Treuhänder sein ist nicht schwer. Und ertragreich.

Eine einschlägige Ausbildung, und schon kann man zur Treuhänderprüfung in Liechtenstein antreten. Organisiert von der liechtensteinischen Treuhandkammer, eine Organisation, die es selbst mit Seriosität und Korrektheit nicht so genau nimmt.

So musste ihr vorletzter Präsident sein Amt fluchtartig verlassen, weil er auf die Sanktionsliste der US-Behörde OFAC geraten war. Natürlich zu unrecht und völlig unschuldig.

Spass beiseite.

Bei der Prüfung geht es ein wenig um Gesellschaft- und Steuerrecht, dazu Compliance. Besteht heutzutage jede bessere KI.

Dazu braucht es noch einen einwandfreien Leumund, keine relevanten Strafregistereinträge und den Geschäftssitz in Liechtenstein. Und schon kann’s losgehen mit dem Treuhändern.

Theoretisch haben die Treuhänder eine hohe rechtliche Verantwortung, so in Sachen Geldwäscheprävention oder Steuertransparenz. Dazu sollten sie internationale Standards (OECD, FATF) einhalten.

Praktisch kümmert sie das alles nicht gross, denn es steht dem eigentlich Zweck der Tätigkeit entgegen: Geld scheffeln mit  einem überschaubaren Aufwand.

Da sind solche Verantwortlichkeiten schon mal ein guter Vorwand, um exorbitante Honorarnoten zu rechtfertigen. Denn was da alles beachtet werden muss, gerne wird auch noch ein Fachgutachten beigezogen. Das zieht ein befreundeter Anwalt oder Finanzberater aus dem Stehsatz, anschliessend teilt er sich mit dem Treuhänder die finanzielle Beute.

Das gleiche Prinzip gilt für die Zusammenarbeit mit Banken. Denn schliesslich muss das Stiftungsvermögen ja irgendwo aufbewahrt werden, und was bietet sich da besser an die fürstlichen Banken LGT oder LLB? Eben.

Hier kommen dann noch Kick-backs, Retrozessionen, Provisionen und wie geldwerte Zuwendungen sonst noch heissen, obendrauf.

Gerne investiert der Treuhänder auch ihm anvertraute Gelder in den Firmen von Freunden und Bekannten. Das damit verbundene Risiko lässt er sich natürlich unter dem Tisch mit Zuwendung gen oberhalb des vereinbarten und meist lächerlichen Zinssatzes vergüten.

Geht das Investment in die Hose, macht also die Firma des Freundes oder Bekannten die Schraube, dann war das natürlich unvorhersehbar, erfolgte das Investment in bestem Treu und Glauben.

Oder aber, noch einfacher, die Firma wurde schlichtweg dafür gegründet, dass in sie investiert wird, das Geld verschwindet und die Bude bankrott erklärt. Schon wieder eine fette Beute, die geteilt werden kann.

Nur ganz blöde Treuhänder, nebenbei, greifen direkt in die Geldtöpfe der ihnen anvertrauten Vermögen. Sie tun das, um beispielsweise die unersättlichen Bedürfnisse einer brasilianischen Geliebten zu befriedigen. Das Geld ist dann weg, die Geliebte natürlich auch.

Manchmal verlieren die Treuhänder auch den Überblick, weil getreue Buchführung ist nicht so ihre Sache. Sollte es Abflüsse geben, die über das normale Mass hinausgehen, hoffen sie immer darauf, das mit einigen geschickten Spekulationen wieder reinholen zu können.

Kann klappen, muss nicht klappen.

Das wären allerdings erst mal die legalen bis halb-legalen Methoden zur Bereicherung.

Dazu kommt ein ganzes Bündel von Zugriffen, die in jedem normalen Rechtsstaat schwer sanktioniert würden. Allerdings nicht oder nur äusserst ungern von der fürstlichen Justiz.

