Kaum ein Finanzplatz ist so exponiert wie das Fürstentum.
Es war absehbar: die «Friedensverhandlungen» zwischen den USA und dem Iran wurden ergebnislos abgebrochen. Das bedeutet, dass alle Zeichen wieder auf Eskalation stehen.
Und da die Trump-Regierung im direkten Schlagabtausch nicht gerade viele Punkte macht, werden die USA sicher versuchen, auf allen Ebenen den Iran zu isolieren und zusätzlich zu sanktionieren und zu schikanieren.
Da bieten sich zwei Hebel an. Die Ölexporte des Irans und die Finanzströme.
Mit dem Öl hat Liechtenstein nicht viel zu tun. Aber mit Finanzströmen umso mehr. Und da gibt es die Verwicklungen mit dem Sherkati-Clan. Eine Unternehmerfamilie mit iranischen Wurzeln und Geschäften in Richtung Osteuropa und Asien, inklusive Iran. Also Hochrisikogebiete für jeden Finanzplatz.
Die Familie um den Patriarchen Yousef Sherkati residiert zwar in St. Gallen. Dort gebietet er über ein weit verzweigtes Holdings- und Beteiligungsnetzwerk von rund 100 Firmen um die Transinvest Holding AG.
Transport und Logistik, Rohstoff- und Warenhandel sowie internationale Lieferketten sind das Hauptgeschäft.
Dazu diente unter anderem bis 2022 die Bank Alpinum im Ländle, im Familienbesitz. Die Bank bekam immer mehr Reputationsprobleme mit grenzüberschreitenden Strukturen und wirtschaftlich schwer durchschaubaren Kunden. Sogar die eher verschmachte Finanzmarkaufsicht (FMA) Liechtensteins machte Druck.
Also gab die Familie Sherkati auf, die Bank wurde in Sora Bank umbenannt. Das nützte aber auch nichts, 2023 wurde ihr die Banklizenz entzogen, das Ende.
Aber nicht das Ende der Verwicklungen mit dem Sherkati-Clan und Liechtenstein. Da gibt es zum Beispiel das SHAR Establishment. Das ist eine Anstalt nach Liechtensteinischem Recht.
Das sind Finanzvehikel, die dazu dienen, als Holding- oder Beteiligungsgesellschaft Vermögenswerte zu verwalten. Diskret und intransparent. Zwar tauchen Familienmitglieder im Verwaltungsrat auf, aber was diese Anstalt genau macht, weiss niemand. Auch die beneficial owner sind im Dunklen.
Das ist dann das Geschäftsmodell. Zuerst wird operativ Geld verdient (Transport, Handel). Dann wird das Kapital und die Gewinne in Holdings und Anstalten gebündelt. So werden die Beteiligungen verschachtelt und die Risiken verteilt. Zudem haben solche Konstrukte den Vorteil, dass sie als Netzwerk aus rechtlich separaten Einheiten bestehen.
Das bedeutet, sie sind hoch flexibel und schwer durchschaubar. Das bedeutet: wenn irgendwo der Blitz einschlägt, dann betrifft das nur ein kleines Segment in einem grossen Bauwerk.
Also beste Voraussetzungen, sowohl im Osten wie in Asien Geschäfte zu treiben, die den USA sicherlich nicht gefallen.
Nun haben die USA, wenn sie wollen, den Durchgriff auf so ziemlich alle Informationen im weltweiten Finanzhaushalt. Überweisungen, Geldströme, wer geschäftet mit wem, wer verdient woran. Da gibt es einfach nichts, was diskret und geheim abgewickelt werden kann.
Das SHAR Establishment als Beispiel zeigt, dass der Sherkati-Clan aus dem Untergang seiner Bank gelernt hat. Eine Bank hat ein deutlich sichtbares Profil und erregt Aufmerksamkeit. Dazu muss sie immer strengeren Compliance-Vorshriften (KYC, Geldwäsche, Beachtung von Sanktionen) genügen.
Das ist bei einer Anstalt viel lockerer.
Das sagen sich sicherlich die übrigen Liechtensteiner Banken, die ja sicherlich Kunden und Vermögen der Alpinum Bank übernommen haben. Und weiterhin dafür benützt werden, als Clearingstelle und Drehscheibe für die weiterhin florierenden Geschäfte der iranischen Familie zu dienen.
Allerdings steigt inzwischen das Risiko überproportional, dass das nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch das Missfallen der USA erregt.
Aber wie die 800 Zombie-Trusts mit russischen Besitzern zeigen: erst in höchster Not geben fürstliche Treuhänder ertragreiche Geschäfte auf. Nur ganz starker Druck der FMA überwältigt ihre Geldgier.
Das dürfte beim Iran ähnlich sein …




Ein Krimineller scheffelte mit Waffen- und Drogenverkäufen im Darknet Millionen. Ein Teil davon landete auf einem Konto in Liechtenstein. Die betreffende Bank fällt nicht zum ersten Mal auf. https://www.finews.ch/news/banken/35415-bank-alpinum-darknet-geldwaescherei
Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Gründen Sie eine Stiftung und seien Sie der nächste auf dieser Liste der (unfreiwilligen) grosszügigen Spender unserer Treuhänder::
– Skandal Mario Staggl
– Skandal Harry Gstöhl
– Skandal Norbert Seeger
– Perry Skanda
– Bacardi Skandal
– Skandal Hartlaub Stiftung
– Skandal Asturion Stiftung der saudischen Königsfamilie
Die Treuhänder und Banken, die ganz bewusst nur oberflächlich geprüft haben, ob entgegengenommen Gelder nicht doch aus sanktioniert russischen, venezolanischen oder iranischen Quellen stammen, haben jetzt ein riesiges Problem. Räumen Sie dies jetzt ein, dürften sie erhebliche Probleme bekommen. Räumen Sie dies jetzt nicht ein, werden aber überführt, dürften sie noch viel erhebliche Probleme bekommen. Der Druck dürfte massiv sein.
Das ist nicht mehr mein Land!
Die jüngste Wiedereinführung von Iran‑Sanktionen verstärkt den regulatorischen Druck auf Liechtenstein.
New Supreme Leader, new Level an Cashflows
Nach dem Tod von Ali Khamenei bei israelisch-amerikanischen Angriffen steht nun Mojtaba Khamenei an der Spitze der Islamischen Republik Iran – und damit im Rampenlicht eines «Bloomberg»-Reports über ein geheimes globales Immobilienimperium. Gelistet werden mehr als ein Dutzend Luxusanlagen in Grossbritannien im Wert von über 100 Millionen Franken, eine Villa in Dubai und mehrere gehobene Hotels in Europa.
Money Routes und Sanctions-Bypass
Laut «Bloomberg» laufen Deals über Konten in Grossbritannien, der Schweiz, den Emiraten und auch in Liechtenstein, gespeist aus iranischen Ölverkäufen. Ein Netzwerk von Briefkastenfirmen soll verschleiern, dass Mojtaba faktisch den Control-Button über das Vermögen hält. Quellen bleiben anonym – aus «Angst vor Repressalien» – gestützt von einem «führenden westlichen Geheimdienst».
Strohmann-Game und EU-Pässe
Weil Mojtaba seit 2019 auf der US-OFAC-Liste steht und die EU Sanktionen gegen das Regime verhängt hat, treten laut Bericht Strohmänner auf: der iranische Baumogul Ari Ansari, von Analyst Farzin Nadimi als «Hauptkontoinhaber» und «einen der einflussreichsten Oligarchen» bezeichnet, von britischen Behörden als «korrupter Bänker und Unternehmer». Ansari dementiert jede Beziehung.
Frankfurts Vizebürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg erklärt: «Die iranische Regierung versucht Fuss im deutschen System zu fassen. Sie nutzen unser System aus».https://brudiland.li/umgeht-irans-neuer-revolutionsfuehrer-die-sanktionen-ueber-liechtenstein/
Die eigentliche Gefahr ist nicht, dass Liechtensteiner Banken «plötzlich entdeckt» werden, sondern dass einzelne komplexe Strukturen rückwirkend als sanktionsrelevant eingestuft werden.
Genau das ist bei Russland bereits passiert – und könnte theoretisch auch im Iran-Kontext geschehen.
MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:
«White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level.»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
FAZ. «Luxusleben auf Kundenkosten: Wenn der Treuhänder in die Kasse greift»
Dieses System des Finanzbetrugs gibt es seit Jahren – die Fürstenjustiz spielt mit. Und der Fürst schaut weg.
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html
Ein aktueller Hinweis kommt aus einem viel zitierten Bloomberg‑Bericht, der die Vermögensstrukturen von Mojtaba Khamenei, dem Nachfolger des verstorbenen iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei, untersucht.
Der Report beschreibt ein „geheimes globales Immobilienimperium“ und identifiziert Geldströme aus iranischen Ölverkäufen, die angeblich über Konten in Großbritannien, der Schweiz, den Emiraten und auch Liechtenstein geführt werden.
Diese Gelder sollen über Briefkastenfirmen und Strohmänner verschleiert werden, u. a. um internationale Sanktionen zu umgehen.
Als zentrale Schlüsselfigur wird der iranische Unternehmer Ari Ansari genannt, der laut Bericht als Strohmännner fungieren soll (Ansari bestreitet dies).
Der Bericht impliziert also, dass iranische Ölerträge teilweise über liechtensteinische Finanzinstitute laufen könnten, insbesondere im Rahmen komplexer Sanktionsumgehungsstrukturen.
Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:
1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.
Kontakt:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:
1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.
2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.
Contact:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.
In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Man hat bereits gesehen, was passiert, wenn die USA durchgreifen:
Hunderte Stiftungen in Liechtenstein wurden durch US-Sanktionen faktisch gelähmt. Treuhänder zogen sich massenhaft zurück aus Angst vor US-Konsequenzen.
Das zeigt:
Die USA können massiv durchgreifen,
der Effekt auf Liechtenstein kann erheblich sein.
Es dürfte wohl keinen Rechtsanwalt in der Schweiz, Österreich oder Deutschland geben, der schon einmal mit Liechtenstein zu tun hatte und der keine Horrorgeschichte über untreue Treuhänder oder nicht neutrale Richter berichten könnte.
Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung
Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidgeplagte%20liechtensteinische%20discretionary%20trusts.pdf
Renommierte Institute wie Pictet und Julius Bär distanzieren sich offen vom liechtensteinischen Stiftungsgeschäft.
Grund: „nicht abreissende Folge von Skandalen“ und rechtliche Risiken.
Das Verhalten großer Schweizer Banken ist ein starker Indikator dafür, wie internationale Investoren denken:
Wenn große, konservative Banken Distanz schaffen, folgen andere institutionelle Anleger meistens.
Die Zombie Trusts entlarven Liechtenstein in zweierlei Hinsicht – und beide sind verheerend.
Erstens: Der Mythos vom sicheren und verlässlichen Finanzplatz bricht zusammen. Hunderte russische Kunden, die nicht einmal sanktioniert sind, warten seit Monaten vergeblich auf Zugriff auf ihre eigenen Vermögenswerte.
Zweitens: Die Lage ist noch brisanter: Sanktionierte russische Gelder liegen weiterhin in liechtensteinischen Banken, oft nur dürftig in Offshore-Strukturen kaschiert. Das ist ein Pulverfass. Werden diese Verbindungen öffentlich, droht nicht nur ein massiver Reputationsschaden – die Banken selbst könnten ins Fadenkreuz internationaler Sanktionen geraten.
Dass in Liechtenstein keiner einen anderen vernadert und die Gerichtsurteile geschoben sind, weiß heute jeder Zeitungsleser. Das ist Vetternwirtschaft in einem Unrechtsstaat mit einer gewaltigen Kulisse von Scheinheiligkeit.