Liechtenstein ist eine Skandallandschaft. Aber kaum einer schaut.
Kann das ein gesundes Geschäftsmodell sein? Seitdem die Zahl der Stiftungen und sonstiger Finanzvehikel dramatisch eingebrochen ist und weiter schrumpft, bedienen sich die Untreuhänder immer ungenierter an ihnen anvertrauten Vermögenswerten.
Dabei werden sie von skrupellosen Anwälten unterstützt, die im juristischen Kampf der Enteigneten und Betrogenen gegen ihre Untreuhänder-Stiftungsräte kiloweise Papierberge produzieren. Eingaben, Anträge, sinnloses Gelaber – pro Seite verdient der Anwalt im Schnitt 1000 Franken. Und wird aus dem Stiftungsvermögen bezahlt.
Unterstützt werden diese Beutelschneider durch die fürstlichen Gerichte, denen keine Begründung zu absurd ist, um einen klagenden Bestohlenen das Recht zu verweigern.
International berühmt wurde «der blosse Anschein einer möglichen Interessenkollision». Was der blosse Anschein von etwas Möglichem ist – ausserhalb von esoterischen Kreisen ist das völlig schleierhaft. Und jedem Juristen ausserhalb von Liechtenstein stellt es die Nackenhaare auf, wenn er einen solchen Unsinn zu sehen bekommt.
Denn eine Interessenkollision kann es geben. Wenn der treulose Stiftungsrat beispielsweise nicht die Interessen der Stiftung vertritt, sondern seiner eigenen Geldgier frönt. Das ist dann nicht möglich, sondern real und unmöglich.
Das ist auch kein blosser Anschein, sondern ein mit Zahlen belegbares Fehlverhalten. Aber da sagt der fürstliche Richter: ist da etwas? Ich sehe da nichts. Keine Möglichkeit, keinen Anschein, keine Kollision.
Ganz anders hingegen, wenn ein Begünstigter auch im Stiftungsrat sitzt. Das wird immer häufiger praktiziert, weil nur so der Begünstigte dem obligatorischen Treuhänder in dieser alleinherrschenden Institution auf die Finger schauen kann.
Aber schups, nun ist er Begünstigter und Stiftungsrat gleichzeitig. Das sind ja zwei verschiedene Positionen, und damit kann der Winkelanwalt, der den Treuhänder vertritt, triumphieren: zwei Eigenschaften, zwei Funktionen, da gibt es sicherlich eine Interessenkollision. Und wenn nicht, dann wenigstens den blossen Anschein.
Während die juristische Welt noch über solch barem Unsinn den Kopf schüttelt, sagt das fürstliche Gericht: genauso ist es, der Begünstigte und Stiftungsrat wird seines Amtes enthoben. Natürlich wird dieses Urteil durch alle Instanzen aufrecht erhalten.
Wehrt sich der Begünstigte gegen dieses offenkundige Unrecht und Fehlurteil, dann folgt Akt zwei der Justizposse. Damit geht er juristisch gegen seine Stiftung vor, und das ist ein ausreichender Grund, ihm auch noch die Begünstigung zu entziehen, wie es in den meisten Stiftungsstatuten festgehalten ist.
Dass er nicht gegen seine Stiftung, sondern gegen einen ungetreuen Stiftungsrat prozessiert, nun, solche Differenzierungen sind den fürstlichen Richtern wesensfremd.
Es ist Unrecht, es ist offenkundiger Rechtsmissbrauch, es ist ein Hohn gegen jeglichen blossen Anschein einer Rechtsstaatlichkeit. Aber das Aufsehen hält sich in letzter Zeit in Grenzen. Warum?
Weil das Fürstentum das unverdiente Glück hat, dass andere Ereignisse solche kleineren Schweinereien überstrahlen. Da wäre der Gazakrieg. Israels Kriege in seiner Umgebung. Der Irankrieg mit Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. Das immer erratischere Verhalten des US-Präsidenten, der jede Kritik an ihm mit Rachemassnahmen beantwortet.
Dann gäbe es den Benzin- und Ölpreis. Das Problem der blockierten Strasse von Hormuz. Den Ukrainekrieg. Chinas Ansprüche auf Taiwan. Das übliche Schlamassel in Lateinamerika. Die üblichen Tragödien in Afrika.
So kann das Ländle in diesem Windschatten seine kleineren und grösseren Schweinereien begehen, ohne dass das gross Aufmerksamkeit erregt.
