Weg aus der beschädigten Glitzerwelt von Dubai & Co.?
Alleine an Vermögen im privaten Welt Management werden in den Emiraten rund 1,5 Billionen US-Dollar verwaltet. Nicht nur sanktionierte oder nicht-sanktionierte Russen verlagerten ihr Geld vor allem von Europa nach dem Nahen Osten.
Vor allem die Glitzerwelt von Dubai lockte nicht nur mit sicherer Geldanlage, stabilem System und Rechtssicherheit. Sondern auch mit hoher Lebensqualität, trotz meistens brütend heissen Temperaturen. Aber davon merkt der Reiche nichts, der in einer rundum klimatisierten Blase lebt und höchstens bei einem Ausflug in die Wüste kurz ins Schwitzen kommt.
Seitdem allerdings der Flughafen von Dubai mehrfach geschlossen werden musste, sogar in den Burj al Arab Trümmerteile einer iranischen Drohne einschlugen, ist es eher vorbei mit der Champagnerlaune der Gäste.
Da reiben sich Vermögensverwalter weltweit die Hände. Natürlich auch in der Schweiz und im Fürstentum nebendran.
In der Finanz und Wirtschaft schwärmt der Leiter institutionelle Kunden bei Systrade: er kenne «zwei Vermögensverwalter aus Dubai und Abu-Dhabi, die Gelder abziehen und in liechtensteinische Alternative-Investment-Fonds (AIF) anlegen wollen. Als Mindestanlagesumme gelten 7 Mio. Fr. Der Finanzplatz Liechtenstein sei inzwischen attraktiver als der Standort Dubai, ist Thomas Heyden überzeugt».
Das ist interessant. Denn zunächst tritt Systrade als Introducing Broker auf, vermittelt also schlichtweg Kunden an aktive Broker. Dazu bietet die Firma Vermögensverwaltung, unverbindliche Marktinformationen und die Beteiligung an Krypto-Token-Projekten an.
Laut ihren AGB bietet die Bude aber keine individuelle Beratung an, lässt die Kunden dabei im Irrglauben, sie täte das. Die Einnahmen hängen von Tranig-Aktivitäten ab, wobei Systrade bis zu 80 Prozent an Gebühren kassiert.
Die Kunden zahlen für diesen middle man schlichtweg mehr, als wenn sie direkt zu einem Broker gingen. Also Mehrkosten ohne klaren Mehrwert, Interessenskonflikte durch Provisionen und keine echte Beratung trotz «Finanzanbieter»-Image.
Heyden selbst hat seinen Fokus auf Kundenakquise und Betreuung, liefert also keineswegs eine unabhängige Beratung, sondern ist auch provisionsgetrieben. Mehr Trades, mehr Einnahmen, so einfach ist das. Performance spielt dabei keine grosse Rolle. Die Verantwortung liegt völlig beim Kunden.
Keine Haftung bei Verlusten, keine echte Fiduciary Duty. Hier werden Strukturen angeboten, die nur für ausgewiesene Fachleute durchschaubar sind, die zudem von einem ganzen Wald von Gebühren und Provisionen umgeben sind.
Ein kleines Beispiel, mit wie viel Vorsicht man einem fürstlichen Geldmenschen begegnen sollte. Dass die seriöse Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft seine Leser nicht darauf hinweist, nun, im heutigen Journalismus müssen auch solche Blätter in erster Linie überleben.
Aber das wäre bei Liechtenstein ja nur die Einstiegsabzocke. Anschliessend würden die Broker sich ihre Scheibe abschneiden, dann die veraltenden Geldhäuser, und wenn es ganz blöd für den Anleger läuft, hätte er auch noch gerne eine Stiftung mit mindestens einem liechtensteinischen Treuhänder im alles entscheidenden Stiftungsrat.
Da kann sich der ausländische Geldanleger endgültig von seinem Vermögen verabschieden.
Dann doch lieber gelegentlich eine iranische Drohne als einen liechtensteinischen Angriff auf das Geld, zudem in einem weitgehend rechtsstaatfreien Raum.




Wie verzweifelt muss man sein, um sein Geld den gierigen Zockern in FL anzubieten?
Das Geschäftsmodell ist legal und reguliert, aber:
Trading-Produkte wie CFDs / Forex sind hochriskant.
