Der Skandal um die Bucherer-Stiftung zeigt das Problem, das im Ländle hundertfach existiert.

Der Anwalt Urs Mühlebach ist ein Tausendsassa. Vor allem war er der Vertrauensanwalt von Marc Rich und auch von Jörg Bucherer.

Der hatte eine Bijouterie- und Uhrenladenkette aufgebaut, die er kurz vor seinem Tod an Rolex verkaufte. Das spülte der Bucherer-Stiftung rund 4 Milliarden Franken in die Kasse. Bezahlt von der Hans-Wilfsdorf-Stiftung, der Rolex gehört, die wertvollste Uhrenmarke der Welt.

Mühlebach war der Anwalt von Bucherer, der den Deal mit Rolex einfädelte und sich alleine dabei eine goldene Nase verdiente. Dann war er der Willensvollstrecker und schliesslich der Präsident der Bucherer-Stiftung in Personalunion.

Offenbar hatte ihm Bucherer erlaubt, pro Arbeitsstunde satte 1200 Franken in Rechnung zu stellen. Und die Verwaltung einer solchen Stiftung erfordert natürlich viele, sehr viele Arbeitsstunden. Praktisch, dass der Stiftungsratspräsident Mühlebach die Honorarnoten von Anwalt Mühlebach anstandslos immer durchwinkte.

Bis dann die Eidgenössische Stiftungsaufsicht eingriff und Mühlebach ultimativ zum Rücktritt aufforderte. Der beschloss daraufhin, aus medizinischen Gründen (er ist 78) per sofort kürzer zu treten.

In der Schweiz gibt es rund 12’000 Stiftungen, die ungefähr geschätzt 150 Milliarden Franken verwalten. Honigtöpfe für die beteiligten Stiftungsräte, Anwälte und Vermögensverwalter. Denn eine öffentliche Kontrolle findet nicht statt.

In der Schweiz sind die Einsatzmöglichkeiten einer Stiftung eher begrenzt. Sie sollten gemeinnützig sein, es ist keine reine Vermögensverwaltung oder Holdingstruktur erlaubt.

Schweizer Stiftungen unterstehen der staatlichen Stiftungsaufsicht, werden kontrolliert, haben Rechnungslegungspflicht und ab einer gewissen Grösse auch Revisionspflicht.

Das ist im Fürstentum anders. Ganz anders. Private Stiftungen, die weitgehend frei in ihrer Zweckbestimmung sind, werden nicht laufend staatlich kontrolliert.

Ihre Beistatuten sind nicht öffentlich, sie werden lediglich in ein Öffentlichkeitsregister eingetragen, Begünstigte und interne Regelungen sind nicht einsehbar.

Sie unterliegen einer pauschalen Mindeststeuer im Ländle, zudem ist es obligatorisch, dass mindestens ein Liechtensteiner Treuhänder Einsitz in den Stiftungsrat nimmt.

Daher gibt es im Ländle lediglich 1780 eingetragene Stiftungen (gemeinnützig oder freiwillig eingetragen), und rund 7400 weitere Stiftungen. Daneben gibt es noch ein anderes Vehikel, das noch viel diskreter und unkontrollierter durch die Finanzwelt segelt: den Trust.

Die sind nicht registriert, nicht eingetragen, nicht kontrolliert und nicht zahlenmässig bekannt. Schätzungen gehen von bis zu 25’000 solcher Konstrukte aus (Gesellschaften, Anstalten, Trusts, Sachverwaltungsvereinbarungen).

Wäre Mühlebach Stiftungsrat in Liechtenstein gewesen (oder die Bucherer-Stiftung dort beheimatet), wäre ihm die Schande erspart geblieben, zurückgetreten zu werden. Hätte Bucherer (oder Mühlebach) stattdessen einen Trust gegründet (mitsamt Holding und hübschen Niederlassungen auf kleinen Inseln), hätte niemals niemand etwas vom Innenleben dieses Vehikels erfahren.

Wie rustikal es hier im Fürstentum zu und her geht, beweisen die rund 800 herrenlosen Zombie-Trusts, für die niemandem eine Lösung einfällt.