Der Todesfall des Treugebers oder Stifters ist immer Anlass zu kleinen Freudentänzen des Treuhänders. Denn gegenüber den Erben kann er sich taub und blind stellen. Ich? Ich hätte irgendwas mit einer Stiftung ihres Verstorbenen zu tun? Tut mir Leid, das Anwaltsgeheimnis verbietet mir jede Auskunft.

Beliebt ist auch: da schaue ich gleich nach. Oh, ich sehe gerade, die Stiftung verfügt ja über gar kein Vermögen mehr. Wo das abgeblieben ist? Keine Ahnung. wahrscheinlich haben es die Begünstigten verjubelt.

Dann gibt es noch viele weitere Methoden, für die es nicht mehr als skrupellose Anwälte und rechtlose fürstliche Richter braucht.

Wer sich freiwillig heute noch in diese Räuberhöhle begibt, ist wahrlich selber schuld.

53 Kommentare
  1. MONEYVAL über Wirtschaftskriminalität in LIechtenstein
    MONEYVAL über Wirtschaftskriminalität in LIechtenstein sagte:

    Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.

    MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:

    «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»

    https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

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  2. Liechtensteiner Treuhandkammer
    Liechtensteiner Treuhandkammer sagte:

    Es ist bezeichnend, dass die Liechtensteiner Treuhänder mit Stefan Wenaweser jemanden zu ihrem Präsidenten gewählt haben, von dem jeder weiß, dass dieser bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hatte.

    Und zu ihrem Vizepräsidenten Anton Wyss gewählt hatten, der wegen der Förderung von Transaktionen mit sanktionierten russischen Geldern selbst von der US-Behörde OFAC sanktioniert worden ist.

    Wenn die Treuhänder solche Personen zu ihren Repräsentanten wählen, was will man da erwarten?

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    • Ponzi, Madoff, Marsalek
      Ponzi, Madoff, Marsalek sagte:

      Die nächsten Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Treuhandkammer, also als Repräsentanten der Liechtensteiner Treuhänder sind die ehrenwerten Herren Charles Ponzi, Bernie Madoff und Jan Marsalek (Wirecard).

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    • Rechtsbrecher als Repräsentanten
      Rechtsbrecher als Repräsentanten sagte:

      Wenn der Präsident und der Vizepräsident der Liechtensteiner Treuhänderkammer schon Rechtsbrecher sind oder waren, also die Repräsentanten, die Vorzeige-Treuhänder, was sind dann erst die normalen Treuhänder?

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  3. Bedienungsanleitung für Treuhänder
    Bedienungsanleitung für Treuhänder sagte:

    Die Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen im Skandal der Hartlaub-Stiftung allen anderen Treuhändern, was man in Liechtenstein als Treuhänder machen kann, ohne in der ersten Instanz vom Fürstlichen Landgericht (Richterin Diana Kind) abberufen zu werden:

    1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75’000 – 100’000 Franken pro Monat pro Person. Zusätzlich zu den 25’000 Franken Jahresgrundpauschale pro Person.

    2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.

    3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.

    4. Und dann initiiert man noch eine Strafanzeige wegen angeblicher Untreue gegen den Begünstigten.

    Und als Kriegskasse für all diese Handlungen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.

    Wenn die beiden Treuhänder damit auch in der nächsthöheren Instanz durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Und ein Vorbild für jeden Treuhänder in Liechtenstein. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen. Und dies abgesegnet von der Liechtensteinischen Justiz.

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  4. Welt: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“
    Welt: „Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen“ sagte:

    Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

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    • „Kriminelles System“
      „Kriminelles System“ sagte:

      Finanzplätze leben fast ausschließlich von Vertrauen. Die Formulierung „kriminelles System“ weist jedoch schon darauf hin, dass es in Liechtenstein systematische Gesetzesbrüche, staatliche Duldung von Kriminalität und fehlende Rechtsstaatlichkeit gibt oder geben könnte. Wenn so etwas bereits in einer Zeitung steht, ist es wohl offiziell.

