Die Hütte brennt. Aber die Feuerwehr steht auf dem Schlauch.
Es gibt bis zu 800 reiche Russen, die stinksauer sind. Denn im Unrechtsstaat Liechtenstein wurde ihnen nach Fürstenart von einem Tag auf den anderen der Zugriff auf ihre Trusts verwehrt. Denn die alleine handlungsberechtigten und verwaltenden Treuhänder machten sich untreu vom Acker.
Aus Schiss vor US-Sanktionen, nachdem bereits einige seiner Kollegen auf die Todesliste der Ofac geraten sind.
Soweit, so schlecht. Dieser Skandal begann Ende letzten Jahres, als die Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht (FMA) plötzlich eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Russengeldern verfügte. Der Skandal geriet im Frühsommer 2025 in die internationalen Schlagzeilen.
Nun ist beinahe Ende September, und was hat das Fürstentum bislang geruht zu tun? Nichts.
Also nichts, verkleidet in Form einer «Task Force», die «Lösungsvorschläge» erarbeiten soll. Das aber nicht tut. Die Reputation des Finanzplatzes, die zunehmende rechtlicher Unsicherheit, die unangenehme Position zwischen den USA, Russland und der EU – na und?
Schneckentempo ist angesagt. Vogel Strauss ist das Vorbild. In der Trutzburg hofft man offensichtlich, dass sich auch dieses Problem durch Aussitzen lösen lässt.
Wie liessen sich denn die Hunderte von führungslosen Finanzvehikeln wieder handlungsfähig machen? Wie könnte das Fürstentum den Zombie-Skandal beenden?
Da gäbe es genügend Vorbilder.
Die Schweiz hat ebenfalls Vermögenswerte reicher Russen, sanktioniert oder nicht, eingefroren. Auch hier flohen Treuhänder und Stiftungsräte aus der Verantwortung. Aber die Schweizer Finanzmarkaufsicht (FINMA) setzte externe, gerichtlich bestellte Sachwalter ein, ausschliesslich zur Werterhaltung. Geht also.
Selbst Zypern schaffte es nach der Bankenkrise 2013 die Unmenge von Briefkastenfirmen zu retten, die ihre lokalen Verwalter verloren hatten, weil die in der Krise kollabierten. Die Insel schuf ein staatlich geführtes Interimsregister, aus dem neue Direktoren bestellt werden konnten.
Grossbritannien hat Tausende ungenutzter oder herrenloser Trusts. Ihre Gelder werden an einen Fonds für soziale Zwecke übertragen, während die Eigentumsrechte erhalten bleiben.
Selbst die Cayman und British Virgin Islands haben Lösungen für dieses Problem. Fällt hier der Direktor eines Finanzkonstrukts aus – beispielsweise nach einem Geldwäschefall –, kann ein Gericht für diese orphaned Company, also diese verwaiste Gesellschaft, einen offiziellen Liquidator einsetzen. Mit begrenzten Vollmachten, um die Konten zu verwalten, Steuern zu zahlen und das Unternehmen aufzulösen oder zu verkaufen.
Auch die USA kennen eine sogenannte «Receivership» bei sanktionierten Unternehmen, die so abgewickelt werden können.
Es gäbe also eine ganze Menge von Möglichkeiten, wie Liechtenstein aus dieser tödlichen Gefahr für seinen Finanzplatz rauskommen könnte. Umso länger diese Zombie-Krise andauert, desto grösser wird der Vertrauensverlust. Denn wer möchte schon sein Vermögen an einem Ort aufbewahren, der weder die Eigentumsgarantie honoriert, noch nach rechtststaatlichen Prinzipien funktioniert?
Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Fürst, bzw. sein Statthalter auf Erden, Erbprinz Alois, in Ausübung ihrer absolutistischen Macht per sofort eine Lösung des Problems befehlen könnten.
Wieso tun sie das nicht?
Fürchten Sie, dass die fürstlichen Banken ein paar Milliarden eingefrorene Vermögen nicht länger abzocken können? Oder denken sie einfach: mir kann keiner, ich bin Liechtensteiner?




