Keine süchtigen Spieler mehr – Ende Gelände für die Liechtensteiner Casinos.
Eigentlich gibt es im Finanzwesen des Ländles zwei unumstössliche Wahrheiten. Die eine lautet: der Treuhänder verdient immer überproportional viel. Mit Einverständnis seiner Klienten oder ohne.
Die zweite, eigentlich weltweit gültig: in einem Spielcasino gewinnt die Bank immer. Alles eine Frage der statistischen Wahrscheinlichkeit und allenfalls der Feinjustierung der Geldspielautomaten.
Immer und überall – ausser im Ländle. Hier sprudelten die Gewinne jahrelang. Sechs Casinos tummelten sich im kleinen Fürstentum, wo keine Methode zu anrüchig ist, um Geld zu verdienen. Noch 2024 erzielten die Casinos zusammen einen Bruttospielertrag von rund 140 Millionen Franken.
Davon profitierte auch die fürstliche, Pardon, die Staatskasse. In guten Jahren kassierte sie bis zu 50 Millionen Franken Steuereinnahmen.
Vorbei.
Das Schreckenswort für die Liechtensteiner Casinobetreiber heisst Sperrliste. Auf dieser Liste steht in der Schweiz, wem der Eintritt in ein Spielkasino verboten ist. Damit sollen Spielsüchtige daran gehindert werden, sich sinnlos zu verschulden und anderen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgehen zu können. In der Schweiz stehen rund 80’000 Personen auf dieser Sperrliste. Sie wird nicht nur von Casinos gefüttert, es ist nicht so selten, dass süchtige Spieler eine Selbstsperre verlangen.
Allerdings: wer in der Schweiz gesperrt war, konnte fröhlich in Liechtenstein weiterspielen. Spielsucht, Verschuldung, Ruin?
Na und, sagten die Casinos im Ländle, und reichten eine Beschwerde beim Staatsgerichtshof gegen die Übernahme ein. Sie sahen ihre Rechte damit verletzt, ihren Investitionen würde die Grundlage entzogen. Wohlgemerkt, wenn es spielsüchtigen Personen wie in der Schweiz verboten würde, hier zu spielen. Die Beschwerde wurde abgewiesen.
Auf der anderen Seite wurde in einer Volksabstimmung ein Casinoverbot abgelehnt. Wo Geld verdient werden kann, ist der Liechtensteiner sehr aufgeschlossen.
Danach weibelten die Casinobetreiber auch öffentlich. Die Übernahme dieser Sperrliste würde die Existenz und den Betrieb vieler Casinos im Fürstentum gefährden. Ausserdem könnten die Spielsüchtigen ja auch ins Internet ausweichen.
Aber alles Gejammer nutzte nichts, ab 7. Januar 2025, nach langem Hinauszögern, mussten sich auch die fürstlichen Casinos an diese Sperrliste halten.
Die Auswirkungen waren dramatisch. Die Betreiber jammerten über Umsatzeinbussen von bis zu 85 Prozent. Einige Spielstätten wie das LV Casino in Eschen und eines der beiden Admiral Casinos machten den Laden dicht.
Der Bruttoertrag brach von 140,8 Millionen im Jahr 2024 auf 57,5 Millionen Franken im Jahr 2025 ein. Auch der Staatssäckel kriegt nur noch ungefähr 22 Millionen. Aber immerhin, in der gesamten Laufzeit bescherten die Glücksspielhäuser dem Staat über 300 Millionen Franken Steuereinnahmen.
Wie man anhand dieser Zahlen glasklar nachweisen kann: einen grossen Anteil an den Einnahmen und Gewinnen der Liechtensteiner Casinos hatte das Ausnützen von Spielsüchtigen, die in der Schweiz gesperrt waren und daher ins Ländle auswichen.
Eigentlich unglaublich, diese Skrupellosigkeit, mit der kranke Menschen ausgepresst wurden. Zudem ist bekanntlich das Fürstentum und die Fürstenfamilie streng katholisch. Abtreibung kommt selbst im 21. Jahrhundert nicht in Frage.
