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Ukraine, Korruption, Liechtenstein

Allgemein, Finanzplatz Liechtenstein, Skandale, Stiftungen

Wohin bringt ein korrupter Ukrainer wohl sein geraubtes Geld?

In der Ukraine ist der nächste Korruptionsskandal explodiert. Präsident Selenskyj ist es nicht gelungen, diese Bombe noch rechtzeitig zu entschärfen.

Dafür wollte er die Antikorruptionsbehörde gefügig und handzahm machen und dafür sorgen, dass sie auch diesmal die Untersuchungen gegen korrupte Mitarbeiter von ihm einstellen möge. Nach grossen Protestgeschrei der ausländischen Geldgeber musste er einen entsprechenden Gesetzesentwurf zurückziehen.

Das führte dazu, dass das National Anti‑Corruption Bureau of Ukraine (NABU) und das Specialized Anti‑Corruption Prosecutor’s Office (SAPO) nach 15-monatigen Ermittlungen (Operation Midas) zuschlug.

Beim staatlichen Energieunternehmen Energoatom sollen insgesamt rund 100 Millionen Dollar abgezweigt worden sein. Mit der primitivsten Methode: Auftragnehmer mussten ein Kick-back von 15 Prozent zahlen, sonst wurden ihre Dienstleistungen nicht honoriert.

Als zentraler Beschuldigter gilt Tymur Mindich, ein früherer Geschäftspartner des Präsidenten Volodymyr Selenskyj. Er soll die Zahlungsflüsse über Scheinfirmen organisiert haben und konnte, natürlich gewarnt, noch rechtzeitig vor seiner Verhaftung ins Ausland fliehen.

Der Energie- und der Justizminister mussten zurücktreten. Und der Präsident wusste einmal mehr von nichts und fordert harte Bestrafung, dieser Heuchler.  Kein Wunder, dass die Ukraine beim Korruptionsindex von Transparency International auf Rang 105 von 180 Ländern steht – letzter Platz in Europa.

Aber das sind die Probleme der Ukraine.

Die Probleme von Liechtenstein hingegen sind die üblichen. Denn natürlich haben nicht nur russische Oligarchen entdeckt, dass man im Fürstentum nach wie vor recht problemlos Gelder deponieren und verstecken kann.

Dabei hilft schon mal die spezielle Gesetzgebung für Trusts und Stiftungen. Es ist nicht einmal bekannt, wie viele Trusts es im Ländle gibt. Das sind Finanzgefässe, ähnlich wie Stiftungen, die zwar im Handelsregister eingetragen sein müssen.

Aber die inhaltlichen Daten (Begünstigte, Herkunft der Vermögen, „Bezug zur Ukraine“ usw.) sind nicht öffentlich einsehbar. Praktisch. Vermutungen gehen davon aus, dass es über 20’000 Trusts im kleinen Ländle geben soll.

Auch bei den nach dem Steuerstreit verbliebenen paar tausend Stiftungen ist es bis heute möglich, den beneficial owner hinter dem Anwaltsgeheimnis, Holdingstrukturen und Ausflügen auf kleine Inseln zu verschleiern.

Allerdings haben bei rund 800 dieser Finanzvehikel die Liechtensteiner Treuhänder das Kontrollorgan Stiftungsrat blitzartig verlassen. Daher stehen die nun als Zombie-Trusts blöd herum; ihre legitimen Besitzer kommen nicht mehr an ihr Geld, der Rechtsweg in Liechtenstein führt nicht nur in diesen Fällen ins Nirwana.

Das sind aber alles Trusts mit Bezug zu Russland oder zu russischen Besitzern. Die eben teilweise auf der Sanktionsliste der US-Behörde Ofac stehen, auf die kein Liechtensteiner Treuhänder kommen will. Dass es dabei auch völlig unschuldige russische Besitzer traf, die nicht sanktioniert sind: nun, Pech gehabt, Kollateralschaden.

Es gibt keinerlei Sanktionen gegen ukrainische Oligarchen, obwohl die an Korruptheit und beim illegalen Erwerb von Vermögenswerten ihren russischen Kollegen in nichts nachstehen.

