Ähnlichkeiten wären rein zufällig. Oder eben nicht.

Selten hat eine Schweizer Bank einen so heissen Reifen gefahren wie die MBaer. 2018 vom Urenkel des Gründer der Bank Bär ins Leben gerufen, wurde ihr vor Kurzem der Stecker gezogen.

Zuerst wurde sie wegen Geldwäsche für den Iran und Russland vom US-Finanzsystem ausgeschlossen. Dann wachte tatsächliche auch die FINMA auf und entzog ihr die Banklizenz. Laut FINMA wiesen satte 80 Prozent aller Geschäftsbeziehungen «erhöhte Risiken» auf, 98 Prozent (!) der Vermögenswerte stammten von «Hochrisikokunden».

Da braucht es schon ziemlichen Todesmut, um eine Bank so zu führen. Auf der anderen Seite: Michael Bär und die anderen leitenden Figuren der Bank sind nach erbitterter Gegenwehr abgesprungen und müssen sicherlich nicht darben. Etwas anders sieht es bei den Kunden aus.

Und dann gibt es, worauf die SonntagsZeitung zu recht hinweist, die türkische Halkbank. Die wurde 2019 in den USA wegen systematischer Geldwäsche und Umgehung von Sanktionen in der Höhe von bis zu 20 Milliarden Dollar angeklagt. Sie wehrte sich mit dem Argument, dass sie eine Staatsbank sei und daher immun.

Wunder über Wunder: ein US-Bundesgericht verkündete gerade die Aussetzung der Strafverfolgung, die liege nicht im Interesse der USA. Es gibt allerdings kaum Zweifel an der Schuld der Bank, genauso wenig wie daran, dass der türkische Machthaber Erdogan vom Schalten und Walten der Bank wusste.

Aber eben, es gibt Entscheidungen im Rahmen des Rechtsstaats, und es gibt politische Entscheidungen. Und die USA wollen die Türkei als Verbündeten behalten.

Währenddessen dürfen bei der Mbaer nur Gelder bis zu 100’000 Franken ausbezahlt werden. Überweisungen nur auf ein anderes Bankkonto in der Schweiz oder in Liechtenstein.

Womit wir beim Fürstentum wären. MBaer hat nicht zuletzt vermutete Geldwäsche für den Iran den Kopf gekostet. Denn auch Banden wie die Revolutionswächter oder die ganze Führungsschicht des Mullahstaats müssen ja irgendwie ihren Geldhaushalt regulieren, und da sprechen wir nicht von Peanuts.

Auf der anderen Seite weiss jede Bank: no risk, no fun. Kommen bei der Abwicklung von Geldverkehr oder der Aufbewahrung von Geld die Themen Geldwäsche oder Sanktionen ins Spiel, dann wird es für den Kunden teuer. Gebühren von 10 Prozent, 20 Prozent, 30 Prozent sind keine Seltenheit, eine Traumrendite.

Allerdings wird der Traum zum Alptraum, wenn die Behörden der Bank auf die Schliche kommen. Dann helfen nur noch gute Beziehungen.

Wie steht es damit in Liechtenstein? Die LGT ist faktisch Staatsbank, sie gehört dem Fürschten, und der ist der Staat. Die LLB ist ein staatliches Institut, sie gehört zur Hälfte dem Land Liechtenstein und zur anderen Hälfte dem Fürschten. Also auch ihm.

Kann man davon ausgehen, nachdem schon die Ländle-Bank Alpinum engste Beziehungen zum Iran unterhielt, genauso wie der in St. Gallen domizilierte stinkreiche Sherkati-Clan, dass das Fürstentum und sein Finanzsystem völlig sauber von iranischen Geldern ist?

Wer das glaubt, glaubt auch an den Osterhasen.

Noch ist nichts aufgepoppt im Ländle. Dass die dortige fürstliche Bankenaufsicht FMA bei fürstlichen Banken ganz genau hinschaut: wer das glaubt, glaubt an den Weihnachtsmann.

Es ist anzunehmen, dass nicht nur in der LGT oder der LLB hektisch Nachtschichten eingeschaltet werden, um zu überprüfen, wie tief die Verwicklungen mit iranischen Geldern ist.

