Liechtenstein braucht alle Hilfe, die es kriegen kann.

Der Fürscht, die ganze fürstliche Familie ist katholisch. Deshalb wird zur Eröffnung des liechtensteinischen Landtags ein sogenanntes Heilig-Geist-Amt in der Kathedrale von Vaduz abgehalten.

Anwesend waren die neu gewählten Abgeordneten, Regierungsmitglieder und auch Erbprinz Alois. Also der Einzige, der im Fürstentum etwas zu sagen hat.

Das Wort führte der Apostolische Administrator der Erzdiözese Bischof Elbs. Der hat so einen komplizierten Titel, weil sein Vorgänger, der berüchtigt Bischof Haas, mit dem Erreichen des 75. Altersjahrs nicht ganz freiwillig seinen Rücktritt einreichte.

Das war im September 2023. Da in Liechtenstein auch die kirchlichen Mühlen sehr langsam mahlen, ist seither Benno Elbs Übergangsverwalter. Ein neuer Erzbischof ist bislang nicht ernannt worden.

Elbs benützte die Gelegenheit, «christliche Politik» einzufordern: „In der Kirche, aber auch in der Politik müssen wir uns immer fragen: Sehe ich die Aussätzigen unserer Tage: die Ausgegrenzten, Übersehenen, Sprachlosen?“

Er fuhr fort: Eine christlich geprägte Politik zeichne sich dadurch aus, dass sie dort Verantwortung übernimmt, wo sich Menschen nach Hilfe und Würde sehnen.

Mit diesem Gottesdienst, so vermeldet es die Vatican.news, «soll der Beistand des Heiligen Geistes für die kommenden politischen Entscheidungen» erbeten werden.

Ob Elbs damit wohl die Ausgegrenzten und Sprachlosen der rund 800 Zombie-Trusts gemeint hat? Oder die Übersehenen, die aus ihren eigenen Stiftungen herausgekübelt wurde, damit sich die Treuhänder und Stiftungsräte ungeniert am Stiftungsvermögen bedienen können?

Die alle sehnen sich tatsächlich nach Hilfe und Würde. Allerdings wird die ihnen weder von der fürstlichen Justiz, noch von den Parlamentariern, auch nicht von der Regierung und erst recht nicht vom frommen Erbprinzen Alois zuteil.

Denn in der Kirche frömmeln, aber in der Realität knallhart die eigenen Interessen verteidigen, das zeichnet all die Teilnehmer an diesem Gottesdienst aus.

Nun hat der Stellvertreter des Stellvertreters des Stellvertreters Gottes auch noch den Beistand des Heiligen Geistes eingefordert.

Dieser fromme Wunsch sollte tatsächlich an Gottes Ohr dringen. Denn Liechtenstein kann zurzeit allen Beistand brauchen, den es kriegen kann.

Denn schon seit Jahren gilt: nach dem Skandal ist vor dem Skandal.

Immer verzweifelter wird die Schutzbehauptung in den Raum gestellt, dass es sich jeweils nur um bedauerliche Einzelfälle handle. Als aber gleich 800 Trusts reicher Russen von ihren Treuhändern schmählich im Stich gelassen wurden und seither über ein Jahr lang handlungsunfähig vor sich hindümpeln, wurde es sehr schwierig, von Einzelfällen zu schwadronieren.

Als wäre das nicht genug Ungemach, zeigte der Fall des Hochstaplers René Benko, dass man im Ländle immer noch vermeintlich wasserdichte Finanzkonstrukte basteln kann, mit denen auch grössere Vermögenswerte versteckt und hinterzogen werden können.

Und dann noch Venezuela. Von den vielen dort durch Korruption abgezweigten Milliarden marschierten grössere Geldsummen durch Liechtenstein, und einiges blieb dort auch liegen. Das wird nun aufgearbeitet, die beteiligten Treuhänder schlafen schlecht.

Nachdem sich im Iran die Ayatollahs mit brutaler Gewalt an der Macht halten können, wird nun auch hier versucht, ihre Geldquellen auszutrocknen und versteckte Vermögenswerte im Ausland aufzuspüren und zu beschlagnahmen. Natürlich wird man da auch im Ländle fündig werden.

Wenn der Heilige Geist all diese unchristlichen Schweinereien sieht, wird er da den Schuldigen wirklich Beistand leisten?

Nun, der Katholik hat den Vorteil, dass er beichten kann und sich damit von Sünden reinwaschen. Das gilt zum Glück für die frommen Treuhänder, Regierungsmitglieder und das Fürstenhaus auch für Todsünden.

Von denen wird in Liechtenstein kaum eine ausgelassen im Finanzsumpf.

