Wie wehrhaft ist eigentlich das Ländle?
Die Zahl der Menschen, die mit Liechtenstein in irgend einer Form ein Hühnchen zu rupfen haben, wächst ständig und stetig.
Die Ursachen sind meistens ähnlich. Die Betroffenen sind über den Tisch gezogen worden, enteignet, beraubt, abgezockt. Ihre Stiftungsräte erwiesen sich nicht als Treuhänder, sondern als ungetreue, von Geldgier getriebene Kriminelle.
Der normale Bestohlene kann nicht allzu viel dagegen machen. Begeht er den Fehler, vor fürstlichen Richtern sein Recht zu suchen, dann kostet ihn das nochmal eine Stange Geld – wobei nicht nur im Zweifelsfall immer gegen ihn und zugunsten der einheimischen Anwälte, Treuhänder oder Finanzintermediäre entschieden wird.
Nun gibt es aber auch, wie beispielsweise im Fall der 800 Zombie-Trusts, durchaus mächtige Feinde Liechtensteins. Wer verteidigt dann eigentlich das Ländle, sollte es mal angegriffen werden? Das ist heutzutage ja nicht mehr völlig auszuschliessen.
Da sieht es dann düster aus, ganz düster. Denn das Fürstenhaus war immer zu geizig, sich eine eigene Armee zu halten. Selbst eine Handvoll Soldaten, die die Monarchie als Mitglied des deutschen Bundes zur Verfügung stellen musste, war zu viel.
Fürst Johannes II. nutzte die Gunst der Stunde nach Auflösung des Bundes und verfügte 1868, dass die Wehrpflicht ganz abgeschafft sei.
Anschliessend verliessen sich die Fürsten auf wackelige Zusicherungen der Schweiz, allenfalls bewaffnet zur Seite zu stehen. Wobei die Eidgenossen auch nicht mehr gerade eine militärische Supermacht sind.
Die NZZ erzählt noch eine putzige Anekdote, als gegen Ende des Zweite Weltkriegs 500 Russen, die an der Seite von Hitlerdeutschland gekämpft hatten, via Liechtenstein in die neutrale Schweiz flüchten wollten:
«Die Schweiz verweigerte zwar die Aufnahme der russischen Soldaten, half Liechtenstein aber dabei, die Truppe zu entwaffnen und die Waffen zu verkaufen. Die ebenfalls konfiszierte Munition soll von der Grenzwacht beschlagnahmt und später im Bodensee versenkt worden sein.»
So profitabel würde sich eine mögliche Invasion heutzutage nicht mehr abspielen. Dennoch hat das Fürstentum weiterhin keinen einzigen eigenen Soldaten, und die Zusagen der Schweiz oder Österreichs beruhen auf Freiwilligkeit und sind eher wacklig.
Genauso schütter verhält es sich beim Zivilschutz. Für die rund 41’000 Liechtensteiner stehen lediglich 13’000 Schutzplätze zur Verfügung. Das gäbe dann ein schönes Chaos, weil es keinerlei Planung für eine Zuweisung oder geordnete Unterbringung gibt.
Das macht allerdings nichts, weil die meisten Schutzräume sowieso erst nach Wochen einsatzbereit wären.
Was macht nun ein liechtensteinischer Untreuhänder, wenn er echt Schiss bekommt, dass beispielsweise ein reicher Russe es überhaupt nicht lustig findet, dass sein Trust verlottert, er nicht an sein Vermögen herankommt, aber zu recht vermutet, dass seine Stiftungsräte weiterhin satte Honorare verdienen?
Fürstliche Schutzmassnahmen kann er nicht erwarten. Die Fürstenfamilie selbst dürfte in ihrer Trutzburg, hässlich wie sie ist, sicherlich ein paar atombombensichere Räume tief in den Berg gegraben haben.
Das bleibt dem Finanzmenschen verwehrt. Aber die intelligenteren unter ihnen denken bei neuen Einnahmen nicht immer und unbedingt an den Ankauf eines neuen Bentley oder an die Ergänzung des Lebensqualität durch eine neue Geliebte. Sondern sie investieren in etwas viel Nützlicheres: einen Panic Room.
