Auch die Treuhänder im Fürstentum sind Zombies. Sie haben’s nur noch nicht gemerkt.
Man kann das traditionelle Geschäftsmodell liechtensteinischer Treuhänder heute kaum noch ernsthaft als intakt bezeichnen – es wirkt vielmehr wie ein Relikt aus einer anderen Epoche, das unter dem Druck geopolitischer Realität schlicht kollabiert ist.
Der Kern des Modells war immer derselbe: diskrete Vermögensverwaltung in komplexen, oft bewusst intransparenten Strukturen, kombiniert mit der Annahme, dass Rechtssicherheit und politische Stabilität in Liechtenstein ausreichen würden, um globale Risiken zu neutralisieren. Genau diese Annahme hat sich als fataler Irrtum erwiesen. Spätestens seit der massiven Ausweitung extraterritorialer Sanktionen, insbesondere durch die USA, ist klar: Souveränität kleiner Finanzplätze endet dort, wo grosse Machtblöcke ihre Interessen durchsetzen.
Treuhänder verkauften jahrzehntelang die Illusion von Kontrolle. Sie versprachen ihren Klienten, dass sich Vermögen durch geschickte Strukturierung „abschirmen“ lasse – vor Steuern, vor politischen Risiken, vor Zugriffen. In Wahrheit beruhte dieses Versprechen auf einem fragilen Gleichgewicht aus regulatorischen Grauzonen und internationaler Nachsicht. Sobald dieses Gleichgewicht kippte, fiel das Kartenhaus in sich zusammen.
Die sogenannten „Zombie-Trusts“ sind nichts anderes als der sichtbare Beweis dieses Scheiterns. Strukturen, die angeblich auf Dauer angelegt waren, sind plötzlich handlungsunfähig, weil niemand mehr bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Treuhänder, die einst als unverzichtbare Gatekeeper auftraten, ziehen sich zurück, sobald persönliche Haftung oder Sanktionsrisiken real werden. Das offenbart eine unbequeme Wahrheit: Das Geschäftsmodell funktioniert nur, solange es risikolos ist. In dem Moment, in dem echte Risiken auftreten, zerfällt es.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Das Modell basiert auf Austauschbarkeit. Treuhänder sollten ersetzbar sein, Strukturen flexibel, Jurisdiktionen wechselbar. Doch genau diese Austauschbarkeit erweist sich nun als Schwäche. Wenn niemand mehr das Mandat übernehmen will, weil alle denselben Risiken ausgesetzt sind, gibt es keinen „Ersatzmarkt“ mehr. Die viel gepriesene Flexibilität schlägt in kollektive Handlungsunfähigkeit um.
Auch reputativ ist der Schaden enorm. Liechtenstein hat sich über Jahre als hochregulierter, kooperativer Finanzplatz positioniert. Doch die Existenz von hunderten blockierten Strukturen sendet ein anderes Signal: nämlich dass ein erheblicher Teil des Geschäfts auf Konstruktionen beruhte, die regulatorisch zwar zulässig, praktisch aber nicht krisenfest waren. Vertrauen, das wichtigste Kapital eines Finanzplatzes, wird so systematisch untergraben.
Das Fazit ist unerquicklich, aber klar: Das traditionelle Treuhandmodell ist nicht an einem einzelnen Ereignis gescheitert, sondern an seiner eigenen Logik. Es versprach Stabilität durch Komplexität und Diskretion – und genau diese Faktoren machen es heute unbeherrschbar. Was bleibt, ist ein System, das nur unter idealen Bedingungen funktioniert. Und ein Geschäftsmodell, das ideale Bedingungen voraussetzt, ist im 21. Jahrhundert schlicht nicht mehr tragfähig.
Oder um es Treuhändern, Untreuhändern, dem Fürstenhaus, der Regierung und allen, die es angeht, klar und deutlich zu sagen: wer schon genug Geld geschaufelt hat, sollte sich absetzen. Wer noch nicht genug zusammengerafft hat: schleunigst einen anderen Job suchen. Und die Fürstenbanken? Nun, präventiv alle Treuhänderkonten kündigen, das wäre keine schlechte Idee …




Liechtenstein lebt davon, dass Strukturen wie Trusts und Stiftungen verlässlich funktionieren.