Hochmut sowieso, Geiz immer, Neid gegenüber reichen Stiftungsbesitzern auch. Zorn, wenn man vom Ausland kritisiert oder gar sanktioniert wird. Wollust, nun, das Geschäft mit Escort-Services brummt im Ländle. Völlerei, es gibt genügend Edelrestaurants dafür.

Und schliesslich die Trägheit, also die Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Pflichten, gegenüber dem Guten und schliesslich auch gegenüber Gott.

Alle sieben Todsünden begleiten also die frommen Zuhörer der Predigt vom Apostolischen Administrator.

Es ist allerdings nicht bekannt, ob sich anschliessend eine Schlange vor dem Beichtstuhl bildete.

 

28 Kommentare
  1. Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein
    Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sagte:

    Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein nicht nur staatlich geduldet, sondern sogar gefördert wird.

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  2. Matthias Brunner
    Matthias Brunner sagte:

    Ein Appell an die moralische Verantwortung von Politikern? In Liechtenstein, dem korruptesten Land Europas? Von dem bekannt geworden ist, dass es ein kriminelles System beheimatet, bei dem Treuhänder und Richter kollusiv zusammenarbeiten? Und dies unter den Augen des Fürsten?

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  3. Liechtensteins Stiftungsverwaltung und Stiftungsjustiz: Rechtsverweigerung als System
    Liechtensteins Stiftungsverwaltung und Stiftungsjustiz: Rechtsverweigerung als System sagte:

    Der Skandal um die Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudischen Königs Fahd ist kein Ausrutscher, kein Sonderfall und schon gar kein Einzelfall. Er ist ein Lehrbuchbeispiel für das eingespielte System, das in Liechtenstein seit Jahren praktiziert wird.

    Das Drehbuch ist immer gleich: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie zunächst schlicht behaupten, diese seien gar keine Begünstigten. Eine glatte Rechtsverweigerung. Die Betroffenen müssen ihre eigene Existenz als Berechtigte durch alle drei Instanzen der liechtensteinischen Gerichte erkämpfen. Sanktionen für die Treuhänder durch die Gerichte? Fehlanzeige.

    Ist diese erste Hürde genommen, folgt der nächste Akt: Die Treuhänder verweigern das gesetzlich garantierte Auskunftsrecht. Wieder bleibt den Begünstigten nichts anderes übrig, als jahrelang zu prozessieren – erneut durch sämtliche Instanzen. Wieder ohne jede Konsequenz für die Treuhänder durch die Gerichte.

    So verstreichen Jahre, bis Begünstigte überhaupt erstmals erfahren, was mit „ihrem“ Stiftungs- oder Trustvermögen geschehen ist. Jahre, in denen Stiftungsräte faktisch unkontrolliert agieren, Vermögen verschieben und sich bedienen können. Dieses System lebt von Verzögerung, Zermürbung und der Gewissheit, dass gerichtliche Nachsicht garantiert ist.

    All das geschieht nicht zufällig. Es geschieht mit Rückendeckung durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen konsequent folgenlos lässt, und unter den Augen der allerobersten staatlichen Stellen, die wegsehen. Wer dieses Vorgehen weiterhin duldet, verteidigt oder relativiert, ist kein neutraler Beobachter mehr – sondern Mittäter.

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    • Perfides System
      Perfides System sagte:

      So ist das perfide System, wie man die Stifter und/oder Begünstigte enteignet und nicht nur die Liechtensteiner Treuhänder, sondern auch noch die Liechtensteiner Rechtsanwälte reich macht. Und all das mit Unterstützung des Fürsten.

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    • GRECO fordert Verbesserungen bei der Absicherung gegen Korruption in der Justiz und bei der politischen Elite
      GRECO fordert Verbesserungen bei der Absicherung gegen Korruption in der Justiz und bei der politischen Elite sagte:

      Selbst der Europarat hat das Zusammenwirken von Justiz und Finanzelite schon erkannt:

      Die Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO sieht deutlichen Verbesserungsbedarf bei der institutionellen Absicherung gegen Korruption – insbesondere in der Justiz, Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten
      https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0

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    • MONEYVAL:"White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level."
      MONEYVAL:"White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level." sagte:

      MONEYVA, the Council of Europe’s Committee of experts on the evaluation of Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Measures, found that

      «White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level.»

      https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-

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    • FAZ: Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen
      FAZ: Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen sagte:

      FAZ: Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen

      Wenn der Treuhänder in die Kasse greift

      Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. Doch während die Finanzaufsicht schärfere Kontrollen fordert, wiegelt die Regierung ab. https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html

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    • Achtung: Warnung vor Liechtensteiner Trusts
      Achtung: Warnung vor Liechtensteiner Trusts sagte:

      Hohes Risiko bei Liechtensteiner Trusts.

      Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung

      Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
      https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidgeplagte%20liechtensteinische%20discretionary%20trusts.pdf

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    • Patrick Fischer
      Patrick Fischer sagte:

      Nachdem dieses niederträchtige System seit Jahren praktiziert wird, ist davon auszugehen, dass dies im ganzen Land bekannt ist, also auch dem Fürsten, dem Erbprinzen und der Regierung. Diese tragen daher ganz klar Mitverantwortung für dieses System.

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  4. Ludwig
    Ludwig sagte:

    Die Schlange vor dem Beichtstuhl muss ja endlos gewesen. Erst der Erbprinz, dann die Regierungsmitglieder, dann die Treuhänder, dann die Richter…

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  5. «Appell an die moralische Verantwortung»
    «Appell an die moralische Verantwortung» sagte:

    Kein Wunder, dass der Fürst als Strippenzieher nicht in der Kirche war und sich so eine Predigt nicht anhören wollte.

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    • Korpsgeist
      Korpsgeist sagte:

      Dadurch, dass in Liechtenstein jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist, gibt es eine besonders starke Form des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der geschlossenen Gruppe. Es gibt eine “Wir-gegen-sie”-Mentalität, bei der Ausländer als minderwertig oder sogar feindlich, jedoch als Ausbeutungsopfer betrachtet werden.

      Die laufenden Skandale, bei denen ausländische Stiftungen mit Hilfe der Justiz gekapert und geplündert werden sind die besten Beispiele. Aufgrund des Korpsgeistes haben manche beteiligten Treuhänder, Staatsanwälte und Richter keine Skrupel, Recht und Gesetz zu brechen. In ihren Augen gehört sich dies innerhalb der Gruppe so. Das Gleiche gilt selbst für die Liechtensteinische Landesbank LLB, die das Bankgeheimnis und den Datenschutz bricht, um einen Treuhänder zu unterstützten. Und für Staatsanwälte, die dies mittragen.

      Liechtenstein ist kein Rechtsstaat (allein schon deswegen, weil eine Monarchie per Definition kein Rechtsstaat sein kann), jeder Ausländer, der sich mit einem Treuhänder und/oder einer Bank einlassen möchte muss wissen, dass er dem Korpsgeist ausgeliefert ist und Recht und Gesetz scheinbar überhaupt keine Geltung haben.

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    • Liechtenstein’s Modern Day Grave Robbers – Stealing The Assets of Dead Clients
      Liechtenstein’s Modern Day Grave Robbers – Stealing The Assets of Dead Clients sagte:

      In the early 1990s, Information Technology specialist Klaus Lins claimed to have discovered evidence that a Liechtenstein fiduciary was misappropriating the assets of wealthy clients when they died, instead of distributing them to beneficiaries. Lins turned whistleblower but the only person who went to prison was him, for data theft. He also lost his home and his wife and he has since passed away. When one German beneficiary turned up at the fiduciary’s office in Liechtenstein, she was allegedly fobbed off with lies.

      More recently, the family of Israeli tycoon Israel Perry has been waging a bitter legal war against a trust company in Liechtenstein in a so-far vain attempt to gain access to the deceased’s vast fortune.

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    • Liechtenstein: Rechtsstaat oder Selbstbedienungsladen?
      Liechtenstein: Rechtsstaat oder Selbstbedienungsladen? sagte:

      Die Fassade des „rechtsstaatlich verlässlichen Finanzplatzes“ Liechtenstein ist zerbröckelt – und dahinter zeigt sich ein System, das nach Macht riecht, nicht nach Recht. Immer mehr Betroffene berichten von Netzwerken aus Treuhändern, Richtern und Anwälten, die wie ein geschlossener Zirkel agieren. Zufall? Nein, System. Im Namen und mit Wissen und freundlicher Unterstützung des Fürsten und des Erbprinzen. Deren Verantwortlichkeitandere Worte sür offensichtlich
      zu überprüfen ist.

      Wie lange will Liechtenstein noch so tun, als ginge es um Einzelfälle, während die Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit unter den Teppich gekehrt werden? Wer schützt hier wen – und warum?

      Wenn das Land nicht sofort für radikale Transparenz sorgt, wird aus dem „Finanzplatz Liechtenstein“ bald ein Synonym für Selbstbedienung und Kontrollversagen. Die Welt schaut zu. Noch.

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  6. Scheinheiligtum Liechtenstein
    Scheinheiligtum Liechtenstein sagte:

    Wie man auf dieser Internetseite sehen kann, sind kriminelle Machenschaften und Wirtschaftskriminalität Teile des Geschäftsmodell Liechtensteins. Sich katholisch zu geben und in die Kirche zu gehen ist Teil dieser Scheinheiligkeit. Liechtenstein sollte sich schämen!

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  7. Bernhard Rühl
    Bernhard Rühl sagte:

    Die Betroffenen sollten bei INTERPOL Anzeige erstatten. Die Liechtensteiner Behörden decken diese Machenschaften doch.

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  8. Merz in Davos: «Autokratien mögen Untertanen haben, Demokratien haben Freunde»
    Merz in Davos: «Autokratien mögen Untertanen haben, Demokratien haben Freunde» sagte:

    Liechtenstein ist keine Demokratie, der Fürst hat ungewöhnlich weitgehende Befugnisse für eine Monarchie, z. B.: Vetorecht gegen Gesetze, Möglichkeit, den Landtag aufzulösen, Ernennung der Regierung, Stichentscheid bei der Richterwahl. Diese Machtfülle ist größer als in allen anderen europäischen Monarchien.

    Liechtenstein hat Untertanen, aber keine Freunde. Aber wer braucht schon Freunde.

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  9. Ex-Anwalt
    Ex-Anwalt sagte:

    Zu den Standard-Massnahmen gewisser Treuhänder gehört insbesondere, den Begünstigten ihr im Stiftungsgesetz festgelegtes Informations- und Kontrollrecht zu entziehen, damit lästige Begünstigte keinerlei Einblick in die Stiftung mehr haben und das Gebaren der Liechtensteiner Stiftungsräte nicht mehr sehen können.

    Und die Richter in Liechtenstein sanktionieren dies nicht, d.h. die Gerichte räumen das Informations- und Kontrollrecht allenfalls wieder ein, nach jahrelangen Prozessen durch alle Instanzen. Aber die untreuen Liechtensteiner Treuhänder werden deswegen nicht vom Gericht abberufen. Damit genehmigen, unterstützen und fördern die Gerichte dieses Verhalten untreuer Treuhänder. Jeder Treuhänder, der sich nicht so untreu verhält, ist ja dumm, wenn er sich lästige Begünstigte nicht jahrelang vom Leib hält.

    Die Gerichte unterstützen und fördern dadurch bewusst aktiv untreue Treuhänder, als ob ihnen dies vom Fürsten auferlegt worden wäre.

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  10. Heiliger Bimbam
    Heiliger Bimbam sagte:

    Alle zusammen in die Kirche, 10 Rosenkränze beten, dann ist alles vergeben, und dann zum gemeinsamen Mittagessen in den nächsten Gasthof und gemeinsam besprechen, wen man wie als nächstes wie beraubt.

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  11. Seine Scheinheiligkeit
    Seine Scheinheiligkeit sagte:

    Herbert Batliner, der Erfinder der liechtensteinischen Familienstiftung, wurde am Ende auch noch verurteilt. Er hatte vom Vatikan den Titel ‚Kammerherr Seiner Heiligkeit‘ verliehen bekommen. Scheinheiligkeit ist in Liechtenstein Programm.

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  12. Hans - Wurst II.
    Hans - Wurst II. sagte:

    INTERPOL und FATF ( Financial Action Task Force ) sind 2 weltweit führende Organisationen im Kampf gegen Finanzkriminalität .
    Diese informieren über Liechtenstein……

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  13. Fromme Fassade, schmutzige Geschäfte: Liechtensteins katholische Moral im Schatten der Treuhandbüros
    Fromme Fassade, schmutzige Geschäfte: Liechtensteins katholische Moral im Schatten der Treuhandbüros sagte:

    Liechtenstein inszeniert sich gern als fromme Bastion: streng katholisch, traditionsbewusst, Regierung und Erbprinz im Gottesdienst zum Amtsantritt. Doch diese moralische Kulisse wirkt hohl, wenn man sie neben die Realität stellt: Ein Finanzplatz, der jahrzehntelang von Intransparenz, aggressiven Steuermodellen und immer wieder von Wirtschafts- und Finanzkriminalität profitiert hat. Das ist kein Randphänomen, sondern Teil des Geschäftsmodells. Wer sonntags christliche Werte beschwört, kann sie montags nicht an der Tür der Treuhandbüros abgeben. Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Verantwortung vertragen sich schlecht mit einem System, das Vermögen veruntreut und Verantwortung dafür ablehnt. Liechtensteins „treue Treuhänder“ wirken so weniger wie Hüter von Moral – und mehr wie deren geschickte untreue Verwalter im Schatten.

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  14. Kurt
    Kurt sagte:

    2022–2023 protestierte der Erzbischof öffentlich gegen die Einführung der Ehe für alle in Liechtenstein, u.a. indem er die traditionelle kirchliche Messe zum Parlamentseröffnungsdienst absagte.

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