Treuhänder & Stiftungen Liechtenstein
  • Untreuhänder
  • Q&A
  • Dokumente
  • Kontakt
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Warteinweiler im Fürstentum

Allgemein, Fürst von Liechtenstein, Stiftungen, Treuhänder

Zombies leben länger als lebendige Menschen.

Im Herbst 2024, eine geraume Weile nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine, legte die fürstliche Finanzmarktaufsicht (FMA) den geldgierigen Liechtensteiner Treuhändern nahe, sich aus Trusts und Stiftungen holterdipolter zurückzuziehen, die in irgend einer Form Berührungspunkte mit Russen haben.

Ob die Eigentümer oder beneficial owner von den USA oder der EU sanktioniert sind – oder auch nicht –, völlig egal, fort mit Schaden. Nachdem sich die gleichen Treuhänder über Jahre hinweg mit der Betreuung krumm und dumm verdienten, liessen sie die von ihnen selbst gebastelten Strukturen feige im Stich.

Also wanken diese Trusts und Stiftungen seit inzwischen anderthalb Jahren als rechtlich existent, aber mangels Organen faktisch handlungsunfähig durch die Welt. Ein Liechtensteiner Treuhänder, der verständlicherweise nicht dafür mit seinem Namen hinstehen will, gab ihnen den treffenden Namen Zombie-Trusts. Nicht tot, nicht lebendig.

Es soll sich um ganze 800 Stück handeln, in denen Milliardenvermögen lagern, schätzungsweise über 20 Milliarden Dollar. Schätzungsweise, weil das verschwiegene Liechtenstein solche Zahlen strikt geheimhält.

Es gab dann das für die Besitzer, vor allem für diejenigen, die auf keiner Sanktionsliste stehen, völlig legal Eigentümer oder Nutzniesser sind, aber seit 18 Monaten nicht mehr an ihre Besitztümer herankommen, ekelhafte Problem, dass nicht einmal Treuhänder gefunden werden konnten, die in die Bresche springen würden und die Zombies ins Grab begleiten, bzw. abwickeln.

Dabei hätte man dann die problematischen und sanktionierten von den sauberen unterscheiden können, die halt das Pech hatten, irgendwie nach Russe zu riechen. Aber eben, mutig sind die Treuhänder nur beim Geldverdienen. Etwas dafür leisten, das tun sie eher ungern.

Nach langem, langem Brüten hat nun die fürstliche Regierung, sicherlich mit dem Placet des herrschenden Erbprinzen Alois, eine gesetzliche Neuerung beschlossen. Natürlich eine Schlaumeierei, wir sind hier im Fürstentum.

Sie bedeutet schlichtweg, dass die Verfahren vorübergehend ausgesetzt werden können. Damit muss das Fürstentum nicht weiter krampfhaft, aber vergebens Liquidatoren suchen, und es muss auch keine wie vom Gesetz vorgeschriebene Zwangsliquidation durchgeführt werden.

Die Regierung behauptet kühn, dass davon lediglich 150 Trusts betroffen seien. Das würde ja bedeuten, dass alle anderen inzwischen abgewickelt oder neu besetzt wurden. Was absolut unwahrscheinlich ist. Da aber ausser dem Fürsten, dem herrschenden Erbprinzen und anderen Menschen höchstes Vertrauens niemand weiss, wie die Zahlen in Wirklichkeit aussehen …

Bedeutet das nun, dass diese Trusts wieder handlungsfähig, Blockaden in anderen Offshore-Plätzen beendet werden, die Paralyse aufgehoben wird, die Nutzer endlich wieder ihre Besitztümer verwalten, bezahlen, unterhalten, reparieren, auslösen können?

Aber nein, wo kämen wir denn da hin. Das wäre ja im Interesse der Besitzer. Und nicht etwa Liechtensteins oder der Treuhänder. Das bedeutet einfach, dass ein unmöglicher Zustand legalisiert wurde. Ein Trust kann nun beliebig lange als Untoter herumwanken. Sein Besitzer hat nicht die allergeringste Möglichkeit, liechtensteinische Behörden dazu zu zwingen, endlich mal etwas zu unternehmen.