Das ist ein Schutzraum, in den man sich bei Bedrohung flüchten kann. Er verfügt über eine unabhängige Stromversorgung, eigene Luftaufbereitung, genügend Lebensmittel und alle Annehmlichkeiten, die man braucht, um auch einer längeren Belagerung standzuhalten. Selbstverständlich ist er armiert, es bräuchte also schweres Gerät oder grobes Geschütz, um ihn zu knacken.
So ein Panic Room, hört man, gehört inzwischen zum guten Ton bei der Mehrheit der rund 130 Treuhänder im Ländle, die zu recht befürchten, dass man sie sich mal persönlich vorknöpfen könnte.




Die nicht sanktionierten Russen, deren Stiftungen oder Trusts als Zombie Trust verwaist sind und die nicht mehr an ihre Vermögen kommen, warten jetzt seit eineinhalb Jahren auf eine Lösung. Sie werden sicherlich ungeduldig und sie wissen, wo ihr Treuhänder sein Büro hat. In Moskau explodieren in solchen Fällen gerne Autobomben.
Beim letztjährigen Staatsfeiertag am 15. August, an welchem traditionell die Bevölkerung und die Fürstenfamilie auf der Schlosswiese gemeinsam feiern, ist der Fürst nicht erschienen – vermutlich hatte er Angst vor wütenden Russen, die nicht mehr an ihre verwaisten Zombie-Trusts gekommen sind. Und der Erbprinz war von Leibwächtern umgeben.
Der Artikel der Financial Times beschreibt eine schwere Krise im Treuhand- und Trustsektor von Liechtenstein.
Kernpunkt:
Durch den Druck der US-Sanktionen gegen Russland haben viele liechtensteinische Treuhänder und Verwaltungsräte ihre Mandate für russlandnahe Trusts und Stiftungen aufgegeben. Dadurch entstanden sogenannte „Zombie Trusts“ – juristisch bestehende Strukturen ohne funktionierende Leitung.
Der FT-Artikel sagt unter anderem:
* Bis zu 800 Trusts oder Stiftungen könnten betroffen sein.
* Viele dieser Strukturen gehören laut beteiligten Anwälten nicht sanktionierten Russen, die etwa in Dubai, Südfrankreich oder Italien leben.
* Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht habe Treuhändern geraten, Beziehungen zu risikobehafteten russischen Kunden zu beenden, weil US-Sekundärsanktionen als „existenzielles“ Risiko gesehen würden.
Der WELT‑Artikel „‚Kriminelles System‘? Die Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ behandelt Liechtenstein sehr kritisch. Die Kernaussage ist, dass Liechtenstein offiziell als sicherer Hafen für große Vermögen gilt, doch konkrete Einzelfälle dieses Versprechen zunehmend infrage stellen. Der Beitrag stellt die Frage, ob hinter dem Image des sicheren Geldparadieses strukturelle Probleme stecken – und warnt, dass schon einzelne glaubwürdige Fälle ausreichen, um das Vertrauen massiv zu beschädigen.
Zentrale Inhalte und Vorwürfe
1. Zweifel am Kernversprechen des Finanzplatzes
Liechtenstein wirbt damit, dass Vermögen in Stiftungen und Trusts sicher und geschützt sind. Genau dieses Versprechen wird im Artikel angegriffen:
In einzelnen Fällen soll der Zugriff auf Vermögen plötzlich entzogen worden sein.
Das ist besonders brisant, weil:
– viele internationale Kunden genau deshalb nach Liechtenstein gehen
– Vertrauen der entscheidende Faktor ist
2. Konflikte zwischen Begünstigten und Treuhändern
Der Artikel beschreibt Fälle, in denen Begünstigte oder wirtschaftlich Berechtigte nicht mehr an ihr eigenes Vermögen gelangen. Ursache sollen Strukturen der Treuhand- und Stiftungsverwaltung sein.
Implizite Kritik: Wer die Kontrolle hat (Treuhänder), hat faktisch die Macht
3. Reicht das Rechtssystem aus?
Es wird die Frage aufgeworfen: Funktionieren Kontrollmechanismen und Gerichte ausreichend?
Hintergrund:
Wenn Betroffene keinen Zugriff bekommen oder Verfahren lange dauern, entsteht ein systemisches Misstrauen.
4. Reputationsrisiko für das Land
Der Artikel betont dass solche Vorwürfe gefährlich für den Finanzplatz insgesamt sind.
Warum?
Liechtenstein lebt davon, als:
– stabil
– rechtsstaatlich
– verlässlich
wahrgenommen zu werden.
Der Artikel sagt im Kern: konkrete Streitfälle um Trusts und Stiftungen und eingeschränkter Zugriff auf Vermögen untergraben das zentrale Verkaufsversprechen des Landes. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Sind die nicht längst über alle Berge oder auf den Bahamas, Mauritius etc.?
Anstelle der Richter und Richterinnen, die mit nicht neutralen Gerichtsentscheidung vom Stifter eingesetzte Stiftungsverwalter und/oder Begünstigte von Stiftungen ferngehalten haben, hätte ich auch Angst.
Wenn man beispielsweise wie im Asturion-Skandal die Familie des verstorbenen saudischen Königs Fahd mit einem (absichtlichen?) Fehlurteil jahrelang von der für sie gegründeten Stiftung fern hält, während sich die Treuhänder in dieser Zeit aus dem Stiftungsvermögen bereichern, so wäre mir als Richter oder Richterin nicht wohl. So einen arabischen Clan möchte man doch nicht gegen sich aufbringen.
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Hat die Richterin Martina Schöpf-Herberstein keine Angst vor der Familie des verstorbenen saudischen Königs Fahd, wenn sie diese mit einem (absichtlich?) falschen Urteil für dumm verkauft und ihnen ihre Rechte verweigert? In arabischen Ländern gibt es doch heftige Strafen und Selbstjustiz.
Wäre das Ländle nicht so verfilzt, verlottert, verlogen und korrupt, müsste sich der Fürst nicht verstecken.
Der Fürst ist bei der Hochzeit seiner Enkelin Ende August letzten Jahres auch nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten. Offenbar hat er Angst vor Vergeltung durch nicht sanktionierten Russen, die wegen der Zombie Trusts nicht mehr an ihre Vermögen kommen. Offiziell wurde seine Absenz mit einem «Beinleiden» begründet. Er hat sich durch einen Nebeneingang in die Kirche geschlichen und wieder heraus. Die Angst muss schon sehr gross sein.
Alle sind längst zu Blackrock-Merz geflüchtet. Gleich und gleich gesellt sich gern.
Wäre Liechtenstein ein Rechtsstaat, müsste der Fürst sich nicht verstecken und bräuchte er keine Angst haben.
Liechtenstein verkauft der Welt das Märchen vom sauberen, stabilen Finanzplatz – während hinter der Fassade ein System aus Wegsehen, Protektion und organisierter Wirtschaftskriminalität gedeiht. Wer gut vernetzt ist, darf offenbar Vermögen verschieben, Begünstigte zermürben und Verfahren endlos verzögern, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Rechtsstaat endet dort, wo die Interessen von Treuhändern, Banken und Machteliten beginnen. Die eigentliche Krise ist nicht der nächste Skandal – sondern die staatlich geduldete Verlogenheit eines Systems, das Korruption und Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft, sondern absichert.
Ein Finanzplatz lebt von Glaubwürdigkeit, nicht von Schönwetter‑Erzählungen. Wenn sich Berichte häufen, die den Eindruck erwecken, Eigentumsrechte seien verhandelbar und Kontrolle lückenhaft, bleibt das nicht folgenlos.
Und der Fürst? Er steht nicht neben diesem System, sondern symbolisch darüber. Zerbröckelt das Vertrauen in die Strukturen, fällt der Schatten zwangsläufig auch auf ihn. Nicht wegen einzelner Vorwürfe – sondern weil sich das Bild eines Systems verdichtet, das seine eigene Legende nicht mehr tragen kann.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
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3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
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Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
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3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Der Artikel stellt nicht nur Einzelfälle dar, sondern zeigt ein wiederkehrendes strukturelles Problem im Finanzsystem:
Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als sauberer, reformierter Finanzplatz („weisse Weste“) – aber neue Skandale stellen dieses Selbstbild massiv infrage.
Zentrale Vorwürfe und Themen
1. Geldwäsche & internationale Kriminalität
Laut Artikel war Liechtenstein wiederholt Drehscheibe für internationale Geldwäsche.
Beispiele:
– italienische Mafia (‘Ndrangheta) soll dort Gelder geparkt haben
– Netzwerke rund um veruntreute venezolanische Staatsgelder (Milliardenhöhe) nutzten Strukturen im Fürstentum
Teilweise seien Bargeldsummen über Banken abgewickelt und physisch transportiert worden.
Aussage: Liechtenstein taucht immer wieder als Knotenpunkt für illegale Finanzströme auf.
2. Probleme im Bankensektor
Mehrere Banken gerieten in Turbulenzen oder Ermittlungen.
Insgesamt wird von fragwürdigen Geschäftspraktiken gesprochen.
Das beschädigt den Ruf des Landes zusätzlich.
3. Widerspruch zwischen Image und Realität
Regierung, Fürstenhaus und Finanzbranche betonen seit Jahren, man habe sich reformiert.
Der Artikel stellt dem entgegen: Hinter der „sauberen Fassade“ verbergen sich weiterhin „Abgründe“.
Hauptkritik: Reformen existieren – aber sie reichen offenbar nicht oder werden ausgehebelt.
4. Hoher Ermittlungsdruck
Staatsanwaltschaften und Finanzaufsicht haben viele laufende Verfahren, auch international.
Fälle betreffen oft grenzüberschreitende Netzwerke.
Das Problem ist nicht lokal begrenzt, sondern global vernetzt.
Gesamtbild
Der Artikel vermittelt im Kern:
Liechtenstein hat sich zwar nach früheren Steuerskandalen bemüht, Transparenz zu zeigen
doch:
– neue Fälle von Geldwäsche
– Verbindungen zu Mafia und Staatskorruption
– Probleme bei Banken
untergraben das Vertrauen erneut
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Nachdem zunehmend bekannt wird, wie über Jahre hinweg ein System aufrecht erhalten wurde, in welchem Treuhänder mithilfe nicht neutraler Richter:innen unkontrollierter Zugriff auf Stiftungen und Trusts verschafft worden ist, welche anschließend unkontrolliert ausgeschlachtet werden, gerät die Vertrauenswürdigkeit Liechtensteins ernsthaft ins Wanken.
Dass diese Praxis offenbar über lange Zeit möglich war, wirft ein verheerendes Licht auf Staat und Aufsicht. Der Verdacht steht im Raum, dass Fürst und Regierung wegschauen – solange das Geld ins Land fließt. Dies wirft
fundamentale Fragen zur Rolle von Staat, Justiz und der politischen Führung auf.
Damit steht letztlich auch der Fürst im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung: Die bisher gepflegte Fassade von Seriosität, Stabilität, Rechtssicherheit und Integrität bekommt sichtbare Risse – und mit ihr das Vertrauen in die Institutionen des Landes.
Es entsteht der Eindruck, der Fürst sei in Machenschaften in seinem Land wissentlich involviert oder toleriert diese. Es geht ja nicht um Einzelfälle, sondern um Strukturen in seinem Land, wie eine nicht neutrale Justiz oder Korruption. Die Kritik verschiebt sich doch von den Einzelfällen hin zu Strukturen, also auf Personen in der Führung.
Darf man davon ausgehen, dass der Fürst das Spiel toleriert, indem er nicht gegen den Raub durch die Stiftungsräte vorgeht?
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Ein Staat definiert sich nicht durch bunte Bilder im Internet, sondern durch den konsequenten Schutz von Recht und Eigentum. Genau hier stellt sich in Liechtenstein zunehmend eine unbequeme Frage: Reagiert die politische und institutionelle Spitze entschlossen genug auf die immer wieder auftauchenden Vorwürfe rund um Wirtschafts- und Finanzdelikte?
