Der Finanz- und Enthüllungsblog Inside Paradeplatz schlägt zu.
Die News ist ungeheuerlich:
«Anwalt Christoph Büchel wegen mutmasslichen Parteiverrats angezeigt. Soeben stellvertretender Regierungschef im Ländle geworden.»
Die Story:
«Im Fürstentum herrscht der Fürst – und gelten andere Sitten.
Rechtsanwalt Büchel ist ein viel beschäftigter Mann. Er schloss mit K.* (*Name der Redaktion bekannt) einen Vertrag über eine „Mandatsübernahme und Honorarvereinbarung“ ab, der dieser Redaktion vorliegt.
Er kassierte einen Vorschuss von 10’000 Franken – und blieb untätig. Etwas später übernahm er das Mandat in einem Streitfall gegen K. Wo er die Gegenseite vertritt.
In diesem Gerichtsfall, der in der untersten Instanz fast vier Jahre hängig war, wehrte sich K. dagegen, dass er von zwei Liechtensteiner Treuhändern sowohl als Stiftungsrat wie auch als Begünstigter aus seiner Stiftung gekübelt wurde.
Wegen des „blossen Anscheins einer möglichen Interessenskollision“. Ausserhalb von Liechtenstein versteht kein Jurist, was damit gemeint sein könnte.
Inzwischen hat das Landgericht Vaduz sein Urteil gefällt. Die Anträge von K., die beiden Treuhänder abzusetzen, wurden abgeschmettert.
Ob es sich bei Büchels Verhalten, auf beiden Schultern zu tragen, nicht um mehr als einen „blossen Anschein einer Interessenskollision“ handelt?
In diesem Rechtsstreit kassiert Büchel sein üppiges Honorar, das er sich unter anderem mit hundertseitigen Eingaben und Rechtsschriften verdient, von den Geldern der Stiftung.
Dennoch konnte er das dritthöchste Amt im Staate erlangen. Denn über allem thront der absolutistisch regierende Fürst, beziehungsweise sein Stellvertreter Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein.
Dann kommt die Regierungschefin Brigitte Haas – dann folgt Büchel.
Das Fürstliche Obergericht und die Liechtensteinische Rechtsanwaltskammer geruhten nicht, auf eine Disziplinarbeschwerde gegen Büchel zu reagieren.»
In jedem zivilisierten Land der Welt wäre ein Anwalt, der offenkundig und nachweislich Parteiverrat begeht, sein Anwaltspatent los. Und zwar ruckzuck.
In Liechtenstein wird er zum stellvertretenden Regierungschef ernannt. Und die zuständigen Behörden sehen keinerlei Anlass, tätig zu werden.
Warum auch. Ist doch verständlich, dass Anwalt Büchel mit diesen 10’000 Franken Vorschuss nicht lange über die Runden kam. Schliesslich hat er auch geschäftliche Unkosten, nachdem er umfirmiert hat.
Alleine mit seinen Rechtsschriften in diesem Rechtsstreit plus Gefolge verdient sich Büchel mehrere goldene Nasen. So kann man natürlich wohlgemut in die Zukunft starten.
In der sicheren Gewissheit, dass ihn die Fürstenjustiz weiterhin schalten und walten lässt. Denn wer will sich schon an einem so hohen Amtsträger vergreifen …




Wenn man als Anwalt erst einen Mandanten vertritt und dann die Seiten wechselt und gegen diesen Mandanten vorgeht, verliert man in jedem anderen Land seine Zulassung als Anwalt. In Liechtenstein wird man Stellvertreter der Regierungschefin.
https://insideparadeplatz.ch/2025/12/01/liechtensteiner-regierungsmitglied-angezeigt/
Das liechtensteinische Rechtsanwaltsgesetz (RAG) regelt die Berufsausübung in Liechtenstein und beinhaltet Berufspflichten wie Integrität und Vertraulichkeit, deren Verletzung berufsrechtliche Sanktionen nach sich ziehen kann.
Die Standesrichtlinien der liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer verpflichten Anwälte zu Treuepflicht, Wahrung der Mandanteninteressen sowie Vermeidung von Interessenkonflikten.
Verstösse ziehen disziplinarrechtliche Verfahren nach sich.
Aber was jucken den stellvertretenden Regierungschef schon Gesetze und Standesrichtlinien.
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
In Liechtenstein sind Ausländer doch nur Ausbeutungsopfer. Mit freundlicher Genehmigung des Fürsten.
Offenbar wird in Liechtenstein nicht nur dein Treuhänder zu deinem Feind, sobald man die Dokumente unterschrieben hat, sondern auch dein Rechtsanwalt, sobald man den Mandatsvertrag unterschrieben hat. Was für ein elendiges Sumpfgebiet!
Ich habe mich schon gewundert, es gab eine Woche lang keinen neuen Skandal…
Als Stellvertreter der Regierungschefin hat man ja auch repräsentative Aufgaben. Diese Aufgaben erfüllt dieser Rechtsanwalt, indem er seinen Mandanten verrät. Das repräsentiert das System in Liechtenstein doch perfekt.
«Wir machen uns die Welt widde widde wie sie uns gefällt.»
Recht und Gesetz sind uns doch egal, wir leben nach unseren eigenen Regeln und machen, was uns gefällt und den naiven Ausländern möglichst viel Geld aus der Tasche zieht.
In vielen Rechtsordnungen wäre das ein gravierender Verstoß gegen die Berufsethik und könnte zum Verlust der Zulassung führen.
In Liechtenstein scheint es jedoch für Rechtsanwälte keine Berufsethik zu geben.
Aus zahlreichen übereinstimmenden Schilderungen entsteht in Liechtenstein ein düsteres Bild:
Ein Zusammenspiel von kriminellen Treuhändern mit Richtern und Staatsanwälten soll dafür sorgen, dass Stifter und Begünstigte systematisch entmachtet, ihrer Informationsrechte beraubt und durch fragwürdige Strafanzeigen zermürbt werden sollen. Dann werden die Stiftungen und Trusts durch die Treuhänder geplündert.
Was hier beschrieben wird, sind keine Einzelfälle, sondern ist ein strukturelles Machtkartell, ein System, das Kontrolle ausschaltet und Missbrauch begünstigt. Wenn diese Vorgänge stimmen, kratzt das gefährlich an der Grenze zur schweren und organisierten Kriminalität.
Also wird man in Liechtenstein nicht nur von den Treuhändern verraten, sondern auch von den liechtensteiner Rechtsanwälten.
Vielen Dank, dann weiß man jetzt, dass man in Liechtenstein nicht einmal seinem eigenen Rechtsanwalt trauen kann.
Wenn schon der dritte Mann im Staat seinen Mandanten verrät, kann man sich denken, wie man in Liechtenstein verraten und verkauft wird.
Ich würde den Liechtensteinern keine 5 Euro anvertrauen. Man sieht doch hier eine Skrupellosigkeit selbst bei Regierungsmitgliedern.
Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.
Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.
Liechtenstein ist stark auf Vertrauen und Reputation angewiesen, insbesondere im Finanz- und Treuhandbereich.
Wenn der Eindruck entsteht, dass Rechtsstaatlichkeit und Compliance nicht ernst genommen werden, schreckt das Investoren und internationale Partner ab.
Verletzung der anwaltlichen Treuepflicht, Verletzung der Verpflichtung zur Vermeidung von Interessenskonflikten…
Und das als Regierungsmitglied in Liechtenstein.
Dann weiss man, was man von der Regierung in Liechtenstein erwarten kann.
Ich, bestimmt auch bald stellvertretendes Regierungsmitglied, will auch noch mehr Geld und biete daher meine Grossmutter zum Kauf an. Gut erhalten, kaum gebraucht, mit Zubehör. Gebote an info@regierung.li
Wenn in Liechtenstein sogar Regierungsmitglieder solche Sachen machen, was will oder kann man dann noch von der Regierung, den Treuhändern un den Banken in Liechtenstein erwarten?
Wen wundert es, dass selbst der Europarat den Regierungsmitgliedern in Liechtenstein Antikorruptionsmassnahmen verordnet:
Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkthttps://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state.
Wenn schon der Europarat Maßnahmen zur Verhütung von Korruption bei Regierungsmitgliedern in Liechtenstein fordert, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn Regierungsmitglieder in Liechtenstein Treuepflichten und Interessenskonflikte nicht interessieren.
Stellvertreter der Liechtensteiner Regierungschefin hält nichts von Treuepflichten, Wahrung der Mandanteninteressen und vom Verbot von Interessenskonflikten. Das passt wieder einmal perfekt ins Bild.
Dies verstärkt den Eindruck, dass liechtensteiner Treuhänder und Rechtsanwälte machen können, was sie wollen, solange nur die als Opfer dienenden Ausländer betroffen sind. Es herrscht das Gefühl von Straflosigkeit, denn die Rechtsanwaltskammer, die Treuhänderkammer und die Gerichte spielen ja mit und schützen sie.
MONEYVA, the Council of Europe’s Committee of experts on the evaluation of Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Measures:
«White-collar crime, in particular investment fraud and embezzlement, seems to be a relatively frequent type of proceeds-generating criminality at domestic level.»
https://rm.coe.int/european-committee-on-crime-problems-cdpc-select-committee-of-experts-/1680716b86
So ein bisschen mafiös kommt einem dieses Land schon vor.
Die OFAC wird den Saustall ausmisten und aufräumen.
Financial Times und die Welt kennen das kriminelle System in Liechtenstein.
Financial Times:
“Your advisers end up embezzling your money and you can’t see what’s going on,”
Die Financial Times kennt also die Spielchen, die Liechtensteins «Treu»händer üblicherweise spielen. Es ist also tatsächlich ein System in Liechtenstein, welches seit Jahren immer wieder wiederholt wird. Oder wie die Zeitung Welt es genannt hat, ein «kriminelles System» in Liechtenstein. Wie es aussieht, ein staatlich geduldetes «kriminelles System».
In anderen Ländern würde ein Stellvertreter der Regierungschefin sofort zurücktreten, wenn ihm unethisches Verhalten nachgewiesen wird, um Schaden von der Reputation der Regierung abzuwenden.
In Liechtenstein hingegen scheint unethisches Verhalten geduldet zu werden, auch beim Stellvertreter der Regierungschefin.
Ohne Rücktritt würde die Liechtensteiner Regierung deutlich zeigen, dass ihr Recht, Integrität und Ethik gleichgültig sind.
Die Regierungschefin muss sich entscheiden: hält sie an ihrem Stellvertreter fest, so stellt sie ihre eigene Integrität infrage.
Somewhere that’s perhaps deserving of more condemnation is Liechtenstein, which has an unfortunately-named zombie trust crisis, caused by suddenly imposing sanctions on a financial system that had previously been very happy to provide services to wealthy Russians if not, as far as I know, to actual zombies.
https://www.codastory.com/oligarchy/systemic-rot-the-launderers-at-buckingham-palace-zombie-trusts/
Aber von Anstand, Ethik und Rechtschaffenheit kann man sich nicht jedes Jahr einen neuen Bentley kaufen.
In Liechtenstein kapern kriminelle Treuhänder Stiftungen und Trusts. Dies ist nur mithilfe von Richtern und Staatsanwälten möglich, die mitspielen. Was noch vor zehn Jahren nur vereinzelte Fälle waren, ist heute ein ausgeklügeltes System geworden. Da die Justiz ihre schützende Hand über die Täter hält, denken sich auch zuvor anständige Treuhänder, dass sie ja dumm wären, wenn sie es nicht auch tun würden. Und so werden die Fälle immer häufiger und zum Standard.
Liechtenstein hat seine Vertrauenswürdigkeit verspielt. Als ausländischer Kunde ist man organisierter Kriminalität ausgeliefert. Das ist das Ende eines Finanzplatzes.
Ostschweiz titelte: «Finanzsumpf Liechtenstein»
https://www.dieostschweiz.ch/artikel/finanzsumpf-liechtenstein-der-fuerst-wills-richten-jx9MkX7
Internationale Finanzkriminalität: «Liechtensteins weisse Fassade bröckelt»
Dass Liechtenstein korrupt und ein Piratennest ist, steht doch schon in allen Zeitungen, so wie hier:
https://www.bazonline.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Der Blog wirft Christoph Büchel, einem stellvertretenden Regierungsmitglied vor, als Anwalt gegen die Interessen eines ehemaligen Mandanten gehandelt zu haben. In vielen Rechtsordnungen wäre das ein gravierender Verstoß gegen die Berufsethik und würde zum Verlust der Zulassung führen.
Dass dies in Liechtenstein folgenlos bleibt und weder die Liechtensteinische Rechtsanwaltskammer noch das Disziplinargericht auf eine Disziplinarbeschwerde reagieren, bestätigt und verstärkt den Eindruck mangelnder Rechtsstaatlichkeit in Liechtenstein.
Wer diesen Blog verfolgt, erkennt das Muster, mit denen in Liechtenstein systematisch vorgegangen wird: Die liechtensteinische Justiz scheint dabei eine ganz wesentliche Rolle zu spielen, indem sie möglicherweise kriminelle Machenschaften liechtensteiner Treuhänder durchgehen lässt und ihnen dadurch ermöglicht, die Macht über Stiftungen und Trusts zu gewinnen und die Stifter oder Begünstigten von den Vermögen fernzuhalten. Weitere möglicherweise kriminelle Machenschaften dieser liechtensteiner Treuhänder werden dann ebenso von der Justiz nicht verfolgt. Liechtensteiner Richter und Staatsanwälte sind daher im Fokus.
Das wird sicher, wie alles Negative im Ländle, versucht unter den Teppich zu kehren. Der Schein muss ja gewahrt bleiben. Aber es wirft kein gutes Licht auf die Regierung von Brigitte Haas.
Das passt einfach nur wieder einmal ins Bild. Ein Rechtsanwalt verstösst gegen Interessenskollisioinsverbot, Integrität und Ethik und das als Stellvertreter der Regierungschefin Brigitte Haas, und Anwaltskammer und Disziplinargericht bleiben -selbstverständlich- untätig. Willkommen im rechtsfreien Raum Liechtenstein!
the same procedure as every year……
Die in Liechtenstein sind darum bemüht. alle Skandale unter den Teppich zu kehren, nicht darum, Skandale zu verhindern.
Dass es so etwas wie Liechtenstein gibt, ist ein Skandal.