Dagegen ist ein Bankräuber ein blutiger Anfänger.

Es gibt Kriminelle, die kommen auf die Idee, eine Bank zu überfallen, um schnell an Geld zu kommen. Im Normalfall ist das sehr risikoreich, gefährlich und nicht immer von Erfolg gekrönt.

Der direkte Weg, mit einer Knarre in die Schalterhalle und her mit dem Geld, ist am häufigsten zum Scheitern verurteilt. Heutzutage wird das Geld nicht mehr am Schalter aufbewahrt, sondern im Tresor im Keller. Bei Bedarf wird die richtige Anzahl Geldscheine maschinell abgezählt und nach oben geschickt.

Natürlich gibt es Höchstbeträge, und mit der Eingabe bestimmter Zahlen kann der Schalterbeamte bereits einen stillen Alarm auslösen. Keine gute Idee.

Tresorfächer aufbrechen, das ist schon erfolgversprechender. Anfang dieses Jahres knackten Diebe in Gelsenkirchen in Deutschland rund 3200 Schliessfächer in einer Filiale der Sparkasse. Die Beute wird auf bis zu 90 Millionen Euro geschätzt; von den Tätern fehlt jede Spur.

Die Besitzer der Schliessfächer mussten ernüchtert zur Kenntnis nehmen, dass der Inhalt, wenn überhaupt, bis maximal 10’000 Euro versichert ist. Und beweise mal, dass im Schliessfach 100’000 Euro oder der Familienschmuck mit diesem Wert gelagert wurde. Ganz abgesehen davon, dass sich die Steuerbehörde lebhaft dafür interessieren würde.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen – aber natürlich häufig auch aus ehrenwerten – kommen immer noch, aber immer weniger Menschen auf die Idee, in Liechtenstein eine Stiftung zu errichten.

Beispielsweise, um komplizierte Erbschaften oder Begünstigungen so zu regeln, wie es dem Stifter genehm ist. Zudem gibt er sich der Illusion hin, dass sein Geld in einem mitteleuropäischen Fürstentum sicher gelagert und nur in seinem Sinne verwendet werde.

Seine noch grössere Illusion ist: sollte das nicht der Fall sein, dann ist das Fürstentum schliesslich ein Rechtsstaat mit Gerichten, Staatsanwaltschaft und Anwälten, die seine Interessen vertreten, verteidigen und wahrnehmen.

Das ist aber immer häufiger ein grobfahrlässiger Irrtum.

Denn die vielen Untreuhänder unter den Treuhändern haben eine Masche entwickelt, die jeden Bankräuber als Amateur, als Hochrisikodieb dastehen lassen.

Denn die Stiftungsräuber zu Liechtenstein haben diverse Vorteile auf ihrer Seite. Zunächst müssen sie nicht mühsam eine Bank überfallen oder Tresorfächer knacken. Als Stiftungsrat können sie frei über die ihnen anvertrauten Gelder verfügen – sie also mit einer einfachen Überweisung dem Zugriff der Begünstigten der Stiftung entziehen.

Das braucht keine minutiöse Vorbereitung oder persönliches Risiko. Ein paar Klicks, und es ist vollbracht.

Das war mal dein Geld, jetzt ist es mein Geld, lacht sich der Untreuhänder ins Fäustchen.

Nun kommt aber erst der beste Teil für Stiftungsräuber.

Bankräuber tragen schon während des Überfalls ein grosses Risiko, dabei erwischt zu werden. Auch danach kann es ihnen jederzeit passieren, dass sie bei der Benutzung der Beute auffliegen. Und dann kommt’s knüppeldick, normalerweise blühen ihnen zweistellige Haftstrafen, und natürlich wird das Geraubte beschlagnahmt.

Haben sie es schon verjubelt, dann werden diese Bankräuber zusätzlich dazu verknurrt, Schadenersatz zu leisten.

Da kann ein Liechtensteiner Stiftungsräuber nur laut lachen. Bemerkt der Begünstigte einer Stiftung, dass Geld abhanden gekommen ist, versucht er natürlich, zuerst seinen Stiftungsrat zur Rede zu stellen. Der verliert dann schlagartig seine schleimige Freundlichkeit und bedeutet kühl, dass ihn das Anwaltsgeheimnis leider daran hindere, Auskunft zu erteilen.