Der Fürst mag formal nicht für jede Entscheidung verantwortlich sein. Doch er steht wie niemand sonst für die Integrität und Glaubwürdigkeit des Landes. Wenn sich der Eindruck verfestigt, dass Missstände nicht mit der nötigen Härte verfolgt werden, wird aus Zurückhaltung schnell ein Problem der Verantwortung.
Gerade weil Liechtenstein von Vertrauen lebt, ist Untätigkeit – oder der Eindruck davon – kein neutraler Zustand. Sie wirkt. Sie untergräbt. Und sie wirft die Frage auf, ob das System seine eigenen Ansprüche noch erfüllt.
Wer für Stabilität steht, muss auch sichtbar handeln, wenn diese Stabilität infrage steht. Alles andere ist keine Neutralität – sondern ein Risiko für die Glaubwürdigkeit des gesamten Landes.
Liechtenstein ist eine Räuberhöhle mit einem Räuberhäuptling. Noch Fragen?
Damit habe ich nicht behaupten wollen, dass der Fürst der Räuberhäuptling ist
Die liechtensteinische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den in Vaduz tätigen Rechtsanwalt und Treuhänder Norbert Seeger erhoben. Dem Beschuldigten werden Untreue in 26 Fällen, Veruntreuung in zwei Fällen sowie Geldwäscherei vorgeworfen. Der mutmaßliche Gesamtschaden soll über 20 Millionen Franken betragen.
Auslöser der Ermittlungen war eine Verdachtsmeldung einer Bank im Jahr 2020, woraufhin es zu umfangreichen Untersuchungen und Hausdurchsuchungen kam. Der Fall erregte auch aufgrund der prominenten Person des Beschuldigten Aufmerksamkeit, der u. a. für seine wertvolle Rolls Royce Oldtimer-Sammlung, die weltweit einzige vollständige Rolls Royce Sammlung, bekannt ist.
https://www.liewo.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
In Liechtenstein wird gerne mit „Vermögensplanung für Generationen“ geworben. Gemeint sind offenbar jedoch nicht immer die Generationen von Familien – sondern allzu oft jene von Treuhändern.
Denn seit Jahren mehren sich Berichte, wonach Begünstigte von Stiftungen und Trusts den Zugriff auf ihr Vermögen verlieren, weil die Treuhänder die Kontrolle über die Strukturen an sich reißen. Die Betroffenen werden über Jahre hinweg von ihren eigenen Vermögenswerten ferngehalten, während die Treuhänder sich daran bereichern.
Besonders problematisch ist dies, weil erhebliche Zweifel an der Neutralität der zuständigen Gerichte bestehen. Ein Finanzplatz lebt davon, dass Recht nicht nur existiert, sondern auch durchgesetzt wird – unabhängig und spürbar.
Es kommt somit ein gefährliches Bild eines Systems zum Vorschein, das sich nach außen als stabil und verlässlich präsentiert, intern aber das Gegenteil bietet.
Und genau hier stellt sich die entscheidende Frage: Wer übernimmt Verantwortung, wenn dieses Vertrauen verloren geht? Denn an der Spitze steht letztlich der Fürst – und mit ihm die Erwartung, dass die Integrität des Systems nicht nur behauptet, sondern gewährleistet werden sollte.
– United States sanctioned Liechtenstein trusts for oligarch links
– Move sparked panic with hundreds of trusts abandoned
– Scale of troubled trusts shows Russia ties
Liechtenstein is examining tightening control of scores of Russian-linked trusts abandoned by their managers under pressure from Washington, according to several people familiar with the matter.
The country, one of the world’s smallest and richest, is home to thousands of low-tax trusts, hundreds of which have links to Russians, two of the people with direct knowledge of the matter said, putting it in the crosshairs of Western efforts to sanction Moscow.
https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/
Wer starke politische Macht hat und zugleich von einem Finanzplatz profitiert, kann sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen, wenn dort Finanzkriminalität ermöglicht wird.
It is widely alleged that Liechtenstein suffers from systemic organized corruption and financial abuse. For years, foundations and trusts have been exploited with the complicity of parts of the judiciary and under the watch of the ruling establishment.