Jeder kennt jeden: das ist schlecht.
In Liechtenstein sind nicht nur die Amtswege kurz. In einer so kleinen Finanzszene kennt jeder jeden. Jeder weiss, dass er mal mit jedem beliebigen anderen Mitspieler zusammenspannen wird.
Als dessen VR, Stiftungsrat, Vermögensverwalter, Vermittler oder gar Partner.
Also kann es eigentlich keine Nestbeschmutzer geben. Mitwirkende, die doch noch ihr Gewissen entdecken und bei all den Schweinereien, die in Liechtensteins Finanzwelt täglich passieren, nicht mehr länger mitmachen wollen.
Wie eng diese Spinnennetze sind, sei an einem Fall illustriert, der zwar schon ein Weilchen zurückliegt. Aber dennoch symptomatisch ist und alles enthält, was diesen Finanzplatz so anrüchig macht.
Symbol dafür ist die längst geschlossene Bar «Esquire». Der langjährige Treffpunkt der lokalen High Society war ein Kollateralschaden in einem Finanzskandal.
Mario Staggl ist ein besonders unappetitliches Exemplar in Liechtensteins Treuhändersumpf. Das erste Mal schlug er in der Öffentlichkeit auf, als der Steuerhinterziehungsskandal um den US-Amerikaner Igor Olenicoff platzte. Zusammen mit dem UBS-Banker Bradley Birkenfeld wurde Staggl vorgeworfen, für vermögende US-Kunden rund 200 Millionen Franken zu verstecken.
Das war 2009, seither gilt Staggl für die USA als flüchtig, weil er sich nicht den Anklagepunkten gestellt hatte.
Es war für ihn ratsam, Liechtenstein nicht zu verlassen. Das war ihm dann auch lange Jahre nicht möglich. Denn 2018 explodierte ein neuer Skandal um Staggl. Er benutzte jahrelang ihm anvertraute Kundengelder, um seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren.
Dazu gehörte auch die Bar «Esquire».
Der geschätzte Schaden lag bei rund 20 bis 30 Millionen Franken, rund 60 Anleger waren betroffen.
2019 wurde Staggl zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ein grosser Teil der Schadensumme war unwiederbringlich verloren. Ausserdem hatte Staggl ein Teil seines Privatvermögens in eine Stiftung transferiert und so dem Zugriff seiner Gläubiger entzogen. Im Gegensatz zum Fall Benko schützte das die fürstliche Justiz.
Da anzunehmen ist, dass sich Staggl in der Haft vorbildlich verhielt, ist davon auszugehen, dass er sich inzwischen wieder auf freiem Fuss befindet.
Aber in diesem Fall ist er einfach die Spinne im Netz, ohne das seine Taten gar nicht möglich gewesen wären. In welchem Netz?
Damals schrieb die «Bilanz»:
«Besonders brisant: Staggls Mutter Gertrud Frick soll Minderheitsaktionärin der Neuen Bank sein. Der frühere Aussenminister des Landes, Ernst Walch, ist VR der Bank und amtet gleichzeitig als Verteidiger von Staggl. Und der Anwalt der Bank, der frühere Regierungschef Mario Frick, ist Verwaltungsrat in Staggls Familienstiftung. Dorthin hat der Treuhänder seine Immobilen vor dem Zugriff der Justiz in Sicherheit gebracht.
«Wir dachten, Liechtenstein sei einer der sichersten Orte der Welt», sagt Ian Burns, Protektor des geschädigten Aspasia Trusts. «Leider ist das Gegenteil der Fall.»»
Die Neue Bank verwaltete die Treuhandkonten und sah nichts Aussergewöhnliches darin, dass Staggl immer mal wieder für private Auslagen, so für die Anschaffung eines Bentley, in diese Geldtöpfe griff.
Blieb dann alles sozusagen in der Familie. Die Mutter war Minderheitsaktionärin der Bank, ein ehemaliges Regierungsmitglied war VR und amtete gleichzeitig als Staggls Verteidiger, ein anderer als Stiftungsrat.
Zwar kassierte Staggl dann doch eine happige Gefängnisstrafe. Aber bei dieser Schadenssumme, dem Entzug von Geldern aus der Konkursmasse und dieser kriminellen Energie Staggls hätte sie noch viel höher ausfallen müssen.
Oder nehmen wir den noch skandalöseren Fall des «Fürstlichen Justizrats» und ehemaligen Präsidenten des Staatsgerichtshofs Liechtensteins. Der Träger dieser Ehrentitels und höchster Richter im Ländle Harry Gstöhl wurde 2017 und 2018 in zwei Verfahren zu insgesamt acht Jahren Knast verurteilt.
Untreue, schwerer gewerbsmäßigen Betrug, Veruntreuung und Geldwäsche. Er schädigte rund 30 Mandaten um eine Deliktsumme von 42 Millionen Franken. Auch sie ist unwiederbringlich verloren, viele seiner Kunden standen anschliessend vor dem Nichts.
Besonders pikant war, dass Gstöhl Millionen in eine Schwindelkonstruktion eines Kosmetikunternehmens in Italien investierte. Um die Ansprüche seiner brasilianischen Geliebten zu erfüllen. Das Geld war dann weg – sie auch.
In solchen emotionalen und hormonellen Wallungen schweben höchste fürstliche Würdenträger und Richter im Ländle.
Gstöhl wehrte sich mit allen juristischen Mitteln gegen den Vollzug dieser Strafen. Obwohl er ein Geständnis abgelegt hatte, kritisierte er vor allem ihre Höhe.
Daher ist zurzeit nicht bekannt, ob er sich im Knast befindet, den Gefängnisaufenthalt angetreten oder bereits beendet hat.
Verständlich, dass auch Gstöhl enttäuscht war, dass die fürstliche Justiz sich ihm gegenüber so hartherzig zeigte. Man stelle sich nur vor, der fürstliche Staatsanwalt ermittelt gegen den ehemalig höchsten Richter und Träger einer Ehrentitels.
Aber wie Staggl hatte Gstöhl halt zu ungestüm und unverfroren in die Geldtöpfe gegriffen.
Wird das eleganter gemacht, beispielsweise durch Dekantieren oder durch das Rausschmeissen von störenden Stiftungsräten, um sich anschliessend bis zu 100’000 Franken Honorar pro Monat zu spendieren – dann ist die Fürstenjustiz gerne bereit, ihre Kollegen Untreuhänder zu beschützen.





Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.
Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.
Der Skandal um die Asturion Stiftung der Witwe und des Sohnes des saudischen Königs Fahd ist kein Ausrutscher, kein Sonderfall und schon gar kein Einzelfall. Er ist ein Lehrbuchbeispiel für das eingespielte System, das in Liechtenstein seit Jahren praktiziert wird.
Das Drehbuch ist immer gleich: Treuhänder entziehen Begünstigten ihre Rechte, indem sie zunächst schlicht behaupten, diese seien gar keine Begünstigten. Eine glatte Rechtsverweigerung. Die Betroffenen müssen ihre eigene Existenz als Berechtigte durch alle drei Instanzen der liechtensteinischen Gerichte erkämpfen. Sanktionen für die Treuhänder durch die Gerichte? Fehlanzeige.
Ist diese erste Hürde genommen, folgt der nächste Akt: Die Treuhänder verweigern das gesetzlich garantierte Auskunftsrecht. Wieder bleibt den Begünstigten nichts anderes übrig, als jahrelang zu prozessieren – erneut durch sämtliche Instanzen. Wieder ohne jede Konsequenz für die Treuhänder durch die Gerichte.
So verstreichen Jahre, bis Begünstigte überhaupt erstmals erfahren, was mit „ihrem“ Stiftungs- oder Trustvermögen geschehen ist. Jahre, in denen Stiftungsräte faktisch unkontrolliert agieren, Vermögen verschieben und sich bedienen können. Dieses System lebt von Verzögerung, Zermürbung und der Gewissheit, dass gerichtliche Nachsicht garantiert ist.
All das geschieht nicht zufällig. Es geschieht mit Rückendeckung durch eine Justiz, die Pflichtverletzungen konsequent folgenlos lässt, und unter den Augen der allerobersten staatlichen Stellen, die wegsehen. Wer dieses Vorgehen weiterhin duldet, verteidigt oder relativiert, ist kein neutraler Beobachter mehr – sondern Mittäter.
Die Rechtsverweigerung ist Standard Operating Procedure mancher Liechtensteiner Treuhänder. Die Begünstigten müssen sich die ihnen selbstverständlich zustehenden Rechte erst durch ein oder sogar mehrere Gerichtsverfahren durch alle Instanzen erkämpfen. Und die Treuhänder können sich darauf verlassen, dass die Richter und Richterinnen dies nicht als Pflichtverletzung oder Interessenskonflikt sanktionieren, sondern als «Wahrnehmung der Interessen» der Stiftung oder des Trusts.beurteilen. So spielen diese Liechtensteiner Treuhänder und die Liechtensteiner Richter und Richterinnen Hand in Hand die Begünstigten aus. Eine perfide Masche, die jedoch seit Jahren regelmässig praktiziert wird.
So im Perry Skandal (Treuhänder Dieter Neupert, Louis Oehri, Dominik Naeff), im Bacardi Skandal (Treuhänder Bernhard Lorenz), im Hartlaub Skandal (Treuhänder Philipp Wanger ud Martin Batliner) oder ebenso im erwähnten Asturion Skandal, also der Stiftung der Witwe und es Sohnes des saudischen Königs Fahd.
Selbstverständlich wissen der Fürst, der Erbprinz, die Regierung und die anderen Treuhänder davon, niemand sagt jedoch ein Wort oder unternimmt etwas dagegen.
This is a big scam, a pattern that has developed over decades, characterised by insufficient oversight, abuse of power by trustees and financial scandals.
Norbert Seeger ist Rechtsanwalt, Treuhänder und vormaliger Besitzer der weltweit grössten Rolls-Royce Sammlung. Für seine Verdienste um das Land Liechtenstein verlieh ihm Fürst Hans-Adam II. das Komturkreuz des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens.
Gegen ihn wird jetzt ein Strafverfahren geführt: Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe. Der Schaden soll mehr als 20 Millionen Franken betragen. https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
Gute Netzwerke und kurze Wege nützen auch in der Liechtensteiner Justiz, wenn zum Beispiel der leitende Staatsanwalt Wallner mit einer Strafrichterin liiert ist oder der Treuhänder Martin Batliner ein uneheliches Kind mit der Strafrichterin Nicole Netzer hat.
Kurze Wege auch zur LLB: der Treuhänder Martin Batliner war es auch, der die LLB dazu brachte, ihr die geschützte Bankkundenkorrespondenz eines Kunden herauszugeben, womit die LLB gegen das Bankgeheimnis und den Datenschutz verstossen und ihren Ruf geschädigt hat.
https://untreuhaender.li/2025/02/03/llb-eine-bank-ohne-gewissen/
Es hat sich herumgesprochen, dass die deutsche Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Martin Batliner und Philipp Wanger, die Treuhänder im Hartlaub Skandal, führt. Ob sie dort auch kurze Wege haben?
Vielleicht ist es ja kein Staatsanwalt sondern eine Staatsanwältin 🙂
«Verdammt, jetzt han i nur no d Kontonummerä vo de Staatsanwält i Liechtästei… so en Seich»
Sind die Treuhänder Philipp Wanger und Martin Batliner die nächsten nach Mario Staggl, Harry Gstöhl und Norbert Seeger?
Gleich und gleich gesellt sich gerne. Illustre Gesellschaft habt Ihr da im Ländle!
Jeder ist mit jedem verwandt, verschwägert oder im Bett. Keiner vernadert einen anderen. Hände falten, Goschen halten.
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Was diese Webseite über Liechtenstein offenlegt, ist erschreckend. Der Fürst sollte sich schämen.
Seit Jahren sehen sich die Witwe des verstorbenen Königs Fahd, Al Jawhara bint Ibrahim Al Ibrahim, und ihr Sohn Prinz Abdulaziz bin Fahd in Liechtenstein dem rechtwidrigen, wenn nicht sogar kriminellen System gegenüber, das Begünstigten von Stiftungen faktisch den Zugang zu ihren Rechten erschwert. Trotz klarer gesetzlicher Grundlagen wird ihnen als Begünstigten der Asturion‑Stiftung die Auskunftserteilung von den Liechtensteiner Treuhändern immer wieder verweigert – ein Vorgehen, das in Liechtenstein längst zum Muster, zu einem System geworden ist.
Die Treuhänder bedienen sich dabei regelmäßig derselben Standardformel: Es bestehe eine «hohe Wahrscheinlichkeit», dass die Begünstigten die erbetenen Unterlagen missbräuchlich verwenden und dadurch angeblich die Interessen der Stiftung gefährden könnten. Diese pauschale Unterstellung dient in der Praxis häufig dazu, Berechtigte über Jahre hinweg in kostspielige Mehrinstanzenverfahren zu treiben – ein struktureller Mechanismus, der den Zugang zu elementaren Informationsrechten faktisch aushebelt.
Im Fall der Asturion‑Stiftung wurde diese argumentative Schablone einmal mehr übernommen. Die Entscheidung von Landrichterin Martina Schöpf‑Herberstein, die die Argumentation der Treuhänder übernahm und stützte, fügt sich nahtlos in ein Muster ein, das Begünstigte strukturell benachteiligt und Treuhändern weitreichende Kontrolle über Transparenz und Informationsflüsse belässt.
Das Ergebnis: Selbst hochrangige internationale Begünstigte müssen sich durch eine jahrelange gerichtliche Abwehrhaltung kämpfen – nicht etwa, um Privilegien zu erlangen, sondern schlicht, um ein gesetzlich garantiertes Mindestmass an Transparenz zu erhalten.
Liechtensteinische Stiftungen und Trusts sind einfach extrem riskant, zu viele Betroffene berichten von einem kriminellen System von Treuhändern und Richter:innen, die die Rechte der Stifter und Begünstigten systematisch aushebeln.
Liechtenstein is scrambling to contain a crisis triggered by Western sanctions on Russia that has left hundreds of trust funds in legal limbo, the Financial Times reported on Monday.
Beim Liechtensteiner Untreuhänder Mario Staggl urteilte die liechtensteiner Justiz, dass die Geschädigten nicht an die Vermögenswerte der Stiftung von Mario Staggl kommen konnten, die Stiftung wurde als Schutzschild angesehen. https://www.bilanz.ch/panorama/haftstrafe-fur-liechtensteiner-treuhander-mario-staggl-der-untreuhander-ist-am-ende-258728
Anders beim Österreicher René Benko, dieser war nicht einmal mehr Begünstigter der IngBe (für Ingeborg Benko) Stiftung, dennoch urteilte die liechtensteiner Justiz, dass die Stiftung kein Schutzschild für Gläubiger von René Benko sei.
Daher ist das fürstliche Recht in Liechtenstein:
Wenn es um einen Liechtensteiner geht, schützt eine Stiftung vor dem Zugriff ausländischer Gläubiger, wenn es um Ausländer geht, nicht.
Liechtenstein ist eine konstitutionelle Monarchie, in der dem Fürsten gemäss Verfassung weitreichende Kompetenzen zukommen. Dazu zählen insbesondere das Recht, Gesetze zu verweigern, die Befugnis zur Auflösung des Landtags sowie ein erheblicher Einfluss auf Regierung und Justiz. In der Praxis führt diese Machtfülle dazu, dass die klassische Gewaltenteilung nur eingeschränkt verwirklicht ist und dem Fürsten in zentralen staatlichen Fragen faktisch eine letzte Entscheidungsbefugnis zukommt.
Verfügt ein Monarch über derart umfassende Einflussmöglichkeiten und duldet oder begünstigt er ein System, in dem rechtswidrige Praktiken – etwa die Machtübernahme und wirtschaftliche Ausbeutung von Stiftungen und Trusts unter Mitwirkung von Richterinnen und Staatsanwältinnen – möglich sind, so trägt er zumindest eine moralische Mitverantwortung für das Funktionieren und den Fortbestand dieses Systems.
Schon vielen Stiftern und ihren Erben/Begünstigten ist ihr Vermögen im Ländle abhanden gekommen. Die Stiftungsräte, Treuhänder, Richter und Rechtsanwälte sind eine ‹verschworene› Gemeinschaft. Schweigen ist Gold – Omertà. Alles unter den Augen und dem Schutz der Obrigkeit. Ein äusserst erfolgreiches Geschäftsmodell.
CAPITAL warnt vor Liechtensteiner Stiftungen
Sie waren die heimlichen Herrscher von Liechtenstein und verwalteten Milliarden: die Treuhänder. Nachdem das Fürstentum das Bankgeheimnis aufgeweicht hat, kommen nun erstaunliche Betrugsfälle ans Licht.
https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden
Seit einiger Zeit verfolge ich diesen Blog. Warum gehen die USA, die EU, der Europarat etc. nicht gegen dieses Land vor, in welchem Wirtschaftskriminalität an der Tagesordnung ist?
Der Finanzplatz Liechtenstein ist seit vielen Jahren laufend in Skandale, Stiftungs‑ und Treuhänderfälle, Veruntreuungen oder Missbrauch von Stiftungsstrukturen verwickelt. Ein paar Beispiele:
1. Stiftungs- und Treuhänderskandale
– Skandal Perry (Perry‑Trust / Lopag / Neupert) – Streit um Millionenvermögen, Vorwürfe von Veruntreuung
– Skandal Bacardì (Bernhard Lorenz) – Streit um Millionenvermögen, Vorwürfe der Veruntreuung
– Skandal Hartlaub (Philipp Wanger, Martin Batliner) – Absetzung von Stiftungsräten, Vorwürfe der Veruntreuung
– Skandal Asturion – Streit um Millionenvermögen von König Fahd, Vorwürfe des Rechtsentzugs
– Skandal Martin Staggl – größerer Treuhand‑Skandal
– Skandal Money Service Group (Michael Seidl) – Schneeballsystem
– Stiftungsratsskandale: Absetzung von Stiftern oder Begünstigten durch Treuhänder
Dies ist ein bekanntes systemisches Problem, gegen welches Liechtenstein nicht vorgeht.
2. Der Postauto‑Skandal (Liechtenstein-Ableger)
Liechtenstein war in den großen Schweizer Postauto‑Skandal verstrickt, bei dem rund 17 Millionen CHF ins Fürstentum flossen.
3. Russengelder, Sanktionen & Umgehungsgeschäfte
Liechtenstein wird laufend als Knotenpunkt für Geld aus „trüben Quellen“ erwähnt, darunter russisches Kapital und Geschäfte zur Umgehung von Sanktionen.
4. Bankenskandale
– Liechtensteinische Landesbank – US‑Kundengeschäft,
– Insidergeschäfte eines Verwaltungsratspräsidenten
5. Steuer- und Vermögensverschiebungsskandale
Liechtenstein war lange Zeit ein Zentrum für diskrete steueroptimierende Konstruktionen. Mehrere Fälle betrafen:
– Steuerflucht
– aggressive Stiftungsmodelle
– Entzug von Rechten der Stifter und Begünstigten durch Treuhänder
Es gibt unzählige solcher Fälle, es handelt sich um ein über Jahrzehnte gewachsenes Muster
– unzureichender Aufsicht,
– Machtmissbrauch durch Treuhänder,
– Finanzskandalen.
Es ist abartig, was alles über Liechtenstein ans Tageslicht kommt. Und noch abartiger, dass das dem Fürst und der Landesregierung offensichtlich alles bekannt ist, diese aber seit Jahren keine Veranlassung sehen, dieses kriminelle System zu verhindern, da es sehr lukrativ ist.
It is becoming increasingly clear that financial crime in Liechtenstein is not merely tolerated by the state, but is in fact actively encouraged by it.