Es steht allerdings zu vermuten, dass auch sie nur die Spitze des Eisbergs sind und viele weitere Trusts vor sich hindümpeln. Allerdings nicht führerlos wie die russischen Zombie-Trusts, sondern ohne Begünstigte.

Weil die verstorben sind, sonstwie abhanden kamen, Erben nicht herausfinden können, ob und wo es einen solchen Trust überhaupt gibt, weil sie keine ausreichenden Informationen haben.

Vermuten sie allerdings etwas, dann belehrt sie der liechtensteinische Untreuhänder kaltlächelnd, dass es ihm leider sein Berufsgeheimnis verbiete, weitere Auskünfte zu erteilen. Aber selbstverständliche stünde dem Auskunftsuchenden der Rechtsweg offen.

Der ist dann dank der rechtsstaatsfreien Fürstengerichte allerdings eine Sackgasse.

Das hätte nun auch Bucherer oder seinem Stiftungspräsidenten Mühlebach im Ländle passieren können, denn es wäre nicht das erste Mal, dass Stifter, Begünstigte oder störende Stiftungsräte einfach ausgebootet werden.

Auf dass der fürstliche Treuhänder dann ungeniert und ungehemmt und unkontrolliert in die Geldtöpfe greifen kann.

 

64 Kommentare
  1. Liechtenstein unter Verdacht: Systematische Kollusion statt Einzelfälle
    Liechtenstein unter Verdacht: Systematische Kollusion statt Einzelfälle sagte:

    Wer die auf dieser Seite präsentierten Fakten liest, kann von „bedauerlichen Einzelfällen“ nicht mehr ernsthaft sprechen. Vielmehr entsteht der Eindruck eines funktionierenden Systems, in dem Treuhänder, Richter, Staatsanwälte und Aufsichtsbehörden in kollusiver Weise agieren. Das Resultat wirkt weniger wie die Arbeit eines rechtsstaatlichen Systems als vielmehr wie das Getriebe einer hochprofessionellen Betrugsmaschine. Umso befremdlicher ist, dass Fürst und Regierung trotz Kenntnis über Jahre hinweg untätig bleiben. Dieses jahrelange Hinnehmen lässt sich kaum anders als bewusste Duldung interpretieren — und bei vielen Beobachtern entsteht der Eindruck, dass hier gezielt eine Struktur geschützt wird, die längst hätte zerschlagen werden müssen.

    Antworten
    • Europarat über Liechtenstein: "Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein"
      Europarat über Liechtenstein: "Wirtschaftskriminalität, insbesondere Anlagebetrug und Unterschlagung, scheint auf nationaler Ebene eine relativ häufige Form der ertragsorientierten Kriminalität zu sein" sagte:

      MONEYVAL, der Expertenausschuss des Europarates zur Bewertung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hatte festgestellt:

      «White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level.»
      https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86

      Antworten
    • Liechtenstein: Von der Vermögensverwaltung zur organisierten Kriminalität
      Liechtenstein: Von der Vermögensverwaltung zur organisierten Kriminalität sagte:

      Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass in Liechtenstein die Grenze zwischen Vermögensverwaltung und Vermögensveruntreuung mitunter verschwimmt – insbesondere dann, wenn Kunden keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Treuhänder sollen dabei nicht selten Druck ausüben, bis hin zu Einschüchterungen durch Strafanzeigen gegen die eigenen Kunden.

      Antworten
    • Schwere und organisierte Kriminalität
      Schwere und organisierte Kriminalität sagte:

      Das kriminelle System, mit welchem Liechtensteiner Treuhänder Stiftungen und Trusts seit Jahren systematisch und planmässig mit tatkräftiger Hilfe von nicht neutralen Richtern und Staatsanwälten in ihre Macht bringen und dann ausplündern, ist jetzt aufgeflogen und bekannt geworden. Dass es so lange verheimlicht werden konnte, liegt wohl daran, dass die liechtensteiner Rechtsanwälte den betroffenen Opfern das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall» erzählt haben, da auch sie viele Jahre von dem kriminellen System profitiert haben. Fürst und Regierung haben jahrelang weggeschaut und so getan, als wüssten sie von nichts, was ihnen aber auch seit Jahren niemand mehr abnimmt. Bei dem kriminellen System dürfte es sich um schwere und organisierte Kriminalität handeln

      Antworten
    • Jürgen
      Jürgen sagte:

      Jetzt wird es verdammt brenzlig für Liechtenstein! Ich würde mein Geld schleunigst aus Liechtenstein abziehen, bevor der nächste Treuhänder oder die nächste Bank sanktioniert wird und man nicht mehr an das Geld kommt.