Bei den Zombie Trusts passiert das Gegenteil:
– Vermögen sind blockiert
– Entscheidungen können nicht getroffen werden
– Strukturen sind rechtlich vorhanden, aber praktisch handlungsunfähig
Das ist Gift für Investoren, denn ein Finanzplatz muss funktionieren – gerade in Krisen.
Liechtenstein ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der Fürst gemäss der Verfassung über weitreichende Kompetenzen verfügt. Dazu zählen insbesondere das Recht, Gesetze abzulehnen (Vetorecht), die Befugnis zur Auflösung des Landtags sowie ein erheblicher Einfluss auf Regierung und Justiz.
Diese Machtkonzentration schränkt die klassische Gewaltenteilung ein und führt dazu, dass dem Fürsten in zentralen staatlichen Fragen faktisch die letzte Entscheidungsbefugnis zukommt.
Verfügt ein Monarch über derart umfassende Befugnisse und lässt ein politisch-rechtliches System zu oder fördert ein solches, in dem kriminelle Praktiken — etwa die Aneignung und Schädigung von Stiftungen und Trusts unter Mitwirkung staatlicher Akteure wie Richterinnen, Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten — begünstigt werden, so begründet dies zumindest eine moralische Mitverantwortung.
Liechtenstein hat bei den Zombie Trusts in 800 Fällen gezeigt, dass es die für einen Finanzplatz zwingend erforderliche Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit im Ernstfall nicht garantieren kann. Damit sind Liechtensteiner Strukturen wie Trusts und Stiftungen unbrauchbar geworden. Wenn die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit fehlt, dann wirkt sich das genauso auf die Banken im Land aus.
Aber e geili Sach isch es scho gsi, wie mer die ganze Usländer abezockt hend.
Der WELT-Artikel (erschien am 2. Mai 2024) thematisiert Liechtenstein als das letzte verbliebene große „Geld-Paradies“ in Europa, dessen Ruf durch Fälle von Finanzkriminalität und bröckelnde Geheimhaltung ins Wanken geraten ist.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus251034324/Geld-Abschied-von-Europas-letztem-Geld-Paradies.html
Was für ein Sauladen.
Am schädlichsten ist nicht der Imageschaden durch die Zombie Trust Krise allein, sondern:
die Kombination aus blockierten Strukturen + unklarer Rechtsdurchsetzung + langer Dauer.
Das trifft genau das, wofür Liechtenstein stand:
Verlässlichkeit, Kontrolle und Planbarkeit.
Das ist genau der Punkt, Liechtenstein hat die „Illusion der Kontrolle“ vermarktet und zu viel Geld gemacht. Das ist aber nur eine Illusion war zeigen nicht nur die 800 Zombie Trusts, sondern die endlosen Skandale, in denen hunderte Anleger um ihre Vermögen gebracht wurden. Die Skandale, von denen man in den Zeitungen lesen kann, wie die Skandale Perry, Bacardi, Hartlaub, Karajan, die Familie des saudischen Königs Fahd usw. usw. usw. sind doch nur die Spitze des Eisbergs, Harry Gstöhl, Mario Staggl usw. doch nur Beispiele krimineller Treuhänder.
Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen.
Die Verdachtsmeldung einer Bank brachte alles ins Rollen. Seit 2020 ermittelten Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter gegen einen Rechtsanwalt und Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft. Bekannt ist der langjährig tätige Mann mit seiner kleinen Kanzlei in Vaduz nicht nur aufgrund seines früheren politischen Engagements und verschiedenen öffentlichen Positionen, die er innehatte, sondern auch für seine beachtliche Rolls-Royce- und Bentley-Sammlung voller Raritäten, die er im Sommer 2020 für rund zehn Millionen Franken in einer privaten Auktion über Sotheby’s versteigerte.
«Dem Beschuldigten werden das Verbrechen der Untreue in 26 Fällen, das Vergehen der Veruntreuung in zwei Fällen sowie das Verbrechen der Geldwäscherei zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von einem Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Franken aus», heisst es in der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
In dem Artikel in der BAZ wird diese im Ländle übliche und verbreitete kriminelle Masche dargestellt:
«Fürstliche Geschäfte:Liechtenstein hat sich vom Schwarzgeld verabschiedet. Dafür schaden jetzt Treuhänder der Reputation des Landes.»
Letzten Freitag kämpfte Ralf H.* vor dem Fürstlichen Landgericht in Vaduz im Verhandlungssaal 3 um rund 3,5 Millionen Euro, die er zurückhaben möchte. Er hatte dieses Geld seiner eigenen Gesellschaft als Darlehen gegeben. Da seine Treuhänder sämtliche Verbindungen von H. zu seinen Firmen kappten, wurden ihm Einsichtsmöglichkeiten in deren Buchhaltung verweigert und der Zugriff auf sein Vermögen komplett entzogen, so sein Vorwurf. Er ist nicht der Einzige, der sich darüber beschwert, dass liechtensteinische Treuhänder durch Misswirtschaft Vermögen vernichten oder sich an der Verwaltung über Gebühr bereichern.
https://www.bazonline.ch/fuerstliche-geschaefte-840615677327
Ausgeräubert…
Liechtenstein wirkt nicht mehr „kontrollfähig“ über seine eigenen Strukturen.
Und das ist für einen Finanzplatz extrem kritisch.
Regtechtimes nennt Liechtenstein «Europas Finanz- Bermuda Dreieck»
Regtechtimes (USA): Europe’s Financial Bermuda Triangle: 800 Liechtenstein Trusts Abandoned in Sanctions Fallout
https://regtechtimes.com/panic-in-liechtenstein-zombie-trust-scandal/
Offizielle Darstellung:
Liechtenstein gibt sich als demokratischer Staat mit unabhängiger Justiz, in dem das Fürstenhaus über den politischen und wirtschaftlichen Abläufen stehen soll.
Tatsächliche Praxis:
Tatsächlich bestehen enge, institutionell verankerte Verbindungen zwischen Staat, Monarchie und Finanzelite. Kritische Stimmen werden systematisch als „staatsfeindlich“ diskreditiert, während wirtschaftliche Eigeninteressen geschützt und potenziell auf Kosten Dritter durchgesetzt werden. Dies deutet auf ein hohes strukturelles Risiko hin, das bei Investitionen oder finanziellen Engagements in Liechtenstein dringend berücksichtigt werden sollte.
Selbst der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite schon erkannt:
Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten.
https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0
Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung
Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidge
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Die Verbindungen des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow zu Stiftungen und Trusts in der Schweiz und Liechtenstein waren Gegenstand von Untersuchungen im Zusammenhang mit Sanktionen.
Hier sind die Kernfakten:
Schweizer Stiftung (Luzern): Es existierte die „Suleiman Kerimov Foundation“ (ab 2019: Human Diversity Foundation) in Luzern, Schweiz, die von Alexander Studhalter präsidiert wurde. Diese wurde Anfang 2022 aufgelöst.
Struktur in Liechtenstein: Laut Medienberichten, die auf Datenlecks basieren, wanderte das Vermögen, das offiziell der Schweizer Stiftung gespendet wurde, in Trusts nach Liechtenstein. Die wohltätige Schweizer Stiftung fungierte dabei wohl nur als Begünstigte dieser liechtensteinischen Strukturen.
https://www.derbund.ch/unbescholtene-luzerner-im-dienste-des-oligarchen-116567269134
Suleiman Kerimow ist umfassend sanktioniert. Die USA haben ihn bereits 2014 und 2018 belegt, und seit März 2022 ist er auf der Sanktionsliste der EU sowie der Schweiz. Aufgrund der Sanktionen wurden umfangreiche Vermögenswerte blockiert, und seine Tochter klagt gegen die Maßnahmen in der Schweiz. Die Sanktionen gegen ihn sind Teil breiterer internationaler Maßnahmen. https://www.nzz.ch/schweiz/milliardensumme-wegen-umgehung-der-russlandsanktionen-gesperrt-ld.1843685
Die Intermediäre wie Banken, Family Offices, Rechtsanwälte doch ein hohes persönliches Risiko (Sanktionen!). Die Haftungssituation ist unklar. Es fehlen Exit-Möglichkeiten.
Als Konsequenz daraus werden Strukturen vorsichtiger aufgebaut und können sich bestehende Strukturen verlagern.
Kaum hatte sich Liechtenstein in jahrelanger Arbeit mehr oder weniger aus der Schmuddelecke herausgearbeitet, steht es jetzt wegen der 800 Zombie Trusts, die seit über einem Jahr verwaist vor sich hindümpeln, schlechter da als je zuvor.
