelten nicht mehr uneingeschränkt als rechtssicher. Es besteht der Eindruck, dass die liechtensteinische Justiz die Interessen pflichtwidrig handelnder Treuhänder begünstigt und dabei rechtsstaatliche Grundsätze nicht konsequent wahrt. Sowohl die Regierung als auch das Fürstenhaus sind über diese Problematik informiert, ohne jedoch wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Antworten
    • Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
      Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

      Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.

      MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

      «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

      https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

      Antworten
  2. Explicit Warning Regarding Liechtenstein as a Fiduciary Jurisdiction
    Explicit Warning Regarding Liechtenstein as a Fiduciary Jurisdiction sagte:

    Market participants, investors, and beneficiaries should exercise extreme caution when considering Liechtenstein foundations and trusts.

    There are serious and recurring allegations indicating that the jurisdiction may be affected not merely by isolated misconduct, but by structural deficiencies with potentially systemic implications.

    Key Risk Factors

    1. Structural Incentives for Self-Enrichment
    There are credible claims that certain fiduciary structures may be exploited in ways that allow trustees and intermediaries to prioritize their own financial interests over those of beneficiaries, creating a persistent risk of abuse embedded within the system itself.

    2. Lack of Effective Judicial Safeguards
    Substantial concerns have been raised regarding the practical effectiveness and independence of judicial oversight. In particular, there is a perception that legal proceedings may fail to deliver impartial and enforceable outcomes where fiduciary interests are involved.

    3. Institutional Tolerance of Misconduct
    It is alleged that deficiencies are not adequately addressed at the highest institutional levels. Critics point to a pattern of insufficient intervention by regulatory, judicial, and political authorities, raising questions about systemic tolerance of problematic practices.

    4. Questionable Reliability of Legal Certainty
    Although Liechtenstein promotes itself as a jurisdiction of legal stability and asset protection, there are serious doubts as to whether this promise is consistently upheld in practice. In contentious cases, the enforceability of rights and access to assets may be materially uncertain.

    5. Evidence of Structural, Not Isolated, Problems
    The concerns outlined above are repeatedly described not as exceptional cases, but as indicators of potentially systemic weaknesses affecting the integrity of the fiduciary and legal framework as a whole.

    Conclusion: Elevated Risk Environment
    Given these factors, reliance on Liechtenstein’s reputation as a secure and legally robust financial center may be misplaced without rigorous, independent verification.

    Investors should assume a heightened risk profile, particularly with respect to:
    – control over assets once transferred into fiduciary structures
    – enforceability of beneficiary rights
    – independence and effectiveness of dispute resolution mechanisms

    Accordingly, engagement with Liechtenstein structures should be approached only with enhanced due diligence, robust safeguards, and a clear understanding that legal protections may not perform as expected in practice.

    Antworten
  3. Robert
    Robert sagte:

    Jeder Rechtsanwalt und Steuerberater sollte inzwischen wissen, dass liechtensteinische Stiftungsstrukturen erhebliche Risiken bergen. Vom Stifter eingesetzte Stiftungsräte können auf Betreiben der Liechtensteiner Stiftungsräte in erstaunlich kurzer Zeit abberufen werden – oft mit fragwürdiger Begründung. Danach droht der unkontrollierte Zugriff auf das Stiftungsvermögen.

    Dass die liechtensteinische Justiz solche Vorgänge ermöglicht, ist längst kein Geheimnis mehr. Wer Mandanten dennoch zu Liechtenstein rät, ohne diese Risiken klar offenzulegen, dürfte sich haftungsrechtlich angreifbar machen.

    Antworten
  4. Banker
    Banker sagte:

    Das System der liechtensteinischen Trusts und Stiftungen ist infolge der „Zombie-Trust“-Problematik in eine strukturelle Schieflage geraten. Es besteht derzeit erhebliche regulatorische Unsicherheit, da seitens der zuständigen Behörden noch keine tragfähige Lösung präsentiert wurde. Diese Entwicklungen legen nahe, dass das Stiftungs- und Trustsystem in seiner aktuellen Ausgestaltung nicht die erforderliche Stabilität gewährleistet. Für den Finanzplatz Liechtenstein stellt dies eine schwerwiegende Herausforderung dar, da Stabilität und Vertrauen zentrale Grundpfeiler eines funktionierenden Finanzsystems sind – Eigenschaften, die derzeit erkennbar beeinträchtigt erscheinen.

