Die Stimmung ist gut, die Lage schlecht. Gefährlicher Realitätsverlust.
Der Schweizer Finanzblog finews.ch berichtet:
«Die Stimmung war noch etwas besser als im Vorjahr: Als Moderator und SRF-Anchor Reto Lipp das Publikum des Finance Forum Liechtenstein 2026 zur Einstimmung befragte, beurteilten 78 Prozent der rund 400 Teilnehmenden im Vaduzer Saal den Zustand des heimischen Finanzplatzes als «gut», weitere 19 Prozent sogar als «sehr gut». Lediglich 3 Prozent sahen dunklere Wolken, 1 Prozent bewertete die Lage als «miserabel».»
Geradezu nordkoreanische 97 Prozent der anwesenden Finanzkoryphäen behaupten, der Zustand ihres Finanzplatzes sei grossartig. Eine solche Übertreibung würde sich nicht einmal Präsident Trump trauen.
Für den bevorstehenden «Unternehmertag» leistet man sich sogar den Gag, den abservierten Schweizer Trainer der Eishockey-Nationalmannschaft Patrick Fischer als Referenten einzuladen. Sein Thema: Resilienz.
Resilienz, Widerstandskraft, das bräuchte allerdings dieser Finanzplatz ausgesprochen dringend. Denn in Wirklichkeit ist seine Lage alles andere als gut oder gar sehr gut.
Er ist mit Skandalen zugepflastert. Der Skandal der Bacardí-Witwe, der fast eine Milliarde Stiftungsvermögen seit Jahren vorenthalten wird. Der Skandal der Hartlaub-Stiftung, wo der Stiftungsrat abserviert wurde und seither zwei Untreuhänder als Stiftungsräte sich von einem skrupellosen Anwalt gegen seine Ansprüche verteidigen lassen. Unterstützt von der Fürstenjustiz.
Es häufen sich die Fälle, wo obligatorisch im Herrschaft- und Kontrollzentrum Stiftungsrat einsitzende Liechtensteiner Treuhänder sich unverschämt bereichern – und sich sicher sind, dass ihr Tun von der Fürstenjustiz gegen juristische Ansprüche der Bestohlenen verteidigt wird.
Hinzu kommen die 800 russischen Zombie-Fonds, die seit anderthalb Jahren als Untote herumstehen, während die von ihnen verwalteten Vermögenswerte in der Höhe von mehr als 20 Milliarden Dollar verlottern.
Damit nicht genug. In den letzten zehn Jahren schrumpfte die Zahl dieser Finanzvehikel (Trusts, Stiftungen, Anstalten, Holdings, etc.) um rund 45 Prozent, fast die Hälfte. Das nach dem Steuerskandal, wo Tausende von Stiftungen hops gingen. Und auch in den letzten Jahren setzte sich dieser Trend ungebrochen fort.
Aber damit nicht genug der schlechten Nachrichten. Das Wirtschaftswachstum ganz allgemein war eine Schrumpfung. Nach kompetenten Analysen des Liechtenstein-Instituts nahm sowohl das nominale wie das reale BIP Liechtensteins im Jahr 2025 um 3 Prozent ab.
Das wären mindestens zwei Quartale mit Rückgang, das entspricht der gängigen Definition einer Rezession.
Wobei 3 Prozent nicht einfach Peanuts sind. bereits ein Rückgang des BIP in Prozentbruchteilen ist normalerweise Anlass für ernste Bedenken und Befürchtungen.
Es kommt erschwerend hinzu, dass Liechtenstein nicht über eine eigene Währung verfügt, also nicht geldpolitisch auf diesen Rückschlag reagieren kann.
Schliesslich machen auch weitere Vermögen in den tiefen Tresoren fürstlicher Banken wie der LGT oder der LLB Sorgen. Denn der Fall Russland beweist, dass geldgierige Treuhänder und Banker allzu lange die Zeichen der Zeit nicht erkenne wollen.
Verhalten sie sich im Fall Venezuelas oder des Irans ähnlich, dann drohen bereits die nächsten Katastrophen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es weiter kracht, ist sehr hoch. Denn wenn gleichzeitig die Finanzelite behauptet, alles laufe wunderbar und wie geschmiert, dann ist dieser Realitätsverlust ein ganz schlechtes Zeichen.