Der Betrogene sucht nun juristische Hilfe. Mit etwas Suchen findet er einen liechtensteinischen Anwalt, und nur ein solcher darf dort handeln, der ihn vor Gericht vertritt.

Nun kommt das Sahnehäubchen für den ungetreuen Treuhänder. Auch wenn sein Handeln offenkundig kriminell ist, dauert es zunächst einmal Jahre, bis die erste Instanz ein Urteil gefällt hat.

Und zwar im Namen von Fürst und Volk logischerweise zugunsten des fürstlichen Treuhänders und seiner fürstlichen Bank.

So ein Instanzenzug kann ohne Weiteres Jahre dauern, viele Jahre. Bis das Problem eine biologische Lösung findet, der Kläger ist verstorben. Und ohne Kläger keine Klage, ist logisch.

Der Stiftungsräuber kann zudem etwas tun, was dem kommunen Bankräuber nicht möglich ist. Fühlt er sich zu sehr belästigt durch die Bemühungen des Bestohlenen, dann kann er ihn mit weiteren Massnahmen ärgern und mürbe machen.

Der Stiftungsräuber bezweifelt plötzlich, dass der Begünstigte überhaupt ein Auskunftsrecht habe. Dann bezweifelt der Räuber, dass der Begünstigte überhaupt noch Begünstigter ist. All das wird von skrupellosen Anwälten gerne vorgetragen. Schliesslich werden die fürstlich honoriert – aus dem Stiftungsvermögen selbstverständlich.

Wer also die Wahl hat – Bankräuber oder Stiftungsrat in Liechtenstein werden –, sollte keine Sekunde mit der Entscheidung zögern.

32 Kommentare
  1. Robert Hermann
    Robert Hermann sagte:

    Die Rolle des Fürsten in diesem – wie viele es bezeichnen – „kriminellen System“ gehört vor ein internationales Gericht. Wer in einem Staat das letzte Wort hat, trägt auch die volle politische und moralische Verantwortung für das, was dort geschieht.

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  2. Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung
    Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung sagte:

    Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.

    Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.

    Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.

    Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.

    Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.

    Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.

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    • „Das System" läuft wie geschmiert
      „Das System" läuft wie geschmiert sagte:

      Die österreichische Richterin am Fürstlichen Landgericht Martina Schöpf-Herberstein hat das Verhalten der Treuhänder abgesegnet und ohne Folgen gelassen. Sie muss ja alle 5 Jahre in ihrem Amt bestätigt werden. Auch ihr österreichischer Ehemann ist Richter am Fürstlichen Landgericht. Also muss man sich mit den Liechtensteinern gut stellen und so entscheiden, wie es für die Liechtensteiner Treuhänder am besten ist. So läuft das System in Liechtenstein wie geschmiert.

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  3. Bedienungsanleitung für Treuhänder
    Bedienungsanleitung für Treuhänder sagte:

    Die Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen am Fall der Hartlaub Stiftung, wie Treuhändern in Liechtenstein richtig funktioniert.

    Schritt 1:
    Man genehmigt sich selbst aus der Stiftung, deren Interessen man eigentlich wahrnehmen sollte, monatlich zwischen 75’000 und 100’000 Franken – pro Person, versteht sich. Die 25’000 Franken Grundpauschale im Jahr pro Person kommen noch dazu. Also knapp 1 Mio. Franken im Jahr pro Person.

    Schritt 2:
    Wagt es ein Begünstigter, gegen dieses Geschäftsmodell juristisch vorzugehen, wird er kurzerhand kaltgestellt. Einfach das gesetzliche Informations- und Kontrollrecht entziehen – und schon ist für drei Jahre Ruhe im Karton. Kontrolle? Transparenz? Nicht im Drehbuch in Liechtenstein vorgesehen. Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich nicht.

    Schritt 3:
    Falls der unliebsame Begünstigte danach immer noch nicht aufgibt, wird ihm eben die Begünstigung entzogen. Problem gelöst – denn ohne Begünstigung kein Antragsrecht. Zack, juristisch aus dem Spiel genommen. Soll er doch jahrelang dagegen klagen! Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich keine.

    Schritt 4:
    Zur Abrundung gibt’s dann noch Strafanzeigen wegen angeblicher Untreue gegen Begünstigte. Angriff ist die beste Verteidigung – auf Kosten der Stiftung, versteht sich. Konsequenz durch das Gericht? Natürlich keine.

