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Stiftungs-Alchemie, Teil 2

Allgemein, Fürstenjustiz, Stiftungen, Untreuhänder

Statt Stiftung als Geldquelle missbrauchen, gleich den Jackpot knacken.

Hier geht’s zum ersten Teil.

Alleine an Gebühren, Kick-backs, Retrozessionen und absurd überhöhten Honorarnoten nehmen die Liechtensteiner Treuhänder und Untreuhänder jedes Jahr Multimillionen ein.

Allerdings ist diese munter sprudelnde Geldquelle zunehmend in der Gefahr, dann mal zu versiegen. Das Explodieren des Geschäftsmodells Stiftung als Steuerhinterziehungsvehikel hat bedauerliche Löcher in die Portemonnaies der geldgierigen Liechtensteiner gerissen.

Dazu die nicht abreissende Kette von Skandalen. Dazu die 800 Zombie-Trusts, die die Unfähigkeit aller Beteiligten bis hinauf zum Fürschten und seinem Statthalter auf Erden, dafür eine Lösung zu finden, vor aller Weltöffentlichkeit vorführt.

Also überlegen sich immer mehr Treuhänder eine Exit-Strategie. Statt kontinuierliches Melken gleich die Geldkuh schlachten und vollständig ausweiden. Oder einfach: wieso aus der Stiftung Geld herausleiern, wenn man gleich die ganze Stiftung unter den Nagel reissen kann?

Auch das ist viel leichter, als mühsam nach dem Stein der Weisen zu suchen oder zu versuchen, aus minderen Metallen Gold zu machen. Hier braucht es keine brodelnde Kessel, keine mühsamen Berechnungen, keine jahrelangen Experimente, die immer damit enden, dass doch kein Gold entstanden ist.

Um eine Stiftung zu kapern, braucht es nur wenige Ingredienzien. Eine gute Portion Skrupellosigkeit, einen gerissenen Anwalt und die Hilfe der fürstlichen Justiz. Et voilà.

Der vollständige Besitz der Stiftung, also der vollendete Diebstahl, ist zwar ein mögliches krönendes Ende, aber das muss gar nicht sein. Der geldgierige Stiftungsrat muss nur schaffen, dass ihm im Weg stehende Stiftungsräte rausgekübelt werden. Häufig sind sie heutzutage auch Begünstigte der Stiftung, die durch den Einsitz in diesem Entscheidungsgremium sicherstellen wollen, dass sie über das Schalten und Walten des Treuhänders informiert sind.

Aber daraus lässt sich, das ist Rechts-Alchemie, locker der «blosse Anschein einer möglichen Interessenskollision» herbeifantasieren. Dann braucht es nur noch eine fürstlichen Richter, der das mit ernster Miene verkündet – und schwups, schon ist der störende Stiftungsrat weg.

Bleibt noch ein Problem: er ist immer noch Begünstigter und hat dadurch Informationsrechte. Also muss ihm auch noch die Begünstigung entzogen werden. Auch kein grosses Problem, dank der Stiftungsurkunde. Da steht nämlich im Kleingedruckten, dass ein Begünstigter diese Stellung verlieren kann, wenn er beispielsweise rechtlich gegen seine Stiftung vorgeht. Was viele tun, die es sich nicht gefallen lassen wollen, aus dem Stiftungsrat gefeuert zu werden.

Und zack, auch da sagt der fürstliche Richter: jawohl, klarer Fall, der ehemalige Stiftungsrat hat auch seine Begünstigung verloren. Damit hat er kein Informationsrecht mehr, er hat überhaupt kein Recht gegenüber der Stiftung, er kann auch nicht mehr gegen sie klagen, weil ihm dafür die Legitimation fehlt.

Jackpot.

Oder aber, anderer Weg, gleiches Resultat, das fürstliche Gericht beschliesst in seiner unendlichen Güte, dass der ehemalige Stiftungsrat seine Begünstigung doch nicht verloren habe.