Und der Fürstenhof meint sowieso, er sei unkaputtbar, weil er schon seit Jahrhunderten existiert. Aber auch das ist keine Garantie für ein ewiges Leben.




Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Die Richterin am Fürstlichen Landgericht Martina Schöpf-Herberstein Hat dieses Verhalten der Liechtensteiner Treuhänder abgesegnet und nicht sanktioniert.
Es mag sein, dass die Richterin Schöpf-Herberstein damit den Treuhändern die Möglichkeit eingeräumt hat, sich unkontrolliert zu bereichern.
Gleichzeitig hat Richterin Schöpf-Herberstein die zentralen Säulen eines Finanzplatzes, nämlich
– Rechtsstaatlichkeit
– Unabhängigkeit der Justiz
– Durchsetzbarkeit von Rechten
schwer beschädigt und dadurch dem gesamten Finanzplatz erheblichen Schaden zugefügt.
Dies kann man nur durch Nähe zu den beteiligten Treuhändern erklären oder dadurch, dass sei gemeint hat, ihre Entscheidung würde ja niemand mitkriegen. Die saudische Familie würde niemand hören.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption in der Justiz und unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Ein besseres Beispiel für die korrupte Justiz des Fürsten als diesen Fall der Asturion Stiftung gibt es doch gar nicht. Den Begünstigten werden von untreuen Treuhändern ihre Rechte entzogen und die Justiz des Fürsten spielt dieses schmutzige Spielchen mit und segnet das ab und lässt es ohne irgendwelche Folgen für die Treuhänder.
Wie soll man da der Justiz des Fürsten noch trauen? Wie soll man da dem Finanzplatz Liechtenstein noch trauen? Wie soll man da Liechtenstein und dem Fürsten von Liechtenstein noch trauen?
Der Fall legt offen, dass die Balance zwischen Stiftungsräten und Begünstigten in Liechtenstein strukturell verschoben ist. Wenn zentrale Kontrollmechanismen nicht greifen und Verantwortung folgenlos bleibt, entsteht aus einem Rechtsinstitut ein Machtinstrument – mit allen Konsequenzen für die Glaubwürdigkeit des Finanzplatzes.
Ist das schwere und organisierte Kriminalität?
In Liechtenstein ist es Teil des Systems, dass Richter das Recht beugen, um die Interessen selbst krimineller Treuhänder zu protegieren. Was in Rechtsstaaten unvorstellbar wäre, gehört in Liechtenstein zum Geschäftsmodell.
Die Treuhandgesellschaft der Asturion Stitung mit den Luxusimmobilien ist
LNR Trust Reg.
Dr. Bernhard Josef Lorenz
Dr. Wolfgang Rabanser
Die beiden Rechtsanwälte und Treuhänder sind alte Bekannte in Liechtenstein.
Dr. Bernhard Lorenz hat beantragt, die Witwe des Gründers des Bacardi (Bastille-) Trust abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Bacardi-Skandal.
Dr. Wolfgang Rabanser hatte für seinen Mandanten beantragt, einen Familienbegünstigten aus der Hartlaub Stiftung abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Hartlaub-Fall.
Wenn man nur oft genug betont, wie gut es dem Finanzplatz geht, findet sich vielleicht noch ein Dummer, der das glaubt.
Wie blöd halten die Liechtensteiner denn die Welt? Die Welt liest nun mal die Financial Times und Reuters, wo von der schweren „Zombie Trust Crisis“ berichtet wird. So zu tun als sei nichts, ist scheinheilig.
Bi üs? Skandäl? Nii!
Bi üs? Zombie-Trusts? No nie ghört!
Bi üs? Korruption? Niemals!
Was nicht in der einzigen Zeitung in Liechtenstein, dem „Vaterland“ steht, ist nicht passiert. Und im „Vaterland“ steht natürlich nichts von Zombie Trust Krisen oder gar von Skandalen. Was würde denn da der Fürst sagen, der doch das seriöseste, vertrauenswürdigste und stabilste Land weltweit regiert? Und was würden denn da die Werbekunden wie die Banken sagen? Also stellt man sich unwissend.
Und die Welt lacht darüber.
The tiny principality of Liechtenstein attracts the super-rich for its secrecy and security but, as a bitter legal case shows, there’s a price: all legal right are held by the trustees. https://www.independent.co.uk/news/long_reads/liechtenstein-tax-haven-super-rich-trust-lost-beneficiaries-trustees-legal-laws-a8239956.html
Was hier als „seriöser Finanzplatz“ verkauft wird, wirkt zunehmend wie Fassade. Nach außen geschniegelt und reguliert, nach innen geprägt von Wegschauen, Beschönigen und systematischem Verdrängen unbequemer Wahrheiten.
Kritik wird nicht aufgearbeitet, sondern abgewehrt. Probleme werden nicht gelöst, sondern verpackt. Diese Mischung aus Selbstgefälligkeit und Intransparenz ist brandgefährlich – und erinnert fatal an alte Zeiten, die man offiziell längst hinter sich gelassen haben will.
Wer ernsthafte Missstände lieber leugnet, statt sie offenzulegen, verspielt Vertrauen. Und ein Finanzplatz, der von Vertrauen lebt, kann sich genau das eigentlich nicht leisten.
Der WELT‑Artikel beschreibt, dass Liechtenstein lange als besonders sicherer Hafen für große Vermögen galt, mit einem Ruf für Stabilität, Diskretion und verlässliche Strukturen.
Dieser Ruf gerät jedoch zunehmend unter Druck:
– Immer mehr problematische Fälle und Skandale lassen Zweifel am zentralen Versprechen entstehen, dass Vermögen dort besonders gut geschützt sind.
– Der Finanzplatz steht damit vor einem Glaubwürdigkeitsproblem, weil Anspruch (sicher, sauber, stabil) und Realität offenbar nicht mehr vollständig übereinstimmen.
– Insgesamt zeichnet der Artikel das Bild eines Standorts, der sich vom Image eines „Geld-Paradieses“ verabschieden muss, da Risiken und Schwächen deutlicher sichtbar werden.
Liechtensteins Finanzplatz verliert seinen Mythos als makelloser sicherer Hafen – zunehmende Zweifel an Transparenz und Verlässlichkeit beschädigen das Vertrauen.
Der Begriff „Traumtänzer“ ist fast noch zu harmlos. Was sich hier zeigt, ist weniger Naivität als gezielte Realitätsverweigerung. Während sich der Finanzplatz Liechtenstein weiter selbst als Vorbild inszeniert, wächst die Kluft zur Wirklichkeit sichtbar an.
Man klammert sich an ein überholtes Selbstbild, blendet strukturelle Probleme aus und reagiert auf Kritik nicht mit Aufklärung, sondern mit Abwehr. Das hat nichts mit Stabilität zu tun – das ist Stillstand unter Hochglanzverpackung.
Gerade in einem so kleinen und vernetzten System wirkt dieses kollektive Wegsehen besonders fatal. Wo Kontrolle und Nähe ineinander übergehen, wird Kritik schnell zur Störung erklärt und lieber ignoriert als ernst genommen.
Das Ergebnis: ein Finanzplatz, der sich selbst beruhigt, während Vertrauen schleichend verloren geht. Wer so handelt, ist kein „sicherer Hafen“ mehr – sondern ein System, das Gefahr läuft, an seiner eigenen Selbsttäuschung zu scheitern.
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
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Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Hundreds of entities in legal paralysis in the principality after US sanctions trigger wave of director resignations
The result could leave as many as 800 orphaned entities — legally recognised but functionally frozen — with nobody in charge to manage assets or oversee liquidation.
Bankers and lawyers have warned the crisis risks contagion into the country’s broader financial sector, including major banks, if the government does not address the problem.
Liechtenstein inszeniert sich gern als moderner, sauber regulierter Finanzplatz. Die Realität wirkt zunehmend wie das Gegenteil: ein System, das strukturelle Altlasten verschleppt, Intransparenz duldet und Kritik lieber aussitzt als aufklärt.
Die Debatten rund um „Zombie-Trusts“, inaktive Strukturen und fehlende Durchgriffsmechanismen sind kein Randphänomen – sie legen einen blinden Fleck offen. Wer Kontrolle nur behauptet, sie aber nicht sichtbar durchsetzt, verspielt Vertrauen. Und Vertrauen ist die einzige harte Währung dieses Standorts.
Noch gravierender als die Probleme selbst ist das Muster dahinter: Schweigen, Relativieren, Verzögern. Das wirkt nicht wie souveräne Regulierung – sondern wie ein System, das sich vor konsequenter Selbstprüfung drückt.
Ein Finanzplatz, der seine Schwächen nicht transparent bereinigt, beschädigt seine eigene Glaubwürdigkeit nachhaltiger als jede externe Kritik. Liechtenstein riskiert genau das: den Ruf eines Standorts, der weniger durch Qualität als durch Wegsehen stabilisiert wird.
Die amerikanische Wirtschaft hat auch noch nie so geblüht wie zur Zeit unter dem beliebtesten und intelligentesten Präsidenten aller Zeiten… Man muss es nur oft genug sagen, vielleicht ist irgendwer so blöd und glaubt es.
Es ist seit Jahren bekannt, dass in Liechtenstein ein eng verflochtenes Netzwerk aus Treuhändern, Richtern und einheimischen Rechtsanwälten existiert, das immer Stiftungen und Trusts systematisch übernimmt und plündert. Nach außen werden solche Fälle regelmäßig als bedauerliche Ausnahmen dargestellt, während Opfer, nachdem sie ihre Vermögen verloren haben, erneut von einheimischen Rechtsanwälten zur Kasse gebeten zu werden und ein zweites Mal sehr viel Geld verlieren – ohne Aussicht auf Erfolg. Kritiker sprechen von einem eingespielten System gegenseitiger Loyalität, in dem kaum jemand bereit ist, Missstände offen anzusprechen oder Verantwortung zu übernehmen. Besonders schwer wiegt dabei der Vorwurf, dass diese Praktiken seit Jahren unter den Augen der politischen Führung und des Fürstenhauses stattfinden, ohne dass konsequente Aufarbeitung oder Reformen erkennbar wären.
«Internationale Finanzkriminalität: Liechtensteins weisse Fassade bröckelt»
Dass Liechtenstein korrupt und ein Piratennest ist, steht doch schon in allen Zeitungen, so wie hier:
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Liechtenstein verkauft der Welt das Märchen vom sauberen, stabilen Finanzplatz – während hinter der Fassade ein System aus Wegsehen, Protektion und organisierter Wirtschaftskriminalität gedeiht. Wer gut vernetzt ist, darf offenbar Vermögen verschieben, Begünstigte zermürben und Verfahren endlos verzögern, ohne ernsthafte Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Rechtsstaat endet dort, wo die Interessen von Treuhändern, Banken und Machteliten beginnen. Die eigentliche Krise ist nicht der nächste Skandal – sondern die staatlich geduldete Verlogenheit eines Systems, das Korruption und Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft, sondern absichert.
It is becoming increasingly clear that financial crime in Liechtenstein is not a series of isolated incidents, but follows a systemic and deeply entrenched criminal pattern. How much longer will the international community continue to look the other way?
Das ist weniger Realitätsverlust, sondern wie eine gezielt inszenierte Fassade. In Liechtensteins Finanzbranche weiß jeder, dass die hunderten „Zombie Trusts“, die nie endenden Skandale und die internationalen Warnungen zu Geldwäsche- und Antikorruptionsdefiziten das Vertrauen in den Finanzplatz massiv beschädigen. So wie auch die nicht neutrale Justiz. Selbst Berichte internationaler Institutionen mahnen seit Jahren strengere Kontrollen und echte Transparenz an. Trotzdem wird der Öffentlichkeit weiterhin erzählt, die Aussichten seien hervorragend. Wer die Realität kennt, kann diese Durchhalteparolen nur noch als bewusste Täuschung wahrnehmen.
Die Rolle des Fürsten in diesem – wie viele es bezeichnen – „kriminellen System“ gehört vor ein internationales Gericht. Wer in einem Staat das letzte Wort hat, trägt auch die volle politische und moralische Verantwortung für das, was dort geschieht.
Wer verstehen will, warum der Finanzplatz Liechtenstein unter zunehmendem Druck steht, muss sich weniger mit Einzelfällen beschäftigen als mit den Mustern, die dahinter sichtbar werden.
Was sich in einschlägigen Fällen wie dem Bacardi-Skandal, dem Asturion-Skandal der Stiftung der saudischen Königsfamilie oder dem Hartlaub-Skandal zeigt, wirkt wie ein immer gleiches Drehbuch: Zunächst werden innerhalb von Stiftungen oder Trusts von den neuen Treuhändern Vergütungsmodelle eingeführt mit Vergütungen von bis zu 1 Mio. Franken pro Treuhänder pro Jahr, die in ihrer Höhe zumindest erklärungsbedürftig erscheinen. Transparenz darüber bleibt für die eigentlich Berechtigten oft begrenzt.
Sobald Betroffene beginnen, ihre Rechte aktiv einzufordern, verschiebt sich das Kräfteverhältnis weiter. Informations- und Kontrollrechte werden zum Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen, die sich über Jahre hinziehen können. Die Neutralität der Justiz steht dabei sehr in Frage. In dieser Zeit bleibt effektive Kontrolle häufig theoretisch anstatt wie gesetzlich vorgesehen praktisch.
Hält der Widerstand an, folgen weitere Eskalationsstufen: die rechtliche Stellung von Begünstigten wird infrage gestellt, Verfahren vervielfachen sich, die Neutralität der Justiz steht weiter in Frage, und die Durchsetzung von Ansprüchen wird zunehmend zur Frage von Ausdauer und Ressourcen. Der Eindruck entsteht, dass nicht Klärung, sondern Ermüdung Teil der Dynamik ist. Die Justiz tut das Ihrige dazu.
Besonders problematisch wirkt dabei die Finanzierung: Die Mittel für diese Auseinandersetzungen stammen regelmäßig aus genau jenen Vermögenswerten, um deren ordnungsgemäße Verwaltung es eigentlich geht. Damit steht ein strukturelles Ungleichgewicht im Raum.
Noch gravierender ist die Wahrnehmung auf institutioneller Ebene: Wenn solche Konstellationen ohne sichtbare Konsequenzen bleiben, stellt sich unweigerlich die Frage nach der Wirksamkeit von Kontrolle, Aufsicht und gerichtlicher Korrektur.
Der eigentliche Schaden entsteht nicht durch den einzelnen Fall, sondern durch das Bild, das sich daraus ergibt: ein System, das Konflikte nicht auflöst, sondern verlängert – und in dem Verantwortlichkeit schwer greifbar bleibt.
Für einen Finanzplatz, der von Vertrauen lebt, ist genau dieses Bild das eigentliche Risiko.
Liechtenstein markets the illusion of a clean and stable financial centre to the world—while behind the façade, a system of willful blindness, protectionism, and organized financial misconduct continues to thrive. Those with the right connections appear able to move assets, wear down beneficiaries, and drag out proceedings indefinitely without facing meaningful consequences.
The rule of law seems to end where the interests of trustees, banks, and entrenched elites begin. The real crisis is not the next scandal—it is the state-tolerated dishonesty of a system that does not combat corruption and financial crime, but effectively shields it.
Das ist kein sauberes System mit Problemen – das Problem ist das System selbst.
Zombie trusts? What zombie trusts?
Liechtenstein likes to present itself as a modern, well-regulated financial centre. Increasingly, however, reality appears to suggest the opposite: a system that drags along structural legacies, tolerates opacity, and prefers to outwait criticism rather than confront it.
The debates surrounding “zombie trusts,” dormant structures, and the lack of effective enforcement mechanisms are not marginal issues—they expose a systemic blind spot. Anyone who merely claims oversight without visibly enforcing it undermines trust. And trust is the only hard currency this jurisdiction truly has.
More troubling than the issues themselves is the pattern behind them: silence, relativisation, delay. This does not resemble confident regulation—it looks like a system reluctant to subject itself to rigorous scrutiny.
A financial centre that fails to address its weaknesses transparently does more lasting damage to its credibility than any external criticism ever could. Liechtenstein risks exactly that: being seen as a jurisdiction sustained less by quality than by willful neglect.
Der Rechtsanwalt und Mit-Trustverwalter Bernhard Lorenz beantragte die Abberufung der Witwe von Lord Bacardi aus der Verwaltung jenes Trusts, den dieser zugunsten seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter errichtet hatte.
Der Richter am Fürstlichen Landgericht Mag. Stefan Rosenberger entsprach diesem Antrag und berief Lady Bacardi mit der Begründung ab, es liege ein Interessenkonflikt vor, da sie zugleich ihre eigenen Interessen sowie jene ihrer minderjährigen Tochter vertrete. Dabei entsprach die Wahrnehmung der Interessen der Tochter ihrer gesetzlichen Verpflichtung. Zudem hatte die Tochter nach Erreichen der Volljährigkeit die Handlungen ihrer Mutter ausdrücklich genehmigt.
Trotz dieser Genehmigung brachte Bernhard Lorenz vor, die Erklärung der Tochter sei unwirksam gewesen, da diese zum Zeitpunkt der Genehmigung erst seit vier Tagen volljährig gewesen sei. Dieses Argument ist offensichtlich nicht zutreffend. Gleichwohl ließ Richter Rosenberger die Genehmigung unberücksichtigt und sprach die Abberufung der Mutter aus der Trustverwaltung aus.
Das Obergericht unter dem Vorsitz von Richter Ungerank bestätigte in weiterer Folge die Entscheidung des Erstgerichts.
Ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken von Treuhändern und Richtern in Liechtenstein.
Es ist wirklich unglaublich, dass in Liechtenstein selbst Richter und Richterinnen mithelfen bzw. erst ermöglichen, dass Treuhänder Raubzüge durch Stiftungen durchführen können. Und das seit Jahren und unter der Schirmherrschaft der Regierung und der Fürstenfamilie.
US sanctions against Russia have led to hundreds of entities becoming legally paralysed
https://www.ft.com/content/af23d96b-0f09-4185-a7b1-60395da8c6ab
Wenn die Teilnehmer die Aussichten des Finanzplatzes trotz der massiven Schwierigkeiten als „gut“ einschätzen, ist das eine Form kollektiver Selbstberuhigung bzw. ein positives Narrativ trotz bekannter erheblicher struktureller Risiken für den gesamten Finanzplatz.
Das liechtensteinische Trust- und Stiftungswesen steht seit Jahren unter dem massiven Verdacht, dass einzelne Treuhänder und Richter in einer Weise zusammenwirken, die weniger dem Rechtsschutz der Begünstigten als vielmehr der Machterlangung und der Bereicherung jener dient, die die Vermögensstrukturen kontrollieren. Wo Gerichte eigentlich Kontrolle ausüben sollten, entsteht der Eindruck eines Systems gegenseitiger Absicherung.
Treuhänder erhalten dadurch faktisch eine nahezu unangreifbare Stellung: Sie kontrollieren Vermögen in Millionen- oder Milliardenhöhe, während Begünstigte und Familienmitglieder systematisch an den Rand gedrängt werden. Wer sich gegen diese Machtstrukturen wehrt, sieht sich nicht selten Entscheidungen gegenüber, die den Eindruck erwecken, als würden Interessenkonflikte und offensichtliche Widersprüche bewusst ignoriert.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass dieses System seit Jahren von den politischen und institutionellen Spitzen des Landes geduldet wird. Solange Fürstenhaus, Regierung und Justiz keine wirksamen Konsequenzen ziehen, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass nicht Rechtsstaatlichkeit oberste Priorität hat, sondern der Schutz eines Netzwerks aus Einfluss, Vermögensverwaltung und gegenseitiger Loyalität.
Der eigentliche Skandal ist daher nicht nur das Verhalten einzelner Akteure, sondern ein System, das nach außen Stabilität und Rechtssicherheit verkauft, intern jedoch den Eindruck vermittelt, dass Kontrolle dort endet, wo die Interessen mächtiger Treuhänder beginnen.
Ist nicht die Fürstenfamilie für die ganzen Machenschaften in Liechtenstein verantwortlich? Wenn sie nichts gegen die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein unternimmt, obwohl sie könnte. Macht man sich da nicht international strafbar?