Ist es Mut, Heuchelei oder nassforscher Zynismus?

«Das einzigartige liechtensteinische Stiftungswesen auf einen Blick», das verspricht für den «Tag der Stiftungen» einiges. Da dürfen im Vaterland Professor Alexandra Butterstein und Stefan Wenaweser das Wort ergreifen.

Die Dame lehrt an der international anerkannten Universität Liechtenstein seit 2023 «Gesellschaft-, Stiftungs- und Trustrecht». Zu Hause ist sie im deutschen Pfullingen, wo sie, die Professur lastet ja nicht aus, auch noch als Anwältin tätig ist.

Wenaweser ist Präsident der Liechtensteinischen Treuhandkammer, nachdem sein Vorgänger wegen Unpässlichkeit aufgrund von US-Sanktionen gegen ihn den Hut nahm. Dass vor Wenaweser Gerichtsakten nicht sicher sind, das tut ja wohl nichts zur Sache. Zumindest in Liechtenstein.

Diese beiden Koryphäen geben nun willkommenen Anlass zu gesundem Gelächter. Offenbar leben die beiden in einer paradiesischen Parallelwelt, die nichts mit dem trüben Alltag der vielen Stiftungsskandale zu tun hat.

«Der liechtensteinische Gesetzgeber habe den Begünstigten in einer einzigartigen Weise hierzu (zur Kontrolle der Stiftungsräte, Red.) Auskunft-, Einsicht- und Kontrollrechte zugeschrieben», fantasiert Butterstein.

Und Wenaweser jubiliert hinterher: «Begünstigte haben Informations- und Auskunftsrechte. Darunter fallen das Recht auf Einsichtnahme in die Stiftungsdokumente sowie der Anspruch auf Auskunftserteilung, Berichterstattung und Rechnungslegung.»

Von welchen Rechten reden die beiden da, fragen sich nicht nur die Besitzer von rund 800 Zombie-Trusts. Denen sind nicht nur ihre untreue Stiftungsräte davongelaufen, von einer Möglichkeit zur Information oder gar Rechnungslegung kann seit vielen Monaten keine Rede mehr sein.

Viele weitere Begünstigte (und Stifter) haben schon seit Jahren Probleme, an Auskünfte heranzukommen. Zum Beispiel, wenn das Stiftungsvermögen dekantiert wurde. Also einfach in eine andere Stiftung umgegossen wurde, auf die, so sorry, dann nur noch der ungetreue Treuhänder Zugriff hat.

Gar nicht gerne gesehen werden auch Bitten nach Berichterstattung über die einkassierten Kommissionen und Kick-backs und Retrozessionen bei der Verwaltung des Stiftungsvermögens. Richtig grantig werden viele Untreuhänder, wenn man von ihnen Rechnungslegung über ihre üppigen Honorare verlangt.

Mit drohendem Unterton fügt Wenaweser daher hinzu, dass der Begünstigte seine Rechte keinesfalls missbrauchen darf. Also dem Treuhänder und Stiftungsrat auf den Wecker gehen: denn er «darf das Recht nicht in unlauterer Absicht, in missbräuchlicher oder nicht in einer den Interessen der Stiftung widerstreitenden Weise ausüben».

Damit nicht genug:

«Darüber hinaus können die Begünstigungsrechte ausnahmsweise auch aus wichtigen Gründen zum Schutz des Begünstigten verweigert werden.»

Das wäre wirklich brüllend komisch, wenn es für viele Begünstigte nicht schmerzliche Realität wäre.

Der ungetreue Stiftungsrat darf also nach der Absurd-Logik von Wenaweser dem Begünstigten seine Rechte verweigern, und das erst noch zu dessen Schutz.

Nach der Devise: Du willst wissen, wieso so viel von deinem Geld in meinen Taschen verschwindet? Das würde dich so schmerzen, dass ich dir zu deinem Schutz das Auskunftsrecht verweigern muss.

Denn das wäre ja wohl  der Versuch der Ausübung dieser Rechte in unlauterer oder missbräuchlicher Absicht. Die bestünde darin, dem Treuhänder das Geldscheffeln und überhaupt das Leben unnötig schwer zu machen.