Die 800 russischen Zombie-Fonds, die seit vielen Monaten herrenlos vor sich hindümpeln, während die in ihnen gelagerten Vermögenswerte von über 20 Milliarden Dollar verlottern – war da was, ist da was?
Das ist unverdientes Glück für das Fürstentum. Aber sicher kein tragfähiges Geschäftsmodell für die Zukunft.




Das Wirtschaftsmagazin CAPITAL berichtete:
«Er sei mittlerweile davon überzeugt, dass es vereinzelt ein Geschäftsmodell sei, den Kunden als „Selbstbedienungsladen“ anzusehen.»
„Oft sind die Treuhänder eiskalte Menschen, die nur das Geld sehen.“
https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden
«Internationale Finanzkriminalität: Liechtensteins weisse Fassade bröckelt»
Dass Liechtenstein korrupt und ein Piratennest ist, steht doch schon in allen Zeitungen, so wie hier:
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Richterin am Fürstlichen Landgericht Martina Schöpf-Herberstein hat keinen Interessenskonflikt der Treuhänder darin gesehen, dass diese die Begünstigung der vom Stifter eingesetzten Witwe und des Sohnes erst einmal bestritten haben, so dass diese ihre Begünstigung erst einmal in einem langwierigen Gerichtsverfahren feststellen lassen mussten. Konsequenzen für die Treuhänder, die dadurch viele Monate Zeit gewonnen haben, in denen sie völlig unkontrolliert das gewaltige Stiftungsvermögen verwalten und sich ihre Honorare selbst genehmigen konnten? Wurden diese deswegen abberufen? Natürlich nicht – kein Interessenskonflikt erkennbar.
Richterin am Fürstlichen Landgericht Martina Schöpf-Herberstein hat auch keinen Interessenskonflikt der Treuhänder darin gesehen, dass diese den Begünstigung der vom Stifter eingesetzten Witwe und des Sohnes anschliessend deren gesetzliches Auskunftsrecht verweigert haben, so dass diese ihr gesetzliches Auskunftsrecht erst in weiteren langwierigen Gerichtsverfahren wieder feststellen lassen mussten. Konsequenzen für die Treuhänder, die dadurch viele Monate Zeit gewonnen haben, in denen sie völlig unkontrolliert das gewaltige Stiftungsvermögen verwalten und sich ihre Honorare selbst genehmigen konnten? Wurden diese deswegen abberufen? Natürlich nicht – kein Interessenskonflikt erkennbar.
Das sind keine Einzelfälle, das ist ein strukturiertes System, das den Liechtensteiner Treuhändern dient und den ausländischen Begünstigten deren Rechte systematisch entzieht. Und das im Namen von Fürst und Volk.
Wenn Richter so ein Verhalten von Treuhändern durchgehen lassen, frage ich mich, ob das nicht organisierte Kriminalität ist.
Liechtenstein hat rund 39.000 Einwohner. Das führt zwangsläufig zu einem Justizumfeld, in dem Richter:innen, Rechtsanwält:innen, Treuhänder:innen, Politiker:innen und sonstige Wirtschaftsbeteiligte sich persönlich kennen, oft über Jahre oder Jahrzehnte. Diese personelle Verflechtung wird international als klassisches Risiko für Befangenheit in Kleinstaaten beschrieben. Liechtenstein ist ein Musterbeispiel dafür.
Und österreichische Richter:innen verdienen in Liechtenstein etwa das Doppelte von dem, was sie in Österreich verdienen würden. Aber sie müssen alle 5 Jahre im Amt bestätigt werden, so dass sie sich entsprechend verhalten müssen, so dass sie im Zweifel für die Liechtensteiner entscheiden, wollen sie ihr Amt behalten.
Ohne eine schnelle Lösung der «Zombie Trust» Krise, die seit eineinhalb Jahren Liechtensteins Finanzplatz bedroht und als unsicher erweist, kann das Problem auf den breiteren Finanzsektor übergreifen, der das Rückgrat der liechtensteinischen Wirtschaft bildet. Das kann von einer «Zombie Trust» Krise sehr schnell zu einer Finanzkrise in Liechtenstein führen und die Stabilität des Finanzsektors insgesamt stark gefährden.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Kleinheit ist hier kein Standortvorteil, sondern ein Systemfehler. Wo jeder jeden kennt und jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist, ersetzt Wegsehen die Aufsicht – und Veruntreuung wird zur stillen Begleiterscheinung. Ein Finanzplatz, der Kontrolle scheut, verspielt seine Glaubwürdigkeit.