Nur: in den guten alten Zeiten konnte das zentrale Kontenbuch geschnetzelt, gerübelt, verbrannt werden. Und dann galt: was, wir? Womit? Mit wem? Niemals, Ehrenwort.

Heute aber hinterlässt alles, einfach alles seine digitalen Spuren, und die sind nicht löschbar.

Und ob dann auch der Fürscht sagen kann, dass seine Staatsbanken immun vor Strafverfolgung seien? Wobei doch eher anzunehmen ist, dass Präsident Trump im Fall der Fälle sagen würde: Who the fuck is this Prince of what? Of Liechtenstein? What’s that?

40 Kommentare
  1. Kohlmann
    Kohlmann sagte:

    Die Türkei ist für die USA insbesondere derzeit militärisch sehr wichtig, vor allem als strategischer Standort und Partner innerhalb der NATO. Die Türkei liegt an der Schnittstelle von Europa, Nahost und Kaukasus. Besonders bedeutend ist die Incirlik Air Base, die als Stützpunkt für Luftoperationen im Nahen Osten dient
    und wo möglicherweise US-Atomwaffen lagern. Da möchten sich die USA gerade nicht mit dem Machthaber Erdogan anlegen.

    Liechtenstein? Hat nicht einmal einen Flugplatz und keinerlei strategische Bedeutung für die USA. Sie können sich mit dem Machthaber leicht anlegen.

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  2. Russland, Iran, Venezuela
    Russland, Iran, Venezuela sagte:

    Russische, iranische und venezolanische Netzwerke gibt es bestimmt auch bei Liechtensteiner Banken. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis die USA eine Bank in Liechtenstein sanktionieren.

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    • Gregor
      Gregor sagte:

      Liechtenstein sollte Trump die Vermögen der Zombie Trusts überschreiben – nicht den USA, sondern Trump persönlich. Dann lässt Trump Liechtenstein vielleicht in Ruhe. Ansonsten ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der grosse Knall in Liechtenstein kommt.

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    • Gordon Gecko
      Gordon Gecko sagte:

      Die MBaer mit ihren 60 Mitarbeitenden und den paar versteckten und verschleierten sanktionierten Geldern ist doch nur ein kleiner Fisch im Vergleich zur LGT und LLB. Da sollten die USA mal nachsehen…

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  3. Gerd
    Gerd sagte:

    LGT und LLB sollten besser mal ganz genau prüfen, ob sie nicht doch verschleiert sanktioniere Gelder verwahren, sonst werden die selbst sanktioniert.

    Antworten
  4. Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
    Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen sagte:

    Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

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    • Einzelfälle? Das ist ein System!
      Einzelfälle? Das ist ein System! sagte:

      Von wegen Einzelfälle. Das was in Liechtenstein an Finanzkriminalität passiert, ist eine Masche, ist ein System. Jeder weiss es und sehr viele spielen mit. Und es wird von oben gedeckt.

      Antworten
  5. Rat für Betroffene der Finanz- und Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein
    Rat für Betroffene der Finanz- und Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sagte:

    Wir sind eine überregionale Rechtsanwaltskanzlei, haben schon viele Fälle von Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein erlebt und raten allen Betroffenen:

    1. Sollten auch Sie Entscheidungen Liechtensteiner Gerichte erhalten haben, die nicht neutral sind, so eskalieren Sie ihren Fall weiter bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dort ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oftmals nicht neutral sind. Acht von 10 Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.

    2. Melden auch Sie Ihren Fall dem Legal Attache’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Aussenstelle des amerikanischen Justizministeriums, welches aufgrund eines besonderen amerikanischen Gesetzes, dem RICO Act weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen hat. Mittels des RICO Act erfolgten beispielsweise das Verfahren und die Verurteilungen gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA.

    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    Sollten Ihnen Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, wissen Sie, dass diese ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.

    Antworten
  6. Advice for Victims of Economic and Financial Crime in Liechtenstein
    Advice for Victims of Economic and Financial Crime in Liechtenstein sagte:

    We are an international law firm with extensive experience in handling cases of white collar crime in Liechtenstein. Based on our experience, we strongly advise the following steps for those affected:

    1. Appeal to the European Court of Human Rights (ECHR):
    If you have received court rulings from Liechtenstein that lack neutrality, it is imperative to escalate your case to the ECHR. It is well-documented that Liechtenstein court decisions are often not impartial. The Liechtenstein judiciary is bound by the decisions of the ECHR.

