Das Fürstentum und das korrupteste Land Europas.
Gerade wurde der ehemalige ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko bei einem Fluchtversuch verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit anderen Kriminellen über 100 Millionen Dollar abgezweigt zu haben.
Sogar der Leiter des ukrainischen Präsidialamts und engster Vertrauter von Präsident Selinskyj legte sein Amt kürzlich nieder. Ermittler hatten die Räumlichkeiten von Andrij Jermak durchsucht, auch er steht unter Korruptionsverdacht.
Die Ukraine ist der wohl tiefste und grösste Korruptionssumpf, den man sich vorstellen kann. Präsident Selenskyj selbst kam nur mit tatkräftiger Mithilfe des Oligarchen Ihor Kolomojskyj an die Macht. Der nützte sein Geld und seinen Medienkonzern, in dem Selenskyj in seinem vorherigen Leben als Schauspieler und Produzent gearbeitet hatte, um seinen Zögling ins höchste Amt zu hieven.
Selenskyj bedankte sich dafür, indem er eine Amnestie für Kolomojyskyj erliess. Später zeigte er sich aber undankbar und schmiss seinen ehemaligen Förderer in den Knast. Vorwurf: Betrug und Geldwäsche.
So geht es in der Ukraine zu und her. Insgesamt sollen alleine seit Beginn des russischen Überfalls schätzungsweise 300 Milliarden Dollar westlicher Hilfe oder ukrainischer Ressourcen abgezweigt worden sein.
Ein gigantischer Betrag, und der muss ja irgendwie und irgendwo verstaut, versteckt, sicher aufbewahrt werden.
Bekanntlich war und ist Liechtenstein Aufbewahrungsort für russische Gelder. Das ist deren Besitzern allerdings nicht gut bekommen.
Denn nachdem das Fürstentum jahrelang willig und ohne grosse Skrupel die Vermögen von reichen Russen aufbewahrte, verwaltete und sich daran dumm und krumm verdiente, knickte das Ländle unter dem Druck der USA und der EU ein und fror Hunderte solcher Trusts ein. Beziehungsweise ihre Verwalter, die bekannten Treuhänder, suchten eilig das Weite.
Seither stehen diese Vehikel als Untote, als nicht verwaltete Zombie-Trusts blöd rum, während die fürstliche Regierung versucht, das Problem einfach auszusitzen und als einzige Aktion beschlossen hat, dass für diese Zombies die normalen Richtlinien für die Liquidation einer Stiftung oder eines Trusts nicht gelten.
Erstaunlich ruhig ist es allerdings, was das Vorhandensein von ukrainischen Korruptionsgeldern in Liechtenstein betrifft. Der an der Flucht gehinderte Ex-Energieminister hat enge Verbindungen zur Schweiz; dort lebt seine Familie, seine Kinder gehen auf sehr teure Schweizer Privatschulen in der Nähe von Genf.
Dort kostet ein Schulsemester mehr, als ein ukrainischer Minister in drei Jahren verdient. Denn offiziell beträgt das Gehalt des Energieministers rund 3100 $ im Monat. Lange Zeit fiel dieser Widerspruch niemandem auf, bis der Minister offensichtlich in Ungnade fiel – oder als Sündenbock hinhalten musste.
Es ist also auf der Hand liegend, dass Haluschtschenko auch Liechtenstein benützt hat, um sein Korruptionsgeld sicher aufzubewahren. So wie viele andere ukrainische Politiker, Oligarchen und Kriegsgewinnler. Die brauchen sowieso Geldverstecke im Ausland, wenn ihre Familienmitglieder sich dem Militärdienst durch Flucht ins Ausland entziehen. Wenn das mit dem Schmieren in der Ukraine nicht geklappt hat.
Allerdings gibt es keine vergleichbaren Druckversuche wie bei Russengeldern.
Also ärgern sich die Treuhänder, die Vermögen von reichen Russen verwaltet haben. Sie kassieren zwar weiterhin, aber einige Kollegen wanderten bereits auf die sozial tödliche Sanktionsliste der US-Behörde Ofac.
Während ihre Kollegen, die genauso zweifelhafte ukrainische Vermögen verwalten, überlegen auf sie herablächeln.
Dabei gibt es den Begriff PEP, Politically Exposed Person. Das sind Personen, die ein öffentliches Amt ausüben oder ausgeübt haben und bei denen ein erhöhtes Korruption- und Geldwäscherisiko vermutet wird. Bei ihnen wäre eigentlich eine Enhanced Due Diligence, eine erhöhte Sorgfaltspflicht, vorgeschrieben.
Aber doch nicht beim westlichen Verbündeten Ukraine, freuen sich die Liechtensteiner Treuhänder. Bis auch hier der Blitz einschlägt; spätestens, wenn in der Ukraine der Kampf gegen die Korruption so intensiv aufgenommen wird wie der Kampf gegen die russischen Invasoren.
Dann wird es blitzartig noch viel, viel mehr Zombie-Trusts geben. Nur in Blaugelb diesmal.




Der ehemalige ukrainische Energieminister soll 100 Millionen abgezweigt haben? Der ist ja fast wie ein Liechtensteiner Untreuhänder.
Der aktuelle Skandal iNorbert Seeger n Liechtenstein.
Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen. Der Beschuldigte wehrt sich – inhaltlich und formal. Es soll um mehr als 20 Millionen Franken gehen.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
„Die Ukraine ist der wohl tiefste und grösste Korruptionssumpf, den man sich vorstellen kann.“
Und was ist mit Liechtenstein? Liechtenstein first! 🏆
In Liechtenstein dürfte die Korruption noch viel größer sein als in der Ukraine, da die Ukraine etwa 40 Millionen Einwohner hat und Liechtenstein nur 38‘000, die alle miteinander verwandt, verschwägert oder geschäftlich miteinander verbandelt sind. Da ist jeder von jedem abhängig und keiner vernadert einen anderen, da er sonst die Rache des Clans fürchten muss und aus der kleinen Gemeinschaft ausgeschlossen wird.
Vielleicht ist die Korruption und Finanzkriminalität so verbreitet in Liechtenstein, dass sie dem Fürsten und der Regierung schon gar nicht mehr auffällt. Aber dem Ausland fällt sie auf und früher oder später wird das in Liechtenstein inhärente kriminelle System dem Land noch auf die Füsse fallen.
Wenn niemand wegen unrechtmässiger Handlungen verraten wird, weil alle zusammenhalten, so ist das geradezu eine Einladung für alle anständigen Treuhänder, ebenso unrechtmässige Machenschaften zu ergreifen, man kann sich ja darauf verlassen, dass man nicht verraten wird und die nicht neutrale Justiz alle noch so nrechtmässigen Machenschaften deckt,
Landtagspräsident Manfred Kaufmann:
«Dieses System hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und trägt wesentlich zur Stabilität und zum Vertrauen in unsere Institutionen bei.»
Liechtenstein ist ein elender Sumpf:
– Filz und Nepotismus ist gang und gäbe.
– Das rechtswidrige System protegierende Personen in Justiz, Aufsichtsbehörden, Regierung und ganz oben.
– Stümperhafte Kommunikation auf allen Ebenen.
Die Justiz wird zur Dienstleisterin der Treuhänder und gedrängt, kriminelle Machenschaften Liechtensteiner Treuhänder nicht zu sanktionieren, kritische Medien gibt es nicht, da es nur eine einzige Zeitung im Lande gibt, ‚Vaterland‘, die nicht kritisch sein darf, sondern linientreu sein muss, um ihre Werbekunden und Leser nicht zu vergrämen, Abweichler werden unter Druck gesetzt, so stark ist die Clanstruktur.
Selbst der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite schon erkannt:
Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten
https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0
«Die Ukraine ist der wohl tiefste und grösste Korruptionssumpf, den man sich vorstellen kann?» Und was ist mit Liechtenstein?
Der Fall der Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudi-arabischen Königs Fahd stellt weder einen Einzelfall noch ein bedauerliches Fehlverhalten dar. Vielmehr handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für ein seit Jahren etabliertes, wiederkehrendes, systematisches Vorgehen innerhalb der liechtensteinischen Stiftungs- und Trustverwaltungspraxis.
Das Muster ist regelmäßig identisch: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie deren Begünstigtenstellung zunächst pauschal bestreiten. Diese Vorgehensweise kommt einer faktischen Rechtsverweigerung gleich. Die Betroffenen sehen sich gezwungen, ihre eigene Berechtigung in langwierigen Verfahren durch sämtliche Instanzen der liechtensteinischen Gerichtsbarkeit feststellen zu lassen. Gerichtliche Sanktionen gegen die verantwortlichen Treuhänder bleiben dabei aus.
Nach Überwindung dieser ersten Hürde folgt regelmäßig die nächste: die Verweigerung der gesetzlich vorgesehenen Auskunfts- und Rechenschaftsrechte. Erneut bleibt den Begünstigten keine andere Möglichkeit, als jahrelang zu prozessieren – wiederum durch alle Instanzen und wiederum ohne jegliche Konsequenzen für die Treuhänder.
Auf diese Weise vergehen oftmals Jahre, bis Begünstigte erstmals Kenntnis darüber erlangen, wie mit dem ihnen zugeordneten Stiftungs- oder Trustvermögen verfahren wurde. In diesem Zeitraum agieren Stiftungsräte ohne Kontrolle, können Vermögenswerte verschieben und eigene finanzielle Interessen verfolgen. Das System basiert auf Verzögerung, Zermürbung und der berechtigten Erwartung gerichtlicher Unterstützung.
Diese Praxis ist kein Zufallsprodukt. Sie wird ermöglicht durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen durch einheimische Treuhänder systematisch folgenlos lässt, sowie durch das Ausbleiben wirksamer staatlicher Aufsicht auf höchster Ebene.
Dieses Vorgehen wird durch die Regierung und das Staatsoberhaupt geduldet, wodurch diese zur Aufrechterhaltung des Systems beitragen.
INTERPOL describes Liechtenstein as a country that, due to its financial sector, is attractive to international criminal activity.
https://www.interpol.int/en/Who-we-are/Member-countries/Europe/LIECHTENSTEIN
Der Landesspiegel meldet Rekord bei Verdachtsmeldungen wegen Finanzkriminalität:
Die Financial Intelligence Unit (SFIU) meldet im Jahresbericht 2024 einen rekordverdächtigen Anstieg bei Verdachtsmeldungen – insgesamt 3.225 Meldungen (48 % mehr als 2023).
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Anyone who follows this blog closely will notice a recurring pattern. What may first look like a series of unfortunate, isolated incidents begins—upon closer examination—to form a coherent and deeply troubling picture. These events are not stand‑alone anomalies; they align like puzzle pieces that collectively reveal a larger system operating according to a predictable playbook.
At the center of this alleged system is a long‑standing practice through which Liechtenstein-based trusts and foundations are gradually undermined. According to multiple accounts, the mechanism follows a well‑rehearsed script: fiduciaries who abuse their position manage, with the help of sympathetic judges, to remove founders or beneficiaries from governing bodies. The threshold for stripping beneficiaries of their rights appears remarkably low. Once this step is completed, these fiduciaries gain unrestricted control over the trust or foundation assets.
Statutory information rights are routinely denied and must be litigated for years. In many cases, even beneficiary status itself is disputed, forcing individuals into lengthy court battles before they can assert the most basic rights. During these protracted legal disputes, the assets remain exposed—and, according to critics, are depleted without any control.
A striking asymmetry emerges: while beneficiaries can be displaced with minimal justification, the bar for removing Liechtenstein-based board members or fiduciaries is extraordinarily high. Even serious breaches of duty often appear to carry no meaningful consequences. Proceedings against beneficiaries move quickly; proceedings against fiduciaries seem to drag on for years—delayed, deferred, or quietly abandoned. The practical effect for those affected is a near-total absence of legal protection.
Individuals who push back often face countermeasures. Criminal complaints filed by fiduciaries—both in Liechtenstein and in the beneficiaries’ home countries—serve as a deterrent and a tool of pressure.
Local attorneys, for their part, are frequently described as helping maintain the appearance that each case is an isolated irregularity. Clients are assured that they are dealing with a “regrettable exception,” even though the recurring structure of these situations suggests a broader, more systematic pattern—organized, deliberate, and financially lucrative.
What remains is a system that appears to protect itself. A machine that functions only because many actors play coordinated roles—quietly, efficiently, and with an implicit level of institutional tolerance.
Landtagspräsident Manfred Kaufmann:
«Dieses System hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und trägt wesentlich zur Stabilität und zum Vertrauen in unsere Institutionen bei.»
Oh, ein Wettbewerb zweier Korrupter Staaten um die Pole Position.
Befangener als die Justiz und die Aufsichtsbehörden im Ländle kann man nicht sein, das zeigt das allfällige Gefälligkeits-Wegsehen und Dienste-Erweisen. Säu Häfeli – Säu Deckeli.
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
In keinem Land dieser Welt wurden verhältnismässig zu seiner Einwohnerzahl so viele Personen von der US-Behörde OFAC sanktioniert wie in Liechtenstein. Es sind dies 16 juristische und 7 natürliche Personen. Dies sind
Pascal Dominik Büchel
Axel Paul Diegelmann
Fritz Diegelmann
Markus Jakob Giger
Alexander Franz Josef Lins
Roland Oehri
Stefan Anton Wolf
Anton Daniel Wyss
Hier einige Personen aus Liechtenstein, die im Rahmen der Panama Papers in der ICIJ Offshore Leaks Database auftauchen:
Martin Batliner
Angelika Moosleithner-Batliner
Hubert Josef Büchel
Roland Ohri
Michael Grunstein
Maria Anna Theresia Dreier Nipp
Mario Zindel
Roman Eggenberger
Joachim Kais (DE/LI)
Peter Adolf Meier (CY/LI)
Frank Oliver Zindel (CH/LI)
Janet Fletcher (LI/MC)
Edmund Mag Freischer (AT/LI)
Christ Johann Collenberg (CH/LI)
Markus Johannes Wintsch (CH/LI)
Martin Peter Egli (CH/LI)
Als richtiger Liechtensteiner Treuhänder steht man offensichtlich entweder auf der Sanktionsliste der US-Behörde OFAC oder in den Panama Papers. In der Mitgliederliste der Liechtensteinischen Treuhänderkammer steht man auf jeden Fall. Bei dieser Treuhänderkammer wurde der vormalige Vizepräsident Anton Wyss von den USA sanktioniert und der derzeitige Präsident Stefan Wenaweser überführt, dass er bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hat. Was für eine ehrenwerte Gesellschaft.
Beispiele liechtensteinischer Treuhänder/Intermediäre, die in der ICIJ-Offshore-Leaks-Datenbank für die Panama Papers (Mossack Fonseca) gelistet sind (Auswahl):
ATU Allgemeines Treuunternehmen.
Audina Treuhand AG.
BBT Treuhand AG.
Fidexa AG.
Fidarco Treuhand- und Verwaltungs-Anstalt.
Sequoia Treuhand Trust reg..
Sercor Treuhand Anstalt.
Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
Coutts Trustees AG (Zurich Client).
Kanzlei Dr. Ritter.
H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
Kaiser Ritter ATU Allgemeines Treuunternehmen.
Audina Treuhand AG.
BBT Treuhand AG.
Fidexa AG
Sequoia Treuhand Trust reg.
Sercor Treuhand Anstalt.
Schreiber & Zindel Treuhand Anstalt.
Industrie- und Finanzkontor (ADCO Trust / Establishment).
Coutts Trustees AG (Zurich Client).
Kanzlei Dr. Ritter.
H&P Corporate Services (Liechtenstein) AG (Zurich Client).
Kaiser Ritter Partner (Liechtenstein Client).
Tremaco / Tremaco Trust reg..
Martin Batliner, bekannt aus dem Hartlaub-Skandal.
LOPAG Trust (Louis Oehri, Dominik Naeff), bekannt aus Perry-Skandal.
LNR Rechtsanwälte (Bernhard Lorenz, Oliver Nesensohn, Wolfgang Rabanser), bekannt aus dem Bacardì-Skandal und dem Hartlaub-Skandal.
SEQUOIA Treuhand Trust (Markus Jakob Giger, Roland Oehri, wurden durch US-Finanzministerium OFAC sanktioniert)
NEW HAVEN Trust Comp.(Mario Staggl, hat über 17 Millionen Euro veruntreut und wurde verhaftet)
CODEX Treuhand AG (Thomas Wilhelm, bekannt durch Stiftung, aus welcher Begünstigte entfernt wurden)
Jeder einzelne Zombie Trust belegt die fehlende Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit des Finanzplatzes Liechtenstein.
Wer diesen Blog aufmerksam liest, erkennt rasch: Was auf den ersten Blick wie eine Abfolge bedauerlicher Einzelfälle erscheint, fügt sich bei näherer Betrachtung zu einem beunruhigend klaren Gesamtbild. Die einzelnen Vorfälle sind keine isolierten Ereignisse, sondern Fragmente eines Systems, das nach festen Regeln funktioniert – wie Teile eines Puzzles, die sich unweigerlich zu einer dunklen Landschaft zusammensetzen.
Im Zentrum steht eine seit Jahren praktizierte Methode, mit der liechtensteinische Trusts und Stiftungen systematisch ausgehöhlt werden. Das Vorgehen folgt einem präzisen Drehbuch: kriminelle Treuhänder, die ihre Stellung missbrauchen, veranlassen mit Unterstützung wohlgesonnener Richterinnen und Richter die Abberufung von Stiftern oder Begünstigten aus den zuständigen Gremien. Die Hürden für deren Entmachtung sind auffallend niedrig. Ist dieser Schritt vollzogen, haben die Treuhänder völlig ungehindert Kontrolle über das Trust- oder Stiftungsvermögen. Das gesetzliche Informationsrecht wird nicht gewährt und muss erst jahrelang eingeklagt werden. Regelmäßig wird sogar die Begünstigtenstellung bestritten, so dass auch diese erst jahrelang eingeklagt werden muss. Während dieser Zeit wird der Trust oder die Stiftung ungehindert geplündert.
Auffällig ist dabei die Asymmetrie der Maßstäbe: Während Begünstigte mit minimaler Begründung aus ihren Funktionen abberufen werden, sind die Anforderungen an die Abberufung liechtensteinischer Stiftungsräte nahezu unüberwindbar hoch. Selbst gravierende Pflichtverletzungen bleiben folgenlos, Verfahren gegen Begünstigte gehen sehr schnell über die Bühne, Verfahren gegen die liechtensteiner Treuhänder hingegen ziehen sich über Jahre hin – verschleppt, vertagt, im Sande verlaufend. Für die Betroffenen bedeutet das faktische Rechtlosigkeit.
Wer sich zur Wehr setzt, sieht sich nicht selten mit Gegenangriffen der liechtensteiner Treuhänder konfrontiert. Strafanzeigen gegen Begünstigte – sowohl in Liechtenstein als auch in deren Heimatländern – dienen als Druckmittel und Abschreckung.
Schlußendlich tragen die liechtensteinischen Rechtsanwälte ihren Teil dazu bei, das Konstrukt nach außen hin als tragische Ausnahme erscheinen zu lassen. Man spricht vom „bedauerlichen Einzelfall“, während hinter den Kulissen ein klares Muster, ein System erkennbar ist, das sich seit Jahren regelmäßig wiederholt – strukturiert, kalkuliert, eingespielt, hoch profitabel.
Was bleibt, ist ein kriminelles System, das sich selbst schützt. Und eine Maschinerie, die nur funktioniert, weil viele Zahnräder ineinandergreifen – diskret, effizient und mit staatlicher Duldung.
Die Verantwortlichkeiten der Gerichtspräsidenten für die Besonderheiten der Gerichtsentscheide in den Stiftungs- und Trustverfahren wären unabhängig zu überprüfen:
Landgericht: Willy Büchel
Obergericht: Jürgen Nagel