Die Devise lautet: aussitzen. Das macht man im Ländle so, wenn man nicht weiss, was man tun soll. Das Problem löst sich bestimmt von alleine…
Die etwa 800 Zombie-Trusts sind die größte Krise für Liechtenstein als Finanzplatz. Sollte Liechtenstein nicht umgehend eine akzeptable Lösung präsentieren, ist es als Finanzplatz Vergangenheit.
Die Europäische Kommission will der Ukraine mit eingefrorenen russischen Geldern helfen, ohne das Geld zu beschlagnahmen.
Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.
Mit jedem Tag, mit welchem das Problem nicht gelöst wird, verliert Liechtenstein weiter an Glaubwürdigkeit.
Um seine Reputation braucht sich Liechtenstein keine Sorgen mehr zu machen, das ist zu spät.
Der Fürst ist verschwunden. Finderlohn 200 Franken.
Der Fürst steht unter massivem Druck. Noch vor Kurzem galt er als respektiertes Staatsoberhaupt, doch inzwischen sind schwerwiegende Enthüllungen ans Licht gekommen: In seinem Land existiert offenbar ein System organisierter Kriminalität, von dem er wusste – ohne einzugreifen. Besonders brisant ist zudem die Affäre um die rund 800 „Zombie Trusts“. Sie liefern Beweise dafür, dass Liechtenstein alles andere als ein vertrauenswürdiger Finanzstandort ist und keineswegs als sicherer Hafen für große Vermögen taugt. Kein Wunder also, dass sich der Fürst derzeit versteckt und offenbar den direkten Konfrontationen aus dem Weg geht.
Wäre ich der Fürst, würde ich mich auch nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen lassen.
Das Fürstentum präsentiert sich seit Jahren als sauberen Finanzplatz. Nun erschüttern neue Skandale das Selbstbild. Es geht um Mafia-Geschäfte und veruntreute Staatsgelder aus Venezuela.
https://www.derbund.ch/liechtensteins-weisse-fassade-broeckelt-971207461924
Die Zombie-Trust sind der Todesstoss für den Finanzplatz Liechtenstein. Besser gesagt 800 Todesstösse.
Wir sind eine überregionale Rechtsanwaltskanzlei, haben schon viele Fälle von Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein erlebt und raten allen Betroffenen:
1. Sollten auch Sie Entscheidungen Liechtensteiner Gerichte erhalten haben, die nicht neutral sind, so eskalieren Sie ihren Fall weiter bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dort ist bekannt, dass Liechtensteiner Gerichtsentscheidungen oftmals nicht neutral sind. Acht von 10 Beschwerden zum EGMR hatten Erfolg. Die Liechtensteiner Gerichte sind an die Entscheidungen des EGMR gebunden.
2. Melden auch Sie Ihren Fall dem Legal Attache’s Office der U.S.-Botschaft in Bern, einer Aussenstelle des amerikanischen Justizministeriums, welches aufgrund eines besonderen amerikanischen Gesetzes, dem RICO Act weltweite Zuständigkeit im Kampf gegen kriminelle Vereinigungen hat. Mittels des RICO Act erfolgten beispielsweise das Verfahren und die Verurteilungen gegen weltweit verstreute Funktionäre der FIFA.
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
Sollten Ihnen Ihre Liechtensteiner Rechtsanwälte davon abraten, wissen Sie, dass diese ihre eigenen Interessen als Liechtensteiner vertreten und nicht Ihre.
We are an international law firm with extensive experience in handling cases of white collar crime in Liechtenstein. Based on our experience, we strongly advise the following steps for those affected:
1. Appeal to the European Court of Human Rights (ECHR):
If you have received court rulings from Liechtenstein that lack neutrality, it is imperative to escalate your case to the ECHR. It is well-documented that Liechtenstein court decisions are often not impartial. The Liechtenstein judiciary is bound by the decisions of the ECHR.
2. Report Your Case to the U.S. Embassy’s Legal Attaché Office in Bern:
Inform the Legal Attaché Office, a branch of the U.S. Department of Justice, about your case. Under the RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), the U.S. has global jurisdiction to combat organized crime. The RICO Act has been used in high-profile cases, such as prosecuting officials associated with FIFA across the globe.
Contact Information:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Be cautious of advice from Liechtenstein-based attorneys:
If your Liechtenstein lawyer advises against taking such actions, be aware that they may prioritize their local interests over yours.
Somos una firma de abogados internacional con una amplia experiencia en la gestión de casos de delitos de cuello blanco en Liechtenstein. Basándonos en nuestra experiencia, recomendamos encarecidamente los siguientes pasos para quienes se vean afectados:
1. Apelar al Tribunal Europeo de Derechos Humanos (TEDH):
Si ha recibido sentencias judiciales de Liechtenstein que carecen de neutralidad, es imperativo escalar su caso al TEDH. Está bien documentado que las decisiones judiciales en Liechtenstein a menudo no son imparciales. El poder judicial de Liechtenstein está vinculado por las decisiones del TEDH.
2. Denunciar su caso a la Oficina del Agregado Legal de la Embajada de EE. UU. en Berna:
Informe sobre su caso a la Oficina del Agregado Legal, una rama del Departamento de Justicia de EE. UU. Bajo la Ley RICO (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), EE. UU. tiene jurisdicción global para combatir el crimen organizado. La Ley RICO se ha utilizado en casos de alto perfil, como el enjuiciamiento de funcionarios vinculados a la FIFA en todo el mundo.
Información de contacto:
U.S. Embassy in Switzerland and Liechtenstein
Attn: Legal Attaché’s Office
Sulgeneckstrasse 19
3007 Bern
3. Sea cauteloso con los consejos de abogados con sede en Liechtenstein:
Si su abogado en Liechtenstein le aconseja no tomar tales acciones, tenga en cuenta que pueden estar priorizando sus intereses locales por encima de los suyos.
Gelegentlich verstehen wir Russen keinen Spaß. Bei Geld hört der Spaß auf.
Wie Zombie-Trusts eine Krise in Liechtenstein ausgelöst haben
Im Minifürstentum Liechtenstein sitzen Tausende von Trusts und Stiftungen. Hunderte von ihnen sind nach einer Rücktrittswelle verwaist, weil sie Verbindungen nach Russland hatten. Nun steht die Regierung vor einem Problem
Liechtenstein hat eine Notfall-Taskforce ins Leben gerufen, um die Krise bei sogenannten „Zombie“-Trusts in den Griff zu bekommen. Hunderte von Einrichtungen, die mit wohlhabenden Russen in Verbindung stehen, sind dadurch rechtlich gelähmt.
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/liechtenstein–wie-zombie-trusts-eine-krise-ausgeloest-haben-35886784.html
Ist der Fürst noch in Liechtenstein oder ist er schon vor den zürnenden Russen mit ihren verlassenen Zombie Trusts geflohen?
Schon vor den Zombie Trusts schrieb die WELT über Liechtenstein „Abschied von Europas letztem Geld-Paradies“:
„Der Name Liechtenstein taucht immer dann auf, wenn es um große Vermögen geht. Denn im Fürstentum scheint Geld sicherer aufgehoben zu sein als anderswo. Doch immer mehr Fälle lassen Zweifel am zentralen Versprechen des Alpenlandes aufkommen.“
https://www.welt.de/wirtschaft/plus251034324/Geld-Abschied-von-Europas-letztem-Geld-Paradies.html
Die europäische Staatsanwalt und die internationale Rechtshilfe stoßen bei einigen Verbänden auf heftige Kritik : Verfassungsrechtlich bedenklich…
Sind nur Trusts und Stiftungen in Liechtenstein unsicher, wie die Zombie Trusts zeigen, oder sind auch die Banken in Liechtenstein unsicher, weil auch ihnen Sanktionen drohen könnten?
Die Lage mit den „Zombie-Trusts“ ist ernst und das Ausbleiben einer Lösung in drei Monaten ist überaus problematisch – vor allem mit Blick auf den ohnehin bereits zuvor angeschlagenen Ruf des Finanzplatzes.
News outlet United 24 described the zombie trusts as “graveyard of Russian wealth vehicles”. However, it can become Liechtenstein‘s grave as well.