Wunderbar, denkt der für einen Augenblick. Bis er eine Auszahlung oder das Herausrücken von Informationen verlangt. Da sagt der liechtensteinische Stiftungsrat cool: nein, nichts gibt’s. Und stellt, natürlich bezahlt vom Geld der Stiftung, einen genauso skrupellosen Anwalt an, der dem um sein Recht kämpfenden Begünstigten ein jahrelanges Scharmützel vor fürstlichen Gerichten liefert.

Er überhäuft dabei das Gericht mit sinnlosen, aber umfangreichen Eingaben, tut alles, um den Prozess möglichst in die Länge zu ziehen. Schliesslich wird er für diese Sabotage des Rechts fürstlich bezahlt.

Und in dieser Zeit plündert der Untreuhänder als allmächtiger Stiftungsrat die Stiftung aus. Beinhaltet sie lediglich ein paar Millionen, ist das in einem Jahr erledigt. Ist mehr drin, dann dauert es halt länger, macht aber mehr Spass.

Und irgendwann ist auch bei der reichsten Stiftung der Moment erreicht, wo sie leer ist. Ausgemolken, ausgeplündert.

Das ist der Moment, wo der Treuhänder seinen Posten verlässt, sein Büro zuklappt und mit der Yacht in den karibischen Sonnenuntergang fährt.

27. Februar 2026/44 Kommentare/von Treuhänder
Schlagworte: Ausplündern, Begünstigter, blosser Anschein, Fürstengericht, Geldquelle, Informationsrecht, jahrelange Verzögerung, Prozess, skrupelloser Anwalt, Stftungs-Alchemie, Stiftungsrat
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44 Kommentare
  1. Widerlich!
    Widerlich! sagte:
    27. Februar 2026 um 7:20

    Dieses liechtensteinische Geschäftsmodell ist einfach nur stossend und widerlich.

    Antworten
  2. Bacardì Skandal
    Bacardì Skandal sagte:
    27. Februar 2026 um 7:42

    Der Rechtsanwalt und Mit-Trustverwalter Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser) beantragt die Abberufung der Witwe von Lord Bacardi, der den Trust für seine Frau und die gemeinsame Tochter gegründet hatte, aus der Verwaltung des Trusts. Er begründet seinen Antrag damit, dass Lady Monika Bacardi gleichzeitig ihre eigene Interessen, als auch die Interessen ihrer minderjährigen Tochter vertreten würde und damit einen Interessenkonflikt hätte.

    Zum einen ist das ihre gesetzliche Pflicht. Zum anderen hat die Tochter, als sie noch vor der Entscheidung des Gerichts volljährig wurde, die Handlungen ihrer Mutter genehmigt. Aufgrund der Genehmigung der Tochter hätte ihre Mutter nicht mehr abberufen werden können.

    Richter Rosenberger vom Fürstlichen Landgericht beruft Lady Monika Bacardi dennoch aus der Trustverwaltung ab mit der Begründung, sie habe einen Interessenskonflikt. Das Obergericht unter Richter Ungerank bestätigt die Entscheidung.

    Seither hat Bernhard Lorenz völlig unkontrolliert die Macht über den nahezu milliardenschweren Trust und hält die Mutter und die Tochter vom Trust fern.

    So funktioniert das in Liechtenstein, ein eingespieltes System, mit dem bestimmte Treuhänder durch bestimmte Richter an den Jackpot gelangen.

    Antworten
    • "Kriminelle Vereinigung"
      "Kriminelle Vereinigung" sagte:
      27. Februar 2026 um 10:47

      Maria Luisa Bacardi: «Seit Jahren werden offenbar durch eine kriminelle Vereinigung, deren Aktionsradius vom Fürstentum Liechtenstein bis auf die Bermudas reicht, Versuche unternommen, meine Ansprüche als Erbin von Don Luis Bacardi zu untergraben und den letzten Willen meines Vaters wissentlich zu ignorieren. Das kriminelle Netzwerk versucht, die Kontrolle über Aktien an der Bacardi LTD aus dem Nachlass meines Vaters Don Luis Bacardi als auch die Kontrolle über Stimmrechte an der Bacardi LTD zu sichern. Dadurch wurde meine Mutter, Monika Bacardi, vor einigen Wochen in Liechtenstein rechtswidrig von sämtlichen Funktionen jener Gesellschaften entfernt, die die Aktienpakete an Bacardi LTD hielten. Dies geschah gegen ihren und meinen Willen.https://www.presseportal.de/pm/146423/4651536

      Antworten
    • Rolando
      Rolando sagte:
      27. Februar 2026 um 12:47

      Sieht fast so aus, als hätten die Treuhänder ihre Forderung durchgesetzt, die Justiz soll Dienstleister der Treuhänder sein.

      Antworten
    • Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richter Rosenberger 🏆
      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richter Rosenberger 🏆 sagte:
      1. März 2026 um 12:37

      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richter Rosenberger!

      Antworten
  3. Moritz
    Moritz sagte:
    27. Februar 2026 um 7:56

    Der Fürst und der Erbprinz müssen sehr stolz auf das sein, was in ihrem Land passiert.

    Antworten
  4. Das System - am Beispiel des Asturion Skandals
    Das System - am Beispiel des Asturion Skandals sagte:
    27. Februar 2026 um 8:07

    Der Skandal der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.

    Am Landgericht hat Landrichterin Schöpf-Herberstein die Machenschaften der Treuhänder nicht beanstandet oder gar Konsequenzen gegen diese gezogen. Natürlich nicht.

    Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.

    Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.

    Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.

    Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.

    Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.

    Richterin Schöpf-Herberstein hat das Verhalten der Treuhänder mitgetragen.

    Antworten
    • Kopfschüttler
      Kopfschüttler sagte:
      27. Februar 2026 um 13:05

      Schreiben in so einem Fall die Liechtensteiner Treuhänder das Urteil eigentlich selbst vor und die Richterin muss nur noch unterschreiben?

      Antworten
    • Fragesteller
      Fragesteller sagte:
      27. Februar 2026 um 17:57

      Geht das mit Goldstücken oder Bitcoin, das fragt man sich.

      Antworten
    • Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Schöpf-Herberstein 🏆
      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Schöpf-Herberstein 🏆 sagte:
      1. März 2026 um 12:38

      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Schöpf-Herberstein!

      Antworten
  5. Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
    Welt: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen sagte:
    27. Februar 2026 um 8:12

    Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

    Antworten
  6. Der Fisch stinkt vom Kopf
    Der Fisch stinkt vom Kopf sagte:
    27. Februar 2026 um 8:54

    Der Fisch stinkt vom Kopf…

    Antworten
  7. Uncle Sam
    Uncle Sam sagte:
    27. Februar 2026 um 9:35

    Es wird höchste Zeit, dass Donald diese Räuberhöhle ausräuchert.

    Antworten
  8. Bedienungsanleitung für Treuhänder
    Bedienungsanleitung für Treuhänder sagte:
    27. Februar 2026 um 10:14

    Die Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen am Fall der Hartlaub Stiftung, wie Treuhändern in Liechtenstein richtig funktioniert. Alles abgesegnet in erster Instanz von Landrichterin Diana Kind.

    Schritt 1:
    Man genehmigt sich selbst aus der Stiftung, deren Interessen man eigentlich wahrnehmen sollte, monatlich zwischen 75’000 und 100’000 Franken – pro Person, versteht sich. Die 25’000 Franken Grundpauschale im Jahr pro Person kommen noch dazu.

    Schritt 2:
    Wagt es ein Begünstigter, gegen dieses Geschäftsmodell juristisch vorzugehen, wird er kurzerhand kaltgestellt. Einfach das gesetzliche Informations- und Kontrollrecht entziehen – und schon ist für drei Jahre Ruhe im Karton. Kontrolle? Transparenz? Nicht im Drehbuch in Liechtenstein vorgesehen. Konsequenz durch das Gericht? Keine.

    Schritt 3:
    Falls der unliebsame Begünstigte danach immer noch nicht aufgibt, wird ihm eben die Begünstigung entzogen. Problem gelöst – denn ohne Begünstigung kein Antragsrecht. Zack, juristisch aus dem Spiel genommen. Soll er doch jahrelang dagegen klagen! Konsequenz durch das Gericht? Keine.

    Schritt 4:
    Zur Abrundung gibt’s dann noch Strafanzeigen wegen angeblicher Untreue gegen Begünstigte. Angriff ist die beste Verteidigung – auf Kosten der Stiftung, versteht sich. Konsequenz durch das Gericht? Keine.

    Und das Beste daran:
    Die Kriegskasse für all diese Manöver stammt natürlich direkt aus dem Stiftungsvermögen. Man kämpft also auf fremde Rechnung – gegen die, deren Interessen man eigentlich schützen sollte. Und auf deren Kosten.

    Wenn das auch in zweiter Instanz durchgeht – ohne Abberufung durch das Gericht – dann verdienen Batliner und Wanger wahrlich einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der liechtensteinischen Treuhänder. Eine Million Franken jährlich als Belohnung für das perfekte Rezept zum Dekantieren, also Ausnehmen einer Stiftung. Und jeder Liechtensteiner Treuhänder, der dieses Modell nicht kopiert, wäre dumm.

    Antworten
    • Gordon Gecko, Treuhänder
      Gordon Gecko, Treuhänder sagte:
      27. Februar 2026 um 14:17

      Von den Jungs kann man noch richtig was lernen, das sind die Meister von dreister. Und die Richterin ist die Möglichmacherin.

      Antworten
    • Philipp Martin
      Philipp Martin sagte:
      27. Februar 2026 um 14:55

      Gegen die beiden Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner ermittelt die Deutsche Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung, falscher Verdächtigung und versuchtem schweren Betrug.

      Antworten
    • Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Kind 🏆
      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Kind 🏆 sagte:
      1. März 2026 um 12:40

      Grosser Preis der Treuhänderkammer für Richterin Kind!

      Antworten
  9. Lothar
    Lothar sagte:
    27. Februar 2026 um 10:16

    Und das alles unter Mitwisserschaft des Fürsten? Kaum vorstellbar.

    Antworten
  10. Tagesspiegel: "Liechtenstein: Hort der Kriminellen"
    Tagesspiegel: "Liechtenstein: Hort der Kriminellen" sagte:
    27. Februar 2026 um 10:45

    Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.

    Mindestens vier große in Spanien zerschlagene Rauschgift- und Betrügerbanden haben Liechtensteiner Banken einem Pressebericht zufolge zur Geldwäsche genutzt. Die Kriminellen hätten dazu Stiftungen gegründet, die in dem Fürstentum Bankkonten eröffneten, berichtet die Madrider Zeitung «El País». Auch kolumbianische Drogenkartelle, hätten so große Geldmengen vor den Behörden versteckt. Über Liechtensteiner Bankkonten hätten die in den vergangenen Jahren ausgehobenen Banden Schiffe bezahlt, die Kokain von Kolumbien nach Spanien brachten.
    Gelder aus spanischem Korruptionsskandal

    «El País» berichtet weiter, auch Gelder aus dem großen Betrugs- und Korruptionsskandal im südspanischen Marbella seien in das Fürstentum geflossen. Im Zuge der Affäre waren vor zwei Jahren die gesamte Stadtverwaltung des Nobel-Badeortes abgesetzt und Dutzende Politiker festgenommen worden. Der Schaden durch Bestechung und Veruntreuung im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html

    Antworten
  11. Melken, plündern, dekantieren
    Melken, plündern, dekantieren sagte:
    27. Februar 2026 um 11:31

    Kernkompetenzen melken, plündern, dekantieren. Mit freundlicher Unterstützung gewisser Richter*innen. Und unter der Schirmherrschaft von ganz oben.

    Antworten
  12. Financial Times warnt vor Liechtenstein
    Financial Times warnt vor Liechtenstein sagte:
    27. Februar 2026 um 11:54

    Financial Times warnt:

    Are Liechtenstein’s trust laws fit for purpose?
    The tiny European state has been jolted in the past year by court cases in which local financiers have been accused of abusing clients’ funds

    “your advisers end up embezzling your money and you can’t see what’s going on,”

    In Liechtenstein, Perry says, “the beneficiaries [of a trust] have no rights. If a trustee is stealing your money, you can bang your head against a wall and it will help more than a court in Liechtenstein,” she says — a claim disputed by the trustee.

    Liechtenstein has been jolted in the past year by court cases in which local financiers have been accused of abusing clients’ funds. International lawyers question whether its laws on trusts, dating from the 1920s, are fit for purpose in an age of increasing global financial transparency.

    Antworten
    • Financial Times warnt
      Financial Times warnt sagte:
      27. Februar 2026 um 11:57

      https://www.ft.com/content/2f2e3bcc-cc93-11e8-8d0b-a6539b949662

      Antworten
  13. Al Capone
    Al Capone sagte:
    27. Februar 2026 um 12:37

    Sind die Richter in Liechtenstein direkt bei der liechtensteiner Treuhänderkammer angestellt?

    Antworten
  14. Schwere und organisierte Kriminalität
    Schwere und organisierte Kriminalität sagte:
    27. Februar 2026 um 13:30

    Aus zahlreichen übereinstimmenden Schilderungen entsteht in Liechtenstein ein düsteres Bild:

    Ein Zusammenspiel von kriminellen Treuhändern mit Richtern und Staatsanwälten soll dafür sorgen, dass Stifter und Begünstigte systematisch entmachtet, ihrer Informationsrechte beraubt und durch fragwürdige Strafanzeigen zermürbt werden sollen. Dann werden die Stiftungen und Trusts durch die Treuhänder geplündert.

    Was hier beschrieben wird, sind keine Einzelfälle, sondern ist ein strukturelles Machtkartell, ein System, das Kontrolle ausschaltet und Missbrauch begünstigt. Wenn diese Vorgänge stimmen, kratzt das gefährlich an der Grenze zur schweren und organisierten Kriminalität.

    Antworten
  15. Robby
    Robby sagte:
    27. Februar 2026 um 17:36

    Faszinierend, dass Gier und kriminelle Energie in Liechtenstein nie aussterben! Auch wenn am Ende alles auffliegt. Ist dem Fürsten und dem Erbprinz wohl egal.

    RIP Finanzplatz Liechtenstein

    Antworten
  16. Michel
    Michel sagte:
    27. Februar 2026 um 20:15

    Pourquoi quelqu’un irait-il au Liechtenstein, alors que le monde entier sait que ce pays est dominé par la criminalité économique ? Il vaut bien mieux aller au Luxembourg, qui est, contrairement au Liechtenstein, un État de droit.

    Antworten
  17. Der Elefant im Raum ist der Fürst
    Der Elefant im Raum ist der Fürst sagte:
    28. Februar 2026 um 0:06

    Der Fürst ist der Monarch, es gibt keine echte Gewaltenteilung, der Fürst hat überall das letzte Wort. Geht der Fürst nicht gegen die Finanzkriminalität in seinem Land vor, so weiss man, woran man ist.

    Antworten
  18. Dominik
    Dominik sagte:
    28. Februar 2026 um 8:10

    Liechtenstein spezialisiert sich darauf, Gelder anzunehmen, die die Schweiz nicht mehr annimmt, weil sie offensichtlich zu schmutzig sind.

    Antworten
  19. Liechtensteins Reputation
    Liechtensteins Reputation sagte:
    28. Februar 2026 um 8:45

    Vertrauen ist im Finanzsektor ein entscheidender Faktor.
    Die wiederholten Berichte über Korruptionsvorwürfe und Stiftungs- oder Trust-Plünderungen beeinträchtigen das internationale Ansehen Liechtensteins schwer.

    Antworten
  20. Hermann Wichert
    Hermann Wichert sagte:
    28. Februar 2026 um 10:30

    Wenn es in Liechtenstein ein wiederkehrendes Muster von organisierter Wirtschaftskriminalität gibt, was ist denn mit dem Fürsten? Er ist das Staatsoberhaupt und hat in allen drei Bereichen, also Judikative, Exekutive und Legislative das letzte Wort, trägt also die letztendliche Verantwortung für das, was in seinem Land geschieht. Auch für wiederkehrende kriminelle Aktionen.

    Antworten
  21. Aktenzeichen XY gelöst
    Aktenzeichen XY gelöst sagte:
    28. Februar 2026 um 11:46

    Die kriminellen Strukturen im Ländle sind ans Lucht gekommen, die ganzen „Einzelfälle“ sind also keine Einzelfälle, sondern eine kriminelle Masche. Bravo Herr Fürst, Sie können sehr stolz auf ihr Land sein!

    Antworten
  22. Venezuela, Iran, Liechtenstein?
    Venezuela, Iran, Liechtenstein? sagte:
    28. Februar 2026 um 13:07

    Die USA unter Donald Trump haben schon zwei Schurkenstaaten angegriffen. Greifen die USA auch Liechtenstein an, wenn sie mal eine Viertelstunde Zeit haben?

    Antworten
  23. Raubrittertum mit Ritterburg
    Raubrittertum mit Ritterburg sagte:
    28. Februar 2026 um 14:52

    Als Raubrittertum mit Ritterburg entlarvt. Sad.

    Antworten
  24. M. Kellermann
    M. Kellermann sagte:
    28. Februar 2026 um 17:10

    Die wiederkehrenden Skandale und Risiken stellen die Glaubwürdigkeit des Finanzstandorts Liechtenstein infrage. Solange diese andauern, sollte der Finanzstandort gemieden werden.

    Antworten
  25. Leo
    Leo sagte:
    28. Februar 2026 um 20:39

    Was ist denn da los? Kann das sein, dass es tatsächlich so etwas mitten in Europa gibt? Und der Fürst?

    Antworten
  26. SRF: Russengelder in Liechtenstein - «Niemand möchte in diesen Sanktionsstrudel geraten»
    SRF: Russengelder in Liechtenstein - «Niemand möchte in diesen Sanktionsstrudel geraten» sagte:
    1. März 2026 um 0:00

    Wegen US-Sanktionen steht Liechtensteins Finanzplatz unter Druck. Die Regierung sucht eine Lösung für das Problem. Einfach wird es nicht.
    https://www.srf.ch/news/wirtschaft/russengelder-in-liechtenstein-juristin-niemand-moechte-in-diesen-sanktionsstrudel-geraten

    Antworten
  27. Es ist erschreckend
    Es ist erschreckend sagte:
    1. März 2026 um 7:26

    dass in einem europäischen Land anscheinend staatlich geförderte Kriminalität existiert.

    Antworten
  28. Hunderte Zombie Trusts sind hunderte zu viel
    Hunderte Zombie Trusts sind hunderte zu viel sagte:
    1. März 2026 um 8:14

    Hunderte verwaiste Trusts seit einem Jahr, so etwas übersteht doch kein Finanzzentrum. Das ging doch um die Welt, wie soll da jemand noch Vertrauen in Liechtenstein als Finanzzentrum haben?

    Antworten
  29. Das kriminelle System in Liechtenstein
    Das kriminelle System in Liechtenstein sagte:
    1. März 2026 um 10:07

    Das Schema ist so einfach wie genial:

    Richterinnen und Richter ermöglichen kriminellen Treuhändern, innerhalb kürzester Zeit Mit-Stiftungsräte absetzen zu lassen, so dass diese dann die alleinige Herrschaft über eine Stiftung oder einen Trust erlangen können.

    Dann bestreiten die kriminellen Treuhänder die Begünstigtenstellung der Begünstigten oder entziehen ihnen die Begünstigtenstellung gleich ganz. Die Begünstigten müssen dann erst dagegen klagen, wobei diese Verfahren von den selben Richterinnen und Richtern dann absichtlich in die Länge gezogen werden. In dieser Zeit haben die Begünstigten keinerlei Einblick in die Stiftungsverwaltung, die kriminellen Stiftungsräte können sich in der Zeit völlig unkontrolliert bereichern.

    Dann verweigern die kriminellen Stiftungsräte den Begünstigten einfach deren gesetzliches Informationsrecht. Die Begünstigten müssen auch erst dagegen klagen, wobei auch diese Verfahren von den Richterinnen und Richtern künstlich in die Länge gezogen werden. Die Begünstigten haben auch in dieser Zeit keinerlei Einblick in die Stiftungsverwaltung, die kriminellen Stiftungsräte können sich auch in dieser Zeit völlig unkontrolliert bereichern.

    Um die Begünstigten zu inkriminieren und zu zermürben, erstatten die kriminellen Stiftungsräte dann noch Strafanzeigen gegen die Begünstigten in Liechtenstein und in deren Heimatländern.

    X-Mal durchgespielt in Liechtenstein, es ist ein ausgefeiltes und eingespieltes System.

    Und all das unter den Augen des Fürsten und der Landesregierung.

    Antworten
    • Al Capone
      Al Capone sagte:
      1. März 2026 um 18:19

      Das kriminelle System in Liechtenstein ist wirklich sehr perfide. Machtmissbrauch, Korruption, Vetternwirtschaft und eine Justiz, die nicht neutral ist und sich zur Komplizin macht, so werden Trusts und Stiftungen systematisch geplündert.

      Antworten
  30. Hubert Klemm
    Hubert Klemm sagte:
    1. März 2026 um 14:08

    Es scheint wirklich so zu sein, dass die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein zumindest geduldet, wenn nicht sogar gefördert wird.

    Antworten
  31. Kleptokratie
    Kleptokratie sagte:
    1. März 2026 um 18:15

    Eine Kleptokratie ist ist eine Staatsform oder Regierungsweise, in der die an der Macht befindlichen Personen systematisch plündern. Merkmale sind Korruption auf höchster Ebene, Vetternwirtschaft und Mangel an Transparenz und Rechtsstaatlichkeit…

    Antworten
  32. Verantwortung des Fürsten
    Verantwortung des Fürsten sagte:
    1. März 2026 um 19:11

    Dem Anschein nach ist die Justiz in Liechtenstein nicht neutral, sondern dient dei Justiz dazu, Hilfe zu leisten, damit Stiftungen und Trusts ausgebeutet werden können.

    Es stellt sich die Frage, ob der Fürst nicht die Verantwortung dafür trägt, da es in Liechtenstein keine echte Gewaltenteilung gibt und er sich in allen Bereichen das letzte Wort vorbehalten hat. Er trägt daher auch auch die Verantwortung dafür, wenn in seinem Land die Justiz Komplizin für das Ausbeuten von Stiftungen und Trusts ist. Und über dem Gesetz steht er nur in den 10 x 20 km seines Zwergstaates, ausserhalb hingegen nicht.

    Antworten
  33. Den of thieves
    Den of thieves sagte:
    1. März 2026 um 23:40

    Liechtenstein rather seems to be a den of thieves rather than a financial center.

    Antworten

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