      Antworten
    • Vetternwirtschaft, Nepotismus…
      Vetternwirtschaft, Nepotismus… sagte:

      jeder ist mit jedem verwandt oder verweigert oder geschäftlich verbunden. Da kann man In so einem Zwergstaat mit 37.000 Einwohnern keine neutrale Justiz oder Verwaltung und keine Rechtsstaatlichkeit erwarten, das ist naiv.

      Antworten
    • Wo ist der Fürst?
      Wo ist der Fürst? sagte:

      Der Fürst ist zuletzt an seinem 80. Geburtstag m Februar 2025 öffentlich in Erscheinung getreten. Am Fürstenfest am 15. August trat er nicht in die Öffentlichkeit, ebensowenig am 30. August bei der Hochzeit seiner Enkelin, wo er sich lediglich durch den Hintereingang in die Kirche schlich, angeblich wegen eines «Beinleidens».

      Antworten
    • Dagmar
      Dagmar sagte:

      Ich muss beim Lesen dieses Blogs immer an das Musical Phantom of the opera denken. Dort verlor das Phantom auch seine Maske und es kam ein grausiges Gesicht dahinter zum Vorschein. Wie komme ich jetzt darauf?

      Antworten
    • Fürst will keine Aufklärung, lieber Vertuschung
      Fürst will keine Aufklärung, lieber Vertuschung sagte:

      Wäre Liechtenstein ein Rechtsstaat, würde ein Fürst schonungslose Aufklärung aller Vorwürfe verlangen. Aber offenbar will der Fürst keine Aufklärung, sondern das Gegenteil, Vertuschung.

      Antworten
  2. Skandale, Skandale, Skandale in Liechtenstein
    Skandale, Skandale, Skandale in Liechtenstein sagte:

    Jeder, der diesen Blog verfolgt, kennt die Skandale.

    Bacardi-Skandal, bei dem Treuhänder Bernhard Lorenz die vom Gründer des Trusts eingesetzte Witwe mit Hilfe des Gerichts aus der Verwaltung werfen lässt und diese dann von dem Trust fern hält.

    Perry-Skandal, wo der Stifter selbst rausgeschmissen und ihm sein Vermögen geraubt wird.

    Hartlaub-Skandal, wo ein vom Stifter eingesetzter Verwalter rausgeschmissen wird und sich die zwei Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger CHF 800‘000 Honorare im Jahr aus der Stiftung nehmen, pro Kopf!

    Karajan-Stiftung, wo sich der Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner als Stiftungsratshonorar CHF 100‘000 pro Jahr selbst genehmigt, wo vielleicht CHF 10‘000 vom Stifter genehmigt worden wären.

    Norbert Seeger, der die größte Rolls-Royce, Sammlung der Welt hatte und gegen den jetzt ein Strafverfahren eingeleitet worden ist, weil er angeblich 20 Mio. veruntreut haben soll.

    Asturion-Skandal, in welchem die Treuhänder bestreiten, dass die vom saudischen König Fahd eingesetzten Begünstigten, nämlich seine Frau und sein Sohn tatsächlich Begünstigte seien. Natürlich, weil sie selbst an das Stiftungsvermögen wollen.

    Das sind nur ein paar Beispiele von unzähligen Skandalen in Liechtenstein. Liechtenstein ist kein Finanzplatz, sondern eine Räuberhöhle. Mit Wissen des Fürsten.

    Antworten
  3. Ralph
    Ralph sagte:

    Wer sich heute noch auf Liechtenstein einlässt, ist selber schuld. Inzwischen ist es doch offiziell, dass dort ein kriminelles System herrscht.

    Antworten
  4. Stiftungsaufsicht
    Stiftungsaufsicht sagte:

    Die eidgenössische Stiftungsaufsicht scheint zu funktionieren. Die liechtensteinische Stiftungsaufsicht ist doch nur Tapete, Theater, ein Feigenblatt, mit welchem die Machenschaften gedeckt werden.

    Antworten
  5. Warnung vor Liechtensteiner Trusts
    Warnung vor Liechtensteiner Trusts sagte:

    Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung

    Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
    https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidgeplagte%20liechtensteinische%20discretionary%20trusts.pdf

    Antworten
    • Gregor
      Gregor sagte:

      Das ist ja auch eine tolle Masche. Da brüstet man sich mit einem Informationsrecht, durch welches Stiftungen sicher seien. In Wirklichkeit wird das Informationsrecht aber ausgehebelt, so dass untreue Treuhänder durch mehrere Instanzen Zeit schinden können, in der sie sich unkontrolliert bereichern können. Und dann lassen es die Gerichte auch noch ohne Konsequenzen. Das ist wahre Komplizenschaft. Und das Informationsrecht ist, wenn es nicht gewährt wird und die Nichtgewährung ohne Konsequenzen für die untreuen Treuhänder bleibt, nichts als Show.

      Antworten
  6. Informationsrecht als Illusion: Sicherheit nur auf dem Papier
    Informationsrecht als Illusion: Sicherheit nur auf dem Papier sagte:

    Der Entzug des gesetzlichen Informationsrechts für Begünstigte stellt in der Praxis häufig eine Standardmaßnahme untreuer Treuhänder dar. Unter dem Vorwand, dies geschehe im Interesse der Stiftung oder des Trusts, wird den Begünstigten das Informations- und Kontrollrecht entzogen. Dadurch verlieren sie jegliche Information über die Verwaltung der Stiftung oder des Trusts. In der Folge sind die Treuhänder über Jahre hinweg faktisch unbehelligt, da die Begünstigten ihre Rechte erst mühsam durch alle Instanzen einklagen müssen.

    Die liechtensteiner Gerichte unterstützen dies faktisch, indem sie diese Vorgehensweise in der Regel ohne Konsequenzen lassen. Untreue Treuhänder hebeln somit das gesetzlich verankerte Informations- und Kontrollrecht regelmäßig aus, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Das gesetzliche Informations- und Kontrollrecht erweist sich daher als weitgehend wirkungslos und vermittelt lediglich den Anschein von Sicherheit für Begünstigte – eine Sicherheit, die faktisch nicht besteht, da sie durch die Rechtsprechung faktisch außer Kraft gesetzt wird.

    Antworten
    • Gregor
      Gregor sagte:

      Das ist ja auch eine tolle Masche. Da brüstet man sich mit einem Informationsrecht, durch welches Stiftungen sicher seien. In Wirklichkeit wird das Informationsrecht aber ausgehebelt, so dass untreue Treuhänder durch mehrere Instanzen Zeit schinden können, in der sie sich unkontrolliert bereichern können. Und dann lassen es die Gerichte auch noch ohne Konsequenzen. Das ist wahre Komplizenschaft. Und das Informationsrecht ist, wenn es nicht gewährt wird und die Nichtgewährung ohne Konsequenzen für die untreuen Treuhänder bleibt, nichts als Show.

      Antworten
    • Hahahaha 🤪
      Hahahaha 🤪 sagte:

      So wird in Liechtenstein Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit vorgetäuscht und werden Begünstige von den Treuhändern und Gerichten verarscht.

      Antworten
  7. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Justiz, die Regierungsmitglieder und das Staatsoberhaupt in Liechtenstein sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
    • Dirty Harry
      Dirty Harry sagte:

      Antikorruptionsmassnahmen sogar für den Fürsten?
      Sollte der Fürst nicht vorbildlich sein und mit gutem Beispiel vorausgehen? Stattdessen müssen selbst ihm Antikorruptionsmassnahmen verpasst werden? Was für ein Land ist das denn???