Der Beitrag trifft einen Nerv: Das Problem sind nicht ein paar Ausreißer, sondern ein System, das sich selbst schützt. Hinter der Fassade aus Regulierung und „Rechtsstaatlichkeit“ wirkt vieles wie ein gut organisiertes Wegsehen.
In einem so engen Geflecht aus Politik, Justiz und Finanzindustrie überrascht es kaum, dass echte Konsequenzen selten sind. Kritik wird als Übertreibung abgetan – genau das hält die Strukturen stabil.
Wer hier noch von Einzelfällen spricht, macht es sich bequem. Der eigentliche Skandal ist, dass die bekannten Schwachstellen seit Jahren bestehen – und offenbar niemand ernsthaft ein Interesse hat, sie zu beseitigen.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
US sanctions against Russia have led to hundreds of entities becoming legally paralysed
https://www.ft.com/content/af23d96b-0f09-4185-a7b1-60395da8c6ab
Wirtschaftskriminalität und organisierte kriminelle Strukturen sind ein ernstes strukturelles Problem in Liechtenstein. Aus unserer Erfahrung als überregional tätige Rechtsanwaltskanzlei wissen wir, dass der Umgang mit entsprechenden Sachverhalten besondere rechtliche und strategische Sorgfalt erfordert. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige wesentliche Hinweise geben.
1. Überprüfung und Anfechtung liechtensteinischer Gerichtsentscheidungen
Sollten Sie Entscheidungen liechtensteinischer Gerichte erhalten haben, deren Unabhängigkeit oder Neutralität aus Ihrer Sicht zweifelhaft erscheint, sollte eine Weiterverfolgung des Rechtswegs bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erfolgen. Erfahrungswerte zeigen, dass ein erheblicher Teil der gegen Liechtenstein gerichteten Beschwerden vor dem EGMR erfolgreich war. Die Entscheidungen des EGMR sind für Liechtenstein verbindlich und können entsprechende innerstaatliche Urteile korrigieren.
2. Information des Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft
Darüber raten wir, den Sachverhalt dem Legal Attaché’s Office der Botschaft der Vereinigten Staaten in Bern zu melden. Diese Stelle ist dem amerikanischen Justizministerium zugeordnet und befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung international agierender krimineller Vereinigungen. Auf Grundlage des RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) besteht eine weitreichende Zuständigkeit für grenzüberschreitende Fälle organisierter Kriminalität. Dieses Instrument wurde beispielsweise auch in international bedeutenden Verfahren mit globalem Bezug angewandt.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Unabhängigkeit der rechtlichen Beratung
Sollten liechtensteinische Rechtsberater von solchen Schritten abraten, ist eine kritische Prüfung der Beweggründe ratsam. In Einzelfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass lokale Interessen oder strukturelle Abhängigkeiten die Empfehlung beeinflussen. Eine unabhängige, grenzüberschreitend erfahrene rechtliche Einschätzung ist daher häufig von Vorteil.
Fazit
Die konsequente Wahrnehmung und Durchsetzung eigener Rechte ist ein zentraler Baustein im Umgang mit Wirtschafts- und organisierter Kriminalität. Betroffene sollten verfügbare nationale und internationale Rechtsmittel sorgfältig prüfen und nutzen. Entschlossenes, informiertes Vorgehen kann entscheidend dazu beitragen, bestehende Missstände rechtlich überprüfen zu lassen.
Economic crime and organized criminal structures constitute a serious structural problem in Liechtenstein. Based on our experience as a law firm operating across jurisdictions, we are aware that dealing with such matters requires particular legal and strategic diligence. Against this background, we would like to outline several key considerations.
1. Review and Challenge of Liechtenstein Court Decisions
If you have received decisions from Liechtenstein courts that, in your view, raise doubts as to their independence or impartiality, consideration should be given to pursuing legal remedies up to the European Court of Human Rights (ECHR). Empirical experience indicates that a significant proportion of applications brought against Liechtenstein before the ECHR have been successful. The judgments of the ECHR are binding on Liechtenstein and may result in the correction of relevant domestic court decisions.
2. Notification of the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy
In addition, we strongly recommend reporting the matter to the Legal Attaché’s Office of the Embassy of the United States in Bern. This office operates under the authority of the U.S. Department of Justice and is, among other things, involved in combating internationally operating criminal organizations. Pursuant to the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), there is extensive jurisdiction over cross-border cases of organized crime. This legal instrument has also been applied in internationally significant proceedings involving global networks.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independence of Legal Advice
If Liechtenstein-based legal advisers discourage the above steps, a critical assessment of the underlying reasons is advisable. In individual cases, it cannot be ruled out that local interests or structural dependencies may influence such recommendations. An independent legal assessment by counsel experienced in cross-border matters is therefore often beneficial.