Bislang hat das die EU, haben das die USA freundlich übersehen, man will ja dem Bundesgenossen Ukraine nicht schaden.

Auf der anderen Seite werden natürlich auch die Geldgeber zunehmend sauer, wenn sie immer wieder erfahren müssen, dass happige Teile ihrer Zahlungen zweckentfremdet werden und in den Taschen korrupter ukrainischer Oligarchen landen.

Wobei diese Taschen nicht allzu selten in Liechtenstein stehen.

Im Verlauf der Aufarbeitung dieser neusten Korruptionsaffäre werden sicherlich die Geldflüsse nachgezeichnet, also wohin die illegalen Kick-backs verschwunden sind.

Dabei wird dann nicht allzu selten der Name Liechtenstein, der Name LGT, der Name LLB auftauchen.

Es wäre also höchste Zeit, präventiv etwas zu unternehmen.

Aber es gilt auch hier: ich bin Liechtensteiner, mit kann keiner.

Das wird sich ein weiteres Mal als Irrtum erweisen.

18. November 2025/33 Kommentare/von Treuhänder
Schlagworte: Beneficial Owner, Energoatom, Kick-backs, Korruptionsskandal, LGT, LLB, National Anti‑Corruption Bureau of Ukraine, Ofac, Selenskyj, Specialized Anti‑Corruption Prosecutor’s Office, Transparency International, Tymur Mindich, ukrainische Oligarchen, Zombie-Trusts
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https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-11-15-um-14.39.14.png 1164 1864 Treuhänder https://untreuhaender.li/wp-content/uploads/2024/06/logoo.png Treuhänder2025-11-18 07:10:042025-11-15 14:42:29Ukraine, Korruption, Liechtenstein
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33 Kommentare
  1. Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Justiz und Finanzplatz
    Wachsende Vorwürfe gegen Liechtensteins Justiz und Finanzplatz sagte:
    18. November 2025 um 7:25

    Die Zahl der schwerwiegenden und detaillierten Vorwürfe gegen das liechtensteinische Justiz- und Finanzsystem steigt unübersehbar. Immer dringlicher stellt sich die Frage, ob Liechtenstein seinen Anspruch, ein glaubwürdiger und rechtsstaatlich verlässlicher Finanzplatz zu sein, überhaupt noch einlösen kann. Zahlreiche Betroffene treten erstmals an die Öffentlichkeit und berichten von Strukturen, die den Eindruck tiefgreifender systemischer Missstände und korruptionsähnlicher Praktiken erwecken.

    Zugleich entsteht das Bild eingespielter Netzwerke aus Treuhändern, Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die über Jahre hinweg ein hochgradig routiniertes Vorgehen etabliert haben. Während Geschädigten oft die vertraute Formel vom „bedauerlichen Einzelfall“ präsentiert wird, scheint ein kleiner Kreis von Akteuren weiterhin von einem System zu profitieren, das grundlegende rechtsstaatliche Standards aushebelt und demokratische Kontrolle unterläuft.

    Antworten
  2. Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Regierung, die Polizei und das Staatsoberhaupt Liechtensteins
    Korruption in Liechtenstein: GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Regierung, die Polizei und das Staatsoberhaupt Liechtensteins sagte:
    18. November 2025 um 7:46

    Ist es mit der Korruption in Liechtenstein besser?

    Die Staatengruppe des Europarates gegen Korruption (GRECO) fordert in einem neuen Bericht Liechtenstein auf, seine Maßnahmen zur Verhütung von Korruption unter Personen in hohen Exekutivämtern fortzusetzen, einschließlich der Regierungsmitglieder, des Regierungssekretärs bzw. der Regierungssekretärin, der Generalsekretäre bzw. Generalsekretärinnen und Persönlichen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Landespolizei. Der Bericht umfasst auch den Fürsten, der gemäß der Verfassung an der Entscheidungsfindung innerhalb der Exekutive mitwirkt.
    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
    • Korruptionsindex
      Korruptionsindex sagte:
      18. November 2025 um 10:00

      Wenn die Ukraine beim Korruptionsindex von Transparency International auf Rang 105 von 180 Ländern steht, steht dann Liechtenstein auf Rang 104?