    Antworten
  5. Warnung vor Liechtenstein!
    Warnung vor Liechtenstein! sagte:

    Man kann vor Liechtensteiner Stiftungen und Trusts nur warnen:

    1. Es besteht ein ausgeklügeltes System der systematischen Selbstbereicherung von Treuhändern.
    2. Es fehlt richterliche Kontrolle, die Liechtensteinische Justiz dient nicht dem Recht, sondern den Interessen der Liechtensteiner Treuhänder.
    3. Es existiert ein System der institutionellen Protektion, Fürstenhaus und Regierung dulden die Missstände.
    4. Rechtssicherheit wird suggeriert, besteht aber faktisch nicht.
    5. Es handelt sich um strukturelle Missstände, und keineswegs um Einzelfälle.

    Investoren können weder den Gerichten vertrauen, noch einer angeblichen Rechtssicherheit.

    Antworten
  6. Raffael F.
    Raffael F. sagte:

    Endlich mal ein Medium, dass sich traut, die organisierte Kriminalität in Liechtenstein aufzudecken. Jeder kennt jeden in Liechtenstein, jeder ist mit jedem verwandt oder verschwägert, keiner vernadert einen anderen. Omertà, Schweigen, wie bei der Mafia. Nur so konnten die zahlreichen Veruntreuungen, von denen nur ganz wenige in die Öffentlichkeit gekommen sind, gedeckt und vertuscht werden. Und die Obrigkeit? Beschützt das System auch noch.

    Antworten
  7. „Das System" in Liechtenstein
    „Das System" in Liechtenstein sagte:

    So funktioniert das System im Stiftungs- und Treuhandwesen in Liechtenstein:

    – Treuhänder begünstigen sich systematisch selbst
    – Begünstigte werden regelmäßig bewusst entrechtet
    – Justiz und Politik tolerieren dies
    – Intransparenz und Machtmissbrauch sind strukturell angelegt

    Das ist ein inhärentes System, Rechtsstaatlichkeit und Rechtsschutz durch die Gerichte sind nicht gewährleistet.

    Antworten
  8. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
    Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.

    Fazit
    Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.

    Antworten
  9. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

    Antworten
  10. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

    Antworten
  11. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

    Antworten
  12. Liechtenstein: Anspruch und Wirklichkeit
    Liechtenstein: Anspruch und Wirklichkeit sagte:

    Liechtenstein präsentiert sich als verlässlicher Rechts- und Finanzstandort. Doch gerade im Stiftungs- und Treuhandwesen verdichten sich Hinweise, dass zwischen Anspruch und gelebter Praxis eine erhebliche Lücke besteht.

    Die Konzentration von Kontrolle bei Treuhändern, begrenzte Transparenz für Begünstigte und die hohe Komplexität der Strukturen schaffen ein Umfeld, in dem Rechte faktisch schwer durchsetzbar sein können. Besonders problematisch ist dabei die Wahrnehmung, dass Aufsicht und gerichtliche Kontrolle nicht in jedem Fall die notwendige Unabhängigkeit und Effektivität gewährleisten.

    Ein Finanzplatz steht und fällt mit Vertrauen in seine Institutionen. Wo jedoch der Eindruck entsteht, dass strukturelle Interessenkonflikte nicht konsequent begrenzt werden und Rechtsschutz nicht verlässlich greift, wird dieses Vertrauen fundamental in Frage gestellt.

    Die eigentliche Herausforderung liegt daher nicht in einzelnen Vorwürfen, sondern in der Frage, ob das System ausreichend robust ist, um Missbrauch wirksam zu verhindern – oder ob es ihn sogar begünstigt.

    Antworten
  13. Thorsten Wegemann
    Thorsten Wegemann sagte:

    Wer in Liechtenstein die letzte Entscheidungsmacht besitzt, kann sich nicht wegducken. Wenn ein System über Jahre hinweg Zweifel an Rechtsstaatlichkeit, Kontrolle und Fairness aufkommen lässt, dann trägt das Staatsoberhaupt dafür Verantwortung – politisch wie moralisch.

    Es ist zu einfach, Missstände auf Einzelfälle oder untere Ebenen abzuschieben. Wer oben steht, ist verantwortlich für das Ganze. Wenn Vertrauen verloren geht, dann ist das kein Randproblem, sondern ein Führungsversagen.

    Und genau deshalb stellt sich zwangsläufig die Frage, ob diese Verantwortung auch einer unabhängigen, internationalen Überprüfung standhält.

    Antworten
  14. Der Europarat bzw. dessen Antikorruptionsgremium GRECO sieht weiterhin mehrere Schwachstellen bei der Korruptionsprävention
    Der Europarat bzw. dessen Antikorruptionsgremium GRECO sieht weiterhin mehrere Schwachstellen bei der Korruptionsprävention sagte:

    Besonders kritisiert werden folgende Punkte:

    1. Keine umfassende Anti-Korruptionsstrategie: Laut dem Bericht der fünften Evaluationsrunde fehlt Liechtenstein eine übergreifende Strategie zur Korruptionsbekämpfung in Regierung und Verwaltung.

    2. Interessenkonflikte in der Regierung: GRECO sieht Risiken bei Nebentätigkeiten, Vermögensdeklarationen und beim Zugang zu amtlichen Informationen. Auch die Regeln für öffentliche Konsultationen bei Gesetzesvorlagen seien zu schwach.

    3. Besonders sensibel beurteilt GRECO die Rolle des Fürsten: Kritisiert wird, dass der regierende Fürst theoretisch Strafverfahren gegen hohe Amtsträger stoppen oder blockieren könne. Dies könne die Unabhängigkeit der Justiz gefährden.

    https://www.coe.int/de/web/portal/-/council-of-europe-publishes-follow-up-anti-corruption-reports-on-ireland-and-liechtenstein

    Antworten
  15. Korruption in Liechtenstein: Europarat empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: Europarat empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
  16. WELT: „Abschied von Europas letzte Geld-Paradies“
    WELT: „Abschied von Europas letzte Geld-Paradies“ sagte:

    Der Artikel beschreibt Liechtenstein als das„letzte große Geld‑Paradies Europas“, dessen zentrales Versprechen – sichere Verwahrung von Vermögen – zunehmend in Zweifel gerät. Die zentralen Kritikpunkte sind.

    1. Zweifel an der Sicherheit von Vermögen
    Der Standort lebt vom Versprechen „hier ist Geld sicherer als anderswo“.
    Laut WELT entstehen jedoch immer mehr Fälle, die genau dieses Versprechen infrage stellen.

    Kritik:
    – Zugriff auf Vermögen kann nicht immer garantiert werden
    – rechtlicher Schutz wirkt nicht absolut verlässlich

    2. Einzelfälle mit systemischer Wirkung
    Der Artikel spricht nicht von einem klar nachgewiesenen „Systemproblem“, aber wiederkehrende Fälle lassen Zweifel wachsen.
    Typische Vorwürfe:
    – Vermögen wird schwer zugänglich
    – Begünstigte geraten in Konflikte
    – Strukturen funktionieren nicht wie erwartet
    Entscheidend ist, dass schon einzelne Fälle das Vertrauen eines Finanzplatzes untergraben.

    3. Erosion des klassischen Geschäftsmodells
    Historisch: Liechtensteinbestand aus Diskretion und Steueroptimierung und Vermögensschutz
    Heute: mehr Regulierung (OECD, EU, AIA) und weniger Geheimhaltung

    Ergebnis:
    – das alte Geschäftsmodell als „Geldparadies“ gerät unter Druck
    – der Standort verliert ein Alleinstellungsmerkmal

    4. Reputationsproblem durch Skandale und Berichte
    Der Name Liechtenstein taucht immer wieder im Zusammenhang mit großen Vermögen und Finanzkonstruktionen auf
    Kritik:
    – das Image ist ambivalent:
    – „sicherer Hafen“
    – aber gleichzeitig anfällig für Kritik und Skandale

    5. Gefährdung des zentralen Standortversprechens
    Der entscheidende Punkt im Artikel: Wenn Zweifel am Vermögensschutz entstehen, ist das für Liechtenstein existenziell.
    Warum?
    Vertrauen ist die wichtigste Ressource eines Finanzplatzes. Wenn dieses Vertrauen wackelt, werden Investoren vorsichtiger, empfehlen Berater Alternativen und steigen die Risikoaufschläge.