    Und das Beste daran:
    Die Kriegskasse für all diese Manöver stammt natürlich direkt aus dem Stiftungsvermögen. Man kämpft also auf fremde Rechnung – gegen die, deren Interessen man eigentlich schützen sollte. Und auf deren Kosten.

    Wenn das auch in der zweiten Instanz durchgeht – ohne Abberufung durch das Gericht – dann verdienen Batliner und Wanger wahrlich einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der liechtensteinischen Treuhänder. Und das Komturkreuz am Bande. Eine Million Franken jährlich als Belohnung für das perfekte Drehbuch zum Dekantieren, also Ausnehmen einer Stiftung. Und jeder Liechtensteiner Treuhänder, der dieses Modell nicht kopiert, wäre dumm.

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    • Treuhänder
      Treuhänder sagte:

      Danke für die wertvollen Hinweise. Ich kann also die mir anvertrauten Stiftungen hemmungslos ausnehmen und brauche nicht befürchten, dass die Richter*innen, die ja wiedergewählt werden wollen, etwas beanstanden. Und es kriegt ja auch keiner mit. Das System in Liechtenstein ist einfach grossartig!

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    • Drehbuch für liechtensteinische Treuhänder
      Drehbuch für liechtensteinische Treuhänder sagte:

      Drehbuch für die liechtensteinische Treuhänder:
      1. systematische Selbstbereicherung
      2. Ausschaltung von Begünstigtenrechten
      3. fehlende gerichtliche Kontrolle
      4. Missbrauch von Stiftungsvermögen

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    • Deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt
      Deutsche Staatsanwaltschaft ermittelt sagte:

      Gegen Martin Batliner und Philipp Philipp Wanger ermittelt die deutsche Staatsanwaltschaft.

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  4. Vetterliwirtschaft statt Rechtsstaatlichkeit
    Vetterliwirtschaft statt Rechtsstaatlichkeit sagte:

    Rechtsstaatlichkeit ist in Liechtenstein offenbar oft nicht mehr als Fassade. Hinter dem schönen Bild eines Rechtsstaats scheint ein System zu stehen, in dem Beziehungen mehr zählen als Recht und Gesetz. Wer nicht Teil dieser Netzwerke ist, läuft Gefahr, praktisch rechtlos zu sein – weil selbst die Justiz nach Eindruck vieler Betroffener eher Vetternwirtschaft als unabhängiger Rechtsfindung folgt.

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    • Richard
      Richard sagte:

      Nicht die Strukturen schützen das Vermögen – sondern die richtigen Leute. Und genau das ist offenbar das Problem bei den Treuhändern.

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  5. Liechtenstein: Der Rechtsstaat als Kulisse für die Mächtigen
    Liechtenstein: Der Rechtsstaat als Kulisse für die Mächtigen sagte:

    Liechtenstein verkauft der Welt das Märchen vom sauberen, stabilen Finanzplatz – während hinter der Fassade ein System aus Wegsehen, Protektion und organisierter Wirtschaftskriminalität gedeiht. Wer gut vernetzt ist, darf offenbar Vermögen verschieben, Begünstigte zermürben und Verfahren endlos verzögern, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Rechtsstaat endet dort, wo die Interessen von Treuhändern, Banken und Machteliten beginnen. Die eigentliche Krise ist nicht der nächste Skandal – sondern die staatlich geduldete Verlogenheit eines Systems, das Korruption und Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft, sondern absichert.

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  6. Kritik mit Sprengkraft: Vorwürfe erschüttern das Fundament des Finanzplatzes
    Kritik mit Sprengkraft: Vorwürfe erschüttern das Fundament des Finanzplatzes sagte:

    Was sich hier abzeichnet, wirkt weniger wie ein funktionierender Rechtsstaat als vielmehr wie ein in sich geschlossenes System gegenseitiger Begünstigung. Wenn Treuhänder wiederholt durch gerichtliche Entscheidungen faktisch die Kontrolle über Stiftungen und Trusts erlangen und zugleich jede ernsthafte Aufarbeitung ausbleibt, wird deutlich, dass hier kein Zufall, sondern Methode vorliegt.

    Für einen Finanzplatz, der von Vertrauen lebt, ist ein solches Bild verheerend: Die Erkenntnis steht im Raum, dass Macht, Einfluss und Netzwerke über Recht und Transparenz gestellt werden. Dies ist nicht nur ein Einzelfall von Fehlentwicklung, sondern ein strukturelles Problem mit Sprengkraft für die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems.

    Antworten
  7. Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.

    1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
    Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.

    2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
    Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
    Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.

    Fazit
    Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.

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  8. Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein
    Economic Crime and Organized Crime in Liechtenstein sagte:

    Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.

    1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
    If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.

    2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
    In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independence of Legal Advice
    If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.

    Conclusion
    The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.

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  9. Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein
    Delincuencia Económica y Delincuencia Organizada en Liechtenstein sagte:

    La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.

    1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
    Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.

    2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
    Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.

    Contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Independencia del asesoramiento jurídico
    Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.

    Conclusión
    La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.

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  10. Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein
    Criminalité Économique et Criminalité Organisée au Liechtenstein sagte:

    La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.

    1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
    Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.

    2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
    Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.

    Contact :
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Indépendance du conseil juridique
    Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.

    Conclusion
    L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.

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  11. Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers
    Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers sagte:

    Personen und Firmen aus Liechtenstein in den Panama Papers in der ICIJ Offshore Leaks Database:

    Martin Batliner
    Angelika Moosleithner-Batliner
    Hubert Josef Büchel
    Roland Ohri
    Michael Grunstein
    Maria Anna Theresia Dreier Nipp
    Mario Zindel
    Roman Eggenberger
    Joachim Kais (DE/LI)
    Peter Adolf Meier (CY/LI)
    Frank Oliver Zindel (CH/LI)
    Janet Fletcher (LI/MC)
    Edmund Mag Freischer (AT/LI)
    Christ Johann Collenberg (CH/LI)
    Markus Johannes Wintsch (CH/LI)
    Martin Peter Egli (CH/LI)

    ATU Allgemeines Treuunternehmen.
    Audina Treuhand AG.
    BBT Treuhand AG.
    Fidexa AG.
    Fidarco Treuhand- und Verwaltungs-Anstalt.
    Sequoia Treuhand Trust reg..
    Sercor Treuhand Anstalt.
    Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
    Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
    Coutts Trustees AG (Zurich Client).
    Kanzlei Dr. Ritter.
    H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
    Kaiser Ritter ATU Allgemeines Treuunternehmen.
    Audina Treuhand AG.
    BBT Treuhand AG.
    Fidexa AG
    Sequoia Treuhand Trust reg.
    Sercor Treuhand Anstalt.
    Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
    Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
    Coutts Trustees AG (Zurich Client).
    Kanzlei Dr. Ritter.
    H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
    Kaiser Ritter Partner (Liechtenstein Client).
    Tremaco / Tremaco Trust reg..

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  12. FAZ‑Artikel „Finanzbetrug: Liechtensteins Problem mit den Treuhändern“
    FAZ‑Artikel „Finanzbetrug: Liechtensteins Problem mit den Treuhändern“ sagte:

    Der FAZ‑Artikel kritisiert den Finanzplatz Liechtenstein vor allem anhand der Rolle der Treuhänder (Verwalter von Stiftungen/Trusts). Die zentralen Kritikpunkte:

    1. Wiederholte Betrugs‑ und Missbrauchsfälle
    Der Artikel stellt heraus, dass es mehrere Fälle von Untreue, Betrug und Veruntreuung durch Treuhänder gab.
    Teilweise wurden Kundengelder für private Zwecke missbraucht oder veruntreut.
    Kritik: Es handelt sich nicht nur um Einzelfälle, sondern um ein wiederkehrendes Problem im Sektor.

    2. Zweifel an Kontrolle und Aufsicht
    Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob die Branche ausreichend reguliert und überwacht ist.
    Auch andere Berichte sprechen von Mängeln in der Finanzaufsicht und möglichem Missbrauchspotenzial.
    Kritik: Die bestehenden Kontrollen reichen offenbar nicht aus, um Missbrauch zuverlässig zu verhindern.

    3. Systemische Schwächen im Geschäftsmodell
    Liechtenstein wirbt mit stabilen Stiftungen/Trusts, die Vermögen schützen sollen.
    Tatsächlich zeigt sich aber: Gerade die Treuhänder, die schützen sollen, können selbst zum Risiko werden.
    Kritik: Ein grundlegender Interessenkonflikt – die Konstruktion selbst schafft Möglichkeiten für Missbrauch.