      Antworten
    • Geronimo
      Geronimo sagte:
      18. November 2025 um 22:30

      Liechtenstein und venezolanische Drogengelder, Liechtenstein und ukrainische Bestechungsgelder. Liechtenstein nimmt alles.

      Antworten
  3. Mein Name ist Haase
    Mein Name ist Haase sagte:
    18. November 2025 um 7:59

    So wie in der Ukraine der Präsident natürlich nichts von den Machenschaften wußte, so weiß auch der Fürst natürlich nichts von irgendwelchen Machenschaften in seinem Land. 😀

    Antworten
  4. Liechtenstein hatte bereits Gelder von ehemaligen ukrainischen Politikern gebunkert
    Liechtenstein hatte bereits Gelder von ehemaligen ukrainischen Politikern gebunkert sagte:
    18. November 2025 um 8:21

    geldwäscherei Liechtenstein hat Vermögenswerte in der Höhe von rund 27 Millionen Schweizer Franken von ehemaligen ukrainischen Politikern blockiert. Die liechtensteinische Staatsanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei, wie sie gestern mitteilte. In der Ukraine waren kurz nach der Ernennung der neuen Regierung Strafuntersuchungen wegen Korruption gegen den abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch, Mitglieder der früheren Regierung und ihre Familienangehörige eröffnet worden. https://www.linthzeitung.ch/zeitung/liechtenstein-blockiert-ukraine-gelder

    Antworten
  5. Fall eines ukrainischen Richters (Yemelianov)
    Fall eines ukrainischen Richters (Yemelianov) sagte:
    18. November 2025 um 8:27

    Ein Richter des ukrainischen „Supreme Economic Court“, Artur Yemelianov, und seine Frau waren Begünstigte einer in Panama registrierten Firma, deren Konten in Liechtenstein standen.
    Ursprünglich wurden ~ 13 Mio. CHF auf Konten in Liechtenstein eingefroren.

    Antworten
    • Liechtenstein unfreezes assets of Ukrainian judge suspected of corruption
      Liechtenstein unfreezes assets of Ukrainian judge suspected of corruption sagte:
      18. November 2025 um 8:32

      Robert Wallner, Prosecutor General of Liechtenstein July 18 said that the court decided to lift the freeze on Ukrainian judge’s accounts, because Ukrainian law enforcement authorities didn’t provide any proof his money was obtained through illegal means, according to Ukraine Today.
      «The judge lifted the freeze on the money with our consent», Robert Wallner declared.
      Artur Yemelianov, judge of the Supreme Economic Court of Ukraine, and his wife were beneficiaries of the offshore company, registered in Panama. They are both suspected of corruption.

      Liechtenstein law enforcement agencies state the illegality of funds has to be proved by the country, where the illegal money was gained. The Ukrainian party claims it didn’t receive any legal information from Liechtenstein, which would allow Ukraine to provide evidence on the suspect’s money laundering schemes.

      Antworten
    • Sergei
      Sergei sagte:
      18. November 2025 um 12:44

      https://www.unian.ua/politics/1422783-lihtenshteyn-rozmoroziv-ofshorniy-rahunok-ukrajinskogo-suddi-z-13-milyonami-frankiv.html

      Antworten
    • Liechtenstein ist out, Krypto ist in
      Liechtenstein ist out, Krypto ist in sagte:
      18. November 2025 um 13:49

      13 Millionen können heute mit Bitcoin bezahlt werden, da brauchen Ganoven keine liechtensteiner Treuhänder mehr, die das mühsam gestohlene Geld stehlen.

      Antworten
  6. Geldwäsche-Vorwürfe & Politik
    Geldwäsche-Vorwürfe & Politik sagte:
    18. November 2025 um 8:40

    In einem Interview äußerte sich ein Regierungsmitglied Liechtensteins (Thomas Zwiefelhofer) dahingehend, dass ukrainische Oligarchen mit fragwürdigen Mitteln Geld nach Liechtenstein gebracht haben sollen.
    https://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article125604015/Diktatoren-werden-in-Liechtenstein-nicht-mehr-froh.html?utm_source=chatgpt.com

    Antworten
    • Stefan Burghardt
      Stefan Burghardt sagte:
      18. November 2025 um 9:52

      Das Geld kommt doch nur in seltenen Fällen, direkt aus Russland oder der Ukraine, sondern zumeist über irgendwelche dubiosen Gesellschaften auf Zypern usw.

      Antworten
  7. Walter
    Walter sagte:
    18. November 2025 um 9:50

    Laut der Stolen Asset Recovery Initiative (StAR) sind die Ermittlungen gegen ehemalige ukrainische Politiker in Liechtenstein weiterhin offen.
    https://star.worldbank.org/asset-recovery-watch-database/former-ukrainian-politicians-liechtenstein?utm_source=chatgpt.com

    Antworten
  8. Der nächste grosse Skandal in Liechtenstein
    Der nächste grosse Skandal in Liechtenstein sagte:
    18. November 2025 um 10:57

    Der nächste grosse Skandal in Liechtenstein

    Streit um Luxusimmobilien: Witwe von saudischem König liegt im Clinch mit liechtensteinischer Stiftung

    Vor seinem Tod gründete König Fahd in Liechtenstein zwei Stiftungen. Diese Stiftungen sollten seiner Witwe zugutekommen. Die Witwe des Königs erhebt nun Anspruch auf die Immobilien, doch die Stiftungen verweigern die Herausgabe. Es geht um mehrere hochpreisige Anwesen, darunter ein Anwesen an der Côte d’Azur.
    https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/witwe-von-saudischem-koenig-liegt-im-clinch-mit-liechtensteinischer-stiftung-art-597168

    Die Stiftungen argumentieren, dass die Witwe nicht mehr begünstigt sei – was sie bestreitet.

    Typisches Verhalten Liechtensteiner Treuhänder: es wird behauptet, der Begünstigte sei gar nicht mehr begünstigt. Soll doch der Begünstigte zu dem nicht neutralen Gericht in Liechtenstein gehen und versuchen, dort sein Recht zu erhalten. Lautes Gelächter! In der Zwischenzeit, also ein paar Jahre lang, haben die Treuhänder dann völlig unkontrollierten Zugriff auf das Stiftungsvermögen und können sich selbst die absurdesten Honorare genehmigen. Wenn sie Pech haben, erhält der Begünstigte nach vielen Jahren doch sein Recht und haben sich die liechtensteiner Treuhänder und ihre Rechtsanwälte nur um Millionen aus der Stiftung bereichert. Wenn die Begünstgten Pech haben (bzw. die Treuhänder die Richter gut genug behandelt haben), stellen die Gerichte fest, dass der Begünstigte gar nicht mehr Begünstigter ist. Dann müssen die Treuhänder selbst einen neuen Begünstigten finden,,,,,, z.B. sich selbst oder ihre eigenen Stiftungen. Was wären bei zwei Luxusanwesen in Südfrankreich schon ein paar Millionen Franken für ein entgegenkommendes Urteil, wenn die Treuhänder doch das gesamte Stiftungsvermögen haben können?

    Antworten
    • Der nächste grosse Skandal in Liechtenstein
      Der nächste grosse Skandal in Liechtenstein sagte:
      18. November 2025 um 12:34

      Die Treuhandgesellschaft der Asturion Stitung mit den Luxusimmobilien ist

      LNR Trust Reg.
      Dr. Bernhard Josef Lorenz
      Dr. Wolfgang Rabanser

      Die beiden Rechtsanwälte und Treuhänder sind alte Bekannte in Liechtenstein.

      Dr. Bernhard Lorenz hat beantragt, die Witwe des Gründers des Bacardi (Bastille-) Trust abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Bacardi-Skandal.

      Dr. Wolfgang Rabanser hatte für seinen Mandanten beantragt, einen Familienbegünstigten aus der Hartlaub Stiftung abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Hartlaub-Fall.

      Antworten
  9. Ferdinand Heitmann
    Ferdinand Heitmann sagte:
    18. November 2025 um 11:03

    In einem wissenschaftlichen Paper (AEI) wird ein Schema beschrieben, bei dem ukrainische „Zombie-Banken“ (Banken ohne echtes Geschäft) Geld über Korrespondenzbanken zu sogenannten Offshore-Standorten verschoben haben. Ein Teil dieser Ströme soll über Liechtensteiner Banken wie die Bank Frick stattgefunden haben.
    https://aei.pitt.edu/88536/1/prace_67_aftermath-of-crisis_net.pdf?utm_source=chatgpt.com

    Antworten
  10. Wenn Russen oder Ukrainer böse werden
    Wenn Russen oder Ukrainer böse werden sagte:
    18. November 2025 um 11:09

    Russen und Ukrainer verstehen keinen Spass, wenn man ihnen ihr Geld wegnimmt:

    Former Governor of the National Bank of Ukraine (NBU) from 2014 until 2017 Valeria Gontareva also told bne IntelliNews that Kolomoisky personally threatened her life when she refused to return PrivatBank to his control. Her house was later burnt down and the car of her daughter-in-law was hit with a Molotov cocktail and burnt. She finally quit her job as governor when a coffin with a mannequin dressed as her was delivery to the doors of the NBU.

    Antworten
    • Peter
      Peter sagte:
      18. November 2025 um 17:09

      Das ist ja noch harmlos. Das erleben die In Russland oder der Ukraine noch ganz anders, wenn jemand böse ist.

      Antworten
  11. Der Jemeljanow-Fall um die 13 Mio. Franken
    Der Jemeljanow-Fall um die 13 Mio. Franken sagte:
    18. November 2025 um 12:42

    „Das Liechtenstein-Verfahren um die 13 Mio. Franken“ ist bekannt. Es ging um den ehemaligen Vize-Vorsitzenden des Oberen Wirtschaftsgerichts der Ukraine, Artur Jemeljanow (Artur Yemelianov). Er und seine Ehefrau standen unter Verdacht, im Zusammenhang mit einer panamaischen Offshore-Firma rund 13 Millionen CHF in Liechtenstein „versteckt“ zu haben.

    Im Juli 2015 wurden vom Fürstentum Liechtenstein 13 Mio. Franken auf Konten einer panamaischen Gesellschaft eingefroren, deren Begünstigte Jelmeljanow und seine Ehefrau waren.

    Im Juli 2016 entschied ein liechtensteinischer Richter, die Konten wieder freizugeben, da die ukrainischen Behörden bis dahin keinen Nachweis für die illegale Herkunft der Gelder erbracht hatten.

    Antworten
    • 13 Mio Franken hat ein Richter?
      13 Mio Franken hat ein Richter? sagte:
      18. November 2025 um 14:52

      Wie ist da das Verhältnis der Bezüge vom Staat zu den «sonstigen Einnahmen»?
      Und wie ist das in Liechtenstein?

      Antworten
  12. Charly Ritter
    Charly Ritter sagte:
    18. November 2025 um 13:15

    Gleich und gleich gesellt sich gern.

    Antworten
  13. Andrii Kobolev – USD 22.2 Mio.
    Andrii Kobolev – USD 22.2 Mio. sagte:
    18. November 2025 um 14:56

    Im März 2024 beschlagnahmte das Fürstliche Landgericht in Vaduz rund 22,2 Millionen US-Dollar von Konten in Liechtenstein, die dem ehemaligen Naftogaz-CEO Andrii Kobolev zugerechnet werden. Hintergrund war ein Ermittlungsverfahren in der Ukraine wegen mutmaßlicher Finanzdelikte.

    Antworten
    • Mykola Azarov (inkl. Angehörige, z. B. Oleksii Azarov)
      Mykola Azarov (inkl. Angehörige, z. B. Oleksii Azarov) sagte:
      18. November 2025 um 23:41

      Mykola Azarov (ehem. Premierminister) und enge Angehörige wurden von der Schweiz auf Listen gesetzt; Reuters und andere Agenturen berichten, dass auch Liechtenstein Konten eingefroren hat. Die EU/Schweiz-Koordination führte zur Sperre von Konten von Azarov & Co.

