Das kommt heraus, wenn das Vaterland den Präsidenten des Bankenverbandes interviewt.

Dr. Hans-Werner Gassner ist ein altes Schlachtross auf dem Backenplatz Liechtenstein. Er war von 2006 bis 2017 VR-Präsident der Liechtensteinischen Landesbank (LLB). Und seit 2017 amtiert er als Präsident des Liechtensteinischen Bankenverbandes. Was ihn nicht daran hindert, auch noch bei der AREVA (Allgemeine Revisions- und Treuhand AG) tätig zu sein.

Aus Anlass seines baldigen Abschieds als Präsident hielt ihm die Fürstenpostille Vaterland das Mikrophon hin, auf dass er ungestört durch kritische Fragen das sagen konnte, was er halt so plaudern will.

Entstanden ist eine Realsatire, die alle, die nicht vom unseligen Wirken des fürstlichen Finanzplatzes betroffen sind, zum Schmunzeln bringt.

Wie denn das damals war, mit der Zumwinkel-Affäre, wird Gassner gefragt. Also als ein ungetreuer Ex-Mitarbeiter der Fürstenbank LGT den deutschen Steuerbehörden eine Daten-CD mit Tausenden von Steuerhinterziehern verkaufte und damit das lukrative Geschäftsmodell der Treuhänder in die Luft sprengte. Da sagt der Banker heute abgeklärt:

«Das Verdienst für diesen mutigen Schritt gebührt dem Fürstenhaus und der damaligen Regierung. Ich habe diese Strategie von Anfang an unterstützt und innerhalb der Landesbank zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung konsequent umgesetzt. Rückblickend war es der einzig richtige Weg.»

Richtig wäre wohl, dass der Fürscht nach anfänglicher erbitterter Gegenwehr einsehen musste, dass selbst seine Trutzburg dem koordinierten Angriff verschiedener Länder auf das Steuerhinterziehungsgeheimnis Liechtensteins nicht standhalten kann.

Noch mehr Erzählungen aus 1001-Nacht: «Nachdem die Entscheidung für die Steuerkonformität aber gefallen war, endeten die Grundsatzdiskussionen und der ganze Finanzplatz hat an einem Strang gezogen.»

Ach ja? Seit wann denn das? Weil alle an einem Strang zogen nimmt Liechtenstein bis heute einen Spitzenplatz bei Verstössen gegen Sanktionen und beim Bewegen von schmutzigem Geld ein? Aber Gassner lebt in einer anderen Welt:

«Die Entwicklung wäre ohnehin gekommen, aber die Krisen – die schwarzen Listen, die Zumwinkel-Affäre und so weiter –, haben alles extrem beschleunigt. Es gab einen gewissen Druck. Im Nachhinein gesehen ist es richtig, dass wir proaktiv vorausgegangen sind, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben, vielleicht auch früher als andere Länder. Auch, dass Liechtenstein Early Adopter beim automatischen Informationsaustausch war, hat sich als positiv herausgestellt.»

Allerdings ist das Ländle im Gegensatz zu den Behauptungen Gassners aktuell beim Thema Russengelder, venezolanische Gelder, iranische Gelder überhaupt kein Early Adapter:

«Frühere Reizthemen wie die Steuerpolitik spielen kaum noch eine Rolle. Und falls sie doch aufkommen, haben wir heute fundierte Antworten: Wir setzen auf Steuertransparenz, halten internationale Standards ein und befolgen international Sanktionen  konsequent.»

Spätestens nach diesem Schönsprech hätte eine Zeitung, die noch einen Rest von Anstand und Berufsehre hat, vielleicht doch nachgefragt, wie sich dann die rund erklären lassen, wenn angeblich internationale Sanktionen konsequent verfolgt würden.

Aber stattdessen darf Gassner nochmals ein Loblied anstimmen, in dem er offensichtlich von einem Liechtenstein in einem Paralleluniversum spricht:

«Entscheidend ist nicht die Regulierung, sondern die Qualität der Arbeit und die Stabilität. Die Kombination aus dem Schweizer Franken, der Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz und dem EWR-Zugang ist einzigartig. In Krisenzeiten suchen Kunden Sicherheit – und die finden sie bei uns.»

