Wer einen Liechtensteiner Treuhänder in den Stiftungsrat beruft, hat schon verloren.

Bloss: in jeder liechtensteinischen Stiftung muss ein Treuhänder Einsitz nehmen.

Das ist dann so wie bei Catch-22. Die einzige Möglichkeit, um aus der Armee entlassen zu werden, ist, als verrückt erklärt zu werden. Allerdings muss man verrückt sein, um in der Armee zu dienen …

Hat es ein Liechtensteiner Treuhänder geschafft, in einer weiteren Stiftung in das entscheidende Kontrollorgan gewählt zu werden, dann hat er ein wenig Arbeit vor sich. Aber die Mühe lohnt sich.

Zunächst einmal muss der Untreuhänder unbotmässige, renitente oder sonstwie störende Mitstiftungsräte rausekeln oder rausschmeissen. Gehen sie nicht freiwillig, kann er es mit grober Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemässen Geschäftsführung oder mit Interessenkonflikten probieren.

Diese Konflikte können gemäss fürstlicher Rechtssprechung bereits durch den «blossen Anschein einer möglichen Interessenskollision» gegeben sein. Was das genau sein soll, weiss innerhalb und ausserhalb Liechtensteins kein Mensch. Aber das macht ja nichts, solange es seinen Zweck erfüllt: der störende Stiftungsrat ist weg.

Ist da mal Remedur geschaffen, gibt es noch den oder die Begünstigten. Auch die können stören. Zum einen, indem sie frecherweise sich wie vom Stifter vorgesehen begünstigen lassen wollen. Also beispielsweise Zahlungen aus dem Stiftungsvermögen bekommen.

Das mag noch so knapp angehen, aber wenn sie Auskunft über unverschämte Honorare der Stiftungstreuhänder, deren anrüchige Methoden, das Stiftungsvermögen so anzulegen, dass sie dabei in die eigene Tasche wirtschaften können oder andere beliebte Verhaltensweisen einfordern, dann stören sie genauso wie ungehörige Stiftungsräte.

Also kann der Untreuhänderstiftungsrat Begünstigte hinzufügen, Begünstigte austauschen oder Begünstigtenrechte reduzieren oder aussetzen. Viel gewonnen ist schon, wenn den Begünstigten das Informationsrecht entzogen wird. Dann wissen sie schlichtweg nicht mehr, was in der Stiftung vorgeht – freie Bahn für den Untreuhänder.

Allerdings ist es manchmal auch nötig, weitere Vorkehrungen zu treffen, damit der Untreuhänder ungeniert Selbstbedienung spielen kann. Dazu gehören nicht ordnungsgemässe Statutenänderungen, manipulierte Protokolle, rückdatierte Beschlüsse oder schlichtweg das begründungslose Zurückhalten von Informationen gegenüber Begünstigten.

Nun sind viele dieser Vorgehensweisen natürlich illegal. Also im Prinzip. Denn normalerweise legt das Gesetz fest, was legal ist und was nicht. Und ein Gericht entscheidet unter Anwendung des Gesetzes im konkreten Streitfall. Nach dem Gesetz.

Das sind allerdings Regeln, die in einem Rechtsstaat gelten.

Das mittelalterlich-absolutistisch regierte Liechtenstein ist aber kein Rechtsstaat. Hier gibt es auch keine unabhängige, sondern eine Fürstenjustiz.

Und die entscheidet im Zweifelsfall nicht einmal nach geltenden liechtensteinischen Gesetzen. Sondern nach einem einfachen Prinzip: was dem Fürsten, der Fürstenbank, dem fürstlichen Treuhänder dient und nützt, das wird beschlossen. Was bei der Bereicherung hinderlich sein könnte, wird aus dem Recht gewiesen.

Damit das nicht zu sehr auffällt, können solche Prozesse dauern und dauern. Im besten Fall – für Liechtenstein – geht dem Entrechteten, Enteigneten, Entlassenen irgend wann einmal das Geld für die Fortsetzung der gerichtlichen Auseinandersetzung aus. Damit hat sich das Problem dann sozusagen von selbst gelöst.

Oder, in den wenigen hartnäckigen Fällen, wird der Kläger die Instanzenleiter hoch und runter gejagt. Dabei wird er mit Urteilen konfrontiert, die ausserhalb Liechtensteins jedem Juristen die Haare zu Berge stehen lassen.

Aber im Ländle ist das völlig normal und üblich.

Begleitet wird das von einem geschickten Standortmarketing. Ein entrückter Fürst und dessen volkstümlicher herrschender Erbprinz Alois samt Gattin und Kindern. Grüne Weiden, fette Kühe. Schöne Berge, putzige Täler, eine etwas absonderliche Trutzburg und viel Natur. Dazu eine fürstliche Bank und furchtbar seriös dreinschauende Treuhänder die so tun, als könnten sie kein Wässerchen trüben.

Bis man den Fehler macht, eine liechtensteinische Stiftung zu gründen. Von dem Moment an ist man verloren.

Man weiss es nur noch nicht.

50 Kommentare
  1. Iwan der Schrecklich
    Iwan der Schrecklich sagte:

    «Diese Konflikte können gemäss fürstlicher Rechtssprechung bereits durch den «blossen Anschein einer möglichen Interessenskollision» gegeben sein. Was das genau sein soll, weiss innerhalb und ausserhalb Liechtensteins kein Mensch. Aber das macht ja nichts, solange es seinen Zweck erfüllt: der störende Stiftungsrat ist weg.»
    Was sind das für Maßstäbe??

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    • Rat für Betroffene der Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein
      Rat für Betroffene der Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein sagte:

      Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität in Liechtenstein sind ein ernstes Problem, das viele Betroffene vor große Herausforderungen stellt. Als überregionale Rechtsanwaltskanzlei haben wir solche Fälle bearbeitet und möchten Ihnen wichtige Ratschläge geben:

      1. Entscheidungen der Liechtensteiner Gerichte anfechten:
      Sollten auch Sie Entscheidungen von Liechtensteiner Gerichten erhalten haben, die nicht neutral erscheinen, eskalieren Sie Ihren Fall bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Es ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oft nicht neutral sind. Acht von zehn Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.

      2. Meldung an das Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft:
      Melden Sie Ihren Fall dem Legal Attaché’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Außenstelle des amerikanischen Justizministeriums. Aufgrund des RICO Act, eines besonderen amerikanischen Gesetzes, hat dieses Büro weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen. Der RICO Act wurde beispielsweise im Verfahren gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA angewendet.

      Kontakt:
      U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
      Attn: Legal Attaché’s Office
      Sulgeneckstrasse 19
      3007 Bern

      Sollten Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, bedenken Sie, dass diese möglicherweise ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.

      Zusammenfassend möchten wir betonen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität vorzugehen. Zögern Sie nicht, Ihre Rechte einzufordern und die notwendigen Schritte zu unternehmen.

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      • RICO Act
        RICO Act sagte:

        Der RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz von 1970, das entwickelt wurde, um organisierte Kriminalität und kriminelle Netzwerke zu bekämpfen. Es erlaubt die strafrechtliche Verfolgung und zivilrechtliche Klagen gegen Personen oder Organisationen, die wiederholt bestimmte Straftaten im Rahmen eines „kriminellen Unternehmens“ begehen. Ziel ist es, nicht nur einzelne Täter, sondern auch die Strukturen und Führungsebene solcher Organisationen zu zerschlagen.

        Das könnte auf die organisierte Kriminalität in Liechtenstein zutreffen.

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    • Advice for victims of economic crime in Liechtenstein
      Advice for victims of economic crime in Liechtenstein sagte:

      Economic crime and organized crime in Liechtenstein are a serious problem that poses significant challenges for many affected individuals. As a law firm, we have handled such cases and would like to offer you some important advice:

      1. Challenge Decisions of Liechtenstein Courts:
      If you as well have received decisions from Liechtenstein courts that do not appear to be neutral, escalate your case to the European Court of Human Rights (ECHR). It is well-known that decisions from Liechtenstein courts are often not neutral. Eight out of ten complaints to the ECHR have been successful. Liechtenstein courts are bound by the decisions of the ECHR.

      2. Report to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy:
      Report your case to the Legal Attaché’s Office of the U.S. Embassy in Bern, a branch of the U.S. Department of Justice. Due to the RICO Act, a special US-law, this office has worldwide jurisdiction in the fight against criminal organizations. The RICO Act was, for example, applied in the proceedings against FIFA officials scattered around the world.

      Contact:
      U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
      Attn: Legal Attaché’s Office
      Sulgeneckstrasse 19
      3007 Bern

      If your Liechtenstein lawyers advise against this, be aware that they may be representing their own interests as Liechtensteiners and not yours.

      In conclusion, we emphasize the importance of taking decisive action against economic and organized crime. Do not hesitate to assert your rights and take the necessary steps.

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    • Consejos para las víctimas de delitos económicos en Liechtenstein
      Consejos para las víctimas de delitos económicos en Liechtenstein sagte:

      El crimen económico y organizado en Liechtenstein es un problema serio que plantea grandes desafíos para muchas personas afectadas. Como bufete de abogados regional, hemos manejado tales casos y queremos ofrecerle algunos consejos importantes:

      1. Impugnar las decisiones de los tribunales de Liechtenstein:
      Si ha recibido decisiones de los tribunales de Liechtenstein que no parecen ser neutrales, escale su caso hasta el Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH). Es bien sabido que las decisiones de los tribunales de Liechtenstein a menudo no son neutrales. Ocho de cada diez quejas ante el TEDH han tenido éxito. Los tribunales de Liechtenstein están obligados por las decisiones del TEDH.

      2. Informar a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU.:
      Informe su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE.UU. en Berna, una rama del Departamento de Justicia de EE.UU. Debido a la Ley RICO, una ley estadounidense especial, esta oficina tiene jurisdicción mundial en la lucha contra las organizaciones criminales. La Ley RICO se aplicó, por ejemplo, en los procedimientos contra los funcionarios de la FIFA dispersos por todo el mundo.

      Contacto:
      Embajada de EE.UU. en Suiza y Liechtenstein
      Attn: Oficina del Agregado Legal
      Sulgeneckstrasse 19
      3007 Berna

      Si sus abogados en Liechtenstein le aconsejan en contra de esto, tenga en cuenta que pueden estar representando sus propios intereses como liechtensteinianos y no los suyos.

      En conclusión, enfatizamos la importancia de tomar medidas decisivas contra el crimen económico y organizado. No dude en hacer valer sus derechos y tomar las medidas necesarias.

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    • JGH
      JGH sagte:

      Da treffen ausgekochte Profi-Kriminelle auf nichtsahnende Kunden, die erst lange Zeit brauchen, bis sie verstehen, was für ein perfides, ausgeklügeltes Spiel hier gespielt wird.

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    • Die pechschwarzen Schattenseiten des Ländle
      Die pechschwarzen Schattenseiten des Ländle sagte:

      In letzter Zeit wurden – auch auf dieser Website – die tiefdunklen Abgründe des Ländle offengelegt: Skandale im Überfluss, Hunderte zombie trusts, die Liechtenstein als nicht sicheren Hafen, sondern als fragwürdigen Finanzplatz entlarven. Korruptionsvorwürfe der GRECO treffen Justiz, Regierung und sogar den Fürsten. Das ist die neue Reputation des Ländles.

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    • Korruption, mafiöse Netzwerke und organisierte Kriminalität
      Korruption, mafiöse Netzwerke und organisierte Kriminalität sagte:

      Korruption, mafiöse Netzwerke und organisierte Kriminalität – das alles ist jetzt ans Licht gekommen. Liechtenstein hat sich seine Reputation selbst zerstört

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  2. Regine Carstens
    Regine Carstens sagte:

    Wer heute noch sein Vermögen in Liechtenstein anlegt, der ist nicht ganz bei Trost. Man liest ja nur noch Skandale, Skandale, Skandale…

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  3. Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Justiz und Finanzplatz
    Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Justiz und Finanzplatz sagte:

    Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.

    Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.

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    • Der Kommisar
      Der Kommisar sagte:

      Die Wirtschafts- und Finanzkriminalität in Liechtenstein ist systemisch, das ist inzwischen allgemein bekannt. Treuhänder und Richter arbeiten kollusiv zusammen. Trusts und Stiftungen werden so reihenweise gekapert und geplündert. Inzwischen schreiben die Medien offen darüber, aber die Täter finden immer wieder neue Opfer.

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  4. Aktuelll: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Norbert Seeger
    Aktuelll: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Norbert Seeger sagte:

    Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen. Der Beschuldigte wehrt sich – inhaltlich und formal.

    Die Verdachtsmeldung einer Bank brachte alles ins Rollen. Seit 2020 ermittelten Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter gegen einen Rechtsanwalt und Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft. Bekannt ist der langjährig tätige Mann mit seiner kleinen Kanzlei in Vaduz nicht nur aufgrund seines früheren politischen Engagements und verschiedenen öffentlichen Po- sitionen, die er innehatte, sondern auch für seine beachtliche Rolls-Royce- und Bentley-Sammlung voller Raritäten, die er im Sommer 2020 für rund zehn Millionen Franken in einer privaten Auktion über Sotheby’s versteigerte.

    Langwierige Ermittlungen sorgten für Aufsehen
    Entsprechend sorgten die Ermittlungen für Aufsehen. Es kam zu mehreren Hausdurchsuchungen. Der Sachverhalt sei komplex und der Umfang der auszuwertenden Unterlagen gross, sagte der damalige leitende Staatsanwalt Robert Wallner im April 2021.

    Anfang April 2025 hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben, wie der leitende Staatsanwalt Frank Haun am Dienstag informierte. «Dem Beschuldigten werden das Verbrechen der Untreue in 26 Fällen, das Vergehen der Veruntreuung in zwei Fällen sowie das Verbrechen der Geldwäscherei zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von einem Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Franken aus», heisst es in der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.

    https://www.liewo.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499

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  5. Fritz the cat
    Fritz the cat sagte:

    Der Fürst hat sich seit Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt. Ist er untergetaucht aus Angst vor wütenden Russen (Zombie-Trusts) oder vor den USA (OFAC Sanktionen)?

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  6. „Treuhänder“
    „Treuhänder“ sagte:

    Ob die Tochter des schwerreichen Mr. Perry, die Witwe des Rum-Milliardärs Bacardi oder die Witwe von König Fahd oder wer auch immer – sie alle werden von Liechtensteiner „Treuhändern“ beraubt.
    Der Fürst und der Erbprinz müssen verdammt stolz auf ihr Land sein.

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  7. Zombie Trusts als Systemrisiko für Liechtenstein
    Zombie Trusts als Systemrisiko für Liechtenstein sagte:

    Liechtenstein kämpft mit „Zombie“-Trusts – US-Sanktionen legen Vermögensstrukturen lahm

    Hunderte Trusts in Liechtenstein stehen durch US-Sanktionen ohne Leitung da – eine Krise mit Systemrisiko.

    Während sich die Regierung um eine Lösung bemüht, steigt der Druck von beiden Seiten: aus den USA wegen der Sanktionsdurchsetzung – und aus Russland, das möglicherweise Gegenmaßnahmen erwägt. „Das ist ein beispielloser Spagat“, sagt Johannes Gasser, Partner der Kanzlei Gasser Partner. Auch Abgeordnete wie Thomas Vogt warnen vor bleibendem Reputationsschaden für den Finanzplatz.

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    • Das Problem der Sanktionen gegen Trusts von Russen war seit mindestens 2022 bekannt
      Das Problem der Sanktionen gegen Trusts von Russen war seit mindestens 2022 bekannt sagte:

      Das Problem der der Sanktionen gegen Trusts von Russen war seit Jahren bekannt, aber die Treuhänder wollten so lange wie möglich ihre Honorare von den Trusts abzocken.

      Bereits am 4. März 2022 schrieb das Liechtensteinische Blatt «Vaterland»:
      So sehen die Sanktionen aus
      Sperren für Oligarchen-Jachten: Auch in Liechtenstein möglich
      Rein rechtlich könnte das Land auch Luxusgüter von sanktionierten Personen sperren.

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  8. DAS SYSTEM in Liechtenstein
    DAS SYSTEM in Liechtenstein sagte:

    Seit etwa zehn Jahren erfolgt das Kapern und anschliessende Dekantieren, also Ausbeuten Liechtensteiner Stiftungen systematisch. Wenn die Statuten einer Stiftung die Abwahl eines (ausländischen) Stiftungsrates nicht vorsehen, wird dieser eben durch den Vorwurf eines angeblichen Interessenskonflikts abberufen. Die stets gleichen Richter am Fürstlichen Landgericht und am Obergericht sind (aus welchen Gründen auch immer) willfährig und geben Anberufungsanträgen mit den absurdesten Begründungen statt. Die Liechtensteiner Stiftungsräte entziehen dann den abberufenen Stiftungsräten, wenn sie Begünstigte sind, einfach deren gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. Damit haben die Liechtensteiner Stiftungsräte die völlige Kontrolle über das Stiftungsvermögen und haben die Kontrollmöglichkeit der Begünstigten eliminiert. Das ist das System in Liechtenstein.
    Selbstverständlich ist dem Fürsten und der Landesregierung dies bekannt, sie gehen aber nicht dagegen vor, denn das System spült sehr viel Geld ins Land.

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  9. "Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden"
    "Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden" sagte:

    Das Entfernen von ausländischen Stiftungsräten durch liechtensteiner Stiftungsräte ist ein perfides System, welches immer wieder angeewendet wird.

    Das Private Banking Magazin hat schon in einem früheren Artikel hiervor gewarnt.

    Überschrift «Wie Stifter in Liechtenstein enteignet werden»

    «So mancher findiger Anleger hatte in der Vergangenheit sein Geld mittels einer Liechtensteiner Stiftung vor dem Fiskus versteckt. Für manchen gibt es nun ein bösen Erwachen, nicht wegen Datenlecks, sondern weil er von den anderen Stiftungsräten aus der Stiftung verbannt wird.»

    https://www.private-banking-magazin.de/fehler-bei-stiftungsstatuten-wie-stifter-in-liechtenstein-enteignet-werden-1420651842/

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  10. Unbequeme Wahrheit
    Unbequeme Wahrheit sagte:

    Was lässt alles über Liechtenstein an die Oberfläche gekommen ist, ist eine Katastrophe für den Finanzplatz. Die unbequeme Wahrheit, das illegale Machenschaften dort systemisch sind.

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  11. Zweifel an der Glaubwürdigkeit Liechtensteins
    Zweifel an der Glaubwürdigkeit Liechtensteins sagte:

    Angesichts der Vielzahl von Finanz- und Justizskandalen in Liechtenstein in den vergangenen Jahren erscheint die Einstufung des Standorts als seriöser und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zunehmend fragwürdig. Eine nachhaltige Glaubwürdigkeit erfordert Transparenz, unabhängige Aufsicht sowie die konsequente Aufarbeitung von Fehlentwicklungen – Anforderungen, die im Fall Liechtensteins weiterhin fehlen.

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  12. Risks of wider financial fallout now threaten Liechtenstein’s status as a global wealth hub, according to a report
    Risks of wider financial fallout now threaten Liechtenstein’s status as a global wealth hub, according to a report sagte:

    Risks of wider financial fallout now threaten Liechtenstein’s status as a global wealth hub, according to a report

    Liechtenstein is scrambling to contain a crisis triggered by Western sanctions on Russia that has left hundreds of trust funds in legal limbo, the Financial Times reported on Monday. http://www.uaenewsapp.com/2/Article/2040/247767737

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  13. USA sanktionieren ehemaligen Treuhandkammer-Vizepräsidenten
    USA sanktionieren ehemaligen Treuhandkammer-Vizepräsidenten sagte:

    Die liechtensteinische Zeitung Vaterland vom 26. August 2024:

    USA sanktionieren ehemaligen Treuhandkammer-Vizepräsidenten

    Das US-Finanzministerium wirft den Treuhändern Anton Wyss und Alexander Lins vor, Geschäfte mit sanktionierten Russen unterhalten zu haben. Die beiden Treuhänder dementieren sämtliche Anschuldigungen.

    Das US-Finanzministerium lässt seine Muskeln spielen. Vergangenen Freitag hat es beinahe 400 Personen und Einrichtungen auf ihre Sanktionsliste gesetzt.

    Antworten
  14. Werner
    Werner sagte:

    Die USA werden die Zombie-Trusts doch nicht einfach ignorieren. Die nächsten Sanktionen von Treuhändern oder Banken dürften nur eine Frage der Zeit sein.

    Antworten
  15. Insider
    Insider sagte:

    Das kriminelle Netzwerk in Liechtenstein hat anscheinend immer noch keine Ahnung
    auf was und vor allem mit wem sie sich da eingelassen haben !
    Liechtenstein träumt noch von der Märchenhochzeit…..

    Antworten
  16. G.D.
    G.D. sagte:

    Wenn man das liest, wundert man sich, dass Liechtenstein als Ganzes nicht längst auf irgendeiner Sanktionsliste gelandet ist. Dort scheint einiges im Argen zu liegen.

    Antworten
  17. Daniel Kohlmann
    Daniel Kohlmann sagte:

    Meint man nicht mit deinen tatsächlich, dass man die ganzen Skandale und die Machenschaften in der restlichen Welt nicht mitbekommen würde?

    Antworten
  18. Wo ist der Fürst?
    Wo ist der Fürst? sagte:

    Der Fürst wurde monatelang nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Versteckt er sich vor den von den Zombie Trusts betroffenen Russen?

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  19. Sören
    Sören sagte:

    Rein zufällig bin ich auf dieser Internetseite gelandet. Ich hatte gedacht, dass das Fürstentum Liechtenstein ein seriöses Finanzzentrum sei. Aber was man hier von organisierter Kriminalität liest, verschlägt einem die Sprache.

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  20. Missbrauch vorprogrammiert
    Missbrauch vorprogrammiert sagte:

    Der Missbrauch einer Stiftung durch kriminelle Treuhänder ist doch vorprogrammiert, da der Treuhänder weiss, dass er von der Fürstenjustiz geschützt wird. Der Treuhänder wäre ja dumm, wenn er nicht zugreifen würde, das System schützt ihn doch.

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