    Die Kritik im WELT‑Artikel lässt sich auf drei Kernpunkte verdichten:
    (1) Das zentrale Versprechen („Geld ist hier sicher“) wird angezweifelt
    (2) wiederkehrende Fälle erzeugen strukturelles Misstrauen
    (3) das Geschäftsmodell „Geldparadies“ steht unter wachsendem Druck

    Der Artikel zeichnet das Bild eines Finanzplatzes, dessen Reputation und Alleinstellungsmerkmal erodieren.

    Antworten
  17. Liechtenstein: Elevated Structural Risk in Fiduciary and Legal Framework
    Liechtenstein: Elevated Structural Risk in Fiduciary and Legal Framework sagte:

    Current developments and recurring allegations in the Liechtenstein fiduciary and foundation sector raise material concerns from a risk, governance, and enforceability perspective.

    There are increasing indications that existing structures may allow for a concentration of control in the hands of fiduciary actors, combined with limited transparency for beneficiaries and complex legal arrangements. In such settings, the effective enforcement of rights may be materially constrained in practice, particularly in contentious situations.

    Of specific concern is the perceived reliability of judicial oversight and regulatory enforcement. Questions regarding the independence, effectiveness, and practical enforceability of legal remedies – even if not universally substantiated – are highly relevant from a risk management standpoint. For institutional investors and asset holders, even the perception of such deficiencies can materially impact the assessment of legal certainty.

    This creates a potentially elevated risk profile with regard to:

    * effective control over transferred assets
    * enforceability of beneficiary rights
    * predictability and impartiality of dispute resolution

    From a prudential perspective, jurisdictions where structural imbalances, limited transparency, and perceived gaps in oversight intersect require enhanced scrutiny. In such environments, legal protections may not perform as expected under stress scenarios.

    Conclusion:
    Reliance on the assumption of robust legal certainty and institutional neutrality should be critically reassessed. Engagement with Liechtenstein fiduciary structures may require enhanced due diligence, independent verification, and additional safeguards to mitigate potential structural risks.

    Antworten
  18. Helmut Kellermann
    Helmut Kellermann sagte:

    Wir verfolgen diesen Blog mit wachsender Aufmerksamkeit. Die hier erhobenen Vorwürfe, es gäbe in Liechtenstein

    – systemische Korruption,
    – organisierte Kriminalität,
    – fehlende richterliche Unabhängigkeit,
    – institutionelle Protektion durch Regierung und Fürstenhaus,
    – mafiöse Strukturen,
    – fehlende Rechtssicherheit,
    – strukturelles Versagen des gesamten Treuhand- und Stiftungswesens,

    sind aus Investorensicht alarmierend.

    Sollten auch nur einzelne dieser Punkte zutreffen, stellt sich unweigerlich die Frage nach der tatsächlichen Durchsetzbarkeit von Rechten, der Kontrolle über Vermögenswerte und der Verlässlichkeit des rechtlichen Umfelds insgesamt.

    In einem solchen Umfeld reicht es nicht aus, Kritik zurückzuweisen – sie muss transparent, überprüfbar und überzeugend entkräftet werden. Geschieht dies nicht, verfestigt sich der Eindruck eines Systems mit strukturellen Schwächen und eingeschränkter Kontrollwirksamkeit – mit direkten Folgen für die internationale Glaubwürdigkeit.

    Ein Finanzplatz, bei dem solche Zweifel bestehen, trägt aus Investorensicht ein strukturelles Risiko – unabhängig davon, ob sich einzelne Vorwürfe im Einzelfall bestätigen.

    Antworten
    • isozertifiziert
      isozertifiziert sagte:

      Leider oft die Wahrheit angesichts der letzten vielen öffentlich bekannten strukturellen „Probleme“.

      Wie schützen als Stifter, eigentlich ganz einfach: In allen Verträgen internat. Schiedsgerichtsbarkeit, Sitz in Wien, definierte Richter =RA u Richter aus At, da kennen sich viele im FL Recht bestens aus, mit FL Recht vereinbaren.
      Wenn ein Heuwender das nicht akzeptiert, weiss man, wo man ist. Nur die vertrauenswürdigen Treuhänder akzeptieren das auch. Wundere mich täglich, wieso das nicht öfters gemacht wird.

      Antworten
  19. Timothy
    Timothy sagte:

    There are serious doubts as to whether the fiduciary framework in Liechtenstein functions as intended, whether oversight is effective, and whether legal rights can be reliably enforced in practice.

    Under these circumstances, extreme caution is advised.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert