Eigentlich wüssten es die Treuhänder besser. Aber …
Liechtensteins Treuhänder geben sich gern als Hüter von Diskretion, Stabilität und juristischer Präzision. In der Aussendarstellung dominieren Begriffe wie „Vertrauen“, „Verantwortung“ und „Langfristigkeit“. Doch hinter dieser sorgfältig gepflegten Fassade zeigt sich ein weniger schmeichelhaftes Bild: ein Geschäftsmodell, das in weiten Teilen von Opportunismus, Gebührenmaximierung und systematischer Intransparenz geprägt ist.
Der Kern des Problems liegt im Anreizsystem. Treuhänder verdienen nicht an Einfachheit, sondern an Komplexität. Je verschachtelter eine Struktur, je undurchsichtiger ein Vermögensgeflecht, desto höher der Beratungsaufwand – und damit die Rechnung. Es ist ein System, das nicht darauf ausgelegt ist, Klarheit zu schaffen, sondern sie zu vermeiden.
Transparenz wäre geschäftsschädigend.
Dabei wird gern argumentiert, man handle im Rahmen des Gesetzes. Formal mag das stimmen. Doch genau darin liegt die eigentliche Brisanz: Die Grenze zwischen legaler Gestaltung und moralischer Verantwortung wird systematisch bis zum Äussersten ausgereizt. Was möglich ist, wird gemacht. Nicht weil es sinnvoll oder gesellschaftlich vertretbar wäre, sondern weil es sich lohnt.
Besonders deutlich wird diese Haltung im Umgang mit internationalen Kunden. Vermögen aus politisch instabilen Regionen, aus Grauzonen der globalen Wirtschaft oder aus fragwürdigen Quellen finden seit Jahrzehnte ihren Weg in liechtensteinische Strukturen. Offiziell natürlich stets geprüft, kontrolliert und abgesichert. Inoffiziell jedoch oft ein Geschäft mit kalkuliertem Risiko – solange die Honorare stimmen.
Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen haben diese Praxis unfreiwillig offengelegt. Kaum drohten Sanktionen oder Reputationsschäden, zogen sich zahlreiche Treuhänder abrupt aus Mandaten zurück. Nicht aus plötzlicher moralischer Einsicht, sondern aus Selbstschutz. Die gleiche Kundschaft, die zuvor willkommen war, wurde über Nacht zur Belastung. Loyalität endet dort, wo das eigene Risiko beginnt.
Hinzu kommt ein strukturelles Machtgefälle. Die Branche ist klein, eng vernetzt und weitgehend abgeschottet. Kritik dringt selten nach aussen, interne Kontrolle bleibt begrenzt. Wer Teil des Systems ist, hat wenig Interesse daran, es grundlegend zu hinterfragen. Wer es verlässt, verliert Zugang zu einem lukrativen Netzwerk. Diese Dynamik begünstigt eine Kultur des Wegsehens.
Gleichzeitig wird die Verantwortung gern externalisiert. Man verweist auf internationale Kunden, auf globale Entwicklungen, auf regulatorische Vorgaben. Doch die Realität ist einfacher: Ohne die aktive Mitwirkung der Treuhänder gäbe es viele dieser Strukturen schlicht nicht. Sie sind nicht neutrale Dienstleister, sondern zentrale Architekten eines Systems, das Vermögen abschirmt, verschiebt und in vielen Fällen der öffentlichen Kontrolle entzieht.
Das vielleicht grösste Problem ist jedoch die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität. Während man sich als verlässlicher Partner in einer komplexen Welt inszeniert, basiert ein erheblicher Teil des Geschäfts auf der systematischen Ausnutzung genau dieser Komplexität. Vertrauen wird eingefordert, ohne dass echte Transparenz geboten wird.
Liechtensteins Finanzplatz steht heute unter wachsendem Druck. Regulatoren schauen genauer hin, internationale Standards werden verschärft, die Toleranz gegenüber intransparenten Strukturen sinkt. Doch solange das Geschäftsmodell auf Maximierung von Gebühren durch maximale Verschachtelung basiert, bleibt die Versuchung gross, die Grenzen weiter auszudehnen.
Am Ende stellt sich eine einfache Frage: Geht es um verantwortungsvolle Vermögensverwaltung – oder primär um die Optimierung eigener Erträge? Die bisherige Praxis der Branche gibt eine klare Antwort: Geldgier frisst Hirn und Vernunft.




Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
Schönes Beispiel dafür, wie Treuhänder und Richter kollusiv zusammenarbeiten, um Begünstigte von ihren Stiftungen fernzuhalten. Was für ein unsäglicher Sumpf!
Ohne eine neutrale Justiz ist ein Staat kein Rechtsstaat, sondern ein Unrechtsstaat.
Wenn Trusts und Stiftungen wiederholt nach einem ausgefeilten Muster ausgeraubt werden und dies von offiziellen Stellen gedeckt wird, so lautet der Fachbegriff dafür organisierte Kriminalität.
Mit ihrer Gerichtsentscheidung hat die Landrichterin den Treuhändern Millionen zukommen lassen. Dafür sollte sie einen Orden vom Fürsten bekommen.
Komturorden am Band für Verdienste um die Liechtensteiner Treuhänder.
Bekommt so ein Richter, eine Richterin in Liechtenstein eigentlich eine Erfolgsprovision? 5%, 10%, 20% von der Beute, die sie den Treuhändern zukommen lässt?
Was für eine miese Masche da gespielt wird.
Ein internationales Gericht sollte überprüfen, ob der Fürst für diese Masche in seinem Land die Verantwortung trägt. Immerhin Ist er der Monarch hat überall das letzte Wort.
Der Treuhänder Martin Batliner hat sich bei der Stiftung des verstorbenen Dirigenten Herbert von Karajan selbst ein jährliches Stiftungsratshonorar von 100‘00 Schweizer Franken genehmigt. Wofür? Für das Versenden der Quartalsberichte des Vermögensverwalters an die Begünstigten.
Ist sicher von der Justiz in Liechtenstein als „angemessen“ abgesegnet worden. Man muss sich doch unterstützen und zusammenhalten.
Räuberhöhle eben.
Die Zeitung WELT schreibt:
Liechtenstein: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html
Ist dieses kriminelle System im Liechtenstein jetzt offiziell, wenn die Zeitungen offen darüber schreiben?
Inzwischen ist es doch allgemein bekannt, dass man in Liechtensteins Finanzwelt belogen und betrogen wird.
Und der Fürst macht alles mit? Unfassbar.
Bedienungsanleitung für Treuhänder
Die Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen in dem Skandal der Hartlaub-Stiftung allen anderen Treuhändern, was man in Liechtenstein als Treuhänder machen kann:
1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75’000 – 100’000 Franken pro Monat pro Person. Zusätzlich zu den 25’000 Franken Jahresgrundpauschale pro Person natürlich.
2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es tatsächlich wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. So ist er kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.
3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.
4. Und dann initiiert man noch eine Strafanzeige wegen angeblicher Untreue gegen den Begünstigten.
Und als Kriegskasse für all diese Handlungen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.
Wenn die beiden damit durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Und ein Vorbild für jeden Treuhänder in Liechtenstein. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen – so geht es.
Die Richterin am Fürstlichen Landgericht Diana Kind konnte darin keine Interessenskonflikte oder Pflichtverletzung erkennen.
Unsägliche Räuberhöhle mit Fürst.
So funktioniert Plündern von Stiftungen mit staatlicher Hilfe in Liechtenstein.
Das ist irre, was in Liechtenstein so alles passiert – unter den Augen des Erbprinzen und des Fürsten, die stolz zuschauen.
Räuberhöhle mitten in Europa.
Das Wirtschaftsmagazin CAPITAL berichtete:
«Er sei mittlerweile davon überzeugt, dass es vereinzelt ein Geschäftsmodell sei, den Kunden als „Selbstbedienungsladen“ anzusehen.»
„Oft sind die Treuhänder eiskalte Menschen, die nur das Geld sehen.“
https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden
Mit freundlicher Unterstützung der liechtensteinischen Justiz und freundlicher Genehmigung des Fürsten und des Erbprinzen von Liechtenstein.
Und das alles unter den Augen des Staatsoberhaupts, des Fürsten, der selbstverständlich von den Machenschaften weiss, aber seine Untertanen gewähren lässt. Denn reiche Untertanen sind zufriedene Untertanen. Und die Opfer sind ja immer nur Ausländer.
Liechtenstein hat sich endgültig aus der Liga der zuverlässigen Finanzplätze verabschiedet und ist in die Liga der Hütchenspieler gewechselt. Den Treuhändern und ihren Helfern in der Justiz sei Dank.
Die Liechtensteinische Treuhandkammer hatte zum 01.06.2018 ihre Standesregeln geändert und in Art. 7 Abs. 2 die Möglichkeit vorgesehen,.dass Begünstigte bei Vertrauensverlust in Stiftungsräte diese auszuwechseln. In der Zeitung Privatstiftungsrecht wurde hierüber berichtet.
https://concordanz.com/wp-content/uploads/2023/12/Vertrauensverlust-in-Stiftungsraete-Aenderungen-der-Standesrichtlinien-der-Liechtensteinischen-Treuhandkammer-1.pdf
Aber Liechtenstein wäre nicht Liechtenstein, wenn die Treuhandkammer diese Regelung in der Neufassung der Standesregeln 2024 nicht wieder aufgehoben hätte.
In Liechtenstein sind doch die Skandale, die an die Oberfläche kommen, nur die Spitze des Eisbergs. Weil bei Mario Staggl oder Harry Gstöhl es mehr als 30 Opfer gleichzeitig gab, konnte man das selbst beim besten Willen nicht mehr unter den Teppich kehlen. Wären die veruntreuten 30 Millionen nur von einer einzigen Person gewesen, so wäre das doch locker unter den Teppich gekehrt worden. Absurde Gerichtsentscheidung? Ach was, ist nur ein «bedauerlicher Einzelfall» usw. In Liechtenstein gibt es die organisierte Kriminalität schon Jahrzehnte und es wird sie auch weiterhin geben. Alle wissen Bescheid, auch der Fürst.
It seems like Liechtenstein has a severe problem with the zombie trust crisis.
The Guardian: „Liechtenstein: The mysterious tax heaven that’s losing the trust of the super-rich“
The tiny principality of Liechtenstein attracts the super-rich for its secrecy and security but, as a bitter legal case shows, there’s a price: all legal right are held by the trustees. https://www.independent.co.uk/news/long_reads/liechtenstein-tax-haven-super-rich-trust-lost-beneficiaries-trustees-legal-laws-a8239956.html
Dass Liechtenstein schon immer einen Ruf als Geldversteck hatte, war bekannt. Aber dass in Liechtenstein Stiftungen mit Hilfe der Gerichte (!!!) geknackt und dann ausgeplündert werden, wusste ich bislang nicht. Das geht auch nur, wenn der Fürst das duldet, was er offenbar macht.
Welche Rolle spielen der Fürst und der Erbprinz bei diesem kriminellen System?
Was ist eigentlich aus den hunderten Zombie Trusts geworden, die seit über einem Jahr ohne Verwaltung verwaist herumliegen?
The European Council has raised serious concerns about insufficient anti-corruption measures within the judiciary, among government officials, and even at the level of the Head of State, the Prince. This reflects not only issues of corruption, but also a systemic in-group bias that may place foreign nationals at a disadvantage. As a result, it may be advisable to approach engagement with Liechtenstein with great caution.
Der Zwergstaat Liechtenstein ist wie eine Familie, die immer zusammenhält, keiner vernadert einen anderen, wenn der unrechtmäßig etwas erbeutet. Das gehört sich nicht, also halten alle still. Wie in der „Familie“ in Süditalien.
Zu viele Sargnägel für einen ehemals angesehenen Finanzplatz: ein Skandal nach dem andern, hunderte Zömbie Trusts, eine nicht neutrale Justiz und der Europarat, der den Regierungsmitgliedern und dem Fürsten Antikorruptionsmassnahmen nahelegt.
Das ist kein Finanzstandort, sondern Sodom und Gomorrah.
Offensichtlich erfolgen diese Betrügereien in Liechtenstein systematisch und im. Zusammenwirken von kriminellen Treuhändern mit Richtern. Unter der Schirmherrschaft der Obrigkeit.
In Liechtenstein gibt es anscheinend alle Spielarten von Wirtschaftskriminalität, weil man meint, keiner kriegt es mit. So die Korruption, das Plündern von Trusts und Stiftungen mit gerichtlicher Hilfe usw.
Paralyzed Liechtenstein trusts managing Russian assets have created problems for subsidiaries in other offshore zones
Problem russian zombie trusts have spread from Liechtenstein to other offshore locations: British Virgin Islands, the Bahamas and the Cayman Islands, the newspaper reported on Tuesday Financial Times.
https://finance.liga.net/en/ekonomika/novosti/domino-effect-zombie-trust-crisis-has-spread-from-liechtenstein-to-other-offshore-jurisdictions