Das Fürstentum ist stolz auf seine Stiftungen und Finanzvehikel. Nur: immer weniger wollen sie.

Das kommt halt davon, wenn man seinen Ruf gnadenlos ruiniert. Als Herbert Batliner die vermeintlich geniale Erfindung machte, liechtensteinische Stiftungen als Schwarzgeld- und Steuerhinterziehungsbunker zu missbrauchen, explodierte die Anzahl.

Und die paar Handvoll Liechtensteiner Treuhänder verdienten sich blöd. Denn der weise Fürscht hatte geruht, gesetzlich verankern zu lassen, dass in jeder Stiftung mindestens ein Treuhänder, und zwar natürlich aus Liechtenstein, Einsitz nehmen muss. Als Stiftungsrat.

Und weil dass das allmächtige Herrschaftsorgan ist, bietet die Stelle viele Möglichkeiten für Spass und Tollerei. Je nachdem, wie ausgeprägt die Geldgier und die kriminelle Energie des ungetreuen Stiftungsrats ist.

Aber der Ruf des Trägers des Komturkreuzes des Fürstlichen Liechtensteinischen Verdienstordens, des Grosskreuzes mit Brillanten des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens, des Fürstlichen Kommerzialrats Batliner war ziemlich bekleckert, als er in Schimpf und Schande ins Grab sank.

Er musste noch erleben, wie sein Geldscheffelmodell von Staaten geschleift wurde, die nach der Finanzkrise eins 2008 dringenden Steuerbedarf hatten.

Da krachten dann Stiftungen zu Tausenden zusammen, und unter den Treuhändern begann grosses Geschrei und Wehklagen. Die Cleveren, und auch solche gibt es ein paar wenige, begannen, die verbliebenen Stiftungen und andere Finanzvehikel in einer Art zu melken, über die sich jede Kuh beschweren würde.

Bei solchen Übergriffen ins Kässeli wussten die Untreuhänder immer, dass sie von der fürstlichen Justiz geschont und beschützt würden, sollte ein Enteigneter so blöd sein, den Rechtsweg beschreiten zu wollen.

Aber: das sorgte dann halt leider für eine nicht abreissende Kette von Skandalen mit internationaler Beachtung. Und dabei haben wir die 800 russischen Zombie-Fonds noch gar nicht erwähnt.

Also schrumpft und schrumpft der Bestand an solchen Konstrukten weiterhin. Gerade hat die Stiftungsaufsichtsbehörde die frischesten Zahlen veröffentlicht. So sad, würde Präsident Trump dazu sagen.

Denn aktuell gibt es gerade noch mal 7145 Stiftungen im Ländle. Einerseits: das bedeutet, wenn die Welt gerecht wäre und jeder der rund 130 Treuhänder gleich viele Stiftungen betreuen würde, dass er rund 55 mal Einsitz in den Stiftungsräten hätte. Grundgebühr, Aktenstudium, Verwaltung, Aufsicht, Steuererklärung und was ihm als Vorwand sonst noch alles einfällt: macht mal mindestens 20’000 Franken im Jahr. Pro Stiftung, versteht sich.

Ds sind 1,1 Millionen Franken Grundeinkommen für nix und Pipifax.

Aber die Welt ist natürlich nicht so gerecht; es gibt die Multistiftungsräte und diejenigen Treuhänder, die mit ganz wenigen über die Runden kommen müssen.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre: die Anzahl solcher Konstrukte schrumpft und schrumpft von Jahr zu Jahr.

Gab es 2014 immerhin noch 20’317 Stiftungen, sind es aktuell eben nur noch 7145. Das ist ein Rückgang um sagenhafte knapp 65 Prozent, zwei Drittel sind hops gegangen.

Und auch vom Vorjahr auf das aktuelle Jahr schrumpften die Stiftungen um 3,26 Prozent. Da muss man als Treuhänder ganz tapfer sein und allenfalls auch an den Verkauf seines Porsche Taycan denken.

Es gibt nicht nur Stiftungen, sondern weitere Rechtseinheiten wie Trusts usw. Aber auch da herrscht Heulen und Zähneklappern: Waren es 2014 noch über 41’000, sind es heute noch knapp 23’000. Rückgang um 44,5 Prozent, fast halbiert.

Und im Vergleich zum letzten Jahr mussten auch hier die Treuhänder einen Verlust von 381 Stück wegstecken.

Schlimm, schrecklich, zum Fürchten. Und am schlimmsten ist: man kann ausrechnen, wann bei der letzten Stiftung, dem letzten Finanzvehikel das Licht ausgeht.

Was machen dann die Treuhänder? Die haben doch nichts anderes gelernt und praktiziert. Und so viele Taxifahrer und Kellner braucht’s dann auch nicht im Ländle.

22 Kommentare
  1. Systematische Enteignung unter dem Deckmantel der Justiz
    Systematische Enteignung unter dem Deckmantel der Justiz sagte:

    Liechtenstein hat sich vom einst renommierten Finanzplatz zu einem Paradebeispiel für institutionalisierte Rechtsverweigerung entwickelt. Über Jahre wurden internationale Stiftungen und Trusts durch ein Netzwerk aus Treuhändern, Anwälten und mutmaßlich nicht neutralen Richtern systematisch enteignet – ein kriminelles System, das unter dem Tarnbegriff „Dekantierung“ operierte.

    Die Opfer wurden bewusst getäuscht: Jeder Fall wurde ihnen als „Einzelfall“ verkauft, während in Wahrheit ein strukturiertes und systematisches Vorgehen dahinterstand. Profit gemacht haben alle – außer den rechtmäßigen Eigentümern: lokale Treuhänder, Anwälte und möglicherweise auch Richter. Die politische Spitze schwieg – und durch ihr Schweigen schützte oder unterstützte sie das System.

    Liechtenstein hat nicht nur Vertrauen verspielt – es hat seine rechtliche Glaubwürdigkeit geopfert. Wer hier noch von einem sicheren Rechtsstaat spricht, macht sich zum Komplizen eines perfiden Machtmissbrauchs.

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    • Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
      Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

      Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
      https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

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  2. Michael
    Michael sagte:

    In Liechtenstein gab es vor dem Automatischen Informationsaustausch (AIA) zeitweise mehr Stiftungen als Einwohner (38.000). Der Rückgang ist aber nicht nur auf den Automatischen Informationsaustausch zurückzuführen, sondern auch auf die unzähligen Skandale, in denen Treuhänder mit Hilfe Liechtensteiner Richter Vermögen aus Stiftungen und Trusts veruntreut haben. Die zahlreichen Medienberichte sind da nur die Spitze des Eisbergs.

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  3. Christoph Hagleitner
    Christoph Hagleitner sagte:

    Wenn zwei Drittel der Stiftungen und fast die Hälfte der sonstigen Rechtseinheiten in den letzten 10 Jahren verloren gegangen sind und es so weitergeht, dann ist in drei Jahren keine Stiftung und in 10 Jahren keine sonstige Rechtseinheit mehr vorhanden. Will Liechtenstein dann von seinen Casinos leben?

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  4. Dagmar
    Dagmar sagte:

    Der Artikel bringt es leider ziemlich genau auf den Punkt. Nach außen verkauft sich Liechtenstein gerne als moderner, stabiler Finanzplatz – doch je genauer man hinschaut, desto mehr bröckelt diese Fassade. Immer wieder tauchen Berichte über problematische Stiftungs- und Trust-Strukturen, fragwürdige Geldflüsse und eine Justiz auf, deren Unabhängigkeit zumindest fragwürdig ist.

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  5. MONEYVAL über Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein
    MONEYVAL über Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sagte:

    Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    Für einen Finanzplatz ist diese Feststellung des Europarats kritisch, da sie Vertrauen in Produkte und Strukturen (Stiftungen, Anlagen) unterminiert und Kunden- und Investorenschutz infrage stellt.

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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    • Hütchenspieler in Liechtenstein
      Hütchenspieler in Liechtenstein sagte:

      Das System des Finanzbetrugs in Liechtenstein gibt es bekanntlich seit Jahren – die Fürstenjustiz spielt mit. Und dennoch finden sich immer wieder neue Opfer.

      Das erinnert an Hütchenspieler – obwohl jeder weiss, dass hier getrickst wird, finden sich doch immer wieder neue Opfer.

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  6. Psychopath
    Psychopath sagte:

    Es bleibt der Eindruck, dass das Geschäftsmodell des Finanzplatzes lange davon lebte, möglichst wenig Fragen zur Herkunft von Geldern zu stellen – ein Ansatz, der heute zunehmend zum Problem wird.

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  7. Rat für Betroffene der Wirtschaftskriminalität in Liechtensteinsagte:
    Rat für Betroffene der Wirtschaftskriminalität in Liechtensteinsagte: sagte:

    Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:

    1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
    Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.

    2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
    Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.

    Kontakt:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.

    Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.

    Antworten
  8. Advice for victims of economic crime in Liechtensteinsagte:
    Advice for victims of economic crime in Liechtensteinsagte: sagte:

    Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:

    1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
    If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.

    2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
    Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.

    Contact:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.

    In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.

    Antworten
  9. Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein
    Consejos para las víctimas de actividades criminales en Liechtenstein sagte:

    Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:

    1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
    Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.

    2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
    Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.

    Información de contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
    Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
    Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:

    1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
    Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.

    2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
    Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.

    Información de contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
    Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.

    Antworten
  10. Gordon Gecko
    Gordon Gecko sagte:

    Die Probleme des Finanzplatzes Liechtenstein sind bekanntlich systemisch:

    – Es gibt strukturelle Interessenskonflikte zwischen Staat, Treuhändern und Politik.
    – Die Gerichte sind formal unabhängig, aber in der Praxis politisch beeinflusst.
    – Entscheidungen wirken vorhersehbar zugunsten bestimmter Akteure.

    Da sich dies in Finanzkreisen herumgesprochen hat und auch die Berater wie Rechtsanwälte und Banken schon längst Abstand von Liechtenstein genommen haben, geht die Zahl der Stiftungen wie die der Gesellschaften in Liechtenstein immer weiter zurück. Im Wissen, dass Liechtenstein kein Rechtsstaat ist, möchte man nicht das nächste Opfer sein.

    Antworten
  11. Ein paar schwarze Schafe oder strukturelles System?
    Ein paar schwarze Schafe oder strukturelles System? sagte:

    Interessant wäre: Wer trägt eigentlich Verantwortung für den aufgebauten schlechten Ruf? Einzelne Treuhänder – oder ein System, das genau diese Strukturen politisch gewollt hat?

    Antworten
  12. So funktioniert „das System“
    So funktioniert „das System“ sagte:

    Solange in Liechtenstein Konstruktionen möglich sind, bei denen Eigentum und Kontrolle auseinanderfallen und ein Liechtensteiner Treuhänder im Stiftungsrat vertreten sein muss, bleibt Missbrauch strukturell angelegt – egal wie oft man ‘Transparenz’ sagt. Man braucht nur einen willfährigen Richter*in und schon sind vom Stifter eingesetzte Stiftungsvorstände aus der Stiftungsverwaltung entfernt und die Begünstigten ebenso kaltgestellt.

    Richtern*innen kann man dann von der Millionenbeute etwas abgeben, oft wären siebenstellige Beträge doch nur ein Trinkgeld für das, was auf diese Weise erbeutet werden könnte.

    Antworten
  13. Julius Caesar
    Julius Caesar sagte:

    Vielleicht ist das gar kein Niedergang, sondern einfach das Ende eines Geschäftsmodells, das nur so lange funktioniert hat, so lange niemand genau hingeschaut hat.

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  14. Ruth
    Ruth sagte:

    Liechtenstein wirbt seit Jahren mit ‘Weißgeldstrategie’. Wenn das stimmt – warum scheint das Vertrauen trotzdem nicht zurückzukommen? Liegt es nur an der Vergangenheit oder an weiterhin bestehenden Grauzonen?

    Antworten
  15. Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
    Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen» sagte:

    Die Zeitungen schreiben doch schon ganz offen über die massive Kriminalität in Liechtenstein, hier der Tagesspiegel:

    Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html

    Antworten
  16. Rudolf
    Rudolf sagte:

    Wenn der Rückgang wirklich nur mit ‘Rufverlust’ erklärt wird, greift das zu kurz – ohne den massiven regulatorischen Druck von aussen wäre diese Entwicklung kaum denkbar gewesen.

    Antworten
  17. Vorsicht vor Haftung
    Vorsicht vor Haftung sagte:

    Nach heutigem Kenntnisstand kann weder ein Rechtsanwalt noch ein Steuerberater oder eine Bank die Errichtung einer Stiftung oder eines Trusts in Liechtenstein empfehlen, ohne das Risiko einzugehen, sich haftbar zu machen.

    Antworten

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