Denn wenn jemand, was Realität ist, bis zu 100’000 Franken Honorar bezieht (pro Monat, versteht sich, und das über Jahre), und das in keinem Verhältnis zu seiner Leistung steht, dann wäre es doch für den Untreuhänder unzumutbar, dass er darüber Rechenschaft ablegen müsste.

Das Faszinierende an dieser Selbstentblössung ist, mit welcher Unverfrorenheit sie vorgetragen wird.

Die tatsächlich einzigartigen Rechte, die laut Professor Butterstein ein Begünstigter in Liechtenstein besitzt, sind vielmehr keine Rechte. Geht er einem liechtensteinischen Treuhänder mit blöden Fragen zu sehr auf den Zeiger, dann hat er seine Rechte verwirkt.

Versucht der Entrechtete, vor einem fürstlichen Gericht zu seinem Recht zu kommen, erlebt er eine zweite böse Überraschung. Ausser, es lässt sich ums Verrecken nicht vermeiden, käme kein Gericht in dieser Räuberhöhle auf die Idee, sich gegen einen liechtensteinischen Treuhänder zu stellen.

Denn in diesem Unrechtsstaat kennt jeder jeden, und niemand will den frommen Gottesdienst stören, dass hier alles ordentlich, anständig und seriös zu und her ginge.

Man muss schon sagen: Butterstein und Wenaweser, zwei grosse Heuchler vor dem Herrn.

 

47 Kommentare
  1. Es lebe der Präsident
    Es lebe der Präsident sagte:

    Stefan Wenaweser, der Präsident der Liechtensteiner Treuhandkammer, wurde dadurch berühmt, dass er bei einer Akteneinsicht Dokumente aus Gerichtsakten entwendet hatte. Dennoch -oder gerade deswegen- wählten ihn die Treuhänder zu ihrem Präsidenten.

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    • Internet ist gesäubert
      Internet ist gesäubert sagte:

      Im Internet findet man von den vielen Artikeln über den Skandal der entwendeten Akten durch den heutigen Präsidenten der Treuhänderkammer Stefan Wenaweser nichts mehr. Wurde alles gründlich gesäubert, so dass der (Heiligen-)Schein wieder gewahrt wird. 🤣

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    • Causa BUWOG: Aktendiebstahl in Liechtenstein
      Causa BUWOG: Aktendiebstahl in Liechtenstein sagte:

      Skandal bei den BUWOG-Ermittlungen: Der Liechtensteiner Anwalt eines Geschäftspartners von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser soll brisante Unterlagen aus dem Gerichtsakt entwendet und erst nach sechs Wochen zurückgegeben haben. Die Staatsanwaltschaft Liechtenstein hat Ermittlungen eingeleitet. Es besteht auch der Verdacht, dass Urkunden verfälscht wurden.
      https://oe1.orf.at/artikel/293605/Causa-BUWOG-Aktendiebstahl-in-Liechtenstein

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  2. Der kriminelle Treuhänder, die heilige Kuh im Ländle
    Der kriminelle Treuhänder, die heilige Kuh im Ländle sagte:

    Der kriminelle Treuhänder, die heilige Kuh im Ländle

    Kriminelle Treuhänder werden im Ländle geschützt wie heilige Kühe, da sie viel Geld ins Ländle bringen.

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    • Schwere und organisierte Kriminalität
      Schwere und organisierte Kriminalität sagte:

      Das kriminelle System, mit welchem Liechtensteiner Treuhänder Stiftungen und Trusts seit Jahren systematisch und planmässig mit tatkräftiger Hilfe von nicht neutralen Richtern und Staatsanwälten in ihre Macht bringen und dann ausplündern, ist jetzt aufgeflogen und bekannt geworden. Dass es so lange verheimlicht werden konnte, liegt wohl daran, dass die liechtensteiner Rechtsanwälte den betroffenen Opfern das Märchen vom «bedauerlichen Einzelfall» erzählt haben, da auch sie viele Jahre von dem kriminellen System profitiert haben. Fürst und Regierung haben jahrelang weggeschaut und so getan, als wüssten sie von nichts, was ihnen aber auch seit Jahren niemand mehr abnimmt. Bei dem kriminellen System dürfte es sich um schwere und organisierte Kriminalität handeln

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  3. Realität der Treuhänder: Bacardi-Skandal
    Realität der Treuhänder: Bacardi-Skandal sagte:

    Der Rechtsanwalt und Mit-Trustverwalter Bernhard Lorenz (Kanzlei Lorenz Nesensohn Rabanser) beantragt die Abberufung der Witwe von Lord Bacardi, der den Trust für seine Frau und die gemeinsame Tochter gegründet hatte. Richter Mag. Stefan Rosenberger vom Fürstlichen Landgericht beruft Lady Bacardi mit der Begründung ab, sie habe einen Interessenskonflikt, weil sie zugleich ihre eigenen Interessen und die ihrer minderjährigen Tochter vertritt. Zum einen ist dass ihre gesetzliche Pflicht, zum anderen hat die Tochter sobald sie volljährig war, die Handlungen ihrer Mutter genehmigt. Aufgrund der Genehmigung der Tochter hätte ihre Mutter nicht mehr abberufen werden können..Bernhard Lorenz trägt noch vor, dass die Genehmigung der Tochter nicht wirksam gewesen sei, da die Tochter bei Abgabe der Genehmigung erst vier Tage volljährig gewesen ist (was für ein Unsinn!). Richter Mag. Stefan Rosenberger ignoriert die Genehmigung der Tochter einfach und beruft die Mutter aus der Trustverwaltung ab. Das Obergericht, 1. Senat unter Richter Ungerank bestätigt erwartungsgemäss die Entscheidung von Richter Rosenberger.

    Witwe Bacardi erhält anders als in Liechtenstein in der Schweiz Recht und erwirkt in der Schweiz ein Gerichtsurteil, dass sie Zugriff auf ein Schweizer Konto des Trusts erhält. Was macht Treuhänder Bernhard Lorenz kurz vor Rechtskraft des Urteils? Er räumt das Konto ab und verfrachtet das Geld nach Liechtenstein.

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    • Kriminelle Vereinigung
      Kriminelle Vereinigung sagte:

      Maria Luisa Bacardi: «Seit Jahren werden offenbar durch eine kriminelle Vereinigung, deren Aktionsradius vom Fürstentum Liechtenstein bis auf die Bermudas reicht, Versuche unternommen, meine Ansprüche als Erbin von Don Luis Bacardi zu untergraben und den letzten Willen meines Vaters wissentlich zu ignorieren. Das kriminelle Netzwerk versucht, die Kontrolle über Aktien an der Bacardi LTD aus dem Nachlass meines Vaters Don Luis Bacardi als auch die Kontrolle über Stimmrechte an der Bacardi LTD zu sichern. Dadurch wurde meine Mutter, Monika Bacardi, vor einigen Wochen in Liechtenstein rechtswidrig von sämtlichen Funktionen jener Gesellschaften entfernt, die die Aktienpakete an Bacardi LTD hielten. Dies geschah gegen ihren und meinen Willen.
      https://www.presseportal.de/pm/146423/4651536

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    • Marion
      Marion sagte:

      Sind eigentlich alle korrupt in Liechtenstein? Kann man ruhig schlafen, wenn man Menschen derart um ihr Geld betrügt? Kann man noch morgens in den Spiegel schauen, wenn man sich am Geld fremder Leute bereichert, es Unschuldigen klaut und raubt? Hauptsache, die Bugatti-Sammlung ist vollständig? Ekelhaft!

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    • Bernhard Lorenz und Georg Schima
      Bernhard Lorenz und Georg Schima sagte:

      «Im von L. initiierten Abberufungsverfahren gegen Treuhänderin Bacardi habe Schima schon ein Mandat gegen Bacardi übernommen, und auch davor habe er seinen Liechtensteiner Kollegen vertreten – nämlich als sich dieser von seiner angestammten Kanzlei, einer der ganz großen des Fürstentums, getrennt habe. Darüber hinaus habe Schima seine frühere Mandantin 2021 «in Vertretung von Anwalt L.» in Liechtenstein angezeigt, ist in der Klage nachzulesen. Bei alldem habe Schima Informationen verwendet, die er nur gekannt habe, weil er früher eben Bacardi vertreten hatte.»

      «L» steht für Bernhard Lorenz, die angestammte Kanzlei ist Marxer Partner in Vaduz.

      https://www.derstandard.de/story/2000142995509/hochprozentiger-bacardi-prozess-gegen-anwalt-in-wien

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  4. LOL
    LOL sagte:

    Über diese Scheinheiligkeit kann man nur laut lachen. Der Präsident der Liechtensteiner Treuhänderkammer ist ein überführter Aktendieb und prahlt die Sicherheit liechtensteiner Stiftungen an, obwohl inzwischen jeder weiß, dass aufgrund eines kriminellen Systems Stifter und Begünstigte von Trusts und Stiftungen reihenweise von kriminellen Treuhändern beraubt werden. Was für eine Heuchelei in Liechtenstein.

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    • Typischer Fall in Liechtenstein
      Typischer Fall in Liechtenstein sagte:

      Typischer Fall für Liechtenstein:

      Die Witwe schickt nach dem Tod des Königs jemanden zu dem liechtensteiner Treuhänder, denn sie möchte die beiden in den Stiftungen befindlichen Immobilien haben.

      Der liechtensteiner Treuhänder schaut mit treuen Augen und sagt, die Immobilien habe der König ihm geschenkt und er haben sich immer schon gewundert, weshalb der König zwei Stiftungen gegründet habe, die immer leer geblieben sind.

      Die Witwe durchschaut das Spiel sofort und klagt vor dem Gericht in Liechtenstein.

      Das Gericht in Liechtenstein entscheidet, dass die Immobilien dem Treuhänder gehören. Witwe geht in Rekurs. Obergericht entscheidet, dass die Immobilien doch selbstverständlich dem Treuhänder gehören.

      Typischer Fall eben…

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  5. Kraus
    Kraus sagte:

    «Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.»

    Kritische Beobachtung, wie in Zeiten kulturellen Niedergangs und geringen Anstands Menschen mit wenig Substanz überproportionalen Einfluss erhaschen.

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  6. Liechtenstein sucht den Superstar-Treuhänder
    Liechtenstein sucht den Superstar-Treuhänder sagte:

    Hier die Kandidaten:
    Mario Staggl
    Harry Gstöhl
    Norbert Seeger
    Bernhard Lorenz
    Martin Batliner
    Philipp Wanger
    Thomas Wilhelm
    Anton Wyss

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    • Ergänzung
      Ergänzung sagte:

      Es fehlen die Stars aus dem Perry Skandal
      Dr. Dieter Neupert
      Louis Oehri – Direktor bei Lopag Trust reg., Industriestr. 27, FL-9491 Ruggell
      Dominik Naeff – Direktor bei Lopag Trust reg., Industriestr. 27, FL-9491 Ruggell

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    • Startreuhänder erstatten Strafanzeigen gegen ihre Mandanten, also nicht vergessen
      Startreuhänder erstatten Strafanzeigen gegen ihre Mandanten, also nicht vergessen sagte:

      Nicht vergessen
      Roland Wyss, Wyss & Partner AG in Mauren

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      • Liechtensteins beste Treuhänder
        Liechtensteins beste Treuhänder sagte:

        Strafanzeigen gegen Stiftungsbegünstigte, deren Interessen zu wahren der Treuhänder verpflichtet wäre, zu erstatten – das ist die hohe Schule der Treuhänder. Bravo Roland Wyss!

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  7. Typischer Fall der Finanzkriminalität in Liechtenstein: Finanzskandal in Liechtenstein Ein Toter unterschrieb – die Neue Bank bezahlte
    Typischer Fall der Finanzkriminalität in Liechtenstein: Finanzskandal in Liechtenstein Ein Toter unterschrieb – die Neue Bank bezahlte sagte:

    Typischer Fall der Finanzkriminalität in Liechtenstein: Finanzskandal in Liechtenstein Ein Toter unterschrieb – die Neue Bank bezahlte

    Erneut erschüttert ein Veruntreuungsskandal den Finanzplatz Liechtenstein. Beschuldigte ist ein alter Bekannter.
    https://www.bcswitzerland.com/wp-content/uploads/2018/11/Neuer-Finanzskandal-in-Liechtenstein-Der-Untreuh%C3%A4nder-Bilanz.pdf

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  8. Bedienungsanleitung für Treuhänder
    Bedienungsanleitung für Treuhänder sagte:

    Die Liechtensteiner Treuhänder Martin Batliner und Philipp Wanger zeigen in dem Skandal der Hartlaub-Stiftung allen, wie man es richtig macht:

    1. Man nehme sich aus der Stiftung, deren Interessen man wahren sollte, 75’000 – 100’000 Franken pro Monat pro Person. Zusätzlich zu den 25’000 Franken Jahresgrundpauschale pro Person natürlich.

    2. Wenn der mithilfe des Gerichts abservierte Stiftungsrat und Begünstigte es tatsächlich wagt, mit einem Abberufungsantrag gegen sie vorzugehen, dann entzieht man ihm eben dessen gesetzliches Informations- und Kontrollrecht. So ist ererst einmal drei Jahre lang kalt gestellt und kann nicht mehr sehen, wie sich die beiden unkontrolliert aus der Stiftung bereichern.

    3. Sollte der absolvierte Stiftungsrat und Begünstigte sich immer noch nicht zermürben lassen, dann entzieht man ihm eben dessen Begünstigung und stellt sich auf den Standpunkt, er habe mit der Stiftung nichts mehr zu tun und deswegen falle auch dessen Abberufungsantrag in sich zusammen.

    4. Und dann initiiert man noch eine Strafanzeige wegen angeblicher Untreue gegen den Begünstigten.

    Und als Kriegskasse für all diese Handlungen nimmt man als Treuhänder natürlich das Stiftungsvermögen.

    Wenn die beiden damit durchkommen, ohne abberufen zu werden, dann sind sie die besten und erfolgreichsten Treuhänder Liechtensteins aller Zeiten. Und ein Vorbild für jeden Treuhänder in Liechtenstein. Sich jeder etwa eine Million Franken im Jahr aus einer Stiftung nehmen und den Begünstigten kalt stellen. Sollten sie deswegen nicht vom Gericht abberufen werden, so wäre dies das Drehbuch dafür, wie man Stiftungen kapert und dekantiert. Jeder Treuhänder in Liechtenstein, der es nicht genauso machen würde, wäre dann dumm.

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    • Missbrauch vertraulicher Bankdaten
      Missbrauch vertraulicher Bankdaten sagte:

      Man braucht nur ChatGPT nach Dr. Martin Batliner fragen, da kommen eine Reihe von Kontroversen ans Licht. Unter anderem soll Dr. Batliner von der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) vertrauliche Korrespondenz eines Bankkunden angefordert und erhalten haben.
      Diese Daten wurden im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen den Kunden, der gleichzeitig Begünstigter einer Stiftung war, verwendet.
      Die Datenschutzstelle Liechtenstein verurteilte die Liechtensteinische Landesbank wegen eines eklatanten Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz und forderte die Löschung der Daten.

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      • Superman
        Superman sagte:

        Martin Batliner ist gut vernetzt mit der Justiz – der Landrichterin Nicole Netzer besonders gut, mit ihr hat er gleich ein uneheliches Kind.

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  9. Jubelperser
    Jubelperser sagte:

    In Berlin gibt es einen Rechtsanwalt pro 1.248 Einwohner.
    In Wien gibt es einen Rechtsanwalt pro 533 Einwohner
    In Liechtenstein gibt es 120 Rechtsanwälte, also einen Rechtsanwalt pro 333 Einwohner.

    Natürlich verdienen die an den unzähligen Streitigkeiten von Stiftern und Begünstigten gegen Verwalter von Trusts und Stiftungen (und nicht an Scheidungen o.ä.). Die verdienen an der schweren und organisierten Kriminalität kräftig mit und verheimlichen ihren Mandanten, dass das ein kriminelles System ist.
    Und Frau Professorin Butterstein und der durch die Entwendung von Gerichtsakten berühmt gewordene Präsident der Treuhandkammer Stefan Wenaweser preisen das sichere Stiftungs- und Trustwesen in ihrer PR-Aktion an.

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  10. Heuchelei
    Heuchelei sagte:

    So eine unglaubliche Heuchelei! Jeder weiß, dass in Liechtenstein ein Skandal nach dem anderen passiert, dass es circa. 800 Zombie Trusts gibt, und die beiden Herrschaften sind sich nicht zu blöd, die liechtensteiner Strukturen, also Trusts und Stiftungen zu beweihräuchern? Müssen die nicht zwischendurch laut loslachen über diesen Unsinn?

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  11. Antikorruptionsbericht des Europarats (GRECO)
    Antikorruptionsbericht des Europarats (GRECO) sagte:

    Die GRECO meint mit Korruption in Liechtenstein doch nicht die Ebene, dass ein krimineller Treuhänder einem kriminellen Richter Geld gibt dafür, dass der Richter das Recht beugt.

    Die GRECO geht doch auf die oberste Ebene und stellt zwischen den Zeilen in den Raum, dass Liechtenstein die Merkmale einer Zentralregierung in der Person des Fürsten erfüllt. Und dass von oben geduldet oder erwünscht wird, dass sich die Untertanen an Ausländern bereichern dürfen, was und weil dies den Wohlstand im Land nährt. Den betroffenen Opfern wird eine Justiz vorgegaukelt, in der Richter von Fürsten Gnaden handeln.

    So verstehe ich den Bericht der GRECO in Ziffern 17, 21 und 24.
    https://rm.coe.int/grecoeval5rep-2024-1-final-deu-evaluation-report-liechtenste/1680b5ece0

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  12. So ein Schmierentheater: Liechtensteiner Trusts sind höchst riskant!
    So ein Schmierentheater: Liechtensteiner Trusts sind höchst riskant! sagte:

    Liechtensteiner Trusts sind ebenso wie Liechtensteiner Stiftungen höchst riskant!

    Leidgeplagte liechtensteinische discretionary trusts: nun auch höchstgerichtliche Rechtsschutzverweigerung

    Während der beneficiary beim common law trust gemeinhin als ,,equity´s darling”gilt, schlägt das Pendel in Liechtenstein zusehends in eine entgegengesetzte Richtung. Hier zeichnet sich ein massiver Abbau des Begünstigtenrechtsschutzes durch die Gerichtsbarkeit ab. Aufgrund der aktuellen Gesetzesanwendung durch die liechtensteinischen Rechtsfürsorgegerichte ist nun ein nachhaltiger Reputationsverlust des „Truststandorts“ Liechtenstein zu befürchten.
    https://kanzleiboesch.com/files/kanzlei-boesch/Publikationen/PDF/Leidgeplagte%20liechtensteinische%20discretionary%20trusts.pdf

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  13. Liechtensteiner Mafia
    Liechtensteiner Mafia sagte:

    Jeder ist mit jedem verwandt oder verschwägert in dem Zwergstaat mit 38’000 Enwohnern, da wird eine mafiöse Struktur nicht verpfiffen, solange sie viel Geld ins Land spült.

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  14. Momo
    Momo sagte:

    Jeder, der auch nur 5 Minuten auf dieser Webseite war (wie sicher auch Prof. Butterstein und der Präsident der Treuhänderkammer Liechtenstein Wenaweser) weiss, was in Liechtenstein in Wirklichkeit passiert und dass das wirklich Einzigartige an liechtensteiner Stiftungen ist, dass diese reihenweise von kriminellen Treuhändern in ihre Gewalt gebracht und ausgeraubt werden.

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  15. Marxer
    Marxer sagte:

    Marxer und Partner wurden bekannt durch das Dekantieren von Stiftungen,was jedoch vor Gericht in Liechtenstein nicht gut ankam und diese eine Niederlage kassierten .
    Stefan Wenaweser ist Partner dieser Kanzlei,auch bekannt als das geheime Justizministerium Liechtensteins . …nichts dazugelernt ????

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  16. Martina Eggenberger
    Martina Eggenberger sagte:

    Man sollte nicht jemanden zum Präsidenten der Treuhänderkammer wählen, der die Treuhänder repräsentiert, wenn derjenige Akten aus Gerichtsakten gestohlen hat. Was sendet das denn für ein Zeichen für die Treuhänder?

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  17. Kramer
    Kramer sagte:

    Es fällt auf, dass in Liechtenstein die ganzen Skandale, die Kritik der Antikorruptionsbehörde des Europarats GRECO und die Zombie Trust heruntergespielt und kleingeredet werden. Die Skandale und die Probleme werden nicht angegangen und aufgearbeitet, sondern allesamt vertauscht. Das spricht dafür, dass das ganze Land mitspielt.

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  18. Schöne heile Welt…
    Schöne heile Welt… sagte:

    … wird vorgegaukelt. Aber der Fürst muss sich vor lauter Angst vor den Russen, die nicht mehr an ihre “Zombie Trusts“ kommen, verstecken. So eine Heuchelei!

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  19. Warnung vor Liechtenstein
    Warnung vor Liechtenstein sagte:

    Die Kanzlei Dr Krüger informiert über eine sehr interessante Doku über das Thema Familienstiftung. Ein kürzlich erschienenes Video von Plusminus beleuchtet die Schattenseiten der liechtensteinischen Familienstiftungen, die einst als sichere Hafen für Vermögen galten. Die Doku zeigt, wie immer mehr Erben um ihr Erbe kämpfen, während einige Treuhänder großzügig aus den Stiftungen schöpfen. In der Sendung werden Hintergründe aufgedeckt und konkrete Verbrauchertipps präsentiert, um Betroffenen in diesem undurchsichtigen Prozess zu helfen. Ein schockierender Einblick in die Welt der liechtensteinischen Vermögensverwaltung und ihrer möglichen Konsequenzen für die Erben.
    https://kanzlei-dr-krueger.de/stiftungen-in-liechtenstein-erfahrungsbericht-risiken/

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  20. Keine neutrale Justiz
    Keine neutrale Justiz sagte:

    Die kriminellen Treuhänder können doch nur deshalb Stiftungen und Trusts kapern und plündern, weil ihnen dies durch willfährige Richter:innen ermöglicht wird.

    So werden Verfahren gegen ausländische Stifter, Stiftungsräte und Begünstigte sehr schnell durchgeführt, Verfahren gegen liechtensteiner Treuhänder und Stiftungsräte werden hingegen verschleppt.

    Es wird behauptet, dass liechtensteiner Treuhänder mir Richter:innen «unter einer Decke stecken».

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  21. Mafia-Thriller
    Mafia-Thriller sagte:

    Dieser Blog liest sich wie ein Mafia-Thriller. Und man kann nur staunen, dass Liechtenstein in den zitierten Presseartikeln ganz offen als «kriminelles System», «Hort der Kriminellen» usw. beschrieben wird.

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  22. WELT: Liechtenstein „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen
    WELT: Liechtenstein „Kriminelles System“? Die heiklen Vorwürfe gegen das Geldparadies der Superreichen sagte:

    Liechtenstein gilt als ideale Schutzzone für große Geldsummen. Doch Einzelfälle wecken Zweifel daran: So soll vereinzelt der Zugriff auf gebunkertes Vermögen entzogen worden sein. Für das Versprechen des Finanzstandorts könnten solche Vorwürfe gefährlich werden.

    https://www.welt.de/wirtschaft/plus255111372/Kriminelles-System-Die-Vorwuerfe-gegen-das-Geldparadies-der-Superreichen.html

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  23. Hansjoerg
    Hansjoerg sagte:

    Ein Kollege hat mich auf diese Seite hingewiesen – und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Liechtenstein scheint ja ein Moloch zu sein.

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  24. Andreas Kunkel
    Andreas Kunkel sagte:

    Liechtenstein ist kein Rechtsstaat, sondern ein Unrechtsstaat. Eine nicht neutrale Justiz ermöglicht kriminellen Treuhändern unbehelligt kriminelle Machenschaften. Der Landesregierung und dem Fürsten ist dies bekannt, sie schreiten dagegen aber nicht ein, man billigt dies, denn es bringt viel Geld ins Land.

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  25. G. L..
    G. L.. sagte:

    Wir verfolgen bei uns in der Bank den Blog mit Interesse. Was uns am meisten wundert ist, dass die vermutlich große Mehrheit anständiger Treuhänder in Liechtenstein den Taten der weniger anständigen Treuhänder zusieht, ohne auf die Barrikaden zu gehen, da die weniger treuen Treuhänder doch den Ruf Liechtensteins als Finanzplatz ruinieren. Wenn sich in Frankfurt jemand so benehmen würde, dann würden doch die Mitbewerber sofort dafür sorgen, dass ein Fehlverhalten geahndet wird. Oder warten die anständigen Treuhänder nur auf eine Chance, ebenfalls einen Trust oder eine Stiftung in ihre Kontrolle zu bringen und dann auszuplündern? Das verstehen wir nicht.

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  26. Hotspot of the Mafia
    Hotspot of the Mafia sagte:

    Liechtenstein’s once solid reputation as a trustworthy financial centre has crumbled — it’s now regarded as a hotspot for the mafia.

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