      Antworten
  14. Gesamt nur 260 Mio. CHF ukrainische Gelder eingefroren
    Gesamt nur 260 Mio. CHF ukrainische Gelder eingefroren sagte:
    18. November 2025 um 15:24

    Seit 2022 hat Liechtenstein die Regeln für Sanktionen gegen Personen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg verschärft.

    Stand 2022 sind rund 260 Mio. CHF an Vermögenswerten mit Ukraine-Bezug eingefroren.

    Wenn schon ein einzelner Richter 13 Mio. CHF hat, dann erscheint diese Summe nur ein Bruchteil der einzufrierenden Vermögen zu sein.

    Die USA werden dies mit ihrem Office of Foreign Asset Protection OFAC schon herausfinden.

    Antworten
  15. Dagmar
    Dagmar sagte:
    18. November 2025 um 17:02

    Bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges zählten Osteuropa, insbesondere Russland und die Ukraine zu den wichtigsten Zielmärkten für Banken in Liechtenstein. Entsprechend ist davon auszugehen, dass sich unter den verwahrten Kundengeldern erhebliche Beträge mit russischem und ukrainischem Ursprung befinden – oftmals über komplexe Strukturen wie zypriotische Gesellschaften nach Liechtenstein transferiert. Ob die vorgeschriebenen „Know Your Customer“-Prüfungen (KYC) in allen Fällen konsequent und lückenlos durchgeführt wurden, erscheint zumindest fraglich. Sollten die USA hier Zweifel haben und auch aufgrund der sog. Zombie Trusts Überprüfungen anstellen, so könnte dies zu Problemen für die Liechtensteinischen Banken führen.

    Antworten
  16. Yanukovych-Affäre
    Yanukovych-Affäre sagte:
    18. November 2025 um 17:31

    Liechtenstein hatte bereits 2014 Konten/Vermögen im Zusammenhang mit dem gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch und seinem Umfeld. Diese wurden später eingefroren.

    Antworten
  17. Graf Dracula
    Graf Dracula sagte:
    18. November 2025 um 18:19

    Blutgelder, Bestechungsgelder, Drogengelder – nur her damit, je mehr desto besser!

    Antworten
  18. Anti-Korruptionsmaßnahmen in der Ukraine und in Liechtenstein
    Anti-Korruptionsmaßnahmen in der Ukraine und in Liechtenstein sagte:
    18. November 2025 um 22:46

    In der Ukraine geht die Anti-Korruptionsbehörde gegen enge Vertraute des Präsidenten vor.

    In Liechtenstein mahnt die Anti-Korruptionsbehörde das Fehlen von Anti-Korruptionsmaßnahmen bei der Justiz, der Polizei, den Regierungsmitgliedern und sogar beim Staatsoberhaupt, dem Fürsten an.

    Antworten
  19. Pressemitteilung der Anti-Korruptionsbehörde des Europarats GRECO
    Pressemitteilung der Anti-Korruptionsbehörde des Europarats GRECO sagte:
    18. November 2025 um 22:47

    https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state

    Antworten
  20. World Bank / Asset Recovery — Eintrag: „Former Ukrainian politicians (Liechtenstein)“
    World Bank / Asset Recovery — Eintrag: „Former Ukrainian politicians (Liechtenstein)“ sagte:
    18. November 2025 um 23:34

    Die World Bank / Stolen Asset Recovery (STAR)-Datenbank führt einen Fall „Former Ukrainian politicians (Liechtenstein)“ mit Status «ongoing»; das deutet auf fortlaufende bzw. wiederholt dokumentierte Ermittlungen/Rückgewinnungsprozesse hin.

    Antworten
    • World Bank Eintrag
      World Bank Eintrag sagte:
      18. November 2025 um 23:34

      https://star.worldbank.org/asset-recovery-watch-database/former-ukrainian-politicians-liechtenstein

      Antworten
  21. Stefan
    Stefan sagte:
    19. November 2025 um 6:14

    Diese Webseite bringt so viel über Liechtenstein ans Licht, dass man es kaum noch fassen kann. Schockierend.

    Antworten
  22. Wo bringt man geraubtes Geld hin?
    Wo bringt man geraubtes Geld hin? sagte:
    19. November 2025 um 6:46

    Natürlich nach Liechtenstein, where else?

    Antworten

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