Conclusion
The consistent assertion and enforcement of one’s legal rights is a key element in addressing economic crime and organized criminal activity. Affected parties should carefully assess and make use of available domestic and international legal remedies. A determined and well-informed approach can play a decisive role in ensuring that alleged misconduct is subjected to legal review.
Den of thieves.
La delincuencia económica y las estructuras de delincuencia organizada constituyen un grave problema estructural en Liechtenstein. A partir de nuestra experiencia como despacho de abogados con actividad suprarregional, sabemos que el tratamiento de este tipo de situaciones requiere una especial diligencia jurídica y estratégica. En este contexto, deseamos exponer algunas consideraciones fundamentales.
1. Revisión e impugnación de resoluciones judiciales de Liechtenstein
Si ha recibido resoluciones de tribunales de Liechtenstein cuya independencia o imparcialidad le parezca cuestionable, debe considerarse la continuación de la vía judicial hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). La experiencia demuestra que una parte significativa de las demandas presentadas contra Liechtenstein ante el TEDH ha tenido éxito. Las sentencias del TEDH son vinculantes para Liechtenstein y pueden dar lugar a la corrección de resoluciones judiciales nacionales correspondientes.
2. Comunicación al Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos
Asimismo, recomendamos poner los hechos en conocimiento del Legal Attaché’s Office de la Embajada de los Estados Unidos en Berna. Esta oficina depende del Departamento de Justicia de los Estados Unidos y se ocupa, entre otras funciones, de la lucha contra organizaciones criminales con actividad internacional. En virtud de la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), existe una amplia competencia en casos transfronterizos de delincuencia organizada. Este instrumento legal ha sido aplicado, por ejemplo, en procedimientos de relevancia internacional con alcance global.
Contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Independencia del asesoramiento jurídico
Si asesores jurídicos establecidos en Liechtenstein desaconsejan la adopción de estas medidas, resulta recomendable realizar un análisis crítico de los motivos subyacentes. En casos concretos, no puede excluirse que intereses locales o dependencias estructurales influyan en dichas recomendaciones. Por ello, suele ser ventajoso contar con una evaluación jurídica independiente por parte de profesionales con experiencia en asuntos transfronterizos.
Conclusión
La defensa y ejecución coherente de los propios derechos constituye un elemento central en la lucha contra la delincuencia económica y organizada. Las personas afectadas deben examinar detenidamente y utilizar los recursos legales disponibles a nivel nacional e internacional. Un enfoque decidido e informado puede contribuir de manera determinante a que posibles irregularidades sean sometidas a revisión judicial.
La criminalité économique et les structures de criminalité organisée constituent un problème structurel grave au Liechtenstein. Forts de notre expérience en tant que cabinet d’avocats exerçant à l’échelle suprarégionale, nous savons que le traitement de ce type de situations exige une diligence juridique et stratégique particulière. Dans ce contexte, nous souhaitons formuler plusieurs observations essentielles.
1. Examen et contestation des décisions judiciaires liechtensteinoises
Si vous avez été destinataire de décisions émanant des juridictions du Liechtenstein dont l’indépendance ou l’impartialité vous paraît discutable, il convient d’envisager la poursuite des recours jusqu’à la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). L’expérience démontre qu’une proportion significative des requêtes introduites contre le Liechtenstein devant la CEDH a abouti favorablement. Les arrêts de la CEDH sont contraignants pour le Liechtenstein et peuvent conduire à la révision ou à la correction des décisions judiciaires internes concernées.
2. Information du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis
Nous recommandons en outre de porter les faits à la connaissance du Legal Attaché’s Office de l’Ambassade des États-Unis à Berne. Ce service relève du Département de la Justice des États-Unis et intervient notamment dans la lutte contre les organisations criminelles opérant à l’échelle internationale. En vertu du RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), il dispose d’une compétence étendue en matière de criminalité organisée transfrontalière. Cet instrument juridique a notamment été appliqué dans des procédures de portée internationale impliquant des réseaux mondiaux.