      Antworten
  8. US-Sanktionen gegen Banken
    US-Sanktionen gegen Banken sagte:

    Sollten in den Liechtensteiner Banken noch russische Gelder bunkern, so wären Sanktionen auch gegen diese nicht auszuschliesssen.

    Im Januar 2025 hat das US-Finanzministerium eine Bank aus Kirgisistan, die Keremet Bank unter Sanktionen gesetzt, weil sie angeblich ein “Evasions-Schema” betrieben hat, um Transaktionen für eine sanktionierte russische Bank zu ermöglichen.

    Antworten
  9. Mein Name ist Hase
    Mein Name ist Hase sagte:

    Liechtensteins kriminelles System ist aufgeflogen: Über viele Jahre wurden Trusts und Stiftungen von kriminellen Treuhändern mit Hilfe willfähriger und ebenso krimineller Richter in ihre Gewalt gebracht und geplündert. Die Staatsanwälte haben weggeschaut. Die Liechtensteiner Rechtsanwälte haben mitgespielt, den Opfern das Märchen vom ‚bedauerlichen Einzelfall‘ erzählt, mit überhöhten Honoraren kräftig mit abgesahnt und so die Maschinerie am Laufen gehalten. Für alle ein gewaltiges Geschäft. Nur eben schwere und organisierte Kriminalität.

    Der Fürst tat so, als wisse er von nichts.

    Antworten
  10. FAZ: "Liechtenstein - Wenn der Treuhänder in die Kasse greift"
    FAZ: "Liechtenstein - Wenn der Treuhänder in die Kasse greift" sagte:

    Luxusleben auf Kundenkosten: Wenn der Treuhänder in die Kasse greift

    Seit Jahren erschüttern Betrugsskandale den Finanzplatz Liechtenstein. Treuhänder betrügen ihre Kunden um Millionen. Doch während die Finanzaufsicht schärfere Kontrollen fordert, wiegelt die Regierung ab.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/finanzbetrug-liechtensteins-problem-mit-den-treuhaendern-15760291.html

    Antworten
  11. Sch****jahr für Liechtenstein
    Sch****jahr für Liechtenstein sagte:

    2025 war für Liechtenstein eines der schwärzesten Jahre:

    > 800 Zombie Trusts zerstören die Vertrauenswürdigkeit des Finanzplatzes, die Berichte in Reuters und Financial Times gehen um die Welt

    > Die Antikorruptionsbehörde des Europarats erkennt die Notwendigkeit von Antikorruptionsmassnahmen bei Regierungsmitgliedern und dem Staatsoberhaupt, dem Fürsten

    > Der Skandal um die von Liechtensteiner Treuhändern betrogene Witwe des saudischen Königs Fahd (Asturion Stiftung) kommt ans Licht

    > Gegen den Treuhänder Norbert Seeger, Träger einer der höchsten vom Fürsten verliehenen Auszeichnungen, wird ein Strafverfahren wegen Untreue von etwa 20 Millionen Franken eingeleitet, so dass er nur noch darauf hoffen kann, dass ein Strafurteil wegen Begründungsmängeln aufgehoben wird, wie das manchmal in Liechtenstein elegant gelöst wird

    Antworten
    • Ferdinand
      Ferdinand sagte:

      Und der Fürst ist seit seinem 80. Geburtstag im Februar 2025 abgetaucht und sein Vertreter, der Erbprinz war am Fürstentag am 15. August von Leibwächtern umgeben.

      Antworten
  12. Schadenskommission
    Schadenskommission sagte:

    Liechtenstein unterzeichnet ein Übereinkommen zur Errichtung einer Schadenskommission für die Ukraine…., anstatt Geschädigten durch Untreuhänder in Liechtenstein Schadensersatz zu leisten

    Antworten
  13. Hohenegger
    Hohenegger sagte:

    In Liechtenstein ist jeder mit jedem verwandt oder verschwägert. Das ist wie ein Clan. Da wird es niemals Neutralität gegenüber Ausländern geben.

    Antworten
  14. Daniel
    Daniel sagte:

    Wenn Regierungschefin Haas von „99,9 % sauberen Fällen“ spricht, zeigt das vor allem eines: Liechtenstein hat kein ernsthaftes Interesse an Aufklärung. Statt Reform herrscht weiterhin Selbstgerechtigkeit, Scheinheiligkeit und Verdrängung.

    Antworten
  15. WELT: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
    WELT: „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen sagte:

    Liechtenstein gilt als idealer sicherer Hafen für grosse Geldsummen. Einzelne Fälle wecken jedoch Zweifel: In einigen Fällen wurde angeblich der Zugriff auf versteckte Vermögenswerte widerrufen. Solche Vorwürfe könnten das Versprechen des Finanzplatzes gefährden.

    Antworten
  16. Markus
    Markus sagte:

    Die ganzen Skandale und sonstigen kriminellen Machenschaften in Liechtenstein wären doch gar nicht möglich, wenn nicht die Justiz mitspielen und sie decken würde. Und der Fürst so tun würde, als wisse er von nichts.

    Antworten
  17. Liechtenstein im Fokus
    Liechtenstein im Fokus sagte:

    Diese Internetseite hat viel über kriminelle Machenschaften in Liechtenstein berichtet. Es ist bezeichnend, dass in Liechtenstein weiter so getan wird, als sei alles in bester Ordnung und sei Liechtenstein, ein vorbildlicher, seriöser Finanzplatz. Statt Aufklärung erfolgt weiterhin Vertuschung. Das macht es nicht besser, sondern noch viel schlimmer.

    Antworten
  18. «Liechtenstein und der Geist der Straflosigkeit»
    «Liechtenstein und der Geist der Straflosigkeit» sagte:

    Die Liechtensteinische Treuhandkammer wird nicht müde zu erwähnen, es gebe in ihrer Branche nur wenige schwarze Schafe. An den Rechtsstreitigkeiten seien geldgierige Begünstigte Schuld. «Stimmt das?», fragt der internationale Strafverteidiger Steven Kay auf finews.ch.

    Trotz gravierender Vertrauensbrüche unterstützen die liechtensteinischen Gerichte auf Kosten der ausländischen Kunden die heimischen Treuhänder.

    Dies hat bei einigen Treuhändern zu einem Gefühl der Straflosigkeit geführt – und ich habe es miterlebt —, dass sie ungestraft davonkommen können, gedeckt durch die lokalen Gerichte.

    Antworten
  19. Wiederholungstäter Liechtenstein
    Wiederholungstäter Liechtenstein sagte:

    Liechtenstein hat aus der Vergangenheit nichts hinzugelernt und nutzt Lücken, Mängel bei Gesetzen und der Regulierung.
    Systemische Evasion-und Haftungsvermeidungspraktiken liegen auf der Agenda,statt Aufklärung und Transparenz

    Antworten
  20. Schein und Sein
    Schein und Sein sagte:

    Der Unterschied zwischen Schein und Sein in Liechtenstein ist enorm. Man pflegt das Image eines seriösen Finanzplatzes, doch in Wirklichkeit herrscht staatlich geduldete Finanzkriminalität.

    Antworten
  21. Der Fürsr und die USA
    Der Fürsr und die USA sagte:

    Liechtenstein ist wegen der Zombie Trusts in der Zange zwischen den USA und Russland, die Situation ist überaus heikel.

    Der Fürst kann ja für ein paar Milliarden Dollar die Kryptowährung von Trump kaufen, um sich und seine LGT Bank vor Sanktionen der US Behörde OFAC zu schützen. Und der Fürst kann Trump den Fürstlichen Friedenspreis verleihen. Und ihm ein großes Flugzeug schenken. Vielleicht bleibt er und seine LGT Bank damit verschont.

    Antworten
  22. F. Rathmann
    F. Rathmann sagte:

    Ich dachte immer, Lichtenstein sei ein kleiner, feiner, zuverlässiger Finanzstandort. Diese Internetseite hat aber ganz andere Tatsachen offenbart, so dass Lichtenstein dieses Image verloren hat.

    Antworten
  23. Reuters reports: How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein
    Reuters reports: How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein sagte:

    Reuters: How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein

    – United States sanctioned Liechtenstein trusts for oligarch links

    – Move sparked panic with hundreds of trusts abandoned

    – Scale of troubled trusts shows Russia ties

    Liechtenstein is examining tightening control of scores of Russian-linked trusts abandoned by their managers under pressure from Washington, according to several people familiar with the matter.
    https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/

    Antworten
  24. Liechtenstein im Abwärtsstrudel
    Liechtenstein im Abwärtsstrudel sagte:

    Liechtenstein geht es wirtschaftlich nicht gut:

    Thyssenkrupp Presta AG, ein wichtiges Industrieunternehmen in Eschen und Oberegg, plant einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen – rund 570 Stellen sollen wegfallen, was den Wirtschaftsstandort Liechtenstein und auch andere Unternehmen berühren kann.

    Die erst eröffneten Casinos, die viel Geld ins Land schwemmen sollten, sind ein Flop.

    Und der Trust- und Stiftungsbereich hat seine Glaubwürdigkeit verloren, da sich die vielen Skandale als ein kriminelles System herausgestellt haben. Und hinzu kommen zu allem Übel die Hunderten Zombie Trusts.

    Antworten
  25. Friedrich
    Friedrich sagte:

    Wenn der Fürst wollen würde, dann wäre ab morgen Schluss mit der systemischen Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein. Er müsste nur anordnen, dass Aufsicht und Justiz nicht nur Theater sein, sondern ernst gemeint sein sollen. Es liegt allein am Fürsten.

    Antworten
  26. Reicher Fürst, armer Fürst
    Reicher Fürst, armer Fürst sagte:

    Der Fürst hat ein Vermögen in Höhe von mehreren Milliarden. Reicher Fürst.

    Der Fürst ist Monarch eines Landes, welches kürzlich entlarvt worden ist, ein kriminelles System zu haben. Und welches wegen der Zombie Trusts in der Zange zwischen den USA und Russland fest steckt. Das Ansehen des Fürsten ist dahin und er muss wegen enteigneter Russen um sein Leben bangen und fürchten, von den USA sanktioniert zu werden. Armer Fürst.

    Antworten
  27. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Liechtenstein hat sich sein Geschäftsmodell als Finanzzentrum selbst zerstört. Die ständigen staatlich tolerierten oder sogar staatlich ermöglichten Raubzüge durch Stiftungen und Trusts und die Hunderten Zombie Trusts haben das Vertrauen in Liechtenstein als Finanzzentrum zertrümmert.

    Antworten
  28. Liechtenstein ist demaskiert
    Liechtenstein ist demaskiert sagte:

    Damit, dass die kriminelle Masche in Liechtenstein, also dass kriminelle Treuhänder mithilfe der Liechtensteiner Justiz systematisch Stiftungen und Trusts in ihre Macht bringen und dann „dekantieren“, also ausrauben, ans Licht kommt, hat man in Liechtenstein wohl nicht gerechnet. Jetzt aber ist es aber passiert und Liechtenstein ist demaskiert.

    Antworten
  29. GRECO und Compliance
    GRECO und Compliance sagte:

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschliesslich der Polizei, der Regierungsmitglieder und sogar dem Staatsoberhaupt, dem Fürsten!

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption GRECO bezeichnet und demaskiert Liechtenstein in beispielloser Deutlichkeit als korruptionsgefährdet. Einschliesslich der Regierungsmitglieder und dem Fürsten!

    Unternehmen, die Compliance zu beachten haben, sind dadurch praktisch verhindert, noch mit Liechtenstein zu geschäften.

    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
  30. Santa C.
    Santa C. sagte:

    Wie lange das noch gut geht in Liechtenstein? Der Scam, wie Stiftungen und Trusts mit Hilfe der Justiz gekapert und ausgeplündert werden, ist ans Tageslicht gekommen, die 800 zombie-trusts zeigen die völlige Unzuverlässigkeit des Finanzplatzes. Der Finanzplatz steht doch vor dem Aus.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert