Wie schafft es eine Räuberhöhle, sich strahlend sauber darzustellen?
Eines muss man Liechtenstein und seinem Fürstenhaus lassen. Es gelingt dem Ländle, die hässliche Realität mit einem vermeintlich putzig-sauberen Image zu übertünchen.
Eine Beweisführung in fünf Punkten.
- Image der Transparenz vs. Realität der Intransparenz
Fassade: Liechtenstein präsentiert sich seit Jahren als „sauberer, transparenter“ Finanzplatz, der internationale Standards (z. B. OECD, FATF) einhält.
Wirklichkeit: Viele Strukturen – etwa Stiftungen, Anstalten und Treuhandkonstruktionen – dienen weiterhin dazu, die wahren Eigentümer von Vermögen zu verschleiern. Diese Konstruktionen ermöglichen es, Geld anonym zu parken oder zu vererben, oft steueroptimiert oder gar steuervermeidend. Ein Schattenfinanzplatz.
2. Moralische Doppelbödigkeit: „Kleine Alpenrepublik als Hüterin der Sauberkeit“
Fassade: Die Regierung und Fürstenfamilie betonen immer wieder, Liechtenstein habe „aus der Vergangenheit gelernt“ (etwa nach der Steueraffäre 2008).
Wirklichkeit: Gleichzeitig basiert der Reichtum des Landes zu einem erheblichen Teil auf Kapitalzuflüssen aus Steuervermeidung, Erbschaftsplanung und Vermögensschutz fragwürdiger Herkunft. Wie aktuell der Skandal um rund 800 Zombie-Trusts beweist.
3. Kooperation nur unter Druck
Fassade: Liechtenstein sei immer vorne dabei, wenn es um die Einführung neuer und schärferer Kontrollregeln bei Finanzflüssen gehe.
Wirklichkeit: Viele Reformen (z. B. Informationsaustausch, Bekämpfung von Geldwäsche) wurden nicht aus Überzeugung, sondern unter massivem internationalen Druck eingeführt.
4. „Legale“ Strukturen für illegitime Zwecke
Fassade: In Liechtenstein geht alles nach Gesetz und Ordnung zu und her, peinlich genau werden alle Regelwerke beachtet, Verstösse von der fürstlichen Justiz gnadenlos geahndet.
Wirklichkeit: Liechtensteinische Finanzdienstleister nutzen hochkomplexe legale Konstrukte, um Vermögen zu „strukturieren“. Dabei werden internationale Regeln zwar formal eingehalten, aber ihrem Geist nach umgangen. Zudem werden Stifter und begünstigte nach allen Regeln der Kunst ausgenommen und enteignet. Was von der fürstlichen Justiz geschützt wird.
5. Verflechtung von Politik, Fürstenhaus und Finanzwirtschaft
Fassade: Es gibt ein über den Dingen stehendes Fürstenhaus, demokratische Strukturen und einen autonomen Finanzmarkt, bei dem die Fürstenbank LGT nur ein Player unter anderen ist.
Wirklichkeit: Die enge Verbindung zwischen Staat, Monarchie und Finanzelite führt zu einer politischen Kultur, in der wirtschaftliche Interessen dominieren. Kritische Stimmen im Land oder im Ausland werden oft als Angriff auf die „Souveränität“ oder den „Erfolg Liechtensteins“ abgetan. Das erzeugt eine Fassade nationaler Einigkeit, hinter der wirtschaftliche Eigeninteressen geschützt werden.
Fazit: Man betont Ethik, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit, während man ein System aufrechterhält, das von Verschleierung, Diskretion und internationaler Steuerflucht profitiert.
Liechtenstein lebt davon, so zu tun, als habe es nichts mehr zu verbergen – und genau darin liegt die Kunst seiner Verlogenheit.




Der Skandal um den Treuhänder Norbert Seeger ist der nächste Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt (siehe gestriger Artikel).
Liechtenstein übertrifft sich wieder selbst.
So etwas kann nur im Fürstentum passieren. Die Story ist dermassen unglaublich, dass zunächst versichert werden muss: alles ist wahr, nichts ist erfunden.
Es geht um den liechtensteinischen Rechtsanwalt, Treuhänder, Honorargeneralkonsul der Republik Nordmazedonien und Träger des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens.
Es geht um den ehemaligen Besitzer der wohl grössten Rolls-Royce-Sammlung der Welt.
https://untreuhaender.li/2025/10/19/der-rolls-royce-unter-den-skandalen/
Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen. Der Beschuldigte wehrt sich – inhaltlich und formal.
Die Verdachtsmeldung einer Bank brachte alles ins Rollen. Seit 2020 ermittelten Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter gegen einen Rechtsanwalt und Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft. Bekannt ist der langjährig tätige Mann mit seiner kleinen Kanzlei in Vaduz nicht nur aufgrund seines früheren politischen Engagements und verschiedenen öffentlichen Po- sitionen, die er innehatte, sondern auch für seine beachtliche Rolls-Royce- und Bentley-Sammlung voller Raritäten, die er im Sommer 2020 für rund zehn Millionen Franken in einer privaten Auktion über Sotheby’s versteigerte.
Langwierige Ermittlungen sorgten für Aufsehen
Entsprechend sorgten die Ermittlungen für Aufsehen. Es kam zu mehreren Hausdurchsuchungen. Der Sachverhalt sei komplex und der Umfang der auszuwertenden Unterlagen gross, sagte der damalige leitende Staatsanwalt Robert Wallner im April 2021.
Anfang April 2025 hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben, wie der leitende Staatsanwalt Frank Haun am Dienstag informierte. «Dem Beschuldigten werden das Verbrechen der Untreue in 26 Fällen, das Vergehen der Veruntreuung in zwei Fällen sowie das Verbrechen der Geldwäscherei zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von einem Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Franken aus», heisst es in der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.
https://www.liewo.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
Kaum zu glauben, der nächste Treuhänder ist angeklagt.
Warum gehe in die anständigen Treuhänder nicht gegen die schwarzen Schafe vor, die den Ruf der ganzen Branche versauen? Oder gibt es keine anständigen Treuhänder in Liechtenstein?
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Oldtimer-Treuhänder
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen «Oldtimer-Treuhänder»
Vaterland, 18.09.2025
Untreue, Veruntreuung, Geldwäscherei: So lauten die Vorwürfe nach über fünf Jahren Ermittlungen.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-oldtimer-treuhaender-art-613499
Der nächste Treuhänder Skandal im Ländle, dabei gibt es doch schon aktuell den Bacardi Skandal und den Hartlaub Skandal. Aber im Ländle kann man wohl nie genug Skandale haben. Ach ja, und da wären noch die 800 Zombie-Trust-Skandale.
Der Treuhänder Norbert Seeger hatte eine Sammlung vin 28 Rolls-Royce, darunter waren Exemplare, die bis zu 1.5 Mio. Franken wert waren.
Der wegen Veruntreuung in Millionenhöhe verurteilte Mario Staggl war dagegen absolut bescheiden, er hat z.B. nur einen Bentley für 262’000 Franken direkt von Treuhandkonten bezahlt.
Liechtenstein betreibt intensives Reputationsmanagement durch Suchmaschinenoptimierung («SEO-ORM»), um nicht zu sagen „Online-Image-Kontrolle“ oder „Suchmaschinenmanipulation“ oder «Narrativsteuerung».
Negative Berichte über den Finanzplatz werden unterdrückt, indem Suchmaschinenbetreiber aufgefordert werden, bestimmte Inhalte nicht mehr anzuzeigen (technisch «De-Indexierung» oder rechtlich nach EU-DSGVO), das Internet wird praktisch gesäubert.
Positive Berichte über Liechtenstein erscheinen prominent weit oben bei Suchen, indem viele neue, positive Inhalte veröffentlicht werden (sog. «Content Flooding»).
So erscheinen bei der Suche über Liechtenstein keine Artikel über die schwere Zombie-Trust Krise, aber unzählige Artikel über Märchenhochzeit, Urlaubsparadies Liechtenstein etc..
Auf diese Weise soll die öffentliche Wahrnehmung des Landes gezielt gesteuert und manipuliert werden.
Gegen den liechtensteiner Treuhänder Dr. Norbert Seeger, der die grösste private Rolls-Royce Sammlung der Welt zusammengetragen hat, wurde ermittelt wegen des Verdachts der Untreue, die Medien berichteten zahlreich darüber.
Die zahlreichen Berichte im Internet sind fast alle verschwunden («De-Indexierung»).
Googelt man seinen Namen, so kommen jede Menge positive Berichte über ihn («Content-Flooding) auf vielen neuen Internetseiten:
seeger .li
dr.norbert-seeger .com
erfahrungen.dr.norbert-seeger .com
liechtenstein.dr.-norbert-seeger .com
drnorbertseeger.wordpress ,com
liechtenstein.dr-norbert-seeger .com
drnorbertseeger.wordpress .com
Die Aussendarstellung Liechtensteins wird sehr aufwändig gepflegt, im die saubere Fassade zu erhalten.
Das „De-Indexieren“ negativer Berichte im Internet über Skandale oder negative Tatsachen (z.B. Kritik der Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO) findet sich kaum noch) wird exzessiv betrieben.
Ebenso das „Content-Flooding“, man findet beim Googeln fast nur positive Berichte (z.B. über das „Urlaubsland“ Liechtenstein), welche die negativen Suchergebnisse weit nach unten verschieben.
Liechtenstein gibt sich seriös, vertrauenswürdig und katholisch. Die Realität ist anders: Korruption, Skandale und 800 enteignete Zombie Trusts.
Liechtenstein steht vor einem Dilemma: Entweder es gelingt eine rasche und transparente Aufarbeitung der Krise, oder der Ruf als verlässlicher Finanzstandort ist dauerhaft beschädigt. Die Zeit für Taten ist jetzt.
Fassade:
Demokratische Strukturen, unabhängige Justiz, Fürstenhaus stehe über den Dingen.
Wirklichkeit:
Enge Verbindungen zwischen Staat, Monarchie und Finanzelite. Kritiker werden als „staatsfeindlich“ diffamiert, während wirtschaftliche Eigeninteressen geschützt werden.
Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Die wiederholte Duldung oder unzureichende Aufarbeitung von Skandalen lässt zumindest den Eindruck entstehen, dass wirtschaftliche Interessen über Rechtsklarheit und internationale Glaubwürdigkeit gestellt werden.
Nach aussen wird eine Fassade aufgebaut, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.
Die 800 Zombie Trusts, bei denen nicht sanktionierte Opfer Liechtensteins nicht mehr an ihr Geld kommen, die Skandale, die allesamt vertuscht werden. Die Realität ist Welten von der scheinheiligen Fassade entfernt.
Der Bund titelt: Internationale Finanzkriminalität – Liechtensteins weisse Fassade bröckelt
Das Fürstentum präsentiert sich seit Jahren als sauberen Finanzplatz. Nun erschüttern neue Skandale das Selbstbild. Es geht um Mafia-Geschäfte und veruntreute Staatsgelder aus Venezuela.
https://www.derbund.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Der internationale Ruf Liechtensteins als verlässlicher, diskreter und stabiler Finanzplatz hat durch eine Flut von Skandalen (Perry-Skandal, Bacardi-Skandal, Hartlaub-Skandal und ganz aktuell Norbert Seeger-Skandal) und die Zombie-Trust-Krise erheblichen Schaden genommen.
Capital titelt: «Treuhänder: Liechtenstein: zu untreuen Händen»
Sie waren die heimlichen Herrscher von Liechtenstein und verwalteten Milliarden: die Treuhänder. Nachdem das Fürstentum das Bankgeheimnis aufgeweicht hat, kommen nun erstaunliche Betrugsfälle ans Licht.
https://www.capital.de/geld-versicherungen/liechtenstein-zu-untreuen-haenden
Das Vertrauen in den Finanzplatz Liechtenstein ist erschüttert. Anstatt als stabiler Partner in der Vermögensverwaltung zu gelten, wird Liechtenstein zunehmend als unsicherer und riskanter Standort wahrgenommen. Die Regierung bemüht sich zwar um Lösungen, doch die Frage bleibt: Wie glaubwürdig ist ein Finanzplatz, der seine eigenen Strukturen und Treuhänder nicht mehr kontrollieren kann?
How Russian fortunes stranded by US sanctions rocked Liechtenstein
That sanctioning has prompted other directors fearing such punishment to quit hundreds of Russian-linked trusts, according to several people familiar with the matter, exposing a far wider problem with Russian money in the tiny country with a population of about 40,000.
https://www.reuters.com/business/finance/under-us-pressure-liechtenstein-seeks-fix-stranded-russian-wealth-2025-05-30/
Liechtensteiner Treuhänder sorgen immer wieder für Skandale.
Der Fürst will’s richten, richtet aber nichts.
https://www.dieostschweiz.ch/artikel/finanzsumpf-liechtenstein-der-fuerst-wills-richten-jx9MkX7
Liechtenstein stellt sich nach außen als Transparent und rechtsstaatlich dar, während es intern von schweren Skandalen, Intransparenz, Korruption und systemischer Doppelmoral geprägt ist.
GRECO empfiehlt Antikorruptionsreformen für die Regierung, die Polizei und das Staatsoberhaupt Liechtensteins
Die GRECO wiederholt ihre seit Langem bestehende Besorgnis über die Befugnis des Fürsten, strafrechtliche Ermittlungen und Verfahren gegen Personen mit hohen Exekutivfunktionen, die im Verdacht stehen, Korruptionsdelikte begangen zu haben, zu blockieren oder einzustellen. Sie bekräftigt, dass dies eine Gefahr für die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Strafjustiz darstellen kann, und empfiehlt, diese Befugnis zu überarbeiten.
https://www.coe.int/de/web/portal/-/greco-recommends-anti-corruption-reforms-for-liechtenstein-s-government-police-and-head-of-state
Sicherlich wird man in Liechtenstein beteuern, man werde all den Begehren der Antikorruptionsbehörde des Europarats (GRECO) nachkommen. Der Fürst als Monarch wird sich aber doch nicht ernsthaft seine Befugnis nehmen lassen, inn Strafverfahren einzugreifen und diese einstellen zu lassen. Selbst wenn diese nicht mehr in der Verfassung festgeschrieben sein sollte, so würde doch ein Wort des Fürsten als Monarchen ausreichen und jedes Strafverfahren würde eingestellt werden oder würde eine Person aus welchen Gründen auch immer trotz klarer Beweise freigesprochen werden. Beim derzeitigen Präsidenten der Treuhänderkammer Stefan Wenawesen wurde ein Strafurteil wegen «Begründungsmängeln» im Rekurs eben mal so aufgehoben.
Liechtenstein maintains a carefully crafted façade for the outside world—one that bears little resemblance to the reality within. The existence of 800 so-called ‚zombie trusts‘, which have left unsanctioned victims unable to reclaim their assets, is just one example. Scandals are routinely swept under the rug, and the gap between the country’s self-righteous image and its actual practices is nothing short of staggering.
Es sind zwei erhebliche Skandale, die das Finanz- und Treuhandgewerbe im Fürstentum Liechtenstein derzeit stark belasten:
Zum einen die nicht abreißen die Kette von Skandalen, die ganz aktuell durch den neuesten Skandal um den Treuhänder Norbert Seeger erneut hochkocht.
Zum anderen der Skandal um etwa 800 Zombies Trusts.
Die Glaubwürdigkeit Liechtensteins als Finanzstandort ist schwer beschädigt.
Lichtenstein hat nur rund 40.000 Einwohner. Das Land lebt zu einem erheblichen Teil von seinem Finanz- und Treuhandplatz.
Ein offener Konflikt oder gar ein Skandal schadet nicht nur einzelnen Akteuren, sondern dem gesamten Standortimage.
Deshalb besteht eine starke Kultur des Schweigens – man „wäscht die Wäsche intern“, um den Ruf des Landes zu schützen.
Die grösste Rolls-Royce Sammlung hatte sich der Treuhänder Norbert Seeger zusammengesammelt. Ist doch ganz normal für einen Liechtensteiner Treuhänder, dass man etwas Geld verdient. Ich bin Banker und… fahre mit der Tram.
Tagesspiegel: «Liechtenstein: Hort der Kriminellen»
Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur für Steuerflüchtlinge sondern auch für alle Arten von Kriminellen ein Paradies. Eine spanische Zeitung berichtet über Gelder aus Drogengeschäften und Korruption, die in das Land geflossen sind.
https://www.tagesspiegel.de/politik/liechtenstein-hort-der-kriminellen-1619899.html
Die Skandale, bei denen Treuhänder die Vermögen ihrer Kunden veruntreuen, reißen nicht ab und Hunderte Kunden der Zombie Trusts kommen nicht mehr an ihre Vermögen. Da ist es ein Witz, wenn Liechtenstein das Internet säubert und sich als sicheren und seriösen Finanzplatz präsentiert. Ist denen überhaupt nichts zu dumm?
Eine schwarze Witwe lockt ihre Opfer in ihr Netz. Liechtenstein macht es ähnlich, verspricht Seriosität, dann werden die Kunden zu Opfern, die von Treuhändern ausgeraubt, der korrupten Justiz verheizt und von den Rechtsanwälten nochmals abgezockt werden.
Mehrere grosse Baustellen gleichzeitig sind eine existenzielle Gefahr
Parallel laufende Skandale bedeuten, dass Ressourcen (staatlich, regulatorisch, medial) geteilt werden müssen — das erschwert eine saubere und glaubwürdige Bewältigung.
Das Risiko überzogener Verallgemeinerung steigt: Aus Einzelfällen kann die Öffentlichkeit schnell auf «ein ganzer Standort ist unzuverlässig» schliessen.
Der Vorwurf der Scheinheiligkeit gegenüber Liechtenstein basiert im Kern auf einem eklatanten Widerspruch.
Außenwirkung:
Liechtenstein präsentiert sich international als:
rechtsstaatlich, neutral und gesetzestreu, ein verlässlicher Finanzplatz mit Reformwillen, transparent im Umgang mit internationalen Standards (z. B. OECD, FATF).
Innenrealität:
Whistleblower werfen dem Land jedoch vor:
systematische Intransparenz im Treuhand- und Finanzwesen, Vetternwirtschaft und fehlende Kontrolle über mächtige Netzwerke, Skandale, die oft nicht aufgearbeitet, sondern vertuscht werden, eine Doppelmoral, bei der Gesetze selektiv angewendet oder umgangen werden.
Ein Beispiel ist der Umgang mit sogenannten «Zombie Trusts», bei denen Opfer – oft ausländische Investoren – keinen Zugang mehr zu ihren Vermögenswerten haben, während die Strukturen weiter bestehen. Auch Fälle wie jener von Mario Staggl oder Harry Gstöhl haben das Vertrauen in die Integrität des Systems erschüttert.
Streit um Luxusimmobilien: Witwe von saudischem König liegt im Clinch mit liechtensteinischer Stiftung
Vor seinem Tod gründete König Fahd in Liechtenstein zwei Stiftungen. Diese Stiftungen sollten seiner Witwe zugutekommen. Die Witwe des Königs erhebt nun Anspruch auf die Immobilien, doch die Stiftungen verweigern die Herausgabe. Es geht um mehrere hochpreisige Anwesen, darunter ein Anwesen an der Côte d’Azur.
https://www.vaterland.li/liechtenstein/gesellschaft/witwe-von-saudischem-koenig-liegt-im-clinch-mit-liechtensteinischer-stiftung-art-597168
Die Stiftungen argumentieren, dass die Witwe nicht mehr begünstigt sei – was sie bestreitet.
Typisches Verhalten Liechtensteiner Treuhänder: es wird behauptet, der Begünstigte sei gar nicht mehr begünstigt. Soll doch der Begünstigte zu dem nicht neutralen Gericht in Liechtenstein gehen und versuchen, dort sein Recht zu erhalten. Lautes Gelächter! In der Zwischenzeit, also ein paar Jahre lang, haben die Treuhänder dann völlig unkontrollierten Zugriff auf das Stiftungsvermögen und können sich selbst die absurdesten Honorare genehmigen. Wenn sie Pech haben, erhält der Begünstigte nach vielen Jahren doch sein Recht und haben sich die liechtensteiner Treuhänder und ihre Rechtsanwälte nur um Millionen aus der Stiftung bereichert. Wenn die Begünstgten Pech haben (bzw. die Treuhänder die Richter gut genug behandelt haben), stellen die Gerichte fest, dass der Begünstigte gar nicht mehr Begünstigter ist. Dann müssen die Treuhänder selbst einen neuen Begünstigten finden,,,,,, z.B. sich selbst oder ihre eigenen Stiftungen. Was wären bei zwei Luxusanwesen in Südfrankreich schon ein paar Millionen Franken für ein entgegenkommendes Urteil, wenn die Treuhänder doch das gesamte Stiftungsvermögen haben können?
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Intransparenz liechtensteinischer Stiftungen.
Beobachter sehen darin ein Beispiel für mangelnde Kontrolle und fehlende Rechtsklarheit im Stiftungswesen.
Der Streit wird einmal mehr internationale Aufmerksamkeit auf Liechtensteins Finanzplatz lenken – erneut im Kontext von Vermögensverschleierung und Machtmissbrauch durch Liechtensteiner Treuhänder.
Die Treuhandgesellschaft der Asturion Stitung ist
LNR Trust Reg.
Dr. Bernhard Josef Lorenz
Dr. Wolfgang Rabanser
Die beiden Rechtsanwälte und Treuhänder sind alte Bekannte in Liechtenstein.
Dr. Bernhard Lorenz hat beantragt, die Witwe des Gründers des Bacardi (Bastille-) Trust abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Bacardi-Skandal.
Dr. Wolfgang Rabanser hatte für seinen Mandanten beantragt, einen Familienbegünstigten aus der Hartlaub Stiftung abberufen zu lassen, was durch Richter Rosenberger auch erfolgte. Das wurde der Hartlaub-Skandal.
Marxer und Partner galten lange als das heimliche Justizministerium Liechtensteins und gemeinsam mit Ihren Ex Kollegen der heutigen Kanzlei LNR ,bekannt aus den Fällen Bacardi und Hartlaub , traten diese in London im Fall Asturion Stiftung an.Diesmal überzeugten Sie die Richter nicht! Der Richter folgte dem Experten Dr.Harald Bösch,der die Prinzessin vertrat
Die Asturion Stiftung war Eigentümerin einer Reihe von absoluten Super-Luxus Anwesen in London (Kenstead Hall on Bishop’s Avenue), ein Palast unmittelbar am Meer in Südfrankreich in Juan-les-Pins, In Spanien usw.
Im Stiftungsrat war u.a. der Liechtensteiner Rechtsanwalt Dr. Alex Wiederkehr. Bei einem Rechtsstreit vor dem Gericht in London um dias Luxus-Anwesen in London war Dr. Wolfgang Rabanser (bekannt aus dem Hartlaub-Skandal) Expert-witness für die Stiftung. Involviert waren auch die Rechtsanwälte Dr. Grabher und Dr. Florian Marxer der Kanzlei Marxer & Partner. Das Urteil des High Court in London vom 21. Dezember 2023 ist hier:
Kenstead Hall (the “Property”) on Bishop’s Avenue
https://www.serlecourt.co.uk/images/uploads/documents/Asturion_Fondation_v._Aljawharah_bint_Ibrahim_Abdulaziz_alIbrahaim__2023__EWHC_3305_.pdf
Dr.Harald Bösch war ebenfalls als Experte in London ….
Immer wieder tauchen Fälle auf, in denen Treuhänder in Skandale verwickelt sind – etwa:der Perry-Skandal,
der Bastille-Trust-Skandal (Bacardì-Skandal) oder der Hartlaub-Skandal. In vielen dieser Fälle wird nicht konsequent aufgeklärt oder sanktioniert, was den Eindruck erweckt, dass lokale Akteure geschützt werden – selbst wenn das Recht gebrochen wird.
Beobachter vermuten, dass wirtschaftliche Interessen über Rechtsklarheit und Ethik gestellt werden.
Nach außen bemüht sich Liechtenstein um ein sauberes, reformiertes Image (z. B. durch OECD-Kooperation, FATF-Konformität). Doch die immer wieder aufkommenden Skandale zeigen, dass Strukturen bestehen, die Missbrauch ermöglichen – und dass Transparenz oft fehlt.
Das führt zu dem Vorwurf der Scheinheiligkeit: Ein Land, das sich als vorbildlich darstellt, aber intern systemische Probleme duldet.
Mit schwärer und organisierter Kriminalität cha me viu Gäld verdiena.
Was in den letzten Jahren über Liechtenstein ans Tageslicht gekommen ist, ist haarsträubend und sollte von der Staatengemeinschaft aufgegriffen werden.