Contact :
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Indépendance du conseil juridique
Si des conseillers juridiques établis au Liechtenstein déconseillent l’adoption de telles démarches, il est recommandé de procéder à un examen critique des motifs invoqués. Dans certains cas, il ne peut être exclu que des intérêts locaux ou des dépendances structurelles influencent ces recommandations. Il est donc souvent opportun de solliciter une évaluation juridique indépendante auprès de praticiens disposant d’une expérience en matière de dossiers transfrontaliers.
Conclusion
L’exercice cohérent et déterminé de ses droits constitue un élément central dans la lutte contre la criminalité économique et la criminalité organisée. Les personnes concernées devraient examiner avec soin et utiliser les voies de recours disponibles tant au niveau national qu’international. Une approche résolue et éclairée peut jouer un rôle déterminant dans la soumission de situations litigieuses à un examen juridique effectif.
Vieles von dem, was hier beschrieben wird, ist doch längst kein Geheimnis mehr – und genau das ist der Skandal. Ein System, das seine Schwächen kennt und sie trotzdem duldet, ist kein Ausrutscher, sondern Absicht.
Solange Transparenz nur behauptet und Verantwortung weitergereicht wird, bleibt der Eindruck bestehen: Man verwaltet die Probleme – statt sie zu lösen.
Die Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen am Fall der Hartlaub Stiftung, wie Treuhändern in Liechtenstein richtig funktioniert.
Schritt 1:
Man genehmigt sich selbst aus der Stiftung, deren Interessen man eigentlich wahrnehmen sollte, monatlich zwischen 75’000 und 100’000 Franken – pro Person, versteht sich. Die 25’000 Franken Grundpauschale im Jahr pro Person kommen noch dazu. Also knapp 1 Mio. Franken im Jahr pro Person.
Schritt 2:
Wagt es ein Begünstigter, gegen dieses Geschäftsmodell juristisch vorzugehen, wird er kurzerhand kaltgestellt. Einfach das gesetzliche Informations- und Kontrollrecht entziehen – und schon ist für drei Jahre Ruhe im Karton. Kontrolle? Transparenz? Nicht im Drehbuch in Liechtenstein vorgesehen. Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich nicht.
Schritt 3:
Falls der unliebsame Begünstigte danach immer noch nicht aufgibt, wird ihm eben die Begünstigung entzogen. Problem gelöst – denn ohne Begünstigung kein Antragsrecht. Zack, juristisch aus dem Spiel genommen. Soll er doch jahrelang dagegen klagen! Konsequenz durch das liechtensteinische Gericht? Natürlich keine.
Schritt 4:
Zur Abrundung gibt’s dann noch Strafanzeigen wegen angeblicher Untreue gegen Begünstigte. Angriff ist die beste Verteidigung – auf Kosten der Stiftung, versteht sich. Konsequenz durch das Gericht? Natürlich keine.
Und das Beste daran:
Die Kriegskasse für all diese Manöver stammt natürlich direkt aus dem Stiftungsvermögen. Man kämpft also auf fremde Rechnung – gegen die, deren Interessen man eigentlich schützen sollte. Und auf deren Kosten.
Richterin Diana Kind konnte in dem Verhalten der beiden Treuhänder keinen Interessenskonflikt erkennen. Wenn das auch in der zweiten Instanz durchgeht – ohne Abberufung durch das Gericht – dann verdienen Batliner und Wanger wahrlich einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der liechtensteinischen Treuhänder. Eine Million Franken jährlich als Belohnung für das perfekte Drehbuch zum Dekantieren, also Ausnehmen einer Stiftung. Und jeder Liechtensteiner Treuhänder, der dieses Modell nicht kopiert, wäre dumm.
Solche Machenschaften und Spielchen funktionieren auch nur in Liechtenstein, da man davon ausgeht, dass es niemand mitbekommt. Und da jeder mit jedem verwandt und verschwägert ist und keiner den anderen vernadert. Und da die Beute ja irgendwo im Land ausgegeben wird. Also müssen auch die „unabhängigen“ Richter:innen in Liechtenstein solche Machenschaften protegieren. Mit Rechtsstaatlichkeit hat das nichts zu tun, das erinnert eher an organisierte Kriminalität.
Eine Million im Jahr für jeden der beiden Stiftungsräte???
Das ist die Jahresvergütung eines Mitglieds der Geschäftsleitung der LLB. Und das für eine Vollzeittätigkeit.
Und da erkennt die Richterin keinen Interessenskonflikt?
Sind sich die Richter*innen in Liechtenstein für gar nichts zu blöd?
Der Rechtsanwalt und Mit-Trustverwalter Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser) beantragt die Abberufung der Witwe von Lord Bacardi, der den Trust für seine Frau und die gemeinsame Tochter gegründet hatte. Richter Mag. Stefan Rosenberger vom Fürstlichen Landgericht beruft Lady Bacardi mit der Begründung ab, sie habe einen Interessenskonflikt, weil sie zugleich ihre eigenen Interessen und die ihrer minderjährigen Tochter vertritt. Zum einen ist dass ihre gesetzliche Pflicht, zum anderen hat die Tochter sobald sie volljährig war, die Handlungen ihrer Mutter genehmigt. Aufgrund der Genehmigung der Tochter hätte ihre Mutter nicht mehr abberufen werden können..Bernhard Lorenz trägt noch vor, dass die Genehmigung der Tochter nicht wirksam gewesen sei, da die Tochter bei Abgabe der Genehmigung erst vier Tage volljährig gewesen ist (was für ein Unsinn!). Richter Mag. Stefan Rosenberger ignoriert die Genehmigung der Tochter einfach und beruft die Mutter aus der Trustverwaltung ab. Das Obergericht, 1. Senat unter Richter Ungerank bestätigt erwartungsgemäss die Entscheidung von Richter Rosenberger.
Witwe Bacardi erhält anders als in Liechtenstein in der Schweiz Recht und erwirkt in der Schweiz ein Gerichtsurteil, dass sie Zugriff auf ein Schweizer Konto des Trusts erhält. Was macht Treuhänder Bernhard Lorenz kurz vor Rechtskraft des Urteils? Er räumt das Konto ab und verfrachtet das Geld nach Liechtenstein.
Die Quittung für die ständigen, nicht abreissenden Skandale sind doch der Rückgang des Geschäfts in Liechtenstein. Inzwischen hat sich allgemein herumgesprochen, dass die Vertrauenswürdigkeit nicht mehr gewährleistet ist, ständige Skandale, eine fragwürdige Justiz und Vetternwirtschaft dominieren.
Wie der vorhergehende Artikel aufgezeigt hat ist seit 2014, also in den letzten 10 Jahren in Liechtenstein die Anzahl
– aller Rechtseinheiten um 44,5 % eingebrochen, von über 41’000 auf nur noch etwa 23’000
– der Stiftungen um 65 % eingebrochen, von 20’317 auf nur noch 7’145
Die Statistik zeigt den Rückgang in aller Deutlichkeit
https://www.stifa.li/zahlen-fakten/
Wenn ein Finanzplatz (39.000 Einwohner) so klein ist, dass Nähe Kontrolle ersetzt, wird Transparenz zum Luxus. Wer unter dem Radar bleibt, entzieht sich nicht nur dem Blick der Aufsicht, sondern auch der Verantwortung. Genau hier liegt das Problem: Größe darf kein Schutzschild für Treuhänder sein – weder gegen Kontrolle noch gegen Haftung. Vertrauen entsteht nicht im Windschatten, sondern durch konsequente Aufklärung.
Liechtenstein is examining tightening control of scores of Russian-linked trusts abandoned by their managers under pressure from Washington, according to several people familiar with the matter.
The country, one of the world’s smallest and richest, is home to thousands of low-tax trusts, hundreds of which have links to Russians, two of the people with direct knowledge of the matter said, putting it in the crosshairs of Western efforts to sanction Moscow.
Since Russia’s invasion of Ukraine, the U.S. Treasury has sanctioned several individuals and trusts, opens new tab in Liechtenstein it said, opens new tab were linked, opens new tab to Russian oligarchs, including Vladimir Potanin, and a long-time ally of Russian President Vladimir Putin, Gennady Timchenko
https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/
Wenn in Liechtenstein Macht in allen drei Gewalten faktisch beim Fürsten kulminiert, endet Verantwortung nicht beim formalen Zuständigkeitsverweis. Wer das letzte Wort hat, trägt zumindest moralische Gesamtverantwortung. Wirtschaftskriminalität ist kein Naturereignis: Sie gedeiht nur dort, wo Aufsicht versagt und politischer Wille fehlt. Wer handeln könnte, es aber unterlässt, macht sich nicht unschuldig – sondern mitschuldig durch Passivität.
Kritik an der Neutralität und Unabhängigkeit der Justiz in Liechtenstein taucht seit Jahren immer wieder auf – nicht nur in Medien, sondern auch in Fachkreisen, der Wissenschaft, bei internationalen Institutionen und innerhalb Liechtensteins selbst.
Es gibt strukturelle Gründe, weshalb Zweifel an einer „100 %igen“ Neutralität der liechtensteinischen Justiz nachvollziehbar sind.
Ein erheblicher Teil komplexer Gerichtsverfahren betrifft Stiftungen, Trusts, Vermögensstrukturen oder internationale Erbfälle. Diese Verfahren sind wirtschaftlich lukrativ, international sensibel und betreffen häufig lokal stark vernetzte Akteure.
Ein Justizsystem, das stark von einem Wirtschaftssektor lebt, ist anfällig für systemische Verzerrungen, auch ohne individuelle Rechtsverstösse.
Sprich, die Justiz ist abhängig vom „guten Funktionieren“ dieses Geschäftsmodells.
800 Zombie Trusts, die seit eineinhalb Jahren verwaist sind, überlebt kein Finnazplatz.
Ohne eine schnelle Lösung der «Zombie Trust» Krise, die seit eineinhalb Jahren Liechtensteins Finanzplatz bedroht und als unsicher erweist, kann das Problem auf den breiteren Finanzsektor übergreifen, der das Rückgrat der liechtensteinischen Wirtschaft bildet. Das kann von einer «Zombie Trust» Krise sehr schnell zu einer Finanzkrise in Liechtenstein führen und die Stabilität des Finanzsektors insgesamt stark gefährden.
Kein Wunder, dass sich in den letzten 10 Jahren die Anzahl der Gesellschaften in Liechtenstein halbiert hat und die Anzahl der Stiftungen um 2/3 zurückgegangen ist. Das System in Liechtenstein ist eben aufgeflogen.
Längst hat sich auch der BND (Bundesnachrichtendienst) mit dem Fürstentum Liechtenstein befasst. Die Dienstler wissen allzugenau, wer dort sein Geld bunkert: rechtlich versteckt in einer anonymen Stiftung, gebunkert auf einem Schweizer Konto. Liechtenstein und die Schweiz stellen für derlei Zwecke ein einheitliches Geschäftsmodell bereit: Für Drogenbarone und Paramilitärs, gestürzte Tyrannen, Menschenhändler, Waffenschieber und andere Reiche, die sich zuhause im Glanz ihres unbefleckten Ruhmes sonnen wollen.
https://www.anstageslicht.de/themen/finanzsystem/whistleblower-rudolf-elmer-gegen-bank-julius-baer/vom-ende-des-schweizer-bankgeheimnis
Der Fisch stinkt vom Kopf…
Im liechtensteinischen Trust- und Stiftungswesen zeigt sich ein strukturelles Problem, das seit Jahren ungelöst bleibt. Immer wieder berichten Betroffene, dass sich Treuhänder nach Einbringung der Vermögenswerte von vertrauensvollen Verwaltern zu Akteuren wandeln, die gezielt darauf hinarbeiten, den ursprünglichen Stifter oder die Begünstigten aus jeder Form der Einflussnahme zu verdrängen – unterstützt durch eng verflochtene Netzwerke innerhalb von Justiz und Verwaltung.
Sobald der Stifter oder die Begünstigten entfernt sind, scheint häufig der nächste Schritt zu folgen: die schrittweise Entmachtung oder vollständige Ausschaltung der Begünstigten. Nicht jeder Treuhänder handelt so, doch die Vielzahl dokumentierter Fälle legt nahe, dass es sich nicht mehr nur um bedauerliche Einzelfälle handelt, sondern um ein System im gesamten Sektor.
Der Eindruck drängt sich auf, dass hier potenziell organisierte, wirtschaftskriminelle Strukturen am Werk sind – und dass diese Problematik längst auch auf höchster Ebene bekannt ist. Umso schwerer wiegt der Umstand, dass von Fürst und Regierung bislang kaum sichtbare Anstrengungen unternommen werden, dieser Entwicklung energisch entgegenzutreten, sondern die Tatsachen unter den Teppich kehren wollen.
Das «System» in Liechtenstein funktioniert so, dass jeder mit jedem verwandt und verschwägert ist und niemand ein Wort gegen den anderen sagen würde, aus Furcht, dessen ganze Verwandtschaft gegen sich aufzubringen und im Ländle ausgestoßen und zum Aussenseiter zu werden. So läuft das im Ländle eben, die Branche arbeitet auf dieser Grundlage.
Recht wird im Ländle nicht konsequent umgesetzt, die Justiz greift nicht durch, die Gerichte schützen bestimmte Interessen, Vetterliwirtschaft ist höherrangig als Recht und Gesetz.
All dies wird genutzt, um Vermögen zu verschieben, dem Zugriff der Berechtigten zu entziehen. Missbrauch ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel, dafür sind die Strukturen (Stiftungen und Trusts) da, so werden sie regelmässig von untreuen Treuhändern genutzt.
So läuft es eben in Liechtenstein.
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen «Oldtimer-Treuhänder» Norbert Seeger
Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen.
Die Verdachtsmeldung einer Bank brachte alles ins Rollen. Seit 2020 ermittelten Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter gegen einen Rechtsanwalt und Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft. Bekannt ist der langjährig tätige Mann mit seiner kleinen Kanzlei in Vaduz nicht nur aufgrund seines früheren politischen Engagements und verschiedenen öffentlichen Positionen, die er innehatte, sondern auch für seine beachtliche Rolls-Royce- und Bentley-Sammlung voller Raritäten, die er im Sommer 2020 für rund zehn Millionen Franken in einer privaten Auktion über Sotheby’s versteigerte.
«Dem Beschuldigten werden das Verbrechen der Untreue in 26 Fällen, das Vergehen der Veruntreuung in zwei Fällen sowie das Verbrechen der Geldwäscherei zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von einem Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Franken aus», heisst es in der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
Für einen Finanzstandort sind die systemischen Skandale, die ständig auftreten, strukturell verursacht (wenn nicht sogar erwünscht) sind und mangelnde Konsequenzen nach sich ziehen, nicht nur abträglich, sondern existenzgefährdend.
Weiterhin: wenn selbst nicht sanktionierte Personen plötzlich den Zugriff auf ihr Vermögen verlieren, ist das kein bedauerlicher Einzelfall, sondern ein massiver Vertrauensbruch.
Eigentumsgarantie und Rechtssicherheit sind die Grundpfeiler jedes seriösen Finanzplatzes. Wo sie faktisch außer Kraft gesetzt werden, verliert ein Finanzstandort seine Legitimität – und letztlich auch seine Glaubwürdigkeit. Akzeptabel ist das nicht, sondern ein Offenbarungseid.
Beim Kapern und Plündern («Dekantieren») insbesondere vermögender Stiftungen und Trusts (z.B. im Bacardi-Fall im Wert von etwa 750 Millionen Franken) handelt es sich nicht um «bedauerliche Einzelfälle», wie den unerfahrenen, naiven ausländischen Betroffenen allenthalben in Liechtenstein suggeriert wird. So von der linientreuen Fürstengazette Vaterland, den hiervon profitierenden Liechtensteiner Rechtsanwälten, die abends mit den Tätern beim Bier zusammen sitzen und sich über die «Neuen» kaputtlachen. Die «Neuen» werden ein paar Jahre gemolken, bevor sie eher ohne ihr Recht und ohne ihr Vermögen vom Acker machen und sich über den «bedauerlichen Einzelfall» und die «unverständliche Gerichtsentscheidung» ärgern oder aber im Ausnahmefall mit ihrem Recht und dem restlich verbliebenen Vermögen, nach Zahlung horrender Rechtsanwaltskosten in Liechtenstein.
Es handelt sich vielmehr ganz klar um ein systematisches Vorgehen, welches seit Jahren x-fach zur Anwendung kam, um eine ausgefeilte, jahrelang verfeinerte und eingeübte Methode von hierauf spezialisierten ausgekochten Profis: Jeder im Ländle weiss dies, aber die Omertà verbietet es, hierüber zu sprechen.,
Naiver Betroffener trifft auf ausgekochte Profis, der naive Betroffene braucht erst einmal endlos, bevor er versteht, was hier überhaupt gespielt wird. Das erinnert en einen gutmütigen Rentner aus dem schönen Bergdorf, der am Eifelturm auf ein Vollprofi-Team von ausgekochten Hütchenspielern trifft, die das Spiel seit Jahren spielen. Die sind mit allen Wassern gewaschen, wissen wie man mit Hilfe kapert, plündert, einschüchtert, droht, maximal Druck aufbaut etc.
It seems that white-collar crime is prevalent in Liechtenstein. One should exercise extreme caution if they are seriously considering moving their assets to Liechtenstein.
I want my money back. Stealing is not good. You take money, now give back. This very bad.
Meines Erachtens trägt der Fürst die Verantwortung für die Skandallandschaft. Wenn es keine echte Gewaltenteilung gibt und er überall das letzte Wort hat, dann ist er für strukturelle Defizite, Korruption und Kriminalität in seinem Land verantwortlich.