Totalverlust möglich (wird auch offiziell erwähnt).
Qualität hängt stark vom vermittelten Broker ab.
Kein Scam per se, aber Systrade arbeitet im risikoreichen Trading-/Brokerage-Umfeld, das Einnahmemodell basiert oft auf Kundentrading, was ein potenzieller Interessenkonflikt ist.
Systrade verwahrt kein Kundengeld selbst.
Die Einnahmen stammen typischerweise durch Provisionen vom Broker.
Interessenskonflikte sind vorprogrammiert.
Liechtenstein hat seit Jahren einen zweifelhaften Ruf als Standort für die Verwahrung grosser Vermögen – deutlich schlechter als die Schweiz. Wiederholte Skandale, bei denen ganze Vermögen verschwanden, haben dem Land den wenig schmeichelhaften Ruf „europäisches Bermuda-Dreieck“ eingebracht. Die fürstliche Justiz gilt als „auffällig protektiv“ gegenüber einheimischen Akteuren, was das Vertrauen zusätzlich untergräbt. Heute fliessen deswegen nach Liechtenstein vor allem Gelder, die selbst in der Schweiz nicht mehr angenommen werden – häufig aus höchst problematischen Quellen wie Drogen- und Waffenhandel, Menschenhandel oder Korruption.
Keine Ahnung, ob dieser „Introducing Broker“, also Kundenvermittler seriös ist oder nicht. Gehen wir mal davon aus, dass sie es ist. Aber in Liechtenstein hat eine Vetterliwirtschaft, die Kriminelle schützt, die das Gefühl der völligen Straflosigkeit haben, hat dazu geführt, dass Liechtenstein jegliche Rechtsstaatlichkeit verloren hat und Willkür herrscht. Deswegen können Anleger bei Rechtsstreiten nicht auf eine neutrale Justiz in Liechtenstein hoffen.
Die Skandale, die aufgedeckt werden, sind doch nur die Spitze des Eisbergs der ganzen Skandale, die passieren. Da sich die Opfer nicht trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen und von den Liechtensteiner Treuhändern mit Strafanzeigen bedient werden, werden sie massiv eingeschüchtert. Das ist doch bekannt geworden.
Vor Liechtenstein muss dringend gewarnt werden: Stiftungen und Trusts werden regelmässig systematisch gekapert und geplündert. Der Fürst unternimmt nichts dagegen.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:
«White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level.»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Systrade ist kein eigener Broker, sondern ein Vermittler („Introducing Broker“).
Das ist kein klassisches Investieren, sondern eher spekulatives Trading.
Das Geschäftsmodell verdient an deinem Trading (Provisionen), so dass Interessenkonflikte möglich sind. Der Fokus liegt auf riskanten Produkten (CFDs, Forex).
Kommt mir vor, als sollte ich jemandem Provision dafür bezahlen, dass er mich an jemanden vermittelt, bei dem ich russisches Roulette spielen kann. Und das dann noch in Liechtenstein, von dem jeder weiß, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht.
Die Welt titelt: Liechtenstein – „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Die etwa 800 Zombie Trusts entlarven Liechtenstein in zweierlei Hinsicht – und beide sind verheerend.
Erstens: Der Mythos vom sicheren und verlässlichen Finanzplatz bricht zusammen. Hunderte russische Kunden, die nicht einmal sanktioniert sind, warten seit Monaten vergeblich auf Zugriff auf ihre eigenen Vermögenswerte.
Zweitens: Die Lage ist noch brisanter: Sanktionierte russische Gelder liegen weiterhin in liechtensteinischen Banken, oft nur dürftig in Offshore-Strukturen kaschiert. Das ist ein Pulverfass. Werden diese Verbindungen öffentlich, droht nicht nur ein massiver Reputationsschaden – die Banken selbst könnten ins Fadenkreuz internationaler Sanktionen geraten.
Systrade ist ein sog. «Introducing Broker», also ein Kundenvermittler oder Finanzvermittler.
Problematische Punkte bei «Introducing Brokern» sind in der Praxis häufig:
– Interessenkonflikte, denn der Introducing Broker» verdient zumeist am Handelsvolumen, nicht am Erfolg des Kunden.
– Verdeckte Provisionsanreize, von denen der Kunde in aller Regel nichts erfährt.
– Anlageberatung «durch die Hintertür».
– Teilweise Nähe zu Graumarktprodukten, Offshore‑Brokern und nicht lizenzierten Plattformen.
Im Falle von rechtlichen Auseinandersetzungen bestehen ebenfalls Risiken, insbesondere in Liechtenstein, dessen Justiz bekanntlich einen Ruf als nicht neutral hat.
Man sollte sich dieser erheblichen Risiken bewusst sein.
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Wirtschaftskriminalität scheint in Liechtenstein ein bedeutender Wirtschaftsfaktor zu sein. Dabei wird davon profitiert, dass das Land überwiegend Ausländer als Kunden hat und diese Opfer der Wirtschaftskriminalität aus völlig unterschiedlichen Ländern kommen. Einer der Kommentare zitiert den Europarat, der zu Liechtenstein erklärt: «Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein».
Die Liechtensteiner Rechtsanwälte erzählen den Opfern, dass es sich in ihrem Fall um einen «bedauerlichen Einzelfall» handele, obwohl sie genau wissen, dass es sich um eine Masche, ein regelrechtes System handelt. Da sich die Opfer nicht kennen, die Liechtensteiner Rechtsanwälte dieses System verschweigen und die einzige Zeitung in Liechtenstein ebenfalls das Tuch des Schweigens über dieses System wirft, konnte es lange Jahre unentdeckt bleiben. Jetzt ist dieses System jedoch ans Tageslicht gekommen und Liechtenstein hat seine Reputation als vertrauenswürdig verloren. Dass die Regierung und der Fürst das Thema verschweigen zeigt, dass auch sie ein Interesse haben, es zu vertuschen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Auf ihrer Webseite wirbt Systrade:
«Unsere absolute Kompetenz liegt in den Bereichen …OFFSHORE.»
Offshore‑Fonds sind typischerweise Graumarktprodukte mit Sitz z.B. auf den Cayman Islands, BVI oder Panama. Sie haben oft keine EU‑Vertriebszulassung, schwache oder keine Aufsicht und intransparente Strukturen.
Und das dann von Liechtenstein aus, dem sogar der Europarat Antikorruptionsmassnahmen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und dem Staatsoberhaupt nahelegt.
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
In Liechtenstein kann man gar nicht vorsichtig genug sein. Bei allem was man so liest, sollte man das Land am besten gar nicht betreten, nur dann ist man sicher.
Liechtenstein bezeichnet sich als konstitutionelle Monarchie, doch die Realität sieht anders aus: Der Fürst verfügt laut Verfassung über Machtbefugnisse, die in modernem Demokratien undenkbar wären. Er kann Gesetze per Veto stoppen, den Landtag auflösen und besitzt spürbaren Einfluss auf Regierung und Justiz. Von einer echten Gewaltenteilung kann unter diesen Bedingungen keine Rede sein – der Fürst hält in entscheidenden Fragen die oberste Entscheidungsgewalt.
Wer jedoch umfassende Macht besitzt, trägt auch umfassende Verantwortung. Wenn in einem solchen System rechtsstaatlich bedenkliche oder offen kriminelle Praktiken möglich werden – etwa die systematische Aushöhlung, Übernahme und Plünderung von Stiftungen und Trusts mit Unterstützung einzelner Richter*innen und Staatsanwält*innen – dann ist das nicht nur ein Fehlverhalten einzelner Akteure. Es ist ein strukturelles Problem, das durch das politische System begünstigt wird.
Und ein Monarch, der diese Architektur schützt, toleriert oder nicht reformiert, trägt dafür mindestens eine moralische Mitverantwortung.
Sobald der Krieg im Iran vorbei ist, wird Dubai als Finanzzentrum wieder auferstehen. Denn dort gibt es nicht so die reihenweisen Skandale wie in Liechtenstein, dort gibt es keine Hunderten verwaisten Zombie Trusts.
Ein Introducing Broker ist nur der „Vermittler“ zwischen dem Kunden und dem eigentlichen ausführenden Broker. Dadurch entsteht eine zusätzliche Ebene, die oft nicht nur Provisionen verdient, sondern auch ein Eigeninteresse daran hat, möglichst viele oder häufige Trades zu generieren – unabhängig davon, ob das für den Kunden optimal ist. Und wenn der Introducing Broker dann noch in Liechtenstein ansässig ist, dann würde ich ganz schnell davonlaufen.
Von den Vereinigten Arabischen Emiraten hat man noch nicht gelesen, dass dort Vermögen verschwinden. Von Liechtenstein liest man das immer wieder. Daher lieber Scheich als Fürst.
2020er Eval-Bericht: Bedenken zu Interessenkonflikten, Teilzeit-Richtern (zugleich Anwälte), nur wenige disziplinarische Maßnahmen, Unsicherheiten bei Ethik & Kontrolle.
https://www.llv.li/serviceportal2/amtsstellen/amt-fuer-auswaertige-angelegenheiten/bekaempfung-von-korruption/greco-eval4rep20194-final-en-liechtenstein.pdf
2024 Interim Compliance Report: Programm mit offenen Empfehlungen; bei 15 Empfehlungen zu Richtern & Staatsanwaltschaft wurden erst 10 vollständig umgesetzt, 5 teils, 1 offen.
Aber 800 verwaiste Zombie Trusts seit eineinhalb Jahren ist einfach der Beweis dafür, dass Liechtenstein kein vertrauenswürdiger Finanzplatz mehr ist.
Liechtenstein hat über Jahrzehnte ein Wirtschaftsmodell gepflegt, das stark auf Treuhänder, Stiftungen, Anstalten und Trusts setzt.
Es entsteht kein Mehrwert durch Produktivität, sondern durch Abschirmung von Vermögen, rechtliche Konstruktionen und Verwaltung von Intransparenz.
Geld wird also nicht erwirtschaftet, sondern „abgesogen“ – durch Gebühren, Honorare, Fees und Gebühren.
Lässt man sich auf Liechtensteinische Treuhänder oder Finanzgesellschaften ein, ist im Streitfall eine Rechtsdurchsetzung für Ausländer bekanntlich extrem schwierig. Wer sich wehren will, trifft auf erhebliche Hürden:
Es ist ein kleiner Justizraum mit engen personellen Verflechtungen (jeder ist mit jedem verwandt oder verschwägert), hohe Prozesskosten, sehr lange Verfahren, große Beweislast beim Geschädigten,
oft fehlende Akteneinsicht. Und dazu eine Justiz, die den Ruf hat, nicht neutral zu sein.
Ausländische Mandanten empfinden das System daher als strukturell «Liechtensteinerfreundlich».
Das nährt das Bild eines Landes, in das man zwar leicht hinein-, aber nur schwer wieder herauskommt – insbesondere mit seinem Geld.
Ich würde mal davon ausgehen, dass bei Banken in Liechtenstein noch erhebliche russische, venezolanische oder iranische Gelder verwahrt werden, wenn auch leicht verschleiert. Daher muss man doch Angst haben, dass solche sanktionierten Gelder auffliegen und die Bank ihrerseits sanktioniert wird. Was ist dann mit den Geldern, die in dieser Bank verwahrt werden? Wie lange sind die dann eingefroren? So lange wie die Zombie Trusts, also seit eineinhalb Jahren ohne jede Aussicht, dass sich hier eine Lösung findet? Das wäre mir alles zu riskant.
Liechtenstein gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte Europas für Finanz- und Wirtschaftskriminalität.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:
«Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
Den Ruf eine seriösen, ehrwürdigen und vertrauenswürdigen Finanzstandorts hat Liechtenstein doch schon längst verloren. Seit die Medien mehr und mehr über die nicht abreißende Kette von Skandalen berichten und die ganze Welt mitgekriegt hat, dass seit einem Jahr hunderte Zombie Trusts in Liechtenstein verwaisen, hilft auch das ganze Getue mit Fürst und Schloss und sonstigem Gedöns nichts mehr. Ein Finanzplatz braucht in erster Linie Vertrauen, und das hat Liechtenstein verspielt.
Dubai und Singapur entwickeln sich zu den Finanzzentren der Zukunft. Dubai, sobald der Krieg vorbei ist. Liechtenstein hingegen hat sich seine Reputation als seriös selbst kaputt gemacht durch seine ständigen Skandale, seine öffentlich bekannte Korruption und die Unfähigkeit, die Zombie Trust Krise zu lösen.