    2. Report Your Case to the U.S. Embassy’s Legal Attaché Office in Bern:
    Inform the Legal Attaché Office, a branch of the U.S. Department of Justice, about your case. Under the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), the U.S. has global jurisdiction to combat organized crime. The RICO Act has been used in high-profile cases, such as prosecuting officials associated with FIFA across the globe.

    Contact Information:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Be cautious of advice from Liechtenstein-based attorneys:
    If your Liechtenstein lawyer advises against taking such actions, be aware that they may prioritize their local interests over yours.

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  7. Consejo para Afectados por la Delincuencia Financiera y Económica en Liechtenstein
    Consejo para Afectados por la Delincuencia Financiera y Económica en Liechtenstein sagte:

    Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:

    1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
    Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.

    2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
    Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.

    Información de contacto:
    U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
    Attn: Legal Attaché’s Office
    Sulgeneckstrasse 19
    3007 Bern

    3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
    Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.

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  8. Auch die LLB hatte ihre Skandale
    Auch die LLB hatte ihre Skandale sagte:

    1. Datenschutz‑ und Bankgeheimnis‑Skandal (2024/2025)
    Die LLB gab vertrauliche, vom Bankgeheimnis geschützte Korrespondenz eines Kunden an dessen Prozessgegner – den Treuhänder Martin Batliner – weiter.
    Die Liechtensteiner Datenschutzstelle stellte einen Verstoss gegen das Datenschutzgesetz fest.
    Die LLB versuchte den Vorgang zu rechtfertigen, u. a. mit angeblichen Prüfungen bzgl. Geldwäscherei – was die Datenschutzbehörde als unbegründet zurückwies.

    2. Geldwäscherei‑, Untreue‑ und Betrugsverdacht gegen Ex‑Kader (2023–2026)
    Gegen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter der LLB laufen bzw. liefen strafrechtliche Ermittlungen wegen:
    – Geldwäscherei
    – Urkundenfälschung
    – Untreue
    – gewerbsmässigen schweren Betrugs
    Der Schaden soll sich nach ersten Angaben auf bis zu 20 Mio. CHF belaufen, später korrigiert auf deutlich weniger.
    Die Bank hatte Strafanzeige erstattet.

    Beides sind relevante Reputationsschäden für die Bank.

    Antworten
  9. Bank Alpinum (Liechtenstein)
    Bank Alpinum (Liechtenstein) sagte:

    Eigentümer der Bank Alpinum war insbesondere der iranisch‑schweizerische Geschäftsmann Yousef Sherkati. Die Verbindung zwischen Bank Alpinum und Iran basierte primär auf der Herkunft und den Geschäftsaktivitäten der Eigentümerfamilie Sherkati.

    Laut einem Bericht von finews.ch hatte die Bank Alpinum einen klaren Strategiewechsel vollzogen: sie betreute seit 2019 keine Kunden mehr mit Domizil im Iran, selbst wenn diese nicht sanktioniert waren.

    Sie verlor den Zugang zum US‑Dollar‑Zahlungsverkehr, was in Medien auch mit Compliance‑Risiken und internationalen Sanktionsregimen in Verbindung gebracht wurde.

    Antworten
    • Bank Alpinum
      Bank Alpinum sagte:

      Die Bank Alpinum existiert nicht mehr. Sie wurde zunächst in Sora Bank AG umbenannt, verlor 2023 ihre Banklizenz, trat in Liquidation ein und befindet sich seit 2024 im Konkurs.

      Antworten
  10. «Russisches Roulette in Vaduz»
    «Russisches Roulette in Vaduz» sagte:

    Das Verstecken und Verschleiern von Geldern aus dubiosen Quellen ist auch in Liechtenstein Kernkompetenz.

    Beitrag in der SonntagsZeitung 2013.

    «Die Veröffentlichung der Offshore-Leaks-Daten enthüllte, dass mindestens 120 Personen und Firmen aus Liechtenstein in Steuerparadiesen aktiv waren. Trotz der 2009 eingeführten Weissgeldstrategie gerieten Liechtensteiner Treuhänder immer wieder in dubiose Geschäfte. Ein prominenter Fall ist der kasachische Unternehmer Margulan Seisembayew, dessen Offshore-Konstrukte in Liechtenstein und der Schweiz zur Veruntreuung von 1,1 Milliarden Dollar führten. Weitere Untersuchungen zeigten Verbindungen zu russischen Betrügern und Korruptionsfällen wie dem Magnitski-Skandal. Experten kritisieren die unzureichende Kontrolle der Treuhänder, die oft Risiken unterschätzen und in kriminelle Netzwerke verwickelt sind. Trotz negativer Erfahrungen halten einige Treuhänder an riskanten Geschäftsmodellen fest. Der Umbau des Finanzplatzes Liechtenstein hin zu legalen und transparenten Strukturen ist noch im Gange, wobei die steuerliche Legalisierung aller verwalteten Gelder bis spätestens 2016 abgeschlossen sein soll.»

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  11. LGT Bank
    LGT Bank sagte:

    Die LGT Bank ist eine der symbolträchtigsten Banken Liechtensteins – und zugleich jene, die die größten internationalen Skandale des Landes ausgelöst hat. Vom historischen Datendiebstahl 2002 über internationale Steuerverfahren, Korruptionsaffären und geopolitisch riskante Kundenbeziehungen bis hin zu juristischen Nachwehen zieht sich eine lange Liste an Vorfällen durch die Bankgeschichte.

    1. Der große Datendiebstahl 2002 – Auslöser der „Liechtensteiner Steueraffäre“
    Ein IT‑Mitarbeiter der LGT, Heinrich Kieber, entwendete Hunderttausende Kundendaten, darunter viele Steuerhinterzieher.. Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) kaufte die Daten 2006 für rund 5 Mio. Euro und löste damit die größte Steuerermittlungswelle der deutschen Geschichte aus. Die Daten führten zu hunderten Ermittlungsverfahren und hohen Steuernachzahlungen. Allein in Deutschland wurde eine Milliardensumme an versteckten Geldern entdeckt.
    Die Affäre belastete auch das Verhältnis zwischen Deutschland und Liechtenstein schwer.

    Folge: Das Ereignis gilt als der Anfang vom Ende des klassischen Liechtensteiner Bankgeheimnisses. Die LGT musste sich internationalen Standards wie dem automatischen Informationsaustausch beugen.

    2. Die Salzburg‑Spekulationsaffäre, ab 2012
    Das österreichische Bundesland Salzburg verklagte die LGT, da Mitarbeiter der Landesfinanzabteilung durch hochriskante Geschäfte Millionen Steuergelder verzockten.
    Der LGT wurde vorgeworfen, diese verbotenen Spekulationsgeschäfte aktiv unterstützt und ermöglicht zu haben – aufgrund der verdienten Kommissionen, unabhängig vom Ergebnis.

    Antworten
    • Der Venezuela‑Korruptionsskandal der LGT im Jahr 2020
      Der Venezuela‑Korruptionsskandal der LGT im Jahr 2020 sagte:

      Da fehlt der Venezuela‑Korruptionsskandal 2020 der LGT Bank mit den Verwicklungen mit PDVSA.

      Die LGT war in Geschäfte involviert, die mit dem stark korruptionsbelasteten venezolanischen Staatskonzern PDVSA verbunden waren.

      Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA verhängte Sanktionen gegen die Bank und ordnete interne personelle Maßnahmen an.

      Antworten
  12. Der grösste Skandal der LGT Bank: der grosse Datendiebstahl, „Liechtensteiner Steueraffäre“
    Der grösste Skandal der LGT Bank: der grosse Datendiebstahl, „Liechtensteiner Steueraffäre“ sagte:

    LGT: Jetzt redet Datendieb Heinrich Kieber

    Der Liechtensteiner Datendieb berichtet über Tarnkonstrukte, geheime Tresore – und über die Millionen, die er von Deutschland erhielt.

    Wie der «Stern» meldet, sei das Geld der deutschen Kunden über Konten von Briefkastenfirmen geflossen: Die Tarnfirmen hätten – so Kieber (Bild links) – indirekt der LGT Treuhand gehört und seien beispielsweise in Spanien oder Portugal angesiedelt gewesen.

    Bargeld hätten die ausländischen Kunden in Vaduz sehr diskret abliefern können: Im öffentlichen Parkhaus von Vaduz habe eine geheime Stahltür direkt in einen LGT-Tresorraum geführt. Im Parkhaus (offenbar das Zentrums-Parkhaus an der Rathausgasse) gebe es «einen eingemauerten Abstellplatz mit einem metallenen Tor. Das ist wie ein befahrbarer Safe. Von dort kann der Kunde mit seinem Geld sicher und ungesehen in die LGT gelangen.»

    46 «politisch exponierte» LGT-Kunden

    Er selber, so Kieber, habe alleine vom deutschen Bundesnachrichtendienst 5 Millionen Euro für seine Informationen erhalten; diese Summe liegt eher höher als die bislang gängigen Medienschätzungen. Hinzu kamen Zuwendungen von weiteren Staaten: Er habe seine Daten an insgesamt 13 Länder weitergegeben, sagt Kieber im «Stern»-Interview.

    Heute lebt der 45-jährige Liechtensteiner an einem unbekannten Ort in einem Zeugenschutzprogramm.

    Familienstreitigkeiten, Zweit- und Drittfrauen

    Insgesamt verfüge Kieber «über Daten von 3929 Stiftungen, Gesellschaften und Trusts sowie von 5828 natürlichen Personen», meldet der «Stern». Davon seien «46 PEP – politisch exponierte Personen – so wie der Zumwinkel», sagt Kieber im Interview: «Zu meiner Überraschung bislang der einzige PEP, dessen Fall zumindest teilweise öffentlich wurde.»

    Konkret erwähnt Kieber als reichsten Anleger auf seiner Liste einen italienischen Industrie-Erbe, der 450 Millionen Franken angelegt habe; der reichste Deutsche sei ein Düsseldorfer Geschäftsmann mit Anlagen von 35 Millionen Franken. Klaus Zumwinkel sei mit einem zweistelligen Millionenvermögen nur «oberer Durchschnitt» gewesen.

    Weiter sagt Kieber, dass die Mitarbeiter der LGT Treuhand über vertrauliche Gespräche mit ihren Klienten genau Buch geführt hätten: «Die Treuhänder wissen mehr als manche Ehefrauen oder die Kinder oder die Geschäftspartner.» Er habe in den internen Vermerken Geschichten «über Familienstreitigkeiten, Zweit- und Drittfrauen oder uneheliche Kinder» gefunden.
    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/3881-lgt-heinrich-kieber-redet

    Antworten
    • Steueraffäre belastete das Verhältnis Liechtensteins zu Deutschland
      Steueraffäre belastete das Verhältnis Liechtensteins zu Deutschland sagte:

      Infolge der Liechtensteiner Steueraffäre wurden bereits vom Fürstenhaus Liechtenstein zugesagte Leihgaben an deutsche Museen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein zurückgezogen. Dieser Akt wurde mit „fraglichen rechtsstaatlichen Grundprinzipien“ begründet.

      Das ist lustig, denn Liechtenstein selbst ist per Definition überhaupt kein Rechtsstaat. Voraussetzung für einen Rechtsstaat ist eine echte Gewaltenteilung, die es in Liechtenstein nicht gibt, da der Fürst als Monarch überall das letzte Wort hat.

      „Mitteilung aus dem Fürstenhaus
      Die für die Zeit vom 25. Mai 2008 bis 21. September 2008 geplante Ausstellung
      der Neuen Pinakothek München „Wiener Malerei des Biedermeier aus den
      Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein“ wurde seitens des
      Fürstenhauses, dem alleinigen Leihgeber dieser Ausstellung, abgesagt.
      Die Fürstlichen Sammlungen werden solange darauf verzichten, Leihgaben nach
      Deutschland zur Verfügung zu stellen, solange die Anwendung rechtstaatlicher
      Grundprinzipien seitens der Bundesrepublik Deutschland, was die Beziehungen
      zum Fürstentum Liechtenstein betrifft, fraglich erscheint. Auch alle anderen
      zugesagten Leihgaben für Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland werden
      zurückgezogen.
      Sollten sich die Umstände ändern, ist das Fürstenhaus selbstverständlich bereit,
      die engen und guten Beziehungen zu den deutschen Museen wieder
      aufzunehmen.“

      https://web.archive.org/web/20081113200936/http://www.fuerstenhaus.li/de/presse/pressemitteilungen/dok_index/2008_03_11-3pm.pdf

      Antworten
  13. Zeitungsleser
    Zeitungsleser sagte:

    Tja, die Schweiz ist eben ein Rechtsstaat mit funktionierender Finanzmarktaufsicht und Justiz
    Liechtenstein ist dagegen kein Rechtsstaat, Finanzmarktaufsicht und Justiz funktionieren dem Eindruck nach auf Vetternwirtschaft.

    Antworten
  14. Türkische Halkbank nicht immun
    Türkische Halkbank nicht immun sagte:

    Der Skandal um die Halkbank betrifft vor allem Vorwürfe der USA, dass die Bank geholfen hat, Sanktionen gegen den Iran zu umgehen.

    Die US-Justizministerium wirft der Halkbank vor:

    – Ein System aufgebaut zu haben, um Öl- und Gaserlöse Irans über internationale Finanzkanäle zu verschieben.

    – Dabei US-Sanktionen bewusst umgangen zu habe.

    – Transaktionen so verschleiert zu haben, dass sie wie legale Geschäfte (z. B. Lebensmittel- oder Goldhandel) aussahen

    Es ging dabei um Milliardenbeträge.

    Der Fall ging bis vor den Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten.
    2023 entschied das Gericht, dass Halkbank nicht automatisch immun ist
    Das Verfahren wird also weitergeführt.

    Das dürfte die LGT-Bank und die LLB sehr interessieren, dass die Halkbank nicht als Staatsbank und nicht als immun angesehen wird.

    Antworten
  15. MBaer / Liechtenstein
    MBaer / Liechtenstein sagte:

    MBaer:
    Laut FINMA wiesen satte 80 Prozent aller Geschäftsbeziehungen «erhöhte Risiken» auf.

    Liechtenstein:
    Hier weisen 100 Prozent aller Geschäftsbeziehungen hohe Risiken auf, sobald Liechtensteinische Treuhänder involviert sind.

    Antworten
  16. Europarat beanstandet mangelnde Antikorruptionsmassnahmen bei Justiz, Regierungsmitgliedern und beim Fürsten
    Europarat beanstandet mangelnde Antikorruptionsmassnahmen bei Justiz, Regierungsmitgliedern und beim Fürsten sagte:

    Der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite in Liechtenstein erkannt.

    Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten
    https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0

    Antworten
  17. Raimund
    Raimund sagte:

    Die Liechtensteinischen Banken bunkern doch ganz bestimmt noch russische, venezolanische und iranische Gelder, leicht getarnt natürlich mit einem Feigenblatt einer dazwischengeschalteten zypriotischen Gesellschaft oder so.

    Antworten
  18. Christian
    Christian sagte:

    Im Dezember 2025 hat die Regierung von Liechtenstein die UN-Sanktionen gegen den Iran (Finanz-, Waren- und Handelssanktionen) wieder eingeführt bzw. überarbeitet, nachdem sie zuvor teilweise ausgesetzt waren. Diese richten sich gegen den iranischen Staat, staatliche Organe und iranische juristische Personen.

    Antworten
  19. Skandale, Skandale, Skandale
    Skandale, Skandale, Skandale sagte:

    Diese Internetseite liest sich wie ein who’s who der Liechtensteiner Finanzclique, in der immer wieder überaus zweifelhafte, wenn nicht kriminelle Spielchen gespielt werden. und von oben wird milde lächelnd zugeschaut.

    Antworten
  20. Jerome
    Jerome sagte:

    Liechtenstein hat mehrfach EU-Sanktionsmaßnahmen gegenüber dem Iran übernommen – etwa Listen sanktionierter Personen und Organisationen oder Finanzbeschränkungen im Zusammenhang mit internationalen Konflikten und Menschenrechtsfragen.
    Ob diese von den Treuhändern und Banken jedoch beachtet worden sind, wird sich wohl erst zeigen…

    Antworten
  21. Nightrider
    Nightrider sagte:

    Erschreckend im 21. Jahrhundert miterleben zu müssen, wie ein angeblicher Rechtsstaat Liechtenstein ein kriminelles System der organisierten Kriminalität beheimatet.

    Antworten
  22. Psychologe
    Psychologe sagte:

    Wer heute noch mit Liechtenstein geschäftet – bei all dem was in letzter Zeit bekannt geworden ist – kann unbesehen entmündigt werden.

    Antworten

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