    4. Reputationsprobleme des Finanzplatzes
    Skandale wirken sich direkt auf das Image aus:
    Mehrere Fälle erschüttern das Vertrauen.
    Der Finanzplatz steht international unter Druck (z. B. wegen Geldwäsche- oder Sanktionsrisiken).
    Kritik: Der Ruf Liechtensteins als „sicherer“ Finanzplatz wird untergraben.

    5. Reformen gelten als unzureichend
    Zwar wurden Gesetze verschärft, aber Kritiker halten diese Reformen für nicht ausreichend, um die strukturellen Probleme zu lösen.
    Kritik: Politische Reaktionen bleiben hinter den Problemen zurück.

    Die FAZ zeichnet ein kritisches Bild:
    Der Finanzplatz Liechtenstein leidet unter wiederholtem Fehlverhalten von Treuhändern, unzureichender Kontrolle und strukturellen Schwächen, die das Vertrauen in Stiftungen und Trusts untergraben.

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  13. Das Problem der Zombie Trusts
    Das Problem der Zombie Trusts sagte:

    Die zahlreichen Berichte über geflüchtete Treuhänder aufgrund von US‑Sanktionen haben die Verwundbarkeit des Systems sichtbar gemacht.

    Die Zombie Trusts entlarven Liechtenstein in zweierlei Hinsicht – und beide sind verheerend.

    Erstens: Der Mythos vom sicheren und verlässlichen Finanzplatz bricht zusammen. Hunderte russische Kunden, die nicht einmal sanktioniert sind, warten seit Monaten vergeblich auf Zugriff auf ihre eigenen Vermögenswerte.

    Zweitens: Die Lage ist noch brisanter: Sanktionierte russische Gelder liegen weiterhin in liechtensteinischen Banken, oft nur dürftig in Offshore-Strukturen kaschiert. Das ist ein Pulverfass. Werden diese Verbindungen öffentlich, droht nicht nur ein massiver Reputationsschaden – die Banken selbst könnten ins Fadenkreuz internationaler Sanktionen geraten.

    Antworten
  14. Finanzplatz Liechtenstein kompakt
    Finanzplatz Liechtenstein kompakt sagte:

    Die Probleme des Finanzplatzes Liechtenstein ganz kompakt:

    1. strukturelle Probleme im Stiftungs- und Trustwesen,
    2. mangelnde richterliche Unabhängigkeit,
    3. Interessenkonflikte zwischen Treuhändern und Justiz,
    4. Kultur des Wegschauens.

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  15. Johannes
    Johannes sagte:

    Nur weil Liechtenstein ein geschlossenes System ist, in dem alle zusammenhalten (Untreuhänder, befangene Richter, unaufrichtige Rechtsanwälte, Regierung, Fürst) und keiner einen anderen vernadert, konnte dieses System so lange funktionieren. Aber inzwischen ist es Allgemeinwissen.

    Antworten
  16. Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“
    Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ sagte:

    Der Capital‑Artikel „Liechtenstein: Zu untreuen Händen“ beschäftigt sich kritisch mit dem Treuhand‑ und Stiftungssystem des Fürstentums.

    1. Treuhänder als mächtige Schlüsselfiguren
    In Liechtenstein verwalten Treuhänder Stiftungen und Vermögen von reichen Kunden aus aller Welt.
    Sie haben oft sehr weitgehende Kontrolle über das Geld.
    Das macht sie zu extrem einflussreichen Akteuren im Finanzsystem des Landes.

    2. System begünstigt Machtungleichgewicht
    Das liechtensteinische Recht gibt Treuhändern traditionell mehr Rechte als den eigentlichen Eigentümern (Begünstigten).
    Begünstigte haben teilweise kaum Einsicht oder Durchgriffsmöglichkeiten, selbst wenn etwas schief läuft.
    Dadurch entsteht ein strukturelles Vertrauensproblem: Man ist stark vom Treuhänder abhängig.

    3. Wiederkehrende Skandale und Missbrauch
    Der Artikel schildert mehrere Fälle, in denen Treuhänder:
    – Vermögen veruntreut haben
    – sich selbst bereichert haben
    – Gelder zweckentfremdet oder verschleiert haben
    Solche Fälle sind laut Bericht keine Einzelfälle, sondern treten immer wieder auf.
    Das Image eines sauberen Finanzplatzes bekommt dadurch Risse.