Wer diesen Blog aufmerksam liest, erkennt rasch: Was auf den ersten Blick wie eine Abfolge bedauerlicher Einzelfälle erscheint, fügt sich bei näherer Betrachtung zu einem beunruhigend klaren Gesamtbild. Die einzelnen Vorfälle sind keine isolierten Ereignisse, sondern Fragmente eines Systems, das nach festen Regeln funktioniert – wie Teile eines Puzzles, die sich unweigerlich zu einer dunklen Landschaft zusammensetzen.
Im Zentrum steht eine seit Jahren praktizierte Methode, mit der liechtensteinische Trusts und Stiftungen systematisch ausgehöhlt werden. Das Vorgehen folgt einem präzisen Drehbuch: kriminelle Treuhänder, die ihre Stellung missbrauchen, veranlassen mit Unterstützung willfähriger Richterinnen und Richter die Abberufung von Stiftern oder Begünstigten aus den zuständigen Gremien. Die Hürden für deren Entmachtung sind auffallend niedrig. Ist dieser Schritt vollzogen, haben die Treuhänder völlig ungehindert Kontrolle über das Trust- oder Stiftungsvermögen. Das gesetzliche Informationsrecht wird nicht gewährt und muss erst jahrelang eingeklagt werden. Regelmäßig wird sogar die Begünstigtenstellung bestritten, so dass auch diese erst jahrelang eingeklagt werden muss. Während dieser Zeit wird der Trust oder die Stiftung ungehindert geplündert.
Auffällig ist dabei die Asymmetrie der Maßstäbe: Während Begünstigte mit minimaler Begründung aus ihren Funktionen abberufen werden, sind die Anforderungen an die Abberufung liechtensteinischer Stiftungsräte nahezu unüberwindbar hoch. Selbst gravierende Pflichtverletzungen bleiben folgenlos, Verfahren gegen Begünstigte gehen sehr schnell über die Bühne, Verfahren gegen die liechtensteiner Treuhänder hingegen ziehen sich über Jahre hin – verschleppt, vertagt, im Sande verlaufend. Für die Betroffenen bedeutet das faktische Rechtlosigkeit.
Wer sich zur Wehr setzt, sieht sich nicht selten mit Gegenangriffen der liechtensteiner Treuhänder konfrontiert. Strafanzeigen gegen Begünstigte – sowohl in Liechtenstein als auch in deren Heimatländern – dienen als Druckmittel und Abschreckung.
Schlußendlich tragen die liechtensteinischen Rechtsanwälte ihren Teil dazu bei, das System nach außen hin als tragische Ausnahme erscheinen zu lassen. Man spricht vom „bedauerlichen Einzelfall“, während hinter den Kulissen ein klares Muster, ein System erkennbar ist, das sich seit Jahren regelmäßig wiederholt – strukturiert, kalkuliert, eingespielt, hoch profitabel.
Was bleibt, ist ein kriminelles System, das sich selbst schützt. Und eine Maschinerie, die nur funktioniert, weil viele Zahnräder ineinandergreifen – diskret, effizient und mit staatlicher Duldung.
Immer wiederkehrende Skandale rund um Liechtensteiner Treuhänder wegen Untreue und Selbstbereicherung, die systemisch erscheinen, haben das Bild des Finanzplatzes international geprägt.
Vorwürfe der Untreue, mangelhafter Kontrolle durch Treuhänder in Stiftungsräten.
Mehrere Prozesse endeten zwar mit Freisprüchen, wurden aber von Gerichten als nicht „State of the Art“ kritisiert. Dabei ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichte grundsätzlich Liechtensteiner nicht verurteilen, sondern protegieren.
Diese Fälle nähren den Eindruck struktureller Probleme im Stiftungs‑ und Treuhandwesen. Diese systemischen Probleme sind dem Fürsten und der Regierung bekannt, sie werden jedoch geduldet, kleingeredet oder unter den Teppich gekehrt.
Das Problem mit der Kriminalität in Liechtenstein ist, das Liechtenstein überhaupt kein Problem mit seiner Kriminalität hat. Im Gegenteil, die Iist fester Bestandteil des Geschäftsmodells Liechtensteins. Der First lässt gewähren, weil reiche Untertanen sind zufriedene Untertanen.