Allzu oft besteht die Qualität der Arbeit darin, dass Stifter und Begünstigte gnadenlos abgezockt, über den Tisch gezogen und beraubt werden. Die Sicherheit besteht dann darin, dass die Betrogenen sicher sein können, dass sie bei der fürstlichen Justiz keinerlei Unterstützung bekommen. Sondern nochmal über den Löffel balbiert werden.

Während Urteile gegen sie in Windeseile gefällt werden, dauert es Monate und Jahre, bis endlich ein Urteil erfolgt, wenn die Enteigneten den Rechtsweg beschreiten. Das natürlich auch gegen sie ausfällt.

Dass der oberste Banker das nicht thematisiert, nun gut. Aber dass sich das Vaterland nicht schämt für dieses Interview, das ist halt wieder typisch Liechtenstein.

23 Kommentare
  1. Liechtensteiner Scheinheiligkeit
    Liechtensteiner Scheinheiligkeit sagte:

    Jeder in Liechtenstein, besonders der Präsident des N
    Bankenverbandes weiss von der massiven Finanzkriminalität im Ländle. Die Scheinheiligkeit ist daher unübertroffen.

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    • Krise, welche Krise??
      Krise, welche Krise?? sagte:

      Vermutlich hat sich der Präsident der FL Bankenvereinigung nach dem Interview geschüttelt und totgelacht über das, was er da von sich gegeben hat. Natürlich weiss auch er, dass Liechtenstein allein schon wegen der Zombie Trusts in einer seiner grössten Krisen steckt.

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    • Die Tabakindustrie hat auch schon immer den Wandel zu gesünderen Rauchalternativen unterstützt
      Die Tabakindustrie hat auch schon immer den Wandel zu gesünderen Rauchalternativen unterstützt sagte:

      Verehrter Herr Bankenverbandspräsident

      Auch die Tabakindustrie hat schon immer den Wandel zu gesünderem Rauchalternativen unterstützt (nach dem regulatorischen Druck), nach dem Motto «wir kümmern uns um Ihre Gesundheit.»

      Und die Tech-Konzerne waren schon immer für strengere Datenschutzregeln (nach Einführung der Datenschutzgrundverordnung), nach dem Motto «Datenschutz steht bei uns an erster Stelle.»

      Für wie dumm sollen die Leser des Vaterland verkauft werden?

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  2. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

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  3. Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
    Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen sagte:

    Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

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  4. Fehlende Kritik wirkt unprofessionell
    Fehlende Kritik wirkt unprofessionell sagte:

    Jede Branche, jedes Land und jeder Finanzplatz hat Stärken und Schwächen. Wenn eine Führungsperson so tut, als gäbe es nur Stärken, signalisiert das mangelnde Selbstreflexion, Verdrängung realer Probleme und fehlende Bereitschaft zur Weiterentwicklung

    Ein kompetenter Vertreter spricht normalerweise auch über Herausforderungen.

    Aber vielleicht hat der Herr noch nichts von den Zombie Trusts, den vom Europarat geforderten Antikorruptionsmassnahmen und sanktionierten russischen, venezolanischen und iranischen Geldern gehört,

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  5. Tagesspiegel: "Liechtenstein: Hort der Kriminellen"
    Tagesspiegel: "Liechtenstein: Hort der Kriminellen" sagte:

    Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
    Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.

    Mindestens vier große in Spanien zerschlagene Rauschgift- und Betrügerbanden haben Liechtensteiner Banken einem Pressebericht zufolge zur Geldwäsche genutzt. Die Kriminellen hätten dazu Stiftungen gegründet, die in dem Fürstentum Bankkonten eröffneten, berichtet die Madrider Zeitung «El País». Auch kolumbianische Drogenkartelle, hätten so große Geldmengen vor den Behörden versteckt. Über Liechtensteiner Bankkonten hätten die in den vergangenen Jahren ausgehobenen Banden Schiffe bezahlt, die Kokain von Kolumbien nach Spanien brachten.
    Gelder aus spanischem Korruptionsskandal

    «El País» berichtet weiter, auch Gelder aus dem großen Betrugs- und Korruptionsskandal im südspanischen Marbella seien in das Fürstentum geflossen. Im Zuge der Affäre waren vor zwei Jahren die gesamte Stadtverwaltung des Nobel-Badeortes abgesetzt und Dutzende Politiker festgenommen worden. Der Schaden durch Bestechung und Veruntreuung im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html

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  6. Image‑Politur
    Image‑Politur sagte:

    Gerade Liechtenstein steht international oft unter Beobachtung (Finanzplatz, Regulierung, Steuertransparenz usw.).
    Wenn der Bankenverbandspräsident dann sagt: „Alles ist perfekt, es gibt keine Probleme“, klingt das nach versuchter Imagepflege statt nach neutraler Analyse.

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    • Die Aussagen es Präsidenten der Bankenvereinigung wirken scheinheilig
      Die Aussagen es Präsidenten der Bankenvereinigung wirken scheinheilig sagte:

      Viele Banken und Finanzplatzvertreter in Liechtenstein haben über viele Jahre das Bankkundengeheimnis öffentlich als Schutz der Privatsphäre gerechtfertigt.
      Gleichzeitig wurden in derselben Zeit Offshore‑Strukturen teilweise genutzt, um nicht deklarierte Vermögenswerte zu verstecken.

      Wenn später dieselben Institutionen Transparenz als zukunftsweisend loben, ist das ein eklatanter Widerspruch, der als scheinheilig gesehen werden kann.

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  7. Reuters Artikel übersehen? “How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein“
    Reuters Artikel übersehen? “How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein“ sagte:

    Vielleicht hat der Präsident des Liechtensteinischen Bankenverbends diesen Artikel übersehen:

    Liechtenstein is examining tightening control of scores of Russian-linked trusts abandoned by their managers under pressure from Washington, according to several people familiar with the matter.

    The country, one of the world’s smallest and richest, is home to thousands of low-tax trusts, hundreds of which have links to Russians, two of the people with direct knowledge of the matter said, putting it in the crosshairs of Western efforts to sanction Moscow.

    Since Russia’s invasion of Ukraine, the U.S. Treasury has sanctioned several individuals and trusts, opens new tab in Liechtenstein it said, opens new tab were linked, opens new tab to Russian oligarchs, including Vladimir Potanin, and a long-time ally of Russian President Vladimir Putin, Gennady Timchenko
    https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/

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  8. Spiegel: „Es ist ein Spinnennetz“
    Spiegel: „Es ist ein Spinnennetz“ sagte:

    Längst hat sich auch der BND (Bundesnachrichtendienst) mit dem Fürstentum Liechtenstein befasst. Die Dienstler wissen allzugenau, wer dort sein Geld bunkert: rechtlich versteckt in einer anonymen Stiftung, gebunkert auf einem Schweizer Konto. Liechtenstein und die Schweiz stellen für derlei Zwecke ein einheitliches Geschäftsmodell bereit: Für Drogenbarone und Paramilitärs, gestürzte Tyrannen, Menschenhändler, Waffenschieber und andere Reiche, die sich zuhause im Glanz ihres unbefleckten Ruhmes sonnen wollen.
    https://www.anstageslicht.de/themen/finanzsystem/whistleblower-rudolf-elmer-gegen-bank-julius-baer/vom-ende-des-schweizer-bankgeheimnis

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  9. Rechtsstaatlichkeit ausser Kraft: Systemische Verantwortung an der Staatsspitze
    Rechtsstaatlichkeit ausser Kraft: Systemische Verantwortung an der Staatsspitze sagte:

    Dass dieses System rechtsstaatlichen Anforderungen nicht genügt, ist evident. Ebenso evident ist, dass der Fürst hiervon Kenntnis hat.

    Vor diesem Hintergrund drängt sich eine Untersuchung durch eine internationale Institution geradezu auf, um zu klären, in welchem Umfang den Fürsten eine rechtliche und politische Verantwortung für dieses systemische Versagen trifft. Als Monarch mit weitreichenden Befugnissen und letztentscheidendem Einfluss – insbesondere bei der Richterwahl – kann eine Verantwortlichkeit nicht mit dem Hinweis auf formale Gewaltenteilung relativiert werden.

    Vielmehr steht der begründete Verdacht im Raum, dass es sich um ein strukturell ermöglichtes und geduldetes System handelt, das grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien unterläuft.

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  10. Rudolf
    Rudolf sagte:

    Es wirkt scheinheilig, wenn eine Person, die starke wirtschaftliche Interessen hat, ein Land nur lobt und jede Kritik vermeidet – denn das wirkt nach PR, nicht nach ehrlicher Einschätzung.

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  11. Werner-Hans
    Werner-Hans sagte:

    «Wir wollten als Allererste das Bankgeheimnis aufheben. Wenn Regierungschef Otmar Hasler im Jahr 2009 betonte, das Bankkundengeheimnis müsse langfristig gesichert werden, so wollte er doch nur sagen, das Bankgeheimnis müsse unverzüglich aufgehoben werden.» 🙂

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  12. Hans‑Adam II. war ein deutlicher Befürworter des traditionellen Bankgeheimnisses
    Hans‑Adam II. war ein deutlicher Befürworter des traditionellen Bankgeheimnisses sagte:

    In einem Interview von 2009 sagte der Fürst:

    – Das Bankgeheimnis habe „Leben gerettet und rette heute noch Leben“.
    – Er verwies insbesondere auf das 20. Jahrhundert, in dem Menschen – etwa Juden – mit im Ausland angelegtem Geld ihre Familien freikaufen konnten.
    – Er zeigte sich gegenüber Deutschland sehr kritisch und betonte, dieses solle „an seine eigene Nase“ und an seine Vergangenheit denken. https://www.diepresse.com/502181/liechtensteiner-fuerst-bankgeheimnis-rettet-leben

    Diese Aussagen zeigen klar, dass der Fürst das Bankgeheimnis nicht nur wirtschaftlich, sondern moralisch/historisch verteidigte.

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    • Hans‑Adam II. war ein deutlicher Befürworter des traditionellen Bankgeheimnisses
      Hans‑Adam II. war ein deutlicher Befürworter des traditionellen Bankgeheimnisses sagte:

      Der Liechtensteiner Fürst Hans-Adam II. hat mit deutlichen Worten das Bankgeheimnis verteidigt. «Das Bankgeheimnis hat Leben gerettet und rette heute noch Leben», sagte der Monarch in einem Interview. Er denke dabei auch an manche «Drittweltländer, die teilweise von blutrünstigen Diktaturen regiert werden».

      Und genau das Geld der blutrünstigen Diktatoren wurde dann in Liechtenstein verwaltet:

      Beispiel: Der nigerianische Militärherrscher General Sani Abacha gilt historisch eindeutig als brutaler, repressiver und gewalttätiger Diktator, der politische Gegner verfolgen, foltern und töten ließ. Abacha ließ mehr als 7.000 Oppositionelle verhaften, darunter Journalisten, Anwälte und Gewerkschaftsführer. Er liess auch politische Gegner hinrichten. Der bekannteste Fall ist die Hinrichtung des Schriftstellers und Menschenrechtlers Ken Saro-Wiwa und acht weiterer Ogoni-Aktivisten im Jahr 1995 – auf Anordnung seines Regimes. Dies gilt international als ein besonders grausames Beispiel politisch motivierter Exekutionen. Abacha hatte 185 – 300 Millionen Euro bei Banken in Liechtenstein liegen.
      https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-dreckig-unaufrichtig-vulgaer-1.597433

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  13. Typische irreführende Muster bei Banken-/Verbandsaussagen
    Typische irreführende Muster bei Banken-/Verbandsaussagen sagte:

    „Wir stehen für Stabilität und Sicherheit“ ist irreführend durch Vagheit + positives Framing.

    „Der Finanzplatz ist international anerkannt“ ist irreführend durch selektive Darstellung.

    „Wir erfüllen alle internationalen Standards“ ist irreführend durch juristisch korrekte, aber inhaltlich beschönigende Aussage.

    „Es gab große Fortschritte in Transparenz“ ist irreführend durch relativen statt absoluten Bezug.

    „Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft“ ist irreführend durch einseitige Kosten-Nutzen-Darstellung.

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