Die Kirche hat hier eine klare Position. Glücksspiel als solches wird nicht als verwerflich angesehen. Es ist allerdings nur dann moralisch erlaubt, wenn es nicht zur Spielsucht führt. In Liechtensteiner Casinos ging man noch einen Schritt weiter und verdiente an anderswo gesperrten Spielsüchtigen.
Was wieder einmal beweist, dass Bigotterie auch in Liechtenstein und auch im Fürstenhaus verbreitet ist. Denn religiöse oder moralische Prinzipien sind eine Sache. Geldscheffeln ist die andere, bessere.




Hauptsache man kann anderen Menschen Geld aus der Tasche ziehen. Und man gibt sich trotzdem streng katholisch. Das ist so scheinheilig und widerwärtig.
Selbst der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite schon erkannt:
Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten
https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0
Liechtenstein ist ein Sumpfgebiet mit einer nicht neutralen Gerichtsbarkeit, die grundsätzlich alle noch so dreckigen Machenschaften liechtensteiner Treuhänder deckt. Die Anzahl der immer gleich ablaufenden Skandale, in denen Stifter und Begünstigte um ihre Vermögen gebracht worden sind, ist erschreckend hoch. Fürst und Regierung haben Kenntnis davon, kehren aber alles unter den Teppich, so dass man sich fragen muss, ob das nicht bereits Mittäterschaft ist.
Nach den Banken sind jetzt auch Stiftungsverwalter wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung dran. Den deutschen Ermittlern geht es hier aber weniger um hohe Geldbußen als vielmehr um Gerechtigkeit.https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-treue-haende-schmutzige-haende-1.3570056
Die Casinos sollen doch dazu dienen, schmutziges Geld zu waschen, welches dann in Liechtenstein verwaltet werden soll. Liechtenstein biedert sich als Geldwäscherei an.
Wie ekelhaft, mit der Not der Leute ein Geschäft zu machen. Gut, wenn das endgültig vorbei ist.
Ein Spielcasino zu betreiben ist moralisch mehr als zweifelhaft, weil dabei Gewinnerzielung mit erheblichen Risiken für andere Menschen verbunden ist. Wie das mit den moralischen Werten vereinbart werden soll, ist nicht verständlich, wo man sich in Liechtenstein doch so katholisch gibt.
Interessant! Wo man sich doch so konservativ und moralisch gibt.
Die Casinos sind vielleicht noch das Seriöseste, wie man in Liechtenstein sein Geld anlegen kann.
Kirche und Kohle? Geht immer zusammen…
„Alles was zählt ist Geld – Ethik, Anstand und Moral ist für dumme Ausländer.“
Die Zeitungen schreiben doch schon ganz offen über die massive Kriminalität in Liechtenstein, hier der Tagesspiegel:
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Nigerias verstorbener Despot Sani Abacha hatte 185 Millionen Euro bei Banken in Liechtenstein liegen – nach Erkenntnissen eines Gerichts Schmiergeld vom deutschen Konzern MAN. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/liechtenstein-dreckig-unaufrichtig-vulgaer-1.597433
Casinos sind wenigstens legal.
Das kriminelle System, mit welchem Ausländer in Liechtenstein ihrer Vermögen in Trusts und Stiftungen beraubt werden, ist hingegen illegal.
Wenn das Geschäftsmodell eines Landes auf Wirtschaftskraft und Spielcasinos beruht, dann finde ich das zum Kotzen.
*Wirtschaftskriminalität und Spielcasinos
Liechtenstein: Finanzkriminalität und Spielcasinos. Der Fürst muss sehr stolz auf sein zwielichtiges, halbseidenes Land sein.
Der Landesspiegel meldet Rekord bei Verdachtsmeldungen wegen Finanzkriminalität:
Die Financial Intelligence Unit (SFIU) meldet im Jahresbericht 2024 einen rekordverdächtigen Anstieg bei Verdachtsmeldungen – insgesamt 3.225 Meldungen (48 % mehr als 2023).
Inzwischen drängt sich der Eindruck auf, dass Liechtenstein weniger ein Hort gelebter Rechtsstaatlichkeit ist, sondern vielmehr ein System, das sich vor allem durch seine makellose Selbstdarstellung auszeichnet. Hinter der Fassade eines perfekt inszenierten Rechtsstaats häufen sich Berichte über Vermögensverschiebungen, Veruntreuungen, intransparente Strukturen und eine bemerkenswerte Nähe zwischen zentralen Akteuren im Finanz‑, Treuhand‑ und Justizbereich.
Jahrelang wurde Betroffenen vermittelt, es handle sich stets um «bedauerliche Einzelfälle» – eine Erzählung, die erstaunlich lange funktionierte. Dass viele dieser Fälle gleichzeitig auftraten und strukturelle Parallelen aufwiesen, wurde dabei konsequent ausgeblendet oder relativiert. Dieses wiederkehrende Muster wirft Fragen auf, die längst nicht mehr ignoriert werden können.
Heute ist klarer denn je, dass das offizielle Narrativ erhebliche Risse bekommen hat. Die internationale Aufmerksamkeit und die Berichte Betroffener machen sichtbar, was zuvor im Verborgenen blieb: ein System, dessen Realität offenbar deutlich komplexer ist als seine sorgfältig gepflegte Aussenwirkung.
Die Casinos sind vielleicht sogar noch das Seriöseste in Liechtenstein. Ansonsten kann man nur dringend warnen, denn es gibt reihenweise kriminelle Treuhänder, die sogar von der Liechtensteiner Justiz unterstützt und protegiert werden. Achtung – Finger weg von Liechtenstein! ⚠️ ‼️
Liechtenstein als Finanzplatz ist nicht im Sinkflug, sondern im Sturzflug.
Erst wurde bekannt, dass die nicht abreissen wollende Kette von Skandalen keine Einzelfälle, sondern vielmehr ein ausgeklügeltes kriminelles System im Ländle sind, an welchem Treuhänder und Richter beteiligt sind.
Dann hat die Antikorruptionsbehörde GRECO des Europarats Bedenken hinsichtlich Korruption bei Justiz, Regierungsmitgliedern und selbst dem Fürsten angemeldet.
Und dann noch die 800 verwaisten Zombie-Trusts, die seit einem Jahr beweisen, dass Liechtenstein nicht in der Lage ist, diese Krise zu bewältigen und dass Liechtenstein eben kein vertrauenswürdiger Finanzplatz ist.
Finanzkriminalität, Korruption und fehlende Vertrauenswürdigkeit sind eine Katastrophe für einen Finanzplatz.
Die halbwegs intelligenten Menschen, die sich in den Medien informieren, sind nicht blöd und durchschauen das System der organisierten Kriminalität in Liechtenstein.
wir in Liechtenstein nennen es „Standortvorteil“.
Liechtenstein gibt sich streng katholisch, es ist Landesreligion.
Papst Franziskus verurteilte Glücksspiel. Aber wen stört das, wenn damit Geld zu machen ist.
Papst Franziskus fordert bessere Gesetze sowie eine gerechtere und menschlichere Wirtschaft, um Wucherei, Korruption und Glücksspiel zu bekämpfen.
https://www.domradio.de/artikel/papst-verurteilt-gluecksspiel-und-korruption
Liechtenstein should be approached with extreme caution. There is a documented and recurring pattern in which settlors—or other individuals considered inconvenient to certain foundations or trusts—are removed through judicial processes that raise serious concerns regarding independence. Once the settlor is eliminated, effective oversight frequently collapses and assets are subsequently dissipated. This is not an isolated occurrence, but a repeatedly observed practice. The continued inaction of the authorities in the face of these concerns significantly heightens the legal, financial, and governance risks associated with Liechtenstein structures.