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  5. Zombie-Trusts als Systemversagen: Wie Liechtenstein sein wichtigstes Kapital verspielt
    Zombie-Trusts als Systemversagen: Wie Liechtenstein sein wichtigstes Kapital verspielt sagte:

    Hunderte verwaiste „Zombie-Trusts“ sind ein Offenbarungseid. Wenn Strukturen ohne verantwortliche Treuhänder im Raum stehen und Milliardenvermögen blockiert sind, wirkt der Finanzplatz nicht stabil, sondern handlungsunfähig.

    Ein Standort, der von Vertrauen lebt, kann sich keinen regulatorischen Schwebezustand leisten. Jeder einzelne verwaiste Trust sendet das gleiche Signal: Kontrolle fehlt, Risiken sind ungelöst, die Governance greift nicht. Das beschädigt die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit Liechtensteins.

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  6. Selbsterfüllende Abwärtsspirale
    Selbsterfüllende Abwärtsspirale sagte:

    Die Medien berichten seit Jahren über kriminelle Machenschaften und ein „kriminelles System“ in Liechtenstein. Solche Berichte erzeugen eine Dynamik:

    – seriöse Akteure ziehen sich zurück
    – der Markt konzentriert sich auf weniger seriöse Mandate
    – problematische Geschäftsmodelle oder -praktiken gewinnen relativ an Bedeutung
    – Kritik scheint im Nachhinein bestätigt.

    Die Berichte führen daher dazu, dass die kritisierten Strukturen in dem Land noch weiter verstärkt werden. Liechtenstein befindet sich daher in einer Abwärtsspirale („Ist der Ruf erst ruiniert…).

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  7. ༼ つ ◕_◕ ༽つ [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅]
    ༼ つ ◕_◕ ༽つ [̲̅$̲̅(̲̅5̲̅)̲̅$̲̅] sagte:

    Ganz Liechtenstein lässt sich durch eine kleine Gruppe krimineller Treuhänder, Richter und Staatsanwälte, die kollusiv zusammenarbeiten, die Reputation als Finanzstandort zerstören. Warum gehen die anständigen Akteure nicht gegen sie vor? Als Antwort liegt nahe, dass die kriminellen Machenschaften von der Obrigkeit geduldet, wenn nicht sogar erwünscht sind und dass sich deswegen niemand traut, dagegen vorzugehen oder sich überhaupt kritisch dagegen zu äussern. Das ähnelt der Omertà in Sizilien.

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  8. Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung
    Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung sagte:

    Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.

    Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.

    Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.

    Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.

    Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.

    Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.

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  9. OECD, FATF, OFAC, MONEYVAL und GRECO über Liechtenstein
    OECD, FATF, OFAC, MONEYVAL und GRECO über Liechtenstein sagte:

    Wenn selbst OECD, FATF, OFAC, MONEYVAL und GRECO Bedenken hinsichtlich Liechtenstein oder Liechtensteinern haben, dann ist aber Feuer unter dem Dach von Burg, Verzeihung Schloss Vaduz.

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  10. Daniela
    Daniela sagte:

    Das Verhalten einzelner untreuer Akteure schadet der Reputation integrer Treuhänder, Banken, Richter und Aufseher in Liechtenstein und muss doch demotivierend für diese sein.
    Aber scheinbar ist das Zusammengehörigkeitsgefühl in Liechtenstein so gross, dass niemand etwas gegen untreue oder gar kriminelle Akteure sagt oder gar unternimmt.

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  11. Froschkönig
    Froschkönig sagte:

    Lieber ein Froschkönig als der Fürst von Luechtenstein, denn einem Froschkönig unterstellt niemand, kriminelle Machenschaften zu dulden.

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  12. Mark
    Mark sagte:

    If criminal trustees and corrupt judges are operating or cooperating in Liechtenstein, the U.S. could go after them using the RICO Act and the Magnitsky Act.

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  13. Marion Wagenbauer
    Marion Wagenbauer sagte:

    Da es in Liechtenstein keine echte Gewaltenteilung gibt und der Fürst sich überall das letzte Wort vorbehalten hat, trifft den Fürsten auch eine Verantwortlichkeit für das, was in seinem Land geschieht. Gibt es dort ein kriminelles System, in welchem kriminelle Handlungen Liechtensteiner Akteure von korrupten Richtern gedeckt werden (vgl. MONEYVAL, GRECO usw.), und der Fürst nicht dagegen einschreitet, so wäre von internationalen Institutionen oder Gerichten zu prüfen, ob den Fürsten nicht eine Verantwortlichkeit dafür trifft.

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  14. FAZ: Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen.
    FAZ: Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. sagte:

    Die FAZ:

    Wenn der Treuhänder in die Kasse greift

    Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. Doch während die Finanzaufsicht schärfere Kontrollen fordert, wiegelt die Regierung ab.
    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html

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  15. Zombie Trust Krise
    Zombie Trust Krise sagte:

    Der Finanzplatz Liechtenstein war seit über einem Jahr nicht in der Lage, das Problem der Hunderten verwaisten Zombie Trusts in den Griff zu bekommen. Auch nicht-sanktionierten Kunden ist daher seit über einem Jahr der Zugang zu ihrem Vermögen nicht möglich. Damit hat Liechtenstein sich als Finanzplatz selbst zerstört.

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    • FT: "Liechtenstein hit by Russia-linked ‘zombie trust’ crisis"
      FT: "Liechtenstein hit by Russia-linked ‘zombie trust’ crisis" sagte:

      Hundreds of entities in legal paralysis in the principality after US sanctions trigger wave of director resignations

      Liechtenstein has launched an emergency task force to tackle a crisis of “zombie” trusts, which has left hundreds of entities linked to wealthy Russians in legal paralysis.

      The tiny Alpine principality, a hub for thousands of trusts and foundations, has been hit by a wave of resignations by fiduciary and board directors in the past six months as its regulatory system adjusted to US sanctions packages against Russia.

      The result could leave as many as 800 orphaned entities — legally recognised but functionally frozen — with nobody in charge to manage assets or oversee liquidation.

      Bankers and lawyers have warned the crisis risks contagion into the country’s broader financial sector, including major banks, if the government does not address the problem.

      “We are talking about multibillion-dollar floating zombie trusts. And there is no solution yet. I have never seen anything like it,” said one Vaduz-based lawyer whose clients include several of the affected trusts.

      Liechtenstein adopted EU sanctions packages against Russia following the full-scale invasion of Ukraine in 2022. Nonetheless in 2024, under the Biden administration, the US placed sanctions on several Liechtenstein-based entities and individuals owing to their associations with Russian individuals and activities.

      The US also warned Liechtenstein as well as other European countries last year that it could impose secondary sanctions on foreign financial institutions that work with certain Russian clients — even if those clients are not individually sanctioned.

      Fearing further US action, Liechtenstein’s Financial Market Authority (FMA) adopted a zero-tolerance approach, urging industry in September to treat US sanctions as in effect binding because they posed “existential” legal and reputational risks.

      The FMA explicitly advised fiduciaries — a person or entity legally authorised to manage assets on behalf of others — to terminate relationships with exposed clients, saying it was “the only appropriate means” of risk control.

      This prompted directors to resign en masse, said Helmut Schwärzler, a lawyer at Schwärzler Rechtsanwälte. He added the overlapping legal obligations, from foreign sanctions regimes and in Liechtenstein, have made it nearly impossible to find replacements for directors, he said.

      The US actions have been “unexpected and that has caused panic”, said Schwärzler. “Even the authorities said we do not know what could happen tomorrow let alone in one or two months.” 

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  16. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
  17. IMF zu „reputational risks“ für den Finanzplatz Liechtenstein
    IMF zu „reputational risks“ für den Finanzplatz Liechtenstein sagte:

    Reputationsrisiken bleiben laut dem International Monetary Fund (IMF) ein echtes Thema für den Finanzplatz Liechtenstein. Das ist einer der zentralen, anerkannten Kritikpunkte des IMF.

    Der International Monetary Fund nennt explizit „reputational risks“ für den Finanzplatz aufgrund der internationalen Kundschaft, seines historischen Rufes (Steuer-/Offshore-Thema) und geopolitischer Verflechtungen.

    International Monetary Fund
    Principality of Liechtenstein: Staff Concluding Statement for the 2026 Article IV Mission
    January 27, 2026

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  18. Chris
    Chris sagte:

    Hundreds of zombie trusts represent a serious failure for any financial center. They demonstrate the regulator’s inability to resolve fundamental structural problems. For the reputation of the Liechtenstein financial center, this is nothing short of a catastrophe.

    Antworten
  19. Rechtsschutzverweigerung: Warnung vor Liechtensteiner Trusts
    Rechtsschutzverweigerung: Warnung vor Liechtensteiner Trusts sagte:

    Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung

    Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
    https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidgeplagte%20liechtensteinische%20discretionary%20trusts.pdf

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  20. Norbert Steinke
    Norbert Steinke sagte:

    Die Berichterstattung über Liechtenstein in verschiedenen Medien gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Auffällig ist dabei nicht nur die Häufung kritischer Vorwürfe, sondern auch das Ausbleiben einer öffentlichen Stellungnahme seitens der staatlichen Institutionen wie der Regierung und des Fürsten.

    Diese Zurückhaltung wird als problematisch wahrgenommen, da ein transparenter Umgang mit erhobenen Missbrauchs- und Rechtsstaatlichkeitsvorwürfen geeignet wäre, Vertrauen zu schaffen und den Willen zur rechtsstaatlichen Aufarbeitung zu unterstreichen.

    Das Fehlen einer solchen Kommunikation verstärkt hingegen den Eindruck mangelnder institutioneller Reaktionsfähigkeit und trägt zu einer weiteren Belastung der öffentlichen Wahrnehmung bei.

    Antworten
  21. Rechtsverweigerung in Liechtenstein
    Rechtsverweigerung in Liechtenstein sagte:

    Lässt man sich auf Liechtensteinische Treuhänder ein, ist im Streitfall eine Rechtsdurchsetzung für Ausländer bekanntlich extrem schwierig. Wer sich wehren will, trifft auf erhebliche Hürden:

    Es ist ein kleiner Justizraum mit engen personellen Verflechtungen (jeder ist mit jedem verwandt oder verschwägert), hohe Prozesskosten, sehr lange Verfahren, große Beweislast beim Geschädigten,
    oft fehlende Akteneinsicht. Und dazu eine Justiz, die den Ruf hat, nicht neutral zu sein.

    Ausländische Mandanten empfinden das System daher als strukturell «Liechtensteinerfreundlich».
    Das nährt das Bild eines Landes, in das man zwar leicht hinein-, aber nur schwer wieder herauskommt – insbesondere mit seinem Geld.

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  22. Ehrenwerte Richter in Liechtenstein: Richterin Esther Schneider urteilt im Krankenstand in Liechtenstein
    Ehrenwerte Richter in Liechtenstein: Richterin Esther Schneider urteilt im Krankenstand in Liechtenstein sagte:

    Only in Liechtenstein:

    Kurioses aus der Nebenjob-Praxis in der Justiz: Wer sich am österreichischen Bundesverwaltungsgericht krankgemeldet hat, kann am Verwaltungsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein Recht sprechen. Die „Krone“ kennt die Details.

    Zu einem Kuriosum kam es im Fall von Esther Schneider Ende Februar 2024: Damals wurden ihr am BVwG Akten abgenommen. Begründung: ein vorhersehbar längerer Krankenstand. In ebendiesem Krankenstand fand die Richterin jedoch Zeit, ihrem Nebenjob nachzugehen. Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes in Liechtenstein bestätigt der „Krone“, dass Schneider als eine von fünf Richtern sowohl am 15. März als auch am 5. April 2024 an den Sitzungen teilgenommen hat.

    Vorbildliche Richter hat Liechtenstein!
    https://www.krone.at/3955944

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  23. Al Ois
    Al Ois sagte:

    Wird Zeit, dass die Räuberhöhle mal richtig aufgeräumt wird. Der Fürst oder der Erbprinz machen es ja nicht, sie profitieren ja davon.

    Antworten
  24. Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung
    Stiftungs- und Trustverwaltung und Justiz in Liechtenstein: Zur Systematik der Rechtsverweigerung sagte:

    Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.

    Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.

    Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.

    Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.

    Richterin am Landgericht Martina Schöpf-Herberstein hat in dem Verhalten der Stiftungsräte keinen Interessenskonflikt und keine Pflichtverletzung erkennen können…

    Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.

    Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.

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    • Orden der Treuhandkammer für Richterin Schöpf-Herberstein?
      Orden der Treuhandkammer für Richterin Schöpf-Herberstein? sagte:

      Erhält die Richterin Martina Schöpf-Herberstein einen Orden von der Treuhandkammer Liechtenstein für besondere Verdienste für die liechtensteiner Treuhänder?

      Antworten
  25. Michael Kramer
    Michael Kramer sagte:

    Sollten tatsächlich kriminelle Treuhänder Richter als ihre Komplizen haben, so wäre das maflös und schwere und organisierte Kriminalität. Das wäre dann ein Fall für die USA, das auszuräuchern.

    Antworten
  26. Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
    Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen» sagte:

    Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.

    Mindestens vier große in Spanien zerschlagene Rauschgift- und Betrügerbanden haben Liechtensteiner Banken einem Pressebericht zufolge zur Geldwäsche genutzt. Die Kriminellen hätten dazu Stiftungen gegründet, die in dem Fürstentum Bankkonten eröffneten, berichtet die Madrider Zeitung «El País». Auch kolumbianische Drogenkartelle, hätten so große Geldmengen vor den Behörden versteckt. Über Liechtensteiner Bankkonten hätten die in den vergangenen Jahren ausgehobenen Banden Schiffe bezahlt, die Kokain von Kolumbien nach Spanien brachten.
    Gelder aus spanischem Korruptionsskandal

    «El País» berichtet weiter, auch Gelder aus dem großen Betrugs- und Korruptionsskandal im südspanischen Marbella seien in das Fürstentum geflossen. Im Zuge der Affäre waren vor zwei Jahren die gesamte Stadtverwaltung des Nobel-Badeortes abgesetzt und Dutzende Politiker festgenommen worden. Der Schaden durch Bestechung und Veruntreuung im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html

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  27. Klartexter
    Klartexter sagte:

    Die liechtensteiner Finanzmafia ist eine eingeschworene Gesellschaft, da wird veruntreut und vertuscht, bis sich die Balken biegen.

    Antworten
  28. Tobias Hartmann
    Tobias Hartmann sagte:

    Wer die Beiträge dieses Blogs über einen längeren Zeitraum verfolgt, stellt fest, dass untreue Treuhänder in Liechtenstein auf die Unterstützung nicht neutraler beziehungsweise befangener Richter zählen können. Das wiederkehrende Muster zeigt, dass dies keine Einzelfälle sind, sondern ein System. Auffällig ist insbesondere, dass diese Problematik auf höchster Ebene bislang nicht offen thematisiert wird. Dies nährt den Eindruck, dass entsprechende Praktiken zumindest geduldet, wenn nicht sogar aktiv gefördert werden und strukturelle Defizite vorliegen. Das ist höchst bedenklich.

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  29. X
    X sagte:

    Liechtenstein isn’t a financial center anymore — it’s a washed-up relic that’s completely lost the world’s trust.

    Antworten

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