    4. Schwierige Rechtslage für Geschädigte
    Wer sich wehren will, hat es oft schwer:
    – Gerichtsverfahren dauern lange
    – Beweise sind schwer zu beschaffen
    – Informationsrechte sind begrenzt
    Geschädigte Kunden kommen teils jahrelang nicht an ihr eigenes Geld.

    5. Ursachen im System selbst
    Der Artikel legt nahe, dass die Probleme nicht nur an einzelnen „schwarzen Schafen“ liegen, sondern auch am System:
    – hohe Intransparenz
    – starke Stellung der Treuhänder
    – enge Verflechtungen im kleinen Staat

    6. Reformen – aber Zweifel
    Liechtenstein hat nach Skandalen Reformen eingeleitet (z. B. mehr Aufsicht).
    Dennoch bleibt laut Kritik fraglich, ob diese ausreichen, um Missbrauch wirklich zu verhindern.

    Fazit des Artikels
    Der Capital‑Bericht zeichnet ein kritisches Bild:

    Liechtenstein bietet zwar attraktive Strukturen für Vermögensschutz –
    aber das gleiche System kann dazu führen, dass Treuhänder zu viel Macht bekommen und Kunden Risiken tragen.

    Die Botschaft ist also:
    Wer sein Vermögen „zu treuen Händen“ gibt, ist nicht immer sicher – manchmal landet es „zu untreuen Händen“.
    https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden

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  17. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

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  18. Mark
    Mark sagte:

    Liechtenstein markets the illusion of a clean and stable financial centre to the world—while behind the façade, a system of willful blindness, protectionism, and organized financial misconduct continues to thrive. Those with the right connections appear able to move assets, wear down beneficiaries, and drag out proceedings indefinitely without facing meaningful consequences.
    The rule of law seems to end where the interests of trustees, banks, and entrenched elites begin. The real crisis is not the next scandal—it is the state-tolerated dishonesty of a system that does not combat corruption and financial crime, but effectively shields it.

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  19. Die Verantwortung des Fürsten
    Die Verantwortung des Fürsten sagte:

    In Liechtenstein trägt der Fürst politische Mitverantwortung für die Zustände im Land. Wer so viel Macht besitzt wie das Fürstenhaus, kann sich nicht hinter angeblich unabhängigen Institutionen verstecken. Eine echte Gewaltenteilung existiert faktisch kaum, am Ende hat der Fürst überall das letzte Wort.

    Wenn es seit Jahren Vorwürfe über Machtmissbrauch, Skandale, Filz und fragwürdige Zustände im Finanzplatz gibt und nichts Grundlegendes geändert wird, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass diese Missstände geduldet werden. Wer die Macht hat, könnte Reformen anstoßen, Transparenz stärken, Kontrolle verbessern und Interessenkonflikte entschärfen. Dass dies nicht geschieht, wirkt zunehmend wie stillschweigende Duldung eines Systems, das nicht rechtsstaatlich ist, sondern vor allem den Mächtigen im Land nützt. Man schweigt und schützt dieses System.

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  20. Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
    Europarat: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein» sagte:

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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  21. Ponzi
    Ponzi sagte:

    Es ist schon auffallend, wie viel Wirtschafts- und Finanzkriminalität in Liechtenstein existiert. Fürst und Regierung sind bemüht, diese tunlichst zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren. Eine vierte Gewalt, nämlich kritische Medien gibt es in Liechtenstein nicht, die einzige Zeitung, Vaterland, berichtet nicht kritisch über die Skandale und Wirtschafts- und Finanzkriminalität. So soll die Wirtschafts- und Finanzkriminalität offenbar ungehindert weiter existieren, da sie sehr sehr viel Geld ins Land bringt.

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  22. Michael
    Michael sagte:

    t’s astonishing that U.S. authorities are still turning a blind eye to financial crime in Liechtenstein. The numerous cases involving sanctioned assets being sheltered there, the endless scandals, and the existence of so-called ‘zombie trusts’ should, by now, have pushed the United States to fully exercise its legal powers — not just by issuing sanctions, but potentially by sanctioning trust companies, a bank, or even the Prince himself.

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