Während seine irdischen Besitztümer vor die Hunde gehen und alle noch Beteiligten wie Banken, Vermögensverwalter und andere Holmerbringmer natürlich weiterhin kassieren.

Eigentlich sind diese Zombie-Trusts die Idealvorstellung liechtensteinischer Treuhänder und Anwälte. Der Besitzer oder Begünstigte hat überhaupt nichts zu sagen, bekommt nichts, nicht einmal Informationen über den Zustand seines Vermögens. Währenddessen laufen alle Verwaltungskosten natürlich weiter, denn ein liechtensteinischer Treuhänder, der etwas umsonst macht? Lachhaft.

Und dank der gütigen Mithilfe von Erbprinz und Regierung kann dieser Zustand nun bis zum St. Nimmerleinstag fortgesetzt werden. Also ist das Problem doch auf echt liechtensteinische Art «gelöst». Wer Anspruch auf diese Zombie-Trusts hat, hat die Arschkarte gekriegt.

Alles Gemüller, dass nach so vielen Monaten nun endlich etwas geschehen müsse, hat sein Ende gefunden. Denn es muss überhaupt nichts geschehen.

Wahrscheinlich ist die grosse Hoffnung Liechtensteins, dass sich das Problem der Zombie-Trusts biologisch lösen wird. Denn Untote können nicht sterben. Die Besitzer der Zombie-Trusts hingegen schon. Früher oder später.

 

17. Februar 2026/28 Kommentare/von Treuhänder
Schlagworte: 20 Milliarden, Besitzer sterben, Erprinz Alois, ewige Zombies, ewiger Zustand, FMA, Legalisierung, Treuhänder, Verfahren aussetzen, Zombie-Trusts
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Share on WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Per E-Mail teilen
https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2026/02/Bildschirmfoto-2026-02-16-um-17.53.43.png 605 928 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2026-02-17 07:10:232026-02-16 18:02:39Warteinweiler im Fürstentum
Das könnte Dich auch interessieren
Keine Geldsorgen im Fürstentum
Banking à la Liechtenstein
Das Fürstentum und die Sanktionen
Armes Liechtenstein
Was gehört zu einem sauberen Finanzplatz?
Zombie-Land Liechtenstein
28 Kommentare
  1. Roland
    Roland sagte:
    17. Februar 2026 um 7:32

    Damit würde sich Liechtenstein endgültig als Finanz-Bermuda Dreieck erweisen.

    Antworten
  2. United24 Media: US Sanctions Turn Liechtenstein Into a Graveyard of Russian Wealth Vehicles
    United24 Media: US Sanctions Turn Liechtenstein Into a Graveyard of Russian Wealth Vehicles sagte:
    17. Februar 2026 um 7:36

    Liechtenstein has launched an emergency response task force to address a growing crisis in its financial sector, triggered by US sanctions against Russian-linked individuals and entities.

    The situation has left hundreds of trusts—used to hold assets such as cash, yachts, aircraft, and real estate—without directors or legal management.

    Antworten
    • Sandro
      Sandro sagte:
      17. Februar 2026 um 9:40

      Liechtenstein ist nicht nur ein Friedhof für russische Vermögen, sondern, wie man in diesem Blog lesen kann, für Vermögen aus aller Welt, welche in Liechtenstein geraubt werden.

      Antworten
  3. Beobachter
    Beobachter sagte:
    17. Februar 2026 um 7:57

    Die Liechtensteiner Zeitung „Vaterland“ schreibt:

    Regierung schafft neue Regeln für verwaiste Rechtsträger

    Die Handelsregisterverordnung sieht nun die Möglichkeit vor, amtliche Verfahren zu unterbrechen.

    Das ist keine Lösung, sondern nur die Legalisierung des derzeitigen, jegliches Vertrauen in den Finanzplatz zerstörenden Zustands.

    Antworten
    • Beobachter
      Beobachter sagte:
      17. Februar 2026 um 7:58

      https://www.vaterland.li/liechtenstein/wirtschaft/regierung-schafft-neue-rechtsgrundlage-fuer-zombie-trusts-art-706356

      Antworten
    • Felix
      Felix sagte:
      18. Februar 2026 um 0:55

      Das hat mit der eigentlichen Zombie Trust Krise so gut wie nichts zu tun, die Krise wird mit jedem Tag eindrücklicher zum Beweis der Unzuverlässigkeit des Standorts Liechtenstein.

      Antworten
  4. Kalte Enteignung
    Kalte Enteignung sagte:
    17. Februar 2026 um 8:08

    Für die Betroffenen ist das nichts anderes als eine kalte Enteignung. Und so etwas nennt sich „Finanzplatz“.

    Antworten
  5. Augenwischerei
    Augenwischerei sagte:
    17. Februar 2026 um 9:01

    Die an sich katastrophale Situation mit den 800 Zombie Trusts, die auf einmal nur noch 150 Zombie Trusts sein sollen, wird plump schön geredet und es wurde eine Verordnung um dieses Problem herum geändert. Damit besteht jetzt Ryan formell nach der Handelsregisterverordnung ein rechtmässiger Zustand. Dadurch kommen die 800 Betroffenen noch lange nicht an ihre Vermögen und ist die Katastrophe nicht ansatzweise beseitigt.

    Antworten
  6. Wenn man nicht mehr weiter weiss
    Wenn man nicht mehr weiter weiss sagte:
    17. Februar 2026 um 9:34

    … bildet man einen Arbeitskreis (neudeutsch „Taskforce“).

    Und wenn der selbst in einem Jahr nichts einfällt, dann ändert man eben die Handelsregisterverordnung und verkauft das als Erfolg!

    Hurra, wir haben die Handelsregisterverordnung geändert!

    Und, was ändert das für die Zombie Trusts? Nichts. Liechtenstein ist weiterhin das Finanzgrab schlechthin, ein Finanzplatz, an dem nichts mehr sicher ist.

    Antworten
  7. Der Berg kraißte … und gebar eine Maus
    Der Berg kraißte … und gebar eine Maus sagte:
    17. Februar 2026 um 10:16

    Eine Änderung der Handelsregisterverordnung. Und bitte was soll das an der Zombie Trust Krise ändern?

    Antworten
  8. Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
    Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen» sagte:
    17. Februar 2026 um 10:42

    Die Zeitungen schreiben doch schon ganz offen und unverblümt über die massive Kriminalität in Liechtenstein, hier der Tagesspiegel:

    Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
    https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html

    Antworten
  9. Lösung für die Zombie Trust Krise
    Lösung für die Zombie Trust Krise sagte:
    17. Februar 2026 um 11:46

    Die Taskforce hat nach einem Jahr angestrengtem Nachdenken, wie man die Zombie Trust Krise beenden kann, endlich eine Lösung gefunden: die Zombie Trust Krise wurde in «Zombie Trust Angelegenheit» umgetauft, damit ist die Krise vom Tisch.

    Antworten
  10. Gereon
    Gereon sagte:
    17. Februar 2026 um 12:59

    Wie heißt es so schön: Liechtenstein = Hort der Kriminellen

    Antworten
  11. Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem
    Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem sagte:
    17. Februar 2026 um 14:06

    Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.

    Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.

    Antworten
  12. Anlageberater aus Nadhbarland
    Anlageberater aus Nadhbarland sagte:
    17. Februar 2026 um 16:23

    800 verwaiste sog. Zombie-Trusts sind der Todesstoß für einen Finanzstandort. Ein Finanzstandort, der keine Rechtssicherheit bietet, ist kein Finanzstandort, sondern ein Glücksspielcasino.

    Antworten
  13. Die Änderung der Handelsregisterverordnung ist eine Verzweiflungstat
    Die Änderung der Handelsregisterverordnung ist eine Verzweiflungstat sagte:
    17. Februar 2026 um 18:46

    Soll das das Ergebnis der Taskforce nach einem Jahr Arbeit sein? eine Änderung der Handelsregisterverordnung um verwaiste Trusts konform der Handelsregisterverordnung zu machen? Das ist doch eine Verzweiflungstat, ein Offenbarungseid. Das eigentliche Problem wird doch davon überhaupt nichts tangiert.

    Antworten
  14. Keine Verbesserung für den Zustand der Zombie Trust
    Keine Verbesserung für den Zustand der Zombie Trust sagte:
    17. Februar 2026 um 20:55

    Die neue Handelsregisterverordnung gibt den Behörden ein prozedurales Werkzeug, die Krise technisch besser zu managen. Sie schafft Rechtssicherheit im Verfahrensrecht und kann Verfahrensstandpunkte stabilisieren – aber:

    – Sie löst nicht das strukturelle Problem der Zombie-Trusts (fehlende Treuhänder, Sanktionen, gestoppte Vermögensbewegungen).

    – Sie ändert nicht den wirtschaftlichen Zustand der betroffenen Trusts.

    – Sie ist Augenwischerei, wenn man erwartet, dass dadurch über Nacht wieder aktive Verwaltung und Vermögensbewegungen möglich werden.

    Antworten
  15. Liechtenstein’s Zombie Trust Crisis: How a Financial Center Is Destroying Its Own Credibility
    Liechtenstein’s Zombie Trust Crisis: How a Financial Center Is Destroying Its Own Credibility sagte:
    17. Februar 2026 um 21:58

    The zombie trust crisis has now persisted for over a year. To date, the only visible outcome has been an amendment to the Commercial Register Ordinance, which does not represent a single meaningful step toward resolving the crisis. As a result, even Russian nationals who are not subject to sanctions are unable to access their assets.

    This effectively turns Liechtenstein into a graveyard for assets — on a scale the world has not seen before. For a financial center, the consequences are potentially catastrophic, as trust and credibility have been severely undermined.

    Antworten
  16. «Domino effect». Zombie trust crisis has spread from Liechtenstein to other offshore jurisdictions
    «Domino effect». Zombie trust crisis has spread from Liechtenstein to other offshore jurisdictions sagte:
    18. Februar 2026 um 0:35

    Paralyzed Liechtenstein trusts managing Russian assets have created problems for subsidiaries in other offshore zones

    Problem russian zombie trusts have spread from Liechtenstein to other offshore locations: British Virgin Islands, the Bahamas and the Cayman Islands, the newspaper reported on Tuesday Financial Times.
    https://finance.liga.net/en/ekonomika/novosti/domino-effect-zombie-trust-crisis-has-spread-from-liechtenstein-to-other-offshore-jurisdictions

    Antworten
  17. Die Existenz vieler Zombie Trusts wirft kritische Fragen zur Aufsicht und Praxis auf
    Die Existenz vieler Zombie Trusts wirft kritische Fragen zur Aufsicht und Praxis auf sagte:
    18. Februar 2026 um 7:14

    800 Zombie Trusts sind 800 Hinweise darauf, dass Aufsicht und Praxis in Liechtenstein nicht funktionieren. Für den Finanzplatz Liechtenstein mit starker Spezialisierung auf Trusts- und Stiftungen ein K.O.-Kriterium.

    Antworten
  18. Europarat beanstandet mangelnde Antikorruptionsmassnahmen bei Justiz, Regierungsmitgliedern und beim Fürsten
    Europarat beanstandet mangelnde Antikorruptionsmassnahmen bei Justiz, Regierungsmitgliedern und beim Fürsten sagte:
    18. Februar 2026 um 7:26

    Selbst der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite schon erkannt:

    Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten
    https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0

    Antworten
  19. August
    August sagte:
    18. Februar 2026 um 9:26

    Endlich mal eine Webseite, die keine Scheu davor hat, die Missstände in Liechtenstein mit seinen reihenweisen Skandalen, seiner korrupten Justiz und seiner Vetterliwirtschaft beim Namen zu nennen. Vielen Dank.

    Antworten
  20. Captain Kirk
    Captain Kirk sagte:
    18. Februar 2026 um 11:13

    Liechtenstein ist ein riesiger Sumpf.

    1. Es ist ans Tageslicht gekommen, dass die zahlreichen Skandale keineswegs Einzelfälle sind, sondern ein ausgeklügeltes, kriminelles System, das nur durch die Unterstützung gewisser Richter:innen funktioniert.

    2. Etwa 800 Zombie Trusts, auch für nicht sanktionierte Russen beweisen, dass Liechtenstein kein zuverlässiger Finanzplatz ist.

    3. Die Staatengruppe GRECO des Europarats mahnt Antikorruptionsmassnahmen für Richter, Regierungsmitglieder und sogar den Fürsten an.

    Antworten
  21. Institutionell geduldeter Machtmissbrauch
    Institutionell geduldeter Machtmissbrauch sagte:
    18. Februar 2026 um 11:51

    Bei der Lektüre dieses Blogs drängt sich geradezu der Eindruck auf, dass in Liechtenstein gravierende strukturelle Missstände im Bereich der Trust- und Stiftungsaufsicht bestehen. Der Blog zeichnet das Bild eines Geflechts, in dem bestimmte kriminelle Treuhänder – offenbar mit Unterstützung einzelner nicht neutraler richterlicher Entscheidungen – gezielt darauf hinarbeiten, Stifter oder Begünstigte aus Trusts und Stiftungen auszuschalten.

    Den dort geschilderten Vorgängen zufolge können Begünstigte damit über Jahre, teils sogar dauerhaft, von ihren Rechten ausgeschlossen werden. In dieser Zeit, so die Darstellung, agieren die verbleibenden Akteure faktisch ohne wirksame Kontrolle und können Vermögenswerte nach eigenen Vorstellungen lenken und davon profitieren.

    Besonders brisant ist der Vorwurf des Blogs, dass sowohl Fürst als auch Regierung über diese Problematik informiert seien und ungeachtet dieser Kenntnis keine wirksamen Schritte zur Abstellung dieser Zustände setzen.

    Antworten
  22. Zombie Trusts
    Zombie Trusts sagte:
    18. Februar 2026 um 14:05

    Wenn die Regierung von Liechtenstein die Zombie-Trust-Krise nicht umgehend in den Griff bekommt, wird der Finanzstandort Liechtenstein selbst zum Zombie.

    Antworten
  23. The Wolves of Liechtenstein
    The Wolves of Liechtenstein sagte:
    18. Februar 2026 um 17:41

    In The Wolf of Wall Street ging es um
    maßlosen Betrug, Gier und Selbstinszenierung auf gigantischem Niveau. Aber um einen einzelnen, isolierten Täter.

    In The Wolves of Liechtenstein geht es ebenso um maßlosen Betrug, Gier und Selbstinszenierung auf gigantischen Niveau. Jedoch nicht um einen einzelnen Täter, sondern um organisierte Kriminalität einer kriminellen Vereinigung.

    Demnächst im Kino und auf Netflix.

    Antworten
  24. Finanzplatz ohne Rechtssicherheit
    Finanzplatz ohne Rechtssicherheit sagte:
    18. Februar 2026 um 19:55

    Die hunderten Zombie Trust hätte es gar nicht mehr gebraucht. Der Ruf Liechtensteins als Parkplatz für größere Vermögen war doch schon vorher durch die hohe Anzahl von Skandalen ramponiert. Dann noch der Europarat, wie man hier lesen kann, fehlende Antikorruptionsmaßnahmen für die Justiz, Regierungsmitglieder und den Fürsten fordert, dann bekommt doch spätestens dann jeder mit, dass in Liechtenstein jegliche Rechtssicherheit fehlt.

    Antworten
  25. Herby
    Herby sagte:
    19. Februar 2026 um 0:16

    Aussitzen hilft nicht, den zerstörten Ruf des Finanzstandorts wiederherstellen, die 800 zombie trusts werden mit jedem Tag zu einer noch grösseren Blamage.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wer wir sind

Was wir wollen

Wie Sie helfen können

In den Medien

© Copyright - untreuhaender.li | info@untreuhaender.li | Cookie Richtlinien | Datenschutz | Impressum

Link to: Kriminell und schwerkriminell Link to: Kriminell und schwerkriminell Kriminell und schwerkriminell Link to: Und die ukrainischen Zombie-Trusts? Link to: Und die ukrainischen Zombie-Trusts? Und die ukrainischen Zombie-Trusts?
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen